Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf das Bauwesen und betrifft insbesondere ein Fundament
eines quer zu einem Hohlweg errichteten, am Hang angeordneten Gebäudes bzw. Bauwerks.
[0002] Das effektivste Awaendungsgebiet der vorliegenden Erfindung ist die Bebauung von
unbenutzten oder beschränkt nutzbaren, durch Hohlwege oder flache Niederungen gestörten
Geländen.
[0003] Die Massive dieser Hänge bestehen aus Bodenschichtungen mit unterschiedlichen physikalisch-mechanischen
Eigenschaften, die durch komplizierte ingenieur-geologische und hydrogeologische Verhältnisse
sowie durch Erdrutscherscheinungen gekennzeichnet sind. Die erwähnten Bedingungen
werden in seismisch aktiven Zonen, wo die Anwendung der vorliegenden Erfindung ebenfalls
ratsam ist, noch verstärkt.
[0004] Sämtliche zur Zeit angewendeten Verfahren zur Bebauung von durch Hohlwege oder flache
Niederungen gestörten Geländen zeichnen sich durch einen hohen Material aufwand, hohe
Kosten und einen hohen Arbeitsaufwand aus, weil die Konstruktionen der modernen Stütz-
und Erdrutschsicherungsanlagen, die zum jeweiligen Bebauungskomplex gehören, vorwiegend
zum Erhalten der zum Füllen des Hohlwegs verwendeten Schüttbodenmassen in ihrem Gleichgewichtszustand
oder zur Stabilisierung von Erdrutscherscheinungen dienen . und als Fundamente für
das Errichten von Gebäuden und Bauwerken praktisch nicht verwendet werden.
[0005] Dabei nimt der Mangel an Flachgeländen, wo das Bauland vor allem für die landwirtschaftlichen
Ziele sowie zur Erholungsgestaltung benötigt wird, stets zu.
Stand der Technik
[0006] Der Entwicklungstrend bei der Bebauung von durch Hohlwege oder flache Niederungen
gestörten Geländen zeigt, daß der Bau meistens unter Errichtung von massiven Stütz--
und Erdrutschsicherungsanlagen mit nachfolgendem Zuflachen schütten des Hohlwegs bzw
der / Niederung erfolgt.
[0007] Eine der meist verbreiteten Arten von Sicherungsanlagen stellen Stützwände dar. Sie
zeichnen sich durch vielfältige bauliche Ausführungen aus und werden aus verschiedenen
Werkstoffen errichtet. In den meisten Fällen dienen die Stützwände zu planierenden
Zwecken, d.h., die Stütz- wände halten relativ kleine Bodenmassen vor einem Abrutschen
zurück. Allerdings werden die Stützwände auch bei größeren Erdrutschdruckwerten angewendet.
Unter derartigen Anlagen, welche erhebliche horizontal wirkende Kräfte aufnehmen können,
kann die Konstruktion von Steinkistenstützwänden als eine der wirtschaftlichsten gelten.
[0008] Rationeller als die Stützwände ist eine Gitterkonstruktion, die aus vertikalen Stahlbeton-
und Stahlelementen besteht, die die Rutschböden durchsetzen und in stabilen Bodenschichten
verankert sind. Der zwischen diesen Elementen vorhandene Boden wirkt mit den Elementen
zusammen, wodurch eine Stützkonstruktion gebildet wird. Zu diesen Konstruktionen gehören
verschiedenartige Pfähle (Rammpfähle, Ortpfähle, vergossene Pfähle).
[0009] Sämtliche erwähnten Konstruktionen werden vorwiegend auf Biegung beansprucht. Sind
aber derartige Elemente nicht in der gesamten Erdrutschdicke, sondern lediglich im
Gebiet der Gleitebenenausbildung angeordnet, werden diese Konstruktionen vorwiegend
auf Scherung beansprucht.
[0010] In einigen Fällen kann sich eine Erdrutschsicherungskonstruktion in Gestalt von sogenannten
Anker- und Korsettanlagen als zweckmäßig erweisen. Hierbei wird auf die Böschungsoberfläche
eine Platte oder eine Gitterkonstruktion gelegt, die mit Hilfe von die Rutschbodenmasse
durchsetzenden Zugmitteln an feststehenden Bodenschichten befestigt wird.
