[0001] Die Erfindung betrifft ein Schwert für ein Segelbrett, welches in einem Schwertkasten
um eine Achse zwischen einer im wesentlichen senkrechten und einer im Schwertkasten
eingeklappten Stellung schwenkbar gelagert ist und von der Oberseite her mittels einer
Fußbetätigungseinrichtung verstellbar ist, die aus einem Schlitten besteht, welcher
in Schienen geführt, parallel zur Längsmittelachse des Segelbrettes verschiebbar und
mit dem Schwert über einen Schubhebel verbunden ist, dessen eines Ende um eine erste
Schwenkachse schwenkbar am Schlitten befestigt ist und dessen anderes Ende um eine
zweite Schwenkachse am Schwert befestigt ist, welche im Abstand zur Achse des Schwertes
angeordnet ist.
[0002] Ein derartiges Schwert mit Fußbetätigungseinrichtung zum Verschwenken des Schwertes
ist aus der CH-A 656 360 bekannt.Aus der DE-A 28 28 859 ist eine ähnliche Einrichtung
für ein Segelbrett bekannt, allerdings nicht zum Verschwenken des Schwertes sondern
einer Finne. Beide bekannten Einrichtungen verwenden Rasteinrichtungen, um den Schlitten
in gewünschten Positionen, insbesondere seiner vordersten Stellung, in welcher das
Schwert vollständig eingeklappt ist, zu arretieren. Die Rasteinrichtung ist bei voll
eingeklapptem Schwert hoch belastet und Erschütterungen z.B. beim Transport aber
auch in Fahrt, wenn das Segelbrett auf eine Welle schlägt, können zur unerwünschten
Freigabe der Arretierung führen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist est, eine einfache Konstruktion eines Schwertes der eingangs
genannten Art zu schaffen, welche gleichzeitig die Einhaltung der eingestellten Lage
einschließlich und insbesondere der voll eingeklappten Lage des Schwertes zuverlässig
sicher stellt.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schwenkachsen des Schubhebels
derart angeordnet sind, daß in der vollständig eingeklappten Lage des Schwertes, welche
der vordersten Stellung des Schlittens entspricht, der Totpunkt des Hebels überschritten
ist. Hierdurch wird eine sichere Verriegelung des Schwertes in dieser Lage ohne zusätzlichen
Aufwand erreicht.
[0005] Mit den Gegenständen der Ansprüche 2 und 3 wird eine besonders vorteilhafte Anordnung
des Schubhebels zur Arretierung des Schwertes in der voll eingeklappten Stellung erzielt.
Eine zusätzliche Arretierung ist nur noch in der voll ausgefahrenen Stellung des
Schwertes nötig. Obwohl es im Rahmen der Erfindung liegt, das Schwert auch in verschiedenen
Zwischenstellungen zu arretieren, so ist das zusätzliche Verriegeln nur in der voll
ausgefahrenen Stellung ausreichend und vereinfacht die Verriegelungseinrichtung und
deren Handhabung, insbesondere, wenn der Schlitten eine Fußschlaufe zur Fußbetätigung
aufweist.
[0006] Diese Verriegelungseinrichtung besteht bevorzugt aus in Abständen im oberen freien
Schenkel eines oder der U-Profilstücke vorgesehenen Rastöffnungen und aus einer oder
mehreren am Schlitten befestigten Rastzapfen, wobei die Rastzapfen durch Herunterdrücken
des Schlittens gegen auf den unteren freien Schenkel der U-Profilstücke gleitende
Federn lös bar sind. Durch diese Konstruktion wird auch in Zwischen-Stellungen eine
sichere Verriegelung der gewählten Schwertstellung gewährleistet, da aufgrund der
Fußbetätigung die Federn ausreichend dimensioniert werden können, um ein sicheres
Halten der Rastzapfen in den Rastöffnungen zu gewährleisten.
[0007] Diese Ausführungsform kann bevorzugt dadurch weitergebildet werden, daß an den Federn
Rollen gelagert sind, welche in den U-Profilstücken laufen. Hierdurch wird die Leichtgängigkeit
der Konstruktion verbessert.
[0008] Bei einer abgewandelten Ausführungsform nach der Neuerung besteht die Verriegelungseinrichtung
aus sägezahnähnlichen Rasterhebungen an den unteren freien Schenkeln der U-Profilstücke
und aus Rastkanten am Schlitten, wobei die Rastkanten durch Anheben oder Kippen des
Schlittens lösbar sind.
