[0001] Die Erfindung betrifft ein Bauelement für Baumodelle, insbesondere Bauspielzeuge,
gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Ein Baumodell dieser Art ist aus der europäischen Publikation Nr. 0,116,519 oder
aus dem USA-Patent Nr. 4,556,393 bekannt. Das Seitenwände und eine dazu senkrechte
Wand aufweisende bekannte Bauelement hat auf der einen Seite der Wand zwei Reihen
von Kupplungszapfen und auf der anderen Seite Gegenkupplungsrohre zum mechanischen
Kuppeln zweier Bauelemente mittels Klemmwirkung. In jeder Reihe weist jeder zweite
Kupplungszapfen eine elektrisch leitende Oberfläche auf, während die dazwischen liegenden
Kupplungszapfen elektrisch isolierend sind. Die eine Reihe ist gegenüber der anderen
Reihe um einen Kupplungszapfen in der Reihenrichtung verschoben. Auf der anderen Seite
der Wand ist längs jeder Längsseitenwand eine Kontaktschiene angeordnet, die mit
den leitenden Kupplungszapfen der betreffenden Reihe elektrisch verbunden ist und
die eine Kontaktfläche zur Her stellung eines elektrischen Kontakts mit einer Reihe
von leitenden Kupplungszapfen eines benachbarten, gekuppelten Bauelementes hat. Dadurch
wird beim Kuppeln zweier Bauelemente in deren Längsrichtung oder senkrecht dazu eine
eindeutig definierte, kurzschlusssichere Verbindung zweier getrennter Stromkreise
ermöglicht.
[0003] Wenn nun mit Bauelementen dieser bekannten Art Baumodelle gebildet werden, bei welchen
die Bauelemente in mehr als zwei Ebenen mechanisch und elektrisch miteinander verbunden
werden, und insbesondere wenn bei einem derartigen Aufbau des Baumodelles eine elektrische
Schlaufenbildung eintritt, besteht die Gefahr der Bewirkung eines Kurzschlusses der
beiden Stromkreise, deren Verbindung bei der Verwendung von nur zwei oder drei Bauelementen
an sich absolut kurzschlusssicher ist.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht demnach darin, ein Bauelement der
eingangs erwähnten bekannten Art zu schaffen, das eine absolut kurzschlusssichere
Verbindung der beiden elektrisch getrennten Stromleiter auch dann sicherstellt, wenn
eine grössere Anzahl solcher Bauelemente in mehreren Ebenen unter elektrischer Schlaufenbildung
miteinander gekoppelt werden.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe weist das Bauelement der eingangs genannten Art die im
kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angeführten Merkmale auf.
[0006] Es zeigt sich überraschenderweise, dass sich mit Bauelementen, die den erfindungsgemässen
Aufbau aufweisen, dank der sich kreuzenden Zickzack-Anordnung der leitenden Oberflächen
der Kupplungszapfen, ihrer zugeordneten Kontaktelemente und ihrer Verbindungen in
beliebigem Aufbau auch einer grösseren Anzahl solcher Bauelemente kein Kurzschluss
der beiden Stromleiter hervorrufen lässt, so dass das erfindungsgemässe Bauelement
auch in der Hand eines ungeübten Anwenders, insbesondere eines Kindes, problemlos
die Herstellung elektrischer Stromkreise ermöglicht.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Bauelementes, das auch die industrielle
Herstellbarkeit des Bauelementes darlegt, wird nachstehend anhand der Zeichnungen
erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Bauelementes nach der Erfindung ;
Fig. 2 bis 5 perspektivische Ansichten der einzelnen Bestandteile des Bauelementes
gemäss Fig. 1 in der Reihenfolge ihres Zusammenbaus ;
Fig. 6 eine Ansicht der Unterseite des oberen Abdeckteils gemäss Fig. 2 ;
Fig. 7 einen Längsschnitt des oberen Abdeckteils längs der Linie VII-VII in Fig.
6 ;
Fig. 8 einen Querschnitt des oberen Abdeckteils längs der Linie VIII-VIII in Fig.
6 ;
Fig. 9 eine Draufsicht auf das untere Sockelteil gemäss Fig. 5 ;
Fig. 10 eine Ansicht der Unterseite des unteren Sockelteils der Fig. 5 ;
Fig. 11 einen Längsschnitt des unteren Sockelteils längs der Linie XI-XI in Fig.
