| (19) |
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(11) |
EP 0 242 728 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.03.1992 Patentblatt 1992/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.04.1987 |
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| (54) |
Kernbohrwerkzeug für Gesteinsbohrungen
Coring tool for rock drilling
Outil de carottage pour le forage de la roche
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE FR GB NL |
| (30) |
Priorität: |
19.04.1986 DE 3613265
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.10.1987 Patentblatt 1987/44 |
| (73) |
Patentinhaber: Eastman Teleco Company |
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Houston, Texas 77032-1925 (US) |
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Erfinder: |
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- Makohl, Friedhelm
D-3101 Hermannsburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Busse & Busse
Patentanwälte |
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Postfach 12 26 49002 Osnabrück 49002 Osnabrück (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C- 2 953 873 US-A- 3 055 440 US-A- 4 466 497
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US-A- 2 944 792 US-A- 3 951 219
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Kernbohrwerkzeug für Gesteinsbohrungen nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Bei einem aus der DE-A-29 53 873 bekannten Werkzeug ist die Kernvorrichtung
über ein Universalgelenk mit dem Stator eines bohrspülungsgetriebenen Motors, der
nach dem Moineau Prinzip arbeitet, verbunden. Die Kernvorrichtung ist fest eingebaut,
so daß ein erbohrter Kern erst nach einem Aufholen des Werkzeugs zur Bohrplattform
und nachfolgender Demontage gewonnen werden kann. Der bei diesem Werkzeug im Stator
vorhandene zentrale Durchgang für Bohrspülung bildet einen Bypass zu den Arbeitskammern
des Motors und dient dazu, dem Innenraum der Kernvorrichtung Bohrspüllung vor Beginn
des Bohrvorganges ohne Inbetriebsetzen des Motors zuzuführen.
[0002] Aus den US-A-3,055,440 und US-A-3951 219 ist außerdem ein Kernbohrwerkzeug bekannt,
das mit einer Turbine angetrieben wird und bei dem ein Kernrohreinsatz durch einen
zentralen Durchgang in der Turbine mittels einer Fangvorrichtung bei ansonsten eingebautem
Bohrwerkzeug zur Bohrplattform heraufgeholt werden kann.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kernbohrwerkzeug zu schaffen, das bei
Verwendung eines Bohrspülungsmotors mit einem schneckenförmig verzahnten Rotor und
einem entsprechenden Stator nach dem Moineau-Prinzip zum Antrieb der Bohrkrone die
Gewinnung von Kernen durch gesondertes Ziehen der Kernvorrichtung ermoglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Ausgestaltung des Kernbohrwerkzeugs gemäß den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Durch die Bemessung des zentralen Durchganges des
Schaftes im Vergleich zum Aussendurchmesser der Kernvorrichtung läßt sich die Kernvorrichtung
bei Bedarf durch den Schaft hindurch nach oben ziehen oder von oben nach unten in
die Betriebsposition einführen. Diese Eingenschaft ermöglicht auch den Einsatz des
Kernbohrwerkzeugs bei der Gewinnung mehrerer Kerne aus demselben Bohrloch einer unverrohrten
Meeresgrundbohrung von einer schwimmenden Bohrplattform aus. Die Auslegung des Innendurchmessers
des hohlen Stators sowie des Verbindungsgliedes unter Berücksichtigung des Außendurchmessers
des Kernrohres sowie der Exzentrizität des Motors ermöglicht dem Stator, die durch
die Rotor- und Statorgeometrie bedingte exzentrische Bewegung zu beschreiben, ohne
dabei mit dem Kernrohr in Berührung zu kommen und dessen zentrale Lage zu beeinträchtigen.
Die Rastvorrichtung gewährleistet die automatische axiale Fixierung des ringförmigen
Spalts zwischend er Bohrkrone und der stirnseitigen Begrenzung des Innenrohres, nachdem
dieses durch Schwerkraft oder mit zusätzlicher Unterstützung der Bohrspülungspumpen
in die Betriebslage gelangt ist. Durch die Dichtungen zwischen dem Kernrohrausßenmantel
und der Schaftinnenwand wird ein Spülungsdurchtritt durch den Innenraum des Stators
verhindert, so daß der gesamte Bohrspülungsstrom den Weg über den Arbeitsraum des
Motors zu nehmen hat.
