| (19) |
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(11) |
EP 0 236 275 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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21.09.1994 Patentblatt 1994/38 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.10.1991 Patentblatt 1991/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.03.1987 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B26D 7/18 |
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| (54) |
Verfahren und Vorrichtung zum Schneiden unterschiedlicher Rechteck-Formate aus einer
Papier- oder Folienbahn
Apparatus and process for cutting rectangular pieces from a web
Dispositif et procédé pour découper des pièces rectangulaires d'une bande
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
07.03.1986 CH 945/86 07.05.1986 CH 1880/86 01.09.1986 CH 3497/86
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.09.1987 Patentblatt 1987/37 |
| (73) |
Patentinhaber: O. BAY AG |
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45553 Subingen (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Bay, Otto
CH-4553 Subingen (CH)
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| (74) |
Vertreter: Bosshard, Ernst |
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Schulhausstrasse 12 8002 Zürich 8002 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 085 773 DE-A- 2 151 728 US-A- 3 387 524 US-A- 4 506 824
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DE-A- 2 141 950 DE-C- 918 609 US-A- 4 255 994
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Schneiden unterschiedlicher Rechteckformate
aus einer Papier- oder Folienbahn, die zum Steuern von Längs- und Querschnitten an
ihrem Rand mit jedem Format zugeordneten Kodierungen versehen ist, wobei die Längsschnitte
durch wahlweisen Einsatz mindestens eines von mehreren über die Breite der Bahn verteilt
angeordneter Längsschneideorgane vorgenommen werden.
[0002] Bei Papierbahnen, die insbesondere von einem Plotter mit Zeichnungen, Grafiken od.
dgl. bedruckt werden, besteht ein Bedürfnis, die auf der Bahn enthaltenen, wahllos
in unterschiedlichen Größen anfallenden Formate maschinell auf die richtige Größe
zuzuschneiden. Je nach dem Zeichnungsformat bedingt dies Längs- und Querschnitte an
unterschiedlichen Stellen der Papierbahn.
[0003] Aus der EP-A-0085773 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Schneiden von Fotosatz-Filmen
od.dgl. bekannt, wobei vorerst in Durchlaufrichtung Längsschnitte und anschliessend
Querschnitte im Filmband angebracht werden. Dabei werden die Längs- und Querschneider
entsprechend den Positionen der vorgesehenen Schnitte durch Markierungen auf dem Filmband
durch Steuerorgane gesteuert. Da es sich um ein fortlaufendes Band handelt, in dem
lediglich Schnitte, nicht jedoch einzelne Formate ausgeschnitten und voneinander getrennt
werden, entsteht kein Abfall.
[0004] Aus der DE-C 918 609 geht ein Verfahren und eine Einrichtung hervor zur Herstellung
des Satzes für die Reproduktion typographischer Arbeiten. Der Filmstreifen wird zunächst
quergeschnitten, wobei die Steuerung durch Schnittmarken erfolgt. Die Abtrennung seitlicher
die Schnittmarkierungen enthaltender Längsstreifen erfolgt mit Kreismessern. Nach
dem Querschnitt entsteht kein abzuführender Abfall und die Längsschneider dienen nur
zum Abtrennen der Seitenränder.
[0005] DE-A 2141950 zeigt ein Verfahren und Vorrichtung zur Markierung von Schneidstellen
an Bändern mit fotographischen Kopien durch am Rand angebrachte Marken. Die Querschnitte
erfolgen in vorgegebener Zuordnung der Schnittmarken zur Lage des Bildfeldes. Es entsteht
kein Abfall und es finden keine Längsschnitte statt.
[0006] Die durch die Erfindung zu lösende Aufgabe besteht in der Schaffung eines Verfahrens
und einer Vorrichtung, um aus einer relativ langen Papier- oder Folienbahn entsprechend
den von einem Plotter od.dgl. ausgegebenen Zeichnungen unterschiedliche Rechteck-Formate
auszuschneiden, die sich nicht lückenlos aneinander gereiht auf der Bahn befinden,
wobei maschinell Längs- und Querschnitte ausgeführt werden, die Querschnittsabfallstreifen
sofort abgeführt und der nach Längsschnitten erzeugte Längsschnittabfall ebenfalls
abgeführt wird, sodass dann die fertig beschnittenen Rechteckformate direkt der Weiterverarbeitung
z.B. einer Faltmaschine zugeführt werden können.
[0007] Das erfindungsgemässe Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet,
dass von der Papier- oder Folienbahn zunächst durch eine besagte Kodierung die Steuerung
einer Querschneideeinheit zum Abtrennen eines quer zur Bahnlängsrichtung verlaufenden
Teilstückes gewünschter Länge bewirkt wird, durch eine weitere Kodierung die Steuerung
einer ersten Weiche bewirkt wird, welche das Umleiten des Querschnittabfallstreifens
bewirkt und diese abgetrennten Teilstücke anschliessend durch weitere besagte Kodierungen
die Steuerung von Längsschneidern bewirken, durch welche das abgetrennte Teilstück
durch Längsschnitte in Bahnlängsrichtung beschnitten wird, und eine weitere Kodierung
die Steuerung zweiter Weichen bewirkt, welche das Umlenken des Längsschnittabfalls
bewirkt.
