[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum schwebenden Führen von Materialbahnen,
bestehend aus einem länglichen quer zur Laufrichtung der Materialbahn angeordneten
Strömungskörper mit auf der Materialbahnseite konvex gekrümmter Oberfläche und an
beiden Längsrändern des Strömungskörpers in Reihe angeordneten Düsen, mit denen zwischen
die konvex gekrümmte Oberfläche des Strömungskörpers und die Materialbahn ein gasförmiges
oder flüssiges Medium einblasbar ist, wobei die dem einen Längsrand zugeordneten Düsen
gegenüber den dem anderen Längsrand zugeordneten Düsen in Richtung der Längsachse
des Strömungskörpers etwa um eine halbe Teilung (Abstand benachbarter Düsen) versetzt
sind.
[0002] Bei Vorrichtungen zum schwebenden Führen von Materialbabnen mittels Blasluft unterscheidet
man zwischen solchen, die nach dem Tragflächenprinzip arbeiten, und solchen, die nach
dem Luftkissenprinzip arbeiten. Bei einer nach dem Tragflächenprinzip arbeitenden
Vorrichtung tritt die Blasluft aus einem an einem Längsrand des Strömungskörpers ausgebildeten
Schlitz oder aus in Reihe angeordneten Löchern unmittelbar als Wandstrahl aus und
überstreicht die konvex gekrümmte Oberfläche des Strömungskörpers. Dabei wird die
durchlaufende Materialbahn abwechselnd Druck- und Saugkräften ausgesetzt. Selbst mit
weiteren Vorkehrungen, wie in der Tragfläche angeordnete Löcher zum Ansaugen von Zusatzluft,
ist das Schwebeverhalten solcher Vorrichtungen nicht optimal.
[0003] Eine nach dem Luftkissenprinzip arbeitende Vorrichtung unterscheidet sich von einer
nach dem Tragflächenprinzip arbeitenden Vorrichtung dadurch, daß von den beiden gegenüberliegenden
Längsrändern des Strömungskörpers Blasstrahlen aufeinander zu gerichtet sind. Die
Blasstrahlen können aus Schlitzen oder aus in Reihe angeordneten Löchern austreten.
In jedem Fall treffen diese Blasstrahlen aufeinander und stauen sich zwischen der
Materialbahn und der gekrümmten Oberfläche, so daß sich ein die Materialbahn tragendes
Luftkissen bildet. Auch bei einer solchen Vorrichtung ist das Tragverhalten nicht
optimal, weil deren Tragkraft nur ganz allmählich mit größer werdendem Abstand der
Materialbahn von der gekrümmten Oberfläche abnimmt.
[0004] Zu der Kategorie der nach dem Luftkissenprinzip arbeitenden Vorrichtungen gehört
auch eine bekannte Vorrichtung der eingangs genannten Art (US-PS 39 57 187), bei der
in der gekrümmten Oberfläche des Strömungskörpers an jedem Längsrand jeweils rechteckige
Blasluftauslässe in Reihe angeordnet sind. Mit einer in jedem Blasluftauslaß angeordneten
Führungszunge wird die Blasluft derart geführt, daß sie sogleich als flacher, breiter
Wandstrahl über die gekrümmte Oberfläche streicht. Da die Länge der Blasluftauslässe
jeder Reihe etwa gleich ihrem gegenseitigen Abstand ist, wird bei der gegenseitigen
Versetzung der gegenüberliegenden Blasluftauslässe der beiden Reihen erreicht, daß
die divergierenden Blasluftstrahlen aufeinandertreffen und sich zwischen den beiden
Reihen ein Luftkissen bildet. Die Bildung des Luftkissens wird noch dadurch unterstützt,
daß aus kleineren Auslässen zwischen den beiden Reihen austretende Blasstrahlen die
Blasluftstrahlen aus den größeren Auslässen stören.
[0005] Schließlich ist bekannt, eine Warenbahn direkt, also ohne Hilfe eines Strömungskörpers,
anzuströmen. Diese Art der schwebenden Führung von Materialbahnen hat sich aber im
Vergleich zu den Vorrichtungen nach dem Tragflächen- und Luftkissenprinzip in der
Praxis nicht bewährt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum schwebenden Führen
von Materialbahnen zu schaffen, die die Vorteile von nach dem Tragflächenprinzip und
dem Luftkissenprinzip arbeitenden Vorrichtungen ohne deren Nachteile nutzt. Die Vorrichtung
soll also bei großen Materialbahnabständen von der Oberfläche des Strömungskörpers
anziehend und bei kleinen Materialbahnabständen abstoßend wirken.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, daß die Düsen als mit Abstand von dem Strömungskörper angeordnete
Freistrahldüsen ausgebildet sind, die unter spitzem Winkel zur Materialbahn flach
in den Zwickel zwischen dem Strömungskörper und der Materialbahn gerichtet sind, daß
daß die benachbarten Randbereiche der aus gegenüberliegenden Düsen austretenden divergierenden
Strömungsstrahlen bei fehlender Materialbahn im wesentlichen ohne gegenseitige Behinderung
aneinander vorbeiströmen und mit kleiner werdendem Abstand der Materialbahn von der
Oberfläche des Strömungskörpers mehr und mehr aufeinandertreffen.
