[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebseinrichtung wie wie im Oberbegriff des
Hauptanspruchs beschrieben ist. Eine solche Antriebseinrichtung ist in der GB 2 071
592 A beschreiben und von ihr geht die Erfindung aus.
[0002] Wasserfahrzeuge für flache Gewässer haben geringen Tiefgang und reagieren daher empfindlich
auf Gewichts- und Verdrängungsveränderungen, insbesondere wenn zur Wasserführung der
Antriebseinrichtung Kanäle oder Tunnel im Schiffskörper vorgesehen sind. Überdies
sollen derartige Fahrzeuge sehr wendig sein und müssen dabei möglichst mühelos manöveriert
werden können. Erschwerend kommt dazu, daß solche Fahrzeuge durch Grundberührung sehr
gefährdet sind.
[0003] Nach der Erkenntnis des Erfinders genügt es nicht, daß die Antriebseinrichtung geschützt,
insbesondere gegen Grundberührung, eingebaut ist, sie muß auch bei kleinstem Tiefgang
des Wasserfahrzeugs selbstansaugend funktionieren, und die Kreiselpumpe als Teil der
Antriebseinrichtung soll unter diesem und anderen Gesichtspunkten möglichst nahe dem
Ansaugquerschnitt des Kanals oder Tunnels im Schiffskörper angeordnet sein, durch
den der mittels der Kreiselpumpe zum Antrieb und zur Steuerung des Schiffs benutzte
Wasserstrahl gefördert wird. Diese Bedingungen haben zur Folge, daß die Kreiselpumpe
selbst gefährdet ist durch angesaugte Verunreinigungen des Wassers.
[0004] Es ist deshalb bei gattungsgemäßen Antriebseinrichtungen üblich, zum Schutz der Antriebseinrichtung
an der Wassereintriffsöffnung (Ansaugöffnung) ein Sieb oder Gitter vorzusehen. Derartige
Vorrichtungen sind aber unvollkommen. Entweder ist das Sieb oder Gitter eng, dann
werden die Verunreinigungen mehr oder weniger gut abgehalten, aber der Wirkungsgrad
der Kreiselpumpe sinkt ab, insbesondere wenn diese Schutzeinrichtung sich zusetzt.
Oder die Maschen sind weit, dann ist der Wirkunsgrad zunächst besser, aber die Verunreinigungen
werden nur unvollkommen abgehalten. Außerdem machen es diese der Kreiselpumpe vorgeschalteten
Schutzeinrichtungen unmöglich, die Kreiselpumpe so nahe der Ansaugöffnung des Kanals
bzw. Tunnels anzuordnen, wie es an sich wünschenswert ist, was oben bereits erläutert
wurde.
[0005] Diese Problematik ist auch bei einer anderen bekannten Antriebseinrichtung gegeben,
die obendrein nicht gattungsgemäß ist (deutsche Patentschrift 423 687). Dort verbindet
eine Pumpendruckleitung einen etwa vertikalen festen Ansaugrohrabschnitt mit einem
ebenfalls etwa senkrechten Auslaßrohrabschnitt, der als drehbare Auslaßdüse mit Schaufeln
ausgebildet ist, die gegeneinander und gegen den Düsenmantel durch eine mittlere Rippe
versteift sind. Der Ansaugrohrabschnitt ist ein Gehäuse, in dem ein ummanteltes Laufrad
zwischen feststehenden Leitschaufelkränzen angeordnet ist. Die Ummantelung des Laufrades
trägt zur Definition des Strömungskanals bei und der vor dem Laufrad angeordnete Leitschaufelkranz
soll das angesaugte Wasser dem Laufrad verlustarm zuführen. Der Mantel des Laufrades
versteift mit einer gewissen Zwangsläufigkeit das Laufrad, ohne daß dies seine Aufgabe
wäre und der Leitschaufelkranz vor dem Laufrad könnte in Grenzen im Wasser mitgeführte
Verunreinigungen vom Laufrad fernhalten, ohne daß aber auch dies seine eigentliche
Aufgabe wäre. Außerdem verhindet der Leitschaufelkranz bei dieser Lösung wie die Schutzgitter
bei gattungsgemäßen Antriebseinrichtungen eine Anordnung des Lauf- bzw. Kreiselpumpenrades
möglichst nahe am Einlaß des Strömungskanals.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Kreiselpumpe selbst gegen die besagten
Verunreinigungen unempfindlich zu machen, um so die bekannten Schutzeinrichtungen
vermeiden zu können.
[0007] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs
1 gelöst.
[0008] An sich ist ein derartiger Ring eher schädlich für den Wirkungsgrad der Kreiselpumpe.