[0008] Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1
zum Schneiden unterschiedlicher Rechteck-Formate aus einer Papier- oder Folienbahn,
mit einer sich über die ganze Breite der Bahn erstreckenden Querschneideinheit zur
Ausführung von Querschnitten, mit über die Breite der Bahn verteilt angeordneten Längsschneideinheiten
zur Ausführung von Längsschnitten, die wahlweise zwischen einer Schneidlage und einer
Nicht-Schneidlage bewegbar sind, eine Steuereinrichtung mit einem die Kodierungen
auf der Bahn abtastenden Sensor, welche sowohl den Einsatz der Querschneideinheit
als auch die Auswahl mindestens einer zum Einsatz gelangenden Längsschneideinheit
bewirkt, ist dadurch gekennzeichnet, dass nur eine Querschneideinheit und mehrere
Längsschneideinheiten vorhanden sind, die der Querschneideinheit in Bahn-Transportrichtung
nachgeordnet sind, dass eine erste Weiche der Querschneideinheit - in Bahnlaufrichtung
- nachgeordnet ist und die Abfuhr des Querschnittabfalles bewirkt und ein Satz zweiter,
einzeln bewegbarer Weichen den Längsschneidern nachgeordnet ist, zur Trennung des
Längsschnittabfalles von den beschnittenen Formatblättern, und dass zusätzlich zu
den Kodierungen für die Steuerung der Längs- und Querschniedeinheiten Kodierungen
zur Steuerung der Weichen vorhanden sind.
[0009] Dadurch lassen sich aus einer fortlaufenden Papier- oder Folienbahn die beispielsweise
von einem Plotter erstellten Zeichnungen, welche in wahlloser Folge unterschiedliche
Formate haben können, unter Vermeidung von Handarbeit formatgerecht ausschneiden,
und der Abfall wird nach den jeweiligen Schneidvorgängen abgeführt, sodass am Ende
nur die ausgeschnittenen Rechteck- Formate vorliegen.
[0010] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf den Ausschnitt einer Papierbahn, aus welcher unterschiedliche
Zeichnungsformate ausgeschnitten werden sollen
Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch die Vorrichtung, in schematischer Darstellung
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Längsschneideinheit
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Längsschneideinheit gemäß Fig. 3
Fig. 5 einen Schnitt durch die Längsschneideinheit nach der Linie V-V in Fig. 3
Fig. 6 eine am Rand der Bahn anzubringende Kodierung
Fig. 7 eine Papier- oder Folienbahn auf welcher die Kodierungen aufgetragen sind
Fig. 8 einen Vertikalschnitt durch eine den Längsschneidern nachgeordnete Weiche
Fig. 9 ein Vertikalschnitt durch eine Ausführungsvariante einer den Längsschneidern
nachgeordneten Weiche
Fig.10 eine Draufsicht auf die Längsschneideinrichtung in schematischer Darstellung.
[0011] Die Vorrichtung dient dazu, aus einer "endlosen" Papierbahn 1 unterschiedliche rechteckige
Zeichnungsformate durch Längs- und Querschnitte auszuschneiden. Derartige Zeichnungen
od.dgl. werden fortlaufend durch einen Plotter od.dgl. auf die Papierbahn 1 gezeichnet.
Die einzelnen unterschiedlichen Zeichnungsformate fallen dabei in wahlloser Folge
an, wie dies in Fig. 1 durch die Zeichnungs-Norm-Formate A3, A2, A0, A4 angedeutet
ist. Damit aus der Papierbahn 1 die Zeichnungsformate in der richtigen Größe ausgeschnitten
werden, sind einerseits Querschnitte 22 und anderseits Langsschnitte 24a, 24b, 24c
vorzunehmen. Die Steuerung der Schneidvorrichtung für die Durchführung dieser Längs-
und Querschnitte erfolgt durch Kodierungen 20, die für jedes Format am Rand der Papierbahn
1 vom Plotter angebracht werden.
[0012] Die Vorrichtung mit der diese Längs- und Querschnitte durchgeführt werden können,
ist schematisch in Fig. 2 dargestellt. Die vom Plotter kommende Papierbahn 1 wird
in einen Einführschlitz 2 eingeführt und von zwei sich gegenüberliegenden Andrückrollen
3,4 erfaßt. Die Papierbahn 1 wird zum Transport in Richtung des Pfeiles D in einem
horizontalen Kanal 6 geführt und gelangt an einem Sensor 5 vorbei, welcher die am
Rand der Bahn 1 vom Plotter angebrachten Kodierungen 20 abliest. Mit einer der Andrückrollen
7 oder 8 ist ein elektrischer Taktgeber 21 verbunden, welcher Signale zu einer Steuereinrichtung
ausgibt, in Abhängigkeit der Drehbewegung dieser Andrückrollen 7,8 und somit entsprechend
der Vorschubbewegung der Papierbahn 1. Die Papierbahn 1 gelangt hernach zu einem Querschneider
9, welcher aus einer Messerwelle 10 mit einem auf die ser starr befestigten Querschneidmesser
11 und einem auf einem stationären Halter 18 starrgehaltenen Gegenmesser 12 gebildet
ist. Die Messerwelle 10 dreht sich in Richtung des Pfeiles B sobald hiefür ein entsprechender
Steuerbefehl einer Steuereinrichtung erfolgt. Wenn ein Querschnitt 22 durchgeführtwerden
soll, wird eine an sich bekannte, ein- und ausrückbare Kupplung eingerückt. Dieser
Querschneider 9 erstreckt sich über die ganze Breite der Papierbahn 1 und bewirkt
bei der Drehung der Messerwelle 10 somit die Ausführung der in Fig. 1 dargestellten
Querschnitte 22. Unmittelbar anschließend an diesen Querschneider 9 befindet sich
eine Weiche 13, mit welcher bewirkt werden kann, daß die vom Querschneider 9 abgeschnittenen,
streifenförmigen Zwischenstücke 23 - die Abfälle sind - den anschließenden Längsschneideinrichtungen
nicht zugeleitet sondern in Richtung des Pfeiles K abgeführt werden.
