(19)
(11) EP 0 239 842 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.10.1987  Patentblatt  1987/41

(21) Anmeldenummer: 87103466.6

(22) Anmeldetag:  11.03.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B60H 1/00, G05D 23/20
(84) Benannte Vertragsstaaten:
ES FR GB SE

(30) Priorität: 02.04.1986 DE 3610962

(71) Anmelder: Hella KG Hueck & Co.
D-59538 Lippstadt (DE)

(72) Erfinder:
  • Knittel, Otto, Dipl.-Ing.
    D-4770 Soest (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verfahren zum Regeln der Innenraumtemperatur, insbesondere eines Kraftfahrzeugs


    (57) Beim einem Verfahren zum Regeln der Innenraumtemperatur, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, bei dem die bewerteten Ausgangsgrößen eines Innenraumtemperaturfühlers (TI), eines weiteren Temperaturfühlers (TW) und eines Solltemperaturgebers (TS) einer elektrischen Regeleinrichtung (GR) zugeführt werden, die mindestens ein Stellglied (S) zum Beeinflussen der dem Innenraum (I) zugeführten Wärmemenge steuert, ist zum Zweck der wirkungs­vollen und für die Kraftfahrzeuginsassen behaglichen Rege­lung der Innenraumtemperatur auf die eingestellte Soll­temperatur der weitere Fühler als Heiz- und/oder Kühlluft­temperaturfühler ausgebildet und die Bewertung der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur durch die Regeleinrichtung von der Abweichung der Innenraumtemperatur von der Solltempe­ratur abhängig gewählt.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Regeln der Innen­raumtemperatur, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, bei dem die bewerteten Ausgangsgrößen eines Innenraumtemperatur­fühlers, eines weiteren Temperaturfühlers und eines Soll­temperaturgebers einer elektrischen Regeleinrichtung zuge­führt werden, die mindestens ein Stellglied zum Beein­flussen der dem Innenraum zugeführten Wärmemenge steuert.

    [0002] Aus der DE-OS 33 23 568 ist eine Vorrichtung bekannt, bei der ein derartiges Verfahren angewendet wird. Dort werden die Ausgangsgrößen eines Innenraumtemperaturfühlers, der als Kopfraumfühler ausgebildet ist, und eines weiteren Temperaturfühlers, der als Fußraumfühler im Innenraum des Kraftfahrzeugs angeordnet ist, einer Innenraumtemperatur-­Regeleinrichtung zugeführt. Die Ausgangsgrößen der Tempera­turfühler werden dort abhängig von der außerhalb des Kraftfahrzeugs herrschenden Außentemperatur bewertet. Durch dieses Verfahren soll die Temperatur des Innenraums des Kraftfahrzeugs auf den gewünschten bzw. erforderlichen Wert eingestellt werden.

    [0003] Das dort angewendete Verfahren hat jedoch insbesondere den Nachteil, daß zur Durchführung des Verfahrens die Verwen­dung eines zusätzlichen Innenraumtemperaturfühlers und eines zusätzlichen Außentemperaturfühlers notwendig ist. Dies erfordert zusätzlichen Fertigungs- und Teileaufwand und verteuert die Herstellung der Vorrichtung zur Durchfüh­rung des gattungsgemäßen Verfahrens. Dadurch, daß bei dem vorbekannten Verfahren die Innenraumtemperatur im wesent­lichen nur abhängig von der Außentemperatur gesteuert wird, werden Änderungen des Angebots der Wärmemenge im Regelungs­verfahren nicht erfaßt. Die angebotene Wärmemenge kann z. B. von der Motordrehzahl, der Motorlast oder der Zeit nach dem Kaltstart des Kraftfahrzeugmotors abhängig sein. Dies hat zur Folge, daß bei großen Abweichungen der Innen­raumtemperatur von der voreingestellten Solltemperatur, wie z. B. beim Kaltstart des Kraftfahrzeugs oder bei einem Solltemperatursprung, wenn der Bediener des Kraftfahrzeugs eine andere Solltemperatur einstellt, die Regeleinrichtung das Stellglied derart steuert, daß die Kraftfahrzeug­insassen einem unangenehmen Wärme- oder Kälteschwall aus­gesetzt sind. Dieser Wärme- oder Kälteschwall kann dann besonders unangenehm sein, wenn einige Körperteile der Kraftfahrzeuginsassen nah an den Luftaustrittsöffnungen der Warmluft angeordnet sind. In Kraftfahrzeugen sind z. B. die Beine der Kraftfahrzeuginsassen häufig sehr nah an den Luftaustrittsöffnungen für den Fußraum des Kraftfahrzeugs angeordnet. Dies kann zu einer Einbuße an Behaglichkeit für die Kraftfahrzeuginsassen führen. Das vorbekannte Verfahren hat den weiteren Nachteil, daß die Außentempera­tur als Führungsgröße von der Temperaturregelung nicht beeinflußt wird. Das heißt, bei vorgegebener Außentempera­tur, die häufig im wesentlichen konstant ist, wirken die zwei Temperaturfühler wie ein fest im Fahrzeug eingebauter Temperaturfühler. Die Anpassung des vorbekannten Verfah­rens an verschiedene Kraftfahrzeugtypen muß also durch sorgfältige Auswahl der Temperaturfühlerorte erfolgen. Die Suche und Auswahl geeigneter Fühlerorte ist jedoch oft schwierig und durch die konstruktiven Voraussetzungen des jeweiligen Kraftfahrzeugs begrenzt, so daß eine vollstän­dige Anpassung des vorbekannten Verfahrens an verschiedene Kraftfahrzeuge nur sehr schwer möglich ist.