[0009] Im einzelnen ist es hierbei möglich, das Vorderende des Schlittens auf Rollen in
den U-Profilstücken zu lagern, so daß die Hinterkante des Schlittens die Rastkanten
bildet.
[0010] Im einzelnen wird in diesem Zusammenhang vorteilhaft sein, die unteren Schenkel der
U-Profilstücke an den freien Kanten mit je einer nach oben umgebogenen Leiste zu
versehen, welche die Rasterhebungen aufweist. Hierdurch wird der Lauf der Rolle am
Vorderende des Schlittens nicht durch die Rasterhebungen behindert.
[0011] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform nach der Neuerung ist die Verriegelungseinrichtung
für eine Bewegung des Schlittens nach vorne überfahrbar ausgebildet. Dies bietet
den Vorteil, daß trotz sicherer Verriegelung des Schwertes beim Auflaufen auf ein
Hindernis eine Beschädigung des Schwertes selbst ausgeschlossen werden kann, indem
dieses unter Verschiebung des Schlittens nach vorne nach hinten ausweichen kann.
[0012] Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung nach der Neuerung ist vorgesehen,
daß, wie an sich bekannt, an beiden unteren Längskanten des Schwertkastens Dichtlippen
vorgesehen sind und daß hinter den Dichtlippen eine Ausnehmung ausgebildet ist,
welche einen Einschub zum Verschliessen des Schwertkasten aufnimmt. Diese Ausführungsform
ist besonders vorteilhaft, da es in vielen Fällen gewünscht wird, wegen des oben austretenden
Spritzwassers bei Nichtbenutzung des Schwertes in der Gleitphase oder beim Geschwindigkeitsfahren
diesen zu verschließen. Durch die Neuerung ist es möglich, dies ohne Herausnehmen
des Schwertes durchführen zu können, indem lediglich der Einschub in die Ausnehmung
eingesetzt wird. Der Einschub wird dann durch die Elastizität der Dichtlippen sichergehalten.
Dieses Merkmal nach der Neuerung stellt darüberhinaus eine Verbesserung der Sicherheit
dar, da, sollte der Wind nachlassen, der Einschub auch auf dem Wasser einfach herausgenommen
werden kann und das Schwert in der üblichen Weise benutzbar ist.
[0013] Die Ausnehmung ist bevorzug derart bemessen, daß der Einschub durch eine Segellatte
gebildet werden kann. Dies stellt die kostengünstigste Lösung dar.
[0014] Im folgenden wird die Neuerung anhand von in den Zeichnungen beispielhaft veranschaulichten
Ausführungsformen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Ausschnitt eines Segelbretts mit dem Schwert nach der Neuerung in Draufsicht;
Fig. 2 eine Schnittansicht des Schwertes in zwei verschiedenen Stellungen;
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Ausführungsform des Schlittens in vergrößerter Darstellung;
Fig. 4 eine Schnittansicht längs der Linie IV-IV von Fig. 3;
Fig. 5 eine teilweise aufgebrochene Draufsicht des Schlittens gemäß Fig. 4, wobei
die Fußschlaufe weggelassen wurde;
Fig. 6 eine Detailansicht einer abgewandelten Einzelheit des Schlittens gemäß Fig.
3;
Fig. 7 eine schematische Schnittansicht einer Ausführungsform der Verriegelungseinrichtung;
Fig. 8 eine Fig. 7 entsprechende Ansicht einer abgewandelten Ausführungsform;
Fig. 9 eine schematische Schnittansicht einer weiteren Abwandlung der Verriegelungseinrichtung;
Fig. 10 eine Schnittansicht längs der Linie X-X von Fig. 9; und
Fig. 11 Einzelheiten des Schwertkastens in einer seitlichen Schnittansicht und in
der Ansicht von unten.
[0015] Fig. 1 zeigt eine schematische Draufsicht eines Ausschnitts eines Segelbretts 1
mit dem allgemein mit 2 bezeichneten Schwertmechanismus nach der Neuerung. Wie gezeigt,
weist die Schwerteinrichtung einen Schlitten 3 auf, welcher in Schienen 4, 5 die parallel
zu den Oberkanten 6, 7 des Schwertkastens 8 verlaufen.
[0016] Auf der Decksfläche des Segelbrettes 1 sind in der üblichen Anordnung Fußschlaufen
9 vorgesehen, wobei eine zusätzliche Fußschlaufe 10 auf der Oberseite des Schlittens
3 befestigt ist.
