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(11) |
EP 0 241 817 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.11.1989 Patentblatt 1989/44 |
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Anmeldetag: 02.04.1987 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: F25J 3/04 |
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Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Stickstoff
Process and apparatus for the production of nitrogen
Procédé et dispositif de production d'azote
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE GB NL |
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Priorität: |
02.04.1986 DE 3610973
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.10.1987 Patentblatt 1987/43 |
| (73) |
Patentinhaber: Linde Aktiengesellschaft |
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65189 Wiesbaden (DE) |
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Erfinder: |
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- Schweigert, Karl-Heinz, Dipl.-Ing.
D-8000 München 70 (DE)
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Vertreter: Schaefer, Gerhard, Dr. |
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Linde Aktiengesellschaft
Zentrale Patentabteilung 82049 Höllriegelskreuth 82049 Höllriegelskreuth (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 144 430 DE-A- 3 035 844
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DE-A- 2 854 508 US-A- 3 620 032
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- Hansen/Linde, "Tieftemperaturtechnik", S. 282/283
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Stickstoff durch Tieftemperaturrektifikation
von Luft, bei dem die Luft verdichtet und in zwei Teilströme geteilt wird, von denen
der erste abgekühlt und einer einstufigen Rektifikation zugeführt wird, während der
zweite nachverdichtet, abgekühlt, entspannt und ebenfalls der Rektifikation zugeführt
wird, und bei dem der Stickstoff von einem oberen Abschnitt der Rektifikation entnommen
wird. Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zur Durchführung eines derartigen
Verfahrens.
[0002] Durch die DE-OS 30 35 844 ist bereits ein Verfahren der eingangs genannten Art bekannt
geworden. Die Druckschrift zeigt ein Verfahren zur Gewinnung von Sauerstoff mittlerer
Reinheit, wobei - insbesondere bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 - ein Stickstoffstrom
mit im wesentlichen Atmosphärendruck gewonnen wird. Der erste, nicht nachverdichtete
Teilluftstrom wird bei diesem Verfahren unmittelbar nach seiner Abkühlung in die Rektifikationskolonne
geleitet, während der zweite, nachverdichtete Teilstrom nach seiner Abkühlung in Wärmetausch
mit Zerlegungsprodukten noch in Wärmetausch mit Sumpfflüssig keit aus der Rektifikation
gebracht und anschließend drosselentspannt wird, bevor er ebenfalls in die Rektifikationskolonne
geleitet wird. Vom Kopf der Rektifikationskolonne wird ein Stickstoffstrom entnommen,
der arbeitsleistend auf etwa Atmosphärendruck entspannt wird. Der größte Teil der
bei der Entspannung des Stickstoffs gewonnenen Arbeitsleistung wird auf den Nachverdichter
für den zweiten Teilluftstrom übertragen.
[0003] Dieses Verfahren weist den Nachteil auf, daß der mit einem Druck von ca. 3,3 bar
gewonnene Stickstoff entspannt werden muß, um den Luft-Nachverdichter anzutreiben.
Wird vom Verbraucher Stickstoff mit erhöhtem Druck gewünscht, so muß der Stickstoff
von Atmosphärendruck auf den gewünschten Druck verdichtet werden. Sofern der mit erhöhtem
Druck aus der Rektifikation gewonnene Stickstoff ohne vorherige Entspannung an den
Verbraucher abgegeben wird, muß zusätzlich Energie für die Nachverdichtung des zweiten
Teilluftstroms aufgewendet werden, was ebenfalls unwirtschaftlich ist.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Gewinnung
von Stickstoff der eingangs genannten Art zu entwickeln, mit dem auf wirtschaftliche
Weise Stickstoff mit überatmosphärischem Druck gewonnen werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der erste (nicht nachverdichtete)
Teilstrom, bevor er der Rektifikation zugeführt wird, in Wärmetausch mit Sumpfflüssigkeit
aus der Rektifikation gebracht wird, daß die Entspannung des zweiten Teilstromes arbeitsleistend
durchgeführt wird und daß mindestens ein Teil der bei der Entspannung geleisteten
Arbeit zur Nachverdichtung des zweiten Teilstromes eingesetzt wird.
