(19)
(11) EP 0 241 859 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.10.1987  Patentblatt  1987/43

(21) Anmeldenummer: 87105249.4

(22) Anmeldetag:  09.04.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B63B 35/79, B63B 39/06, B63B 41/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE ES FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 16.04.1986 DE 8610401 U

(71) Anmelder: Josef Allgaier KG
D-8964 Nesselwang-Wank 2 (DE)

(72) Erfinder:
  • Fichtner, Hans
    D-8124 Seeshaupt (DE)

(74) Vertreter: Hübner, Hans-Joachim, Dipl.-Ing. 
Mozartstrasse 31
87435 Kempten
87435 Kempten (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Schwert für ein Segelbrett


    (57) Ein deckseitig am Segelbrett (1) verschiebbarer Schlit­ten (3) ist über einen Schubhebel (13) mit einem Schwert (11) gelenkig verbunden. Der Schubhebel (13) liegt bei voll ausgefahrenem Schwert (11) unter einem geringen Winkel zum Deck geneigt und verändert seine Lage beim Einklappen des Schwertes (11) über eine rechtwinklige Stellung (Linie 18) zum Deck hinaus bis in eine Endstel­lung , in der der Totpunkt überschritten ist, womit das Schwert (11) in der eingeklappten Stellung arretiert ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Schwert für ein Segelbrett, welches in einem Schwertkasten um eine Achse zwischen einer im wesentlichen senkrechten und einer im Schwert­kasten eingeklappten Stellung schwenkbar gelagert ist und von der Oberseite her mittels einer Fußbetätigungsein­richtung verstellbar ist, die aus einem Schlitten besteht, welcher in Schienen geführt, parallel zur Längsmittelachse des Segelbrettes verschiebbar und mit dem Schwert über einen Schubhebel verbunden ist, dessen eines Ende um eine erste Schwenkachse schwenkbar am Schlitten befestigt ist und dessen anderes Ende um eine zweite Schwenkachse am Schwert befestigt ist, welche im Abstand zur Achse des Schwertes angeordnet ist.

    [0002] Ein derartiges Schwert mit Fußbetätigungseinrichtung zum Verschwenken des Schwertes ist aus der CH-A 656 360 be­kannt.Aus der DE-A 28 28 859 ist eine ähnliche Einrichtung für ein Segelbrett bekannt, allerdings nicht zum Verschwen­ken des Schwertes sondern einer Finne. Beide bekannten Ein­richtungen verwenden Rasteinrichtungen, um den Schlitten in gewünschten Positionen, insbesondere seiner vordersten Stellung, in welcher das Schwert vollständig eingeklappt ist, zu arretieren. Die Rasteinrichtung ist bei voll ein­geklapptem Schwert hoch belastet und Erschütterungen z.B. beim Transport aber auch in Fahrt, wenn das Segelbrett auf eine Welle schlägt, können zur unerwünschten Freigabe der Arretierung führen.

    [0003] Aufgabe der Erfindung ist est, eine einfache Konstruktion eines Schwertes der eingangs genannten Art zu schaffen, welche gleichzeitig die Einhaltung der eingestellten Lage einschließlich und insbesondere der voll eingeklappten Lage des Schwertes zuverlässig sicher stellt.

    [0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schwenkachsen des Schubhebels derart angeordnet sind, daß in der vollständig eingeklappten Lage des Schwertes, welche der vordersten Stellung des Schlittens entspricht, der Totpunkt des Hebels überschritten ist. Hierdurch wird eine sichere Verriegelung des Schwertes in dieser Lage ohne zusätzlichen Aufwand erreicht.

    [0005] Mit den Gegenständen der Ansprüche 2 und 3 wird eine beson­ders vorteilhafte Anordnung des Schubhebels zur Arretierung des Schwertes in der voll eingeklappten Stellung erzielt. Eine zusätzliche Arretierung ist nur noch in der voll ausge­fahrenen Stellung des Schwertes nötig. Obwohl es im Rahmen der Erfindung liegt, das Schwert auch in verschiedenen Zwi­schenstellungen zu arretieren, so ist das zusätzliche Verrie­geln nur in der voll ausgefahrenen Stellung ausreichend und vereinfacht die Verriegelungseinrichtung und deren Handhabung, insbesondere, wenn der Schlitten eine Fußschlaufe zur Fuß­betätigung aufweist.