[0013] Zur Verschwenkung der sich über die ganze Breite der Papierbahn 1 erstreckenden im
Querschnitt keilförmigen Weiche 13 ist ein Elektromagnet 43 mit einem Zuganker 45
vorhanden. Dieser wirk mit einem Verbindungsstück 47 zusammen, das um eine Welle 51
schwenkbar ist. Wenn der Elektromagnet 43 anzieht, bewegt sich der Zuganker 45 entgegen
der Kraft einer Rückstellfeder 53 nach unten, wodurch sich die spitze Nase der Weiche
13 nach oben bewegt und dadurch das vom Querschneider 9 abgetrennte Zwischenstück
23 nach unten in Richtung des Pfeiles K umlenkt. Die abgeschnittenen Stücke, welche
die Zeichnungen enthalten, gelangen anschließend zu Längsschneideinheiten 26, die
nachfolgend im Zusammenhang mit den Fig. 3 bis 5 noch näher beschrieben werden. Es
sind mehrere dieser wahlweise zum Einsatz gelangende Längsschneideinheiten 26 über
die Breite der Bahn 1 verteilt vorhanden. Diese kommen wahlweise nur dann zum Einsatz,
wenn ein dem Format entsprechender Längsschnitt z.Beispiel 24a oder 24b oder 24c ausgeführt
werden soll. Selbstverständlich sind diese drei in Fig. 1 dargestellten Längsschnitte
24a-c lediglich als Beispiel zu verstehen und können vermehrt oder vermindert und
ihre gegenseitigen Abstände den gewünschten Formaten angepaßt werden.
[0014] Gemäß den Fig. 3 - 5 enthalten diese Längsschneideinrichtungen 26 je ein oberes Kreismesser
36 und ein unteres Kreismesser 56, die in einem Schneidspalt 49 miteinander zusammenwirken.
Hernach gelangt das auf allen vier Seiten beschnittene rechteckige Format zwischen
weitere Andrückrollen 14, 15, sowie zu einem zweiten Weichensatz, welcher bewirkt,
dass der dabei anfallende Abfall 25 umgelenkt wird und somit ein aufdas richtige Formatzugeschnittenes
Zeichnungsblatt vorliegt, das anschließend beispielsweise einer Faltvorrichtung zugeführt
werden kann.
[0015] Der Antrieb des Querschneiders 9 erfolgt durch einen Antriebsriemen 19, welcher vorzugsweise
als Zahnriemen ausgebildet ist und mit einem in Fig. 2 nicht näher dargestellten Antriebsmotor
in Verbindung steht Der Antriebsriemen 19 wird auch über die Welle 60 des Schneidmessers
geführt, von der die Drehbewegung über einen weiteren Zahnriemen 16 aufdie Andrückrollen
4, 8 und 15 übertragen wird. Die verschiedenen Wellen werden an beiden Enden der Seitenwände
abgestützt.
[0016] Nachfolgend wird die Ausbildung und Wirkungsweise einer einzelnen Längsschneideinheit
26 gemäß den Fig. 3 - 5 näher erläutert. Mehrere solcher Längsschneideinheiten 26
sind über die Breite der Papierbahn 1 verteilt Die Abstände sind vorzugsweise so gewählt,
dass DIN-Normformate ausgeschnitten werden. Diese Einheiten sitzen auf einer Querschiene
28 in solchen gegenseitigen Abständen, dass Längsschnitte 24a - c an den vorgesehenen
Stellen ausgeführt werden können. Ein Elektromagnet 27 ist durch Schrauben an einer
Querschiene 28 befestigt, welche in eine Längsnut 40 eingreifen.
[0017] Somit können diese Längsschneideinheiten 26 entlang der Querschiene 28 beliebig verschoben
und in der gewünschten Lage arretiert werden. Ein in den Elektromagnet 27 eintauchender
Stössel 29 wird beim Einschalten des Stromes in Richtung des Pfeiles C bewegt. Die
Rückstellung erfolgt durch eine am andern Spulenende angeordnete Feder 30, deren Vorspannkraft
durch Stellmuttern 31 eingestellt werden kann. Die Verbindung zwischen dem Elektromagnet
27 und einer Wippe 33 erfolgt durch einen Z-förmigen Halter 55. Der Stössel 29 ist
gelenkig mit einem zu diesem quer vertaufenden Bolzen 32 verbunden, der seinerseits
mit einer Wippenachse 34 verschraubt ist und von dieser radial abragt Diese Wippenachse
34 wird von einem U-förmigen Halter 39 getragen und dient zur schwenkbaren Aufnahme
der Wippe 33, welche ein oberes Kreismesser 36 und beidseitig desselben angeordnete
Stützrollen 38 trägt Die Stützrollen 38 und das Kreismesser 36 werden - gemäß Fig.
5 - über Kugellager 50 von einer Welle 41 drehbar abgestützt. Die Halterung der Welle
41 erfolgt durch Schrauben 52, welche beidseitig je einen Stützträger 37 durchdringen.
Das andere Ende dieser Stützträger 37 ist drehfest an einer Hülse 42 befestigt, die
sich relativ zur Wippenachse 34 verdrehen kann. Die Wippe 33 wird durch eine seitlich
angebrachte Drahtfeder 35 nach oben gedrückt Ferner ist eine Wendelfeder 44 in einem
die Wippenachse 34 umgebenden Innenraum der Hülse 42 angeordnet und bewirkt, daß auf
die Hülse 42 und somit auf die ganze Wippe 33 samt Kreismesser 36 eine Kraft in Richtung
des Pfeiles E (Fig.4) ausgeübt wird. Dadurch gelangt ein am einen Ende von der Wippenachse
34 radial abragender Stift 46 gegen eine seitlich am Halter 39 befestigte Kurvenscheibe
48 zum Anliegen.
[0018] Wenn der Elektromagnet 27 Strom erhält, bewegt sich der Stössel 29 in Richtung des
Pfeiles C und stoßt dabei den Bolzen 32 nach vorn, wodurch die Wippe 33 eine nach
abwärts gerichtete Schwenkbewegung ausführt. Dadurch gelangen die Stützrollen 38 gegen
die sich auf der angetrieenen Welle 60 befindlichen Gegendruckrollen 54 zum Anliegen.
