[0001] Die Erfindung betrifft einen Axialdrallregler für einen Abgasturbolader nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Abgasturbolader finden bei Verbrennungsmotoren Verwendung, um Leistung und Drehmoment
bei günstigem Kraftstoffverbrauch zu erhöhen. Da Turbolader mit einem Radialverdichter
aufgrund ihrer Druck-Volumen-Charakteristik nicht in der Lage sind, den gesamten Betriebsbereich
der Verbrennungsmotoren zu überdecken, können sich einerseits bei niederer Motordrehzahl
und einem Vollastbetrieb Betriebszustände einstellen, die links von der Pump- bzw.
Abreißgrenze des Verdichterkennfeldes und andererseits bei hohen Motordrehzahlen und
Vollastbetrieb rechts von der Stopfgrenze des Verdichterkennfeldes liegen. Aus diesem
Grund ist es üblich, Turbolader derart auszulegen, daß die Pump- bzw. Abreißgrenze
bei niederen Motordrehzahlen sowie einem Teillast- bzw. Vollastbetrieb nicht nach
links überschritten wird. Für die Regelung dieses Betriebsverhaltens sind auf der
Turbinenseite Bypass-Ventile bekannt, z.B. durch die DE-A-14 26 076, mit deren Hilfe
ein Teil des Abgasstromes um die Turbine herumgeführt werden kann, um bei Vollast
und hoher Drehzahl hohe Ladedrücke zu vermeiden. Bei dieser Regelung geht ein Teil
der Abgasenergie ungenutzt verloren.
[0003] Eine andere turbinenseitige Regelung wird durch einen verstellbaren Düsenkranz gemäß
der DE-A-24 55 361 realisiert, wobei das Abgas besser ausgenutzt werden kann.
[0004] Generell aber beeinflussen turbinenseitige Regelungen für Turbolader nur die Leistung
bzw. das Drehmoment. Sie sind geeignet, den augenblicklichen Leistungsbedarf des Verdichters
innerhalb der durch die verfügbare Abgasmenge und Abgastemperatur gegebenen Grenzen
den Erfordernissen anzupassen. Sie verändern dabei den Massenstrom, nicht jedoch das
Verdichterkennfeld. Als Folge davon ist es durchaus möglich, daß der Verdichterbetriebspunkt
aus dem Bereich guten Wirkungsgrades herauswandert oder gar in den Pumpbereich geraten
kann.
[0005] Durch die DE-A-14 26 076 ist auch eine verdichterseitige Turboladerregelung bekannt,
wobei mittels einer Drosselklappe im Saugbereich der Volumenstrom reduziert, ja sogar
ganz unterbunden werden kann. Eine Unterbindung des Volumenstroms kann wünschenswert
sein, um bei einer vorübergehenden Entlastung des Motors, z.B. beim Auskuppeln, dafür
zu sorgen, daß der Verdichter keine Leistung mehr aufnimmt und der Turboladerrotor
nicht zu stark in der Drehzahl absinkt. Mit dieser verdichterseitigen Turboladerregelung
ist eine Veränderung der nutzbaren Kennfeldbreite jedoch nicht möglich.
[0006] Durch die DE-B-16 28 232 ist ein Axialdrallregler für Verdichter mit größeren Abmessungen
bekannt, mit welchem eine Kennlinienverschiebung möglich ist. Bei diesem Axialdrallregler
besteht der Strömungskanal, in welchem die Leitschaufeln des axialen Leitapparates
angeordnet sind, aus zwei zylindrischen Mantelabschnitten mit nur geringfügig verschiedenen
Durchmessern und einem dazwischen liegenden Kugelabschnitt, bei welchem der Kugelradius
größer als der Radius des größeren zylindrischen Mantelabschnittes ist, d.h., der
Strömungskanal erfährt im Bereich der Leitschaufeln eine Durchmesservergrößerung.