[0006] Im Gegensatz zu dem vorbekannten Verfahren wird erfindungsgemäß der nicht nachverdichtete
Teilluftstrom für die Beheizung des Säulensumpfes verwendet. Durch das Beheizen des
Sumpfes erhöht sich im Sumpf der Sauerstoffgehalt. Gleichzeitig steigt der Stickstoffgehalt
im Kopf der Rektifizierkolonne, so daß eine hohe Ausbeute sichergestellt ist. Der
gesamte zweite Luft-Teilstrom, der nun nicht mehr, wie beim vorbekannten Verfahren,
zur Beheizung des Kolonnensumpfes herangezogen wird, wird nach seiner Verdichtung
arbeitsleistend entspannt, wobei die bei der Entspannung geleistete Arbeit mindestens
teilweise auf den Nachverdichter für den zweiten Teilluftstrom übertragen wird. Dadurch
ist es nicht mehr erforderlich, den bei der Rektifikation gewonnenen Stickstoff zum
Antrieb des Nachverdichters zu entspannen. Der Stickstoff kann direkt unter dem erhöhten
Druck der Rektifikation als Produkt entnommen werden.
[0007] Die kombinierte Nachverdichtung und Entspannung eines Teiles der Luft ist bei Doppelsäulenverfahren
zur Gewinnung von drucklosem Stickstoff bekannt (DE-A 2 854 508). Ebenso ist es für
sich bekannt, zu zerlegende Luft in Wärmetausch mit dem Sumpf der Rektifikation zu
bringen (bspw. EP-A 144 430). Jedoch ist es nur mit dem erfindungemä- ßen Verfahren
möglich, das gestellte Ziel zu erreichen und auf derart wirtschaftliche Weise Stickstoff
mit erhöhtem Druck zu gewinnen.
[0008] Bei einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Stickstoff
bei einem Druck zwischen 3 und 10 bar gewonnen. Vorzugsweise beträgt der Stickstoffdruck
zwischen 3 und 6 bar.
[0009] Es erweist sich als zweckmäßig, wenn gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens der zweiten Teilstrom vor seiner Entspannung eine höhere Temperatur als
der erste Teilstrom vor seinem Wärmetausch mit der Sumpfflüssigkeit aufweist.
[0010] Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird Sumpfflüssigkeit
aus der Rektifikation in Wärmetausch mit dabei zumindest teilweise kondensierendem
Stickstoff im Kopf der Rektifikation verdampft und dabei entstehendes Restgas zur
Regenerierung einer Reinigungsstufe für die zu zerlegende Luft verwendet. Die Luft
wird vorzugsweise in Molsieben gereinigt, die mit dem anfallenden Restgas, oder zumindest
einem Teilstrom davon,regeneriert werden.
[0011] Eine Vorrichtung zur Erzeugung von Stickstoff durch Tieftemperaturrektifikation von
Luft mit einer Rektifizierkolonne, die mit einer Zuführungsleitung für zu zerlegende
Luft verbunden ist, wobei von der Zuführungsleitung eine einen Verdichter und eine
Entspannungseinrichtung enthaltende Zweigleitung abzweigt, die ebenfalls in die Rektifizierkolonne
mündet, ist dadurch gekennzeichnet, daß in der Zweigleitung ein Wärmetauscher angeordnet
ist, der mit dem Sumpf der Rektifizierkolonne in wärmetauschender Verbindung steht.
[0012] Der Wärmetauscher kann außerhalb der Rektifizierkolonne angeordnet sein, wobei seine
Heizflächen einerseits mit der Sumpfflüssigkeit und andererseits mit dem Gasraum oberhalb
der Flüssigkeit in Verbindung stehen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des
Erfindungsgegenstandes ist der Wärmetauscher im Sumpf der Rektifizierkolonne angeordnet.
