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(11) |
EP 0 242 515 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.12.1989 Patentblatt 1989/50 |
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Anmeldetag: 06.02.1987 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: D21G 1/00 |
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Verfahren und Steuereinrichtung zur Trennung der Walzen eines Kalanders
Process and regulating device for separating calander rolls
Procédé et dispositif de régulation pour la séparation des rouleaux d'un calandre
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT |
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Priorität: |
18.02.1986 CH 655/86
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.10.1987 Patentblatt 1987/44 |
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Patentinhaber: Sulzer - Escher Wyss AG |
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CH-8023 Zürich (CH) |
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Erfinder: |
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- Lehmann, Rolf
CH-8964 Rudolfstetten (CH)
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| (74) |
Vertreter: Paschedag, Hansjoachim |
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c/o Escher Wyss AG
Patentabteilung
Postfach 8023 Zürich 8023 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Trennung der Walzen eines Kalanders mit
einem Ständer und mit mehreren übereinander angeordneten Walzen, von denen die unterste
Walze einen mittels hydraulischer Stützeinrichtungen in vertikaler Richtung beweglich,
jedoch drehfest gelagerten Träger, sowie einen um diesen Träger rotierbaren, durch
wenigstens ein hydraulisches Stützelement gegen den Träger abgestützten und in vertikaler
Richtung beweglichen Walzenmantel aufweist, wobei sowohl der Druck in den hydraulischen
Träger-Stützeinrichtungen als auch in den hydraulischen Walzenmantel-Stützelementen
abgesenkt wird, so dass sowohl der Träger als auch der Walzenmantel vertikal nach
unten bewegt wird, sowie eine Steuereinrichtung zur Anwendung dieses Verfahrens.
[0002] Ein solches Verfahren ist der Fachwelt durch die Inbetriebnahme eines derartigen
Kalanders im Werk Augsburg der Haindl Papier GmbH am 17.01.1980 bekannt geworden.
[0003] Dieser Kalander entspricht im wesentlichen der in US-A 3 884 141 beschriebenen Konstruktion,
wobei die unterste Walze als Durchbiegungsausgleichswalze, etwa in der in US-A 3 885
283 beschriebenen Art ausgebildet ist, bei welcher der Walzenmantel gegenüber dem
Träger in vertikaler Richtung im Rahmen des Bewegungsspielraumes der Stützelemente
frei beweglich ist, wobei jedoch zusätzlich der Träger an seinen Enden bzw. Lagern
gegenüber dem Ständer mittels hydraulischer, z.B. hydrostatischer Stützeinrichtungen
abgestützt ist. Ein Schliessen des Kalanders, d.h. eine Anhebung des gesamten Walzenstapels
erfolgt hierbei durch Druckbeaufschlagung sowohl der hydraulischen Walzenmantel-Stützelemente
als auch der hydrostatischen Träger-Stützeinrichtungen.
[0004] Ebenso ist ein schnelles Oeffnen des Kalanders, d.h. eine schnelle Absenkung des
gesamten Walzenstapels, bis die einzelnen Walzen auf zugeordneten Anschlägen aufliegen,
möglich, indem sowohl der Druck in den hydraulischen Walzenmantel-Stützelementen als
auch in den hydrostatischen Träger-Stützeinrichtungen durch Oeffnung entsprechender
Ventile abgesenkt wird. Durch die Bewegung sowohl des Trägers gegenüber dem Ständer
als auch des Walzenmantels gegenüber dem Träger können, insbesondere bei Kalandern
für die Bearbeitung von Papier, Kunststoff oder andere Materialien beim Auftreten
einer Störung, z.B. eines Bahnrisses, die Walzen des Kalanders mit besonders kurzer
Trennzeit voneinander getrennt und somit die Gefahr einer Beschädigung so gering wie
möglich gehalten wird.
