[0001] Die Erfindung betrifft einen Durchlaufofen mit einem Ofenteil zum Wärmen der Werkstücke,
einen Kühlteil zum anschließenden Abkühlen der Werkstücke und einem Förderband, das
Werkstücke durch den Ofenteil und den Kühlteil hindurch zu einer ersten Abgabestation
hin fördert, wobei eine zweite Abgabestation zur Entnahme von Werkstücken aus dem
Ofenteil vorgesehen ist.
[0002] Aus der DE-AS 26 01 658 ist ein Förderband-Durchlaufofen bekannt, wie er zur Wärmebehandlung
von Sinterteilen verwendet wird. Diese Durchlauföfen sind so ausgebildet, daß die
Sinterteile von einer Aufgabestation mittels eines Förderbandes in einen Ofenteil
gefördert werden, in dem sie nacheinander eine sogenannte Stearatzone, die zum Verdampfen
des in den Sinterteilen vorhandenen Stearats dient und dann eine sogenannte Sinterzone
durchlaufen, in der der eigentliche Sinterprozeß stattfindet. In der Sinterzone nehmen
die Sinterteile eine Temperatur von ca. 1 100 °C an. Üblicherweise schließt sich an
den Ofenteil des Durchlaufofens dann ein Kühlteil mit einer langgestreckten Kühlzone
an, in der die Sinterteile wieder auf Raumtemperatur gebracht werden. Am Ende des
Kühlteils können die Sinterteile dann von einer Abgabestation des Förderbandes wieder
entnommen werden. Der gesamte Prozeß von der Aufgabestation bis zur Abgabestation
spielt sich dabei abgeschlossen unter Schutzgasatmosphäre ab.
[0003] Es ist bekannt, derartige Öfen dadurch zu modifizieren, daß man am Ende des Ofenteils
eine seitliche Eingriffsmöglichkeit in den Ofen, d. h. eine zweite Abgabestation,
schafft. Diese Abgabestation weist dabei eine verschließbare Klappe auf, um die Schutzgasatmosphäre
im Ofen nicht zu stören, solange kein Eingriff erfolgt.
[0004] Eine solche zweite Abgabestation wird dazu verwendet, um Sinterteile, die gerade
den Ofenteil verlassen haben und sich noch auf Betriebstemperatur von beispielsweise
1 100°C befinden, unmittelbar entnehmen und im betriebswarmen Zustand einer weiteren
Bearbeitungsstation, beispielsweise einer Presse, zuführen zu können.
[0005] Hierzu hat man sich bislang rein manueller Methoden bedient, indem ein Arbeiter die
Klappe der zweiten Abgabestation öffnete und dann mittels geeigneter wärmebeständiger
Greifwerkzeuge die betriebswarmen Sinterteile vom Förderband entnahm und dann entweder
auf eine andere Fördereinrichtung umsetzte oder direkt der weiteren Bearbeitungsstation
zuführte. Die nicht entnommenen Sinterteile passieren in diesem Falle die zweite Abgabestation
und werden in der eingangs beschriebenen Weise in der Kühlzone des Kühlteils wieder
auf Raumtemperatur gebracht, sodaß sie entweder anderweitigen Zwecken zugeführt oder
erneut durch Durchlaufen des Ofenteils auf Betriebstemperatur gebracht werden können.
[0006] Es liegt auf der Hand, daß diese bekannte Vorgehensweise zum seitlichen Entnehmen
von Sinterteilen am Ende des Ofenteiles sehr umständlich ist, Arbeitskraft bindet
und keine automatisierten Fertigungsvorgänge gestattet.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Durchlaufofen der eingangs
genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß eine Entnahme der betriebswarmen Werkstücke
im oder am Ende des Ofenteils ohne manuell zu handhabende Entnahmewerkzeuge möglich
ist, so daß der Fertigungsvorgang regelmäßiger, damit weniger störungsanfällig und
automatisierbar erfolgt.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen Ofenteil und Kühlteil
eine Weiche vorgesehen ist, über die die Werkstücke unter Schwerkrafteinfluß wahlweise
entweder zum Kühlteil mit daran anschließender erster Abgabestation oder direkt zur
zweiten Abgabestation gelangen.