    [0004] Die Erfindung hat die Aufgabe, ein Verfahren der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß unter allen Betriebsbedingungen des Kraftfahrzeugs die Innenraumtempe­ratur wirkungsvoll und für die Kraftfahrzeuginsassen behaglich auf die eingestellte Solltemperatur geregelt wird.

    [0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der weitere Fühler als Heiz- und/oder Kühllufttemperaturfühler ausgebildet wird und daß die Bewertung der Heiz- und/oder Kühlluft­temperatur durch die Regeleinrichtung von der Abweichung der Innenraumtemperatur von der Solltemperatur abhängig ist.

    [0006] Dabei ist durch die Ausbildung des weiteren Fühlers als Heiz- und/oder Kühllufttemperaturfühler sichergestellt, daß das Angebot an Wärmemenge, abhängig z. B. vom Betriebszustand der Kraftfahrzeugs, im erfindungsgemäßen Regelungsverfahren berücksichtigt wird. Wird das erfinfungs­gemäße Verfahren bei einer Heizeinrichtung im Kraftfahrzeug verwendet, so arbeitet der weitere Fühler als reiner Heiz­lufttemperaturfühler. Ist das jeweilige Kraftfahrzeug mit einer Kraftfahrzeugklimaanlage ausgestattet, so mißt der weitere Fühler sowohl die Heiz- als auch die Kühlluft­temperatur der Luft, die dem Kraftfahrzeuginnenraum zuge­führt wird. Durch die Bewertung der Heiz- und/oder Kühlluft­temperatur, abhängig von der Abweichung der Innenraum­temperatur von der Solltemperatur, ist sichergestellt, daß die Wirkung der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur auf die Regeleinrichtung abhängig von dieser Abweichung veränderbar ist.

    [0007] Das erfindungsgemäße Verfahren hat insbesondere den Vorteil, daß zu seiner Durchführung im Gegensatz zum Vorbekannten kein zusätzlicher Innenraumtemperaturfühler und kein Außen­temperaturfühler erforderlich ist. Der als zusätzlicher Temperaturfühler eingesetzte Heiz- und/oder Kühllufttempe­raturfühler ist zur Durchführung bereits bekannter Regel­verfahren häufig schon vorhanden, so daß das erfindungs­gemäße Verfahren ohne Veränderung der verwendeten Fühler und des verwendeten Stellglieds nur durch Veränderungen an der Regeleinrichtung durchgeführt werden kann. Das heißt, das erfindungsgemäße Verfahren ist gegenüber dem Vorbekann­ten einfach und kostengünstig durchführbar, und auch die nachträgliche Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit bereits vorhandenen Vorrichtungen ist leicht möglich.

    [0008] Das erfindungsgemäße Verfahren ist auch deshalb einfach und kostengünstig durchführbar, weil einfach gebaute Temperaturfühler besonders im Innenraum des Kraftfahrzeugs verwendet werden können. Es ist im Gegensatz zu den vor­bekannten Verfahren nicht notwendig, z. B. den Innenraum­temperaturfühler an einem sogenannten Strömungsmeßpunkt im Kraftfahrzeug anzuordnen. Als Strömungsmeßpunkt be­zeichnet man Meßpunkte, an denen der Fühler ständig von der zu messenden Luft umströmt wird. Diese Strömungsmeß­punkte sind auch in zeit- und kostenaufwendigen Versuchs­reihen nur schwer zu finden. Bei Anwendung des erfindungs­gemäßen Verfahrens genügt es z. B., den Innenraumtemperatur­fühler an einem beliebigen indirekten, d. h. nicht direkt angeströmten Meßpunkt im Innenraum des Kraftfahrzeugs anzuordnen, so daß die Montage der Vorrichtung zur Durch­führung des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber dem Vorbekannten vereinfacht wird. Durch die Verwendung eines Warm- und/oder Kaltlufttemperaturfühlers im erfindungs­gemäßen Verfahren wird bei der Innenraumtemperaturregelung das Wärme- oder Kälteangebot der Heizung oder Klimaanlage des Kraftfahrzeugs berücksichtigt. Das heißt z. B. beim Kaltstart des Kraftfahrzeugs im Winter wird das zu lange Einblasen von Warmluft in den Kraftfahrzeuginnenraum zur Erwärmung unterdrückt. Bei Sollwertsprüngen in Richtung kalt wird das zu lange Einblasen von Kaltluft in den Innenraum des Kraftfahrzeugs unterdrückt. Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens hat die gleiche Wirkung wie ein einziger Innenraumtemperaturfühler, der entspre­chend der Abweichung der Innenraumtemperatur von der Soll­temperatur in seiner Höhe innerhalb des Innenraums des Kraftfahrzeugs veränderlich ist. Dabei kann der jeweilige Meßort dieses einzigen virtuellen Innenraumtemperatur­fühlers durch Veränderung der abhängigkeit von der Abwei­chung zwischen Solltemperatur und Innenraumtemperatur in weiten Grenzen z. B. an die konstruktiven Voraussetzungen des Kraftfahrzeuginnenraums oder an die gewünschte Wirkung der Innenraumtemperaturregelung angepaßt werden. Das erfindungsgemäße Verfahren ist grundsätzlich bei allen Kraftfahrzeugheizungen oder -klimaanlagen anwendbar.

