[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Ansauggeräuschdämpfer, insbesondere für Brennkraftmaschinen
der im Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruches angegebenen Bauart.
[0002] Ein derartiger Ansauggeräuschdämpfer ist beispielsweise aus der FR-A-2,385,906 bzw.
der entsprechenden DE 2714100 C2 bekannt. Bei diesem bekannten Ansauggeräuschdämpfer
umfaßt die Luftzuführung zwei Diffusoren von unterschiedlicher Dimensionierung. Kennzeichnend
hierbei ist, daß die beiden Diffusoren über ihre gesamte Länge durch einen zur Schalldämpfung
durch Interferenz bemessenen Spalt miteinander verbunden sind. Bei den miteinander
akkustisch gekoppelten Diffusoren wirkt sich jedoch ein derartiger Spalt nachteilig
auf den Diffusor aus, der mit geringem Strömungsquerschnitt bei relativ großer Länge
als Schwingrohr zur Beeinflussung des Drehmomentverlaufes im unteren Drehzahlbereich
der Brennkraftmaschine dient. Weiter wirken die zwischen den Zum Ansauggeräuschdämpfer
divergierend angeordneten Diffusoren den Spalt begrenzenden Wandteilen als Schallquellen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Ansauggeräuschdämpfer der eingangs
beschriebenen Bauart so zu gestalten, daß die für eine wirkungsvolle Dämpfung des
Ansauggeräuschdämpfers getroffenen Maßnahmen zugleich eine drehmomentsteigernde Wirkung
an der Brennkraftmaschine bewirken.
[0004] Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
[0005] Kern der Erfindung ist die zur gegenseitigen akkustischen Entkoppelung getroffene
gesonderte Anordnung der Diffusoren in Kombination mit zugeordneten, wechselweise
ansteuerbaren Absperrorganen. Dies ergibt den Vorteil, einen der beiden Diffusoren
für einen optimalen Drehmomentverlauf im unteren und mittleren Drehzahlbereich der
Maschine und den anderen Diffusor auf günstigen Leistungsverlauf hin auszubilden,
wobei mit den beiden Absperrorganen der jeweiligen Diffusoren entsprechend niedrige
Eigenresonanzen des Ansauggeräuschdämpfers erzielt werden. Insbesondere kann die Eigenfrequenz
des Ansauggeräuschdämpfers bei Luftzufuhr über den als ungestörtes Schwingrohr von
relativ kleinem Strömungsquerschnitt wirkenden Diffusor soweit abgesenkt werden, daß
in vorteilhafter Weise eine wirkungsvolle akkustische Dämpfung in einem häufig genutzten,
verbrauchsgünstigen Drehzahbereich der Brennkraftmaschine erzielt ist, und somit in
einem Fahrzeug eine ausgeprägte akkustische Belästung durch das Ansauggeräusch in
Fortfall kommt.
[0006] Zur Erzielung eines raschen Wechsels von einem Diffusor auf den anderen entsprechend
einem Lastwechsel der Brennkraftmaschine ist nach Anspruch 2 mindestens ein Absperrorgan
mit einem Stellmotor ausgerüstet, der über eine vorzugsweise elektronische Steuereinrichtung
ansteuerbar ist. Bei Verwendung eines Stellmotores ist es denkbar, beide Klappen mechanisch
miteinander in Antriebsverbindung zu bringen. Für eine feinfühlig arbeitende Betätigung
der Klappen kenn jede der Klappen mit einem Stellmotor ausgerüstet sein. Als Stellgrößen
können ein Luftmengen- oder Luftmassensignal, ein vom Saugrohrunterdruck abgeleitetes
Signal oder der Saugrohrunterdruck direkt sowie ein Signal der Drehzahl der Brennkraftmaschine
dienen.
[0007] Zwar sind aus der DE-A-34 34 476 für eine Ansauganlage einer Brennkraftmaschine über
Stellmotore betätigbare Absperrorgane zur Steuerung von Luftsammlern bekannt, wobei
die getrennt angeordneten Luftsammler über unterschiedlich dimensionierte Ansaugkanäle
mit Brennräumen der Brennkraftmaschine in Verbindung stehen. Diese Absperrorgane werden
jedoch im Gegensatz zur erfindungsgemäßen wechselweisen Steuerung nacheinander auf-
und zugesteuert.