[0009] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird damit vollkommen gelöst, weil mit
wahlweisem Zugriff die Weiche verstellt werden kann, sodaß die Werkstücke, beispielsweise
die Sinterteile, unter Schwerkrafteinfluß entweder der ersten Abgabestation, beispielsweise
am Ende einer dem Ofenteil nachgeschalteten Kühlzone eines Kühlteils oder aber der
zweiten Abgabestation beispielsweise zum Umsetzen auf eine Presse oder dergleichen
zugeführt werden können. Dadurch, daß die Werkstücke nur unter Schwerkrafteinfluß
ihren Weg durch die Weiche nehmen, sind komplizierte Verstelleinrichtungen, wie sie
an Punkten hoher Betriebstemperaturen nur mit großen Schwierigkeiten einzusetzen sind,
nicht erforderlich.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Weiche am unteren Ende
einer an das Ende des Ofenteils angeschlossenen Rutsche angeordnet und umfaßt unterschiedlich
gerichtete Bahnstücke, insbesondere ein Kurvenstück, sowie ein Geradenstück, die wahlweise
an das Ende der Rutsche anschließbar sind.
[0011] Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die Werkstücke unmittelbar von der Fördereinrichtung,
beispielsweise einem Förderband, auf ein raumfestes Element, nämlich die Rutsche gelangen,
während sich erst am Ende der Rutsche die eigentliche Weiche befindet, die die Werkstücke
in die eine oder andere Richtung lenkt. Die beweglichen Teile befinden sich somit
bereits in einem gewissen Abstand von den auf hoher Betriebstemperatur liegenden Bereichen
des Ofenteils, sodaß die Anlage insgesamt wenig störanfällig ist.
[0012] Bei einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist die Weiche selbst als Rutsche am
Ende des Ofenteils ausgebildet, wobei zwei Leitbleche T-förmig stumpf miteinander
verbunden und derart schwenkbar angeordnet sind, daß in der einen Schwenkstellung
die Werkstücke über das eine Leitblech zur ersten Abgabestation und in der anderen
Schwenkstellung die Werkstücke über das andere Leitblech zur zweiten Abgabestation
rutschen.
[0013] Zwar befindet sich bei diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung die als Rutsche ausgebildete
Weiche in etwas größerer Nähe zum betriebswarmen Teil des Ofens, aufgrund der extrem
einfachen Konstruktion der Weiche ist jedoch auch in diesem Falle ein störungsfreier
Betrieb gewährleistet. Von Vorteil ist die bei diesem Ausführungsbeispiel vorgesehene
Ausbildung der Weiche für die Anwendungsfälle, bei denen sich die erste und die zweite
Abgabestation in einander gegenüberliegenden Positionen befinden.
[0014] Wie bereits eingangs angedeutet, kann der erfindungsgemäße Durchlaufofen mit besonderem
Vorteil dann eingesetzt werden, wenn die Werkstücke Sinterteile sind und der Ofenteil
sowie der Kühlteil schutzgasdicht ausgebildet sind.
[0015] In diesem Falle ist es besonders bevorzugt, wenn der Übergang vom Ende der Fördereinrichtung
des Ofenteils zum Anfang der Fördereinrichtung des Kühlteils als schutzgasdichter
Kanal ausgebildet ist.
[0016] Dies hat nämlich den Vorteil, daß die Weiche, gegebenenfalls mit Rutsche, im schutzgasdichten
Kanal angeordnet sein kann, sodaß der gesamte Umlenkvorgang in der Weiche ebenfalls
unter Schutzgasatmosphäre stattfindet.
[0017] Schließlich kann mit weiterem Vorteil der erfindungsgemäße Durchlaufofen so ausgebildet
sein, daß die Werkstücke auf der Fördereinrichtung auf zur Förderrichtung geneigten
Linien angeordnet sind.
[0018] Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die Werkstücke sich einzeln der vorderen Übergabekante
am Ende der Fördereinrichtung nähern, sodaß trotz großer Packungsdichte auf der Fördereinrichtung,
beispielsweise am Förderband, die Werkstücke dadurch vereinzelt werden, daß sie nacheinander
beispielsweise auf die Rutsche gelangen.
[0019] Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der beigefügten Zeichnung.
[0020] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 und 2 eine Seitenansicht und eine Draufsicht, teilweise aufgebrochen, eines
Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Durchlaufofens ;
Fig. 3 eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäß bestücktes Förderband, in stark vergrößertem
Maßstab ;
Fig. 4 und 5 weitere stark schematisierte und verkleinerte Ansichten weiterer Ausführungsbeispiele
erfindungsgemäßer Durchlauföfen ;
Fig. 6 eine Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels, ähnlich Fig. 1, jedoch
teilweise abgebrochen, zur Veranschaulichung der Funktionsweise einer Ausführungsform
einer Weiche ;
Fig. 7 einen stark vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 6 zur Erläuterung der dort dargestellten
Weiche.