    [0009] Insbesondere kann das erfindungsgemäße Verfahren bei wasserseitig und luftseitig geregelten Kraftfahrzeug­heizungen angewendet werden. Bei wasserseitig geregelten Heizungen wird der Strom des die Wärmemenge tragenden, erwärmten Kühlwassers des Kraftfahrzeugverbrennungsmotors durch einen Wärmetauscher durch ein kontinuierlich oder getaktet betätigtes Wasserventil als Stellglied gesteuert. Bei luftseitig geregelten Kraftfahrzeugheizungen wird durch eine Luftmischklappe als Stellglied das Mischungs­verhältnis von durch einen kontinuierlich durchflossenen Kühlwasserwärmetauscher erwärmter Luft als Wärmeträger und von außerhalb des Kraftfahrzeugs zugeführter Kaltluft gesteuert. Bei beiden Heizungen zeigt der Heiz- und/oder Kühllufttemperaturfühler unterschiedliche Meßwerte, die vom Meßort, insbesondere aber auch von den unterschied­lichen Ansprechgeschwindigkeiten auf Heiz- und/oder Kühl­lufttemperaturänderungen, und der unterschiedlichen Wellig­keit der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur bei den ver­schiedenen Heizungen herrühren. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist die Anpassung der Wirkung des Heiz- und/oder Kühllufttemperaturfühlers auf die elektrische Regeleinrich­tung durch die Abhängigkeit der Bewertung des Heiz- und/oder Kühllufttemperaturfühlers von der Abweichung der Innenraum­temperatur von der Solltemperatur gegenüber dem Vorbekannten leicht möglich.

    [0010] Schließlich ist das erfindungsgemäße Verfahren einfach durch die Einbeziehung weiterer Temperaturfühler erweiterbar.

    [0011] Es ist besonders vorteilhaft, die Bewertung der Heiz- und/­oder Kühllufttemperatur im wesentlichen proportional der Abweichung der Innenraumtemperatur von der Solltemperatur zu wählen, weil dann nicht nur bei großen Abweichungen der Innenraumtemperatur von der Solltemperatur der Heiz- und/­oder Kühllufttemperaturfühler wirksam ist, sondern auch mit schwächer werdender Bewertung bei geringeren Abweichungen wirksam bleibt. Das heißt, nicht nur beim Kaltstart des Kraftfahrzeugs wird so eine "Aufheizung" des Kraftfahrzeugs mit Kaltluft vermieden, sondern auch bei weniger extremen Betriebszuständen stellt die Regeleinrichtung das Stell­glied abhängig von der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur und damit abhängig von dem Wärmeangebot der Heizeinrichtung.

    [0012] Es ist ebenfalls besonders vorteilhaft, die Bewertung der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur in wesentlichen ver­schwinden zu lassen, wenn die Innenraumtemperatur gleich­der voreingestellten Solltemperatur ist, weil in diesem eingeregelten Zustand der Regeleinrichtung die Einflußnahme der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur auf die Regelung häufig unwerwünscht ist und die Innenraumtemperatur auf den voreingestellten Sollwert geregelt werden soll. Dadurch wird ein Überschwingen der Innenraumtemperatur über die voreingestellte Solltemperatur hinaus beim Aufheizen des Kraftfahrzeugs besonders wirkungsvoll vermieden. Eine bleibende Abweichung der Innenraumtemperatur von der vor­eingestellten Solltemperatur kann sich so nicht einstellen. Die Innenraumtemperatur kann nicht bei längerer Fahrzeit von der voreingestellten Solltemperatur wieder wegdriften.

    [0013] Die Bewertung des Heiz- und/oder Kühllufttemperaturfühlers weist vorteilhaft auch einen Maximalwert auf, wenn die Ab­weichung der Innenraumtemperatur von der Solltemperatur einen vorgegebenen Wert erreicht. Damit ist auch bei Abweichungen größer als der vorgegebene Wert eine Heizungs­regelung abhängig von der Innenraumtemperatur sichergestellt, und eine Regelung allein abhängig von der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur wird vermieden.