[0017] Fig. 2 zeigt eine Schnittdarstellung in der Mittelebene des Schwertkastens 8 gemäß
Fig. 1, wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen verwendet wurden.
[0018] In Fig. 2 ist das Schwert 11 des Schwertmechanismus 2 in zwei verschiedenen Stellung
veranschaulicht, wobei die vollständig eingeklappte Stellung in durchgezogenen Linien
und die im wesentlichen senkrechte Stellung in gestrichelten Linien gezeigt ist.
Grundsätzlich gleiches gilt für den Schlitten 3, soweit es die Klarheit der Darstellung
erlaubt.
[0019] Das Schwert 11 ist um eine Achse 12 im vorderen unteren Bereich des Schwertkastens
8 verschwenkbar gelagert.
[0020] Wie gezeigt, ist das Schwert 11 mit dem Schlitten 3 über einen Schubhebel 13 verbunden.
Ein erstes Ende 14 ist um eine im Schlitten 3 gelagerte Schwenkachse verschwenkbar,
während das andere Ende 16 des Schubhebels 13 um eine zweite Schwenkachse 17 verschwenkbar
mit dem Schwert 11 verbunden ist. Um eine günstige Kraftübertragung zu erreichen,
liegt die zweite Schwenkachse 17 im größtmöglichen Abstand von der Achse 12 des Schwertes
11.
[0021] Wie sich aus der Darstellung gemäß Fig. 2 ergibt, sind die Schwenkachsen 15 und 17
bezüglich des Schlittens 3 und des Schwertes 11 derart angeordnet, daß in der durch
die gestrichelten Linien veranschaulichten, vollständig ausgeklappten Lage des Schwertes
11, welche der vordersten Stellung des Schlittens 3 entspricht, der Totpunkt des Schubhebels
13 überschritten ist. Der Totpunkt des Schubhebels 13 ist durch die gestrichpunktete
Linie 18 veranschaulicht, welche durch die obere Schwenkachse 15 überfahren wird.
[0022] Wie sich aus der Ansicht der Fig. 3 und 4 ergibt, sind bei der bevorzugten Ausführungsform
die parallel zu den Oberkanten 6, 7 des Schwertkasten 8 verlaufenden Schienen 4,
5 als U-Profilstücke 19, 20 ausgebildet, deren offene Seiten aufeinanderzuweisend
bevorzugt in den Schwertkasten eingelassen sind. Der Schlitten 3 ist mittels Rollen
oder Gleitstücken 21 innerhalb der U-Profilstücke 19, 20 gefesselt verschiebbar gelagert.
[0023] In den Fig. 3 und 4 ist ferner noch eine erste Auführungsform einer allgemein mit
22 bezeichneten Verriegelungseinrichtung gezeigt, mittels derer es möglich ist, den
Schlitten 3 in einer Anzahl von Zwischenstellungen zwischen den beiden in Fig. 2
veranschaulichten Endlagen zu verriegeln.
[0024] Bei der veranschaulichten Ausführungsform, deren weitere Einzelheiten auch aus Fig.
5 ersichtlich sind, besteht die Verriegelungseinrichtung aus im oberen freien Schenkel
23 der U-Profilstücke 19, 20 in Abständen vorgesehenen Rastöffnungen 24, in welche
ein oder mehrere am Schlitten 3 befestigte Rastzapfen 25 eingreifen können. Die Rastzapfen
25 können bei dem in Fig. 3 bis 5 veranschaulichten Ausführungsbeispiel durch Herunterdrücken
des Schlittens 3 aus den Rastöffnungen 24 herausbewegt werden. Zu diesem Zweck ist
der Schlitten 3 mit vier Blattfedern 26 versehen, welche auf den unteren freien Schenkeln
27 der U-Profilstücke 19, 20 gleiten und welche in der Normalstellung des Schlittens
3 diesen gegen den oberen freien Schenkel 23 der U-Profilstücke 19, 20 drücken, so
daß die Rastzapfen 25 sicher in die Rastöffnungen 24 gedrückt werden. Die Federn 26
sind hierbei ausreichend dimensioniert, um ein sicheres Einrasten unter sämtlichen
Bedingungen zu gewährleisten, da ja mit Hilfe der Fußschlaufe 10 der Schlitten 3
mittels des gesamten Körpergewichts eines Benutzers entriegelt werden kann.
