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EP 0 242 421 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.09.1989 Patentblatt 1989/36 |
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Anmeldetag: 25.04.1986 |
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Verfahren und Vorrichtung zum elektrochemischen Polieren und Beizen
Method and apparatus for electrochemical polishing and pickling
Méthode et dispositif pour le polissage et le décapage électrolytique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.10.1987 Patentblatt 1987/44 |
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Patentinhaber: POLIGRAT GMBH |
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81829 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Ruhstorfer, Friedrich
D-8046 Garching (DE)
- Menzel, Jürgen
D-8000 München 50 (DE)
- Henkel, Georg, Dr.
A-3830 Waidhofen/Thaya (AT)
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Vertreter: Wuesthoff, Franz, Dr.-Ing. et al |
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Wuesthoff & Wuesthoff
Patent- und Rechtsanwälte
Schweigerstrasse 2 81541 München 81541 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 496 864 FR-A- 2 561 672
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DE-A- 2 937 747 US-A- 4 224 130
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum elektrochemischen Polieren und/oder Beizen,
bei dem an der zu polierenden und/oder zu beizenden anodischen Fläche ein Elektrolyt-Strom
entlanggeführt wird, wobei der Fläche gegenüber eine oder mehrere Kathoden angeordnet
ist bzw. sind.
[0002] Daneben betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum elektrochemischen Polieren und/oder
Beizen mit einem auf die zu polierende und/oder zu beizende anodische Oberflächenpartie
aufsetzbaren Gehäuse (sogenanntes Tampon), das einen Zulauf und einen Ablauf für einen
Elektrolyten aufweist sowie eine oder mehrere Kathoden und der Oberflächenpartie benachbart
eine im wesentlichen aus einem Dielektrikum bestehende, für den Elektrolyten durchlässige
Wand, die zwischen sich und der Oberfläche einen Arbeitsspalt für strömenden Elektrolyt
bildet.
[0003] Ein derartiges Verfahren und eine entsprechende Vorrichtung sind aus der DE-OS 29
37 747 bekannt.
[0004] Bei den bekannten Verfahren zum elektrochemischen Polieren und/oder Beizen werden
die kathodischen und anodischen Bereiche der Anlage von demselben Elektrolyt-Strom
durchflossen, d.h. der Elektrolyt-Strom passiert sowohl die Kathode als auch die anodische,
zu polierende Fläche.
[0005] Beim partiellen elektrochemischen Polieren und/oder Beizen wird ein Gehäuse, der
sogenannte Tampon, auf die zu bearbeitende Oberflächenpartie aufgesetzt und der Polier-
oder Beizvorgang ausgeführt. Sodann wird das Gehäuse auf eine weitere zu bearbeitende
Oberflächenpartie aufgesetzt.
[0006] Die bekannten Verfahren und Vorrichtungen, bei denen der auf die zu polierende Oberfläche
auftreffende Elektrolyt-Strom zuvor die Kathoden passiert hat, haben insbesondere
den Nachteil, daß der Elektrolyt-Strom das an den Kathoden entstandene Wasserstoffgas
mitführt. Dieses Wasserstoffgas im Elektrolyten verursacht eine Reihe von Nachteilen:
Das in feinen Blasen im Elektrolyt-Strom mitgeführte Wasserstoffgas beeinträchtigt
die Durchlässigkeit des Dielektrikums gegenüber dem Elektrolyten. Es müssen deshalb
beim Stand der Technik lockere, großporige Vliese als Dielektrikum verwendet werden,
welche nur eine geringe Beständigkeit gegen höhere Temperaturen aufweisen und überdies
einem hohen Verschleiß unterliegen. Es muß deshalb beim Stand der Technik das Dielektrikum
häufig erneuert werden, was arbeits- und kostenaufwendig ist.
[0007] Darüberhinaus hat der hohe Anteil an Wasserstoffgas im Elektrolyt-Strom auch zur
Folge, daß bei einer starken Temperaturerhöhung im Elektrolyten im Arbeitsspalt der
Elektrolyt durch das sich ausdehnende Gas verdrängt wird, so daß die Wärme nicht mehr
abgeführt werden kann und örtlich Überhitzungen entstehen, die sowohl das Dielektrikum
als auch die zu bearbeitend Metalloberfläche beschädigen können.