Der Erfinder hat aber beobachtet, daß der Wirkungsgrad bei der bekannten Bauweise
mit der Zeit stark abfällt. Das war darauf zurückzuführen, daß mitgerissene Steine
u.dgl. die Blätter der Kreiselpumpe verbiegen oder auf andere Weise beschädigen, was
ihre Funktion beeinträchtigt. Durch den Ring nach der Erfindung behält der Läufer
der Kreiselpumpe seine Form und gewährleistet eine konstante Förderung, d.h. einen
konstanten Wirkungsgrad. Außerdem ist es damit möglich, das Kreiselpumpenrad erfindungsgemäß
sehr nahe - im Grenzfall sogar im - Einlaß des Strömungskanals anzuordnen. Auch bei
einer solchen Anordnung ist das Kreiselpumpenlaufrad nicht durch Steine, Äste o. dgl.
gefährdet, die im angesaugten Wasser mitgeführt werden. Das Laufrad ist eben sehr
formstabil und widerstandsfähig gegen mechanische Beschädigungen.
[0009] Da die Antriebseinrichtung nach der Erfindung ein Mitreißen von Steinen oder dergleichen
erlaubt, die die Laufruhe des Antriebs beeinträchtigen können, was wiederum Rückwirkungen
auf die Steuereinrichtung,d.h. das Steuern der Schwenkbewegung des Krümmers, verursachen
kann, ist eine Ausgestaltung mit den Merkmalen des Anspruchs 2 zweckmäßig.
[0010] Die oben geschriebene Gesamtkombination erlaubt eine sehr gedrängte Bauweise, die
mit den Merkmalen des Anspruchs 3 erzielt wird.
[0011] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung
hervor.
[0012] Die Erfindung ist anhand der Figuren 1 bis 3 beschrieben.
- Fig.1
- zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einer Propellerpumpe,
- Fig.2
- zeigt ein anderes Beispiel mit einer Propellerpumpe,
- Fig.3
- zeigt als Beispiel einen Läufer zu Zentrifugalpumpen
[0013] Die Figuren sind als Schema zu verstehen, alle Teile, die nicht zum Verständnis der
Erfindung erforderlich sind, wie Lager, Dichtungen usw., wurden fortgelassen.
[0014] Unter Kreiselpumpen werden im Sinne der Erfindung alle Pumpen mit rotierenden Läufern
verstanden. Unter Krümmer wird jede Vorrichtung verstanden, die einen Wasserstrahl
aus einer Richtung in eine andere Richtung umlenkt, so z.B. auch ein Spiralgehäuse,
das einen zur Pumpe axialen Strom in einen radialen Strom umlenkt.
[0015] In dem Rumpf 1 (Fig.1) eines flachgehenden Wasserfahrzeugs ist ein Krümmer 2 um eine
vertikale Schwenkachse 3 schwenkbar gelagert. Der Krümmer besteht aus einem Ansaugrohr
5 mit einer Ansaugöffnung 9 und einem Ausstoßrohr 6. Das Ausstoßrohr kann als Düse
ausgebildet sein. Zwischen Ansaug- und Ausstoßrohr ist eine Propellerpumpe 7 gelagert,
die am unteren Ende einer Pumpenwelle 8 befestigt ist. Die Pumpenwelle ist im Krümmer
2 exzentrisch und parallel zur Schwenkachse 3 angeordnet. Das Ausstoßrohr ist schräg
nach unten gerichtet, wodurch eine Antriebskomponente für das Schiff hervorgerufen
wird. Durch die Exzentrizität ergibt sich ein kleiner umbauter Raum für das Gehäuse
10 des Krümmers 2. Der Krümmer ragt nicht unter den Schiffsboden 4 oder den Kiel.
Der Propeller der Propellerpumpe ist dicht über der Ansaugöffnung angeordnet.