[0011] Zum Schutz von Schüttungen und Einschnitten finden öfters Gegenpfeiler Anwendung,
oie sich entlang dem Hang erstrecken und in einem bestimmten Abstand voneinander quer
zum Hang angeordnet werden. Der zwischen den Gegenpfeilern vorhandene Boden bildet
Gewölbe, die dem Durchdrücken der Erdrutschmasse entgegenwirken. Die Gegenpfeiler
können aus Stein, Beton und Stahlbeton gefertigt sein.
[0012] Bekannt ist ferner eine·Erdrutschsicherungsanlage, die in Gestalt von Pfählen ausgeführt
ist, die durch ein gegen massive Pfeiler abgestütztes Gitterwerk miteinander starr
verbunden sind. Dank dieser Anlage werden das statische Arbeitsverhalten der Pfähle
beträchtlich verbessert und der Materialaufwand für die Pfähle verringert.
[0013] Bekannt ist die konstruktive Lösung einer Erdrutschsicherungsanlage, in der der aktive
Bodendruck und der Rutschbodendruck durch eine kombinierte Stützwand mit Stahlbetonbogenkonstruktionen
aufgenommen werden. Die Stützwand stellt ein steinernes Prisma aus kristallinen Gesteinen
dar, an dessen Außenhang in verschiedenen Höhen horizontale Stahlbetonbögen angeordnet
werden, die zur Aufnahme des auf die Wand wirkenden Überdrucks dienen. Die Bögen sind
gegen Stahlbetonfundamente abgestützt, die in h
albfelsigen oder felsigen Hohlwegwandböden ausgeführt sind. Ein Nachteil dieser technischen
Lösung ist ein erheblicher Materialaufwand bei hohen Selbstkosten, was dadurch bedingt
ist, daß die Stützwand den Erdrutschdruck nur auf Kosten der dabei stattfindenden
Reibung der Stützwand an den Grundgesteinen aufnimmt, weswegen die Stützwand notwendigerweise
einen bedeutenden Querschnitt haben muß. Zur Erhöhung der Tragfähigkeit der Stützwand
auf Schub muß ihre Außenböschung durch Stahlbetonbögen verstärkt sein. Außerdem ist
ein weiterer wesentlicher Nachteil der erwähnten Stützwandkonstruktion eine ungenügende
Bebauungseffektivität von durch Hohlwege gestörten Geländen, die dadurch bedingt ist,
daß beim Verwenden dieser Konstruktion nur das Zuschütten des Hohlwegs mit einem Boden
möglich ist, der keine Gründung für Gebäude und Bauwerke wegen hoher ungleichmäßiger
Setzung, durch die die Schüttböden naturgemäß gekennzeichnet sind, darstellen kan.
Ein beim Zuschütten eines Hohlwegs entstehendes Grundstück benutzt man nicht zum Errichten
von Gebäuden, sondern zum Anlegen von Sportplätzen, Parks u.ä., wobei aber die Einsatzmöglichkeit
einer derartigen Erdrutschsicherungsanlage als ein Fundament von Gebäuden und Bauwerken
ganz außer acht gelassen wird.
[0014] Bekannt sind Fundamente von quer zum Hohlweg errichteten, am Hang angeordneten Gebäuden
bzw. Bauwerken.
[0015] Derartige Fundamente bestehen in der Regel aus vertikalen Längs- und Querwänden.
Beim Errichten dieser Fundamente in' Hohlwegen kontaktiert die äußere Längswand, die
in Richtung zum höheren Hohlwegpunkt orientiert ist, mit dem Hohlwegschüttboden und
nimmt den horizontalen Druck der Schüttmasse auf oder aber sie hat keinen Kontakt
mit der Schüttmasse.
[0016] Im letzteren Fall werden zusätzlich Böschungssicherungsanlagen in Gestalt von Stützwänden
vor der Außenwand des Fundamentes errichtet, die in Hichtung zum höheren Hohlwegpunkt
orientiert ist.
[0017] In den beiden Fällen wirkt auf die Böden der Hohlwegwände eine geneigte Komponente
nicht nur des Gewichtes der den Hohlweg füllenden Schüttmasse, sondern auch eine geneigte
Komponente des Gewichtes des Fundamentes und des auf demselben erricnteten Gebäudes
ein.
