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(11) |
EP 0 242 783 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.10.1990 Patentblatt 1990/40 |
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Anmeldetag: 14.04.1987 |
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Walzengerüst
Rolling or calendering stand
Cage pour laminage ou calandrage
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR GB NL |
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Priorität: |
22.04.1986 CH 1616/86 02.07.1986 CH 2654/86
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.10.1987 Patentblatt 1987/44 |
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Patentinhaber: Alich, Günther |
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CH-8134 Adliswil (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Alich, Günther
CH-8134 Adliswil (CH)
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| (74) |
Vertreter: Prietsch, Reiner (DE) et al |
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Dipl.-Ing. Reiner Prietsch
Patentanwalt
Schäufeleinstrasse 7 D-80687 München D-80687 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 936 769 DE-B- 1 150 272 GB-A- 747 347 US-A- 3 347 157 US-A- 3 902 114
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DE-A- 2 801 558 DE-B- 1 184 621 GB-A- 1 133 944 US-A- 3 448 683
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Walzengerüst der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1
angegebenen Art.
[0002] Bei der Herstellung und Veredelung von Materialbahnen mittels Walzengerüsten, z.B.
Walzen von Metall- und Kunststoffolien, Beschichten von Folien und Bändern mittels
Kalander- und Streichwalzen usw., besteht oftmals die Forderung, den Walzenabstand
(Walzenspalt) möglichst genau einzuhalten. Abgesehen vom Erfordernis eines gleichmäßig
dicken Produkts soll allgemein auch aus wirtschaftlichen Gründen (Materialeinsparung)
beim Walzen wie vor allem beim Auftragen teurer Beschichtungsstoffe möglichst nahe
an der unteren Toleranzgrenze der garantierten Dicke gefahren werden können. Neben
einer hochentwickelten Regelungstechnik, die u.a. in der Lage ist, eine Unrundheit
oder Exzentrizität der Walzenballen während des Walzenumlaufs laufend auszugleichen,
ist bisher auch eine sehr präzise und entsprechend aufwendige Lagerung der Walzenzapfen
erforderlich. So ist selbst ein geringes Lagerspiel dann besonders störend, wenn die
den Walzenspalt durchlaufende Materialbahn nur relativ geringe Gegenkräfte auf das
Walzenpaar ausübt, wie etwa beim Herstellen von Kunststoffolien oder bei der Folienbeschichtung
mit pastenartigen oder flüssigen Auftragstoffen. Insbesondere stößt man an die Grenzen
der lagertechnischen Möglichkeiten, wenn bei bereits geringen Banddicken bzw. Spaltweiten
eine hohe relative Genauigkeit mit Abweichungen von weniger als 1 Mikrometer einzuhalten
ist.
[0003] Zwar ist es bei Walzengerüsten der einleitend angegebenen Gattung bekannt, zur Kompensation
von Walzspaltänderungen, die durch Lastschwankungen im Walzspalt entstehen würden,
die Walzenständer mechanisch oder auch hydraulisch vorzuspannen, z.B. durch zwischen
den (Stütz-)Walzen- einbaustücken angeordnete Druckstücke oder Hydraulikzylinder (vgl.
US-A 3 448 683). Jedoch eignet sich dieses für Metallwalzwerke, also reaktive Produktionsprozesse,
praktizierte Ständervorspannverfahren nicht für kalanderartige Walzen, da auf diese
praktisch keine Reaktionskräfte einwirken. Unabhängig davon vermag mit dem Ständervorspannverfahren
die genannte Genauigkeit der Walzspalteinstellung nicht eingehalten werden.