[0005] Bei dem in DE-A 3 004 912 beschriebenen Kalander ähnlicher Ausführung wird vorgeschlagen,
die Ventile der Druckleitungen für die Lager-Stützeinrichtungen und die Walzenmantel-Stützelemente
gleichzeitig zu öffnen. Bei der Anwendung dieses Verfahrens mit gleichzeitig beginnender
Absenkung des Trägers und des Walzenmantels ergaben sich jedoch Schwierigkeiten, insbesondere
bei Kalandern mit hohem Pressdruck und bei dem Versuch, besonders kurze Trennzeiten
zu erreichen. Einserseits liess sich die Trennzeit des Walzenstapels nicht ohne weiteres
auf die gewünschten kurzen Zeiten reduzieren, andererseits ergaben sich speziell bei
sehr hohem Pressdruck Beschädigungen, wie Risse oder Brüche des Walzenmantels der
Durchbiegungsausgleichswalze, deren Ursache offenbar nicht erkannt wurde.
[0006] Die Erfindung setzt sich die Aufgabe, die vorstehend genannten Nachteile des Standes
der Technik zu beseitigen und insbesondere ein Verfahren und eine Steuereinrichtung
zum Oeffnen eines Kalanders und zum Trennen eines Walzenstapels zu schaffen, bei welchem
die Trennzeit verkürzt ist, jedoch eine Beschädigung des Walzenmantels vermieden wird.
[0007] Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass der Druck in den
hydraulischen Träger-Stützeinrichtungen gegenüber dem Druck in den hydraulischen Walzenmantel-Stützelementen
mit einer bestimmten Zeitverzögerung abgesenkt wird. Die erfindungsgemässe Steuereinrichtung
weist eine entsprechende Einrichtung zur zeitlichen Staffelung der Druckabsenkung
auf.
[0008] Auf die genannte Weise wird zuerst der Druck in den hydraulischen Stützelementen
des Walzenmantels abgesenkt und erst anschliessend nach einer bestimmten Verzögerungszeit
der Druck in den Stützeinrichtungen des Trägers. Die Verzögerungszeit wird dabei vorteilhafterweise
im Bereich zwischen einem Hundertstel und einer halben Sekunde gewählt, vorzugsweise
im Grössenordnungsbereich von einer Zehntel Sekunde.
[0009] Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Absenkung
des Trägers mittels geeigneter Sensoren erst dann ausgelöst, wenn sich ein Punkt des
Trägers gegenüber einem Fixpunkt, z.B. einem Stützelement, dem Walzenmantel oder dem
Ständer um eine vorbestimmte Strecke bewegt hat.
[0010] Besonders vorteilhaft ist es, den Druckverlauf in einem der Druckräume zu messen,
z.B. mit einem geeigneten Drucksensor, und die Trägerabsenkung erst dann auszulösen,
wenn der Druck im Druckraum auf einen bestimmten, ungefährlichen Wert zurückgegangen
ist.
[0011] Die Erfindung gründet sich hierbei auf der neuen Erkenntnis, dass bei einer schnellen
Druckabsenkung in den Walzenmantel-Stützelementen, beispielsweise durch schnelles
Oeffnen des Ventils der Druckleitungen, der durch die hydraulischen Kräfte vorgespannte
und durchgebogene Träger bei plötzlicher Druckentlastung in den unbelasteten Zustand
zurückfedert. Dies führt zu einer momentanen Druckerhöhung in den Druckräumen der
Walzenmantel-Stützelemente, so dass der Walzenmantel nicht unmittelbar nach der Ventilöffnung
zufolge seiner Schwerkraft nach unten fällt und den Kalander öffnet. Die Grösse dieser
Druckerhöhung in den einzelnen Druckräumen hängt dabei von der örtlich verschiedenen
Rückfederung des Trägers ab. Da die Rückfederung des Trägers sehr schnell erfolgt,
kann sich der momentan im Druckraum der Stützelemente aufbauende Druck nämlich nicht
schnell genug über das Ventil in den Druckleitungen abbauen, und ein Teil des Druckmittels
wird aus den Stützelementen herausgedrückt. Der Abbau des momentan erhöhten Druckes
erfordert dabei eine gewisse Zeitdauer.
