[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum hochfrequenten Betrieb einer
oder mehrerer parallel zueinander geschalteter Niederdruckentladungslampen, wobei
die Schaltung folgende Merkmale aufweist:
- einen Netzgleichrichter
- einen an dem Gleichstromausgang des Netzgleichrichters angeschlossenen Gegentaktfrequenzgenerator
mit zwei alternierend schaltenden Transistoren und einer Ansteuerschaltung, wobei
ein Mittenabgriff zwischen den beiden Transistoren vorgesehen ist
- einen jeder Niederdruckentladungslampe zugeordneten Serienresonanzkreis, bestehend
aus Resonanzinduktivität, Kopplungskondensator und Resonanzkapazität
- Anschlußleitungen für die Niederdruckentladungslampen, wobei jeweils eine Leitung
die ersten Elektroden der Lampen über die Kopplungskondensatoren und Resonanzinduktivitäten
mit dem Mittenabgriff zwischen den beiden Transistoren und jeweils eine weitere Leitung
die zweiten Elektroden der Lampen mit dem Minuspol des Netzgleichrichters verbindet
- eine Abschaltvorrichtung, bestehend aus einer Reihenschaltung einer Diode eines
Widerstands und eines Thyristors mit Triggerschaltung, die die Basis des am Pluspol
des Netzgleichrichters angeschlossenen Transistors mit dem Minuspol des Netzgleichrichters
sowie einem Widerstand, der den Pluspol des Netzgleichrichters mit dem Mittenabgriff
zwischen der Diode und dem Widerstand verbindet
- sowie eine Wiedereinschaltvorrichtung.
[0002] Eine solche Schaltungsanordnung ohne die Abschaltund Wiedereinschaltvorrichtung
ist in dem Buch "Elektronikschaltungen" von Walter Hirschmann der SIEMENS AG. beschrieben.
Die Anbindung der Niederdruckentladungslampe bzw. -lampen kann dabei sowohl zwischen
dem Pluspol des Netzgleichrichters und dem Mittenabgriff zwischen den beiden Transistoren
oder zwischen letzterem und dem Minuspol des Netzgleichrichters erfolgen. Für den
Erfindungsgedanken ist es jedoch erforderlich, daß die Niederdruckentladungslampe
parallel zum Mittenabgriff zwischen den beiden Transistoren und dem Minuspol des Netzgleichrichters
geschaltet ist, wie dies unten noch näher ausgeführt wird.
[0003] Aus der DE-OS 29 41 822 ist eine ähnliche Vorschaltanordnung mit einem selbsterregten
Gegentaktschalter bekannt, wobei die Vorschaltanordnung außerdem eine Abschaltvorrichtung
aufweist, wie sie oben beschrieben ist. Im Fall einer defekten Lampe wird der Gegentaktschalter
durch Zündung des Thyristors außer Funktion gesetzt. Nach Austausch der Lampe schwingt
jedoch der Gegentaktschalter von selbst nicht wieder an. Hierfür muß dem Thyristor
zuerst der Haltestrom entzogen werden, damit er wieder in den Sperrzustand übergehen
kann. Es ist daher bei dieser Vorschaltanordnung nach Auswechseln der Lampe erforderlich,
kurzzeitig die Netzwechselspannung abzuschalten, um den Gegentaktschalter wieder
zum Schwingen bringen zu können. Auch in der DE-OS 32 20 301 ist ein Umrichter mit
Abschaltvorrichtung insbesondere zum Betrieb von Entladungslampen mit heizbaren Elektroden
aufgeführt. Als Schaltelement für die Abschaltvorrichtung ist ebenfalls ein Thyristor
vorgesehen, der hier allerdings den Heizkreis der Lampe mit dem Minuspol des Netzgleichrichters
verbindet. Der Thyristor erhält seinen Haltestrom über die dem Ladekondensator benachbarte
Elektrode der Lampe, wobei ihm eine Abschaltwicklung des Sättigungstransformators
über Dioden und der Startkondensator über einen Widerstand parallelgeschaltet ist.
Bei dieser Abschaltvorrichtung ist es nach Auswechseln der Lampe nicht erforderlich,
die Netzwechselspannung abzuschalten, um ein erneutes Anschwingen des Umrichters zu
erreichen. Bei Herausnahme der defekten Lampe wird nämlich dem Thyristor auch der
Haltestrom entzogen, worauf er wieder in den Sperrzustand übergeht.