[0008] Beim Gegenstand eines prioritätsgleichen Patentes mit beiden Rändern des Strömungskörpers
zugeordneten, aber nicht gegeneinander versetzten Düsen wird zwar wegen des gleichen
Anströmprinzips mit Freistrahlen auch schon ein erheblich verbessertes Tragverhalten
erzielt, doch auf einem wesentlich niedrigerem Tragkraftniveau und mit geringerer
Steilheit der Kennlinie als beim Erfindungsgegenstand. Die Verbesserung beim Erfindungsgegenstand
beruht darauf, daß die besondere Anordnung der Düsen untereinander und in bezug auf
die Oberfläche des Strömungskörpers es den Strömungsstrahlen ermöglicht, ohne Behinderung
von dem einen Rand des Strömungskörpers über die Oberfläche bis zum anderen Rand zu
strömen, solange die Materialbahn einen großen Abstand von der Oberfläche hat. Bei
diesen Strömungsverhältnissen bildet sich zwischen der Oberfläche des Strömungskörpers
und der Materialbahn ein kleiner Unterdruck aus, der anziehend auf die Materialbahn
wirkt. Diese für nach dem Tragflächenprinzip arbeitende Vorrichtungen typische Wirkung
geht mehr und mehr verloren und wird durch die Wirkung eines schnell stärker werdenden
Polsters ersetzt, wenn sich die Materialbahn der Oberfläche des Strömungskörpers nähert.
Diese Umwandlung zwischen einer nach dem Tragflächenprinzip arbeitenden Vorrichtung
und einer nach dem Luftkissenprinzip arbeitenden Vorrichtung beruht darauf, daß mit
kleiner werdendem Abstand der Materialbahn von der Oberfläche des Strömungskörpers
die divergierend aus den Düsen austretenden Strömungsstrahlen flachgedrückt werden,
was eine Vergrößerung des Divergenzwinkels zur Folge hat. Die Randstrahlen können
dann nicht länger unbehindert aneinander vorbeiströmen, sondern treffen aufeinander,
so daß es zu einem Stau des Strömungsmediums zwischen den beiden Düsenreihen kommt.
Das verbesserte Tragkraftverhalten der erfindungsgemäßen Vorrichtung kommt in einer
graphischen Darstellung der auf die Materialbahn einwirkenden Kraft, aufgetragen über
den Abstand der Materialbahn von dem Strömungskörper, dadurch zum Ausdruck, daß die
Tragkraft bei sehr nahem Materialbahnabstand sehr groß ist und die Kennlinie für die
Tragkraft mit einer großen Steilheit den Nullwert erreicht.
[0009] Die besondere geometrische Zuordnung der Düsen zueinander und in bezug auf die Oberfläche
des Strömungskörpers schafft für das Strömungsmedium definierte Strömungsverhältnisse.
Sowohl bei der Arbeitsweise der Vorrichtung nach dem Tragflächenprinzip als auch beim
Übergang in die Arbeitsweise der Vorrichtung nach dem Luftkissenprinzip kann das ohne
Störung über den Strömungskörper strömende Strömungsmedium oder das durch das Aufeinandertreffen
der Strömungsstrahlen zur Umkehr gezwungene Strömungsmedium quer zur Längsachse des
Strömungskörpers über den einen oder anderen Längsrand zwischen den Strömungsstrahlen
abströmen. Da die über den Strömungskörper hinwegstreichenden Strömungsstrahlen auch
im Bereich der Materialränder vorhanden sind, verhindern sie ein Abströmen des Mediums
aus dem zwischen Materialbahn und Strömungskörper gebildeten Polster quer zu den Materialbahnrändern.
Dieses Strömungsverhalten schließt ein Randflattern der Materialbahn aus, das infolge
einer in Längsachse des Strömungskörpers bei herkömmlichen nach dem Luftkissenprinzip
arbeitenden Vorrichtungen leicht auftritt. Selbst bei großem Abstand der Materialbahn
vom Strömungskörper bis zum Materialbahnrand ergibt sich bei einem Betrieb mit erwärmter
Blasluft wegen dieser Überströmung der Strömungskörper ein besserer Wärmeübergangswert
zwischen dem Strömungsmedium und der Materialbahn, verbunden mit einer gleichmäßig
verteilten Erwärmung der Materialbahn, im Vergleich zu herkömmlichen, nach dem Luftkissenprinzip
arbeitenden Vorrichtungen, weil bei großer überströmter Fläche die Strömungsverhältnisse
über die Länge des Strömungskörpers gleich sind.