[0008] Beim Stand der Technik bedingen also die im Elektrolyt-Strom mitgeführten Wasserstoffgase
Einschränkungen hinsichtlich der Wahl des Dielektrikums und es kann nur mit begrenzten
Stromdichten gearbeitet werden um die Temperaturen nicht über kritische Werte ansteigen
zu lassen.
[0009] Überdies werden beim gattungsgemäßen Stand der Technik auch die an der Kathode und
der anodischen Oberfläche entstehenden Gase, nämlich Wasserstoff und Sauerstoff im
Verhältnis 2:1, zusammengeführt, so daß sich gefährliches Knallgas bildet und entsprechende
Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Verfahren sowie eine
entsprechende Vorrichtung derart weiterzubilden, daß mit einer hohen Stromdichte eine
wirkungsvolle elektrochemische Polierung oder Beizung erfolgt, wobei die Wahl des
Dielektrikums geringeren Einschränkungen unterliegen soll als beim Stand der Technick
und die Gefahr von Beschädigungen der zu polierenden Metalloberfläche ausgeschlossen
sein soll.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich dadurch aus,
daß der Elektrolyt-Strom in zumindest zwei Teilströme aufgeteilt wird, nämlich einen
anodischen Teilstrom, der die Fläche, aber nicht die Kathoden passiert, und einen
kathodischen Teilstrom, der die Kathoden, aber nicht die Fläche passiert.
[0012] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Lösung der Aufgabe ist ebenfalls vorgesehen,
daß der Elektrolyt-Strom in einen anodischen und einen kathodischen Teilstrom aufgeteilt
wird.
[0013] Gemäß der Erfindung führt also der die dielektrische Wand und die zu polierende Metalloberfläche
passierende Elektrolyt-Teil-strom kein Wasserstoffgas mit sich, so daß alle eingangs
erwähnten Nachteile des Standes der Technik überwunden sind. Das an den Kathoden gebildete
Wasserstoffgas wird ausschließlich im kathodischen Teilstrom mitgeführt, welcher den
Arbeitsbereich nicht erreicht, sondern direkt abgeführt wird.
[0014] Da die dielektrische Wand (also das Dielektrikum) nur von gasfreiem Elektrolyt durchströmt
wird, können hochtemperaturbeständige und verschleißfeste Materialien als Dielektrikum
ein gesetzt werden. Da auch die Gefahr der örtlichen Temperaturerhöhungen vermieden
ist, können sehr hohe Stromdichten eingesetzt werden, so daß sich der Wirkungsgrad
beim Polieren oder Beizen erhöht.
[0015] Auch wird durch die erfundungsgemäß vorgesehene Trennung von anodischen und kathodischen
Elektrolyt-Strömen die gefährliche Bildung von Knallgas verhindert.
[0016] Aufgrund des stöchiometrischen Verhältnisses von Wasserstoff zu Sauerstoff (2:1)
wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw. einer entsprechenden Vorrichtung der
Gasanteil im Arbeitsbereich an der Metalloberfläche um 2/3 gegenüber dem Stand der
Technik verringert (das Wasserstoffgas gelangt nicht in den arbeitsbereich). Entsprechend
ist auch die Gefahr der Elektrolytverdrängung an der Metalloberfläche bei erhöhter
Temperatur verringert. Der Elektrolyt kann deshalb seine Funktion als Kühlmittel an
der Metalloberfläche besser erfüllen und die Gefahr örtlicher Überhitzungen der Metalloberfläche,
welche Beschädigungen derselben zur Folge haben können, ist weitgehend gesenkt.
[0017] Als besonders günstig und wirksam hat sich ein textiles Teflongewebe als Dielektrikum
erwiesen. Auch können Glasfasergewebe und andere gegen hohe Temperaturen, Säure und
Abrieb beständige Materialien als Dielektrikum verwendet werden.