[0004] Ziel der Erfindung ist es, eine Wiedereinschaltvorrichtung für eine Schaltungsanordnung
mit einem Gegentaktfrequenzgenerator und einer Abschaltvorrichtung, wie sie im Oberbegriff
des Hauptanspruchs aufgeführt ist, zu schaffen. Die Wiedereinschaltvorrichtung sollte
nach Auswechseln der defekten Niederdruckentladungslampe eine sofortiges Anlaufen
des Generators und damit ein schnelles Zünden und einen entsprechenden Betrieb der
Lampe ermöglichen, ohne daß hierfür kurzzeitig die Netzwechselspannung unterbrochen
werden muß.
[0005] Die Schaltungsanordnung zum hochfrequenten Betrieb einer oder mehrerer parallelgeschalteter
Niederdruckentladungslampen mit den im Oberbegriff des Hauptanspruchs genannten
Merkmalen ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die Wiedereinschaltvorrichtung
aus jeweils einem Kondensator und einem Widerstand besteht, wobei der Kondensator
den auf der Heizkreisseite liegenden Anschluß der Elektroden, deren anderer Anschluß
direkt an den Minuspol des Netzgleichrichters geführt ist, mit dem Mittenabgriff zwischen
der Diode und dem Widerstand der Abschaltvorrichtung verbindet und der Widerstand
den Mittenabgriff zwischen dem Kondensator und dem auf der Heizkreisseite liegenden
Anschluß der Elektroden mit dem Pluspol des Netzgleichrichters verbindet.
[0006] Im Fall eines Lampenfehlers sorgt die Triggerschaltung des Thyristors (z.B. durch
Rückkopplung mit der Resonanzinduktivität) für ein Durchschalten des Thyristors. Dadurch
wird der Basis des Transistors, mit dem die Anode des Thyristors verbunden ist, die
Steuerleistung entzogen. Der Transistor wird gesperrt und die Oszillation des Gegentaktfrequenzgenerators
beendet. Die Diode im Anodenkreis dient der Sperrung der Wechselspannung und der Widerstand
zur Strombegrenzung. Durch die Verbindung der Anode des Thyristors über einen Widerstand
mit dem Pluspol des Netzgleichrichters wird der Thyristor mit dem notwendigen Haltestrom
versorgt, so daß er nach der Durchschaltung nicht in den Sperrzustand zurückfällt.
[0007] Nach der Trennung der Niederdruckentladungslampe bzw. -lampen wird der jeweilige
am Mittenabgriff zwischen Diode und Widerstand des Thyristoranodenkreises angeschlossene
Kondensator über den dazugehörigen Widerstand, der den Mittenabgriff zwischen Kondensator
und Elektrodenanschluß mit dem Pluspol des Netzgleichrichters verbindet, aufgeladen,
wobei die Kondensatorspannung nach kurzer Zeit die Geräte-Gleichspannung erreicht.
Bei Einsatz der neuen Niederdruckentladungslamps bzw. -lampen mit intakten Elektrodenwendeln
wird durch die Elektrodenwendeln der jeweilige Kondensator mit seiner positiv geladenen
Fläche an die Thyristor-Kathode geschaltet, die mit dem Minuspol des Netzgleichrichters
verbunden ist. Dadurch wird eine Umladung des Kondensators in Gang gesetzt, durch
die dem durchgeschalteten Thyristor der Haltestrom entzogen wird. Als Folge davon
geht der Thyristor in den Sperrzustand über und ermöglicht so dem Anschwingkreis,
die Oszillation des Frequenzgenerators wieder in Gang zu bringen.
[0008] Wesentlich für ein Funktionieren der Wiedereinschaltvorrichtung ist, daß bei der
Schaltungsanordnung die Lampe bzw. Lampen so mit der Anordnung elektrisch verbunden
werden, daß eine Elektrode der Lampen direkt am Minuspol des Netzgleichrichters angeschlossen
ist und nicht wie bisher meist üblich am Pluspol. Nur dann ist eine Kondensatorumladung
mit der Haltestromunterbrechung am Thyristor möglich.