9; und
Fig. 12 einen Querschnitt des unteren Sockelteils längs der Linie XII-XII in Fig.
9.
[0008] Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, unterscheidet sich das nachstehend noch näher erläuterte
Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Bauelementes für Spielbauzeuge der äusseren
Form und den Abmessungen nach nur geringfügig von gleichartigen, seit langer Zeit
beispielsweise unter der eingetragenen Markenbezeichnung "LEGO" bekannten Bausteinen.
Auch das vorliegende Bauelement weist einen aus einem Kunststoff bestehenden, quaderförmigen,
in Fig. 1 nach unten offenen Hohlkörper 1 mit einer oberen Wand 2 und langen sowie
kurzen Seitenwänden 3 bzw. 4 auf. Die obere Wand 2 ist in bekannter Weise mit zwei
parallelen Reihen 5 und 6 von zylindrischen Kupplungszapfen 7 bzw. 8 versehen, um
das dargestellte Bauelement mit der Hohlseite eines weiteren, ähnlichen Bauelementes
durch Aufeinanderstecken mechanisch kuppeln zu können. Unterschiedlich gegenüber
den bekannten, einstückig aus Kunststoff bestehenden Bausteinen ist die Tatsache,
dass bei dem in Fig. 1 dargestellten Bauelement alle Kupplungszapfen 7 und 8 metallisch
leitende Oberflächen haben, welche mindestens die Mantelflächen der zylindrischen
Kupplungszapfen umfassen. Wie nachfolgend noch näher erläutert wird, sind die metallisch
leitenden Kupplungszapfen in zwei Gruppen derart miteinander verbunden, dass jeweils
alle Kupplungszapfen 7 einen ersten Stromleiter und alle Kupplungszapfen 8 einen zweiten
Stromleiter bilden. Die Anordnung der leitenden Kupplungszapfen ist also diejenige
von zwei verschachtelten, d.h. um den Längsabstand zweier benachbarter Kupplungszapfen
versetzter Zickzack-Leitersysteme.
[0009] Der Aufbau des Bauelementes nach Fig. 1 ist in den Fig. 2 bis 5 in der Reihenfolge
der zusammenzu setzenden Bauteile im einzelnen dargestellt.
[0010] Gemäss Fig. 5 ist das unterste Bauteil ein quaderförmiges, aus Kunststoff geformtes
Sockelteil 9, das als Hohlkörper ausgebildet ist (aus Fig. 5 nicht ersichtlich). Die
Oberseite 10 des Sockelteils 9 ist mit verschiedenen Oeffnungen, Ausnehmungen und
Vorsprüngen versehen, nämlich :
- mit zwei Reihen von Schlitzen 11, die sich entlang und benachbart zu den langen
Seitenwänden 3 des Sockelteils 9 befinden und deren Lage in der Längsrichtung derjenigen
der Kupplungszapfen 7 und 8 in Fig. 1 entspricht;
- mit zwei Reihen von runden Löchern 12, die sich innerhalb der Schlitze 11 und
jeweils zwischen diesen befinden, wobei zwei weitere runde Löcher 12 in der Mittellinie
des Sockelteils 9 nahe den kurzen Seitenwänden 4 vorhanden sind;
- mit längs der Mittenlinie des Sockelteils 9 befindlichen rechteckigen Ausnehmungen
13, die sich jeweils unter einem Winkel von 45° zwischen zwei benachbarten Schlitzen
11 der gleichen Längsreihe von Schlitzen bzw. in der diagonalen Verbindungslinie zweier
Schlitze 11 der beiden Längsreihen von Schlitzen befinden, wobei die Ausnehmungen
13 abwechselnd eine um 90° gedrehte Lage haben; und
- mit Vorsprüngen 14, die paarweise jeweils mittig zu jeder Ausnehmung 13 an deren
Längsrändern ausgebildet sind.
[0011] Der Zweck der angeführten Oeffnungen, Ausnehmungen und Vorsprünge ergibt sich aus
der nachfolgenden Beschreibung der weiteren Bauteile des Bauelementes nach Fig. 1.