[0013] Die Erfindung sowie weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand eines schematisch
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Hierbei zeigt die Figur eine schematische
Darstellung eines Verfahrens zur Erzeugung von Stickstoff unter er höhtem Druck.
[0014] Zu zerlegende Luft 1 wird in einem Verdichter 2 von etwa 1 bar auf 6 bar verdichtet.
Die verdichtete Luft wird einer Reinigungsstufe 3 zugeführt, in der in der Luft enthaltene
Verunreinigungen, insbesondere Wasser und Kohlendioxid entfernt werden. Bei der Reinigungsstufe
3 handelt es sich vorzugsweise um in periodischem Wechsel betriebene Molsiebe, die
jeweils abwechselnd beladen und regeneriert werden.
[0015] Die gereinigte Luft wird in zwei Teilströme 4, 5 aufgeteilt. Der erste Teilstrom
5, der mengenmäßig etwa 40 % der zu zerlegenden Luft beträgt, wird in einem Wärmetauscher
6 in Wärmetausch mit Zerlegungsprodukten auf etwa 100 K abgekühlt und anschließend
in einem Wärmetauscher 10, der in der Sumpfflüssigkeit 11 einer Rektifizierkolonne
7 angeordnet ist, in Wärmetausch mit der dabei teilweise verdampfenden Sumpfflüssigkeit
11 weiter abgekühlt und mindestens zum Teil verflüssigt, bevor er in die Rektifizierkolonne
7 eingeleitet wird.
[0016] Der zweite Teilstrom 4 (etwa 60 % der zu zerlegenden Luft) wird in einem Nachverdichter
8 auf einen Druck von etwa 7 bar nachverdichtet und anschließend ebenfalls in dem
Wärmetauscher 6 in Wärmetausch mit Zerlegungsprodukten abgekühlt. Der zweite Teilstrom
4 wird an einer Zwischenstelle aus dem Wärmetauscher 6 entnommen. Seine Temperatur
beträgt etwa 120 K und ist damit höher als die Temperatur des ersten Teilstroms bei
seiner Entnahme aus dem Wärmetauscher 6. Der zweite Teilstrom wird anschließend in
einer Turbine 9 arbeitsleistend auf einen Druck von ca. 4 bar entspannt und in die
Rektifizierkolonne 7 geleitet. Durch die vorzeitige Entnahme des zweiten Teilstroms
aus dem Wärmetauscher 6 ist sichergestellt, daß in der Turbine 9 keine Entspannung
ins Naßdampfgebiet erfolgt. Die an der Turbine 9 gewonnene Arbeit wird vollständig
auf den Nachverdichter 8 übertragen.
[0017] In der Rektifizierkolonne 7, die bei einem Druck von ca. 4 bar betrieben wird, findet
eine Zerlegung der Luft in eine sauerstoffreiche Flüssigkeit 11, die sich im Sumpf
der Rektifizierkolonne sammelt und eine stickstoffreiche Gasfraktion, die sich im
Kopf der Rektifizierkolonne sammelt, statt. Der Stickstoff wird über eine Leitung
17 vom Kopf der Rektifizierkolonne 7 mit einer Reinheit von ca. 99,9999 % entnommen
und in dem Wärmetauscher 6 in Wärmetausch mit den beiden Luft-Teilströmen 4, 5 angewärmt,
vor er aus der Anlage abgezogen wird. Der Druck des gewonnenen Stickstoffs ist (abgesehen
von Druckverlusten beim Durchgang durch den Wärmetauscher 6) gleich dem Druck in der
Rektifizierkolonne 7.