[0009] Zusätzlich kann zwischen den Mittenabgriff zwischen der Diode und dem Widerstand
der Abschaltvorrichtung und dem jeweiligen auf der Heizkreisseite liegenden Elektrodenanschluß
ein weiterer Widerstand geschaltet sein. Dadurch wird der Umladevorgang am Kondensator
und die Haltestromunterbrechung am Thyristor verlängert. Die Sicherheit, daß der
Thyristor bei jeder Haltestromunterbrechung in den Sperrzustand übergeht, wird wo
weiter erhöht. Im Fall einer Parallelschaltung von mehreren Niederdruckentladungslampen
ist ein einziger Widerstand ausreichend, sofern er vor der Auftrennung der einzelnen
Zuleitungen an die jeweiligen Elektrodenanschlüsse liegt. Andernfalls muß in jede
Zuleitung ein eigener Widerstand eingebaut werden.
[0010] Die Erfindung ist anhand der nachfolgenden Figuren näher veranschaulicht.
Figur 1 zeigt ein Blockschaltbild der Schaltungsanordnung mit Abschalt- und Wiedereinschaltvorrichtung
für eine Niederdruckentladungslampe
Figur 2 zeigt das Schaltbild einer Schaltungsanordnung mit Abschalt- und Wiedereinschaltvorrichtung
für eine Niederdruckentladungslampe
Figur 3 zeigt das Schaltbild einer Schaltungsanordnung mit Abschalt- und Wiedereinschaltvorrichtung
für die Parallelschaltung von zwei Niederdruckentladungslampen
[0011] Das Blockschaltbild in Figur 1 gibt den Prinzipaufbau der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
für eine Niederdruckentladungslampe wieder. Die Schaltungsanordnung beinhaltet ein
Oberwellenfilter 1, einen Netzgleichrichter 2 sowie einen Gegentaktfrequenzgenerator
mit Ansteuerschaltung 3, dessen in Reihe liegende gleichsinnig gepolte Schalttransistoren
den Gleichstromausgang des Netzgleichrichters 2 über brücken. Zwischen den Mittenabgriff
der Schalttran sistoren und den Minuspol des Netzgleichrichters 2 ist über einen
Serienresonanzkreis 4 die Niederdruckentladungslampe LP1 geschaltet. Die Abschalteinrichtung
besteht aus einer Reihenschaltung einer Diode D10, eines Widerstands R11 und eines
Thyristors TH mit Triggerschaltung 5, wobei diese Reihenschaltung den Basiseingang
des am Pluspol des Netzgleichrichters 2 angeschlossenen Schalttransistors mit dem
Minuspol des Netzgleichrichters 2 verbindet. Außerdem ist der Mittenabgriff M2 zwischen
der Diode D10 und dem Widerstand R11 über einen Widerstand R1 mit dem Pluspol des
Netzgleichrichters 2 verbunden.
[0012] Die Wiedereinschaltvorrichtung setzt sich aus einem Kondensator C9 und einem Widerstand
R12 zusammen. Der Kondensator C9 verbindet den Mittenabgriff M2 zwischen der Diode
D10 und dem Widerstand R11 mit dem auf der Heizkreisseite liegenden Anschluß der Elektrode,
dessen anderer Anschluß an den Minuspol des Netzgleichrichters 2 führt. Der Widerstand
R12 verbindet den Pluspol des Netzgleichrichters 2 mit dem Mittenabgriff M3 zwischen
dem Kondensator C9 und dem auf der Heizkreisseite liegenden Elektrodenanschluß. Zusätzlich
kann noch ein weiterer Widerstand R14 zwischen dem Mittenabgriff M2 und dem Kondensator
C9 vorgesehen sein.
[0013] Figur 2 zeigt das genaue Schaltbild einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
mit Abschalt- und Wiedereinschaltvorrichtung für eine Niederdruckentladungslampe.