[0012] In den Fig. 3 und 4 ist je ein bandartiges, metallisches Gebilde 15 bzw. 16 dargestellt,
das die Hälfte der als Hohlzylinder ausgebildeten Kupplungszapfen 7 bzw. 8 der Fig.
1 in der erwähnten Zickzack-Anordnung enthält. Die Kupplungszapfen 7, 8 sind durch
bandförmige Leiterabschnitte 17 (Fig. 3) bzw. 18 (Fig. 4) miteinander verbunden. Wie
ersichtlich, sind die Leiterabschnitte 17 der Kupplungszapfen 7 nach oben gebogen
und die Leiterabschnitte 18 der Kupplungszapfen 8 nach unten gebogen. Ferner ist auf
der Aussenseite jedes Kupplungszapfens 7, 8 eine nach unten gerichtete Zunge 19 angeformt,
deren Breite der Länge der Schlitze 11 im Sockelteil 9 (Fig. 5) entspricht und deren
Länge etwas geringer als die Höhe der langen Seitenwände 3 des Sockel teils 9 ist.
Es ist einzusehen, dass die Gebilde 15 und 16 gemäss Fig. 3 bzw. 4 einstückig aus
einem Metallband geformt werden können.
[0013] Schliesslich ist in Fig. 2 ein viertes Bauteil dargestellt, nämlich ein plattenförmiges,
verhältnismässig dünnes, aus Kunststoff bestehendes Abdeckteil 20, welches die gleichen
Rechteck-Abmessungen wie das Sockelteil 9 hat. Das Abdeckteil 20 ist mit Löchern
21 zur Durchführung der Kupplungszapfen 7, 8 (Fig. 1, 3, 4) versehen und weist auf
seiner Unterseite angeformte Zapfen 22 mit konischen Enden auf, deren Lage und Dicke
den Löchern 12 im Sockelteil 9 (Fig. 5) entsprechen.
[0014] Diese und weitere Einzelheiten des Abdeckteils 20 sind besser aus den Fig. 6 bis
8 ersichtlich, welche eine Ansicht der Unterseite des Abdeckteils 20 bzw. Schnitte
längs den Linie VII-VII sowie VIII-VIII in Fig.6 zeigen. In Fig. 6 und 8 sieht man
die Löcher 21 für die Kupplungszapfen 7 und 8, sowie in den Fig. 6 bis 8 die angeformten
Zapfen 22. Ferner ist insbesondere aus Fig. 6 ersichtlich, dass auch das Abdeckteil
20 an seiner Unterseite längs der Mittenlinie mit rechteckigen Ausnehmungen 23 versehen
ist, die sich jeweils unter einem Winkel von 45° zwischen zwei benachbarten Löchern
21 der gleichen Längsreihe von Löchern bzw. in der diagonalen Verbindungslinie zweier
Löcher 21 der beiden Längsreihen von Löchern befinden, wobei die Ausnehmungen 23 abwechselnd
eine um 90° gedrehte Lage haben. Ferner sind an den Längsrändern der Ausnehmungen
23 wiederum paarweise Vorsprünge 24 ausgebildet.
[0015] Weitere Einzelheiten des Sockelteils 9 gehen aus den Fig. 9 bis 12 hervor, wobei
die Fig. 9 und 10 Ansichten der Oberseite bzw. der Unterseite des Sockelteils 9 und
die Fig. 11 und 12 Schnitte längs der Linien XI-XI bzw. XII-XII in Fig. 9 zeigen.
Aus Fig. 9 sind die Schlitze 11 für die Lappen 19 der metallischen Gebilde 15 und
16 (Fig. 3, 4), die Löcher 12 für die Zapfen 22 des Abdeckteils 20 (Fig. 6 bis 8)
sowie die Ausnehmungen 13 mit den seitlichen Vorsprüngen 14 ersichtlich. In Fig.
10 sind ebenfalls die Schlitze 11 und die Löcher 12 zu sehen. Ferner geht aus Fig.
10 hervor, dass die Unterseite des Sockelteils 9 in an sich bekannter Weise mit angeformten
Hohlzapfen 25 versehen ist, welche als mechanische Gegenkupplungsorgane für die Kupplungszapfen
7, 8 beim Zusammenstecken von zwei Bauelementen gleicher Art dienen. Die Hohlzapfen
25 sowie die Ausnehmungen 13 und die Vorsprünge 14 sind auch aus den Schnittdarstellungen
gemäss Fig. 11 und 12 ersichtlich.