[0005] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen 2 bis 6. In der Nachstehenden
Beschreibung ist in Verbindung mit der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des Gegenstands
der Erfindung dargestellt.
[0006] Das Kernbohrwerkzeug umfaßt einen Schaft 1, der über eine Gewindehülse 2 mit einem
nichtdargestellten Bohrstrang verbindbar ist. Auf dem Schaft 1 ist mittels einer Lageranordnung
3 ein Außenrohr 4 drehbar gelagert, das am unteren Ende einen Kernbohrmeißel oder
eine Kernbohrkrone 5 trägt. Der Schaft 1 weist einen zentralen Durchgang 6 mit dem
Innendurchmesser d1 auf und ist am unteren Ende über eine Gewindeverbindung 7 mit
einer als Verbindungsglied dienenden dünnwandigen, flexiblen Hülse 8 verbunden. An
diese Hülse schließt sich über eine weitere Gewindeverbindung 9 der hohle Stator 10
eines bohrspülungsgetriebenen Motors 11 an. Der Rotor 12 dieses Motors befindet sich
auf der Innenseite des Außenrohres 4. Rotor 12 und Stator 10 sind mit einer schneckenförmigen
Verzahnung versehen und stehen unter Bildung eines Arbeitsraumes 47 miteinander in
Eingriff. Der Motor arbeitet nach dem sogenannten Moineau-Prinzip. Wird bei einem
solchen Motor einer der beiden Teile in seiner radialen Position fixiert, so vollführt
der andere Teil eine exzentrische Bahn. Da im vorliegenden Fall der Rotor 12 durch
die Lagerung des Aussenrohres 4 mittels der Lageranordnung 3 radial fixiert ist, muß
der Stator 10 diese Bahn beschreiben. Die entsprechende radiale Verlagerung gegenüber
dem Schaft 1 unter gleichzeitiger Verhinderung einer Rotationsbewegung wird durch
die flexible dünnwandige Hülse 8 ermöglicht.
[0007] Der Durchmesser d2 des Stators 10 sowie der flexiblen dünnwandigen Hülse 8 ist um
den Wert der Exzentrizität e des Motors 11 größer als der Durchmesser d1 des zentralen
Durchganges 6 im Schaft 1. Dadurch wird erreicht, daß der Durchmesser der Einhüllenden
der exzentrischen Bewegung des Stators 10 etwa den gleichen Durchmesser d3 aufweist,
wie der zentrale Durchgang 6 des Schaftes 1 mit dem Durchmesser d1.
[0008] Innerhalb des zentralen Durchganges 6 des Schaftes 1 sowie des von der flexiblen
Hülse 8, dem Rotor 12 und dem unteren Teil des Aussenrohrs 4 gebildeten Innenraum
ist eine Kernvorrichtung 13 angeordnet. Die Kernvorrichtung 13 umfaß ein Innenrohr
14, dessen untere stirnseitige Begrenzung 15 unter Bildung eines Spalts 16 für den
Durchtritt von Bohrsprülung sich an einen nach innen erstreckenden Absatz 17 der Kernbohrkrone
5 anschließt. Zur axialen Fixierung der Kernvorrichtung 13 dient eine Rastvorrichtung
18. Diese besteht aus einem im Durchmesser abgesetzten zylindrischen Körper 19, der
mit seiner Stirnfläche 20 gegen eine Stirnfläche 21 eines ebenfalls im Durchmesser
abgesetzten Schaftbereichs 22 des zentralen Durchgangs 6 im Schaft 1 zur Anlage kommt
sowie auf dem Umfang um die Zentralachse herum gleichmäßig verteilten Rastfingern
23, die mit Ansätzen 24 in eine umlaufende Nut 25 des zentralen Durchgangs 6 eingreifen
und gegen die Stirnfläche 27 der Nut zur Anlage kommen. Wird die Kernvorrichtung zum
Einführen in das Kernbohrwerkzeug abgesenkt oder herabgepumpt, so werden die Rastfinger
23 durch die Wandungen des Spülungsraums im Bohrgestänge sowie des zentralen Durchgangs
6 des Kernbohrwerkzeugs solange zusammengedrückt bis die Kernvorrichtung 13 die in
der Zeichnung dargestellte Position erreicht hat und die Rastfinger 23 sicht mit ihren
Ansätzen 24 in die umlaufende Nut 25 aufspreizen können. An ihrem oberen Ende sind
die Rastfinger 23 als segmentierter Fangdorn 27 ausgebildet und können mit einer Hülse
eines Fangwerkzeugs übergriffen und durch Zusammendrücken aus der Ras in der umlaufenden
Nut 25 gelöst werden. Die Kernvorrichtung 13 kann dann mittels eines Drahtseils durch
den Motor 11, die flexible dünwandige Hülse 8, den Schaft 1 sowie das übrige Bohrgestänge
zur Bohrplattform heraufgeholt werden.