Direkt an den Netzeingang ist als Oberwellenfilter in Reihe eine Eisendrossel L1
sowie parallel zum Gleichrichtereingang ein Kondensator C1 geschaltet. Dem Oberwellenfilter
folgt der Netzgleich richter mit den Dioden D1 bis D4 sowie parallel zum Gleichstromausgang
ein Glättungskondensator C2. Der selbststeuernde Gegentaktfrequenzgenerator besteht
aus den beiden Transistoren T1, T2 mit den Rückstromdioden D6, D7, den Vorschaltwiderständen
R3 bis R6, dem Steuerübertrager, dem Anlaufgenerator mit den Widerständen R2, R7,
dem Startkondensator C3 und dem Diac DK1 sowie dem Kondensator C13 zur Regulierung
der Flankensteilheit. Der Steuerübertrager setzt sich aus der Primärwicklung L2.1
sowie den beiden Sekundärwicklungen L2.2 und L2.3 zusammen. Die Lampe LP1 ist mit
einem Anschluß A2 der Elektrode E1 mit dem Mittenabgriff M1 zwischen den beiden Transistoren
T1, T2 und mit dem Anschluß A4 der anderen Elektrode E2 mit dem Minuspol des Netzgleichrichters
verbunden. Außerdem ist ein Serienresonanzkreis aus Resonanzinduktivität L3.1, Resonanzkondensator
C5 und Koppelkondensator C4 vorgesehen, wobei die Resonanzinduktivität L3.1 und
der Koppelkondensator C4 zwischen die Primärwicklung L2.1 des Steuertrafos und den
Anschluß A2 der Elektrode E1 und der Resonanzkondensator C5 zwischen die auf der Heizkreisseite
liegenden Anschlüsse A1 und A3 der Elektroden E1 und E2 geschaltet sind.
[0014] Die Funktionsweise einer solchen Schaltungsanordnung mit Gegentaktfrequenzgenerator
und Serienresonanzkreis zum Zünden und Betrieb einer Niederdruckentladungslampe
kann dem Buck "Elektronikschaltungen" von W. Hirschmann (Siemens AG), Seite 148, entnommen
werden und soll daher nicht näher ausgeführt werden.
[0015] Des weiteren weist die Schaltungsanordnung eine Abschaltvorrichtung auf, die aus
einer Reihenschal tung einer Diode D10 eines Widerstandes R11 und eines Thyristors
TH mit Triggerschaltung besteht. Die Reihenschaltung verbindet die Basis des mit dem
Pluspol des Netzgleichrichters verbundenen Transistors T1 des Gegentaktfrequenzgenerators
mit dem Minuspol des Netzgleichrichters. Außerdem ist der Mittenabgriff M2 zwischen
der Diode D10 und dem Widerstand R11 über einen Widerstand R1 mit dem Pluspol des
Netzgleichrichters verbunden. Die Triggerschaltung für den Thyristor besteht aus
der Sekundärwicklung L3.2, dem Diac DK2, den Kondensatoren C6 bis C8 sowie den Widerständen
R8 bis R10. Der Aufbau und die Funktionsweise einer solchen Triggerschaltung ist
in der DE-OS 29 41 822 näher beschrieben und soll hier, da für den Erfindungsgedanken
nicht von Bedeutung, nicht mehr erklärt werden.
[0016] Die Wiedereinschaltvorrichtung besteht aus einem weiteren Kondensator C9 und einem
Widerstand R12. Der Kondensator C9 verbindet den Mittenabgriff M2 zwischen der Diode
D10 und dem Widerstand R11 mit dem auf der Heizkreisseite liegenden Anschluß A3 der
Elektrode E2. Der Widerstand R12 führt die Gleichspannung des Netzgleichrichters
an den Mittenabgriff M3 zwischen Kondensator C9 und Elektrodenanschluß A3.