    [0014] Man kann auch vorteilhaft die Bewertung der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur von der Differenz zwischen der Soll­temperatur und der Innenraumtemperatur abhängig machen, um die Bewertung der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur gegen­über der Innenraumtemperatur im wesentlichen linear mit der gemessenen Differenz kleiner werden zu lassen. Dies würde einer Verschiebung eines einzigen virtuellen Innen­raumtemperaturfühlers im wesentlichen linear mit der Temperaturdifferenz entsprechen.

    [0015] Ebenso sind z. B. durch die Bewertungen der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur abhängig vom Quotienten aus Solltempe­ratur und Innenraumtemperatur nicht lineare Abhängigkeiten von der Abweichung einfach durchführbar. Es ist auch vor­teilhaft, die Differenz zwischen Solltemperatur und Innen­raumtemperatur mit einem Verstärkungsfaktor zu wichten, um bei einer vorgegebenen Temperaturdifferenz die Grundbewer­tung der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur und der Innen­raumtemperatur im Verhältnis beeinflussen zu können und damit die grundsätzliche Wirkung der Heiz- und/oder Kühl­lufttemperatur auf die elektrische Regeleinrichtung fest­legen zu können und an vorgegebene Kraftfahrzeuge anpassen zu können.

    [0016] Man kann auch die Bewertungen von dem Betrag der Differenz oder des Quotienten abhängig wählen, um z. B. eine gleiche Bewertung der positiven und der negativen Abweichungen der Innenraumtemperatur vom Sollwert zu erreichen.

    [0017] Dabei kann man vorteilhaft den Verstärkungsfaktor konstant wählen, um auch bei anderen Temperaturdifferenzen eine einfache und für die elektrische Regeleinrichtung leicht auswertbare Aussage über die Bewertung des Heiz- und/oder Kühllufttemperaturfühlers machen zu können.

    [0018] Es ist jedoch auch möglich, den Verstärkungsfaktor abhängig von der Differenz zwischen Solltemperatur und Innenraum­temperatur zu wählen, um eine nicht lineare Bewertung des Heiz- und/oder Kühllufttemperaturfühlers abhängig von dieser Temperaturdifferenz zu erreichen. Der Verstärkungs­faktor kann auch abhängig von einer oder mehreren weiteren Temperaturen gewählt werden.

    [0019] Als weitere Temperatur kann man die Außentemperatur wählen, um das erfindungsgemäße Verfahren abhängig auch von Schwankungen der Außentemperatur durchzuführen. Damit ist z. B. eine Anpassung der Solltemperatur über die Voreinstel­lung des Bedieners hinaus an das menschliche Temperatur­empfinden möglich, das auch von der Außentemperatur abhängt. Die Berücksichtigung der Außentemperatur kann auch an anderer Stelle im erfindungsgemäßen Verfahren erfolgen, z. B. indem man die Regelverstärkung der Regeleinrichtung von der Außentemperatur abhängig wählt. Dadurch ist es möglich, die außentemperaturabhängige Trägheit der Regel­strecke z. B. des Kraftfahrzeuginnenraums zu kompensieren.

    [0020] Insbesondere bei wasserseitig geregelten Heizungsvorrich­tungen ist es vorteilhaft, der Regeleinrichtung zusätzlich dynamische Änderungen der Ausgangsgröße, des Heiz- und/oder Kühllufttemperaturfühlers zuzuführen, um schnelle Änderungen des Wärmemengenangebots im Heizungswärmetauscher möglichst vor ihrem Einfluß auf die Innenraumtemperatur im Verfahren zu berücksichtigen.

    [0021] Man kann vorteilhaft als elektrische Regeleinrichtung einen Mikrorechner verwenden, weil z. B. fahrzeugabhängige Ände­rungen oder Erweiterungen des Verfahrensablaufs durch einfache Änderungen des Mikrorechnerprogramms ohne Änderun­gen schaltungstechnischer Art möglich sind.

    [0022] Es ist weiterhin vorteilhaft, den Innenraumtemperaturfühler in einer möglichst unbewegten Luftmasse des Kraftfahrzeugs anzuordnen, weil derartige Meßorte im Kraftfahrzeug ohne zeit- und kostenaufwendige Versuchsreihen in großer Zahl zu finden sind, und weil die Funktion des erfindungsgemäßen Verfahrens im wesentlichen unabhängig von Luftströmungen im Kraftfahrzeug ist. Besonders vorteilhaft ist die Anordnung des Innenraumtemperaturfühlers im Armaturenbrett des Kraft­fahrzeugs, weil dort meist genügend Einbauraum für den Innenraumtemperaturfühler vorhanden ist, und weil der Innenraumtemperaturfühler dort in der für den Fühler günstigen Höhe angeordnet ist. Häufig wird auch die elek­trische Regeleinrichtung im Armaturenbrettbereich des Kraftfahrzeugs angeordnet, so daß der Montageaufwand für die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens er­forderliche Vorrichtung im Kraftfahrzeug durch die Ver­ringerung des elektrischen Installationsaufwandes reduziert ist.