[0004] Aus der GB-A 747 347 ist ein Walzengerüst bekannt, bei dem zur Kompensation von Walzenverbiegungen
zwischen eigens hierfür vorgesehenen Walzenzapfenverlängerungen ein Kraftorgan in
Form eines Hydraulikzylinders in einem solchen Abstand von dem Stellorgan angeordnet
ist, daß sich ein ausreichend langer Hebelarm ergibt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Walzengerüst so zu gestalten, daß eine
hohe Genauigkeit bei der Einhaltung des Walzenspaltes ohne extreme Anforderungen an
die Lagerung insbesondere der zustellbaren Walze erreichbar ist, und dies auch bei
Anwendungen, wo die Reaktionskräfte des Walzgutes auf das Walzenpaar gering oder unbestimmt
sind.
[0006] Diese Aufgabe ist bei einem Walzengerüst der im Oberbegriff des Patentanspruches
1 angegebenen Gattung erfindungsgemäß durch die in dessen Kennzeichen stehenden Merkmale
gelöst.
[0007] Diese Lösung hat den Vorteil, daß die Lagerzapfen dauernd kraftschlüssig und völlig
spielfrei geführt sind und demzufolge die genaue Walzeneinstellung durch das Stellorgan
entsprechend der Führungsgröße ohne Beeinträchtigung durch die Lagerung gewährleistet
ist. Auch andere Störeinflüsse, z.B. infolge mangelnder Steifigkeit des Ständers und/oder
infolge von Temperaturänderung, werden vermieden, da Stellorgan und Kraftorgan nunmehr
direkt zwischen den beiden Walzen wirksam werden.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 11 angegeben.
[0009] Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung im Zusammenhang mit der Zeichnung
näher erläutert.
Figur 1 zeigt schematisch ein Walzengerüst gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
mit zugehöriger Regeleinrichtung für den Walzenspalt, wobei jedoch nur die Lagerung
auf der einen Seite wiedergegeben ist,
Figur 2 ist eine Seitenansicht des Walzengerüstes nach Figur 1,
Figur 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel in analoger Darstellung wie Figur 1,
Figur 4 ist eine Seitenansicht zu Figur 3.
[0010] Beim Walzengerüst nach Fig. 1 und 2 sind die Walzenzapfen 8 und 8' der zustellbaren
Walze 4 bzw. der feststehend gelagerten Walze 2 (auf der dargestellten wie auch auf
der gegenüberliegenden Gerüstseite) je in zwei getrennten Radiallagern 11, 12 bzw.
11', 12' gefaßt. Die Walze 2 ist bezüglich des Ständers 1 fest gelagert. Dagegen ist
die Walze 4 zur Walze 2 zwecks Einstellung der Spaltweite 5 zustellbar und steht nicht
mit dem Ständer 1 in Verbindung, sie ist lediglich zur Verhinderung von Pendelbewegungen
seitlich geführt (beispielsweise mittels am Ständer befestiger Führungen beidseits
des Lagers 11, nicht dargestellt).
[0011] Der Walzenantrieb ist der Einfachheit halber nicht dargestellt. Es kann sich um ein
Walzengerüst zum Fertigwalzen von Kunststoff- oder Metallfolien usw. oder z.B. um
ein Kalanderwerk mit Streichwalzen zum Veredeln, insbesondere Beschichten von Materialbahnen
. handeln, also vorzugsweise für Anwendungen, bei denen es auf die Einhaltung eines
relativ engen Walzenspaltes 5 mit hoher absoluter Genauigkeit (im Bereich von Mikrometer)
und bei geringen oder praktisch fehlenden Gegenkräften (Verformungskräften) seitens
der Materialbahn auf die Walzen ankommt.
[0012] Zur Einstellung des Walzenabstandes dient als Stellorgan ein hydraulischer Stellzylinder
13, dessen Zylinder am Lager 11' und dessen Kolbenstange am Lager 11 befestigt sind.