[0012] Wenn nun der Träger der Durchbiegungsausgleichswalze gleichzeitig abgesenkt wird,
bevor der Druck in den Stützelementen des Walzenmantels auf ein ungefährliches Mass
abgesenkt wurde, kann es geschehen, dass zufolge der beschriebenen, örtlich verschiedenen
Rückfederung des Trägers ein Spalt zwischen dem Walzenmantel der Durchbiegungsausgleichswalze
und der darüber angeordneten Kalanderwalze entsteht, wobei momentan eine so grosse
Kraft auf den Walzenmantel ausgeübt werden kann, dass dieser beschädigt werden kann.
[0013] Erfindungsgemäss wird dies dadurch vermieden, dass das Ventil für die Absenkung des
Trägers mit einer ausreichenden Verzögerungszeit geöffnet wird, in welcher der Druck
in den Walzenmantel-Stützelementen auf ein ungefährliches Mass zurückgegangen ist.
Dabei wird die Gefahr einer Beschädigung des Walzenmantels vermieden, wobei die Druckabsenkung
schlagartig vorgenommen werden kann, d.h. die Ventile der Druckleitungen sofort voll
geöffnet werden können. Die Trennzeit des Walzenstapels wird daher auf ein Mindestmass
herabgesetzt, ohne die Gefahr von Beschädigungen.
[0014] Die Erfindung wird anhand eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 einen Kalander in Seitenansicht, und
Figur 2 einen Kalander in Frontalansicht.
[0015] Der in den Figuren 1 und 2 dargestellte Kalander enthält einen Ständer 1, der z.B.
rahmenartig ausgebildet sein kann und zwei vertikale Seitenteile 1' enthält. Jeder
Seitenteil ist mit einer Führung 2 versehen, an welcher Lagerböcke 3, 4 5 und 6 von
Walzen 7, 8, 9 und 10 befestigt sind. Die La gerböcke 3 - 6 sind entlang der Führungswalze
verstellbar. Die Lagerböcke selbst sind mit Führungen 11 versehen, in welchen Lagerblöcke
12 der einzelnen Walzen geführt sind. Die Lagerblöcke 12 enthalten Lagerbüchsen 13,
in welchen Zapfen 14 der einzelnen Walzen drehbar gelagert sind. Die Bewegung der
Lagerblöcke 12 nach unten ist durch Anschlagschrauben 15 begrenzt. Die Anschlagschrauben
15 werden so eingestellt, dass sich bei offenem Kalander die erforderlichen Spalte
S zwischen den einzelnen Walzen ergeben.
[0016] Die unterste Walze 16 ist als Durchbiegungsausgleichswalze ausgeführt und enthält
einen feststehenden Träger 17, dessen Zapfen 28 mit hydraulischen Stützeinrichtungen
18 abgestützt und bis zu Anschlägen anhebbar sind. Um den Träger 17 ist ein Walzenmantel
20 drehbar, welcher auf hydrostatischen Stützelementen 21 gelagert und gegen den Träger
abgestützt ist. Die hydrostatischen Stützelemente 21 sind kolbenartige Teile, welche
in Zylinderbohrungen 22 des Trägers 17 geführt sind und mit diesen zusammen Druckräume
bilden. In diese Druckräume wird durch eine Leitung 23 ein hydraulisches Druckmittel
aus einer Pumpe 24 mit einem bestimmten Druck zugeführt.
[0017] In der Leitung 23 ist ein Schaltorgan angeordnet, welches beispielsweise als Dreiwegventil
26 ausgebildet sein kann. Dieses Dreiwegventil 26 gestattet ein Abschalten der Pumpe
24 von den Druckräumen 22 und eine momentane Druckentlastung durch Abfluss des Druckmittels
über die Leitung 25. Damit sinkt auch die Kraft der von den hydraulischen Stützelementen
21 auf den Walzenmantel 20 ausgeübten Kraft, und die Stützelemente 21 und der Walzenmantel
20 sinken in ihre tiefste Stellung, wodurch der Kalander geöffnet wird.
