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EP 0 242 511 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.06.1990 Patentblatt 1990/24 |
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Anmeldetag: 02.02.1987 |
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Lithotripter
Lithotripter
Lithotriteur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR |
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Priorität: |
21.04.1986 DE 3613457
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.10.1987 Patentblatt 1987/44 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Franke, Kurt, Dr.
D-8520 Erlangen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 081 051
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DE-A- 3 122 056
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Lithotripter mit einem an einer Versorgungsschaltung
angeschlossenen Stoßwellengenerator und mit einer Röntgeneinrichtung zur Darstellung-eines
zu zertrümmernden Steines, wobei die Röntgeneinrichtung ein dem Röntgenbild des zu
zertrümmernden Steins entsprechendes elektrisches Ausgangssignal abgibt.
[0002] Die Röntgeneinrichtung kann dabei zur Ortung der zu zertrümmernden Steine benutzt
werden. Dadurch ist es möglich, den Stoßwellengenerator genau auf den jeweils zu zertrümmernden
Stein zu fokussieren. Damit das gesunde Gewebe außerhalb der zu zertrümmernden Steine
bei der Stoßwellenbehandlung nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, wird jeweils nur
eine festgelegte Anzahl von Stoßwellen, z.B. 50 Stoßwellen, verabreicht. Die darauffolgende
Einleitung einer neuen Stoßwelle oder einer neuen Stoßwellenserie muß von dem behandelnden
Arzt neu ausgelöst werden. Es muß demgemäß nach einer Serie von z.B. 50 Stoßwellen
ein Schalter zur Einleitung einer weiteren Serie von z.B. 50 Stoßwellen betätigt werden.
Diese Maßnahme zwingt demgemäß zu einer besonderen Sorgfalt bei der Behandlung. Es
ist jedoch möglich, daß z.B. nach dem Auslösen der zweiten Stoßwellenserie der Stein
sich schon nach wenigen Stoßwellen aufgelöst hat. Die weiteren Stoßwellen wären dann
nicht mehr erforderlich.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Lithotripter der eingangs genannten
Art so auszubilden, daß nur gerade so viele Stoßwellen verabreicht werden, wie dies
zur Zerkleinerung des jeweils zu behandelnden Steins notwendig ist.
[0004] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Röntgeneinrichtung Mittel
zur Ermittlung der tatsächlichen Steingröße zugeordnet sind, denen das elektrische
Ausgangssignal der Röntgeneinrichtung zugeführt ist, und daß bei Unterschreitung einer
bestimmten Steingröße die Abschaltung der Versorgungsschaltung des Stoßwellengenerators
erfolgt. Wenn also der Zerfall des zu zertrümmernden Steins bis zu einem vorgegebenen
Wert fortgeschritten ist, wird die Behandlung mit Stoßwellen automatisch beendet.
Dabei ist gemäß einer Variante der Erfindung vorgesehen, daß die Röntgeneinrichtung
zwei Röntgensysteme aus je einem Röntgenstrahler und einem Strahlenempfänger aufweist,
deren Zentralstrahlen in einer Ebene einen Winkel miteinander bilden, und daß die
Mittel zur Ermittlung der tatsächlichen Steingröße einen Computer und für jedes Röntgensystem
eine Detektionsschaltung aufweisen, wobei jeder Detektionsschaltung das elektrische
Ausgangssignal des entsprechenden Röntgensystems zur Bildung eines der Steingröße
entsprechenden elektrischen Signales zugeführt ist, und diese Signale dem Computer
zur Berechnung der tatsächlichen Steingröße zugeführt sind, so daß der Computer bei
Unterschreitung einer bestimmten Steingröße die Versorgungsschaltung des Stoßwellengenerators
abschaltet. In diesem Falle läßt sich das der Steingröße entsprechende elektrische
Signal aus den längs der Zeilen von mittels der Röntgensysteme gewonnenen Röntgenbilder
des zu zertrümmernden Steins entsprechenden Fernsehsignalen auftretenden Spannungen
gewinnen.