    [0006] Diese Verriegelungseinrichtung besteht bevorzugt aus in Ab­ständen im oberen freien Schenkel eines oder der U-Profil­stücke vorgesehenen Rastöffnungen und aus einer oder mehreren am Schlitten befestigten Rastzapfen, wobei die Rastzapfen durch Herunterdrücken des Schlittens gegen auf den unteren freien Schenkel der U-Profilstücke gleitende Federn lös­ bar sind. Durch diese Konstruktion wird auch in Zwischen-­Stellungen eine sichere Verriegelung der gewählten Schwert­stellung gewährleistet, da aufgrund der Fußbetätigung die Federn ausreichend dimensioniert werden können, um ein sicheres Halten der Rastzapfen in den Rastöffnungen zu ge­währleisten.

    [0007] Diese Ausführungsform kann bevorzugt dadurch weitergebil­det werden, daß an den Federn Rollen gelagert sind, wel­che in den U-Profilstücken laufen. Hierdurch wird die Leichtgängigkeit der Konstruktion verbessert.

    [0008] Bei einer abgewandelten Ausführungsform nach der Neuerung besteht die Verriegelungseinrichtung aus sägezahnähnlichen Rasterhebungen an den unteren freien Schenkeln der U-Pro­filstücke und aus Rastkanten am Schlitten, wobei die Rast­kanten durch Anheben oder Kippen des Schlittens lösbar sind.

    [0009] Im einzelnen ist es hierbei möglich, das Vorderende des Schlittens auf Rollen in den U-Profilstücken zu lagern, so daß die Hinterkante des Schlittens die Rastkanten bil­det.

    [0010] Im einzelnen wird in diesem Zusammenhang vorteilhaft sein, die unteren Schenkel der U-Profilstücke an den freien Kan­ten mit je einer nach oben umgebogenen Leiste zu versehen, welche die Rasterhebungen aufweist. Hierdurch wird der Lauf der Rolle am Vorderende des Schlittens nicht durch die Rasterhebungen behindert.

    [0011] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform nach der Neuerung ist die Verriegelungseinrichtung für eine Bewe­gung des Schlittens nach vorne überfahrbar ausgebildet. Dies bietet den Vorteil, daß trotz sicherer Verriegelung des Schwertes beim Auflaufen auf ein Hindernis eine Be­schädigung des Schwertes selbst ausgeschlossen werden kann, indem dieses unter Verschiebung des Schlittens nach vorne nach hinten ausweichen kann.

    [0012] Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung nach der Neuerung ist vorgesehen, daß, wie an sich bekannt, an bei­den unteren Längskanten des Schwertkastens Dichtlippen vor­gesehen sind und daß hinter den Dichtlippen eine Ausneh­mung ausgebildet ist, welche einen Einschub zum Verschlies­sen des Schwertkasten aufnimmt. Diese Ausführungsform ist besonders vorteilhaft, da es in vielen Fällen gewünscht wird, wegen des oben austretenden Spritzwassers bei Nicht­benutzung des Schwertes in der Gleitphase oder beim Ge­schwindigkeitsfahren diesen zu verschließen. Durch die Neuerung ist es möglich, dies ohne Herausnehmen des Schwer­tes durchführen zu können, indem lediglich der Einschub in die Ausnehmung eingesetzt wird. Der Einschub wird dann durch die Elastizität der Dichtlippen sichergehalten. Die­ses Merkmal nach der Neuerung stellt darüberhinaus eine Verbesserung der Sicherheit dar, da, sollte der Wind nach­lassen, der Einschub auch auf dem Wasser einfach herausge­nommen werden kann und das Schwert in der üblichen Weise benutzbar ist.