[0018] In der Regel ist der Walzenmantel 20, wie in Figur 2 gezeigt, auf einer Reihe von
Stützelementen 21 abgestützt. Die Stützelemente können dabei beispielsweise, wie in
US 3 802 044 beschrieben, ausgeführt sein, d.h. als Stützelemente mit hydrostatischen
Drucktaschen an ihrer Lagerfläche. Es kann jedoch auch ein einziges leistenförmiges
Stützelement verwendet werden, das entlang eines wesentlichen Teiles der axialen Länge
des Mantels 20 verläuft. Die Stützelemente können jedoch auch als hydraulisch angepresste
Stützelemente mit hydrodynamischer Lagerfläche ausgeführt sein, oder als hydraulische
Druckpolster an der Oberseite des Trägers.
[0019] Die hydraulischen Stützeinrichtungen 18 des Trägers 17 können, wie im Beispiel dargestellt,
als hydrostatische Lager-Stützeinrichtungen mit einem in einem Druckraum oder Zylinder
27 in vertikaler Richtung beweglichen, mit den Lagerzapfen 28 des Trägers 17 verbundenen
Kolben 29 ausgeführt sein. Die Druckräume 27 werden ebenfalls über Leitungen 30 durch
eine Pumpe 31 mit einem hydraulischen Druckmittel mit bestimmtem Druck versorgt. In
der Leitung ist ebenfalls ein Schaltorgan 32, beispielsweise ein Dreiwegventil angeordnet,
mit welchem ein Abschalten der Pumpe 31 und eine Druckentlastung der Druckräume 27
durch Abfluss des Druckmittels über Leitungen 33 erfolgen kann.
[0020] Die Schalteinrichtungen 26 und 32 sind mittels einer Steuereinrichtung 34 ansteuerbar
und von der Druckmittelzufuhrstellung in die Druckentlastungsstellung umschaltbar.
Dabei erfolgt die Umschaltung der Schalteinrichtung 26 für den Druckabfall in den
Druckräumen 22 der Walzenmantel-Stützelemente 21 unmittelbar nach der Auslösung der
Steuereinrichtung 34, welche manuell oder durch einen geeigneten, einen Defekt der
gewalzten Bahn signalisierenden Detektor erfolgen kann. Die Ansteuerung des Schaltelementes
32 für den Druckraum 27 der Träger-Stützeinrichtung 18 erfolgt über ein Zeitverzögerungsglied
35, welches bewirkt, dass die Umschaltung der Schalteinrichtung 32 für die Träger-Stützeinrichtung
erst nach einer bestimmten Verzögerungszeit nach der Umschaltung der Schalteinrichtung
26 oder der Druckentlastung der Walzenmantel-Stützelemente erfolgt.
[0021] Die Verzögerungszeit der Verzögerungsschaltung 35 ist so gewählt, dass nach einer
Druckspitze in den Druckräumen 22 der einzelnen Walzenmantel-Stützelemente infolge
der Träger-Rückfederung der Druck auch in den stärkst belasteten Druckräumen, vorzugsweise
in der Mitte des Trägers, wieder auf ein ungefährliches Mass zurückgegangen ist. Erfahrungsgemäss
zeigte es sich, dass die Verzögerungszeit mindestens eine Hundertstel Sekunde betragen
sollte. Andererseits sollte die Verzögerungszeit nicht zu lang sein, d.h. in der Regel
nicht grösser als eine halbe Sekunde, um die vorteilhafte Wirkung der Druckabsenkung
sowohl in den Druckräumen der Walzenmantel-Stützelemente als auch der Träger-Stützeinrichtungen
nicht zu verlieren. Es zeigte sich, dass die Gefahr der Walzenmantel-Beschädigung
erheblich reduziert ist, wenn die Verzögerungszeit in der Grössenordnung von etwa
einer Zehntel-Sekunde liegt.