    [0023] Bei wasserseitig geregelten Heizungsanlagen kann man vor­teilhaft den Heiz- und/oder Kühllufttemperaturfühler hinter dem Heiz- und/oder Kühlluftwärmetauscher anordnen. Bei luftseitig geregelten Heizungsanlagen kann man vorteilhaft den Heiz- und/oder Kühllufttemperaturfühler als Mischkammer oder Ausblastemperaturfühler ausbilden. So ist in beiden Fällen eine genaue und verzögerungsarme Messung der Tempe­ratur der Heiz- und/oder Kühlluft möglich.

    [0024] In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungs­gemäßen Verfahrens dargestellt, das im folgenden näher erläutert wird.

    [0025] Es zeigen

    Figur 1 schematisch eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in einem Kraftfahrzeug und

    Figur 2 ein Diagramm der bewerteten Heiz- und/oder Kühlluft­temperatur und der Innenraumtemperatur.



    [0026] In der Figur 1 wird die durch den Bediener des Kraftfahr­zeugs voreingestellte Solltemperatur (TS) als Ausgangsgröße des Solltemperaturgebers über eine Eingangsleitung für die Solltemperatur (ES) der Gesamtregeleinrichtung (GR) zuge­führt. Zugleich wird die Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) als Ausgangsgröse des Heiz- und/oder Kühllufttempera­turfühlers über eine Eingangsleitung für die Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (EW) und die Innenraumtemperatur (TI) als Ausgangsgröße eines Innenraumtemperaturfühlers über eine Eingangsleitung für die Innenraumtemperatur (EI) der Gesamtregeleinrichtung (GR) zugeführt. Über eine Ausgangs­leitung (A) der Gesamtregeleinrichtung (GR) wird das Stellglied (S) im Kraftfahrzeug gesteuert. Durch die strichpunktierte Linie (RW1) sei die Rückwirkung der Steuerung des Stellgliedes (S) durch die Gesamtregelein­richtung (GR) über den Innenraum des Kraftfahrzeugs (I) gemeinsam mit den mechanischen Komponenten der Heizein­richtung auf die Innenraumtemperatur (TI) und durch die strichpunktierte Linie (RW2) sei die Rückwirkung der Steuerung des Stellglieds (S) durch die Gesamtregelein­richtung (GR) über den Wärmetauscher (W) des Kraftfahrzeugs auf die Wärmetauschertemperatur (TW) angedeutet. Durch diese Rückwirkung (R) auf die Innenraumtemperatur (TI) und damit auf eine Eingangsleitung (EI) für die Innenraum­temperatur ist angedeutet, daß es sich bei der Heizungs­regelung des Kraftfahrzeugs um einen zumindest teilweise geschlossenen Regelkreis handelt.

    [0027] Die elektrische Gesamtregeleinrichtung (GR) kann entweder diskret mit elektronischen Bauteilen aufgebaut werden oder als Teil eines Mikrorechners ausgebildet werden. Im vor­liegenden Fall sei die elektrische Gesamtregeleinrichtung (GR) aus diskreten Bausteinen aufgebaut. Bei Ausbildung der elektrischen Gesamtregeleinrichtung als Teil eines Mikrorechners wäre die Funktion der Vorrichtungsteile als Gesamtverfahren beschreibbar.

    [0028] Die elektrische Gesamtregeleinrichtung (GR) weist eine Bewertungsstufe (BS) zur Bewertung der Solltemperatur (TS) auf. Ebenso ist zur Bewertung der Innenraumtemperatur (TI) eine Bewertungsstufe (BI) als Teil der elektrischen Gesamtregeleinrichtungen (GR) vorgesehen. Die Heiz- und/­oder Kühllufttemperatur (TW) wird ebenfalls Bewertungs­stufen (BW)und (BW1) als Teil der Gesamtregeleinrichtungen zugeführt, wobei der Bewertungsstufe (BW) über eine Zweig­leitung (ZI) für die Innenraumtemperatur und über eine Zweigleitung (ZS) für die Solltemperatur auch die Ausgangs­ größen des Solltemperaturgebers und des Innenraumtempera­turfühlers zugeführt werden. Die Ausgangsgrößen der Bewertungsstufen (BS, BW, BW1 und BI) sind auf einen Summierer (SP) geschaltet, der ebenfalls als Teil der elektrischen Gesamtregeleinrichtung (GR) ausgebildet ist. Dabei geht die Ausgangsgröße der Bewertungsstufe (BS) für die Solltemperatur mit positiven Vorzeichen und die Aus­gangsgrößen der Bewertungsstufen für die Heiz- und/oder Kühllufttemperatur und die Innenraumtemperatur mit nega­tiven Vorzeichen in die Summierung ein.