[0025] Wie in Fig. 6 schematisch angedeutet, können bei einer abgewandelten Ausführungsform
an den Federn 26 zusätzliche Rollen 28 od. dgl. vorgesehen sein, welche anstelle
des gleitenden Eingriffs der Federn 26 auf den freien unteren Schenkeln 27 der U-Profilstücke
19, 20 abrollen, um hierdurch die Leichtgängigkeit des Schlittens 3 zu verbessern.
[0026] Wie auch bei der weiter unten beschriebenen Ausführungsform einer Verriegelungseinrichtung
22 gemäß den Fig. 9 und 10 ist es bei sämtlichen Ausführungsformen bevorzugt, daß
die Verriegelungseinrichtung 22 bei einer Vorwärtsbewegung des Schlittens 3 überlaufen
werden kann, da diese Vorwärtsbewegung des Schlittens 3 der Einschwenkbewegung des
Schwertes 11 entspricht. Dieses Merkmal ist besonders bevorzugt, um zu verhindern,
daß das Schwert beim Auflaufen auf Hindernisse beschädigt wird, sondern diesem durch
Überlaufen der Verriegelungseinrichtung ausweichen kann.
[0027] In den Fig. 7 und 8 sind schematisch zwei Ausführungsbeispiele der Rastzapfen 25
veranschaulicht, welche ein derartiges Überlaufen der Verriegelungseinrichtung 22
erlauben.
[0028] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 weist jeder Rastzapfen 25 eine nach vorne abwärts
geneigte Nockenfläche 29 auf, welche derart gestaltet ist, daß der Rastzapfen 25 bei
einer gewaltsamen Vorwärtsbewegung des Schlittens 3 gegen die Federn 26 nach unten
aus der Rastöffnung 24 herausgedrückt wird.
[0029] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 8 ist die Nockenfläche 29 auf der oberen Seite
einer Federzunge 30 vorgesehen, welche in diesem Falle den Rastzapfen 25 bildet.
[0030] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 9 und 10 wird die Verriegelungseinrichtung 22
dadurch gebildet, daß die Hinterkante 31 des Schlittens 3 selbst einen Teil der Verriegelungseinrichtung
22 bildet.
[0031] Zu diesem Zweck ist das Vorderende 32 des Schlittens 3 auf Rollen 33 gelagert, welche
auf dem unteren freien Schenkel 27 der U-Profilstücke 19, 20 laufen. In der in Fig.
9 veranschaulichten eingerasteten Stellung des Schlittens 3 nimmt dieser daher eine
nach hinten geringfügig geneigte Schräglage ein, so daß die eine Rastkante bildende
Hinterkante 31 in sägezahnähnliche Rasterhebungungen eingreifen kann, welche an den
unteren freien Schenkeln 27 der U-Profilstücke 19, 20 ausgebildet sind.
[0032] Wie die Einzelheit gemäß Fig. 10 zeigt, ist es hierbei bevorzugt, daß der untere
freie Schenkel 27 jedes U-Profilstücks 19, 20 an der freien Kante 35 mit einer nach
oben umgebogenen Leiste 36 versehen ist, welche die Rasterhebungen 34 aufweist. Hierdurch
wird erreicht, daß die Rasterhebungen 34 den freien Lauf der Rollen 33 nicht behindern.
[0033] Bei dieser Ausführungsform wird somit der Schlitten 3 einfach dadurch entriegelt,
daß über die Fußschlaufe 10 ein geringfügiges Anheben oder Kippen um die Rolle 33
erfolgt, so daß die Hinterkante 31 aus den Rasterhebungen 34 freikommt. Um zu verhindern,
daß diese Bewegung selbsttätig während des Betriebs erfolgt, kann noch zusätzlich
eine Druckfeder vorgesehen sein (nicht dargestellt), welche die Hinterkante 31 des
Schlittens 3 nach unten vorspannt.
[0034] In Fig. 11 sind noch in seitlicher Schnittdarstellung und in einer Ansicht von unten
Einzelheiten des Schwertkastens 8 veranschaulicht. Wie gezeigt, weist der Schwertkasten
8 an seinen beiden unteren Längskanten 37, 38 an sich bekannte Dichtlippen 39, 40
auf. Hinter den Dichtlippen 39, 40 ist eine Ausnehmung 41 ausgebildet, welche einen
Einschub 42 zum Verschließen des Schwertkastens aufnimmt. Bevorzugt ist die Ausnehmung
41 derart bemessen, daß der Einschub 42 durch eine handelsübliche Segellatte gebildet
werden kann. Der Einschub 42 wird, falls man das Schwert 11 nicht benutzen will. lediglich
unter Aufbiegen der Dichtlippen 39, 40 in die Ausnehmung 41 eingesetzt und dort von
den zurückfedernden Dichtlippen gehalten.