Diese Durchmesservergrößerung im Strömungskanal führt zu einer Strömungsablösung und
zu einer Vergrößerung der durch einen Geschwindigkeitssprung an den Leitschaufeln
ausgelösten Wirbelschleppe. Da der verdichterseitig an den Kugelabschnitt anschließende
zylindrische Mantelabschnitt einen nur unwesentlich kleineren Durchmesser als der
erste zylindrische Mantelabschnitt hat, ist eine rasche Unterdrückung der Störung
der Strömung vor dem Eintritt in den Verdichter nicht möglich.
[0007] Durch die US-A-1 978 128 ist ein Axialdrallregler bekannt, bei dem Leitschaufeln
Verwendung finden, deren Drehachse durch die Symmetrieachse der Leitschaufelfläche
verläuft, wobei die Drehachsen derart geneigt angeordnet sind, daß die Vorderkante
der geöffneten Leitschaufeln etwa längs dem Radius des eingangsseitigen Strömungskanals
verläuft. Der eingangsseitige Strömungskanal ist über ein Polygongehäuse mit dem ausgangsseitigen
Strömungskanal verbunden, dessen Durchmesser kleiner als der des eingangsseitigen
Strömungskanales ist. Im Zentrum des Strömungskanals ist ein Getriebekasten angeordnet,
in dem die vorderen Enden der Drehachsen über ein Kegelgetriebe miteinander verbunden
sind, um bei der Verstellung eine gleiche Positionierung für alle Leitschaufeln zu
gewährleisten. Durch diesen Getriebekasten ergibt sich eine erhebliche Verwirbelung
der Strömung, so daß eine gleichmäßige Anströmung über den gesamten Querschnitt im
ausgangsseitigen Strömungskanal trotz der düsenförmigen Durchmesserverringerung im
Bereich des Axialdrallreglers nicht mehr gewährleistet ist. Wenn außerdem ein solcher
bekannter Axialdrallregler für Abgasturbolader Verwendung finden soll, ist wegen der
kleinen Abmessungen der Abgasturbolader auch mit erheblichen mechanischen Schwierigkeiten
zu rechnen.
[0008] Schließlich ist durch die DE-A-15 03 658 ein Radialverdichter mit einem Axialdrallregler
bekannt, bei dem der Ansaugkanal nach einem konischen Einlauf in Strömungsrichtung
gesehen einen kurzen Zylinderabsabschnitt aufweist, der in einen Kugelabschnitt und
einen anschließenden Zylinderabschnitt mit kleinerem Durchmesser übergeht. In der
Ebene des Überganges vom ersten Zylinderabschnitt zum Kugelabschnitt sind die Drehachsen
der Leitschaufeln gelagert, deren Kanten der kugelförmigen Kanalkontur folgen. Da
jedoch die Drehachsen der Leitschaufeln längs einem Radius verlaufen, der die Leitschaufeln
im Verhältnis 1: 2 unterteilt, ergibt sich zwangsläufig, daß bei geöffneter Leitschaufel
zwischen der kreisförmigen Kante und dem zylindrischen Mantel des ersten Zylinderabschnittes
ein Freiraum entsteht, der zu einer Strömungsverwirbelung und damit zur Auslösung
einer Wirbelschleppe an dem vorderen Teil der Kante der Leitschaufeln führt. Ferner
befindet sich bei völlig geöffneten Leitschaufeln das hintere Ende der kreisförmigen
Kante in der Eintrittsebene des zweiten Zylinderabschnittes, womit die in diesem Bereich
in den zweiten Zylinderabschnitt eintretende Strömung keine weitere Beschleunigung
erfährt, so daß die Wirbelschleppe und die Nachlaufstörungen in der Strömung weitergetragen
werden.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Axialdrallregler für einen Turbolader
zu schaffen, mit dem der Vertriebsbereich des Verbrennungsmotors bei bestem Wirkungsgrad
bzw. günstigem Kraftstoffverbrauch noch weiter erweitert werden kann. Insbesondere
sollen bei jeder Motordrehzahl sowohl bei Vollast als auch bei Teillast diese optimalen
Betriebsbereiche schnell und ökonomisch erreicht werden, das heißt, auch extreme Betriebszustände
und deren plötzliche Anderungen wirtschaftlich gefahren werden können. Der nutzbare
Regelbereich muß so breit und das Verdichterkennfeld so verschiebbar ausgelegt sein,
daß der jeweilige Betriebspunkt im Bereich des besten Wirkungsgrades liegt und die
Pumpgrenze durch die Verschiebung des Kennlinienfeldes den jeweiligen Betriebspunkt
nicht tangiert.