[0016] Das Gehäuse 10 des Krümmers kann ganz oder teilweise aus schäumbaren Kunststoff bestehen,
wodurch ein dichtes und sehr leichtes Gehäuse erzielt wird. Die Lagerung des Gehäuses
ist mit 11 und Dichtungen mit 12 schematisch angedeutet. Es sind alle bekannten Gesichtspumpte
für geeignete Lagerungen und Dichtungen zu berücksichtigen. Die Schwenkbewegung des
Krümmers 2 bzw. seines Gehäuses 10 wird von einem Steuermotor 13 angetrieben, der
über eine Schnecke 14 und ein Schneckenrad 15 auf den Krümmer einwirkt. Dieses Schneckengetriebe
ist selbsthemmend. Die Rotation der Propellerpumpe 7 wird von einem Antriebsmotor
16 angetrieben, der im Rumpf 1 gelagert ist. Vom Antriebsmotor aus wirkt der Antrieb
gegebenenfalls über eine Kupplung 17, eine Gelenkwelle 18, ein Kegelritzel 19 auf
ein Kegelrad 20, das auf einer Übertragungswelle 21 sitzt, die in der Schwenkachse
3 des Krümmers 2 drehbar gelagert ist. Am freien Ende der Übertragungswelle ist ein
Zahnrad 22 angeordnet, das mit einem zweiten Zahnrad 23 kämmt, welches am oberen Ende
der Propellerwelle8 befestigt ist. Durch die Exzentrizität der Propellerwelle ist
ein extrem kleiner Durchmesser des Krümmergehäuses erzielbar. Die Propellerblätter
24 der Propellerpumpe 7 sind mit einem Ring 25 miteinander verbunden. Der Krümmer
kann dadurch erleichtert werden, daß das Gehäuse 10 ganz oder teilweise aus schäumbarem
Kunststoff hergestellt wird.
[0017] Figur 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei der die Pumpenwelle 30 der
Propellerpumpe 33 und das Ansaugrohr 31 in die Ausaugrichtung geneigt sind. Dadurch
ergibt sich ein geringerer Ansaugwiderstand, zumal die Ansaugoffnung hydrodynamisch
günstig gestaltet werden kann. Ferner ergibt auch der Sog des Propellers eine Komponente
in der Antriebsrichtung. Die Propellerwelle 30 kann mit der Übertragungswelle 21 mittels
eines Kugelgelenks 32 oder eines Kegelradgetriebes oder einer Gelenkwelle oder einem
anderen geeigneten Element gekuppelt werden. Das Drehmoment kann auch dadurch übertragen
werden, daß der Antriebsmotor 16 eine Pumpe oder Stromerzeuger antreibt und an der
Propellerwelle 30 ein dazugehöriger hydraulischer oder elektrischer Motor angeordnet
ist. Dadurch kann sich eine sehr vorteilhafte Möglichkeit zur Verteilung von Motor
und einer oder mehrerer Strahlantriebsvorrichtungen im Schiff ergeben. Für die Schwenkbewegung
ist wieder der Steuermotor 13 vorgesehen, der über das selbsthemmende Schneckengetriebe
14, 15 den Krümmer 2 antreibt. Die Blätter 34 der Propellerpumpe 33 werden mit einem
Ring 35 miteinander verbunden, der ihnen die gewünschte Stabilität verleiht.
[0018] Die Propellerpumpe kann durch eine Zentrifugalpumpe 40 gemäß Fig. 3 ersetzt werden,
die mit geneigter Pumpenwelle in den Krümmer 2 so eingebaut ist, daß die Zentrifugalpumpe
exzentrisch liegt.
[0019] Die Schaufeln 45 der Zentrifugalpumpe sind untereinander mit einem Ring 46 verbunden,
wodurch deren gewünschte Stabilität gewährleistet wird.
Begriffsliste
[0020]
- 1
- Rumpf
- 2
- Krümmer
- 3
- Schwenkachse
- 4
- Boden
- 5
- Ansaugrohr
- 6
- Ausstoßrohr
- 7
- Propellerpumpe
- 8
- Pumpenwelle
- 9
- Ansaugöffnung
- 10
- Gehäuse
- 11
- Lager
- 12
- Dichtung
- 13
- Steuermotor
- 14
- Schnecke
- 15
- Schneckenrad
- 16
- Antriebsmotor
- 17
- Kupplung
- 18
- Gelenkwelle
- 19
- Kegelritzel
- 20
- Kegelrad
- 21
- Übertragungswelle
- 22
- Zahnrad
- 23
- Zahnrad
- 24
- Propellerblätter
- 25
- Ring
- 26
- 27
- 28
- 29
- 30
- Pumpenwelle
- 31
- Ausaugrohr
- 32
- Kugelgelenk
- 33
- Propellerpumpe
- 34
- Blätter
- 35
- Ring
- 36
- 37
- 38
- 39
- 40
- Zentrifugalpumpe
- 41
- 42
- 43
- 44
- 45
- Schaufeln
- 46
- Ring
1. Antriebseinrictung für flachgehende Wasserfahrzeuge mit einem um eine vertikale Schwenkachse
(3) schwenkbaren Gehäuse (10), das einen von einem Ansaugrohr (5) und einem Ausstoßrohr
(6) gebildeten Rohrkrümmer umschließt, wobei zwischen dem Ende des Ansaugrohres (5)
und dem Anfang des Ausstoßrohres (6) ein Kreiselpumpenrad (7) um eine zur Schwenkachse
(3) seitlich versetzt drehbar angeordnet ist und wobei weiter die Einlaßöffnung des
Ansaugrohres und die Auslaßöffnung des Ausstoßrohres in der Ebene des Bodens (4) des
Schiffsrumpfes liegen und schließlich das Ansaugrohr und das Ausstoßrohr schräg zum
Boden des Schiffsrumpfes hin verlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung des Kreiselpumpenrades (7) dicht oberhalb der Einlaßöffnung des
Ansaugrohres im Sinn einer Anordnung möglichst in dieser Einlaßöffnung und bei Verzicht
auf eine Schutzeinrichtung zwischen dem Kreiselpumpenrad und der Einlaßöffnung die
Schaufeln des von Haus aus nicht ummantelten Kreiselpumpenrades am Außenumfang durch
einen die Schaufelstabilität gewährleistenden Ring (25) miteinander verbunden sind.
2. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der schwenkbare Krümmer (2) von einem Motor (13) aus über ein selbsthemmendes
Schneckengetriebe (14, 15) antreibbar ist.
3. Antriebseinrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationsachse der Pumpenwelle (8,30,41) außermittig der Schwenkachse (3)
des Krümmers (2) angeordnet ist.
1. A propulsion system for shallow-draught watercraft, comprising a housing (10) pivotable
about a vertical pivot axis (3) and enclosing a pipe bend formed by an intake pipe
(5) and an ejector pipe (6), a centrifugal pump impeller (7) being disposed between
the end of the intake pipe (5) and the start of the ejector pipe (6) for rotation
about an axis laterally offset from the pivot axis (3), the inlet opening of the intake
pipe and the outlet opening of the ejector pipe being situated in the plane of the
bottom (4) of the hull and, finally, the intake pipe and the ejector pipe extending
at an angle to the bottom of the hull, characterised in that the centrifugal pump
impeller (7) is disposed closely above the inlet aperture of the intake pipe in such
manner as to be disposed in said opening as far as possible and while no protective
means are provided between the centrifugal pump impeller and the inlet aperture the
blades of the centrifugal pump impeller, which are left unshrouded, are interconnected
at the outer periphery by a ring (25) guaranteeing the blade stability.
2. A propulsion system according to claim 1, characterised in that the pivotable bend
(2) is adapted to be driven from a motor (13) via a self-locking wormgear (14, 15).
3. A propulsion system according to at least one of claims 1 and 2, characterised in
that the rotational axis of the pump shaft (8, 30, 41) is disposed eccentrically of
the pivot axis (3) of the bend (2).
1. Dispositif de propulsion pour navires à faible tirant d'eau, comportant un carter
(10) susceptible de pivoter autour d'un axe de pivotement (3) et renfermant une tubulure
coudée constituée par un conduit d'aspiration (5) et un conduit d'éjection (6), un
rotor de pompe centrifuge (7) étant disposé entre la fin du conduit d'aspiration (5)
et le début du conduit d'éjection (6) en étant monté tournant sur un axe décalé latéralement
par rapport à l'axe de pivotement (3), l'ouverture d'entrée du conduit d'aspiration
et l'ouverture de sortie du conduit d'éjection étant, par ailleurs, situées dans le
plan du fond de carène (4) de la coque du navire, et le conduit d'aspiration ainsi
que le conduit d'éjection s'étendant finalement de manière inclinée par rapport au
fond de carène de la coque du navire, caractérisé en ce que pour une disposition du
rotor de pompe centrifuge (7) directement au-dessus de l'ouverture d'entrée du conduit
d'aspiration dans le sens d'une disposition la plus proche possible de cette ouverture
d'aspiration, et en renonçant à un système de protection entre le rotor de pompe centrifuge
et l'ouverture d'entrée, les aubes du rotor de pompe centrifuge qui d'origine est
dépourvu d'une enveloppe, sont reliées entre-elles sur leur périphérie extérieure,
par un anneau (25) garantissant la stabilité des aubes.
2. Dispositif de propulsion selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tubulure
coudée (2) peut être entraînée à partir d'un moteur (13), par l'intermédiaire d'une
transmission à vis sans fin (14, 15) irréversible.
3. Dispositif de propulsion selon au moins l'une des revendications 1 et 2, caractérisé
en ce que l'axe de rotation de l'arbre de pompe (8, 30, 41) est disposé de manière
excentrée par rapport à l'axe de pivotement (3) de la tubulure coudée (2).