Entgegen der Zustellrichtung des Stellzylinders 13 wird das andere Lagerpaar 12, 12'
mittels vier Druckfedem 45 verspannt, wodurch jegliches Lagerspiel dauernd aufgehoben
ist, so daß eine äußerst genaue Regelung der Spaltweite auch ohne besonders auf Spielfreiheit
ausgesuchte und damit teure Lager möglich ist. Die Federn 45 sind durch zwei parallele
Führungsstangen 44 positioniert, die sich zwischen Auslegern der Lager 12, 12' erstrecken
und in Führungsbohrungen derselben gleiten. Auf den Führungsstangen 44 ist außerdem
ein Träger 40 gleitend geführt und zwischen jeweils zwei Druckfedern 45 etwa mittig
zwischen den Walzen 2 und 4 gehalten. Durch Anschläge 46 an beiden Lagern, die dem
Querbalken 41 des Trägers 40 gegenüberstehen (und gegebenenfalls auswechselbaren,
nicht dargestellten Zwischenlagen) kann ein Minimalabstand der Walzen festgelegt bzw.
deren völliges Zusammenfahren ausgeschlossen werden.
[0013] Auf zwei Auslegern 42 des Trägers 40, die am Querbalken 41 befestigt sind und ohne
Berührung zwischen die Ballen 48 und 48' der beiden Walzen ragen, befinden sich berührungslos
wirkende Meßorgane 43 an sich bekannter Bauweise, die je ein elektrisches Signal für
den Abstand zur Ballenfläche liefern; aus den Einzelsignalen läßt sich in an sich
bekannter Weise ein Signal für den Abstand der Walzen bzw. die Weite des Walzenspaltes
5 bilden, siehe z.B. die US-Patentschrift Nr. 3 902 114 des gleichen Anmelders.
[0014] Ein Regelkreis für die selbsttätige Regelung der Spaltweite ist nur schematisch und
vereinfacht angedeutet mit Istwertleitung 21, Regelverstärker 24, Sollwerteingabe
22, Stellsignalleitung 25, Regelventil 31, Hydraulikpumpe 30 und hydraulischer Druckleitung
32 zum Stellzylinder 13.
[0015] Beim weiteren Ausführungsbeispiel eines Walzengerüstes nach Figur 3 und 4 befindet
sich nur das eine Lagerpaar 11, 11' auf den Zapfen 8, 8' der Walzen 2 und 4, hier
dasjenige, an welchem das Stellorgan 13 angreift. Die beiden das andere Lagerpaar
bildenden Lager, zwischen denen die Gegenkraft zur Stellkraft angreift, stützen sich
dagegen an den Walzenballen 48, 48' ab.
[0016] Jedes dieser Lager 52, 52' ist als Gleitschuh ausgebildet, gebildet aus je zwei Stützkörpern
54 bzw. 54', welche paarweise durch je ein Schild 53, 53' starr verbunden sind. Zwischen
den Lagern 11 und 11
' erstrecken sich wiederum zwei parallele Führungsstangen 56, an denen jeder Lagerschuh
52, 52' mittels in den Stützkörpern vorhandener Bohrungen gleitend geführt ist. Als
dem Stellorgan 13 entgegenwirkende Kraftorgane sind Druckfedern 55 vorgesehen, welche,
in Bohrungen der Stützkörper geführt, zwischen den Lagern 52, 52' verspannt sind.
Die Stützkörper 54, 54' sind vorzugsweise mit verschleißfesten Auflageflächen versehen,
an welchen sich die Federkräfte gleitend auf die Walzen und von deren Zapfen wieder
auf die Lager 11, 11' übertragen. Anstelle der Druckfedern 55 können beispielsweise
auch ein oder mehrere hydraulische Druckzylinder (mit konstanter Gegenkraft) oder
gegebenenfalls massive, einstellbare Druckstäbe als besonders "harte" mechanische
Federn verwendet werden. Zur Verminderung der Gleitreibung gegenüber den drehenden
Ballenflächen können die Stützkörper 54, 54' mit Wälzlagern anstelle der Gleitbeläge
versehen werden.
[0017] In den sich an den Walzenballen 48, 48' abstützenden Lagern 52, 52', vorzugsweise
wie dargestellt direkt in den zwischen die Ballen ragenden Teilen der Stützkörper
54, 54', sind einander paarweise gegenüberstehende Distanz-Meßorgane 57 eingebaut,
deren kombiniertes Meßsignal wiederum ein Maß für die Weite des Walzenspaltes 5 darstellt.