[0016] Fig. 6 und 9 zeigen demnach, dass sowohl die Oberseite des Sockelteils 9 als auch
die Unterseite des Abdeckteils 20 mit gleichartigen rechteckigen Ausnehmungen 13
bzw. 23 und seitlich daran befindlichen Paaren von Vorsprüngen 14 bzw. 24 am jeweils
gleichen Ort auf dem betreffenden Bauteil versehen sind. Unterschiedlich sind jedoch
die Winkellagen der Ausnehmungen 13 und 23 im Sockelteil 9 bzw. im Abdeckteil 20,
nämlich um 90° gegeneinander verdreht. Dies wird aus den Fig. 6 und 9 unter Berücksichtigung
des Umstandes ersichtlich, dass die in Fig. 6 dargestellte Unterseite des Abdeckteils
20 dazu bestimmt ist, auf die in Fig. 9 dargestellte Oberseite des Sockelteils 9
zu liegen zu kommen.
[0017] Zur weiteren Erläuterung wird nachstehend der Zusammenbau der vier vorliegenden Bauteile,
nämlich des Sockelteils 9 (Fig. 5), des einen metallischen Gebildes 16 mit Kupplungszapfen
8 (Fig. 4), des anderen metallischen Gebildes 15 mit Kupplungszapfen 7 (Fig. 3) und
des Abdeckteils 20 (Fig. 2) beschrieben.
[0018] In einem ersten Schritt des Zusammenbaus wird in das Sockelteil 9 der Fig. 5 das
Leitergebilde 16 der Fig. 4 mit den leitenden, hohlen Kupplungszapfen 8 und den zugehörigen,
angeformten Zungen 19 eingelegt, indem die Zungen 19 des Gebildes 16 in die entsprechenden
Schlitze 11 des Sockelteils 9 gesteckt werden und das Gebilde 16 auf die Oberseite
10 des Sockelteils 9 gedrückt wird. Es ist ersichtlich, dass hierdurch die nach unten
gebogenen Leiterabschnitte 18 des Leitergebildes 16 in die Ausnehmungen 13 des Sockelteils
9 zu liegen kommen.
[0019] In einem zweiten Schritt wird das Leitergebilde 15 der Fig. 3 mit den leitenden,
hohlen Kupplungszapfen 7 und den zugehörigen, angeformten Zungen 19 in das Sockelteil
9 eingelegt, indem die Zungen 19 des Gebildes 15 in die entsprechenden, noch offenen
Schlitze 11 des Sockelteils 19 gesteckt werden und das Gebilde 15 wiederum auf die
Oberseite 10 des Sockelteils 9 gedrückt wird. Da sich das Leitergebilde 15 vom Leitergebilde
16 nur durch eine Versetzung um den Abstand zweier benachbarter Schlitze 11 in der
Längsrichtung des Sockelteils 9 sowie dadurch unterscheidet, dass die Leiterabschnitte
17 des Gebildes 15 nach oben statt nach unten gebogen sind, kommen diese Leiterabschnitte
17 auf die Vorsprünge 14 zu liegen und sind damit von den sie kreuzenden Leiterabschnitten
18 des Gebildes 16 räumlich und elektrisch getrennt.