[0009] Das Innenrohr 14 der Kernvorrichtung 13 ist mit der Rastvorrichtung 18 durch ein
Drehlager 28 gekoppelt. Dieses Drehlager 28 ermöglicht eine Relativdrehung zwischen
dem Innenrohr 14 gegenüber dem Schaft 1, wenn das Innenrohr 14 durch einen hineingewachsenen
Kern blockiert ist, das Gestänge und damit der Schaft 1 aber mitgedreht werden soll.
Eine Relativdrehung innerhalb der Rastvorrichtung 18, die zu einem vorzeitigen Verschleiß
der Rastelemente führen könnte, wird dadurch vermieden.
[0010] Das Innenrohr 14 trägt am oberen Ende eine Rückschlagventilvorrichtung 29, bestehend
aus einer zentralen Bohrung 30, einer zum Verschließen der zentralen Bohrung 30 dienenden
Kugel 31 sowie Radialbohrungen 32. Die Rückschlagventilvorrichtung 29 führt einen
Bohrspülungsausgleich zwischen dem Innenraum des Innenrohrs 14 und einem Raum herbei,
der zwischen dem Innenrohr 14 und dem Innenraum der flexiblen dünnwandigen Hülse 8
sowie des Stators 10 her. Dieser Raum steht mit dem unterhalb des Motors gelegenen
Ringraum 44 in Verbindung. Die Rückschlagventilvorrichtung 29 verhindert, daß Bohrsprülung
ständig das Innenrohr 14 von oben nach unten durchströmt und dabei den Kern auswäscht.
Umgekehrt ermöglicht es aber der von dem in das Innenrohr 14 hineinwachsenden Kern
verdrängten Bohrspülung aus dem Innenrohr 14 auszutreten. Im Bereich unterhalb des
Rotors 12 ist das Aussenrohr 4 mit Zentrierhülsen 33 versehen, die das Innenrohr 14
zentrieren und stabilisieren. Diese Zentrierhülsen 33 weisen axiale Bohrspülungskanäle
34 auf.
[0011] Zwischen der unteren Zentrierhülse 33 und der Kernbohrkrone 5 ist ein Flutungsventil
35 angeordnet und zwischen Distanzkörpern 36 axial verspannt. Das Flutungsventil 35
weist einen ersten unteren, sich konusförmig von unten nach oben erweiternden Bereich
37, einen zweiten mittleren zylindrischen Bereich 38, einen dritten Übergangsbereich
39 auf einem kleineren Durchmesser mit abgerundeten Übergängen von der Stirnfläche
zum Mantelfläche eines sich anschließenden vierten zylindrischen Bereich 40, einen
Übergang auf einen weiteren kleineren Durchmesser sowie einen fünften, sich konusförmig
von unten nach oben erweiternden Bereich 41 auf. Die Bedeutung des Flutungsventils
35 besteht darin, beim Ziehen der Kernvorrichtung 13 das Bohrklein, das in der durch
die Kernbohrkrone 5 in das Kernbohrwerkzeug hinein-und aufwärtsströmende Bohrspülung
enthalten ist, zu verwirbeln und an der weiteren Mitnahme und einem eventuellen Eindringen
in den Motor 11 zu hindern. Die Verwirbelung erfolg durch das Vorbeiströmen der Bohrspülung
an den entsprechend ausgestalteten Bereichen 37 bis 41 des Flutungsventils 35.