[0022] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung ergibt sich, wenn in einem besonders stark
belasteten Druckraum 22, welcher beispielsweise etwa in der Mitte des Trägers 17 vorgesehen
ist, ein geeigneter Drucksensor 36 vorgesehen ist, welcher die Verzögerungseinrichtung
35 zusätzlich ansteuert und bewirkt, dass die Umschalteinrichtung 32 erst dann ausgelöst
wird, wenn nach einer Druckspitze im Druckraum 22 der Druck auf einen vorgegebenen
Schwellenwert abgesunken ist. Auf diese Weise wird eine noch bessere Sicherheit gegen
Beschädigungen des Walzenmantels erreicht.
[0023] Statt eines Drucksensors kann mit analogem Vorteil ein Sensor verwendet werden, welcher
die Bewegung des Trägers 17 bei der Rückfederung misst, wobei als Fixpunkt beispielsweise
das zugehörige Stützelement 21, der Walzenmantel 20 oder der Ständer 1 dienen kann.
Hierbei wird die Verzögerungseinrichtung 35 durch den Sensor erst dann freigegeben,
wenn der Träger 17 an der Messstelle um einen vorbestimmten Betrag zurückgefedert
ist. Dieser Rückfederungsbetrag wird zweckmässigerweise so gewählt, dass dann die
Druckspitze im Druckraum 22 so weit abgeklungen ist, dass beim Absenken des Trägers
17 keine Gefahr einer Beschädigung des Walzenmantels mehr besteht.
1. Verfahren zur Trennung der Walzen eines Kalanders mit einem Ständer (1) und mit
mehreren, übereinander angeordneten Walzen (7, 8, 9, 10, 16), von denen die unterste
Walze (16) einen mittels hydraulischer Stützeinrichtungen (18) in vertikaler Richtung
beweglich, jedoch drehfest gelagerten Träger (17), sowie einen um diesen Träger (17)
rotierbaren, durch wenigstens ein hydraulisches Stützelement (21) gegen den Träger
(17) abgestützten und in vertikaler Richtung beweglichen Walzenmantel (20) aufweist,
wobei sowohl der Druck in den hydraulischen Träger-Stützeinrichtungen (18) als auch
in den hydraulischen Walzenmantel-Stützelementen (21) abgesenkt wird, so dass sowohl
der Träger (17) als auch der Walzenmantel (20) vertikal nach unten bewegt wird, dadurch
gekennzeichnet, dass der Druck in den hydraulischen Träger-Stützeinrichtungen (18)
gegenüber dem Druck in den hydraulischen Walzenmantel- Stützelementen (21) mit einer
bestimmten Zeitverzögerung abgesenkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitverzögerung mindestens
eine Hundertstel Sekunde betrifft.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitverzögerung
höchstens eine halbe Sekunde beträgt.
4. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzögerungszeit in
der Grössenordnung von einer Zehntel Sekunde liegt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckverlauf im Druckraum
(27) wenigstens eines Walzenmantel-Stützelementes (21) gemessen wird und die Druckabsenkung
in den Druckräumen (27) der Träger-Stützeinrichtungen (18) erst dann eingeleitet wird,
wenn der gemessene Druck im Druckraum (22) des Walzenmantel-Stützelementes (21) unter
einen vorbestimmten Wert abgesunken ist.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Position wenigstens
eines Punktes des Trägers (17) gemessen wird, und die Druckabsenkung in den Druckräumen
(27) der Träger-Stützeinrichtungen (18) erst dann eingeleitet wird, wenn die gemessene
Position des Trägers (17) sich in vorbestimmter Weise geändert hat.
7. Steuereinrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 - 6 zum
Trennen der Walzen eines Kalanders mit einer Umschalteinrichtung (26) zur Druckabsenkung
in den hydraulischen Walzenmantel-Stützelementen (21) und einer Umschalteinrichtung
(32) zur Druckabsenkung in den hydraulischen Träger-Stützeinrichtungen (18), gekennzeichnet
durch eine Verzögerungseinrichtung (35), welche die Druckabsenkung in den hydraulischen
Träger-Stützeinrichtungen (18) erst mit einer bestimmten Zeitverzögerung nach der
Druckabsenkung in den hydraulischen Walzenmantel-Stützelementen (21) gestattet.
8. Steuereinrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch einen Drucksensor (36),
welcher in wenigstens einem Druckraum (22) eines Walzenmantel-Stützelementes (21)
angeordnet ist, wobei der Drucksensor (36) mit der Zeitverzögerungseinrichtung (35)
verbunden ist und diese derart ansteuert, dass die Schalteinrichtung (32) für die
Druckabsenkung der Träger-Stützeinrichtungen (18) erst dann betätigt wird, wenn der
vom Drucksensor (36) im Druckraum (22) gemessene Druck unter einen vorbestimmten Schwellenwert
abgesunken ist.
9. Steuereinrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch einen Positionssensor an
einer Stelle des Trägers (17), welcher die Position des Trägers gegenüber einem Fixpunkt
misst, und welcher mit der Zeitverzögerungseinrichtung (35) verbunden ist und diese
so ansteuert, dass diese die Schalteinrichtung (32) für die Druckabsenkung der Träger-Stützeinrichtungen
(18) erst dann auslöst, wenn die gemessene Position des Trägers (17) einen vorgegebenen
Wert erreicht.
1. A method for separating the rollers of a calender having a stand (1) and a plurality
of rollers (7, 8, 9, 10, 16) arranged one above the other, the lowermost roller (16)
of which has a carrier (17) which is movable in a vertical direction by means of hydraulic
supporting devices (18), but is mounted so as to be secure against rotation, and also
a roller shell (20) which is rotatable about the carrier (17) and supported against
the carrier (17) by at least one hydraulic element (21) and is movable in a vertical
direction, both the pressure in the hydraulic supporting devices (18) and in the hydraulic
roller shell-supporting elements (21) being lowered so that both the carrier (17)
and the roller shell (20) are moved vertically downwards, characterised in that the
pressure in the hydraulic supporting devices (18) is reduced compared with the pressure
in the hydraulic roller shell-supporting elements (21) with a certain time lag.
2. A method according to Claim 1, characterised in that the time lag is at least one
hundredth of a second.
3. A method according to Claim 1 or 2, characterised in that the time lag is no more
than half a second.
4. A method according to Claim 1, characterised in that the time lag is substantially
of one tenth of a second.
5. A method according to Claim 1, characterised in that the pressure distribution
in the pressure chamber (22) of at least one roller shell-supporting element (21)
is measured and the pressure drop in the pressure chambers (27) of the supporting
devices (18) is only initiated once the pressure measured in the pressure chamber
(22) of the roller shell-supporting element (21) has fallen below a predetermined
value.
6. A method according to Claim 1, characterised in that the position of at least one
point on the carrier (17) is measured and the pressure drop in the pressure chambers
(27) of the supporting devices (18) is only initiated once the measured position of
the carrier (17) has altered in a predetermined manner.
7. A control device for applying the method according to one of Claims 1-6 for separating
the rollers of a calender with a switch-over mechanism (26) for lowering the pressure
in the hydraulic roller shell-supporting elements (21) and a switch-over mechanism
(32) for lowering the pressure in the hydraulic supporting devices (18), characterised
by a delay mechanism (35) which only permits the pressure drop in the hydraulic supporting
devices (18) with a given time lag after the pressure drop in the hydraulic roller
shell-supporting elements (21).
8. A control device according to Claim 7, characterised by a pressure sensor (36)
which is disposed in at least one pressure chamber (22) of a roller shell-supporting
element (21), the pressure sensor (36) being connected to the delay mechanism (35)
and controlling it so that the switch-over mechanism (32) for the pressure drop of
the supporting devices (18) is only operated once the pressure measured in the pressure
chamber (22) by the pressure sensor (36) has dropped below a predetermined threshold
value.