Auf der Welle 60 sitzt ein unteres Kreismesser 56, das zusammen mit der Welle 60 drehbar
ist Das sich auf der Wippe 33 befindliche obere Kreismesser 36 taucht bei abgesenkter
Wippe etwas unter und neben das Kreismesser 56 ein - wie dies aus Fig. 5 ersichtlich
ist
[0019] Damit beim Absenken der Wippe 33 die beiden zusammenwirkenden Kreismesser 36, 56
nicht beschädigt werden, ist nach dem Absenken der Wippe 33 eine axiale Bewegung des
obern Kreismessers 36 gegen das untere Kreismesser 56 in Richtung des Pfeiles E vorgesehen.
Nachdem die Stützrollen 38 zum Aufliegen an den Gegendruckrollen 54 gelangt sind,
bewirkt die weitere Schwenkbewegung der Wippenachse 34, daß der mit ihr verbundene
Stift 46 sich entlang der Kurvenscheibe 48 (Fig. 4) bewegt und dadurch die Wippenachse
34 eine Axialbewegung in Richtung des Pfeiles E ausführt, wodurch das Schneidmesser
36 gegen die benachbarte Stirnfläche des Kreismessers 56 unter dem leichten Druck
der Feder 44 zum Anliegen kommt. Auf diese Weise wird eine Beschädigung der beiden
Kreismesser 36, 56 beim Einschwenken der Wippe 33 vermieden.
[0020] Die Steuerung der zum Einsatz gelangenden Längsschneideinheiten erfolgt durch die
vom Plotter aufden Rand der Papierbahn 1 aufgetragenen Kodierungen 20. Diese Kodierungen
20 sind vorzugsweise als an sich bekannte Strich- oder Balkenkodierungen ausgebildet
und werden vom Sensor 5 gelesen und in der Steuereinheit in entsprechende Steuersignale
umgewandelt. Die Kodierungen 20 bewirken somit sowohl eine Steuerung des Querschneiders
9 als auch die Wahl mindestens einer Längsschneideinheit 26. Anstelle von zwei jedem
Zeichnungsformat an seinem Anfang und Ende zugeordneten Kodierungen 20 könnte auch
nur eine einzige, alle notwendigen Informationen enthaltende Kodierung vorgesehen
werden.
[0021] Die am Blattrand vorhandenen Kodierungen 20 enthalten in gleichmassigen Abständen
schwarze und weiße Striche, Felder oder Balken, wie dies aus Fig. 6 hervorgeht. Diese
Felder werden während der Transportbewegung vom Sensor 5 abgetastet und die entsprechenden
Signale der Steuereinrichtung zugeführt. Das erste Feld 29 wird stets schwarz ausgeführt
und bewirkt die Einschaltung der Kupplung für den Querschneider 9, sodaß ein erster
sich über die ganze Breite der Bahn 1 erstreckender Schnitt erfolgt. Das nächste Feld
30 der Kodierung istderersten Weiche 13 zugeordnet. Falls dieses Feld 30 weiß ist,
wird der Elektromagnet 43 nicht erregt und diese Weiche 13 bleibt in der Ruhelage,
wie dies in Fig.1 gezeichnet ist, sodaß also ein in Richtung des Pfeiles D transportierter
Abschnitt den Längsschneidern 26 zugeführt wird. Falls indessen dieses Feld 30 schwarz
ausgeführt ist, bewirkt dies, daß der Elektromagnet 43 über die Steuereinrichtung
erregt wird und dadurch das Zwischenstück 23 als Abfall nach unten in Richtung des
Pfeiles K umgelenkt und in einen Behälter geführt wird. Die direkt anschließenden
Felder 29, 30 sind den einzelnen Längsschneidern 26 zugeomdet, wobei insgesamt sieben
mögliche Steuerbefehle für sieben Längsschneider 26 vorhanden sind. Es ist jedoch
auch eine beliebige andere Anzahl solcher Felder bzw. Längsschneidern 26 möglich.
[0022] Wie aus Fig. 7 hervorgeht, befindet sich das erste, dem Querschneider zugeordnete
dunkle Feld 29 in übereinstimmender Lage mit der Vorderkante 22 des abzuschneidenden
Stückes. Der Schnitt an der hinterkante erfolgt dadurch, daß am Blattende eine Kodierung
in Form eines schwarzen Feldes 29 vorhanden ist. Die Vorderkante 22 des nächsten Blattes
wird in einem kurzen Abstand, beispielsweise etwa 5-6mm, durch Ausführung eines nächsten
Querschnittes 22 erzeugt. Anschließend ist wiederum die erwähnte Kodierung 20 am rand
aufgetragen, wie diese aus Fig. 7 hervorgeht.
[0023] Die Breite eines Kodierfeldes 29 oder 30 - in Bahnlängsrichtung gemessen - wird vorzugsweise
mit etwa 1,8 mm bemessen, sodaß bei insgesamt neun Feldern eine Gesamtlänge der Strichkodierung
von 16,2 mm entsteht.
[0024] Die - bezogen auf die Bewegungsrichtung D der Papierbahn 1 - den Längsschneidern
26 nachgeordnete zweiten Weichen 62 dienen dazu, den Abfall abzuführen, sodaß nur
die ausgeschnittenen Rechteck-Formate 65 mitden Zeichnungen bleiben, um ein Aussortieren
des Abfalles von Hand zu vermeiden.