Da ein geeigneter Regelkreis für den Walzenspalt im wesentlichen gleich aufgebaut
ist wie beim vorangehenden Beispiel, sind hier nur die Istwert-Signalleitung 21 und
die hydraulische Druckleitung 32 zum Stellzylinder angedeutet.
[0018] Während für schnell laufende Walzen die beschriebenen, rasch arbeitenden hydraulischen
Stellzylinder zu bevorzugen sind, können für langsam laufende Walzen auch elektromotorische
Stellspindelantriebe als Stellorgane im Sinne der Erfindung verwendet werden.
1. Walzengerüst mit einer feststehend in einem Ständer (1) gelagerten Walze (2) und
mindestens einer zustellbaren Walze (4), wobei - jeweils bezogen auf eine Walzenlagerseite
- die Lagerzapfen (8, 8') der feststehenden Walze (2) und der zustellbaren Walze (4)
in je einem Lager (z.B. 11', 11) aufgenommen sind und die zustellbare Walze (4) gegenüber
der feststehend gelagerten Walze (2) mittels eines Stellorgans (13) verstellbar und
mittels eines Kraftorgans (z.B. 45) vorgespannt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stellorgan unmittelbar zwischen den Lagern (11', 11) der feststehenden Walze (2) und
der zustellbaren Walze (4) angeordnet ist, daß die feststehende Walze (2) und die
zustellbare Walze (4) jeweils mit einem weiteren Lager (z.B. 12' 12) ausgestattet
sind, daß die jeweils zwei Lager je Walzenzapfen nebeneinander liegen, daß das Kraftorgan
dem Stellorgan (13) entgegenwirkend, zwischen diesen weiteren Lagern (12', 12; 52',
52) angeordnet ist, und daß das Kraftorgan zwecks stellkraftabhängiger Längenänderung
als Federelement (45; 55) ausgebildet ist.
2. Walzengerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf jedem Walzenzapfen
(8', 8) zwei Radiallager (11', 11; 12', 12) angeordnet sind, von denen paarweise die
einen (11', 11) von dem Stellorgan (13) und die anderen (12', 12) von dem Kraftorgan
(45) beaufschlagt sind.
3. Walzengerüst nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Drucksteuerung (25,
30, 31, 32) des Stellorgans (13) die Öffnungsweite des Walzenspaltes bestimmt.
4. Walzengerüst nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Druckeinstellung
(32) des Stellorgans (13) mit Hilfe einer regulierbaren Druckmittelpumpe (30) erfolgt.
5. Walzengerüst nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der walzenspaltbestimmende
Stelldruck (32) mit Hilfe eines SolUlstwert-Vergleichers (24) eines Regelkreises (21,
22) und eines Drucksteuerventils (25, 31) geregelt ist.
6. Walzengerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stellkraft des Stellzylinders (13) durch einen Druckbegrenzer auf einen Höchstwert
begrenzt ist.
7. Walzengerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lager (12', 12) zwischen denen das Kraftorgan angeordnet ist, über parallele Führungsstangen
(44) miteinander verbunden sind, die in in diesen Lagern (12', 12) vorgesehenen Führungsbohrungen
gleitend aufgenommen sind.
8. Walzengerüst nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Führungsstangen
(44) ein Träger (40) gleitend geführt ist, von dem aus sich zwei Ausleger (42), die
als Halterung für berührungslos wirkende Meßorgane (43) dienen, berührungsfrei zwischen
die Ballen (48', 48) der Walzen (2, 4) erstrecken.
9. Walzengerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lager, zwischen denen das Kraftorgan angeordnet ist, als sich an den Walzenballen
(48', 48) abstützende Gleitschuhe (52', 52) ausgebildet sind.