[0010] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich Volumen und Druck den unterschiedlichen
Aufgaben zum schwebenden Führen und gegebenenfalls Wärmebehandeln von Materialbahnen
extrem weit anpassen.
[0011] Die Erfindung mit ihren Vorteilen der Wandlung vom Tragkraftverhalten auf das Luftkissenverhalten
läßt sich sowohl bei mit großem Volumen arbeitenden umluftbetriebenen Vorrichtungen
zum schwebenden Führen von Materialbahnen, bei denen der Querschnitt der Düsen bei
etwa 2 % bezogen auf die beaufschlagte Materialbahnoberfläche liegt, als auch bei
mit geringem Luftvolumen arbeitenden Vorrichtungen zum schwebenden Führen von Materialbahnen
verwirklichen, bei denen der Querschnitt der Düsen bei etwa 2 o/oo bezogen auf die
beaufschlagte Materialbahnoberfläche liegt. Sofern es nicht auch noch auf die Wärmebehandlung
der Materialbahn mit Blasluft ankommt, sondern nur auf die schwebende Bahnführung
ist es sogar möglich, mit dem Querschnitt der Düsen bis auf etwa 0,1 o/oo herunterzugehen.
Die erfindungsgemäße Lehre ermöglicht diese starke Herabsetzung des Düsenquerschnittes
allerdings bei erhöhtem Druck des Blasmediums ohne Beeinträchtigung der Schwebeeigenschaften
und damit ein geringeres Luftvolumen, was sich vorrichtungstechnisch insofern günstig
auswirkt, als nicht mehr die großvolumigen herkömmlichen Umlufttrockner benötigt werden.
[0012] Während bei Umlufttrocknern die aus den Düsen austretende Blasluft nicht nur die
Aufgabe hat, die Warenbahn schwebend zu führen sondern auch zu trocknen und die beim
Trocknen flüchtig werdenden Stoffe aufzunehmen, kann bei einer Vorrichtung der erfindungsgemäßen
Art die Funktion des Schwebens und die der Trocknung getrennt werden. In diesem Fall
dient die erfindungsgemäße Vorrichtung nur der schwebenden Führung, während die Trocknung
durch zusätzliche Elemente, zum beispiel Infrarotstrahler erfolgt, die zwischen den
einzelnen Vorrichtungen angeordnet sind. Die Infrarotstrahler können als Hell- oder
Dunkelstrahler ausgebildet sein. Als Dunkelstrahler können die Strömungskörper verwendet
werden, die dann als Hohlkörper ausgebildet und von einem Heizmedium durchströmt sind.
[0013] Wegen des mit hoher Strömungsgeschwindigkeit aus den Düsen austretenden geringen
Volumens der Blasstrahlen läßt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung bei einem Trockner
auch als sperrende Schleuse am Einlaßschlitz für die Materialbahn einsetzen. In diesem
Fall wird die Vorrichtung mit hocherhitzter Blasluft betrieben. Durch Vermischung
mit der über den Einlaßschlitz einströmenden Kaltluft wird diese auf eine Temperatur
aufgeheizt, bei der es nicht mehr bei Vermischung mit der lösungsmittelhaltigen Trockneratmosphäre
zu schädlichen Kondensationen kommen kann.
[0014] Die erfindungsgemäßen Vorrichtungen lassen sich nicht nur mit Blasluft, sondern auch
mit einem flüssigen Medium betreiben. Ein Einsatzgebiet sind Beizbäder für Metallbänder.
Der Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung bringt in einem solchen Fall eine erhebliche
Einsparung des Badvolumens, da die Intensität der Flüssigkeitsstrahlen bei Einsatz
von Hochdruckpumpen die Beizwirkung verbessert. Durch den Einsatz von Hochdruckpumpen
ist auch die Voraussetzung für kleine, zu den Düsen führende Leitungen geschaffen.
Der Bauaufwand wird dadurch erheblich vermindert. Die Strömungskörper können als Kanäle
ausgebildet sein und das Heizmedium für eine gleichmäßige Erwärmung des Bades führen.
Bei zentral erwärmter Beize kann die Beize in die Strömungskörper eingeleitet und
den in deren Wandung ausgebildeten Düsen zugeführt werden. Oberflächenfehler an dünnen
und empfindlichen Bändern, die sonst durch Fehler in der Walzenoberfläche hervorgerufen
werden, entfallen.