[0025] Wie aus Fig. 8 hervorgeht, sind die den Längsschneidern 26 nachgeordneten zweiten
Weiche 62 in Form eines Weichensatzes je um eine feststehende, horizontale Achse 64
schwenkbar. Räumlich zwischen zwei benachbarten Längsschneidern 26 befindet sich je
eine Weiche 62, die untereinander unabhängig einzeln verschwenkbar sind. Die Schwenkbewegung
jeder Weiche 62 wird durch einen im Innern eines Profilkörpers 71 angeordneten Elektromagneten
66 bewirkt. Der Stössel 68 des Elektromagneten 66 liegt gegen eine mit der Achse 64
starr verbundene Lasche 70 an und ist mit dieser über einen Querstift 72 gelenkig
verbunden. Der dem Stössel 68 gegenüberliegende Fuß des Elektromagneten 66 stützt
sich gegen einen Lappen 74. Wenn der Elektromagnet 66 unter Strom gesetzt wird, bewirkt
dies, daß der Stössel 68 ausgestoßen wird. Da sich der Stössel 68 an der unbeweglichen
Lasche 72 gelenkig abstützt, drück der Fuß des Elektromagneten 66 die Weiche 62 in
die in unterbrochenen Linien dargestellte Lage nach oben. In dieser Position ragt
die keilförmige Nase 78 in den horizontalen bewegungsweg der Papierbahn 1 hinein und
bewirkt eine Umlenkung des Abfalles 25 in den Kanal F. Beim Abfallen des Elektromagneten
66 sorgt eine Zugfeder 82 für die Rückstellung der Weiche 62 in die in vollen Linien
dargestellte, inaktive Lage.
[0026] Die Verschwenkung der Weichen 62 könnte als Variante auch durch direkte mechanische
Kopplung mit den schwenbaren Schneidmessern 36 erfolgen.
[0027] In Fig. 9 ist eine Ausführungsvariante der Weichenbatätigung dargestellt. Die Elektromagnete
66 des zweiten Weichensatzes sitzen hier auf einer gemeinsamen durchgehenden, stationären,
horizontalen Profilschiene 67, welche im Maschinenrahmen starr befestig ist. Mit der
Weiche 62 sind zwei Lappen 73 starr verbunden und werden von der starren, horizontalen
Achse 64 mit geringem Spiel durchdrungen, sodaß jede Weiche 62 um diese Achse 64 schwenkbar
ist. Der Stössel 68 des Elektromagneten 66 greift mit einem Stift 75 unterhalb der
Welle 64 gelenkig in einen Schlitz der Lappen 73 ein. Der Elektromagnet 66 ist ziehend
ausgebildet, d.h. beim Einschalten des Stromes bewegt sich der Stössel 68 in Richtung
des Pfeiles G. Dadurch wird die Nase 78 entgegen der Richtung des Pfeiles N in die
in vollen Linien dargestellte Lage verschwenkt.
[0028] Eine Rückstellfeder 82 bewirkt, daß die Weiche 62 bei stromlosem Elektromagnet 66
geöffnet bleibt, d.h. die in Fig. 9 in unterbrochenen Linien dargestellte, hochgeschenkte
Lage einnimmt. In dieser hochgeschwenkten Lage wird der Abfall 25 in Richtung des
Pfeiles F nach unten gelenkt und gelangt in einem Abtallbehälter. Wenn der Elektromagnet
66 Strom enthalt, nimmt die Weiche 62 ihre in Fig. 9 in vollen Linien dargestellte
Lage ein und ein zugeführtes, allseitig beschnittenes rechteckiges Zeichnungsblattgelangtaufeinen
Tisch 79 und kann hernach von hier aus weiter bearbeitet, beispielsweise einer Faltmaschine
zugeführt werden.
[0029] Die Elektromagnete 66 werden vorzugsweise mit dem Elektromagneten 27 der jeweiligen
Längsschneider 26 paralell geschaltet, sodaß zusätzliche Steuerorgane entfallen, da
den eingeschwenkten Wippen 33 je eine Weiche 62 zugeordnet werden muß.
[0030] In Fig. 10 sind schematisch und als Beispiel sie Den Längsschneider 26a, 26b, 26c,
26d, 26e, 26f, 26g dargestellt. Diese entsprechen den Längsschneidern in den Fig.
3 - 5, bei denen je das obere Kreismesser 36 durch Betätigung des zugehörigen Elektromagnetes
27 wahlweise in eine abgesenkte Lage gebracht werden kann, wenn ein Längsschneidvorgang
stattfinden soll. Bei dem in Fig.10 dargestellten Ausführungsbeispiel befinden sich
nur die Längsschneider 26a und 26f und 26g in ihrer abgesenkten, aktiven Schneidlage,
während die andern eine Nicht-Schneidlage einnehmen. Da das auszuschneidende Zeichnungsformat
65 hier die Breite B haben soll, werden von der Papierbahn 1 links und rechts Abfallstreifen
86 und 25 abgetrennt und durch die hochgeschwenkten Weichen 62 in Richtung des Pfeiles
F umgeleitet. Dadurch gelangt allein das auf allen vier Seiten beschnittene Zeichnungsformat
65 auf den Ablagetisch 79.
[0031] Wenn ein schmäleres Zeichnungsformat 65 auszuschneiden ist, wird die Breite durch
einen der übrigen Längsschneider 26 bestimmt, wobei der entsprechend breitere oder
schmälere Abfall durch andere hochgeschwenkte Weichen 62 abgeleitet wird. Die Betätigung
der zweiten Weichen 68 kann somit in direkter Abhängigkeit gleichzeitig und parallel
zu den in Schneidposition gebrachten Längsschneider 26 erfolgen, sodaß keine zusätzliche
Kodierungen oder Steuermittel für die Betätigung dieser Weichen 62 erforderlich sind.
[0032] Da von der Bahn 1 mindestens aufdermit Kodierungen 20 versehenen Seite stets ein
schmaler Randstreifen 86 abzutrennen ist, kann diese äußerste Weiche stationär ausgebildet
sein und sich stets in der hochgeschwenkten Lage befinden.
[0033] Da die Längsschneider 26 in Horizontalrichtung verschiebbar ausgebildet sind, lassen
sich Zeichnungsformate beliebiger gewünschter Breite ausschneiden, wobei man sich
aber üblicherweise auf Normformate beschränkt.
