[0001] Die Erfindung betrifft ein Treibspiegelgeschoss mit einem Treibspiegelheck, an dem
eine Befestigungshülse über eine Sollbruchstelle befestigt ist, die durch Schlitze
in Segmente unterteilt ist, mit einem Geschosskern, der einen zylindrischen Mittelteil,
eine kegelförmige Spitze und einen konischen Heckteil aufweist, und mit seinem hinteren
Teil in die Befestigungshülse des Treibspiegelhecks hineinragt,und mit einem Treibspiegelmantel,
der am Treibspiegelheck verankert ist, die Befestigungshülse umgibt und durch Schlitze
in Segmente unterteilt ist.
[0002] Bei einem bekannten Treibspiegelgeschoss dieser Art (siehe CH-A-536 481) weist der
Geschosskörper an seinem hinteren in die Befestigungshülse hineinragenden Teil eine
Umfangsnut auf und an der Innenseite der Befestigungshülse sind radial nach innen
gerichtete, in die Umfangsnut hineinragende Nocken angeordnet, welche mit der Befestigungshülse
aus einem Stück sind.
[0003] Nachteilig an diesem bekannten Treibspiegelgeschoss ist die Umfangsnut im Geschosskörper
oder Geschosskern, die den Luftwiderstand in unerwünschter Weise vergrössert.
[0004] Bei einem anderen bekannten Treibspiegelgeschoss dieser Art (siehe GB-A-576 217)
besteht der Treibspiegel aus zwei Teilen, welche miteinander über eine Sollbruchstelle
verbunden sind, wobei sich diese beiden Teile beim Abschuss des Geschosses unter der
Wirkung der Trägheitskräfte relativ zueinander verschieben lassen. Der Geschosskörper
stützt sich auf den hinteren Teil des Treibspiegels ab und der vordere Teil des Treibspiegels
liegt an der Spitze des Geschosskörpers an und besteht aus Segmenten, die beim Austritt
des Treibspiegels aus der Waffenrohrmündung zerfallen und den Geschosskern freigeben.
[0005] Nachteilig an diesem anderen bekannten Treibspiegelgeschoss ist, dass das Treibspiegelheck
entweder zweiteilig sein muss, damit sich der Geschosskern im Treibspiegelheck befestigen
lässt, oder dass der Treibspiegelmantel zur Befestigung des Geschosskernes am Treibspiegelheck
mit verwendet werden muss.
[0006] Die Aufgabe, welche durch die Erfindung gelöst werden soll, besteht in der Schaffung
eines Treibspiegelgeschosses, bei dem der Geschosskern im Treibspiegelheck unabhängig
vom Treibspiegelmantel befestigt ist, ohne dass im Geschosskern Umfangsnuten zur Befestigung
des Geschosskernes im Treibspiegelheck erforderlich sind, und ohne dass der Treibspiegelmantel
zur Befestigung des Geschosskernes im Treibspiegelheck etwas beiträgt.
[0007] Erfindungsgemäss ist diese Aufgabe dadurch gelöst, dass sich die Befestigungshülse
des Treibspiegelheckes bis an die kegelförmige Spitze des Geschosskernes erstreckt
und an dieser kegelförmigen Spitze anliegt, um ein Herausfallen des Geschosskernes
aus dem Treibspiegelheck zu verhindern.
[0008] Diese Art der Befestigung des Geschosskernes am Treibspiegelheck hat den Vorteil,
dass das Treibspiegelheck direkt den Geschosskern festhält ohne Hilfe des Treibspiegelmantels,
wodurch für diesen Mantel relativ leichtes Material verwendet werden kann.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Treibspiegelgeschosses ist im folgenden
anhand der beigefügten Zeichnung ausführlich beschrieben. Die einzige Figur der Zeichnung
zeigt einen Längsschnitt durch das erfindungsgemässe Treibspiegelgeschoss.