[0018] Es hat sich erwiesen, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung auch zum anodischen Beizen
von Schweißnähten mit gutem Wirkungsgrad verwendet werden kann.
[0019] Bei der Verarbeitung von Chromnickel- und Chromstählen müssen die wärmebehandelten
Bereiche an den Schweißnähten durch Beizen von den Oxidbelägen gereinigt werden, um
die Korrosionsbestän digkeit des Materials zu verbessern. Das Beizen dieser Schweißnähte
erfolgt nach dem Stand der Technik durch Behandlung mit Säuregemischen, insbesondere
Salpetersäure/Flußsäure oder Salpetersäure/Salzsäure. Mittels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung und des Verfahrens können solche Oxidbeläge wirkungsvoll unter Einsatz
von wesentlich ungefährlicheren Säuren, wie Schwefelsäure, Phosphorsäure oder dergleichen
in wässriger Lösung beseitigt werden. Ein zusätzlicher Vorteil ist darin zu sehen,
daß durch Veränderung der Säurekonzentration der erzielbare Glanzgrad variiert und
an die Gesamtoberfläche angepaßt werden kann, so daß keine optisch störenden Beizstreifen
entstehen.
[0020] Die erfindungsgemäß vorgesehenen Gehäuse (Tampons) sind in ihrer Größe zwar begrenzt,
es können jedoch beliebig viele derartiger Gehäuse zu größeren Polier- und Beizeinheiten
vereinigt werden, um großflächige Werkstücke in beliebiger Lage, z.B. waagerecht,
senkrecht oder "über Kopf", mit hohem Wirkungsgrad in guter Qualität zu bearbeiten.
[0021] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand er Zeichnung näher
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 schematisch einen Schnitt durch eine Vorrichtung zum elektrochemischen Polieren
und/oder Beizen und
Fig. 2 die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung einschließlich des gesamten Elektrolyt-Kreislaufs.
[0022] Gemäß Fig. 1 soll die Oberfläche 10' eines Körpers 10 aus Stahl oder Aluminium elektrochemisch
poliert oder gebeizt werden. Auf die zu bearbeitende Oberflächenpartie wird das Gehäuse
12 (Tampon) aufgesetzt. Durch einen Einlaß 14 wird der Elektrolyt in das Gehäuse 12
eingeführt und teilweise über einen Auslaß 16 wieder herausgelassen. Der durch den
Einlaß 14 einströmende Elektrolyt-Strom 18 wird in einen anodischen Teilstrom 20 und
einen kathodischen Teilstrom 22 aufgeteilt.
[0023] Der kathodische Teilstrom 22 passiert die Kathoden 24 und strömt aus dem Auslaß 16
aus dem Gehäuse 12, ohne zu der zu polierenden oder zu beizenden Oberfläche 10' zu
gelangen. Somit werden die an den Kathoden 24 entstehenden Wasserstoffgase im kathodischen
Teilstrom 22 aus dem Gehäuse 12 herausgeführt.
[0024] Benachbart der zu polierenden oder zu beizenden Oberfläche 10' weist das Gehäuse
12 eine dielektrische Wand 32 auf. Als Dielektrikum kann z.B. ein textiles Teflongewebe
oder auch ein Glasfasergewebe eingesetzt werden. Der anodische Teil- strom 20 durchströmt
die dielektrische Wand 32, ohne mit Wasserstoffgas belastet zu sein. Nach Passieren
der dielektrischen Wand 32 tritt der anodische Teilstrom des Elektrolyten in den Arbeitsspalt
34 ein, der zwischen der dielektrischen Wand 32 und der Oberfläche 10' gebildet ist.
Dort erfolgt die elektrochemische Politur oder Beizung. Das entstehende Sauerstoffgas
wird in Richtung der Pfeile mit dem anodischen Teilstrom 20 aus dem Arbeitsspalt 34
herausgeführt.