[0015] Die Strahlachse des Strömungsstrahls einer jeden Düse kann zur gekrümmten Oberfläche
des Strömungskörpers eine Sekante, Tangente oder Passante bilden. Wichtig ist bei
hohem Druck und kleinem Volumen, daß der Strömungsstrahl unter Berücksichtigung seines
Divergenzwinkels und des Abstandes der Düse von der gekrümmten Oberfläche bei fehlender
Materialbahn mit wenigstens einem Drittel seines Umfangs die Oberfläche des Strömungskörpers
anströmt. Durch den Bernoulli-Effekt beeinflussen der Strömungskörper und die Materialbahn
wechselseitig die Blasstrahlen. Bei umluftbetriebenem Trockner und unempfindlicher
Materialbahn können die Blasstrahlen mehr auf die Materialbahn gerichtet sein, wodurch
der Wärmeübergang verbessert wird. Statt des Coanda-Effekts ist es dann die Materialbahn,
die die Blasstrahlen zum Strömungskörper drückt und sie zu Wandstrahlen werden läßt.
Der Abstand der Düsen von der angeströmten Oberfläche des Strömungskörpers sollte
etwa 1/10 der der Materialbahn zugekehrten Oberfläche des Strömungskörpers 2 in Strömungsrichtung
betragen.
[0016] Eine gegenseitige Behinderung benachbarter Strömungsstrahlen wird nach einer weiteren
Ausgestaltung der Erfindung jedenfalls dann mit Sicherheit ausgeschlossen, wenn die
auf eine Mittelebene der Materialbahnführung projizierten Verbindungslinien zwischen
den zugewandten Randbereiche der gegenüberliegenden Düsen einen Winkel zwischen 5°
und 20°, insbesondere 10° bis 12°, einschließen.
[0017] Die konvex gekrümmte Oberfläche des Strömungskörpers kann unterschiedliche Formen
haben. Als zweckmäßig haben sich d
_e Form eines flachen Ellipsenbogens, eines flachen Korbbogens oder eines flachen Polygons
erwiesen. Optimale Ergebnisse lassen sich mit Ellipsenbogen einer Ellipse mit dem
Achsverhältnis 1:4 für Hochdruckblasluft (über 50 mbar) und 1:3 für Umluftblasdruck
(unter 30 mbar) erzielen.
[0018] Bei mehreren in Materialbahnlaufrichtung hintereinander angeordneten Strömungskörpern
ist es zweckmäßig, entweder zwischen zwei benachbarten Strömungskörpern einen gemeinsamen
Zufuhrkanal für das Strömungsmedium für die den beiden Strömungskörpern zugeordneten
Düsen vorzusehen oder die Strömungskörper als Zufuhrkanäle auszubilden, die die Düsen
tragen, die den benachbarten Strömungskörpern zugeordnet sind. Der Abstand der hintereinander
angeordneten Ellipsenbogen beträgt vorzugsweise 50 bis 80 von Hundert der großen Ellipsenachse.
[0019] Bei mehreren hintereinander angeordneten Strömungskörpern sollte der Abstand der
hintereinander angeordneten Ellipsenbogen 50 bis 80 % der großen Ellipsenachse betragen,
wenn zwischen den Strömungskörpern besondere Kanäle für das Strömungsmittel angeordnet
sind, aber nur etwa 10 %, wenn die Strömungskörper selbst Kanäle für das Strömungsmedium,
z.B. der Umluft bilden.
[0020] Um die Abströmverhältnisse festzulegen, ist nach einer weiteren Ausgestaltung vorgesehen,
daß zwischen den Blasluftdüsen und den Strömungskörpern auf der der Materialbahn abgewandten
Seite ein Abströmkanal angeordnet ist. Der Abströmkanal kann in einen Sammelkanal
münden, der von einem Strömungskörper gebildet ist.
[0021] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen
zeigen:
Fig.1 eine Vorrichtung zum schwebenden Führen von Materialbahnen im Querschnitt in
Laufrichtung der Materialbahn bei großem Materialbahnabstand,
Fig.2 die Vorrichtung gem. Fig.1 in Aufsicht,
Fig.3 die Vorrichtung gem. Fig.1 im Querschnitt in Materialbahnlaufrichtung bei kleinem
Materialbahnabstand,
Fig.4 die Vorrichtung gem. Fig.3 in Aufsicht,
Fig.5 eine weitere Vorrichtung zum schwebenden Führen von Materialbahnen im Querschnitt
in Materialbahnlaufrichtung,
Fig.6 ein Düsenrohr mit im Querschnitt kleinen Runddüsen in Ansicht,
Fig.7 einen Blaskasten mit im Querschnitt großen, länglichen Düsen in Ansicht,
Fig.8 einen Ausschnitt mehrerer oberhalb und unterhall einer Warenbahn angeordneter
Vorrichtungen zum schwebenden Fähren von Warenbahnen im Querschnitt in Materialbahnlaufrichtung,
Fig.9 einen Ausschnitt mehrerer oberhalb und unterhait einer Warenbahn angeordneter
Vorrichtungen zum schwebenden Führen von Warenbahnen im Querschnitt in Materialbahnlaufrichtung
in einer zur Fig.8 anderen Ausführung und
Fig.10 ein Diagramm des Tragkraftverhaltens verschiedener Vorrichtungen zum schwebenden
Führen von Materialbahnen.