    [0013] Die Ausnehmung ist bevorzug derart bemessen, daß der Ein­schub durch eine Segellatte gebildet werden kann. Dies stellt die kostengünstigste Lösung dar.

    [0014] Im folgenden wird die Neuerung anhand von in den Zeichnun­gen beispielhaft veranschaulichten Ausführungsformen näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 einen Ausschnitt eines Segelbretts mit dem Schwert nach der Neuerung in Draufsicht;

    Fig. 2 eine Schnittansicht des Schwertes in zwei verschie­denen Stellungen;

    Fig. 3 eine Seitenansicht einer Ausführungsform des Schlit­tens in vergrößerter Darstellung;

    Fig. 4 eine Schnittansicht längs der Linie IV-IV von Fig. 3;

    Fig. 5 eine teilweise aufgebrochene Draufsicht des Schlittens gemäß Fig. 4, wobei die Fußschlaufe weggelassen wurde;

    Fig. 6 eine Detailansicht einer abgewandelten Einzelheit des Schlittens gemäß Fig. 3;

    Fig. 7 eine schematische Schnittansicht einer Ausführungs­form der Verriegelungseinrichtung;

    Fig. 8 eine Fig. 7 entsprechende Ansicht einer abgewan­delten Ausführungsform;

    Fig. 9 eine schematische Schnittansicht einer weiteren Abwandlung der Verriegelungseinrichtung;

    Fig. 10 eine Schnittansicht längs der Linie X-X von Fig. 9; und

    Fig. 11 Einzelheiten des Schwertkastens in einer seitli­chen Schnittansicht und in der Ansicht von unten.



    [0015] Fig. 1 zeigt eine schematische Draufsicht eines Aus­schnitts eines Segelbretts 1 mit dem allgemein mit 2 be­zeichneten Schwertmechanismus nach der Neuerung. Wie ge­zeigt, weist die Schwerteinrichtung einen Schlitten 3 auf, welcher in Schienen 4, 5 die parallel zu den Oberkanten 6, 7 des Schwertkastens 8 verlaufen.

    [0016] Auf der Decksfläche des Segelbrettes 1 sind in der übli­chen Anordnung Fußschlaufen 9 vorgesehen, wobei eine zu­sätzliche Fußschlaufe 10 auf der Oberseite des Schlittens 3 befestigt ist.

    [0017] Fig. 2 zeigt eine Schnittdarstellung in der Mittelebene des Schwertkastens 8 gemäß Fig. 1, wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen verwendet wurden.

    [0018] In Fig. 2 ist das Schwert 11 des Schwertmechanismus 2 in zwei verschiedenen Stellung veranschaulicht, wobei die vollständig eingeklappte Stellung in durchgezogenen Linien und die im wesentlichen senkrechte Stellung in gestrichel­ten Linien gezeigt ist. Grundsätzlich gleiches gilt für den Schlitten 3, soweit es die Klarheit der Darstellung erlaubt.

    [0019] Das Schwert 11 ist um eine Achse 12 im vorderen unteren Bereich des Schwertkastens 8 verschwenkbar gelagert.

    [0020] Wie gezeigt, ist das Schwert 11 mit dem Schlitten 3 über einen Schubhebel 13 verbunden. Ein erstes Ende 14 ist um eine im Schlitten 3 gelagerte Schwenkachse verschwenkbar, während das andere Ende 16 des Schubhebels 13 um eine zwei­te Schwenkachse 17 verschwenkbar mit dem Schwert 11 ver­bunden ist. Um eine günstige Kraftübertragung zu erreichen, liegt die zweite Schwenkachse 17 im größtmöglichen Ab­stand von der Achse 12 des Schwertes 11.

    [0021] Wie sich aus der Darstellung gemäß Fig. 2 ergibt, sind die Schwenkachsen 15 und 17 bezüglich des Schlittens 3 und des Schwertes 11 derart angeordnet, daß in der durch die ge­strichelten Linien veranschaulichten, vollständig ausge­klappten Lage des Schwertes 11, welche der vordersten Stellung des Schlittens 3 entspricht, der Totpunkt des Schubhebels 13 überschritten ist. Der Totpunkt des Schub­hebels 13 ist durch die gestrichpunktete Linie 18 veran­schaulicht, welche durch die obere Schwenkachse 15 über­fahren wird.