[0010] Diese Aufgabe wird durch die die Erfindung im Anspruch 1 kennzeichnenden Merkmale
gelöst.
[0011] Durch die Maßnahmen der Erfindung wird erreicht, daß hinter den schwenkbaren Leitschaufeln
der an den Kugelabschnitt anschließende zweizylindrische Abschnitt einen wesentlich
kleineren Radius hat und damit die Verkleinerung des Querschnitt des Strömungskanals
eine beschleunigte Düsenströmung erzeugt, wodurch die Nachlaufstörungen der Leitschaufeln,
und insbesondere die durch den Grenzschichteffekt ausgelösten Nachlaufdellen, rasch
unterdrückt werden und eine gesunde, gleichmäßige Zuströmung zum Verdichterlaufrad
gewährleistet wird.
[0012] Dadurch kann man erreichen, daß durch eine Verstellung der Leitschaufeln die Pumpgrenze
so weit nach links verschoben wird, daß die in Abhängigkeit von der Motorbelastung,
dem Kraftstoffbedarf und der Motordrehzahl erforderliche Ladeluftmenge und der erforderliche
Ladeluftdruck auch bei extremen Betriebszuständen und deren plötzlichen Anderung zur
Verfügung stehen, wobei das Kennlinienfeld so verschoben ist, daß der Betriebsdruck
immer rechts von der Pumpgrenze liegt.
[0013] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist Gegenstand eines Unteranspruches.
[0014] Für die vorteilhafte Wirkung der Erfindung haben sich Verhältnisse der Durchmesser
vom ersten Zylinderabschnitt zum zweiten Zylinderabschnitt zwischen 1,4 und 1,6 und
vorzugsweise zwischen 1,45 und 1,5 als besonders zweckmäßig erwiesen, wobei die Maßnahmen
der Erfindung die Möglichkeit bieten, auch bei den heutzutage im Kraftfahrzeugbau
verwendeten Turboladern mit sehr kleinen Verdichterraddurchmessern dafür zu sorgen,
daß optimale Betriebsbedingungen im gesamten Motorbetriebsbereich möglich sind.
[0015] Bei den geringen Abmessungen der für den Kraftfahrzeugbereich üblichen Turbolader
_ wobei der erste zylindrische Mantelabschnitt bei Standardturboladern im Bereieh
von 60 mm und kleiner liegen kann _ ist es besonders wichtig, dafür Sorge zu tragen,
daß die unvermeidlichen Fertigungstoleranzen, die sich bei den kleinen absoluten Abmessungen
beim Zusammenbau verhältnismäßig stark auswirken, die Funktionsweise nicht stören.
Daher sieht die Erfindung Maßnahmen vor, daß der Leitapparat so zusammenbaubar ist,
daß eine einwandfreie Einstellung ohne Klemmen möglich wird, und daß erst danach durch
eine kraftschlüssige Verschraubung die Fixierung erfolgt. Zu diesem Zweck ist vorgesehen,
daß die Wellen der Drehachsen der Leitschaufeln im Gehäuse wälzgelagert sind und außerhalb
des Gehäuses die Verstellhebel tragen, und daß die Leitschaufeln, das Wälzlager und
die Verstellhebel kraftschlüssig verspannt sind. Ferner ist vorgesehen, daß das freie
Ende der Verstellhebel einen Kugelzapfen trägt, der in einer zur Laderachse parallelen
Nut in dem Verstellring geführt ist, wobei der Verstellring konzentrisch zur Laderachse
auf dem Außenumfang des Gehäuses auf einer zylindrischen Ringfläche gelagert ist.
Dieses Lager ist vorzugsweise ein Nadellager.
[0016] Die Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den Ansprüchen und der Zeichnung. Es
zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch einen an einem Deckel eines Verdichtergehäuses montierten
Axialdrallregler;
Fig. 2 ein Kennlinienfeld, aus welchem die Verschiebung der Pumpgrenze in Abhängigheit
von der Schaufelstellung für zwei Umfangsgeschwindigkeiten dargestellt ist;
[0017] Der in Fig. 1 dargestellte und auf dem Spiralgehäuse des Verdichters eines Turboladers
für Verbrennungsmotoren montierte Axialdrallregler 1 besteht aus einem Gehäuse 6,
in dessen Innern der Strömungskanal verläuft, in welchem ein Leitapparat 2 mit verstellbaren
Leitschaufeln 5 angeordnet ist. Der Strömungskanal hat einen ersten Zylinderabschnitt
9, der sich vor dem Leitapparat 2 erstreckt und in einen Kugelabschnitt 10 übergeht,
dessen Kugelradius gleich dem Radius des ersten Zylinderabschnittes 9 ist. An den
Kugelabschnitt 10 schließt ein zweiter Zylinderabschnitt 11 an, dessen Durchmesser
wesentlich kleiner als der erste Zylinderabschnitt 9 ist und in welchen der Kugelabschnitt
mit einem als Düsenabschnitt 12 ausgebildeten Teil übergeht. Ein Diffusorabschnitt,
in welchem sich das Verdichterrad dreht, schließt an den zweiten Zylinderabschnitt
11 an.
[0018] Der Leitapparat 2 besteht aus einem Kranz von Leitschaufeln 5, welche sich über den
Querschnitt des Strömungskanals erstrecken und im wesentlichen einen Kreisausschnitt
von solcher Form und Teilung haben, daß die Leitschaufeln 5 bei völliger Schließung
des Leitapparates 2 den Querschnitt des Strömungskanals fast ganz überdecken. In der
Darstellung gemäß Fig. 1 ist lediglich eine Leitschaufel 5 dargestellt.
[0019] Die Drehachse der einzelnen Leitschaufeln 5 verläuft jeweils in der Schaufeleintrittskante,
so daß die nach außen ragende Welle der Leitschaufeln in der Verlängerung der Eintrittskante
verläuft. Im Bereich der Ebene der Drehachse beginnt der Kugelabschnitt 10, der _
wie bereits erwähnt _ einen dem Radius des ersten Zylinderabschnittes 9 entsprechenden
Kugelradius hat. Die Basis der Leitschaufeln verläuft ebenfalls kreisbogenförmig mit
einem Radius, der dem Kugelradius entspricht, so daß sich bei dem Verschwenken der
Leitschaufeln eine gleichbleibende, gleichmäßige Spaltbreite für alle Winkelstellungen
ergibt und die Hinterkante der Leitschaufel der Kanalkontur folgt. Die Welle der Leitschaufeln
5 ist im Gehäuse 6 mit einem Wälzlager 13 gelagert und trägt auf dem außerhalb des
Gehäuses 6 befindlichen Abschnitt einen Verstellhebel 14, dessen freies Ende mit einem
radial nach innen weisenden Kugelzapfen 16 versehen ist. Die jeweilige Leitschaufel
5 und das dazugehörige Wälzlager sowie der dazugehörige Verstellhebel 14 werden mit
Hilfe einer Schraubenmutter 15 kraftschlüssig gegeneinander verspannt. Das Wälzlager
13 ist in einer auf der Außenseite des Gehäuses 6 angebrachten Buchse fixiert. Im
Bereich neben der Buchse ist das Gehäuse konzentrisch zur Laderachse 3 mit einer zylindrischen
Ringfläche 19 versehen, auf der ein Verstellring 18 mit Hilfe eines Nadellagers 20
gehaltert und gelagert ist. Der Verstellring ist auf seiner Außenseite mit zur Laderachse
parallel verlaufenden Nuten 17 versehen, in welche die Kugelzapfen 16 eingreifen.
Durch Drehen des Verstellringes kann somit über die Verstellhebel 14 der Leitschaufelkranz
in der gewünschten Weise winkelverstellt werden, um den Drall der Strömung zu beeinflussen.
Da die absoluten Abmessungen aufgrund der größe des Turboladers verhältnismäßig klein
sind und infolgedessen die unvermeidlichen Toleranzen beim Zusammenbau verhältnismäßig
stark wirksam sind, werden die jeweilige Leitschaufel, daß Wälzlager und der dazugehörige
Verstellhebel zunächst ohne Verklemmen bzw. Verspannen zusammengebaut und die erforderlichen
Verstellpositionierungen vorgenommen, bevor die Schraubmutter 15 angezogen wird, um
die einzelnen Teile in der genau positionierten Lage kraflschlüssig zu verspannen.
Bei der Verwendung einer formschlüssigen Verspannung wäre wegen der unvermeidlichen
Fertigungstoleranzen eine genaue Positionierung äußerst schwierig.
[0020] Im Interesse einer optimalen Regelung auch bei extremen Betriebszuständen und deren
plötzlichen Anderung muß dafür gesorgt werden, daß _ wie bereits erwähnt _ Nachlaufstörungen
an den Leitschaufeln möglichst rasch unterdrückt und ausgeglichen werden. Dies geschieht
durch die Beschleunigung der Strömung im Bereich des Düsenabschnittes 12, wobei durch
die Verjüngung des Querschnittes die gewünschte Strömungsbeschleunigung erzielt wird.
Als besonders vorteilhaft hat sich für die Verjüngung ein Durchmesserverhältnis D1/D2
von etwa 1,4 bis etwa 1,6 ergeben. Vorzugsweise liegt dieses Verhältnis zwischen 1,45
und 1,5, wobei die Anzahl der Leitschaufeln für Unterschiede in den Verhältniswerten
ausschlaggebend sein kann. Es hat sich gezeigt, daß mit einem Leitapparat, bestehend
aus 5 bis 14 Leitschaufeln die gewünschte Verschiebung des Kennlinienfeldes zur Optimierung
des Motorberiebs auch bei extremen Betriebszuständen erzielbar ist.
[0021] Aus Fig. 2 geht ein Kennlinienfeld hervor, bei dem das Verhältnis des ausgansseitigen
Druckes zum eingangsseitigen Druck über dem eingangsseitigen Volumenstrom aufgezeichnet
ist. Das Diagramm läßt erkennen, daß sich bei einer Winkelverstellung der Leitschaufeln
5 mit zunehmendem Winkel eine Verschiebung der strichpunktiert dargestellten alge
der Pumpgrenze nach links erzielen läßt, wobei die Betriebspunktkennlinien für zwei
Umfangsgeschwindigkeiten eingezeichnet sind. Die ausgezogene Kurvenschar ist der niederen
Umfangsgeschwindigkeit und die gestrichelte Kurvenschar der höheren Umfangsgeschwindigkeit
zugeordnet. Die auf der Abszisse aufgetragenen Werte des Volumenstroms sind relativiert
und in Prozent aufgetragen, wobei 100% dem an der Stopfgrenze auftretenden Volumenstrom
zugeordnet ist.
1. Axialdrallregler für einen Abgasturbolader für Verbrennungsmotoren mit Radialverdichter,
bestehend aus einem axialen Leitapparat (2) mit einem Kranz sich radial zur Laderachse
(3) erstreckende, um radial ausgerichtete Drehachsen (4) schwenkbaren Leitschaufeln
(5), welche im wesentlichen aus Kreisausschnitten von solcher Form und Teilung bestehen,
daß sie bei völliger Schließung des Leitapparates (2) den Querschnitt eines Strömungskanals
fast ganz überdecken und in den Strömungskanal in einem Gehäuse (6) angeordnet sind,
dessen innere Wand (7) in Strömungsrichtung (8) gesehen einen ersten Mantel eines
Zylinderabschnittes (9), einen Mantel eines Kugelabschnittes (10) und einen zweiten
Zylinderabschnitt (11) von kleinerem Radius umfaßt, wobei der Kugelradius des Kugelabschnittes
(10) gleich dem Radius des ersten Zylinderabschnittes (9) ist und mit an den entlang
der Drehachsen (4) nach außen ragenden Wellen der einseitig gelagerten Leitschaufeln
(5) angeordneten Verstellhebeln (14), welche in einen das Gehäuse (6) konzentrisch
umschließenden Verstellring (18) eingreifen,
dadurch gekennzeichnet,
- daß der Kugelabschnitt (10) düsenförmig in den zweiten Zylinderabschnitt (11) übergeht
- daß die Drehachsen (4) der Leitschaufeln (5) jeweils in der Schaufeleintrittskante
liegen
- und daß der Übergang des Gehäusemantels vom ersten Zylinderabschnitt (9) zum Kugelabschnitt
(10) in der Ebene der Drehachsen (4) der Leitschaufeln (5) liegt.
2. Axialdrallregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
_ daß das Verhältnis der Durchmesser vom ersten Zylinderabschnitt (9) zum zweiten
Zylinderabschnitt (11) zwischen 1,4 und 1,6 und vorzugsweise zwischen 1,45 und 1,5
liegt.
3. Axialdrallregler nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Wellen der Drehachsen der Leitschaufeln (5) im Gehäuse (6) wälzgelagert
sind und außerhalb des Gehäuses die Verstellhebel (14) tragen,
- und daß die Leitschaufeln (5) das Wälzlager (13) und die Verstellhebel (14) durch
eine Schraubmutter (15) kraftschlüssig verspannt sind.
4. Axialdrallregler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende der Verstellhebel (14) einen Kugelzapfen (16) hat, der in einer
zur Ladeachse parallelen Nut (17) in dem Verstellring (18) geführt ist.
5. Axialdrallregler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellring (18) auf einer konzentrisch zur Ladeachse (3) nut dem Außenumfang
des Gehäuses befindlichen zylindrischen Ringfläche (19) gelagert ist.
6. Axialdrallregler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung für den Verstellring (18) ein Nadelleger (20) ist.
7. Axialdrallregler nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitschaufelverstellung Endbegrenzungen aufweist.
8. Axialdrallregler nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das äußere Ende einer der Leitschaufelwellen ein Potentiometer (21) zum elektrischen
Abgreifen der Schaufelanstellung trägt.
1. Axial drag regulator for an exhaust turbo charger for internal-combustion engines
with a radial compressor, consisting of an axial diffuser (2) with a ring of guide
vanes (5) extending radially with respect to the centre line (3) of the charger and
being swingable around radially disposed rotation axes (4), which consist substantially
of circular sections of such a shape and partition that they nearly totally cover
the cross section of a flow channel if the diffuser (2) is totally closed, and are
disposed in the flow channel in a casing (6), the inner wall (7) of which, seen in
the direction of the flow (8), comprises a first shell of a cylindrical section (9),
a shell of a spherical section (10), and a second cylindrical section (11) of smaller
radius, the spherical radius of the spherical section (10) being equal to the radius
of the first cylinder section (9), and with adjusting levers (14) being disposed at
the shafts of the guide vanes (5) being supported on one side, said shafts jutting
outward along the axes of rotation (4), which engage into an adjusting ring (18) surrounding
concentrically the said casing (8),
characterized in
- that the spherical section (10) transitions nozzle-like into the second cylinder
section (11),
- that the rotation axes (4) of the guide vanes (5) are located in the vane leading
edge each,
- and that the transition of the casing shell from the first cylinder section (9)
to the spherical section (10) is located in the plane of the rotation axes (4) of
the guide vanes (5).
2. Axial drag regulator according to claim 1, characterized in that
_ the ratio of the diameters of the first cylinder section (9) to the second cylinder
section (11) amounts to between 1.4 and 1.6, preferably between 1.45 and 1.5.
3. Axial drag regulator according to claims 1 and 2, characterized in that
- the shafts of the axes of rotation of the guide vanes (5) are supported in roller
bearings in the casing (6) and carry the adjusting levers (14) outside of the housing,
- and that the guide vanes (5), the roller bearing (13) and the adjusting levers (14)
are force-lockingly locked by means of a screw nut (15).
4. Axial drag regulator according to claim 3, characterized in that the free end of
the adjusting levers (14) is provided with a ball end pin (16) which is guided in
a groove (17) in the adjusting ring (18) parallel with respect to the centre line
of the charger.
5. Axial drag regulator according to claim 4, characterized in that the adjusting
ring (18) is supported on a cylindrical ring face (19) disposed in the outer circumference
of the casing concentrically with respect to the centre line of the charger.
6. Axial drag regulator according to claim 5, characterized in that the bearing for
the adjusting ring (18) is a needle bearing (20).
7. Axial drag regulator according to claims 1 through 6, characterized in that the
guide vane adjustment is restricted by limiting abutments
8. Axial drag regulator according to claims 1 through 7 characterized in that the
outer end of one of the guide vane shafts carries a potentiometer (21) for electrically
picking off the position of the vanes.
1. Régulateur de résistance axiale pour un turbocompresseur alimenté par les gaz d'échappement
pour un moteur à combustion interne avec un compresseur radial, comprenant un diffuseur
axial (2) avec une couronne d'aubes de guidage (5) s'étendant radialement par rappport
à l'axe central (3) du compresseur et pouvant pivoter autour d'axes de rotation disposés
radialement (4), ces aubes étant constituées pratiquement de secteurs circulaires
ayant une forme telle et étant séparées de telle façon qu'elles couvrent pratiquement
totalement la section transversale d'un conduit d'écoulement si le diffuseur (2) est
totalement fermé et sont disposées dans le conduit d'écoulement dans un carter (6)
dont la paroi intérieure (7), vu dans la direction de l'écoulement (8) comprend une
première gaine de section cylindrique (9), une gaine de section sphérique (10) et
une deuxième section cylindrique (11) de plus petit rayon, le rayon de la sphère de
la section sphérique (10) étant égal au rayon de la première section cylindrique (9),
des leviers de réglage (14) étant disposés sur les arbres des aubes de guidage (5)
supportés sur un côté, ces arbres se projetant vers l'extérieur selon les axes de
rotation (4) et ces leviers de réglage coopérant avec un anneau de réglage (18) entourant
concentriquement le carter (8), caractérisé en ce que:
- la section sphérique (10) se raccorde à la deuxième section cylindrique (11) par
un passage en forme de tuyère,
- les axes de rotation (4) des aubes de guidage (5) sont disposés chacun dans le bord
d'attaque des aubes,
- et la transition de l'enveloppe du carter de la première section cylindrique (9)
à la section sphérique (10) est disposée dans le plan des axes de rotation (4) des
aubes de guidage (5).
2. Régulateur de résistance axiale selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le rapport des diamètres de la première section cylindrique (9) et de la deuxième
section cylindrique (11) est compris entre environ 1,4 et 1,6 et de préférence entre
1,45 et 1,5.
3. Régulateur de résistance axiale selon la revendication 1 ou la revendication 2,
caractérisé en ce que les arbres des axes de rotation des axes de guidage (5) sont
supportés dans des roulements à rouleaux dans le carter (6) et portent les leviers
de réglage (14) à l'extérieur du carter, et en ce que les aubes de guidage (5), les
paliers à rouleaux (13) et les leviers de réglage (14) sont bloqués de force par un
écrou (15).
4. Régulateur de résistance axiale selon la revendication 3, caractérisé en ce que
l'extrémité libre des leviers de réglage (14) porte un téton à rotule (16) qui est
guidé dans une rainure (17) dans l'anneau de réglage (18), parallèle à l'axe central
du compresseur.
5. Régulateur de résistance axiale selon la revendication 4, caractérisé en ce que
l'anneau de réglage (18) est supporté sur une face annulaire cylindrique (19) disposé
sur la circonférence extérieure du carter, concentriquement par rapport à l'axe central
du compresseur.
6. Régulateur de résistance axiale selon la revendication 5, caractérisé en ce que
le palier de l'anneau de réglage (18) est un roulement à aiguilles (20).
7. Régulateur de résistance axiale selon les revendications 1 à 6, caractérisé en
ce que le réglage des aubes de guidage est limité par des butées de limitation.
8. Régulateur de résistance axiale selon les revendications 1 à 7, caractérisé en
ce que l'extrémité extérieure de l'un des arbres des aubes de guidage porte un potentiomètre
(21) pour déterminer électriquement la position des aubes.