[0034] Durch geschicktes Kombinieren unterschiedlicher Formate ist es möglich, den Abfall
relativ klein zu halten, indem beispielsweise mit dem Format A3 ein zu diesem querliegendes
Format A4 angefügt wird.
[0035] An Stelle von Bahnen aus Papier können auch Folien aus eigensteifem Kunststoff verwendet
werden.
1. Verfahren zum Schneiden unterschiedlicher Rechteckformate aus einer Papier- oder
Folienbahn (1), die zum Steuern von Längs- (24a-c) und Querschnitten (22) an ihrem
Rand mit jedem Format zugeordneten Kodierungen (20) versehen ist, wobei die Längsschnitte
durch wahlweisen Einsatz mindestens eines von mehreren über die Breite der Bahn (1)
verteilt angeordneter Längsschneideorgane (36,56) vorgenommen werden, dadurch gekennzeichnet,
dass von der Papier- oder Folienbahn (1) zunächst durch eine besagte Kodierung (20)
die Steuerung einer Querschneideeinheit (9) zum Abtrennen eines quer zur Bahnlängsrichtung
verlaufenden Teilstückes gewünschter Länge bewirkt wird, durch eine weitere Kodierung
(29) die Steuerung einer ersten Weiche (13) bewirkt wird, welche das Umleiten des
Querschnittabfallstreifens (23) bewirkt und diese abgetrennten Teilstücke anschliessend
durch weitere besagte Kodierungen die Steuerung von Längsschneidern (26) bewirken,
durch welche das abgetrennte Teilstück durch Längsschnitte (24a-c) in Bahnlängsrichtung
beschnitten wird, und eine weitere Kodierung die Steuerung zweiter Weichen (62) bewirkt,
welche das Umlenken des Längsschnittabfalls bewirkt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kodierungen (20) als
Strich-oder Balkenkodierungen ausgebildet sind.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 zum Schneiden unterschiedlicher
Rechteck-Formate aus einer Papier- oder Folienbahn, mit einer sich über die ganze
Breite der Bahn (1) erstreckenden Querschneideeinheit (9) zur Ausführung von Querschnitten,
mit über die Breite der Bahn (1) verteilt angeordneten Längsschneideeinheiten (26)
zur Ausführung von Längsschnitten (24a,24b,24c), die wahlweise zwischen einer Schneidlage
und einer Nicht-Schneidlage bewegbar sind, eine Steuereinrichtung mit einem die Kodierungen
(20) auf der Bahn (1) abtastenden Sensor (5), welche sowohl den Einsatz der Querschneideinheit
(9) als auch die Auswahl mindestens einer zum Einsatz gelangenden Längsschneideinheit
(26) bewirkt, dadurch gekennzeichnet, dass nur eine Querschneideinheit (9) und mehrere
Längsschneideinheiten (26) vorhanden sind, die der Querschneideinheit (9) in Bahn-Transportrichtung
(D) nachgeordnet sind, dass eine erste Weiche (13) der Querschneideinheit (9) - in
Bahnlaufrichtung D - nachgeordnet ist und die Abfuhr des Querschnittabfalles (23)
bewirkt und ein Satz zweiter, einzeln bewegbarer Weichen (62) den Längsschneidern
(26) nachgeordnet ist, zur Trennung des Längsschnittabfalles von den beschnittenen
Formatblättern, und dass zusätzlich zu den Kodierungen (20) für die Steuerung der
Längs- und Querschneideinheiten (26,9) Kodierungen (20) zur Steuerung der Weichen
(13,62) vorhanden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsschneideinheit
(26) je eine ein Kreismesser (36) tragende Wippe (33) enthalten, mit der das Kreismesser
(36) in eine Schneidlage schwenkbar ist, und mechanische Verstellorgane (34, 46, 48)
vorhanden sind, mit denen eine Axialverschiebung (E) des einen Kreismessers (36) zum
Anliegen am Gegenmesser (56) erzeugbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein erstes Kreismesser
(56) drehfest auf einer angetriebenen Welle (60) sitzt, das zweite auf der Wippe (33)
sitzende Kreismesser (36) mit paralleler Drehachse mit einem Elektromagnet (27) zusammenwirkt,
in der Verschwenklage der Wippe (33) die beiden Kreismesser (36, 56) sich zur Bildung
eines Schneidspaltes (49) übergreifen, und die axialen Verstellmittel (46, 48) sich
auf der Wippe (33) befinden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich seitlich des auf
der Wippe (33) sitzenden, oberen Kreismessers (36) mindestens eine Stützrolle (38)
befindet, die zum Zusammenwirken mit mindestens einer Gegen-Stützrolle (54) auf der
Welle (60) des unteren Kreismessers (56) bestimmt ist, ein mit dem Elektromagnet (27)
in Antriebsverbindung stehender, von einer Wippenachse (34) radial abragender Arm
(32) vorhanden ist, die Wippenachse (34) gegen eine Kurvenscheibe (48) anliegt, welche
nach dem Anliegen der Stützrolle (38) auf der Gegen-Stützrolle (54) eine Axialbewegung
(E) der Wippenachse (34) und damit des auf der Wippe (33) sitzenden Kreismessers (36)
bewirkt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Feder (35)
die Wippe (33) in die Nicht-Schneidlage zu drücken bestrebt ist, eine zweite Feder
(44) die axial bewegliche Wippenachse (34) gegen die Kurvenscheibe (48) andrückt,
die Kurvenscheibe (48) von der Wippenachse (34) durchdrungen ist und ein von der Wippenachse
(34) radial abragender mit dem Elektromagnet (27) in Wirkungsverbindung stehender
Stift (46) gegen die Kurvenscheibe (48) anliegt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung
der Elektromagnete (66) mindestens einiger der zweiten Weichen (62) parallel zu den
Elektromagneten (27) erfolgt, mit denen die Längsschneider (26) in ihre Schneidlage
bewegbar sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere zweite Weichen
(62) vorhanden sind, die jeweils zwischen und hinter benachbarten Längsschneidern
(26) angeordnet sind und diese zweite Weichen (62) je eine durch einen Elektromagnet
(66) betätigbare Nase (78) aufweisen, die in den Bewegungsweg der Bahn (1) bzw. des
Abfalles (25,86) hineinschwenkbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die den Längsschneidern
(26) nachgeordneten zweiten Weichen (62) beinichterregten Elektromagneten (66) geöffnet
sind, um den Abfall (25) nach unten umzulenken.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Sensor (5) auf der Bahn-Unterseite angeordnet ist.