[0017] In der nachfolgenden Bestückungsliste sind die verwendeten Schaltungselemente für
eine Schaltungsanordnung zum Betrieb einer 50 W-Leuchtstofflampe zusammengestellt:
L1 : Drossel: U
D = 110 V, I
D = 270 mA
C1 : 1,1 µF, 250 V∼
D1-D4 : Gleichrichter-Brückenschaltung B 250, C 1000
C2 : 10 µF, 450 V-
R1 : 100 kΩ , 2 W
R2 : 450 kΩ , 0,5 W
C3 : 0,1 µF, 100 V-
D 5 : BY289
DK1 : A9903
R3, R4 : 10 Ω , 0,5 W
R5, R6 : 1 Ω , 0,5 W
T1, T2 : MJE 13007
D6, D7 : BY291, 400 V
R7 : 390 kΩ , 0,5 W
C 13 : 3,3 nF, 400 V∼
L2.1 : Ringkern 13x7x5 (N27) 3 Windungen 0,5 mm ⌀
L2.2, L2.3 : 1 Windung 0,5 mm ⌀
L 3.1 : RM 12 A
L 160 (N41) 75 Windungen / 30 x 0,1 0,9 mH 60 kHz
L3.2 : 3 Windungen, 0,2 mm ⌀
C4 : 0,33 µF, 400 V-
C5 : 6,8 nF, 1500 V-
D10 : 1N4005
R11 : 120 Ω , Drahtwiderstand 1 W
TH : TIC P106 M
R8 : 1 kΩ , 0,3 W
C6 : 68 Nf, 60 V-
DK2 : A9903
C7 : 0,68 µF, 60 V-
R9 : 470 kΩ , 0,3 W
R10 : 5 MΩ , 0,3 W
C8 : 150 pF, 100 V-
D8 : 1N4148
C9 : 47 nF, 400 V-
R12 : 2,2 MΩ , 0,5 W
R14 : 1 bis 10 kΩ
[0018] Bei Ausfall der Niederdruckentladungslampe LP1 z.B. durch Luftzieher oder aufgrund
von verbrauchtem Emittermaterial tritt in der Resonanzinduktivität L3.1 durch den
freien Resonanzfall eine Spannungserhöhung auf. Durch Übertragung auf die Sekundärwicklung
L3.2 in der Triggerschaltung wird nach einer vom RC-Glied R9, C7 festgelegten Zeit
am Diac DK2 die Durchbruchspannung erreicht und so der Thyristor TH durchgeschaltet.
Durch diesen Schaltvorgang wird der Basis des Transistors T1 die Steuerenergie durch
Ableitung zum negativen Pol des Netzgleichrichters entzogen und die Schwingung des
Gegentaktfrequenzgenerators beendet. Über den Widerstand R1 wird der Thyristor TH
mit dem nötigen Gleichstrom versorgt, damit er im leitenden Zustand bleibt.
[0019] Nach Herausnahme der defekten Niederdruckentladungslampe LP1 wird innerhalb weniger
Sekunden der Kondensator C9 über den Widerstand R12 auf die GeräteGleichspannung
aufgeladen. Nach Einsatz einer neuen Niederdruckentladungslampe wird die positiv aufgeladene
Fläche des Kondensators C9 über die Elektrode E2 mit dem Minuspol verbunden. Dies
hat eine Umladung des Kondensators C9 zur Folge, wobei der Thyristor TH abhängig von
der durch den Kondensator C9 und dem Widerstand R11 festgelegten Zeitkonstante innerhalb
von kleiner 0,1 ms in den Sperrzustand übergeht. Durch Hinzunahme des Widerstands
R14 kann die Umladezeit verlängert und damit die Sicherheit für den Übergang des Thyristors
TH in den Sperrzustand weiter erhöht werden.
[0020] Figur 3 zeigt das exakte Schaltbild einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
mit Abschalt- und Wiedereinschaltvorrichtung für die Parallelschaltung von zwei Niederdruckentladungslampen.
Das Schaltbild entspricht im wesentlichen dem in der Figur 2 wiedergegebenen Schaltbild
für eine Niederdruckentladungslampe. Zusätzlich hierzu ist parallel zur ersten Niederdruckentladungslampe
LP1 eine zweite Lampe LP2 mit Elektroden E3 und E4 geschaltet. Für diese Lampe ist
ein zweiter Serienresonanzdreis aus Resonanzinduktivität L4.1, Kopplungskondensator
C10 sowie Resonanzkondensator C11 vorgesehen, wobei die Reihenschaltung aus Kopplungskondensator
C10 und Resonanzinduktivität L4.1 zwischen den Elektrodenanschluß A6 und die Primärsteuerwicklung
L2.1 und der Resonanzkondensator C11 zwischen die beiden auf der Heizkreisseite liegenden
Anschlüsse A5, A7 der Elektroden E3 und E4 geschaltet ist. Der Anschluß A8 ist direkt
an den Minuspol des Netzgleichrichters geführt. Die Triggerschaltung weist eine zweite
Sekundärwicklung L4.2 in Reihe mit einer Diode D9, beides parallel zur ersten Sekundärwicklung
L3.2 mit Diode D8, auf.