[0021] In Fig. 1 ist 10 insgesamt ein Förderband-Durchlaufofen, wie er zum Hart- und Hochtemperaturlöten,
Blankglühen und Härten unter kontrollierter Atmosphäre mit kontinuierlichem Bearbeitungsprozess
eingesetzt werden kann. Die Einrichtungen zum Heizen, Regeln, Zu- und Abführen von
Schutzgas und dgl. sind an sich bekannt und der Übersichtlichkeit halber in den Fig.
1 und 2 nicht dargestellt.
[0022] Man erkennt in den Fig. 1 und 2 einen Ofenteil 15 sowie einen räumlich davon getrennten
Kühlteil 16, der sich neben dem Ofenteil 15 parallel zu diesem erstreckt.
[0023] Fig. 1 zeigt, daß der Ofenteil 15 in Förderrichtung leicht ansteigend ausgebildet
ist, wobei der Anstiegswinkel 17 vorzugsweise etwa 10° beträgt.
[0024] Am Anfang des Ofenteiles 15 ist mit 18 eine Aufgabestation für Sinterteile 19 angedeutet,
die dort auf ein erstes Förderband 20 aufgesetzt werden. Das erste Förderband 20 gelangt
unter leichtem Anstieg entsprechend dem Winkel 17 in einen Eingang 21 des Ofenteils
15, durchläuft dort in an sich bekannter Weise zunächst eine in Fig. 2 angedeutete
Stearatzone 22 und alsdann eine Sinterzone 23.
[0025] Schließlich gelangen die Sinterteile 19 auf dem ersten Förderband 20 in eine Endkammer
25, die sich am obersten Punkt des Ofenteils 15 befindet.
[0026] Die Sinterteile 19 fallen nun über eine Kante einer das Ende des ersten Förderbandes
20 bildende Transportwalze 28 in Richtung eines Pfeiles 27 auf eine Rutsche 26, die
sich innerhalb eines gasdichten Kanals 29 hinüber zum Kühlteil 16 erstreckt.
[0027] Die Rutsche 26 mündet dort in einer als Schieber ausgebildeten Weiche 30, die in
Fig. 2 in horizontaler Richtung verschiebbar angeordnet ist. In der in Fig. 2 eingezeichneten
Stellung mündet die Rutsche 26 in ein Kurvenstück 31 der Weiche 30, so daß die Sinterteile
19 auf ein zweites Förderband 32 des Kühlteils 16 gelangen. Nach Durchlaufen einer
Kühlzone 24 des Kühlteils 16 sind die Sinterteile 19 schließlich an einer ersten Abgabestation
33 am Ende des zweiten Förderbandes 32 abnehmbar.
[0028] Wird die Weiche 30 hingegen in die in Fig. 2 nicht eingezeichneten Stellung durch
Verschieben nach links umgelegt, so mündet die Rutsche 26 in ein Geradenstück 34 der
Weiche 30 und die Sinterteile 19 rutschen durch die Weiche 30 durch in eine zweite
Abgabestation 35, die beispielsweise zu einer Presse 36 führen kann.
[0029] Die Wirkungsweise des Förderband-Durchlaufofens 10 gemäß den Fig. 1 und 2 ist wie
folgt:
[0030] Die Sinterteile 19 werden an der Aufgabestation 18 auf das erste Förderband 20 aufgesetzt
und durchlaufen den aufgeheizten Ofenteil 15 mit seiner Stearatzone 22, in der das
Stearat der Sinterteile 19 verdampft wird und seiner Sinterzone 23. Durch den Aufheizvorgang
ist der Ofenteil 15 mit heißem Schutzgas gefüllt, wobei dieses heiße Schutzgas danach
strebt, nach oben zu steigen, so daß der Punkt der höchsten Temperatur sich im Bereich
der Endkammer 25 befindet. Da die Endkammer 25 jedoch nach oben gekapseit ist und
nur nach unten über die Rutsche 26 ein Ausgang besteht, kann das erhitzte Schutzgas
aus der Endkammer 25 nicht entweichen, was zu besonders geringen Wärmeverlusten führt.
[0031] Wenn Sinterteile 19 behandelt werden, die anschließend, d. h. im noch warmen Zustand,
auf der Presse 36 weiterbearbeitet werden sollen, so befindet sich die Weiche 30 in
der in Fig. 2 nicht eingezeichneten Stellung und die ankommenden Sinterteile 19 rutschen
unmittelbar zur Presse 36 durch.