    [0022] Wie sich aus der Ansicht der Fig. 3 und 4 ergibt, sind bei der bevorzugten Ausführungsform die parallel zu den Ober­kanten 6, 7 des Schwertkasten 8 verlaufenden Schienen 4, 5 als U-Profilstücke 19, 20 ausgebildet, deren offene Seiten aufeinanderzuweisend bevorzugt in den Schwertkasten einge­lassen sind. Der Schlitten 3 ist mittels Rollen oder Gleit­stücken 21 innerhalb der U-Profilstücke 19, 20 gefesselt verschiebbar gelagert.

    [0023] In den Fig. 3 und 4 ist ferner noch eine erste Auführungs­form einer allgemein mit 22 bezeichneten Verriegelungsein­richtung gezeigt, mittels derer es möglich ist, den Schlit­ten 3 in einer Anzahl von Zwischenstellungen zwischen den beiden in Fig. 2 veranschaulichten Endlagen zu verriegeln.

    [0024] Bei der veranschaulichten Ausführungsform, deren weitere Einzelheiten auch aus Fig. 5 ersichtlich sind, besteht die Verriegelungseinrichtung aus im oberen freien Schenkel 23 der U-Profilstücke 19, 20 in Abständen vorgesehenen Rastöffnungen 24, in welche ein oder mehrere am Schlitten 3 befestigte Rastzapfen 25 eingreifen können. Die Rast­zapfen 25 können bei dem in Fig. 3 bis 5 veranschaulich­ten Ausführungsbeispiel durch Herunterdrücken des Schlit­tens 3 aus den Rastöffnungen 24 herausbewegt werden. Zu diesem Zweck ist der Schlitten 3 mit vier Blattfedern 26 versehen, welche auf den unteren freien Schenkeln 27 der U-Profilstücke 19, 20 gleiten und welche in der Normal­stellung des Schlittens 3 diesen gegen den oberen freien Schenkel 23 der U-Profilstücke 19, 20 drücken, so daß die Rastzapfen 25 sicher in die Rastöffnungen 24 gedrückt werden. Die Federn 26 sind hierbei ausreichend dimensio­niert, um ein sicheres Einrasten unter sämtlichen Bedin­gungen zu gewährleisten, da ja mit Hilfe der Fußschlaufe 10 der Schlitten 3 mittels des gesamten Körpergewichts eines Benutzers entriegelt werden kann.

    [0025] Wie in Fig. 6 schematisch angedeutet, können bei einer abgewandelten Ausführungsform an den Federn 26 zusätzli­che Rollen 28 od. dgl. vorgesehen sein, welche anstelle des gleitenden Eingriffs der Federn 26 auf den freien un­teren Schenkeln 27 der U-Profilstücke 19, 20 abrollen, um hierdurch die Leichtgängigkeit des Schlittens 3 zu verbes­sern.

    [0026] Wie auch bei der weiter unten beschriebenen Ausführungs­form einer Verriegelungseinrichtung 22 gemäß den Fig. 9 und 10 ist es bei sämtlichen Ausführungsformen bevorzugt, daß die Verriegelungseinrichtung 22 bei einer Vorwärtsbe­wegung des Schlittens 3 überlaufen werden kann, da diese Vorwärtsbewegung des Schlittens 3 der Einschwenkbewegung des Schwertes 11 entspricht. Dieses Merkmal ist besonders bevorzugt, um zu verhindern, daß das Schwert beim Auflau­fen auf Hindernisse beschädigt wird, sondern diesem durch Überlaufen der Verriegelungseinrichtung ausweichen kann.

    [0027] In den Fig. 7 und 8 sind schematisch zwei Ausführungsbei­spiele der Rastzapfen 25 veranschaulicht, welche ein der­artiges Überlaufen der Verriegelungseinrichtung 22 erlau­ben.