[0020] In einem dritten und letzten Schritt wird das Abdeckteil 20 der Fig. 2 aufgesetzt,
wobei die Kupplungszapfen 7, 8 der bereits in das Sockelteil 9 eingesetzten Leitergebilde
15 bzw. 16 durch die Löcher 21 des Abdeckteils 20 geführt und die Zapfen 22 des Abdeckteils
20 in die entsprechenden Löcher 12 des Sockelteils 9 gesteckt werden, was durch die
konische Ausbildung der Enden der Zapfen 22 erleichtert wird. Hierauf werden die
auf der unteren Innenseite des Sockelteils 9 aus den Löchern 12 ragenden Zapfen 22
mit der betreffenden Wand des Sockenteils 9 verankert, was vorzugsweise mittels Ultraschall
oder rein thermisch erfolgt. Bei der Verankerung der Zapfen 22 mittels Ultraschall
wird die Ultraschallenergie bereits beim Einführen der Zapfen 22 in die Löcher 12
des Sockelteils 9 angelegt, so dass eine sofortige Verschweissung der Zapfen 22 mit
den Wandungen der Löcher 12 erfolgt. Bei Anwendung eines thermischen Verfahrens werden
die Zapfen 22 vorerst in die Löcher 12 des Sockelteils 9 gesteckt, worauf unter Ausübung
eines Druckes zwischen dem Abdeckteil 20 und dem Sockelteil 9 die auf der Innenseite
des Sockelteils 9 vorstehenden Enden der Zapfen 22 heiss vernietet werden. Bei auf
das Sockelteil 9 aufgesetztem Abdeckteil 20 kommen die nach oben gebogenen Leiterabschnitte
17 des Gebildes 15 (Fig. 3) in die Ausnehmungen 23 (Fig. 6) des Abdeckteils 20 zu
liegen, während die Leiterabschnitte 18 des Gebildes 16 (Fig. 4) auf den Vorsprüngen
24 (Fig. 6) des Abdeckteils 20 aufliegen. Somit wird jeder Leiterabschnitt 17, 18
durch entsprechende Vorsprünge 14 bzw. 24 in der den Leiterabschnitt 17, 18 aufnehmenden
Vertiefung 23 bzw. 13 festgehalten, und es wird dadurch eine einwandfreie elektrische
Trennung der sich kreuzenden Leiterabschnitte 17, 18 ohne Zuhilfenahme von dazwischen
gelegten Isolierstücken erzielt.
[0021] Es ist einzusehen, dass die beschriebenen Schritte des Zusammenbaus von nur vier
Bestandteilen ohne Schwierigkeit auf einer entsprechenden Bestückungsmaschine automatisch
und in hoher Kadenz vorgenommen werden können. Als Resultat des Zusammenbaus liegt
dann das Bauelement 1 der Fig. 1 vor, bei welchen die metallisch leitenden Kupplungszapfen
7 und 8 je einen getrennten Stromkreis bilden.
[0022] Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, weisen die Zungen 19 der Leitergebilde
15 und 16 ein gekrümmtes äusseres Ende auf, das nach dem beschriebenen Zusammenbau
an der Innenseite der längeren Seitenwände 3 des Sockelteils 9 anliegt. Somit sind
die Zungen 19 federnd, so dass beim beliebigen Aufeinanderstecken zweier Bauelemente
nach Fig. 1 ein verlässlicher elektrischer Kontakt zwischen den leitenden Kupplungszapfen
7, 8 des einen Bauelementes und den betreffenden Zungen 19 des anderen Bauelementes
erzielt wird. Da das Bauelement 1 gemäss Fig. 1 auch bezüglich der äusseren Abmessungen
sowie der Anordnung und Dimensionen der Kupplungszapfen 7, 8 und der als Gegenkupplungsorgane
vorgesehenen Hohlzapfen 25 (Fig. 10) mit einem üblichen Bauelement des gleichen Bausystems
übereinstimmt, ist auch die mechanische Verbaubarkeit mit solchen keine elektrischen
Stromkreise aufweisenden Bauelementen des gleichen Systems gewährleitet.
[0023] Es kann durch Versuche nachgewiesen werden, dass jede mechanische Kombination einer
beliebigen Anzahl von Bauelementen nach Fig. 1 in beliebiger Konfiguration einerseits
immer eine Verbindung der beiden getrennten Stromkreise bewirkt, vorausgesetzt, dass
immer mindestens zwei leitende Kupplungszapfen des einen Bauelementes vom benachbarten
Bauelement erfasst werden, und andererseits einen Kurzschluss der beiden Stromkreise
ausschliesst.
[0024] Statt zylindrischer Kupplungszapfen und Gegenkupplungsorganen können selbstverständlich
auch solche mit anderen Geometrien vorgesehen werden, beispielsweise solche mit quadratischem
Querschnitt.