[0032] Wenn jedoch nun mehr Sinterteile 19 an der Presse 36 ankommen, als diese momentan
verarbeiten kann, beispielsweise deswegen, weil das erste Förderband 20 mit zu vielen
Sinterteilen 19 bestückt wurde oder weil sich aufgrund einer Störung im Bereich der
Presse 36 ein Stau bildet, so wird die Weiche 30 in die in Fig. 2 eingezeichnete Stellung
umgelegt und die momentan nicht benötigten warmen Sinterteile 19, die von der Rutsche
26 herkommen, gelangen auf das zweite Förderband 32 und werden behutsam abgekühlt.
Sie können nun entweder anderweitig verwendet oder aber nochmals in einem erneuten
Durchgang dem Ofenteil 15 zugeführt werden.
[0033] Fig. 3 zeigt, in stark vergrößertem Maßstab, eine Draufsicht auf das erste Förderband
20 im Bereich der Transportwalze 28. Man erkennt, daß die Sinterteile 19 entlang von
Linien 40 angeordnet sind, die zur Förderrichtung geneigt verlaufen, beispielsweise
unter 45°. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß trotz relativ hoher Packungsdichte
auf dem ersten Förderband 20 die Sinterteile 19 nacheinander über die äußere Kante
der Transportwalze 28 auf die Rutsche 26 fallen. In Fig. erkennt man, daß ein Sinterteil
19a bereits über die Kante der Transportwalze 28 herübergerutscht ist, es werden nacheinander
die Sinterteile 19b, dann 19c und dann 19d folgen und so fort.
[0034] Am Ausgang der Weiche 30 werden daher die Sinterteile 19, 19a, 19b, 19c, 19d ...
vereinzelt erscheinen, so daß von Sinterteil zu Sinterteil eine Entscheidung getroffen
werden kann ob die Weiche 30 umgelegt werden soll oder nicht.
[0035] Fig. 4 zeigt ein weiteres, stark schematisiertes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Förderband-Durchlaufofens. Mit 15' und 16' sind wiederum Ofenteil und Kühlteil angedeutet
und man erkennt, daß der Ofenteil 15' horizontal, jedoch oberalb des Kühlteils 16'
verläuft. Der gasdichte Kanal 29' ist wiederum an einer Position entsprechend Fig.
1 und 2 angeordnet. Die Aufgabestation 18' und die erste Abgabestation 33' befinden
sich bei diesem Ausführungsbeispiel übereinander. Schließlich ist mit 16a' angedeutet,
daß das Kühlteil 16' auch anders abgewinkelt verlaufen kann, sich also nicht notwendigerweise
parallel unterhalb des Ofenteils 15' erstrecken muß.
[0036] In einer ähnlichen Darstellung, wie sie Fig. 5 zeigt, verläuft bei einem anderen
Ausführungsbeispiel der Erfindung der Ofenteil 15" wieder horizontal, der Übergang
zu dem Kühlteil 16" wird wiederum über einen gasdichten Kanal 29" hergestellt, der
Kühlteil 16" verläuft jedoch in Förderrichtung ansteigend, so daß sich die Aufgabestation
18" und die erste Abgabestation 33" wieder auf derselben Höhe befinden.
[0037] Es versteht sich, daß die schematischen Darstellungen, wie sie die Fig. 4 und 5 zeigen,
in entsprechender Variation noch weitergebildet werden können.
[0038] Fig. 6 zeigt in teilweise abgebrochener Darstellung ähnlich Fig. 1 eine Variante
mit einer anders ausgebildeten Weiche 50.
[0039] Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ist zunächst das durch die Transportwalze 28
dargestellte Ende des ersten Förderbandes 20 schräg über dem Anfang des zweiten Förderbandes
32a angeordnet, wobei jedoch das zweite Förderband 32a nicht parallel und gegenläufig
zum ersten Förderband 20 angeordnet ist, wie es bei den Ausführungsbeispielen der
Fig. 1, 2, 4 und 5 der Fall war, das zweite Förderband 32a ist vielmehr in vorderer
Verlängerung des ersten Förderbandes 20 angeordnet, sei es in geradliniger, sei es
in abgewinkelter Anordnung, je nach vorliegenden Raumverhältnissen.