[0018] Vom Sumpf der Rektifizierkolonne 7 wird sauerstoffreiche Flüssigkeit über eine Leitung
12 entnommen und, nach Unterkühlung in einem Wärmetauscher 13 einem Kondensator-Verdampfer
im Kopf der Rektifziersäule 7 zugeführt. Die sauerstoffreiche Flüssigkeit wird dort
in Wärmetausch mit kondensierendem Stickstoff, der als Rücklaufflüssigkeit in die
Rektifizierkolonne zurückrieselt, verdampft. Das dabei entstehende Restgas wird über
eine Leitung 14 entnommen und, nach Anwärmung im Wärmetauscher 13, dem Wärmetauscher
6 zugeführt, wo es in Wärmetausch mit den Luft-Teilströmen 4, 5 weiter angewärmt wird.
Ein Teil des Restgases (Leitung 15) wird aus der Anlage abgezogen, ein anderer Teil
(Leitung 16) wird als Regeneriergas der Reinigungsstufe 2 zugeführt.
1. Verfahren zur Erzeugung von Stickstoff durch Tieftemperaturrektifikation von Luft,
bei dem die Luft verdichtet und in zwei Teilströme aufgeteilt wird, von denen der
erste abgekühlt und einer einstufigen Rektifikation zugeführt wird, während der zweite
nachverdichtet, abgekühlt, entspannt und ebenfalls der Rektifikation zugeführt wird
und bei dem Stickstoff von einem oberen Abschnitt der Rektifikation entnommen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Teilstrom (5), bevor er der Rektifikation (7)
zugeführt wird, in Wärmetausch mit Sumpfflüssigkeit (11) aus der Rektifikation (7)
gebracht wird, daß die Entspannung des zweiten Teilstromes (4) arbeitsleistend durchgeführt
wird und daß mindestens ein Teil der bei der Entspannung geleisteten Arbeit zur Nachverdichtung
des zweiten Teilstromes (4) eingesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stickstoff (17) bei
einem Druck zwischen 3 und 6 bar gewonnen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Teilstrom
(4) vor seiner Entspannung eine höhere Temperatur als der erste Teilstrom (5) vor
seinem Wärmetausch mit der Sumpfflüssigkeit (11) aufweist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Sumpfflüssigkeit
(11) aus der Rektifikation (7) in Wärmetausch mit dabei zumindest teilweise kondensierendem
Stickstoff im Kopf der Rektifikation (7) verdampft und dabei entstehendes Restgas
(16) zur Regenerierung einer Reinigungsstufe (3) für die zu zerlegende Luft verwendet
wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur Erzeugung von Stickstoff durch
Tieftemperaturrektifikation von Luft nach Anspruch 1 mit einer einstufigen Rektifizierkolonne
(7), die mit einer Zuführungsleitung (1, 5) für zu zerlegende Luft verbunden ist,
wobei von der Zuführungsleitung eine einen Verdichter (8), einen Kühler und eine Entspannungseinrichtung
enthaltende Zweigleitung (4) abzweigt, die ebenfalls in die Rektifizierkolonne mündet,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Zuführungsleitung ein Wärmetauscher (10) angeordnet
ist, der mit dem Sumpf der Rektifiziersäule (7) in wärmetauschender Verbindung steht,
und daß die Entspannungseinrichtung als Turbine (9) ausgebildet und mit dem Verdichter
(8) zur Übertragung zumindest eines Teils der Entspannungsleistung gekoppelt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmetauscher (10)
im Sumpf der Rektifizierkolonne (7) angeordnet ist.
