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EP 0 242 590 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.06.1989 Patentblatt 1989/23 |
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Anmeldetag: 18.03.1987 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: H01T 1/22 |
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Gasentladungsüberspannungsableiter
Gas-discharge surge arrester
Dérivateur de surtension à décharge dans le gaz
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
22.04.1986 DE 3613582
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.10.1987 Patentblatt 1987/44 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Boy, Jürgen, Dipl.-Ing.
D-1000 Berlin 28 (DE)
- Hoene, Ernst-Ludwig, Dr. rer. nat.
D-1000 Berlin 28 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 138 082 DE-A- 2 619 866
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DE-A- 1 950 090
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Gasentladungsüberspannungsableiter gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und ein Verfahren zu dessen Herstellung. Ein
derartiger Überspannungsableiter ist aus der DE-A 26 19 866 bekannt. Dort wird von
einem Überspannungsableiter mit einer Aktivierungsschicht aus Bariumaluminium ausgegangen
und zur Stabilisierung der Ansprechspannung bei stromstarken Belastungen und zur Erhöhung
der Lebensdauer bei gleichbleibenden elektrischen Eigenschaften vorgeschlagen, daß
metallisches Titan in die Aktivatorschicht eingebracht ist. Ein derartiger Überspannungsableiter
ist auch aus der EP-A 0 138 082 bekannt. Dort gibt der Zusatz von Wolfram und/oder
Molybdän anstelle von Titan eine beträchtliche Verbesserung der Strombelastbarkeit.
[0002] Es hat sich jedoch herausgestellt, daß bei einer hohen Zahl von Schaltvorgängen und
bei hoher Stoßstrombelastung eine Änderung der Ansprechspannung eintritt.
[0003] Die Aufgabe, die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegt, besteht in einer Verbesserung
der Lebensdauer und der Stoßstrom-Tragfähigkeit eines Überspannungsableiters bei gleichbleibenden
sonstigen elektrischen Eigenschaften.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einem Überspannungsableiter gemäß dem Oberbegriff durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Es hat sich nämlich herausgestellt, daß unter einer starken und häufigen Strombelastung
beim Stand der Technik einzelne Teilchen aus der Aktivierungsschicht herausgelöst
werden und daß dadurch die elektrischen Eigenschaften des Ableiters verändert werden.
[0006] Die Erfindungsgemäße Schicht haftet dementgegen einerseits sehr fest an der Elektrode
und hält andererseits in sich sicher zusammen, da daß Bariumaluminium mit dem aufgeschmolzenen
Aluminium und ggf.mit Metallzusätzen aus der Gruppe Ni, Mo, Cu, Ag, Cr oder Zr im
Randbereich zusammenlegiert, also eine sehr feste Verbindung eingeht.
[0007] Der Anteil der zweiten Komponente, nämlich des aufgeschmolzenen Aluminiums, liegt
vorteilhaft zwischen 10 und 40 Gew%. In diesem Bereich ist ein guter Zusammenhalt
der Schicht gewährleistet und der bei hohen Aluminiumkonzentrationen auftretende Effekt,
daß Aluminium beim Schmelzen sich zu kleinen Kügelchen zusammenzieht und damit die
Elektrodenoberfläche in unerwünschter Weise aufrauht und die Ansprechspannung heruntersetzt,
vermieden. Besonders vorteilhaft weist ein erfindungsgemäßer Uberspannungsableiter
Elektroden auf, die zumindest im Bereich der Elektrodenfläche aus Kupfer bestehen
und ist an den Lötstellen zwischen dem Isolierstoffgehäuse und den Elektroden mittels
eines Kupfer-Silber-Eutektikumlotes verlötet. Dadurch ergibt sich eine Ausführungsform,
in der zwischen der Aktivatorschicht und der Elektrodenfläche eine Legierungszone
entsteht, so daß die Haftung besonders dauerhaft gewährleistet ist.
[0008] Die Erfindung wird nun anhand einer Figur näher erläutert. Sie ist nicht auf das
in der Figur gezeigte Beispiel beschränkt. Die Figur zeigt einen erfindungsgemäßen
Überspannungsableiter in geschnittener Ansicht.
[0009] Zwei Elektroden 1 und 2 ragen in ein Keramikgehäuse 11 hinein. Sie bilden mit dem
Keramikgehäuse 11 schmale Spalte 3, die bedampfungsarme Hinterräume 4 und 5 beinhalten
Zündstriche 13 reichen vom Entladungsspalt 6 in die Spalte 3 und 2 bis in die bedampfungsarmen
Hinterräume 4 und 5 hinein. Die Elektroden 1 und 2 sind in Lötstellen 10 und 12 mit
dem Keramikgehäuse 11 vakuumdicht verlötet. Als Lot dient vorzugsweise ein Kupfer-Silber-Eutektikumlot.