[0022] Die in den Figuren 1 bis 4 dargestellte Vorrichtung zum schwebenden Führen einer
Materialbahn 1 besteht aus einem Strömungskörper 2, der im Querschnitt die Form einer
flachen Strömungskörpers 2 angeordneten Düsenrohren 3a,3b, über die Blasluft zu im
Querschnitt kleinen Düsen 4a,4b zuführbar ist. Die Düsen 4a,4b sind in dem Rohr 3a,3b
ausgebildet und in Reihe mit gleichen gegenseitigen Abständen angeordnet, wie in Fig.6
oder 7 dargestellt. Ihr Abstand von den Strömungskörpern 2 beträgt etwa 1/10 der Wegstrecke
für die Strömung über den Strömungskörper 2, die wegen der Krümmung des Strömungskörpers
2 etwas größer als dessen Breite ist. Die Düsen 4a,4b der beiden Düsenreihen sind
in Richtung der Längsachse des Strömungskörpers 2 um eine halbe Teilung (Abstand zweier
benachbarter Düsen 4a,4b) gegeneinander versetzt. Der gegenseitige Abstand der Düsen
4a,4b und der Abstand der gegenüberliegenden Düsenreihen ist so gewählt, daß die auf
eine Mittelebene der Materialbahnführung projizierten Verbindungslinien 5a,5b zwischen
den zugewandten Rändern der gegenüberliegenden Düsen einen Winkel V einschließen,
der 5° bis 20° beträgt. Die aus den Düsen 4a,4b austretenden Freistrahlen 6a,6b strömen
die gekrümmte Oberfläche der Strömungskörper 2 flach an. Die zentrale Strömungsachse
7a,7b bildet zur gekrümmten Oberfläche entweder eine Sekante, eine Tangente oder,
wie im Ausführungsbeispiel dargestellt, eine Passante. Dabei sollte der Freistrahl
6a,6b mit wenigstens einem Drittel seines Umfangs die Oberfläche des Strömungskörpers
2 anströmen.
[0023] Wie die Figuren 1 und 2 für einen großen Abstand der Materialbahn 1 von der Oberfläche
des Strömungskörpers 2 zeigen, werden die aus den Düsen 4a,4b als Freistrahlen austretenden
Blasluftstrahlen nach Auftreffen auf den Strömungskörper 2 aufgrund des dann wirksamen
Coandaeffektes zu Wandstrahlen 8a,8b, die über die gekrümmte Oberfläche des Strömungskörpers
2 ungestört hinwegströmen, denn die divergierenden Wandstrahlen bleiben innerhalb
des jeweiligen, durch den Winkel 1" eingegrenzten Strömungsfeldes. Das bedeutet, daß
die in entgegengesetzter Richtung über die Oberfläche strömenden Blasluftstrahlen
sich auch nicht mit ihren Randstrahlen störend tangieren.
[0024] Da die Materialbahn 1 einen großen Abstand von der gekrümmten Oberfläche des Strömungskörpers
2 hat, werden die Blasluftstrahlen in der Höhe nicht eingeengt. Die mit hoher Strömungsgeschwindigkeit
über die gekrümmte Oberfläche strömenden Blasluftstrahlen üben auf die Materialbahn
1 durch den Bernoulli-Effekt eine anziehende Wirkung aus. Das hat zur Folge, daß der
Strömungskanal zwischen der gekrümmten Oberfläche und der Materialbahn enger wird.
Die divergierenden Blasluftstrahlen werden deshalb von der Materialbahn 1 flachgedrückt.
Damit wird aber ihr Divergenzwinkel größer und die entgegengerichteten
Blasstrahlen treffen mehr und mehr aufeinander, und es kommt zu einem Stau von Blasluft
auf der Oberfläche des Strömungskörpers zwischen seinen Längsrändern, wie in den Figuren
3 und 4 dargestellt. Aus der nach dem Tragflächenprinzip arbeitenden Vorrichtung ist
also eine nach dem Luftkissenprinzip arbeitende Vorrichtung geworden. Der in dem Luftkissen
bzw. Luftpolster herrschende Überdruck sorgt für eine Strömungsumkehr. Die Blasluft
strömt dann quer zur Längsachse des Strömungskörpers 2 jeweils zwischen den benachbarten
Blasstrahlen derselben Düsenreihe über die Längsränder ab.