[0008] Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 ein principielles Beispiel eines Ansauggeräuschdämfers mit parallelgeschalteten
Diffusoren, wobei hier die Absperrorgane nicht gezeigt sind.
Fig. 2 und 3 jeweils ein Ausführungsbeispiel eines Ansauggeräuschdämpfers mit abschaltbaren
Diffusoren und einer der jeweiligen Gemischbildungseinrichtung entsprechenden Steuereinrichtung
für die Absperrorgane der Diffusoren.
[0009] Ein schematisch und teilweise geschnitten dargestellter Ansauggeräuschdämpfer 1 umfaßt
ein Gehäuse 2, das eine Dämpfungskammer 3 begrenzt. In der Dämpfungskammer 3 ist ein
Luftfiltereinsatz 4 angeordnet. Stromab des Luftfiltereinsatzes 4 steht der Ansauggeräuschdämpfer
1 über eine Öffnung 5 im Gehäuse 2 mit dem übrigen, nicht dargestellten Ansaugsystem
einer Brennkraftmaschine in luftführender Verbindung.
[0010] Stromauf des Luftfiltereinsatzes 4 wird die Ansaugluft aus der freien Umgebung über
unterschiedlich große Diffusoren 6 und 7 der Dämpfungskammer 3 zugeführt. Die Diffusoren
6 und 7 sind etwa von gleicher Länge und weisen, relativ zueinander, verschieden große
Strömungsquerschnitte auf. Als Strömungsquerschnitt der Diffusoren 6 und 7 wird ein
mittlerer Ansaugquerschnitt AM verstanden. Die mittleren Strömungsquerschnitte A
m6 und A
M7 werden aus den einströmseitigen Querschnitten A
61 und A71 sowie aus den kammerseitigen Querschnitten A
62 und A
72 bestimmt nach der Formel

[0011] Allgemein sind bei einem Ausauggeräuschdämpfer mit einem Diffusor dessen Länge und
dessen mittlerer Strömungsquerschnitt sowie das Volumen der Dämpfungskammer des Ansauggeräuschdämpfers
für die Eigenresonanzfrequenz f
o wesentlich bestimmend. Bei Konstanthaltung zweier der vorgenannnten Größen und einer
Aufteilung der dritten Größe nach unterschiedlichen Werten können mit der Anzahl der
Aufteilungen nach unterschiedlichen Werten ebensoviele Eigenresonanzfrequenzen f
o für einen Ansauggeräuschdämpfer erzielt werden. Der Ansauggeräuschdämpfer 1 mit den
Diffusoren 6 und 7 von unterschiedlichen, mittleren Strömungsquerschnitten A
M6 und A
M7 weist demnach zwei Eigenresonanzfrequenzen f
06 und f
07 auf. Die Größen der unterschiedlichen Strömungsquerschnitte A
M6 und A
M7 sind so gewählt, daß die Eigenresonanzfrequenz f
06 des Diffusors 6 in einem niedrigen Drehzahlbereich der Brennkraftmaschine liegt.
Damit wird mit dem Ansauggeräuschdämpfer 1 eine Dämpfung des Ansauggeräusches in einem
wegen des relativ hohen Drehmomentverlaufes beim Betrieb der Brennkraftmaschine bzw.
des Fahrzeuges häufig benutzten Drehzahlbereich erzielt. Mit der gleichzeitigen bzw.
parallelen Benutzung beider Diffusoren 6 und 7 über den gesamten Betriebsbereich der
Brennkraftmaschine wird gegenüber einem Ansaugdämpfer mit nur einem Diffusor damit
eine früher einsetzende Dämpfung des Ansauggeräusches erreicht.
[0012] Die Dämpfung des Ansauggeräusches kann nach niederen Drehzahlen der Brennkraftmaschine
dadurch verschoben werden, daß jeder Diffusor 8, 9 eines Ansauggeräuschdämpfers 10
jeweils mit einem Absperrorgan 11 bzw. 12 ausgerüstet ist, wobei die Absperrorgäne
11 und 12 last- und drehzahlabhängig gesteuert werden. Jedes der Absperrogane 11,
12 ist mit einem durch gestrichelte Linien versinnbildlichten Stellmotor 13, 14 ausgerüstet,
der über eine vorzugsweise elektronische Steuereinrichtung 15 ansteuerbat ist.