[0010] Die Elektrodenflächen 8 und 9 der Elektroden 1 und 2 sind mit Aktivatorschichten
7 bedeckt. Die Aktivatorschichten 7 bestehen aus metallischem Aluminium, welches auf
die Elektrode aufgeschmolzen ist, und darin eingelagerten Teilchen aus Bariumaluminium
und ggf. Zusätzen aus der Gruppe Ni, Mo, Cu, Ag, Cr, Zr. Bariumaluminium ist eine
bei etwa 1150
°C schmelzende Legierung, die sich zumindest bei Temperaturen bis etwa 900
°C in Aluminium allenfalls geringfügig löst, nicht aber mit dem umgebenden Aluminium
zusammenschmelzen kann. Die metallischen Zusätze dienen zur Minimierung der Aluminiummenge,
indem sie gleichsam als Füllmaterial wirken und gleichzeitig durch Legierungsbildung
den Aluminiumdampfdruck während der Entladung herabsetzen. Vorteilhaft weisen diese
Zusätze noch Gettereigenschaften auf, wie z.B. Mo, Cr, Zr.
[0011] Dadurch ist ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Überspannungsableiters
vorteilhaft einsetzbar, bei dem die Komponenten der Aktivatorschicht in Pulverform
gemischt und auf die Elektroden aufgetragen werden, indem dann die Elektroden in das
lsolierstoffgehäuse eingesetzt und in einem Temperaturbereich von etwa 700 bis 900
°C eingelötet werden.
Bezugszeichenliste
[0012]

1. Gasentladungsüberspannungsableiter, welcher in ein Isolierstoffgehäuse eingelötete,
einander gegenüberliegende Elektroden enthält, die einen Entladungsspalt bilden und
an ihren den Entladungsspalt begrenzenden Elektrodenflächen mit einer metallischen
Aktivierungsmasse beschichtet sind, wobei die Atktivierungsmasse metallisches Bariumaluminium
als eine erste Komponente enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierungsmasse
zumindest eine zweite Komponente aus Aluminium enthält, daß die zweite Komponente
auf die Elektrodenflächen aufgeschmolzen ist und daß die erste und ggf. weitere Komponenten
in die zweite Komponente eingeschmolzen sind.
2. Gasentladungsüberspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Anteil der zweiten Komponente zwischen 10 und 40Gew% liegt.
3. Gasentladungsüberspannungsableiter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß als weitere Komponenten metallishe Zusätze aus einem oder mehreren Stoffen der
Gruppen Ni, Mo, Cu, Ag, Cr, Zr dienen und insgesamt nicht mehr als 40Gew% der Aktivierungsmasse
betragen.
4. Verfahren zur Herstellung eines Gasentladungsüberspannungsableiters nach einem
der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Komponenten der Aktivierungsmasse
in Pulverform gemischt und auf die Elektroden aufgetragen werden und daß dann die
Elektroden in das Isolierstoffgehäuse eingesetzt und bei etwa 700°C bis maximal 900°C eingelötet werden.
1. Gas discharge surge arrester which comprises in an insulating material housing
electrodes opposite one another which form a discharge gap and which are coated with
a metallic activating substance on their electrode surfaces which adjoin the discharge
gap, the activating substance comprising metallic barium aluminium as a first constituent,
characterised in that the activating substance contains at least one second constituent
consisting of aluminium, in that the second constituent is fused on to the electrode
surfaces and in that the first and if applicable further constituents are fused into
the second constituent.
2. Gas discharge surge arrester according to claim 1, characterised in that the proportion
of the second constituent is between 10 and 40 percent by weight.
3. Gas discharge surge arrester according to one of claims 1 or 2, characterised in
that metallic additions of one or several substances belonging to the Ni, Mo, Cu,
Ag, Cr, Zr groups serve as further constituents and amount in total to no more than
40% by weight of the activating substance.
4. Method for manufacturing a gas discharge surge arrester according to one of claims
1 to 3, characterised in that the two constituents of the activating substance in
powder form are mixed and are applied to the electrodes, and in that the electrodes
are then inserted into the insulating material housing and are soldered in at a temperature
of about 700°C up to a maximum of 900°C.
1. Dispositif pour dériver les surtensions a décharge dans un gaz, comportant des
electrodes dis-
posées en vis-à-vis l'une de l'autre, et fixées par soudage dans un boîtier en matériau
isolant, ces électrodes formant une fente de décharge et étant recouvertes, au niveau
de leurs surfaces délimitant la fente de décharge, par une masse métallique d'activation,
qui contient du baryum-aluminium métallique comme premier composant, caractérisé par
le fait que la masse d'aluminium contient au moins un second composant formé d'aluminium,
que le second composant est déposé par fusion sur les surfaces des électrodes et que
le premier composant et éventuellement d'autres composants sont fixés par fusion dans
le second composant.
2. Dispositif de dérivation des surtensions à décharge dans un gaz suivant la revendication
1, caractérisé par le fait que le pourcentage du second composant est compris entre
10 et 40% en poids.
3. Dispositif de dérivation des surtensions à décharge dans un gaz suivant l'une des
revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait qu'on utilise, comme autres composants,
des additifs métalliques formés d'une ou de plusieurs substances des groupes Ni, Mo,
Cu, Ag, Cr, Zr et qui globalement n'interviennent pour pas plus de 40% en poids de
la masse d'activation.
4. Procédé pour fabriquer un dispositif de dé'.- vation des surtensions à décharge dans un gaz suivant l'une des revendications
1 à 3. caractérisé par le fait qu'on mélange les deux composants de la masse d'activation
sous la forme d'une poudre et qu'on les dépose sur les électrodes et qu'ensuite on
introduit les électrodes dans le boîtier en matériau isolant et on les fixe par soudage
entre environ 700°C et au maximum 900°C.