[0005] Ein Lithotripter mit einem an einer Versorgungsschaltung angeschlossenen Stoßwellengenerator
- und einer-Röntgeneinrichtung zur Darstellung eines zu zertrümmernden Steins ist
in der nicht vorveröffentlichten EP-A 0 211 680 beschrieben. Die Röntgeneinrichtung,
die zwei Röntgensysteme aus je einem Röntgenstrahler und einem Strahlenempfänger aufweist,
deren Zentralstrahlen in einer Ebene einen Winkel miteinander bilden, dient ausschließlich
der Ortung des zu zertrümmernden Steins. Dabei geben die Röntgensysteme der Röntgeneinrichtung
jeweils ein dem Röntgenbild des zu zertrümmernden Steins entsprechendes elektrisches
Ausgangssignal ab, das dazu dient, die Röntgenbilder des zu zertrümmernden Steins
auf Fernsehmonitoren darzustellen. Maßnahmen zur Ermittlung der tatsächlichen Steingröße
und zur selbsttätigen Beendigung der Behandlung bei Unterschreitung einer bestimmten
Steingröße sind nicht getroffen.
[0006] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
[0007] In der Zeichnung ist ein Patient 1 im Querschnitt dargestellt, der einen Nierenstein
2 aufweist, der durch die von einem Stoßwellengenerator 3 erzeugten Stoßwellen zertrümmert
werden soll. Der Patient 2 liegt in einer mit Wasser gefüllten Wanne. Dem Stoßwellengenerator
3 ist eine Versorgungsschaltung 4 zugeordnet. Zur bildlichen Darstellung des Steins
ist eine Röntgeneinrichtung mit zwei Röntgensystemen vorgesehen, bei der jedes Röntgensystem
aus einem Röntgenstrahler 5, 6 und einem Röntgenbildverstärker 7, 8 mit nachgeschalteter
Fernsehkette besteht. Die Zentralstrahlen der Röntgensysteme 5 bis 8 liegen in einer
Ebene und kreuzen sich unter einem Winkel von z.B. etwa 90
°. Die beiden so erzeugten Röntgenbilder werden auf zwei Monitoren 9, 10 dargestellt.
[0008] Die Fernsehsignale der beiden Röntgensysteme 5, 7 und 6, 8 werden zwei Detektionsschaltungen
11, 12 zugeführt, die die Größe des jeweiligen Steines in der jeweiligen Projektion
ermitteln und ein entsprechendes elektrisches Signal einem Computer 13 zuführen. Der
Computer 13 bestimmt aus den Steingrö- ßen in den beiden Röntgenbildern die tatsächliche
Steingröße (Größe der bei der Zertrümmerung gebildeten Steinteilchen) und bewirkt
die Abschaltung des Stoßwellengenerators 3, wenn die tatsächliche Steingröße einen
vorgegebenen Wert unterschreitet.
[0009] Es ist auch möglich, jedem Kanal eine Vergleichsschaltung 14, 15 zuzuordnen, die
für die Steingröße im jeweiligen Röntgenbild einen bestimmten Wert vorgibt. Wird dieser
Wert unterschritten, und zwar in beiden Kanälen, so erfolgt die Abschaltung des Stoßwellengenerators
3.
[0010] Maßgebend ist, daß die Steingröße, nämlich die Größe der bei der Zertrümmerung gebildeten
Steinteilchen, einen Wert erreicht, bei dem ein natürlicher Steinabgang möglich ist.
1. Lithotripter mit einem an einer Versorgungsschaltung (4) angeschlossenen Stoßwellengenerator
(3) und einer Röntgeneinrichtung (5, 6, 7, 8) zur Darstellung eines zu zertrümmernden
Steins, wobei die Röntgeneinrichtung'(5, 6,-7, 8) ein dem Röntgenbild des zu zertrümmernden Steins entsprechendes elektrisches
Ausgangssignal abgibt, wobei der Röntgeneinrichtung (5, 6, 7, 8) Mittel (11, 12, 13)
zur Ermittlung der tatsächlichen Steingröße zugeordnet sind, denen das elektrische
Ausgangssignal der Röntgeneinrichtung (5, 6, 7, 8) zugeführt ist, und wobei bei Unterschreitung
einer bestimmten Steingröße die Abschaltung der Versorgungsschaltung (4) des Stoßwellengenerators
(3) erfolgt.