[0012] Das erfindungsgemäße Kernbohrwerkzeug kann mit oder ohne Kernvorrichtung 13 in ein
Bohrloch oder auf den Meeresgrund abgesenkt werden. Wird es ohne Kernvorrichtung 13
abgesenkt, so wird nach Erreichen der Bohrlochsohle bzw. des Meeresgrundes die Kernvorrichtung
13 in den Strang eingelassen und durch Schwerkraft oder mittels Unterstützung der
Bohrspülungspumpen eingefahren. Da während dieses Vorganges die im Strömungskanal
des Bohrgestänges sowie im zentralen Durchgang 6 des Schaftes 1 befindliche Bohrspülung
ungehindert durch die Kernbohrkrone 5 austreten kann, wird der Motor 11 nicht in Bewegung
gesetzt. Sobald die Kernvorrichtung 13 seine Betriebsstellung erreicht hat, in der
die Stirnfläche 20 des zylindrischen Körpers 19 mit der Stirnfläche 21 im Rastbereich
22 des Schaftes 1 zur Anlage kommt, rasten die Ansätze 24 auf den Rastfingern 23 hinter
einer Stirnfläche 26 der umlaufenden Nut 25 ein und fixieren die Kernvorrichtung 13
axial. Gleichzeitig wird mittels einer Dichtung 42 auf dem zylindrischen Körper 19
der Strömungsweg durch die flexible dünnwandige Hülse 8 und den Stator 10 unterbrochen.
Die bohrspülung gelangt nunmehr über Einlaßkanäle 43 innerhalb des Schaftes in einen
zwischen dem Schaft 1 und der flexiblen dünnwandigen Hülse 8 einerseits und dem Aussenrohr
4 anderer seits gebildeten Ringraum. Dieser ist im oberen Bereich durch die Lageranordnung
3 abgeschlossen und geht im unteren Bereich in den Arbeitsraum 47 des bohrspülungsgetriebenen
Motors 11 über. Wird der Zufluß von Bohrspülung aufrechterhalten, so durchströmt die
Bohrspülung den Arbeitsraum 47 unter Relativdrehung des Rotors 12 gegenüber dem Stator
10 und gelangt in den Ringraum 44, der zwischen dem Aussenrohr 4 und dem Innenrohr
14 des Kernrohrs 13 gebildet ist. Von dort aus fließt die Bohrspülung weiter durch
axiale Bohrspülungskanäle 34 in den Zentrierhülsen 33 und durch das Flutungsventil
35 in Richtung der Kernbohrkrone 5 und tritt schließlich durch den zwischen der stirnseitigen
Begrenzung 15 des Innenrohrs 14 und des Absatzes 17 der Kernbohrkrone 5 gebildeten
Spalt 16 aus der Kernbohrkrone 5 aus. Mit zunehmendem Bohrfortschritt tritt der erbohrte
Gesteinskern in das Innenrohr 14 ein und verdrängt die in dem Innenrohr 14 befindliche
Bohrspülung, die über die Rückschlagventilvorrichtung 29 in den zwischen dem Innenrohr
14 und der flexiblen dünnwandigen Hülse 8 und dem Stator 10 gebildeten Ringraum aus.
[0013] Soll der erbohrte Kern gezogen werden, so wird über den Spülungskanal des Bohrgestänges
und den zentralen Durchgang 6 des Schaftes 1 ein an einem Drahtseil befindliches Fangwerkzeug
abwärts gepumpt, das bei Erreichen des Fangdorns 27 diesen unter Einwärtsdrücken der
Rastfinger 23 übergreift und die Rastvorrichtung 18 löst. Wird mittels des Seils nunmehr
am Kernrohr gezogen, so dringen im unteren Bereich des Innenrohrs 14 befindliche Kernfedern
45 in den erbohrten Kern ein und trennen ihn bei weiterem Ziehen von dem Gesteinssockel.