[0013] Mit den steuerbaren Klappen 11 und 12 ist es möglich, die Ansaugluft für die Brennkraftmaschine
über den einen oder den anderen der unterschiedlich großen Diffusoren 8 und 9 der
Brennkraftmaschine zuzuführen. Beim Betrieb der Brennkraftmaschine im unteren Drehzahlbereich
ist die Klappe 11 des Diffusors 8 geöffnet, der relativ zum Diffusor 9 einen kleineren
Strömungsquerschnitt aufweist. Der Diffusor 8 ist für diesen Drehzahlbereich in seinen
geometrischen Abmessungen so abgestimmt, daß in diesem Drehzahlbereich bei Vollast
ein günstiger Drehmomentverlauf erzielt wird. Bei Betrieb der Brennkraftmaschine im
oberen Drehzahlbereich wird die Klappe 12 des einen größeren Strömungsquerschnitt
aufweisenden Diffusors 9 geöffnet, während die Klappe 11 des Diffusors geschlossen
wird und somit dieser Diffusor abgeschaltet ist. Durch den getrennten Betrieb der
Diffusoren 8 und 9 kann jeder der Diffusoren 8, 9 entsprechend seinem Einsatzbereich
in seinen geometrischen Abmessungen bezüglich des Drehmomentes bzw. bezüglich der
Leistung optimal ausgebildet werden. Durch die unterschiedlichen geometrischen Abmessungen
ergeben sich ferner zwei unterschiedliche Eigenresonanzfre-
quenzen f
o8 und f
oa, wobei f
oa sehr klein ist. Damit wird bei dem Ansauggeräuschdämpfer 10 schon ab kleinen Drehzahlen
eine hohe Dämpfungswirkung erreicht, und damit der Pegel des Ansauggeräusches niedrig
gehalten.
[0014] In Fig. 2 ist mit 16 ein Teil einer Ansauganlage der nicht gezeigten Brennkraftmaschine
bezeichnet. Mit dem Teil der Ansauganlage 16 in Wirkverbindung steht ein Gerät 17
einer Gemischbildungsanlage. Bei einer Brennkraftmaschine mit elektronischer Einspritzung
ist das Gerät 17 ein Luftmengenmesser, der über eine Leitung 18 ein Signal an die
elektronische Steuereinrichtung 15 liefert. Dieses Luftmengensignal auf der Leitung
18 wird mit einem Drehzahl-Signal der Brennkraftmaschine auf einer Leitung 19 in der
Steuereinrichtung 15 verarbeitet zu einem Ausgangssignal an einen Verstärker 20, zur
Ansteuerung des einen oder anderen Stellmotors 13, 14.
[0015] Erfolgt bei einer Brennkraftmaschine die Gemischbildung über einen Vergaser, so kann
das Gerät 17 ein Sensor sein, der ein dem jeweiligen Saugrohrunterdruck entsprechendes
Signal über die Leitung 18 an die Steuereinrichtung 15 abgibt, wobei die weitere Signalverarbeitung
analog zur vorbeschriebenen Steuerung abläuft.
[0016] Fig. 3 zeigt einen Ansauggeräuschdämpfer 10 mit pneumatischen Stellmotoren 21 und
22 für die Absperrorgane 11 und 12. Die Stellmotore 21 und 22 werden über den Saugrohrunterdruck
stromab des als Vergaser ausgebildeten Gerätes 17 in dem Teil 16 der nicht weiter
gezeigten Ansauganlage der Brennkraftmaschine betätigt. Zwischen einer ansaugseitigen
Unterdruckleitung 23 und Steuerleitungen 24 und 25 zu den Stellmotoren 21 und 22 ist
ein steuerbares Ventil 26 angeordnet. Das Ventil 26 wird von einer elektronischen
Steuereinrichtung 27 angesteuert, die mit Signalen über die Drosselklappenstellung
und die Drehzahl der Brennkraftmaschine versorgt wird.
1. Ansauggeräuschdämpfer, insbesondere für Brennkraftmaschinen, mit einem eine Dämpfungskammer
(3) begrenzenden Gehäuse (2) und zwei die Ansaugluft aus der freien Umgebung der Dämpfungskammer
(3) zuführenden, zur Dämpfungskammer (3) hin sich erweiternden Diffusoren (8, 9),
von welchen einer einen großen mittleren Strömungsquerschnitt im Vergleich zum anderen
Diffusor aufweist, wobei die zwei Diffusoren im Abstand voneinander angeordnet sind
und im Abstand voneinander in die Dämpfungskammer (3) einmünden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Diffusoren (8, 9) voneinander akustisch entkoppelt sind und etwa gleiche Länge
aufweisen, und daß in jedem Diffusor (8, 9) ein Absperrorgan (11, 12) angeordnet ist
und die Absperrorgane (11, 12) wechselseitig last-und drehzahlabhängig steuerbar sind,
derart, daß im unteren Drehzahlbereich die Klappe (11) im Diffusor (8) mit kleinem
mittleren Strömungsquerschnitt öffnet und im oberen Drehzahlbereich schließt und die
Klappe (12) im Diffusor (9) mit großem mittleren Strömungsquerschnitt im oberen Drehzahlbereich
öffnet.
2. Ansauggeräuschdampfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein
Absperrorgan (11, 12) mit einem Stellmotor (13, 14; 21, 22) in Antriebsverbindung
steht, der über eine elektronische und/oder pneumatische Steuereinrichtung (15; 26,
27) ansteuerbar ist.
1. Silencieux d'aspiration, notamment pour moteurs à combustion interne, avec un carter
(2) délimitant une chambre d'amortissement (3) et deux diffuseurs (8, 9) allant en
s'élargissant vers la chambre d'amortissement (3) et amenant à la chambre d'amortissement
(3) l'air aspiré à partir du libre environnement, un de ces diffuseurs comportant
une section transversale moyenne d'écoulement importante par rapport à celle de l'autre
diffuseur, les deux diffuseurs étant disposés à une certaine distance l'un de l'autre
et débouchant dans la chambre d'amortissement (3) à une certaine distance l'un de
l'autre, silencieux d'aspiration caractérisé en ce que les diffuseurs (8, 9) sont
découplés acoustiquement l'un de l'autre et ont à peu près les mêmes longueurs, tandis
que dans chaque diffuseur (8, 9) est disposé un organe de fermeture (11, 12) et ces
organes de fermeture (11, 12) étant susceptibles d'être commandés alternativement
en fonction de la charge et de la vitesse de rotation, de sorte que dans la gamme
inférieure des vitesses de rotation, le clapet (11) dans le diffuseur (8) s'ouvre
avec une section transversale moyenne d'écoulement réduite, et se ferme dans la gamme
supérieure des vitesses de rotation, tandis que le clapet (12) dans le diffuseur (9)
s'ouvre avec une section transversale moyenne d'écoulement importante dans la gamme
supérieure des vitesses de rotation.
2. Silencieux d'aspiration selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins
un organe de fermeture (11, 12) est en liaison d'entraînement avec un moteur de réglage
(13, 14; 21,22), qui est susceptible d'être commandé par l'intermédiaire d'un dispositif
de commande (15; 26, 27) électronique et/ou pneumatique.
1. An intake silencer, in particular for internal- combustion engines, having a housing
(2) defining a damping chamber (3) and two duffusors (8, 9) feeding the intake air
from the free surroundings to the damping chamber (3) and widening towards the damping
chamber (3), of which diffusors one has a large mean flow cross-section in comparison
with the other diffusor, the two diffusors being arranged with spacing from one another
and opening with spacing from one another into the damping chamber (3), characterised
in that the diffusors (8, 9) are acoustically decoupled from one another and have
approximately equal lengths, and in that in each diffusor (8, 9) a shut-off element
(11, 12) is arranged and the shut-off elements (11, 12) are alternately controllable
in dependence upon load and rotation rate in a manner such that, in the lower rotation
rate range, the flap (11) in the diffusor (8) opens with small mean flow cross-section
and closes in the upper rotation rate range, and the flap (12) in the diffusor (9)
opens with great mean flow cross-section in the upper rotation rate range.
2. An intake silencer according to Claim 1, characterised in that at least one shut-off
element (11,12) is in drive connection with a servo-motor (13,14; 21, 22) which is
actuatable by means of an electronic and/or pneumatic control apparatus (15; 26, 27).