[0040] Schräg unterhalb der Transportwalze 28 und zwar in Richtung auf das zweite Förderband
32a hin ist die Weiche 50 angeordnet, deren Funktionsweise im einzelnen Fig. 7 zu
entnehmen ist.
[0041] Man erkennt aus Fig. 7, daß die Weiche 50 ein erstes Leitblech 51 aufweist, das um
eine erste raumfeste Achse 52 drehbar ist. Etwas von der ersten Achse 52 beabstandet
befindet sich am ersten Leitblech 51 eine zweite Achse 53, an der ein zweites Leitblech
54 angelenkt ist. Das gegenüberliegende freie Ende des zweiten Leitblechs 54 gleitet
beispielsweise auf einem Untergrund, der in Fig. 7 mit 55 angedeutet ist.
[0042] Bei der in Fig. 7 durchgezogen eingezeichneten Stellung der Weiche 50 gleiten vom
ersten Förderband 20 abrutschende Sinterteile 19 auf das erste Leitblech 51, das die
Sinterteile 19 auf das zweite Förderband 32a umlenkt. Die durchgezogen eingezeichnete
Stellung der Weiche 50 in Fig. 7 entspricht somit funktional der in Fig.2 eingezeichneten
Stellung der dortigen Weiche 30.
[0043] Wird nun jedoch die Weiche 50 umgelegt, gelangt sie in die gestrichelt eingezeichnete
Stellung, in der das erste Leitblech 51 aus der Bewegungsbahn des herabrutschenden
Sinterteiles 19 weggeschwenkt ist, so daß das Sinterteil 19 auf die Oberfläche des
nun freiliegenden zweiten Leitbleches 54 gelangt. Auf dem zweiten Leitblech 54 gleitet
nun das Sinterteil 19 zwischen der Transportwalze 28 und dem zweiten Förderband 32
hindurch zu einer in Fig. 6 mit 35a angedeuteten zweiten Abgabestation, die wiederum
zu einer Presse oder dgl. führen kann.
1. Durchlaufofen mit einem Ofenteil (15) zum Wärmen der Werkstücke, einem Kühlteil
(16, 16a) zum anschließenden Abkühlen der Werkstücke und einem Förderband, das Werkstücke
durch den Ofenteil (15) und den Kühlteil (16, 16a) hindurch zu einer ersten Abgabestation
(33) hin fördert, wobei eine zweite Abgabestation (35, 35a) zur Entnahme von Werkstücken
aus dem Ofenteil (15) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Ofenteil
(15) und Kühlteil (16, 16a) eine Weiche (30 ; 50) vorgesehen ist, über die die Werkstücke
unter Schwerkrafteinfluß wahlweise entweder zum Kühlteil (16, 16a) mit daran anschließender
erster Abgabestation (33) oder direkt zur zweiten Abgabestation (35, 35a) gelangen.
2. Durchlaufofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Weiche (30) am unteren
Ende einer an das Ende des Ofenteils (15) angeschlossenen Rutsche (26) angeordnet
ist und unterschiedlich gerichtete Bahnstücke, insbesondere ein Kurvenstück (31) sowie
ein Geradenstück (34) umfaßt, die wahlweise an das Ende der Rutsche (26) anschließbar
sind.
3. Durchlaufofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Weiche (50) als
Rutsche (51, 54) am Ende des Ofenteils (15) ausgebildet ist, wobei zwei Leitbleche
(51, 54) T-förmig stumpf miteinander verbunden und derart schwenkbar angeordnet sind,
daß in der einen Schwenkstellung die Werkstücke über das eine Leitblech (51) zur ersten
Abgabestation (33) und in der anderen Schwenkstellung die Werkstücke über das andere
Leitblech (54) zur zweiten Abgabestation (35a) rutschen.
4. Durchlaufofen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
zweite Abgabestation (35, 35a) zu einer Presse (36) führt.
5. Durchlaufofen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Werkstücke Sinterteile (19) sind und daß der Ofenteil (15) sowie der Kühlteil (16)
schutzgasdicht ausgebildet sind.
6. Durchlaufofen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang vom Ende
des Förderbandes des Ofenteiles (15) zum Anfang des Förderbandes des Kühlteils (16,
16a) als schutzgasdichter Kanal (29) ausgebildet ist.
7. Durchlaufofen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Werkstücke auf dem Förderband auf zur Förderrichtung geneigten Linien (40) angeordnet
sind.