Die Kernvorrichtung 13 kann nunmehr nach oben gezogen und der erbohrte Kern untersucht
werden. Der Kernbohrvorgang kann danach mit einer weiteren Kernvorrichtung 13 oder
nach Entnahme des Kerns mit derselben Kernvorrichtung 13 fortgesetzt werden, nachdem
diese wie bereits beschrieben in das Kernbohrwerkzeug eingefügt wurde. Statt einer
vollständig gleichartigen Kernvorrichtung 13 kann auch eine solche verwen der werden,
bei der das Innenrohr 14 an einer gewindeverbindung 46 von dem Drehlager 28 und der
Rastvorrichtung 18 abgeschraubt wurde und die letztgenannten Teile mit einem neuen
Innenrohr 14 zusammegefügt wurden.
1. Kernbohrwerkzeug für Gesteinsbohrungen, bestehend aus einem am oberen Ende mit
einem Bohrstrang verbindbaren, einen zentralen Durchgang (6) aufweisenden Schaft (1),
einem auf dem Schaft (1) drehbar gelagerten Außenrohr (4), das am unteren Ende eine
Bohrkrone (5) trägt, einem bohrspülungsgetriebenen Motor (11) mit einem schneckenförmig
verzahnten, auf der Innenseite des Außenrohrs (4) angeordneten Rotor (12) und einem
mit der Rotorverzahnung in Eingriff stehenden und einen Arbeitsraum (47) bildenden,
schneckenförmig verzahnten hohlen Stator (10), der mittels eines hohlen Verbindungsgliedes
(8) drehsteif aber radial verlagerbar mit dem unteren Ende des Schafts (1) verbunden
ist, wobei der Schaft (1) und das Verhindungsglied (8) zusammen mit dem Außenrohr
(4) einen Ringraum begrenzen, der über Einlaßkanäle (43) mit dem zentralen Durchgang
(6) des Schaftes (1) in Verbindung steht, im oberen Bereich abgeschlossen ist, im
unteren Bereich in den Arbeitsraum (47) des bohrspülungsgetriebenen Motors (11) übergeht
und einen Teil des axialen Strömungsweges der Bohrspülung bildet, sowie bestehend
aus einer Kernvorrichtung (13) mit einem Innenrohr (14), dessen untere stirnseitige
Begrenzung (15) sich unter Einhaltung eines den Durchtritt von Bohrspülung ermöglichenden
ringförmigen Spaltes (16) der Bohrkrone (5) anschließt und drehentkoppelt innerhalb
des Außenrohrs (4) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der zentrale Durchgang (6) des Schaftes (1) mindestens im oberen Bereich einen
solchen Durchmesser (d1) aufweist wie der größte Außendurchmesser der Kernvorrichtung
(13), die Innendurch messer (d2) des hohlen Stators (10) und des Verbindungsgliedes
(8) mindestens so groß sind wie der Außendurchmesser des Innenrohrs (14) zuzüglich
der Exzentrizität (e) des Motors (11), und die Kernvorrichtung (13) am oberen Ende
mit einer Rastvorrichtung (18) zur lösbaren axialen Fixierung innerhalb des Schaftes
(1) versehen ist, die in Raststellung mit einem zylindrischen Körper (19) und einer
Dichtung (42) den Durchtritt von Bohrspülung durch zentralen Durchgang (6) im Schaft
(1) unterhalb der Einlaßkanäle (43) zumindest mindert und einen Fangdorn (27) bildende
Rastelemente (23,24) umfaßt.
2. Kernbohrwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenrohr (14) über ein Drehlager (28) an die Rastvorrichtung (18) angekoppelt
ist.
3. Kernbohrwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenrohr (14) am oberen Ende eine Rückschlagventilvorrichtung (29) trägt,
welche über Bohrungen (30,32) einen Bohrspülungsausgleich zwischen dem Innern des
Innenrohrs (14) und einem Raum schafft, der von dem Innenrohr (14) und der Innenseite
des hohlen Verbindungsgliedes (8) und des Stators (10) begrenzt ist und mit einem
unterhalb des Motors (11) gelegenen Ringraum (44) in Verbindung steht.
4. Kernbohrwerkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Außenrohr (4) im Bereich unterhalb des Rotors (12) mit axiale Bohrspülungskanäle
(34) aufweisenden Zentrierhülsen (33) für das Innenrohr (14) versehen ist.
5. Kernbohrwerkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Außenrohr (4) zwischen den Zentrierhülsen (33) und der Bohrkrone (5) ein
ringförmiges Flutungsventil (39) enthält, das einen ersten unteren, konusförmig von
unten nach oben erweiternden Bereich (37), einen zweiten mittleren, zylindrischen
Bereich (38), einen dritten Übergangsbereich (39) auf einen kleineren Durchmesser
mit abgerundeten Übergängen von der Stirnfläche zur Mantelfläche, einen sich anschließenden
vierten zylindrischen Bereich (40), und einen sich mit kleinerem Durchmesser an diesen
anschließenden fünften, konusförmig von unten nach oben erweiternden Bereich (41)
aufweist.
6. Kernbohrwerkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das hohle Verbindungsglied als dünnwandige, flexible Hülse (8) ausgebildet ist.
1. A core drilling tool for rock drilling, consisting of a shaft (1) having a central
passage (6) and adapted to be connected at the top end to a drill line, an outer pipe
(4) mounted to rotate on the shaft (1) and carrying a drill bit (5) at its bottom
end, a drilling fluid driven motor (11) with a helically toothed rotor (12) disposed
on the inside of the outer pipe (4) and, engaging the rotor teeth and forming a working
space (47), a helically toothed hollow stator (10) which, by means of a hollow connecting
member (8), is rotationally rigidly but radially displaceably connected to the bottom
end of the shaft 1, the shaft 1 and the connecting member (8), together with the outer
pipe (4), defining an annular space which communicates via inlet passages (43) with
the central passage (6) through the shaft (1) and being closed off in its upper zone
while its bottom zone merges into the working space (47) of the drilling fluid driven
motor (11) and forming a part of the axial flow path of the drilling fluid, and consisting
of a core device (13) with an inner pipe (14), of which the bottom end (15), while
maintaining an annular gap (16) which makes it possible to provide passage for the
drilling fluid, is disposed adjacent the drill bit (5) and inside the outer pipe (4)
in such a way that it is decoupled and cannot rotate, characterised in that the central
passage (6) through the shaft (1) has at least in its upper portion such a diameter
(d1) that the largest outside diameter of the core device (13), the inside diameter
(d2) of the hollow stator (10) and of the connecting member (8) are at least as great
as the outside diameter of the inner pipe (14) plus the eccentricity (e) of the motor
(11), and the core device (13) is provided at the upper end with a detent device (18)
for separable axial fixing within the shaft (1) which, in the position of engagement
with a cylindrical body (19) and a seal (42) at least diminishes the passage of drilling
fluid through the central passage (6) in the shaft (1) below the inlet passages (43),
and comprises catch elements (23, 24) which form a catch member (27).
2. A core drilling tool according to Claim 1, characterised in that the inner pipe
(14) is coupled to the detent device (18) via a pivot bearing (28).
3. A core drilling tool according to Claim 1 or 2, characterised in that the inner
pipe (14) carries at its top end a non-return valve device (29) which, via bores (30,
32) provides for drilling fluid compensation between the interior of the inner pipe
(14) and a space bounded by the inner pipe (14) and the inside of the hollow connecting
member (8) and the stator (10) and which communicates with an annular space (44) situated
below the motor (11).
4. A core drilling tool according to one or more of Claims 1 to 3, characterised in
that the outer pipe (4) is in the region below the rotor (12), provided with centring
sleeves (33) for the inner pipe (14) and comprising axial drilling fluid passages
(34).
5. A core drilling tool according to one or more of Claims 1 to 4, characterised in
that the outer pipe (4) has between the centring sleeves (33) and the drill bit (5)
an annular flooding valve (39) which comprises a first bottom portion (37) which widens
conically from the bottom upwardly, a second middle cylindrical portion (38) and a
third portion (39) which makes a transition to a smaller diameter with rounded transitions
from the end face to the lateral face, an adjacent fourth cylindrical portion (40)
and, adjacent to this latter and having a smaller diameter, a portion (41) which widens
conically from the bottom upwardly.
6. A core drilling tool according to one or more of Claims 1 to 5, characterised in
that the hollow connecting member is constructed as a thin-walled flexible sleeve
(8).