[0025] Fig. 2 zeigt den Strömungskreislauf des Elektrolyten insgesamt, wobei der Vorrichtung
gemäß Fig. 1 entsprechende Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind,
so daß auf die dortige Beschreibung verwiesen werden kann. Der aus dem Arbeitsspalt
34 austretende anodische Teilstrom 20 wird in einen Elektrolyt-Vorratsbehälter 30
geführt. Ebenso wird der kathodische Teilstrom 22 über ein Steuer-Ventil 28 in den
Elektrolyt-Vorratsbehälter 30 rückgeführt, allerdings ohne die zu polierende Oberfläche
10' berührt zu haben. Mittels einer Pumpe 26 wird aus dem Elektrolyt-Vorratsbehälter
30 frischer Elektrolyt durch den Einlaß 14 in das Gehäuse 12 nachgeführt. Der in das
Gehäuse 12 durch den Einlaß 14 eintretende Elektrolyt-Strom 18 wird dann, wie beschrieben,
in den anodischen und den kathodischen Teilstrom aufgeteilt.
1. Verfahren zum elektrochemischen Polieren und/oder Beizen, bei dem an der zu polierenden
und/oder zu beizenden anodischen Fläche (10') ein Elektrolyt-Strom entlanggeführt
wird, wobei der Fläche (10') gegenüber eine oder mehrere Kathoden (24) angeordnet
ist bzw. sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrolyt-Strom (18) in zumindest
zwei Teilströme aufgeteilt wird, nämlich einen anodischen Teilstrom (20), der die
Fläche (10'), aber nicht die Kathoden (24) passiert, und einen kathodischen Teilstrom
(22), der die Kathoden (24), aber nicht die Fläche (10') passiert.
2. Vorrichtung zum elektrochemischen Polieren und/oder Beizen mit einem auf die zu
polierende und/oder zu beizende anodische Oberflächenpartie (10') aufsetzbaren Gehäuse
(sogenanntes Tampon) (12), das einen Zulauf (14) und einen Ablauf (12) für einen Elektrolyten
aufweist sowie eine oder mehrere Kathoden (24) und der Oberflächenpartie (10') benachbart
eine im wesentlichen aus einem Dielektrikum bestehende, für den Elektrolyten durchlässige
Wand (32), die zwischen sich und der Oberfläche (10') einen Arbeitsspalt (34) für
strömenden Elektrolyt bildet, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (12) Mittel für
die Verzweigung des Elektrolyt-Stroms (18) derart vorgesehen sind, daß ein anodischer
Teilstrom (20) die dielektrische Wand (32), aber nicht die Kathoden (24), und ein
kathodischer Teilstrom (22) die Kathoden (24), aber nicht die dielektrische Wand (32)
passiert.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die dielektrische Wand
(32) zumindest teilweise aus einem textilen Gewebe aus PTFE gebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
dielektrische Wand (32) zumindest teilweise aus einem Glasfasergewebe gebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
eine Leitung (20, 22) vorgesehen ist, durch die der kathodische und der anodische
Teilstrom (22 bzw. 24) nach Passieren des Gehäuses (12) bzw. des Arbeitsspaltes (34)
in einen Elektrolyt-Vorratsbehälter (30) strömen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaß
(14) für das Elektrolyt in das Gehäuse (12) zwischen den Kathoden (24) und der dielektrischen
Wand (32) angeordnet ist und daß der Auslaß (16) auf der von der dielektrischen Wand
(32) abgekehrten Seite der Kathoden (24) angeordnet ist.
7. Verfahren bzw. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß es bzw. sie zum anodischen Beizen von Schweißnähten, insbesondere an nicht-rostenden
Stählen (Edelstahl) verwendet wird.
1. A method of electrochemically polishing and/or pickling, wherein an electrolyte
stream is passed along the anodic surface (10') to be polished and/or pickled, one
or more cathodes (24) being arranged opposite the surface (10'), characterized in
that the electrolyte stream (18) is divided into at least two partial streams, namely
an anodic partial stream (20) which flows past the surface (10') but not past the
cathodes (24) and a cathodic partial stream (22) which flows past the cathodes (24)
but not past the surface (10').