    [0029] Die Ausgangsgröße des Summierers (SP) wird dem übrigen Teil der Regeleinrichtung (R) zugeführt, der z. B. abhängig von der Ausgangsgröße des Summierers (SP) die elektrischen Ausgangssignale zum Ansteuern des Stellglieds (S) über die Ausgangsleitung (A) erzeugt. Die Art der erzeugten Ausgangs­signale ist dabei abhängig von der Art des verwendeten Stellglieds. Bei luftseitig gesteuerten Heizungen z. B. kann die Regeleinrichtung (R) ein elektrisches Ausgangssignal erzeugen, das zur Positionierung einer Luftmischklappe geeignet ist. Derartige Regeleinrichtungen (R) zum Ansteuern verschiedenartiger Stellglieder (S) sowohl bei wasserseitig als auch bei luftseitig geregelten Heizungseinrichtungen sind vorbekannt.

    [0030] Zusätzlich ist über eine Eingangsleiter (EA) für die Außentemperatur (TA) der Regeleinrichtung (R) die Außen­temperatur (TA) zur Beeinflussung der Gesamtverstärkung (VR) der Regeleinrichtung unabhängig von der Gewichtung der übrigen Eingangsgrößen zuführbar. Die Gesamtverstärkung (VR) wird vorteilhaft mit dem Wert der Außentemperatur (TA) multipliziert.

    [0031] Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren, das bei der Vorrichtung des Ausführungsbeispiels nach der Figur 1 angewendet wird, teilweise unter Bezugnahme auf das Diagramm in Figur 2 erläutert.

    [0032] Die durch den Bediener des Kraftfahrzeugs voreingestellte Solltemperatur (TS) wird in der Bewertungsstufe (BS) für die Solltemperatur mit einem Verstärkungsfaktor (KS) für die Solltemperatur (TS) multipliziert. Die vom Innenraum­temperaturfühler gemessene Innenraumtemperatur (TI) wird in der Bewertungsstufe (BI) für die Innenraumtemperatur mit einem Verstärkungsfaktor (KI) für die Innenraumtempe­ratur (TI) mulipliziert. Durch die Bewertung der Soll­temperatur (TS) in der Bewertungsstufe (BS) ist es möglich, z. B. die Wirkung der voreingestellten Solltemperatur auf den Summierer (SP) zu beeinflussen. Damit ist z. B. die Anpassung der elektrischen Gesamtregeleinrichtung (GR) an die elektrischen Eigenschaften vorgegebener Solltemperatur­geber möglich, ohne daß Änderungen an dem möglicherweise vorhandenen Solltemperaturgeber notwendig sind. Durch die Bewertung der Innenraumtemperatur (TI) in der Bewertungs­stufe (BI) ist es möglich, die Wirkung der Innenraum­temperatur (TI) auf die elektrische Gesamtregeleinrichtung (GR) relativ zu den übrigen Einflußgrößen Solltemperatur (TS) und Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) zu verän­dern. Zugleich wird die Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) in der Bewertungsstufe (BW) für die Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) mit der Differenz aus der Soll­temperatur (TS) minus der Innenraumtemperatur (YI) multi­pliziert und mit einem Verstärkungsfaktor (K) bewertet. Das heißt, die Wirkung der Heiz- und/oder Kühllufttempera­tur (TW) auf den Summierer (SP) und damit auf die elektri­sche Gesamtregeleinrichtung (GR) wird im wesentlichen durch die Differenz von voreingestellter Solltemperatur (TS) und der aktuellen gemessenen Innenraumtemperatur (TI) bestimmt.