[0035] Wie sich für den Fachmann auf diesem Gebiet ferner aus der Ansicht der Fig. 11 ergibt,
ist es ohne weiteres möglich, Schwertmechanismen nach der vorliegenden Neuerung auch
bei vorhandenen Schwertkästen nachzurüsten, da die Konstruktion es gestattet, daß
die Achse 12 des Schwertes von oben in in den Seitenwandungen des Schwertkastens 8
ausgebildete Nuten 43 eingeschoben wird, an deren Unterenden je ein Lager 44 für
die Achse 12 vorgesehen ist.
[0036] Sämtliche aus der Beschreibung, den Ansprüchen und Zeichnungen hervorgehenden Merkmale
und Vorteile der Neuerung, einschließlich konstruktiver Einzelheiten und räumlicher
Anordnungen, können sowohl für sich als auch in beliebiger Kombination neuerungswesentlich
sein.
1. Schwert für ein Segelbrett, welches in einem Schwertkasten (8) um eine Achse (12)
zwischen einer im wesentlichen senkrechten und einer im Schwertkasten (8) eingeklappten
Stellung schwenkbar gelagert ist und von der Oberseite her mittels einer Fußbetätigungseinrichtung
verstellbar ist, die aus einem Schlitten (3) besteht, welcher in Schienen (4,5) geführt,
parallel zur Längsmittelachse des Segelbrettes (1) verschiebbar und mit dem Schwert
(11) über einen Schubhebel (13) verbunden ist, dessen eines Ende (14) um eine erste
Schwenkachse (15) schwenkbar am Schlitten (3) befestigt ist und dessen anderes Ende
(16) um eine zweite Schwenkachse (17) am Schwert (11) befestigt ist, welche im Abstand
zur Achse (12) des Schwertes (11) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schwenkachsen (15,17) des Schubhebels (13) derart angeordnet sind, daß in der vollständig
eingeklappten Lage des Schwertes (8), welche der vordersten Stellung des Schlittens
(3) entspricht, der Totpunkt des Schubhebels (13) überschritten ist.
2. Schwert nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachsen (15, 17)
des Schubhebels (13) bei vollständig eingeklappter Lage des Schwertes (8) etwa in
einer zu den Schienen (4,5) rechtwinkligen Ebene (Linie 18) liegen.
3. Schwert nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die schwertseitige
Schwenkachse (17) des Schubhebels (13) in der vollständig eingeklappten Lage des Schwertes
(8) von den Schienen (4,5) etwa denselben Abstand hat wie die Schwertachse (12).
4. Schwert nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verriegelungseinrichtung
(22) für den Schlitten (3) mindestens in der voll ausgefahrenen Stellung des Schwertes
(1) vorgesehen ist.
5. Schwert nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungseinrichtung
(22) aus in Abständen im oberen freien Schenkel (23) eines oder zweier einander im
Schwertkasten gegenüberliegender U-Profilstücke (19,20) vorgesehenen Rastöffnungen
(24) und aus einem oder mehreren am Schlitten (3) befestigten Rastzapfen (25) besteht,
die durch Herunterdrücken des Schlittens (3) gegen auf den unteren freien Schenkeln
(27) der U-Profilstücke (19) gleitende Federn (26) lösbar sind.
6. Schwert nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den Federn (26) Rollen
(28) vorgesehen sind, welche in den U-Profilstücken (19,20) laufen.
7. Schwert nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungseinrichtung
(22) aus sägezahnähnlichen Rasterhebungen (34) an den unteren freien Schenkeln (27)
der U-Profilstücke (19,20) und Rastkanten (31) am Schlitten (3) besteht, wobei die
Rastkanten (31) durch Anheben oder Kippen des Schlittens (3) lösbar sind.
8. Schwert nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorderende des Schlittens
(3) auf Rollen (33) in den U-Profilstücken (19,20) gelagert ist, und daß die Hinter
kante (31) des Schlittens (3) die Rastkante (31) bildet.
9. Schwert nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren freien Schenkel
(27) der U-Profilstücke (19,20) an der freien Kante (35) mit einer nach oben umgebogenen
Leiste (36) versehen sind, welche mit Rasterhebungen (34) aufweist.
10. Schwert nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungseinrichtung
(22) für eine Bewegung des Schlittens (3) nach vorne überfahrbar ist.