[0025] Beim Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung kommt die Materialbahn 1 in einen
solchen Abstand von dem Strömungskörper 2 zur stabilen Lage, bei dem Gewicht und Gegendruck
der Materialbahn 1 durch die Tragkraft der Vorrichtung kompensiert werden. Dünne und
leichte Materialbahnen benötigen praktisch kein Luftpolster und können deshalb ohne
Wellenlinie geführt werden. Dadurch wird es möglich, auch auf beiden Seiten der Materialbahn
gegenüberliegend Strömungskörper anzuordnen.
[0026] In Figur 10 sind für verschiedene Vorrichtungen zum schwebenden Führen von Materialbahnen
charakteristische Kurven für die Tragkraft über den Abstand der Materialbahn von der
Oberfläche des Strömungskörpers dargestellt. Um einen wahren Vergleich der verschiedenen
Vorrichtungen zu erhalten, sind sowohl für die Abszisse dimensionslose Abstandswerte
als auch für die Ordinate dimenionslose Tragkraftwerte gewählt. Der dimensionslose
Abstand ist das Verhältnis zwischen absolutem Abstand zur Ausdehnung des Strömungskörpers
in Materialbahnlaufrichtung. Die dimensionslose Tragkraft ist das Verhältnis zwischen
absoluter Tragkraft zum Produkt aus dem dynamischen Anfangsdruck und dem Querschnitt
der Düsen unter Berücksichtigung der Kontraktion.
[0027] Die Kurve 13 stellt das Tragkraftverhalten einer herkömmlichen, nach dem Tragflächenprinzip
arbeitenden Vorrichtung zum schwebenden Führen von Materialbahnen dar, während die
Kurve 12 das Tragkraftverhalten einer nach dem Luftkisscnprinzip arbeitenden Vorrichtung
zum schwebenden Führen von Warenbahnen darstellt.
[0028] Nachteilig bei der erstgenannten Vorrichtung ist, daß selbst bei sehr kleinem Abstand
die Tragkraft nicht besonders groß ist. Es besteht deshalb die Gefahr, daß die Materialbahn
den Strömungskörper berührt. Bei einer solchen Vorrichtung wird zwar der angestrebte
Nullwert für die Tragkraft erreicht, doch in diesem Fall bei geringer Kurvensteilheit
und nur durch die Addition von hintereinanderliegenden Über- und Unterdruckzonen.
Das bedeutet, daß bei solchen Vorrichtungen eine Neigung zum Randflattern der Materialbahn
besteht.
[0029] Bei der zweitgenannten Vorrichtung zum schwebenden Führen von Materialbahnen erhält
man bei kleinem Materialbahnabstand zwar eine wesentlich größere Tragkraft als mit
der erstgenannten Vorrichtung, doch hat die Kurve eine geringere Steilheit, und es
wird nicht der Nullwert für die Tragkraft erreicht. Das bedeutet eine instabile Führung
und Randflattern der Materialbahn.
[0030] Die Kurve 10 stellt das Tragverhalten einer Vorrichtung mit Freistrahlen dar gemäß
einem prioritätsgleichen Patent, das sich von der erfindungsgemäßen Vorrichtung darin
unterscheidet, daß die gegenüberliegenden, demselben Strömungskörper zugeordneten
Düsen nicht gegeneinander um eine halbe Teilung versetzt sind. Bei dieser Vorrichtung
erreicht die Tragkraft wie die erstgenannte Vorrichtung den Nullwert, sie liegt aber
insgesamt auf einem höheren Niveau. Das bedeutet, daß diese Vorrichtung gegenüber
den beiden bekannten Vorrichtungen ein verbessertes Tragkraftverhalten hat.
[0031] Im Vergleich zum Tragverhalten dieser bekannten Vorrichtungen, aber auch zu der des
anderen Patentes zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung durch ein überlegenes
Tragverhalten aus. Die Kurve 9 stellt das Tragkraftverhalten der Vorrichtung gemäß
dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 4 mit den Düsen kleinen Querschnitts gemäß
Figur 6 dar. Bei kleinem Materialbahnabstand ist die Tragkraft der erfindungsgemäßen
Vorrichtung erheblich größer als die Tragkraft bei den nach dem Luftkissenprinzip
arbeitenden Vorrichtungen. Wegen der größeren Steilheit der Kurve bei Erreichen des
Nullwertes der Tragkraft ist die schwebende Führung wesentlich stabiler. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung ermöglicht deshalb ein wellenlinien- und flatterfreies Schweben von Materialbahnen,
unabhängig von der Zugspannung in Materialbahnlängsrichtung.
[0032] Mit einer Vergrößerung des Querschnittes der Düsen ändert sich auch das Tragkraftverhalten.
Die Kurve 11 stellt das Tragkraftverhalten einer umluftbetriebenen Vorrichtung gemäß
Figur 5 mit Düsen gemäß Figur 7 dar. Der Verlauf dieser Kurve 11 entspricht im Prinzip
dem Verlauf der Kurve 9, allerdings bei größerem Bahnabstand. Nach wie vor ist aber
das Tragkraftverhalten einer solchen Vorrichtung im Vergleich zu herkömmlichen Vorrichtungen
wegen der größeren Anfangstragkraft und des Abfalls der Tragkraft bis auf Null überlegen.