2. An apparatus for electrochemically polishing and/or pickling, comprising a casing
(so-called tampon) (12) adapted to be placed on the anodic surface area (10') to be
polished and/or pickled and having an inlet (14) and an outlet (12) for an electrolyte
as well as one or more cathodes (24) and a wall (32) adjacent the surface area (10')
and made substantially of a dielectric, the wall being permeable to the electrolyte
and defining a working gap (34) together with the surface (70') for the electrolyte
stream, characterized in that, in the casing (12), means are provided to divide the
electrolyte stream (18) such that an anodic partial stream (20) flows past the dielectric
wall (32) but not past the cathodes (24) and a cathodic partial stream (22) flows
past the cathodes (24) but not past the dielectric wall (32).
3. The apparatus as claimed in claim 2, characterized in that the dielectric wall
(32) is made at least in part of a textile fabric consisting of polytetrafluoroethylene.
4. The apparatus as claimed in claim 2 or 3, characterized in that the dielectric
wall (32) is made at least in part of a glass fiber fabric.
5. The apparatus as claimed in one of claims 2 to 4, characterized in that at least
one conduit (20, 22) is provided through which the cathodic and anodic partial streams
(22 and 24, respectively), having passed the casing (12) and the working gap (34),
respectively, flow into an electrolyte reservoir (30).
6. The apparatus as claimed in one of claims 2 to 5, characterized in that the inlet
(14) for the electrolyte into the casing (12) is disposed between the cathodes (24)
and the dielectric wall (32), and that the outlet (16) is disposed at the side of
the cathodes (24) remote from the dielectric wall (32).
7. The method or apparatus as claimed in one of claims 1 to 6, characterized in that
it is used for the anodic pickling of welding seams, especially on stainless steels
(refined steel).
1. Procédé de polissage et/ou de décapage électrochimique, dans lequel on fait passer
un courant d'électrolyte le long de la surface anodique (10') à polir ou à décaper,
cette surface (10') étant disposée en face d'une ou plusieurs cathodes (24), caractérisé
en ce que , le courant d'électrolyte (18) est séparé au moins en deux courants partiels,
à savoir un courant partiel anodique (20) qui passe sur la surface (10'), mais pas
sur les cathodes (24), et un courant partiel (22) qui passe sur les cathodes (24),
mais pas sur la surface (10').
2. Dispositif de polissage et/ou de décapage électrochimique avec un boîtier (appelé
tampon) (12) qu'on peut placer sur la partie de surface anodique (10'), qui présente
une entrée (14) et une sortie (12) d'un électrolyte, ainsi qu'une ou plusieurs cathodes
(24), et une paroi (32) perméable à l'électrolyte, constituée pour l'essentiel d'un
diélectrique à proximité de la partie de surface (10'), qui forme entre elle et la
surface (10') une fente de travail (34) pour l'électrolyte qui s'écoule, caractérisé
en ce que, dans le boîtier (12) sont prévus des moyens pour séparer le courant d'életrolyte
(18), de telle sorte qu'un courant anodique partiel (20) passe sur la paroi diélectrique,
mais pas sur les cathodes (24), et un courant cathodique partiel (22) passe sur les
cathodes (24), mais pas sur la paroi diélectrique (32).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que, la paroi diélectrique
(32) est formée au moins partiellement d'un tissu en PTFE.
4. Dispositif selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé en ce que, la paroi
diélectrique (32) est formée au moins partiellement d'un tissu de fibre de verre.
5. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce qu'au moins
une conduite (20, 22) est prévue, dans laquelle passe le courant partiel cathodique
et anodique (22 respectivement 24) après passage dans le boîtier (12) ou dans la fente
de travail (34) et s'écoule dans un réservoir d'électrolyte (30).
6. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que, l'entrée
(14) de l'électrolyte dans le boîtier (12) est ménagée entre les cathodes (24) et
la paroi diélectrique (32) et que la sortie (16) est disposée sur la face des cathodes
(24) opposée à la paroi diélectrique (32).
7. Procédé ou bien dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en
ce qu'ils sont utilisés au décapage anodique de cordons de soudure, notamment sur
des aciers inoxydables.