1. A process for cutting various rectangular formats from a web of paper or sheet
(1), which is provided at its edge with codes (20) associated with each format for
controlling longitudinal (24a - c) and cross cuts (22), with the longitudinal cuts
being performed by the selective application of at least one of several longitudinal
cutting members (35, 56) distributed over the width of the web (1),
characterized in that from the web of paper or sheet (1) firstly an aforementioned
code (20) is responsible for controlling a cross cutting unit (9) for separating a
part of desired length extending at right angles to the longitudinal direction of
the web, a further code (29) is responsible for controlling a first deflector (13),
which effects the deflection of the cross-cut waste strip (23) and these separated
parts are then responsible for controlling longitudinal cutters (26) by further aforementioned
codes, by which cutters the separated part is cut by longitudinal cuts (24a - c) in
the longitudinal direction of the web, and a further code is responsible for controlling
second deflectors (62), which performs the deflection of the longitudinal cut waste.
2. A process according to Claim 1,
characterized in that the codes (20) are designed as line or bar codes (20).
3. A device for performing the process according to Claim 1 for cutting various rectangular
formats from a web of paper or sheet, having a cross-cutting unit (9) extending over
the entire width of the web (1) to perform cross cuts, having longitudinal cutting
units (26) distributed over the width of the web (1) for performing longitudinal cuts
(24a, 24b, 24c), which can be selectively moved between a cutting position and a non-cutting
position, a control appliance having a sensor (5) scanning the codes (20) on the web
(1), which effects both the application of the cross-cutting unit (9) and also the
selection of at least one longitudinal cutting unit (26) to be used,
characterized in that only one cross-cutting unit (9) and several longitudinal cutting
units (26) are provided, which are connected after the cross-cutting unit (9) in the
direction of transport of the web (D),
in that a first deflector (13) is connected after the cross-cutting unit (9) - in
the direction of movement of the web (D) - and effects the removal of the cross-cut
waste (23) and a set of second deflectors (62), which can be moved individually, is
connected after the longitudinal cutters (26), to separate the longitudinal cut waste
from the cut format sheets,
and in that in addition to the codes (20) for controlling the longitudinal and cross-cutting
units (26, 9) there are also provided codes (20) for controlling the deflectors (13,
62).
4. A device according to Claim 3, characterised in that each longitudinal cutting
unit (26) contains a rocker (33) bearing a circular knife (36), with which the circular
knife (36) can be swivelled into a cutting position, and mechanical adjustment members
(34, 46, 48) are provided, with which an axial displacement (E) of one circular knife
(36) can be achieved so as to abut the counter-knife (56).
5. A device according to Claim 4, characterised in that a first circular knife (56)
is supported on a driven shaft (60) so that it can not rotate, the second circular
knife (36) supported on the rocker (33) and having a parallel axis rotation interacts
with an electromagnet (27), in the swivel position of the rocker (33) the two circular
knives (36, 56) overlap to form a cutting slot (49), and the axial adjustment means
(46, 48) are located on the rocker (33).
6. A device according to Claim 5, characterised in that to the side of the upper circular
knife (36) supported on the rocker (33) there is located at last one backing roller
(38), which is intended to interact with at least one counter-backing roller (54)
on the shaft (60) of the lower circular knife (56), an arm (32) in driven connection
with the electromagnet (27) and radially projecting from a rocker axle (34) is provided,
the rocker axle (34) abuts against a cam disc (48), which after abutting the backing
roller (38) on the counter-backing roller (54) performs an axial movement (E) of the
rocker axle (34) and consequently of the circular knife (36) supported on the rocker
(33).
7. A device according to Claim 6, characterised in that a first spring (35) endeavours
to force the rocker (33) into the non-cutting position, a second spring (44) presses
the axial moveable rocker axle (34) against the cam disc (48), the cam disc (48) is
pierced by the rocker axle (34) and a pin (46) which radially projects from the rocker
axle (34) and is effectively connected to the electromagnet (27) abuts the cam disc
(48).
8. A device according to one of Claims 5 to 7, characterised in that the electromagnets
(66) of at least some of the second deflectors (62) are controlled parallel to the
electromagnets (27), with which the longitudinal cutters (26) can be moved into their
cutting position.
9. A device according to Claim 8, characterised in that several second deflectors
(62) are provided, which are respectively disposed between and behind adjacent longitudinal
cutters (26) and each of these second deflectors (62) has a nose (78), which can be
actuated by an electromagnet (66) and can be swung into the path of movement of the
web (1) or of the waste (25, 86).
10. A device according to Claim 9, characterised in that the second deflectors (62)
connected after the longitudinal cutters (26) are open when the electromagnets (66)
are not excited for the purpose of deflecting the waste (25) downward.
11. A device according to one of Claims 3 to 10, characterised in that the sensor
(5) is disposed on the underside of the web.