1. Procédé pour la production d'azote par rectification à basse température d'un courant
d'air, dans lequel le courant d'air est comprimé et divisé en deux courants partiels
dont le premier est envoyé, après refroidissement, à une colonne de rectification
à un étage tandis que le second est à nouveau comprimé, puis refroidi, détendu et
également soumis à la rectification, l'azote correspondant à la fraction supérieure
de la rectification étant extrait, caractérisé en ce que le premier courant partiel
(5), avant d'être introduit dans la colonne de rectification subit un échange thermique
avec le liquide de cuve, en ce que l'on récupère l'énergie produite par la détente
du deuxième courant (4) et en ce qu'au moins une partie de l'énergie de cette détente
est récupérée au niveau de la seconde compression que subit le deuxième courant partiel
(4).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'azote (17) est obtenu
sous une pression comprise entre 3 et 6 bars.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce le second courant partiel
(4) présente, avant d'être détendu, une température supérieure à celle du premier
courant partiel (5) avant ledit échange thermique avec le liquide de bas de cuve (11).
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le liquide
de cuve (11) de la colonne de rectification se vaporise en tête de la colonne de rectification
(7) par échange thermique avec l'azote, au moins en partie condensé et en ce que le
gaz résiduaire (16) ainsi produit est utilisé pour la régénération dans un étage de
lavage (3) de l'air à fractionner.
5. Installation pour la conduite de procédé de production d'azote par rectification
de l'air à basse température selon la revendication 1 comprenant une colonne de rectification
(7) à un étage qui est alimentée par une conduite d'amenée (1, 5) d'air à fractionner,
de laquelle conduite d'amenée part une conduite de dérivation (4) comportant un compresseur
(8), un refroidisseur et un dispositif de détente, cette conduite de dérivation qui
débouche également au pied de la colonne de rectification, cette installation étant
caractérisée en ce que dans la conduite d'alimentation de la colonne est aménagé un
échangeur de chaleur (10) qui est en échange thermique avec le liquide se trouvant
en cuve de la colonne de rectification (7) et en ce que le dispositif de détente est
sous forme de turbine (9) qui est couplée au compresseur (8) pour que ce dernier reçoive
une partie de la puissance de la détente.
6. Installation selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'échangeur de chaleur
(10) est placé en cuve de la colonne de rectification (7).
1. A process for the production of nitrogen through the low temperature rectification
of air, wherein the air is compressed and divided into two sub-streams, of which the
first is cooled and supplied to a singe-step rectification stage whilst the second
is subjected to secondary compression, cooled, expanded and likewise supplied to the
rectification stage, and wherein the nitrogen is obtained from an upper section of
the rectification stage, characterised in that before it is supplied to the rectification
stage (7) the first sub-stream (5) is brought into heat exchange with sump fluid (11)
from the rectification stage (7), that the expansion of the second sub-stream (4)
is carried out with the production of work and that at least a part of the work produced
by the expansion is used for the secondary compression of the second sub-stream (4).
2. A process as claimed in claim 1, characterised in that the nitrogen (17) is obtained
at a pressure of between 3 and 6 bar.
3. A process as claimed in claim 1 or claim 2, characterised in that the second sub-stream
(4) prior to its expansion has a higher temperature than the first sub-stream (5)
prior to its heat exchange with the sump fluid (11).
4. A process as claimed in one of the claims 1 to 3, characterised in that the sump
fluid (11) from the rectification stage (7) is vaporised at the head of the rectification
stage (7) in heat exchange with at least partially condensing nitrogen and residual
gas (16) which is thereby produced is used for the regeneration of a purification
stage (3) for the air which is to be separated.
5. A device for the execution of the process for the production of nitrogen through
the low temperature rectification of air as claimed in claim 1, comprising a one-step
rectification column (7) which is connected to a supply line (1, 5) for air which
is to be separated, where a branch line (4) comprising a compressor (8), a cooler
and an expansion device branches off from the supply line and likewise leads into
the rectification column, characterised in that a heat exchanger (10) connected to
the sump of the rectification column (7) in heat-exchanging fashion is arranged in
the supply line, and that the expansion device is designed as a turbine (9) and is
coupled to the compressor (8) for the transmission of at least a part of the expansion
power.
6. A device as claimed in claim 5, characterised in that the heat exchanger (10) is
arranged in the sump of the rectification column (7).