    [0033] Diese Wirkung ist im Diagramm der Figur 2 verdeutlicht. Die bereits vorbekannte Wirkung einer eventuell vorhandenen Bewertungsstufe (BW1) zur Erfassung der zeitlichen Ände­rungen (dTW/dt) der Wärmetauschertemperatur bleibt hier unberücksichtigt. Dort ist die Wirkung (W) der Innenraum­temperatur (TI) multipliziert mit dem Verstärkungsfaktor (KI) und der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) multi­ pliziert mit der Differenz von Solltemperatur (TS) minus Innenraumtemperatur (TI) und dem Verstärkungsfaktor (K) gegen die Differenz von Solltemperatur (TS) und Innenraum­temperatur (TI) aufgetragen. Aus dem Diagramm der Figur 2 ist erkennbar, daß bei Gleichheit von voreingestellter Solltemperatur (TS) und gemessener Innenraumtemperatur (TI) die Wirkung der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) im wesentlichen gleich Null ist und also die Bewertung der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) in diesem Fall ver­schwindet. Dagegen nimmt die Wirkung (W) der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) mit gröser werdender Differenz von Solltemperatur (TS) minus Innenraumtemperatur (TI) propor­tional zu, wogegen die Wirkung (W) der Innenraumtemperatur (TI) unabhängig von dieser Differenz konstant bleibt, Dies hat zur Folge, daß bei Gleichheit von voreingestellter Solltemperatur (TS) und gemessener Innenraumtemperatur (TI) die elektrische Gesamtregeleinrichtung (GR) nur abhängig von der voreingestellten Solltemperatur (TS) und der ge­messenen Innenraumtemperatur (TI) regelt. Damit ist sicher­gestellt, daß tatsächlich auf die voreingestellte Solltem­peratur (TS) als Zielwert geregelt wird. So wird eine bleibende Abweichung zwischen der Solltemperatur (TS) und der Innenraumtemperatur (TI) vermieden. Eine Drift der Innenraumtemperatur (TI) weg von der voreingestellten Solltemperatur (TS) im eingeregelten Zustand ist nicht möglich. Andererseits ist bei Vorhandensein einer Differenz zwischen der Solltemperatur (TS) und der gemessenen Innen­raumtemperatur (TI) die Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) wirksam. Dadurch wird sichergestellt, daß im Falle des nicht eingeregelten Zustands der elektrischen Gesamtregel­einrichtung (GR) die Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) als Maß für das Wärmemengenangebot des mechanischen Teils der Heizeinrichtung in die Regelung eingeht. Das heißt, soll z. B. beim Kaltstart des Kraftfahrzeugs im Winter der Innenraum von einer niedrigen Temperatur auf eine höhere Temperatur aufgeheizt werden, so ist die Differenz zwischen der Solltemperatur (TS) minus der Innenraumtemperatur (TI) groß. Eine Regeleinrichtung, die die Heiz- und/oder Kühl­ lufttemperatur (TW) unberücksichtigt läßt, würde dann durch die Regeleinrichtung das Stellglied (S) derart steuern, daß eine große Menge Luft in den Innenraum (I) des Kraftfahr­zeugs eingeblasen würde. Bei Annäherung der Innenraumtempe­ratur (TI) an die Solltemperatur (TS) würde das Stellglied derart betätigt, daß nur eine geringe Wärmemenge zugeführt wird, und die Innenraumtemperatur (TI) würde sich nur sehr langsam und für die Insassen auf Dauer unangenehm der Soll­temperatur nähern.

    [0034] Durch die Berücksichtigung der Heiz- und/oder Kühlluft­temperatur (TW) abhängig von der Differenz zwischen der voreingestellten Solltemperatur (TS) minus der herrschenden Innenraumtemperatur (TI) wird dieser Fehler bekannter Regelverfahren vermieden, denn das Stellglied (S) zum Beeinflussen der dem Innenraum (I) zugeführten Wärmemenge wird nun auch abhängig von der Heiz- und/oder Kühlluft­temperatur (TW) gesteuert. Das heißt im Falle des Kalt­starts des Kraftfahrzeugs im Winter, daß bei Annäherung der Innenraumtemperatur (TI) an die Solltemperatur (TS) zwar das Stellglied (S) der Heizeinrichtung geschlossen wird, aber um einen wesentlich geringeren Betrag als bei den vorbekannten Regelverfahren. Erst wenn nach einer bestimmten Fahrzeit die Innenraumtemperatur (TI) sich der Solltemperatur angenähert hat, wird das Stellglied (S) durch die elektrische Gesamtregeleinrichtung derart ge­steuert, daß dem Innenraum weniger erwärmte Luft und damit eine geringere Wärmemenge zum Aufheizen des Innenraums (I) zugeführt wird. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird die voreingestellte Solltemperatur (TS) also schneller er­reicht als beim Vorbekannten Eine bleibende Regelabweichung tritt hier nicht auf. Die gleichen Vorteile ergeben sich beim Sollwertsprung.

    [0035] Das Stellglied (S) wird durch die elektrische Gesamtregel­einrichtung (GR) also derart gesteuert, daß dem Innenraum (I) die größtmögliche, durch die mechanischen Teile der Heizeinrichtung lieferbare Wärmemenge zugeführt wird, wenn das Angebot an Wärmemenge groß ist, so daß die Heiz- und Kühllufttemperatur (TW) entsprechend groß ist, und wenn die Differenz zwischen der voreingestellten Solltemperatur (TS) minus der gemessenen Innenraumtemperatur (TI) einen großen Wert aufweist.

    [0036] Das Verhältnis der Wirkung (W) der Innenraumtemperatur (TI) und der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) auf den Summierer (SP) und damit auf die elektrische Gesamtregel­einrichtung (GR) ist vor allem durch die Veränderung der Verstärkungsfaktoren (K) für die Heiz- und/oder Kühlluft­temperatur (TW) und (KI) für die Innenraumtemperatur (TI) beeinflußbar. Dadurch ist das erfindungsgemäße Regelungs­verfahren besonders gut an vorhandene Heizeinrichtungen mit ihrem mechanischen Teil und der vorgegebenen Fühler- und Geberbestückung anpaßbar.