[0018] Ein wesentlicher Nachteil dieser Fundamente ist eine wesentliche Scnubeinwirkung
auf den wenig tragfähigen Baugrund der Hohlwegsohle was dazu führen kann, daß der
unter dem Gebäude liegende Baugrund der Hohlwegsohle seine Stabilität einbüßt. Angesichts
dessen wird beim Projektieren von Gebäuden auf solchen Hängen das auf das Fundament
einwirkende Gewicht der Hohlwegschüttmasse berücksichtigt. Zur Aufnahme von zusätzlichen
Schubeinwirkungen auf das Fundament werden dessen Wände bewehrt oder zusätzliche Stützwände
errichtet, was den Verbrauch von zur Fundamenterrichtung erforderlichen Werkstoffen
(Beton, Stahl) beträchtlich erhöht und den Bau erheblich verteuert.
[0019] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fundament für quer zu
einem Hohlweg errichtete am Hang angeordnete Gebäude bzw. Bauwerke zu schaffen, dessen
Konstruktion es gestattet, neben der Aufnahme der durch das Gebäude bzw. Bauwerk verursachten
Belastung auch die durch den Erdrutschdruck bedingten Belastungen aufzunehmen.
Offenbarung der Erfindung
[0020] Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in einem Fundament eines quer zu einem
Hohlweg errichteten, am Hang angeordneten Gebäudes bzw. Bauwerks, das vertikale Längs-
und Querwände einschließt, erfindungsgemäß zumin-dest eine Längswand des Fundamentes,
die mit den Querwänden verbunden ist, bogenförmig mit einer dem höheren Hohlwegpunkt
zugekehrten Wölbung ausgebildet ist und deren Stirnseiten gegen die gegenüberliegenden
Hohlweghänge abgestützt sind, wobei das Fundament in der horizontalen Ebene eine Bogenform
aufweist.
[0021] Die erfindungsgemäße Fundamentkonstruktion gestattet es, die Gebäudebelastung durch
den gewölbten Bogenteil sowie auch horizontalen Erdrutschdruck aufgrund beträchtlicher
Hohlwegschüttmassen gleichzeitig aufzunehnemen. Die Bogenform des Fundamentes ist
beim Einwirken eines horizontalen Druckes auf das Fundament am zweckmäßigsten, weil
die Bogen(pfeil)höhe dabei der Wirkungsrichtung des genannten Druckes entgegensetzt
ist. Gegenüber einer bisher bekannten Stützwand ist das erfindungsgemäße Fundament
wegen einer bedeutenden vertikalen Belastung, die durch das Gewicht des auf demselben
errichteten Gebäudes bedingt ist, stabiler. Außerdem kann durch die Bogenform des
Fundamentes, als welches als eine gegen zwei als Stützen auftretende, gegenüberliegende
Hohlwegwände abgestützte Konstruktion ausgebildet ist, der im Untergrund wirkende
horizontale Erdrutschdruck entlang dem Hohlweg in einen nach den gegenüberliegenden
Hohlwegwänden gerichteten Querdruck umverteilt werden. Dies erlaubt es, einen beträchtlichen
horizontalen Erdrutschdruck seitens der Hohlwegschüttmassen und durch eventuelle seismische
Einwirkungen bedingte Gebäudemassenbelastungen aufzunehmen.
[0022] Die Konstruktion des auf Druck beanspruchten Bogenfundamentes erlaubt es angesichts
des Umstands, daß der Druck die günstigste Belastungsart für den Beton darstellt,
den Verbrauch von zur Fundamenterrichtung erforderlichen Werkstoffen erheblich zu
verringern, wodurch die Fundamentkosten wesentlich herabgesetzt werden.
[0023] Darüberhinaus gestattet es die vorerwähnte Urverteilung der auf das Fundament einwirkenden
Belastung , die Übertragung der Belastung vom Gebäude auf den wenig tragfähigen Baugrund
der Hohlwegsohle praktisch auszuschließen.
[0024] In einer vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung sind beim Einsatz von zwei bogenförmigen
Längswänden mit einer dem höheren Hohlwegpunkt zugekehrten Wölbung diese Wände parallel
zueinander angeordnet, wobei das Fundament in seinem Querschnitt eine Kastenform aufweist.
[0025] Diese Ausführung der Fundamentkonstruktion gestattet es, seine Tragfähigkeit zur
Aufnahme von horizontalen Belastungen infolge des vorhandenen Rutschbodendruckes,
der auf die mit dem eingeebneten Hohlweghang kontaktierende Fundamentwand einwirkt,
zu erhöhen.