10. Walzengerüst nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Gleitschuhe
(52', 52) aus je zwei an den betreffenden Walzenballen (48', 48) anliegenden Stützkörpern
(54', 54) und einem diese Stützkörper (54', 54) starr verbindenden Schild (53', 53)
besteht und durch zwei parallele Führungsstangen (56) geführt ist, die sich zwischen
den Lagern (11', 11) der feststehenden Walze (2) und der zustellbaren Walze (4) erstrecken.
11. Walzengerüst nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß in die Stützkörper
(54', 54) einander paarweise gegenüberliegende Distanzmeßorgane (57) eingebaut sind.
1. A roll stand comprising a roll (2) which is stationarily mounted in a support structure
(1) and at least one displaceable roll (4), wherein, in relation to a respective roll
bearing side, the bearing journals (8', 8) of the stationary roll (2) and the displaceable
roll (4) are each accommodated in a respective bearing (for example 11', 11) and the
displaceable roll (4) is adjustable relative to the stationarily mounted roll (2)
by means of a control member (13) and is biased by means of a force-producing member
(for example 45), characterised in that the control member is arranged directly between
the bearings (11', 11) of the stationary roll (2) and the displaceable roll (4), that
the stationary roll (2) and the displaceable roll (4) are each provided with a respective
further bearing (for example 12', 12), that the respective two bearings of each roll
journal are disposed side by side, that the force-producing member, acting in opposition
to the control member (13), is arranged between said further bearings (12', 12; 52'
52) and that the force-producing member is in the form of a spring element (45; 55)
for the purposes of variation in length in dependence on the control force.
2. A roll stand according to claim 1 characterised in that arranged on each roll journal
(8', 8) are two radial bearings (11', 11; 12', 12), of which in pairs the one radial
bearings (11', 11) are acted upon by the control member (13) and the others (12',
12) are acted upon by the force-producing member (45).
3. A roll stand according to claim 2 characterised in that a pressure control means
(25, 30, 31, 32) of the control member (13) determines the width of the roll gap.
4. A roll stand according to claim 3 characterised in that pressure setting (32) of
the control member (13) is effected by means of a regulatable pressure fluid pump
(30).
5. A roll stand according to claim 3 characterised in that the roll gap-defining control
pressure (32) is regulated by means of a reference value/actual value comparison means
(24) of a regulating circuit (21, 22) and a pressure control valve (25, 31).
6. A roll stand according to one of claims 1 to 5 characterised in that the control
force of the control cylinder (13) is restricted to a maximum value by a pressure
limiter.
7. A roll stand according to one of claims 1 to 6 characterised in that the bearings
(12', 12) between which the force-producing member is disposed are connected together
by way of parallel guide bars (44) which are slidably accommodated in guide bores
provided in said bearings (12', 12).
8. A roll stand according to claim 7 characterised in that a carrier (40) is slidably
guided on the guide bars (44), two arms (42) which serve as holding means for measuring
members (43) which operate in a contact-less manner extending from the carrier (40)
in a contact-free manner between the bodies (48', 48) of the rolls (2, 4).
9. A roll stand according to one of claims 1 to 6 characterised in that the bearings
between which the force-producing member is disposed are in the form of sliding shoes
(52', 52) which bear against the roll bodies (48', 48).
10. A roll stand according to claim 9 characterised in that each of the slide shoes
(52', 52) comprises a respective pair of support bodies (54', 54) which bear against
the respective roll body (48', 48), and a plate (53', 53) rigidly connecting said
support bodies (54', 54), and is guided by two parallel guide bars (56) which extend
between the bearings (11', 11) of the stationary roll (2) and the displaceable roll
(4).
11. A roll stand according to claim 9 or claim 10 characterised in that incorporated
into the support bodies (54', 54) are distance measuring members (57) which are disposed
in mutually opposite relationship in pairs.