    [0037] In dem Diagramm der Figur 2 ist noch angedeutet, daß die Wirkung (W) der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) auf die elektrische Gesamtregeleinrichtung einen Maximalwert (Y) aufweist, der bei einer vorgegebenen Differenz (X) zwischen der voreingestellten Solltemperatur (TS) und der Innenraumtemperatur (TI) erreicht wird. Damit wird vermie­den, daß bei sehr großen Abweichungen der Innenraumtempera­tur (TI) von der Solltemperatur (TS) die elektrische Gesamtregeleinrichtung (GR) nur abhängig von der Heiz- und/­oder Kühllufttemperatur die Innenraumtemperatur (TI) regelt.

    [0038] Es ist ebenfalls möglich, die Wirkung (W) der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) vom Betrag der Differenz zwischen der Solltemperatur (TS) minus der Innenraumtemperatur (TI) abhängig zu machen. Dies ist besonders vorteilhaft bei Kraftfahrzeug-Klimaanlagen, bei denen der Fall eintreten kann, daß zum Erreichen der voreingestellten Solltemperatur (TS) der Innenraum des Kraftfahrzeugs durch Zuführen von kühler Luft heruntergekühlt werden muß.

    [0039] Durch die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird unter allen Betriebsbedingungen des Kraftfahrzeugs die Innenraumtemperatur wirkungsvoll und für die Kraftfahr­zeuginsassen behaglich auf die eingestellte Solltemperatur (TS) geregelt.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Regeln der Innenraumtemperatur, insbeson­dere eines Kraftfahrzeugs, bei dem die bewerteten Ausgangsgrößen eines Innenraumtemperaturfühlers, eines weiteren Temperaturfühlers und eines Solltemperatur­gebers einer elektrischen Regeleinrichtung zugeführt werden, die mindestens ein Stellglied zum Beeinflussen der dem Innenraum zugeführten Wärmemenge steuert, dadurch gekennzeichnet, daß der weitere Fühler als Heiz- und/oder Kühllufttemperaturfühler ausgebildet wird und daß die Bewertung der Heiz- und/oder Kühlluft­temperatur (TW) durch die Regeleinrichtung von der Abweichung der Innenraumtemperatur (TI) von der Soll­temperatur (TS) abhängig ist.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewertung der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) im wesentlichen proportional der Abweichung der Innen­raumtemperatur (TI) von der Solltemperatur (TS) ist.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewertung der Heiz- und/oder Kühlluffttemperatur (TW) im wesentlichen verschwindet, wenn die Innenraumtempera­tur (TI) gleich der Solltemperatur (TS) ist.
     
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewertung der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) einen Maximalwert (Y) aufweist, wenn die Abweichung der Innenraumtemperatur (TI) von der Solltemperatur (TS) einen vorgegebenen Wert (X) erreicht.
     
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewertung der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) von der Differenz zwischen Solltemperatur (TS) und Innenraumtemperatur (TI) abhängig ist.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewertung von dem Betrag der Differenz abhängig ist.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Differenz zwischen der Solltemperatur (TS) und der Innenraumtemperatur (TI) mit einem Verstärkungsfaktor (K) gewichtet wird.
     
    8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärkungsfaktor (K) konstant gewählt wird.
     
    9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärkungsfaktor (K) abhängig von der Differenz zwischen Solltemperatur (TS) und Innenraumtemperatur (TI) und/oder einer weiteren Temperatur gewählt wird.
     
    10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärkungsfaktor (K) abhängig von der Außentempe­ratur gewählt wird.
     
    11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewertung der Heiz- und/oder Kühllufttemperatur (TW) vom Quotienten aus Solltemperatur (TS) und Innenraum­temperatur (TI) und/oder vom Quotienten aus Innenraum­temperatur (TI) und Solltemperatur (TS), insbesondere verringert um den Wert 1, abhängig ist.
     
    12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewertung vom Betrag der Quotienten abhängig ist.
     
    13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich dynamische Änderungen der Ausgangsgröße des Heiz- und/oder Kühllufttemperaturfühlers der Regel­einrichtung zugeführt werden.
     
    14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtverstärkung (VR) der Regeleinrichtung (R) von der Außentemperatur (TA) abhängig ist.
     
    15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als elektrische Gesamtregeleinrichtung (GR) ein Mikro­rechner verwendet wird.
     
    16. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraumtemperaturfühler im Kraftfahrzeug im wesentlichen in einer unbewegten Luftmasse, insbesondere im Armaturenbrett angeordnet wird.
     
    17. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Heiz- und/oder Kühllufttemperaturfühler hinter einem Heiz- und/oder Kühlluftwärmetauscher angeordnet wird.
     
    18. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Heiz- und/oder Kühllufttemperaturfühler als Misch­kammertemperaturfühler oder als Ausblastemperaturfühler ausgebildet wird.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht