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EP 0 243 531 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.10.1991 Patentblatt 1991/44 |
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Anmeldetag: 30.07.1986 |
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Sicherungsring für Flaschen-, Weithals- o.ä. Behälterverschlüsse
Security closure for bottles and containers
Fermeture de sécurité pour bouteilles et récipients
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
23.04.1986 DE 3613782
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.11.1987 Patentblatt 1987/45 |
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Patentinhaber: CROWN Bender GmbH |
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D-67227 Frankenthal (DE) |
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Erfinder: |
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- Leonhardt, Heinz
D-5012 Bedburg (DE)
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Vertreter: Lehmann, Klaus, Dipl.-Ing. et al |
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Schroeter, Fleuchaus, Lehmann, & Gallo,
Patentanwälte,
Wolfratshauser Strasse 145 81479 München 81479 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 129 612 DE-A- 1 943 349 DE-A- 2 554 553 US-A- 4 519 516
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EP-A- 0 155 329 DE-A- 2 337 929 FR-A- 2 439 720
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft Sicherungsringe für Flaschen-, Weithals- oder ähnliche Behälterverschlusse
entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1, bestehend aus einem von außen auf den
Behälterverschluß aufzusetzenden Befestigungsteil und mehreren daran befestigten Sicherungsklauen.
Die Sicherungsklauen greifen nach dem Aufsetzen des Verschlusses auf einen Behälter
unter einen an dessen Außenseite angebrachten Ringwulst. Beim ersten Öffnen bzw. Aufdrehen
des Verschlusses bleiben die Sicherungsklauen an dem Ringwulst hängen und werden dadurch
von dem Befestigungsteil des Sicherungsrings mehr oder weniger abgetrennt.
[0002] Ein Sicherungsring entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ist aus der
DE-OS 25 54 553 bekannt. Hierbei sind die Sicherungsklauen durch einzelne, zwischen
ihnen vorgesehene axiale Dehnungsschlitze in Umfangsrichtung voneinander getrennt.
Die einzelnen Sicherungsklauen sind über radiale Stege mit dem Befestigungsteil des
Sicherungsrings verbunden. Am Übergang zwischen den Stegen und dem Befestigungsteil
sind Sollbruchstellen mit verminderter Wandstärke vorgesehen.
[0003] Beim Abdrehen dieses bekannten Verschlusses von dem Behälter reißen die Sicherungsklauen
von dem Befestigungsteil des Sicherungsrings ab und bleiben unterhalb des Behälterwulstes
als geschlossener Ring hängen, weil die axialen Dehnungsschlitze nicht vollständig
bis zur unteren Kante der Sicherungsklauen durchgehen, so daß in diesem Bereich eine
durchgehende ringförmige Verbindung der Sicherungsklauen vorliegt.
[0004] Da die vom Befestigungsteil abgerissenen Sicherungsklauen als Ring an dem Behälter
hängenbleiben und bei dessen Wiederverwendung umständlich entfernt werden müssen,
ist ein solcher Verschluß insbesondere für Pfandbehälter ungeeignet.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die genannten Nachteile zu vermeiden und einen
Sicherungsring für Behälterverschlüsse zu schaffen, der einfach herstellbar und sicher
mit dem Behälterverschluß verbunden ist und der umweltfreundlich recycliert werden
kann.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die in den Patentansprüchen, insbesondere im Patentanspruch
1, angegebenen Merkmale gelöst.
[0007] Hiernach ist zusätzlich zu den Sollbruchstellen an den Stegen zwischen den Sicherungsklauen
und dem Befestigungsteil mindestens ein Anbindungssteg vorgesehen, der einen größeren
Querschnitt als die Sollbruchstellen hat. Beim erstmaligen Öffnen des Verschlusses
verhaken sich somit die Sicherungsklauen unter dem Ringwulst des Behälters und reißen
leicht an den Sollbruchstellen ab. Infolge des zusätzlichen Anbindungsstegs werden
jedoch die abgerissenen Sicherungsklauen in zusammenhängender Ringform am Sicherungsring
und damit an dem abgezogenen Behälterverschluß festgehalten. Sie stehen wie Fahnen
von dem Behälterverschluß ab und lassen sich mechanisch zusammen mit dem Befestigungsteil
des Sicherungsrings gut von dem Material des eigentlichen Behälterverschlusses trennen,
um so eine Recyclierung zu ermöglichen. Auch in optischer Hinsicht wird durch die
herausstehenden Fahnen der eigentliche Zweck des Sicherungsrings in hervorragender
Weise erfüllt, es wird nämlich nach außen hin kenntlich gemacht, daß der Behälter
bereits einmal geöffnet wurde.
[0008] Die Unteransprüche kennzeichnen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung. Gemäß
Anspruch 2 sind mehrere, insbesondere zwei Anbindungsstege über den Umfang des Sicherungsrings
verteilt angeordnet. Somit bilden sich beim erstmaligen Öffnen des Verschlusses zwei
abstehende Fahnen, die sich jeweils über etwa 180° in Umfangsrichtung erstrecken.
[0009] Gemäß Anspruch 3 sind die Anbindungsstege und die Sollbruchstellen jeweils in den
Räumen zwischen den Sicherungsklauen angeordnet, so daß der Sicherungsring leicht
herstellbar ist und die Sollbruchstellen beim erstmaligen Aufdrehen des Verschlusses
sicher aufreißen.
[0010] Nach Anspruch 4 weist der Befestigungsteil des Sicherungsrings am oberen Rand eine
wulstförmige Verdickung auf, mit deren Hilfe er fest am unteren Rand des Behälterverschlusses
verankert werden kann. Wenn zusätzlich gemäß Anspruch 5 der Befestigungsteil des Sicherungsrings
an der oberen Abschlußkante eine sägezahnförmige Aufrauhung aufweist, wird der Sicherungsring
hakenartig oder formschlüssig mit dem unteren Rand des Behälterverschlusses verklammert.
[0011] Schließlich kann gemäß Anspruch 6 die Anzahl der Sicherungsklauen vorzugsweise sechs
oder acht betragen, die symmetrisch über den Umfang verteilt und von einer gleichen
Zahl von Sollbruchstellen gehalten sind. Infolge dieser Ausbildung ergibt sich eine
leicht herstellbare und trotzdem besonders wirkungsvolle Ausbildung des Sicherungsrings.
[0012] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Behälterverschluß, teilweise im Längsschnitt, mit dem erfindungsgemäßen Sicherungsring;
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch den Sicherungsring mit einem Anbindungssteg;
- Fig. 3
- eine Darstellung entsprechend Fig. 1, jedoch mit anderer Ausbildung der Sicherungsklauen
und mit veränderter Befestigung zwischen Behälterverschluß und Sicherungsring;
- Fig. 4
- einen Querschnitt entsprechend Fig. 2, jedoch mit zwei Anbindungsstegen.
[0013] Gemäß Fig. 1 ist der Sicherungsring 1 mittels eines Befestigungsteils 2 auf einen
Behälterverschluß 3 aufgeschoben, der an seinem unteren Rand eine wulstförmige Verdickung
4 aufweist. Der Befestigungsteil 2 des Sicherungsrings 1 weist an seinem oberen Rand
eine entsprechende wulstförmige Verdickung 17 auf. Die in Umfangsrichtung wirkenden
Druckspannungen zwischen den beiden Wülsten 4 und 17 sind so bemessen, daß sich der
Behälterverschluß 3 mit dem Sicherungsring 1 und mit den daran an einem Ringteil 5
angeordneten, sehr beweglichen Sicherungsklauen 5a - 5h leicht von oben über die entsprechende
Behälteröffnung schieben läßt. Die am unteren Rand des Sicherungsrings 1 bzw. an dessen
Befestigungsteil 2 angeordneten Sicherungsklauen 5a - 5h sind über Stege 6 mit dem
Befestigungsteil 2 verbunden. Dabei ist die Beweglichkeit der Sicherungsklauen 5a
- 5h so eingestellt, daß einerseits das Aufschieben auf die Mündung des Behälterhalses
beim Verschließen und andererseits das Abreißen der Sicherungsklauen beim erstmaligen
Öffnen des Behälterverschlusses garantiert ist.
[0014] Hierzu sind die Stege 6, wie die Fig. 2 und 4 zeigen, über den Umfang verteilt einerseits
als Anbindungsstege 7 und 8 und andererseits als Sollbruchstellen 9 bis 16 ausgebildet.
Gemäß Fig. 2 ist nur ein einziger Anbindungssteg 7 vorhanden, während gemäß Fig. 4
zwei Anbindungsstege 7 und 8 etwa diametral einander gegenüber vorgesehen sind. Man
erkennt, daß die Sollbruchstellen 9 bis 16 wesentlich dünnere Wandstärken aufweisen
als die Anbindungsstege 7 und 8, die beim Abdrehen des Verschlusses eine dauerhafte
Befestigung der Sicherungsklauen 5a - 5h an dem Sicherungsring 1 ermöglichen. Die
Sicherungsklauen 5a - 5h treten in diesem Fall als Fahne aus dem Sicherungsring 1
heraus und zeigen so nach außen deutlich sichtbar an, daß der Behälter geöffnet wurde.
[0015] Während bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 beim Öffnen nur eine Ringfahne gebildet
wird, handelt es sich beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 um zwei durch zwei Ringteile
5 gebildete Fahnen, da hier zwei Anbingdungsstege 7 und 8 vorhanden sind. Für die
Recyclierung ist es von entscheidender Bedeutung, daß der Kunststoff des Sicherungsrings
möglichst in einem Teil leicht von dem übrigen Verschluß getrennt werden kann und
nicht etwa Bruchstücke in die Behältermündung hineingelangen.
[0016] Fig. 3 zeigt eine weitere Variante des Sicherungsrings 1 mit geändertem Befestigungsteil
2, der an seinem oberen Rand mittels einer sägezahnförmigen Aufrauhung 18 am unteren
Rand des Behälterverschlusses 3 eingreift. Außerdem hat hierbei der Sicherungsring
1 axial verkürzte Sicherungsklauen 5a - 5d. Hierdurch wird die Aufsteckbarkeit des
Sicherungsrings 1 auf die Behältermündungen weiter verbessert, und die Verbindungstechnik
zwischen Behälterverschluß 3 und Sicherungsring I wird vereinfacht. Verschluß und
Sicherungsring werden einfach ineinandergesteckt und können vor der Recyclierung leicht
durch tangentialen Druck voneinander getrennt werden. Die Haftung zwischen dem Sicherungsring
1 und dem Behälterverschluß 3 muß lediglich etwas größer bemessen sein als der beim
Aufdrehen des Behälterverschlusses infolge des Zugs der Sicherungsklauen 5a - 5d auftretende
Abreißdruck.
1. Sicherungsring für Flaschen-, Weithals- und ähnliche Behälterverschlüsse, bestehend
aus einem von außen auf den Behälterverschluß (3) aufzusetzenden Befestigungsteil
(2) und mehreren daran befestigten, über den Umfang verteilten Sicherungsklauen (5a
bis 5h), die miteinander ringförmig verbunden sind, wobei zwischen diesem Ringteil
(5) und dem Befestigungsteil (2) Stege (6) vorhanden und am Übergang zwischen mindestens
einigen Stegen (6) und dem Befestigungsteil (2) Sollbruchstellen (9 bis 16) mit vermindertem
Querschnitt vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zwischen dem Ringteil (5) und dem Befestigungsteil (2) mindestens
ein Anbindungssteg (7, 8) mit größerem Querschnitt vorgesehen ist, so daß nach dem
erstmaligen Öffnen des Verschlusses der Ringteil (5) radial nach außen fahnenartig
verlagert ist.
2. Sicherungsring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, insbesondere zwei Anbindungstege (7, 8) über den Umfang verteilt angeordnet
und eine entsprechende Zahl von Ringteilen (5) vorgesehen sind.
3. Sicherungsring nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anbindungsstege (7, 8) und die Sollbruchstellen (9 bis 16) jeweils in den
Räumen zwischen den Sicherungsklauen (5a - h) angeordnet sind.
4. Sicherungsring nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsteil (2) des Sicherungsringes (1) am oberen Rand eine wulstförmige
Verdickung (17) aufweist.
5. Sicherungsring nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsteil (2) des Sicherungsringes (1) an der oberen Abschlußkante
eine sägezahnförmige Aufrauhung (18) aufweist.
6. Sicherungsring nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Sicherungsklauen (5a - h) mindestens sechs und vorzugsweise acht
beträgt, die symmetrisch über den Umfang verteilt und von mindestens einer gleichen
Anzahl von Sollbruchstellen (9 bis 16) gehalten sind.
1. Safety ring for closures for bottles, wide-neck and similar receptacles, comprising
a fastening portion (2) to be set from outside onto the receptacle closure (3) and
several safety dogs (5a to 5h) attached thereto and distributed over the circumference,
which safety dogs are connected with each other in an annular form, wherein between
this ring member (5) and the fastening portion (2) there are provided webs (6) and
at the transition between at least some of the webs (6) and the fastening portion
(2) there are provided rated break points (9 to 16) with reduced cross-section, characterized in that additionally between the ring member (5) and the fastening portion (2) there
is provided at least one connecting web (7, 8) with greater cross-section, so that
after the first opening of the closure the ring member (5) is radially outwardly displaced
in a flag-like manner.
2. Safety ring according to claim 1, characterized in that several, particularly two connecting webs (7, 8) are distributed over the
circumference and a corresponding number of ring members (5) is provided.
3. Safety ring according to one of the preceding claims, characterized in that the connecting webs (7, 8) and the rated break points (9 to 16) are each
provided in the spaces between the safety dogs (5a to 5h).
4. Safety ring according to one of the preceding claims, characterized in that the fastening portion (2) of the safety ring (1) at the upper edge has a
bead-like enlargement (17).
5. Safety ring according to one of the preceding claims, characterized in that the fastening portion (2) of the safety ring (1) at the upper terminal edge
has a saw-tooth roughening (18).
6. Safety ring according to one of the preceding claims, characterized in that the number of the safety dogs (5a to 5h) is at least six and preferably eight,
which dogs are symmetrically distributed over the circumference and are held by at
least a same number of rated break points (9 to 16).
1. Bague de sécurité pour fermetures de bouteilles, de bocaux et récipients similaires,
se composant d'une pièce de fixation (2) destinée à être posée par l'extérieur sur
la fermeture (3) du récipient et de plusieurs griffes de sécurité (5a à 5h) fixées
à ladite pièce de fixation (2) et réparties sur le pourtour de celle-ci, les griffes
étant reliées les unes aux autres de manière à former un anneau ; des entretoises
(6) étant ménagées entre cette partie annulaire (5) et la pièce de fixation (2) et
des amorces de rupture (9 à 16) de section diminuée étant prévues sur la transition
entre au moins quelques entretoises (6) et la pièce de fixation (2), caractérisée
en ce qu'il est en outre prévu entre la partie annulaire( 5) et la pièce de fixation
(2), au moins une entretoise de liaison (7, 8) avec une plus grande section, de telle
sorte qu'après la première ouverture de la fermeture, la partie annulaire (5) soit
écartée radialement vers l'extérieur, à la manière d'un éventail.
2. Bague de sécurité selon la revendication 1, caractérisée en ce que plusieurs, en particulier
deux, entretoises de liaison (7, 8) sont disposées en étant réparties sur la périphérie
et en ce qu'il est prévu un nombre correspondant de parties annulaires (5).
3. Bague de sécurité selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
les entretoises de liaison (7, 8) et les amorces de rupture (9 à 16) sont disposées
dans les intervalles entre les griffes de sécurité (5a à 5h).
4. Bague de sécurité selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
la pièce de fixation (2) de la bague de sécurité (1) présente sur son bord supérieur
un épaississement (17) en forme de bourrelet.
5. Bague de sécurité selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
la pièce de fixation (2) de la bague de sécurité (1) présente sur le bord de fermeture
supérieur une rugosité (18) en forme de dents de scie.
6. Bague de sécurité selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
le nombre des griffes de sécurité (5a à 5h) est au moins de six, et de préférence
de huit, qui sont réparties symétriquement sur le pourtour et qui sont tenues par
au moins un même nombre d'amorces de rupture (9 à 16).