1. Bauelement für Baumodelle, insbesondere Bauspielzeuge, mit zwei parallelen Reihen
(5, 6) von auf der einen Seite einer Wand (2) des Bauelementes (1) angeordneten Kupplungszapfen
(7, 8) und mit auf der Gegenseite angeordneten Gegenkupplungsorganen (25), wobei die
Kupplungszapfen (7, 8) mit leitenden Oberflächen versehen sind, welche mit auf der
Gegenseite angeordneten Kontaktelementen (19) in elektrischer Verbindung stehen,
und wobei die leitenden Oberflächen der Kupplungszapfen (7, 8) und die Kontaktelemente
(19) derart miteinander verbunden sind, dass sie zwei elektrisch getrennte Stromleiter
längs der Reihen (5, 6) bilden, dadurch gekennzeichnet, dass alle Kupplungszapfen
(7, 8) leitende Oberflächen haben, dass ferner an der Stelle jedes Kupplungszapfens
(7, 8) ein mit der leitenden Oberfläche dieses Kupplungszapfens (7, 8) verbundenes
Kontaktelement (19) angeordnet ist, und dass die leitenden Oberflächen und die Kontaktelemente
(19) jedes zweiten Kupplungszapfens (7; 8) jeder Reihe (5; 6) miteinander und mit
den leitenden Oberflächen und Kontaktelementen (19) des zweiten Kupplungszapfens (7;
8) der anderen Reihe (6; 5) elektrisch verbunden sind, wobei die betreffenden jeweils
zweiten Kupplungszapfen (7; 8) der einen Reihe (5) gegenüber denjenigen der anderen
Reihe (6) um den Abstand zweier benachbarter Kupplungszapfen (7, 8) in der Richtung
der Reihen (5, 6) versetzt sind.
2. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungszapfen (7,
8) als metallische Hohlkörper, insbesondere als metallische Hohlzylinder ausgebildet
sind.
3. Bauelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente
(19) als Zungen ausgebildet sind.
4. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die den
gleichen Stromleiter bildenden leitenden Oberflächen der Kupplungszapfen (7, 8) und/oder
Kontaktelemente (19) durch bandförmige Leiterabschnitte (17, 18) miteinander elektrisch
verbunden sind.
5. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die den gleichen Stromleiter
bildenden elektrisch verbundenen Kupplungszapfen (7; 8) und Kontaktelemente (19)
einschliesslich verbindender Leiterabschnitte (17; 18) einstückig aus einem bandförmigen
Metallteil geformt sind.
6. Bauelement nach den Ansprüchen 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die als Zungen
ausgebildeten Kontaktelemente (19) federnd an den Kupplungszapfen (7, 8) angeformt
sind.
7. Bauelement nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zum gleichen
Stromleiter gehörenden bandförmigen Leiterabschnitte (17; 18) entweder nach unten
oder nach oben ausgebogen sind.
8. Bauelement nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es aus
einem Sockelteil (9), zwei je einstückigen Stromleiterteilen (15, 16) und einem plattenförmigen
Abdeckteil (20) zusammengesetzt ist, wobei jedes Stromleiterteil (15; 16) mehrere
in den beiden Reihen (5, 6) befindliche und in deren Längsrichtung versetzte Kupplungszapfen
(7; 8) aufweist, wobei die Kupplungszapfen (7, 8) der beiden Stromleiterteile (15,
16) in jeder Reihe (5, 6) zwischeneinander liegen, wobei ferner das Sockelteil (9)
mit Schlitzen (11) versehen ist, durch welche die Zungen (19) der Stromleiterteile
(15, 16) gesteckt sind, und wobei das Abdeckteil (20) mit Löchern (21) versehen ist,
durch welche sich die Kupplungszapfen (7, 8) erstrecken.
9. Bauelement nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die einander
gegenüberliegenden Seiten des Sockelteils (9) und des Abdeckteils (20) mit Ausnehmungen
(13; 23) zur Aufnahme der jeweiligen ausgebogenen Leiterabschnitte (17; 18) je eins
der Stromleiterteile (16; 15) und mit Vorsprüngen (14; 24) zur Distanzierung der ausgebogenen
Leiterabschnitte (17) des einen Stromleiterteils (15) von den ausgebogenen Leiterabschnitten
(18) des anderen Stromleiterteils (16) versehen sind.
10. Bauelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckteil (20)
auf seiner dem Sockelteil (9) zugewandten Seite mit Zapfen (22) versehen ist und
dass das Sockelteil (9) den Zapfen (22) entsprechende Löcher (12) aufweist, in welchen
die Zapfen (22) aufgenommen und verankert sind.