1. Outil carottier pour forages dans la roche, constitué d'une tige (1) présentant
un passage central (6) et pouvant être raccordée, à son extrémité supérieure, à une
garniture de forage, d'un tube extérieur (4) monté à rotation sur la tige (1) et portant
un trépan de forage (5) à son extrémité inférieure, d'un moteur (11), entraîné par
la boue de forage, comportant un rotor (12) à denture hélicoïdale, monté sur la surface
interne du tube extérieur (4), et un stator creux (10) à denture hélicoïdale, en prise
avec la denture du rotor (12), formant un espace de travail (47) et relié, au moyen
d'un élément de liaison creux (8), d'une manière rigide en rotation mais déplaçable
radialement, à l'extrémité inférieure de la tige (1), de sorte que la tige (1) et
l'élément de liaison (8), conjointement avec le tube extérieur (4), délimitent un
espace annulaire qui, par l'intermédiaire de canaux d'admission (43), est en communication
avec le passage central (6) de la tige (1), est fermé dans sa zone supérieure, s'ouvre,
dans sa zone inférieure, dans l'espace de travail (47) du moteur (11) entraîné par
la boue de forage et fait partie du trajet d'écoulement axial de la boue de forage,
et constitué d'un dispositif carottier (13) comportant un tube intérieur (14) dont
la limite d'about inférieure (15) est contiguë au trépan (5) tout en ménageant un
interstice annulaire (16) livrant passage à la boue de forage et qui est monté, désolidarisé
de toute rotation, à l'intérieur du tube extérieur (4), caractérisé en ce que le passage
central (6) de la tige (1) présente, au moins dans la zone supérieure, un diamètre
(d1) égal au plus grand diamètre extérieur du dispositif carottier (13), les diamètres
intérieurs (d2) du stator creux (10) et de l'élément de liaison (8) sont au moins
égaux au diamètre extérieur du tube intérieur (14) avec en plus l'excentricité (e)
du moteur (11), et le dispositif carottier (13) est pourvu, à son extrémité supérieure,
d'un dispositif d'encliquetage d'arrêt (18) destiné à le fixer axialement de façon
détachable à l'intérieur de la tige (1), et qui, en position encliquetée, au moins
réduit l'écoulement de la boue de forage par le passage central (6) dans la tige (1),
en dessous des canaux d'admission (43), au moyen d'un corps cylindrique (19) et d'un
joint d'étanchéité (42), et comporte des éléments d'arrêt (23, 24) formant un crochet
de repêchage (27).
2. Outil carottier suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le tube intérieur
(14) est accouplé au dispositif d'encliquetage (18) par l'intermédiaire d'un palier
de rotation (28).
3. Outil carottier suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le tube
intérieur (14) porte, à son extrémité supérieure, un dispositif à clapet de retenue
(29) qui, par des lumières (30, 32), assure un équilibrage de la boue de forage entre
l'intérieur du tube intérieur (14) et un espace qui est délimité par le tube intérieur
(14) et le côté intérieur de l'élément de liaison creux (8) et du stator (10) et qui
est en communication avec un espace annulaire (44) situé en dessous du moteur (11).
4. Outil carottier suivant l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que le tube extérieur (4), dans la zone située en dessous du rotor (12), est
pourvu de douilles de centrage (33) pour le tube intérieur (14), présentant des canaux
axiaux (34) pour la boue de forage.
5. Outil carottier suivant l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que le tube extérieur (4) contient, entre les douilles de centrage (33) et le
trépan (5), une valve de déplacement annulaire (39) qui comporte une première zone
inférieure, conique, (37), allant en s'évasant vers le haut, une deuxième zone cylindrique
médiane (38), une troisième zone de transition (39) vers un plus petit diamètre avec
une transition arrondie entre la face transversale et la face longitudinale, une quatrième
zone cylindrique (40) adjacente et une cinquième zone conique (41) adjacente à la
précédente, mais de plus petit diamètre, et allant en s'évasant vers le haut.
6. Outil carottier suivant l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé
en ce que l'élément de liaison creux a la forme d'un manchon flexible à paroi mince
(8).