Der Bahnabstand entspricht dem herkömmlicher Vorrichtungen.
[0033] Während beim Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 4 der Strömungskörper 2 als ein
von einem Heiz- oder Kühlmedium durchströmtes Rohr ausgebildet sein kann, um die aus
den Düsen austretende Blasluft zu erwärmen, ist eine solche Erwärmung beim Ausführungsbeispiel
der Figur 5 nicht nötig, das mit Umluft betrieben werden kann. Beim Ausführungsbeispiel
der Figur 5 hat die der Materialbahn 1 zugekehrte Oberfläche des Strömungskörpers
2 etwa die gleiche Form wie der im Querschnitt flachelliptische Strömungskörper 2
des Ausführungsbeispiels der Figuren 1 bis 4. Anstelle der in einem Rohr 3 ausgebildeten
Düsen 4 mit rundem, verhältnismäßig kleinen Querschnitt sind in Kästen 3 für die Zufuhr
von Blasluft Düsen 4 mit ovalem, wesentlich größerem Querschnitt ausgebildet, wie
in Fig.7 dargestellt. Während die Düsen 4 mit kleinem Querschnitt der Fig. 6 mit geringem
Luftvolumen, dafür aber höherem Druck betrieben werden, werden die Düsen 4 mit großem
Querschnitt der Fig. 7 mit großem Luftvolumen, aber geringem Druck betrieben. Letztere
eignen sich für den Einsatz in einem Umlufttrockner, während die erstgenannten Düsen
sich für den Einsatz zum schwebenden Führen von Warenbahnen vor allem dann eignen,
wenn die Wärmeübertragung durch die Luft zweitranging ist.
[0034] Der Strömungskörper 2 beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 ist als kastenförmiger
Kanal ausgebildet und weist in seinen Seitenwänden ein Gitter 15a,15b auf, über das
die zwischen den Freistrahlen 6a,6b eingeströmte verbrauchte Blasluft abströmen kann.
[0035] Das Wirkungsprinzip der Vorrichtung gemäß Fig. 5 ist gleich dem der Figuren 1 bis
4. Der einzige Unterschied besteht, wie ausgeführt, darin, daß die Düsen 4 den in
Fig. 7 dargestellten anderen und größeren Querschnitt haben. Das Tragverhalten einer
Vorrichtung gemäß Figur 5 kommt in der Kurve 11 der Figur 10 zum Ausdruck. Für diese
Vorrichtung gelten also im wesentlichen die gleichen Aussagen wie für die Vorrichtung
mit dem Tragverhalten gemäß der Kurve 9.
[0036] Die Ausführungsbeispiele der Figuren 8 und 9 zeigen mögliche Anordnungen von Vorrichtungen
zur schwebenden Führung von Materialbahnen ober- und unterhalb der Materialbahn. Die
Vorrichtung gemäß Figur 8 ist aus Vorrichtungen gemäß dem Ausführungsbeispiel der
Figur 5 aufgebaut, während die Vorrichtung gemäß Figur 9 aus flachelliptischen Hohlkörpern
ausgebildet ist, die die Strömungskörper bilden und gleichzeitig Zufuhrkanäle für
Blasluft zu den an ihren Längsrändern ausgebildeten Düsen. Bei diesem Ausführungsbeispiel
sind die Düsen derart angeordnet, daß die Freistrahlen sich in der Darstellung der
Projektion in der Längsachse der Strömungskörper, nicht aber in Wirklichkeit kreuzen.
[0037] Die Anordnung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen gemäß dem Ausführungsbeispiel der
Figur 8 eignet sich besonders für Luft- und Flüssigkeitskalander. Wegen des harten
Polsters auf den Strömungskörpern, der engen Anordnung und der konvexen Form der Strömungskörper
lassen sich die Strömungskörper und die trapezförmigen Luft- bzw. Flüssigkeitskanäle
3 beiderseits der Materialbahn auf einen Abstand Null zu der zwischen ihnen liegenden
Mittelebene oder darüber hinaus sogar etwas ineinander verzahnt anordnen, so daß die
Materialbahn in kurzen Wellen mit großen Amplituden geführt wird. Hierdurch werden
Beulen und Längsfalten infolge ungleicher Feuchte, Materialstruktur oder Dehnung schon
im Trocknungsprozeß vermieden, so daß oft ein nachfolgender Walzenkalender für die
Glättung entfallen kann.