[0021] Für die zweite Niederdruckentladungslampe LP2 ist eine weitere Wiedereinschaltvorrichtung
aus Kondensator C12 und Widerstand R13 vorgesehen, wobei der Kondensator C12 zwischen
den Mittenabgriff M2 der Abschaltvorrichtung und den auf der Heizkreisseite liegenden
Anschluß A7 der Elektrode E4 geschaltet ist und der Widerstand R13 den Pluspol des
Netzgleichrichters mit dem Mittenabgriff M4 zwischen dem Kondensator C12 und dem Elektrodeanschluß
A7 verbindet.
[0022] Durch diese Schaltungsanordnung wird sowohl bei Ausfall einer der beiden als auch
bei gleichzeitigem Ausfall von beiden Niederdruckentladungslampen der Gegentaktfrequenzgenerator
abgeschaltet und nach Austausch der defekten Lampe bzw. Lampen wieder gestartet.
1. Schaltungsanordnung zum hochfrequenten Betrieb einer oder mehrerer parallel zueinander
geschalteter Niederdruckentladungslampen (LP1, LP2), wobei die Schaltung folgende
Merkmale aufweist:
- einen Netzgleichrichter (2)
- einen an den Gleichstromausgang des Netzgleichrichters (2) angeschlossenen Gegentaktfrequenzgenerator
(3) mit zwei alternierend schaltenden Transistoren (T1, T2) und einer Ansteuerschaltung,
wobei ein Mittenabgriff (M1) zwischen den beiden Transistoren (T1, T2) vorgesehen
ist
- einen jeder Niederdruckentladungslampe (LP1, LP2) zugeordneten Serienresonanzkreis
(4), bestehend aus Resonanzinduktivität (L3.1, L4.1), Kopplungskondensator (C4, C10)
und Resonanzkapazität (C5, C11)
- Anschlußleitungen für die Niederdruckentladungslampen (LP1, LP2) wobei jeweils
eine Leitung die ersten Elektroden (E1, E3) der Lampen (LP1, LP2) über die Kopplungskondensatoren
(C4, C10) und Resonanzinduktivitäten (L3.1, L4.1) mit dem Mittenabgriff (M1) zwischen
den beiden Transistoren (T1, T2) und jeweils eine weitere Leitung die zweiten Elektroden
(E2, E4) der Lampen (LP1, LP2) mit dem Minuspol des Netzgleichrichters (2) verbindet
- eine Abschaltvorrichtung, bestehend aus einer Reihenschaltung einer Diode (D10)
einer Widerstands (R11) und eines Thyristors (TH) mit Triggerschaltung (5), die die
Basis des am Pluspol des Netzgleichrichters (2) angeschlossenen Transistors (T1)
mit dem Minuspol des Netzgleichrichters (2) verbindet sowie einem Widerstand (R1),
der den Pluspol des Netzgleichrichters (2) mit dem Mittenabgriff (M2) zwischen der
Diode (D10) und dem Widerstand (R11) verbindet
- sowie eine Wiedereinschaltvorrichtung
erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß
- die Wiedereinschaltvorrichtung der Schaltungsanordnung aus jeweils einem Kondensator
(C9, C12) und einem Widerstand (R12, R13) besteht, wobei der Kondensator (C9, C12)
den auf der Heizkreisseite liegenden Anschluß (A3, A7) der Elektroden (E2, E4), deren
anderer Anschluß (A4, A8) direkt an den Minuspol des Netzgleichrichters (2) geführt
ist, mit dem Mittenabgriff (M2) zwischen der Diode (D10) und dem Widerstand (R11)
der Abschaltvorrichtung verbindet und der Widerstand (R12, R13) den Mittenabgriff
(M3, M4) zwischen dem Kondensator (C9, C12) und dem auf der Heizkreisseite liegenden
Anschluß (A3, A7) der Elektroden (E2, E4) mit dem Pluspol des Netzgleichrichters
(2) verbindet.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den
Mittenabgriff (M2) zwischen der Diode (D10) und dem Widerstand (R11) der Abschaltvorrichtung
und dem jeweiligen auf der Heizkreisseite liegenden Anschluß (A3, A7) der Elektroden
(E2, E4) ein weiterer Widerstand (R14) geschaltet ist.