    [0028] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 weist jeder Rastzap­fen 25 eine nach vorne abwärts geneigte Nockenfläche 29 auf, welche derart gestaltet ist, daß der Rastzapfen 25 bei einer gewaltsamen Vorwärtsbewegung des Schlittens 3 gegen die Federn 26 nach unten aus der Rastöffnung 24 herausgedrückt wird.

    [0029] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 8 ist die Nockenfläche 29 auf der oberen Seite einer Federzunge 30 vorgesehen, welche in diesem Falle den Rastzapfen 25 bildet.

    [0030] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 9 und 10 wird die Ver­riegelungseinrichtung 22 dadurch gebildet, daß die Hinter­kante 31 des Schlittens 3 selbst einen Teil der Verriege­lungseinrichtung 22 bildet.

    [0031] Zu diesem Zweck ist das Vorderende 32 des Schlittens 3 auf Rollen 33 gelagert, welche auf dem unteren freien Schenkel 27 der U-Profilstücke 19, 20 laufen. In der in Fig. 9 veranschaulichten eingerasteten Stellung des Schlittens 3 nimmt dieser daher eine nach hinten gering­fügig geneigte Schräglage ein, so daß die eine Rastkante bildende Hinterkante 31 in sägezahnähnliche Rasterhebun­gungen eingreifen kann, welche an den unteren freien Schenkeln 27 der U-Profilstücke 19, 20 ausgebildet sind.

    [0032] Wie die Einzelheit gemäß Fig. 10 zeigt, ist es hierbei bevorzugt, daß der untere freie Schenkel 27 jedes U-Pro­filstücks 19, 20 an der freien Kante 35 mit einer nach oben umgebogenen Leiste 36 versehen ist, welche die Rast­erhebungen 34 aufweist. Hierdurch wird erreicht, daß die Rasterhebungen 34 den freien Lauf der Rollen 33 nicht be­hindern.

    [0033] Bei dieser Ausführungsform wird somit der Schlitten 3 einfach dadurch entriegelt, daß über die Fußschlaufe 10 ein geringfügiges Anheben oder Kippen um die Rolle 33 er­folgt, so daß die Hinterkante 31 aus den Rasterhebungen 34 freikommt. Um zu verhindern, daß diese Bewegung selbst­tätig während des Betriebs erfolgt, kann noch zusätzlich eine Druckfeder vorgesehen sein (nicht dargestellt), wel­che die Hinterkante 31 des Schlittens 3 nach unten vor­spannt.

    [0034] In Fig. 11 sind noch in seitlicher Schnittdarstellung und in einer Ansicht von unten Einzelheiten des Schwertkastens 8 veranschaulicht. Wie gezeigt, weist der Schwertkasten 8 an seinen beiden unteren Längskanten 37, 38 an sich be­kannte Dichtlippen 39, 40 auf. Hinter den Dichtlippen 39, 40 ist eine Ausnehmung 41 ausgebildet, welche einen Ein­schub 42 zum Verschließen des Schwertkastens aufnimmt. Bevorzugt ist die Ausnehmung 41 derart bemessen, daß der Einschub 42 durch eine handelsübliche Segellatte gebildet werden kann. Der Einschub 42 wird, falls man das Schwert 11 nicht benutzen will. lediglich unter Aufbiegen der Dichtlippen 39, 40 in die Ausnehmung 41 eingesetzt und dort von den zurückfedernden Dichtlippen gehalten.

    [0035] Wie sich für den Fachmann auf diesem Gebiet ferner aus der Ansicht der Fig. 11 ergibt, ist es ohne weiteres mög­lich, Schwertmechanismen nach der vorliegenden Neuerung auch bei vorhandenen Schwertkästen nachzurüsten, da die Konstruktion es gestattet, daß die Achse 12 des Schwertes von oben in in den Seitenwandungen des Schwertkastens 8 ausgebildete Nuten 43 eingeschoben wird, an deren Unter­enden je ein Lager 44 für die Achse 12 vorgesehen ist.