[0038] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 9 sind die Strömungskörper noch näher aneinandergerückt
und bilden gleichzeitig die Zufuhrkanäle für die Blasluft zu den Düsen 4a,4b. Diese
Anordnung eignet sich vor allem zum Betreiben mit Preßluft, gespanntem Dampf oder
Flüssigkeiten unter Druck. Diese Ausbildung führt jedoch zu keiner Beschränkung. Für
den Einsatz bei Umluftbetrieb (großes Volumen) kann das Volumen der Strömungskörper
durch Vergrößerung auf der der Materialbahn abgekehrten Seite vergrößert werden. Die
enge Verteilung der Düsen und damit der Blasstrahlen bewirkt dann einen gegenüber
bisherigen Umlufttrocknern nicht nur im Schwebeverhalten, sondern auch in der Wärmeübertragung
großen Fortschritt.
1. Vorrichtung zum schwebenden Führen von Materialbahnen, bestehend aus einem länglichen
quer zur Laufrichtung der Materialbahn angeordneten Strömungskörper mit auf der Materialbahnseite
konvex gekrümmter Oberfläche und an beiden Längsrändern des Strömungskörpers in Reihe
angeordneten Düsen, mit denen zwischen die konvex gekrümmte Oberfläche des Strömungskörpers
und die Materialbahn ein gasförmiges oder flüssiges Medium einblasbar ist, wobei die
dem einen Längsrand zugeordneten Düsen gegenüber den dem anderen Längsrand zugeordneten
Düsen in Richtung der Längsachse des Strömungskörpers um etwa eine halbe Teilung (Abstand
benachbarter Düsen) versetzt sind,
dadurch gekennzeichnet , daß die Düsen (4,4a,4b) als mit Abstand von dem Strömungskörper
(2) angeordnete Freistrahldüsen ausgebildet sind, die unter spitzem Winkel zur Materialbahn
flach in den Zwickel zwischen der Materialbahn und dem Strömungskörper (2) derart
gerichtet Sind, daß die benachbarten Randbereiche der aus gegenüberliegenden Düsen
austretenden divergierenden Strömungsstrahlen (6a,6b) bei fehlender MateriaLbahn (1)
im wesentlichen ohne gegenseitige Behinderung aneinander vorbeiströmen und mit kleiner
werdendem Abstand der Aaterialbahn von der Oberfläche des Strömungskörpers (2) mehr
und mehr aufeinandertreffen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß die Strahlachse (7a,7b) des Strömungsstrahls (6a,6b)
einer jeden Düse (4, 4a, 4b) eine Sekante, Tangente oder Passante zur gekrümmten Oberfläche
des Strömungskörpers (2) bildet und daß der Abstand der Düse (4, 4a, 4b) von der Oberfläche
des Strömungskörpers (2) unter Berücksichtigung des Divergenzwinkels des zugehörigen
Strömungsstrahls derart bemessen ist, daß bei fehlender Materialbahn (1) der Strömungsstrahl
(6a,6b) mit wenigstens einem Drittel seines Umfangs die Oberfläche des Strömungskörpers
(2) anströmt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet , daß der Abstand der Düsen (4, 4a, 4b) von der angeströmten
Oberfläche des Strömungskörpers (2) etwa 1/10, insbesondere 1/5 der Länge der der
Materialbahn zugekehrten Oberfläche des Strömungskörpers (2) in Strömungsrichtung
beträgt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet , daß.die auf eine Mittelebene der Materialbahnführung projizierten
Verbindungslinien (5a,5b) zwischen den zugewandten Randbereichen der gegenüberliegenden
Düsen einen Winkel je zwischen 5° und 20°, insbesondere zwischen 10° und 12° einschließen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß die
konvex gekrümmte Oberfläche des Strömungskörpers (2) im Querschnitt die Form eines
flachen Ellipsenbogens, eines flachen Korbbogens oder eines flachen Polygons hat.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehreren
in Materialbahnlaufrichtung hintereinander angeordneten Strömungskörpern (2) zwischen
zwei benachbarten Strömungskörpern (2) ein gemeinsamer Zufuhrkanal (3) für das gasförmige
oder flüssige Medium für die den beiden Strömungskörpern (2) zugeordneten Düsen (4a,4b)
vorgesehen ist (Figur 8).
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet , daß bei mehreren in Materialbahnlaufrichtung hintereinander
angeordneten Strömungskörpern (2) die Strömungskörper (2) als Zufuhrkanäle für das
gasförmige oder flüssige Medium ausgebildet sind und in ihrer Wandung die Düsen (4a,4b)
ausgebildet sind, die den benachbarten Strömungskörpern (2) zugeordnet sind (Figur
9).
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet , daß zwischen den Düsen (4a,4b) und dem Strömungskörper (2)
auf der der Materialbahn (1) abgewandten Seite ein Abströmkanal (16a,16b) vorgesehen
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet , daß der Abströmkanal (16a,16b) in einen Sammelkanal (17)
mündet, der von dem Strömungskörper (2) gebildet ist.