1. Procédé de coupe de différents formats rectangulaires à partir d'une feuille continue
de papier ou d'un autre matériau (1), qui, pour commander des coupes longitudinales
(24a-c) et transversales (22) est pourvue sur son bord de codages (20), affectés à
chaque format, les coupes longitudinales étant réalisées par l'utilisation, au choix,
d'au moins un, parmi plusieurs, organes de coupe longitudinale (36, 56) disposés d'une
manière répartie sur toute la largeur de la feuille continue (1), caractérisé en ce
que, à partir de la feuille continue de papier ou d'un autre matériau (1), on provoque
d'abord, par un codage (20) tel que ci-dessus, la commande d'une unité de coupe transversale
(9) dans le but de séparer une pièce partielle ayant la longueur voulue, courant perpendiculairement
au sens longitudinal de la feuille continue ; on provoque, grâce à un autre codage
(29) la commande d'un premier aiguillage (13), qui réalise le renvoi des chutes transversales
(23), ces pièces partielles, séparées, assurant ensuite, grâce à d'autres codages
tels que ci-dessus, la commande de massicots à coupe longitudinale (26), par lesquels
la pièce partielle séparée est, par des opérations de coupe longitudinale (24a-c)
découpée dans le sens longitudinal de la feuille continue, et un autre codage provoque
la commande de deuxièmes aiguillages (62), qui provoquent le renvoi des chutes longitudinales.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les codages (20) sont constitués
de codages à bâtonnets ou à barres.
3. Dispositif destiné à la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1, pour
couper des formats rectangulaires différents à partir d'une feuille continue de papier
ou d'un autre matériau, comportant un massicot à coupe transversale (9) s'étendent
sur toute la largeur de la feuille continue (1) et servant à réaliser des coupes transversales,
des massicots à coupe longitudinale (26), disposés en étant répartis sur toute la
largeur de la feuille continue (1) et servant à réaliser des coupes longitudinales
(24e, 24b, 24c), massicots pouvant se déplacer au choix entre une position de coupe
et une position de repos, un dispositif de commande comportant un capteur (5), lequel
explore les codages (20) se trouvant sur la feuille continue (1), dispositif de commande
qui provoque tant l'utilisation du massicot à coupe transversale (9) que le choix
d'au moins un massicot à coupe longitudinale (26), tel qu'utilisé, caractérisé en
ce que ne sont présents qu'un massicot à coupe transversale (9) et plusieurs massicots
à coupe longitudinale (26), qui sont disposés en aval du massicot à coupe transversale
(9) dans le sens du transport (D) de la feuille continue ; qu'un premier aiguillage
(13) est disposé en aval du massicot à coupe transversale (9) - dans le sens de déplacement
de la feuille continue D - et provoque l'élimination des chutes transversales (23),
et un Jeu de deuxièmes aiguillages (62), mobiles les uns par rapport aux autres, disposé
en aval des massicots à coupe longitudinale (26), pour assurer la séparation des chutes
longitudinales d'avec les feuilles coupées au format ; et que, en plus des codages
(20) destinés à la commande des massicots (26, 9) à coupe longitudinale et à coupe
transversale, on a présents des codages (20) destinés à la commande des aiguilles
(13, 26).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que chaque massicot à coupe
longitudinale (26) contient une bascule (33), qui porte un couteau circulaire (36),
bascule assurant le pivotement du couteau circulaire (36) jusqu'a une position de
coupe, des organes de réglage mécaniques (34, 46, 48) étant présents, à l'aide desquels
il est possible de réaliser un déplacement axial (E) de l'un des couteaux circulaires
(36) de façon qu'il vienne s'appuyer contre le contre-couteau (56).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'un premier couteau circulaire
(56) est fixé en rotation sur un arbre mené (60), que le deuxième couteau circulaire
(36), s'appuyant sur la bascule (33) et comportant un axe de rotation parallèle, coopère
avec un électro-aimant (27); que, quand la bascule (33) est en position de pivotement,
les deux couteaux circulaires (36,56) se chevauchent pour former un jeu de coupe (49);
et que les organes de réglage axial (46,48) se trouvent sur la bascule (33).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que, sur le côté du couteau
circulaire (36) supérieur, qui s'appuie sur la bascule (33), se trouve un galet d'appui
(38), destiné à coopérer avec au moins un contre-galet d'appui (54) sur l'arbre (60)
du couteau circulaire inférieur (56); qu'est présent un bras (32), en liaison d'entraînement
avec l'électro-aimant (27) et dépassant radialement d'un axe de bascule (34); et que
l'axe de bascule (34) s'appuie contre une came (48) qui, après que le galet d'appui
(38) s'est appuyé sur le contre-galet d'appui (54), assure un mouvement axial (E)
de l'axe de bascule (34) et donc du couteau circulaire (36) logé sur la bascule (33).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'un premier ressort (35)
tend à appuyer sur la bascule (33) pour la mettre en position de repos; qu'un deuxième
ressort (44) appuie l'axe de bascule (34), pouvant se déplacer axialement, contre
la came (48); que la came (48) est traversée par l'axe de bascule (34); et qu'une
cheville (46), dépassant radialement de l'axe de bascule (34) et en liaison de coopération
avec l'électro-aimant (27), s'appuie contre la came (48).
8. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que la commande
des électro-aimants (66) d'au moins quelque-uns des deuxièmes aiguillages (62) est
réalisée parallèlement aux électro-aimants (27) à l'aide desquels les massicots à
coupe longitudinale (26) peuvent se déplacer pour arriver à leur position de coupe.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que sont présents plusieurs
deuxièmes aiguillages (62), dont chacun est disposé entre et derrière les massicots
à coupe longitudinale voisins (26), et que chacun de ces deuxièmes aiguillages (62)
comporte un nez (78), pouvant être actionné par un électro-aimant (66), et qui peut
être pivoté vers la trajectoire de la feuille continue (1) ou des chutes (25, 86).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que les deuxièmes aiguillages
(62), disposés en aval des massicots à coupe longitudinale (26), sont ouverts quand
les électro-aimants (66) ne sont pas excités, pour renvoyer les chutes (25) vers l'intérieur.
11. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 10, caractérisé en ce que le capteur
(5) est disposé sur la face inférieure de la feuille continue.