[0010] Dieses Treibspiegelgeschoss 10 besitzt einen Geschosskern 11, der vorzugsweise aus
Schwermetall hergestellt wird. Dieser Geschosskern 11 weist ein konisches Heckteil
12 und eine kegelförmige Spitze 13 auf. Der konische Heckteil 12 und die kegelförmige
Spitze 13 bestehen aus einem Stück mit einem zylindrischen Mittelteil 14. Der Geschosskern
11 steckt in einem ringförmigen Treibspiegelheck 15, das vorzugsweise aus Leichtmetall,
insbesondere Aluminium, hergestellt wird. Das Treibspiegelheck 15 weist aussen verschiedene
Umfangsnuten auf. Eine erste Umfangsnut 16 dient im wesentlichen zur Verankerung einer
nicht dargestellten Patronenhülse, welche mit einer Treibladung gefüllt ist. Eine
zweite Umfangsnut 17 dient im wesentlichen zur Verankerung eines Treibspiegelmantels
18, der vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt ist. Der hülsenförmige Treibspiegelmantel
18 besteht aus mehreren Segmenten, welche durch dünne Stege 19 miteinander verbunden
sind. Beim Austritt des Treibspiegelgeschosses 10 zerfällt der Teibspiegelmantel 18
unter der Wirkung des Dralles, wobei sich die einzelnen Segmente entlang der Stege
19 voneinander trennen. Der Treibspiegelmantel 18 besitzt an seinem hinteren Ende
ein Führungsband 20, das in die erwähnte Umfangsnut 17 des Treibspiegelheckes 15 hineinragt
und zur Abdichtung gegenüber den Treibladungsgasen sowie zur Verankerung des Treibspiegelmantels
18 am Treibspiegelheck 15 dient. Am vorderen Ende des Treibspiegelmantels 18 ist eine
Schutzhaube 21 befestigt, die vorzugsweise aus Kunststoff besteht und mit einem Wulst
22 in einer Umfangsnut 23 des Treibspiegelmantels 18 verankert ist. Das Treibspiegelheck
15 weist eine Befestigungshülse 24 auf, welche am zylindrischen Mittelteil 14 und
teilweise an der kegelförmigen Spitze 13 des Geschosskernes 11 anliegt. Die Befestigungshülse
24 wird durch eine Anzahl Schlitze 25 in Segmente unterteilt, die über eine Sollbruchstelle
26 am Treibspiegelheckteil 15 befestigt sind. Diese Sollbruchstelle 26 wird durch
eine innere Umfangsnut 27 gebildet, die so tief ist, dass beim Abschuss des Treibspiegelgeschosses
10 unter der Wirkung des Dralles die einzelnen Segmente der Befestigungshülse 24 abbrechen.
[0011] Am vorderen Ende weist die Befestigungshülse 24 einen Ring 28 auf, der im Treibspiegelmantel
18 verankert ist. Dieser Ring 18 ist durch die erwähnten Schlitze 25 ebenfalls in
einzelne Segmente unterteilt. Zum Einsetzen des Geschosskernes 11 in das Treibspiegelheck
15 und in die Befestigungshülse 24 können die einzelnen Segmente der Befestigungshülse
24 soweit radial aufgebogen werden, dass sich der Geschosskern 11 von vorne in die
Befestigungshülse 24 einschieben lässt.
Bezugsziffernliste
[0012]
10 Treibspiegelgeschoss
11 Geschosskern
12 konischer Heckteil
13 kegelförmige Spitze
14 zylindrischer Mittelteil
15 Treibspiegelheck
16 erste Umfangsnut
17 zweite Umfangsnut
18 Treibspiegelmantel
19 Steg
20 Führungsband
21 ballistische Haube
22 Wulst
23 Umfangsnut
24 Befestigungshülse
25 Schlitze
26 Sollbruchstelle
27 innere Umfangsnut
28 Ring
Treibspiegelgeschoss (10) mit einem Treibspiegelheck (15), an dem eine Befestigungshülse
(24) über eine Sollbruchstelle (26) befestigt ist, die durch Schlitze (25) in Segmente
unterteilt ist, mit einem Geschosskern (11), der einen zylindrischen Mittelteil (14),
eine kegelförmige Spitze (13) und einen Heckteil (12) aufweist und mit seinem hinteren
Teil in die Befestigungshülse (24) des Treibspiegelhecks (15) hineinragt und mit einem
Treibspiegelmantel (18), der am Treibspiegelheck (15) verankert ist, die Befestigungshülse
(24) umgibt und durch Schlitze (25) in Segmente unterteilt ist, dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Befestigungshülse (24) des Treibspiegelhecks (15) bis an die kegelförmige
Spitze (13) des Geschosskernes (11) erstreckt und an dieser kegelförmigen Spitze (13)
anliegt, um ein Herausfallen des Geschosskernes (11) an dem Treibspiegelheck (15)
zu verhindern.