1. Cage de laminage, comportant un cylindre (2) monté à poste fixe dans une colonne
(1) et au moins un cylindre mobile (4), les tourillons (8', 8) du cylindre fixe (2)
et du cylindre mobile (4) étant reçus en chacun des côtés où les cylindres sont supportés,
chacun dans un palier (par exemple 11', 11), et le cylindre mobile (4) étant, par
rapport au cylindre (2) monté à poste fixe, réglable au moyen d'un organe de réglage
(13) et mis sous précontrainte au moyen d'un organe appliquant une force (par exemple
45), caractérisée en ce que l'organe de réglage est disposé directement entre les
paliers respectifs (11, 11') du cylindre monté à poste fixe (2) et du cylindre mobile
(4), en ce que le cylindre fixe (2) et le cylindre mobile (4) sont équipés chacun
d'un palier supplémentaire par exemple (12', 12), en ce que les deux paliers de chaque
tourillon sont disposés côte à côte, en ce que l'organe appliquant une force est disposé
entre les deux paliers supplémentaires (12', 12 ; 52', 52) de façon à s'opposer à
l'action de l'organe de réglage (13), et en ce que l'organe appliquant une force est
réalisé en forme d'élément ressort (45 ; 55) en vue d'une modification de sa longueur
en fonction de la force de réglage.
2. Cage de laminage conforme à la revendication 1, caractérisée en ce que deux paliers
(11 ', 11 ; 12', 12) sont disposés sur chacun des tourillons (8', 8) des deux cylindres,
ces paliers étant sollicités par paires les uns (11', 11) par l'organe de réglage
(13) et les autres par l'organe appliquant une force (45).
3. Cage de laminage conforme à la revendication 2, caractérisée en ce qu'une commande
par pression (25, 30, 31, 32) de l'organe de réglage (13) fixe la valeur de l'écartement
des cylindres.
4. Cage de laminage conforme à la revendication 3, caractérisée en ce qu'un réglage
de pression (32) de l'organe de réglage (13) est effectué au moyen d'une pompe réglable
à fluide sous pression.
5. Cage de laminage conforme à la revendication 3, caractérisée en ce que la pression
de réglage (32) qui fixe l'écartement des cylindres est réglée au moyen d'un comparateur
(24) entre valeur de consigne et valeur réelle, d'une boucle d'asservissement (21,
22) et d'une vanne (25, 31) de commande de la pression.
6. Cage de laminage conforme à l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce
que la force de réglage du vérin de réglage (13) est limitée à une valeur maximale
par un limiteur de pression.
7. Cage de laminage conforme à l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce
que les paliers (12', 12) entre lesquels est disposé l'organe appliquant une force
sont reliés l'un à l'autre par l'intermédiaire de glissières de guidage parallèles
(44) qui sont reçues de manière coulissante dans des alésages de guidage prévus dans
ces paliers (12', 12).
8. Cage de laminage conforme à la revendication 7, caractérisée en ce qu'un support
(40) est guidé de manière coulissante sur les glissières de guidage (44), support
à partir duquel deux consoles (42) servant de fixation à des organes de mesure (43)
agissant sans contact, s'étendent entre les tables (48', 48) des cylindres (2, 4)
et sans contact avec celles-ci.
9. Cage de laminage conforme à l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce
que les paliers entre lesquels est disposé l'organe appliquant une force sont réalisés
sous forme de coulisseaux (52', 52) qui s'appuient sur les tables (48', 48) des cylindres.
10. Cage de laminage conforme à la revendication 9, caractérisée en ce que chacun
des coulisseaux (52', 52) se compose de deux corps d'appui (54', 54) adjacents à la
table de cylindre correspondante (48', 48), et d'un plateau (53', 53) reliant rigidement
l'un à l'autre ces corps d'appui (54', 54), et est guidé par deux glissières de guidage
(56) parallèles qui s'étendent entre les paliers respectifs (11', 11) du cylindre
fixe (2) et du cylindre mobile (4).
11. Cage de laminage conforme à l'une des revendications 9 ou 10, caractérisée en
ce que des organes de mesure de la distance (57) sont insérés deux par deux l'un en
face de l'autre respectivement dans les deux corps d'appui (54', 54).