9. A control device according to Claim 7, characterised by a position sensor at a
point on the carrier (17) which measures the position of the carrier relative to a
fixed point, and which is connected to the delay mechanism (35) and controls the latter
so that it only triggers the switch-over mechanism (32) for the pressure drop in the
supporting devices (18) once the measured position of the carrier (17) reaches a predetermined
value.
1. Procédé pour la séparation des cylindres d'une calandre avec un bâti (1) et plusieurs
cylindres superposés (7, 8, 9, 10, 16), dont celui (16) situé le plus bas présente
un support (17) mobile en direction verticale au moyen de dispositifs hydrauliques
d'appui (18) mais monté de manière l'empêchant de tourner, ainsi qu'un manchon de
cylindre (20) appuyé contre le support (17) par au moins un élément hydraulique d'appui
(21) et mobile en direction verticale, la pression étant abaissée, tant dans les dispositifs
hydrauliques d'appui (18) du support que dans les éléments hydrauliques d'appui (21)
du manchon de cylindre, de telle sorte qu'aussi bien le support (17) que le manchon
de cylindre (20) soient abaissés verticalement, caractérisé en ce que la pression
dans les dispositifs hydrauliques d'appui (18) du support est abaissée avec un délai
de temporisation déterminé par rapport à la pression dans les éléments hydrauliques
d'appui (21) du manchon de cylindre.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le délai de temporisation
est d'au moins un centième de seconde.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le délai de temporisation
est au maximum d'une demi-seconde.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le délai de temporisation
est de l'ordre de grandeur d'un dixième de seconde.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on mesure l'évolution de
la pression dans la chambre à pression (22) d'au moins un élément hydraulique d'appui
(21) du manchon de cylindre et que la diminution de la pression dans les chambres
à pression (27) des dispositifs d'appui (18) du support ne commence que quand la pression
mesurée dans la chambre à pression (22) de l'élément d'appui (21) du manchon de cylindre
est tombée en dessous d'une valeur prédéterminée.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on mesure la position d'au
moins un point du support (17) et en ce que la diminution de la pression dans les
chambres à pression (27) des dispositifs d'appui (18) du support ne commence que quand
la position mesurée du support (17) s'est modifiée d'une manière prédéterminée.
7. Dispositif de régulation pour la mise en oeuvre du procédé selon une des revendications
1 à 6 pour la séparation des cylindres d'une calandre avec un dispositif de commutation
(26) pour abaisser la pression dans les éléments hydrauliques d'appui (21) du manchon
de cylindre et un dispositif de commutation (32) pour abaisser la pression dans les
dispositifs hydrauliques d'appui (18) du support, caractérisé par un dispositif de
temporisation (35) qui ne permet l'abaissement de la pression dans les dispositifs
hydrauliques d'appui (18) du support, avec un délai de temporisation déterminé, qu'après
l'abaissement de la pression dans les éléments hydrauliques d'appui (21) du manchon
de cylindre.
8. Dispositif de régulation selon la revendication 7, caractérisé par un capteur de
pression (36) disposé dans au moins une chambre à pression (22) d'un élément d'appui
(21) de manchon de cylindre, ce capteur de pression (36) étant relié au dispositif
de temporisation (35) et commandant ce dernier de telle sorte que le dispositif de
commutation (32) pour l'abaissement de la pression dans les dispositifs d'appui (18)
du support ne soit actionné qu'une fois que la pression mesurée par le capteur de
pression (36) dans la chambre à pression est tombée en dessous d'une valeur de seuil
prédéterminée.
9. Dispositif de régulation selon la revendication 7, caractérisé par un capteur de
position en un emplacement du support (17), ce capteur mesurant la position du support
par rapport à un point fixe, et étant relié au dispositif de temporisation (35) et
commandant ce dernier de telle façon que le dispositif de commutation (32) pour l'abaissement
de la pression des dispositifs d'appui (18) du support ne soit déclenché qu'une fois
que la position mesurée du support (17) a atteint une valeur prédéterminée.

