[0001] Die Erfindung betrifft einen Bohrständer für Gesteinsbohrmaschinen nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Bohrständer sind bekannt. Sie werden beim Bohren von Gestein eingesetzt,
wobei der Fuß mit seiner Öffnung auf das Gestein aufgesetzt wird. Zum Abdichten des
Übergangs zwischen Gestein und Fußöffnung ist am Rand der Öffnung ein weichelastiches
Material angebracht, das sich eventuellen Unebenheiten des Gesteins anpassen kann.
Über eine Vakuumpumpe wird im hohlen Fuß ein Unterdruck erzeugt, so daß sich der Fuß
auf dem Gestein festsaugt und somit dem Bohrständer Halt auf dem Gestein verleiht.
Dadurch ist es möglich, den Bohrständer auf schrägen Flächen oder gar auf senkrechten
Wänden anzubringen; ähnlich wie es bei Magnetbohrständern der Fall ist.
[0003] Dabei konnte es vorkommen, daß bei nachlassender Saugleistung der Vakuumpumpe der
Bohrständer nicht mehr in seiner ursprünglichen Stellung verharrte und somit zu einer
Gefahr für den Bedienenden werden konnte. Weiter kam es vor, daß durch Risse im Bohrgut,
die beim Bohren sich vergrößerten, der Unterdruck nicht mehr aufrechterhalten werden
konnte, so daß der Bohrständer samt der Bohreinheit vom Bohrgut abfiel und die Bohreinheit
beschädigt wurde.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, einen Bohrständer für Gesteinbohrmaschinen
zur Verfügung zu stellen, bei dem das Bohrgerät abgeschaltet wird, wenn der Unterdruck
im Fuß des Bohrständers unter einen gewissen Wert fällt,wobei gleichzeitig diese Situation
dem Benützer angezeigt wird.
[0005] Die Aufgabe wurde durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs beschriebene
Anordnung gelöst. Das Überwachungselement kann beispielsweise durch eine Membrane
gebildet sein, wobei die Membrane zwei Stellungen einnehmen kann. Der Wechsel von
der einen Endstellung zur anderen geschieht bei über- oder Unterschreiten eines bestimmten
Druckwertes. Dadurch, daß das Überwachungselement auf mindestens einen Schalter einwirken
kann, ist es möglich, daß der Motor der Gesteinsbohrmaschine bei Überschreiten eines
bestimmten Druckwertes abgeschaltet wird. Damit ist sichergestellt, daß vor dem Herabfallen
der Vorrichtung die Gesteinsbohrmaschine nicht mehr dreht. Das verringert einerseits
die Unfallgefahr, andererseits wird die Vorrichtung nicht durch ein rotierendes Werkzeug
beschädigt. Steht das Überwachungselement mit einem weiteren Schalter in Verbindung,
so kann über diesen Schalter ein ak ustisches und/oder optisches Warnsignal abgegeben
werden, so daß die Bedienungsperson noch rechtzeitig Vorkehrungen treffen kann, um
das Herunterfallen der Vorrichtung zu verhindern.
[0006] Im Falle des Druckabfalls wird der Antriebsmotor ausgeschaltet. Dabei ist gewährleistet,
daß bei Wiederherstellung des richtigen Drucks das Einschalten des Antriebsmotors,
z. B. durch eine Unterspannungsauslösung, verhindert wird.
[0007] Um die Funktionssicherheit und Betriebsbereitschaft der Schutzvorrichtung überprüfen
zu können, ist es sinnvoll, ein Signal vorzusehen, das den Betriebszustand der Überwachungseinrichtung
anzeigt. Dadurch ist jederzeit ersichtlich, ob die Anlage betriebsbereit und betriebssicher
ist. Eine umständliche Kontrolle nach jeder kurzen Arbeitsunterbrechung entfällt.
[0008] Der Antriebsmotor kann also erst dann eingeschaltet werden, wenn die Schutzvorrichtung
betriebsbereit ist und dieser Zustand auch angezeigt wird.
[0009] Die Erfindung als Ausführungsbeispiel ist anhand von Zeichnungen näher dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht eines Bohrständers mit Gesteinsbohrmaschine;
Fig. 2 ein Schaltschema.
[0010] Die Fig. 1 zeigt einen Bohrständer 1 mit einer daran befestigten Gesteinsbohrmaschine
2. Die Gesteinsbohrmaschine 2 ist mit einer Gesteinsbohrkrone 3 ausgerüstet. Ein-
und ausgeschaltet wird die Gesteinsbohrmaschine 2 durch den Ein-/Ausschalter 4. Verbunden
mit dem Bohrständer 1 ist die Gesteinsbohrmaschine 2 über einen Schlitten 5. Der Schlitten
5 kann durch ein Handrad 6 auf einer Säule 7 des Bohrständers 1 auf- und ab- bzw.
hin-und herbewegt werden. Die Säule 7 ist hohl und auf einem Fuß 8 befestigt. Der
Fuß 8 ist hohl und auf dem Bohrgut 10 aufgesetzt. Zum Bohrgut 10 hin weist der Fuß
8 eine Öffnung auf. Am Rand der Öffnung des Fußes 8 ist eine Dichtmanschette 9 aus
weichelastischem Material angebracht. Dadurch können Unebenheiten auf dem Bohrgut
10 ausgeglichen werden.
[0011] Fig. 2 zeigt schematisch den Fuß 8, der mit einer Vakuumpumpe 11 in Verbindung steht.
Die Vakuumpump 11 sorgt für den nötigen Unterdruck im Innern des hohlen Fußes 8. An
einer Wand des Fußes 8 ist ein Überwachungselement 12 befestigt. Das Überwachungselement
12 kann eine Membrane sein, die zwei Endstellungen einnehmen kann, je nach den
[0012] Druckverhältnissen im Fuß 8. In der Fig. 2 ist die Situation dargestellt, in der
der Unterdruck zu gering ist und somit die Stromzufuhr für den Motor 13 der Gesteinsbohrmaschine
2 durch den Schalter 14a unterbrochen ist. Parallel zum Motor 13 ist ein Signalelement
15 angeordnet. Der mit dem Schalter 14a gekoppelte Schalter 14b schaltet, wenn die
Stromzufuhr für den Motor 13 unterbrochen wird die Stromversorgung für das Signalelement
15. Das Signalelement 15 kann akustische oder optische Signale abgeben oder auch beides.
Es erübrigt sich, darauf hinzuweisen, daß diese Schaltung sowohl elektrisch als auch
pneumatisch realisiert werden kann.
1. Bohrständer mit Fuß für Gesteinsbohrmaschinen, wobei der Fuß hohl ist und eine
Öffnung zum Bohrgut hin aufweist und der Rand der Öffnung mit einer Dichtmanschette
versehen ist und im hohlen Fuß durch eine Vakuumpumpe ein Unterdruck erzeugt werden
kann, dadurch gekennzeichnet, daß der hohle Fuß (8) mit einem Überwachungselement (12) in Verbindung steht und
daß das Überwachungselement (12) auf mindestens einen Schalter (14) einwirken kann.
2. Bohrständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Überwachungselement (12) über einen Schalter (14) auf den Motor (13) der
Gesteinsbohrmaschine (2) einwirken kann.
3. Bohrständer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Überwachungselement (12) über den Schalter (14) auf ein Signalelement (15)
einwirken kann.
4. Bohrständer nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (13) und das Signalelement (15) parallel geschaltet sind.
5. Bohrständer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (14) mit einer Unterspannungsauslösung gekoppelt ist.
6. Bohrständer nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Signalelement (15) die Zustände Ein und Aus anzeigen kann.