[0026] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die mit der Längswand verbundenen
Querwände zueinander im wesentlichen parallel und können im Grundriß in ein imaginäres
Rechteck gezeichnet werden.
[0027] Diese Ausführungsform der Erfindung gestattet es, ein Gebäude zu errichten, dessen
Form von der Form des Bogenfundamentes nicht abhängig ist. Außerdem gibt diese Ausführungsform
in dem Falle, wenn in der Kont aktierungs zone der Stirnseiten des Fundamentes mit
den Hohlweghängen wenig tragfähige Baugründe vorliegen, die Möglichkeit, innerhalb
des Gebäudegrundrisses Bogenanker zu verwenden (d.h., die Enden des Bogens zu verbinden).
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0028] Weitere Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachstehend
angeführten ausführlichen Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf Zeichnungen erläutert, in denen es zeigt:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Fundament eines Gebäudes bzw. eines Bauwerks(im Grundriß);
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. l;
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Fundamentes eines Gebäudes
bzw. eines Bauwerks (im Grundriß);
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3.
Ausführungsbeispiele
[0029] Ein Fundament 1 (Fig.l) ist quer zum Hohlweg angeordnet und weist im Querschnitt
eine Kastenform auf. Die Stirnseiten des Fundamentes 1 sind gegen gegenüberliegende
Hänge 2, 3 eines Hohlwegs gestützt, wobei das Fundament.l zwei vertikale, bogenförmige,
zueinander parallel verlaufende Längswände - eine Außenwand 4 und eine Innenwand 5
-- mit einer dem höheren Hohlwegpunkt zugekehrten Wölbung einschließt. Das Fundament
1 hat in der horizontalen Ebene eine Bogenform. Die Wände 4 und 5 sind durch vertikale
Querwände 6 und Deckenkonstruktionen 7 miteinander verbunden. Die Außenwand 4 kontaktiert
mit dem eingeebneten Hohlweghang, wobei sie die Funktion einer Stützwand erfüllt und
den hinter der Nand 4 liegenden Hohlweggrund im Gleichgewichtszustand hält. Die Wände
4 und 5 können sowohl in vorgefertigter Bauweise, als auch an Ort und Stelle ausgeführt
werden. Die Wahl der jeweiligen Variante ist hauptsächlich von der durch das Fundament
1 aufgenommenen Belastung sowie von den wirtschaftlichen Erwägungen abhäng ig.
[0030] Bei der Einwirkung eines horizontalen Druckes auf die wand 4 er über die Wände 6
und die Deckenkonstruktionen 7 auf die Wand 5 übertragen. Außerdem werden die Wände
4 und 5 auch der Einwirkung eines vertikalen, durch das Gebäudegewicht verursachten
Druckes ausgesetzt. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, die Stärke der Wände 4, 5
und 6 bedeutend zu vermindern. Bei hohen vertikalen Belastungen entstehen unter den
Wänden 4 und 5 hohe Spannungen im Baugrund, wobei für die Reduzierung dieser Spannungen
unter den Wänden 4 und 5 Verteilerauflager 8 angeordnet ) sein können.
[0031] Bei der Einwirkung einer horizontalen Belastung P auf das Gebäudefundament wird die
an den Stirnseiten des Bogenfundamentes 1 wirkende Kraft in zwei Komponenten zerlegt,
von denen die eine - P
l - parallel zum Hohlweghang 2,3, die andere - P
2 - quer zum Hang gerichtet ist.
[0032] Die Wände 4, 5 und 6 sowie die Deckenkonstruktionen 7 bilden eine Hohlkonstru
Ktion, deren Volumen beispielsweise als Garagen oder für andere Ziele benutzt werden
kann.
[0033] Beim Errichten mehrerer Gebäude entlang der Hohlwegerstreckung ist die Aufschüttung
einer Terrasse 9 (Fig. 2), beispielsweise zum Anlegen von Sportplätzen oder zum Durchleiten
von Versorgungsleitungen möglich. Die Terrasse 9 kann auch beim Errichten nur eines
Gebäudes in der Hohlweglänge gebaut werden.
[0034] Die Montage geht in folgender Reihenfolge vor sich. Zunächst wird der Baugrund für
die Gründungen der Wände 4 und 6 ausgehoben, danach werden die Wände 4 und 5 unter
gleichzeitiger Montage oder Betonierung der Wände 6 errichtet.