    [0036] Sämtliche aus der Beschreibung, den Ansprüchen und Zeich­nungen hervorgehenden Merkmale und Vorteile der Neuerung, einschließlich konstruktiver Einzelheiten und räumlicher Anordnungen, können sowohl für sich als auch in beliebi­ger Kombination neuerungswesentlich sein.


    Ansprüche

    1. Schwert für ein Segelbrett, welches in einem Schwert­kasten (8) um eine Achse (12) zwischen einer im wesentlichen senkrechten und einer im Schwertkasten (8) eingeklappten Stellung schwenkbar gelagert ist und von der Oberseite her mittels einer Fußbetätigungseinrichtung verstellbar ist, die aus einem Schlitten (3) besteht, welcher in Schienen (4,5) geführt, parallel zur Längsmittelachse des Segelbrettes (1) verschiebbar und mit dem Schwert (11) über einen Schubhebel (13) verbunden ist, dessen eines Ende (14) um eine erste Schwenkachse (15) schwenkbar am Schlitten (3) befestigt ist und dessen anderes Ende (16) um eine zweite Schwenk­achse (17) am Schwert (11) befestigt ist, welche im Abstand zur Achse (12) des Schwertes (11) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachsen (15,17) des Schub­hebels (13) derart angeordnet sind, daß in der vollständig eingeklappten Lage des Schwertes (8), welche der vordersten Stellung des Schlittens (3) entspricht, der Totpunkt des Schubhebels (13) überschritten ist.
     
    2. Schwert nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachsen (15, 17) des Schubhebels (13) bei vollständig eingeklappter Lage des Schwertes (8) etwa in einer zu den Schie­nen (4,5) rechtwinkligen Ebene (Linie 18) liegen.
     
    3. Schwert nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die schwertseitige Schwenkachse (17) des Schubhebels (13) in der vollständig eingeklappten Lage des Schwertes (8) von den Schienen (4,5) etwa denselben Abstand hat wie die Schwertachse (12).
     
    4. Schwert nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekenn­zeichnet, daß eine Verriegelungseinrichtung (22) für den Schlitten (3) mindestens in der voll ausgefahrenen Stel­lung des Schwertes (1) vorgesehen ist.
     
    5. Schwert nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungseinrichtung (22) aus in Abständen im oberen freien Schenkel (23) eines oder zweier einander im Schwert­kasten gegenüberliegender U-Profilstücke (19,20) vorgesehenen Rastöffnungen (24) und aus einem oder mehreren am Schlitten (3) befestigten Rastzapfen (25) besteht, die durch Herunterdrücken des Schlittens (3) gegen auf den unteren freien Schenkeln (27) der U-Profilstücke (19) gleitende Federn (26) lösbar sind.
     
    6. Schwert nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den Federn (26) Rollen (28) vorgesehen sind, welche in den U-Profilstücken (19,20) laufen.
     
    7. Schwert nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Verriegelungseinrichtung (22) aus sägezahn­ähnlichen Rasterhebungen (34) an den unteren freien Schenkeln (27) der U-Profilstücke (19,20) und Rastkanten (31) am Schlit­ten (3) besteht, wobei die Rastkanten (31) durch Anheben oder Kippen des Schlittens (3) lösbar sind.
     
    8. Schwert nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorderende des Schlittens (3) auf Rollen (33) in den U-Profilstücken (19,20) gelagert ist, und daß die Hinter­ kante (31) des Schlittens (3) die Rastkante (31) bildet.
     
    9. Schwert nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren freien Schenkel (27) der U-Profilstücke (19,20) an der freien Kante (35) mit einer nach oben umgebogenen Leiste (36) versehen sind, welche mit Rasterhebungen (34) aufweist.
     
    10. Schwert nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Verriegelungseinrichtung (22) für eine Bewegung des Schlittens (3) nach vorne überfahrbar ist.
     




    Zeichnung

























    Recherchenbericht