2. Lithotripter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Röntgeneinrichtung
(5, 6, 7, 8) zwei Röntgensysteme aus je einem Röntgenstrahler (5, 6) und einem Strahlenempfänger
(7, 8) aufweist, deren Zentralstrahlen in einer Ebene einen Winkel miteinander bilden,
und daß die Mittel (11, 12, 13) zur Ermittlung der tatsächlichen Steingröße einen
Computer (13) und für jedes Röntgensystem eine Detektionsschaltung (11, 12) aufweisen,
wobei jeder Detektionsschaltung (11, 12) das elektrische Ausgangssignal des entsprechenden
Röntgensystems zur Bildung eines der Steingröße entsprechenden elektrischen Signals
zugeführt ist und diese Signale dem Computer (13) zur Berechnung der tatsächlichen
Steingröße zugeführt sind, so daß der Computer (13) bei Unterschreitung einer bestimmten
Steingröße die Versorgungsschaltung (4) des Stoßwellengenerators (3) abschaltet.
1. A lithotriptor with a shock wave generator (3) attached to a supply circuit (4)
and with an x-ray device (5, 6, 7, 8) for representing a calculus to be disintegrated,
wherein the x-ray device (5, 6, 7, 8) emits an electric output signal corresponding
to the x-ray image of the calculus to be disintegrated, and wherein allocated to the
x-ray device (5, 6, 7, 8) there are means (11, 12, 13) for detecting the actual calculus
size, to which means the electric output signal of the x-ray device (5, 6, 7, 8) is
supplied, and wherein if a specific calculus size is not reached disconnection of
the supply circuit (4) of the shock wave generator (3) occurs.
2. A lithotriptor according to claim 1, characterised in that the x-ray device (5,
6, 7, 8) has two x-ray systems comprising in each case an x-ray source (5, 6) and
a ray receiver (7, 8), the central rays of which form together in one plane an angle
and in that the means (11, 12, 13) for detecting the actual calculus size have a computer
(13) and for each x-ray system a detection circuit (11, 12), wherein the electric
output signal of the corresponding x-ray system for forming an electric signal corresponding
to the size of calculus is supplied to each detection circuit (11, 12) and these signals
are supplied to the computer (13) for calculating the actual calculus size, so that
the computer (13) disconnects the supply circuit (4) of the shock wave generator (3)
if a specific calculus size is not reached.
1. Lithotriteur comportant un générateur d'ondes de choc (3), raccordé à un circuit
d'alimentation (4), et un dispositif radiologique (5, 6, 7, 8) destiné à former l'image
d'un calcul devant être fragmenté, et dans lequel le dispositif radiologique (5, 6,
7, 8) délivre un signal de sortie correspondant à l'image radiographique du calcul
à fragmenter et qu'au dispositif radiologique (5, 6, 7, 8) sont associés des moyens
(11, 12, 13), qui servent à déterminer la taille effective du calcul et auxquels est
appliqué le signal électrique de sortie du dispositif radiologique (5, 6, 7, 8), et
dans lequel, lorsque la taille du calcul est inférieure à une taille prédéterminée,
le circuit d'alimentation (4) du générateur d'ondes de choc (3) est débranché.
2. Lithotriteur suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que le dispositif
radiologique (5, 6, 7, 8) comporte deux systèmes radiologiques constitués chacun d'un
émetteur de rayons X (5, 6) et d'un récepteur de rayonnement (7, 8), dont les rayons
centraux forment entre eux un angle dans un plan, et que les moyens (11, 12, 13) servant
à déterminer la taille effective du calcul comprennent un ordinateur (13), ainsi que,
pour chaque système radiologique, un circuit de détection (11, 12), et qu'à chaque
circuit de détection (11, 12) est appliqué le signal électrique de sortie du système
radiologique correspondant pour la formation d'un signal électrique correspondant
à la taille du calcul, lesquels signaux issus des circuits de détection (11, 12) sont
envoyés à l'ordinateur (13) pour calculer la taille effective du calcul, la réalisation
étant telle que, lorsque la taille du calcul à fragmenter est inférieure à une taille
determinée, l'ordinateur (13) débranche le circuit d'alimentation (4) du générateur
d'ondes de choc (3).