[0035] In Fig. 3, 4 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fundamentes dargestellt,
in der das Fundament 1 eine vertikale Längswand 4 enthält, die mit vertikalen Querwänden
6 verbunden ist, die im wesentlichen parallel zueinander stehen. Die Wände 6 können
im Grundriß in ein imaginäres Rechteck gezeichnet werden. Die Länge des Fundamentes
1 kann der Gebäudelänge gleich oder länger oder kürzer als das Gebäude sein. Die Bogenhöhe
des Bogenfundamentes 1 kann der Gebäudebreite gleich oder größer oder kleiner als
diese sein. Auf dem Fundament 1 kann ein Gebäude mit einer über die Länge des Fundamentes
1 kontinuierlichen Bebauung errichtet werden, oder aber es kann die Länge des Fundaments
1 teilweise bebaut werden.
[0036] In dieser technischen Lösung ist das Fundament 1 in den Unbergrund vertieft, während
die an den Stimseiten der Wand 4 argeordneten Querwände 6 gegen die Hohlweghänge 2,3
gestützt und in dieselben vertieft sind. Die Wände 4, 6 können sowohl vorgefertigt
als auch an Ort und Stelle ausgeführt sein, was von der Belastungsgröße und den wirtschaftlichen
Erwägungen abhangt.
[0037] Denkbar ist auch eine Lösung, bei minimalen Schubbelastungen im Untergrund , daß
dann das Fundament 1 nicht vertieft im Grundgestein angeordnet ist. Bei der Einwirkung
auf das Fundament 1 eines horizontalen Druckes seitens der Schüttmasse und der Wände
6 treten im Fundanent 1 Druckkräfte auf, die vom Fundament 1 über dessen Stirnseiten
auf die Hohlweghänge 2, 3 übertragen werden. Bei einem wenig tragfähigen Baugrund
an den Hohlweghängen 2,3, die keinen größeren Fundamentenschub aufzunehmen imstande
sind, kann ein Zuganker des Bogenfundanentes 1 innerhalb des Gebäudegrundrisses vorgesehen
werden.
[0038] Beim Überdecken der Wände 6 entstehen Räume, die beispielsweise als Garagen benutzt
werden können.
[0039] Die Montage der Konstruktion geht in folgender Reihenfolge vor sich.
[0040] Zuerst wird der Untergrund für das Fundament 1 eingeebnet, wonach eine Montage oder
ein Betonieren des Fundaments 1 durchgeführt wird. Danach werden im Zwischenraum zwischen
den Wänden 6 die Deckenkonstruktionen 7 angebracht und die auf dem Fundament stehenden
Konstruktionen von Gebäuden bzw. Bauwerken errichtet.
Industrielle Anwendbarkeit
[0041] Am wirksamsten kann die vorliegende Erfindung bei der Bebauung von unbenutzten oder
beschränkt nutzbaren, durch Hohlwege oder flache Niederungen gestörten Geländen angewendet
werden.
1. Fundament eines quer zum Hohlweg errichteten, am Hang angeordneten Gebäudes bzw.
Bauwerks, das vertikale Längs- (4, 5) und Querwände (6) einschließt, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine Längswand (4), die mit den Querwänden (6) verbunden ist, bogenförmig mit einer dem höheren Hohlwegpunkt
zugekehrten Wölbung ausgebildet ist und mit ihren Stirnseiten gegen die gegenüberliegenden
Hohlweghänge (2, 3) gestützt ist, wobei das Fundament (1) in der horizontalen Ebene
eine Bogenform aufweist.
2. Fundament eines quer zum Hohlweg errichteten, am Hang angeordneten Gebäudes bzw.
Bauwerks nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei zwei bogenförmigen Längswänden
(6) mit einer dem höheren Hohlwegpunkt zugekehrten Wölbung diese Wände parallel zueinander
angeordnet sind und das Fundament (1) im Querschnitt eine Kastenform hat.
3. Fundament eines quer zum Hohlweg errichteten, am Hang angeordneten Gebäudes bzw.
Bauwerks nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querwände (6) des Fundamentes
(1), die mit der Längswand (4) verbunden sind, im wesentlichen parallel zueinander
sind und im Grundriß in ein imaginäres Rechteck, gezeichnet werden können.