1. Continuous furnace comprising a furnace part (15) for heating workpieces, a cooling
part (16, 16a) for subsequently cooling down the workpieces, and a conveyor belt which
conveys workpieces through the furnace part (15) and the cooling part (16, 16a) to
a first delivery station (33), a second delivery station (35, 35a) being provided
for removing workpieces from the furnace part (15), characterized in that a switch
(30; 50) is provided between furnace part (15) and cooling part (16, 16a), via which
switch (30 ; 50) the workpieces, under the effect of gravitational force, alternatively
pass either to the cooling part (16, 16a) having adjoining first delivery station
(33) or directly to the second delivery station (35, 35a).
2. Continuous furnace according to Claim 1, characterized in that the switch (30)
is arranged at the lower end of a chute (26) connected to the end of the furnace part
(15) and comprises track pieces directed in different ways, in particular a curved
piece (31) as well as a straight piece (34) which are alternatively connectable to
the end of the chute (26).
3. Continuous furnace according to Claim 1, characterized in that the switch (50)
is designed as a chute (51, 54) at the end of the furnace part (15), two deflector
plates (51, 54) being butt- joined to one another in a T-shape and being pivotably
arranged in such a way that, in one pivoted position, the workpieces slip over one
deflector plate (51) to the first delivery station (33) and, in the other pivoted
position, the workpieces slip over the other deflector plate (54) to the second delivery
station (35a).
4. Continuous furnace according to any of Claims 1 to 3, characterized in that the
second delivery station (35, 35a) leads to a press (36).
5. Continuous furnace according to any of Claims 1 to 4, characterized in that the
workpieces are sintered parts (19), and in that a furnace part (15) as well as the
cooling part (16) are of protective-gas-tight design.
6. Continuous furnace according to Claim 5, characterized in that the transition from
the end of the conveyor belt of the furnace part (15) to the start of the conveyor
belt of the cooling part (16, 16a) is designed as a protective-gas-tight channel (29).
7. Continuous furnace according to any of Claims 1 to 6, characterized in that the
workpieces on the conveyor belt are arranged on lines (40) inclined relative to the
conveying direction.
1. Four continu constitué d'une partie four (15) pour le réchauffage des pièces, d'une
zone de refroidissement (16, 16a) pour le refroidissement consécutif des pièces et
d'une bande transporteuse qui transfère les pièces à travers la partie four (15) et
la zone de refroidissement (16, 16a) à une première station de délivrance (33), une
deuxième station de délivrance (35, 35a) pour la réception des pièces venant de la
partie four (15) étant prévue, caractérisé en ce que entre la partie four (15) et
la zone de refroidissement (16, 16a) une déviation (30 ; 50) est prévue par laquelle
les pièces peuvent, sous l'effet de la gravité et selon le choix, atteindre soit la
zone de refroidissement (16, 16a) et la station de délivrance (33) qui lui est rattachée,
soit directement la deuxième station de délivrance (35, 35a).
2. Four continu selon la revendication 1, caractérisé en ce que la déviation (30)
est située à l'extrémité inférieure d'une glissière (26) rattachée à l'extrémité de
la partie four (15) et comprend des moyens de guidage à orientation différente, en
particulier une pièce courbe (31), ainsi qu'une pièce droite (34) qui peut selon les
besoins être raccordée à l'extrémité de la glissière (26).
3. Four continu selon la revendication 1, caractérisé en ce que la déviation (50)
est installée à l'extrémité de la partie four (15) sous forme de glissière (51, 54),
avec deux tôles de guidage (51, 54) raccordées entre elles sous forme de T et réalisées
de sorte qu'elles puissent être pivotées de manière telle que les pièces traitées
glissent dans l'une des positions au-dessus de la tôle de guidage (51) jusqu'à la
première station de délivrance (33) et dans l'autre position au-dessus de l'autre
tôle de guidage (54) vers la deuxième station de délivrance (35a).
4. Four continu selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la deuxième
station de délivrance (35, 35a) conduit à une presse (36).
5. Four continu selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les pièces
traitées sont des pièces frittées (19) et en ce que la partie four (15) ainsi que
la zone de refroidissement (16) sont réalisées étanches au gaz protecteur.
6. Four continu selon la revendication 5, caractérisé en ce que le passage de l'extrémité
de la bande transporteuse de la partie four (15) jusqu'au début de la bande transporteuse
de la zone de refroidissement (16, 16a) est réalisé sous la forme d'un canal (29)
étanche au gaz protecteur.
7. Four continu selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les pièces
sont disposées sur la bande transporteuse suivant des lignes (40) inclinées par rapport
à la direction de transfert.