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EP 0 243 608 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.06.1989 Patentblatt 1989/24 |
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Anmeldetag: 25.02.1987 |
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Vorrichtung zum Einbringen eines im wesentlichen vertikalen Bodenschlitzes
Apparatus for making a substantially vertical slot in the soil
Dispositif pour former une tranchée substantiellement verticale dans le sol
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE FR NL |
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Priorität: |
10.04.1986 DE 3612020
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.11.1987 Patentblatt 1987/45 |
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Patentinhaber: HOCHTIEF AKTIENGESELLSCHAFT VORM. GEBR. HELFMANN |
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45128 Essen (DE) |
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Erfinder: |
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- Hentschel, Volker
D-4270 Dorsten 11 (DE)
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Vertreter: Andrejewski, Walter et al |
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Patentanwälte
Andrejewski, Honke & Partner
Postfach 10 02 54 D-45002 Essen D-45002 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 167 090 DE-A- 3 424 999 FR-A- 2 316 487 GB-A- 2 123 362
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DE-A- 2 362 425 DE-A- 3 602 387 FR-A- 2 499 607
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich gattungsgemäß auf eine Vorrichtung zum Einbringen eines
im wesentlichen vertikalen Bodenschlitzes im Zuge der Herstellung einer Dicht- oder
Stützwand, - mit Maschinenrahmen, Lagerschild, zumindest zwei Schneidrädern und Motor/Getriebe-Anordnung,
wobei der Lagerschild an den Maschinenrahmen angeschlossen ist und die Schneidräder
sowie die Motor/Getriebe-Anordnung trägt, wobei fernerhin die Schneidräder auf einer
gemeinsamen Welle angeordnet sind und Teile der Getriebeanordnung von einem Schneidrad
umfaßt sind. Es versteht sich, daß der Lagerschild an den Maschinenrahmen lenkbar
angeschlossen sein kann (DE-OS 36 02 387).
[0002] Bei der bekannten gattungsgemäßen Ausführungsform (DE-OS 34 24 999) befinden sich
die Antriebsmotoren oberhalb des Lagerschildes im Maschinenrahmen. Transmissionselemente
führen von diesen Antriebsmotoren durch Ausnehmungen und Auskammerungen des Lagerschildes
bis in den Bereich der Achse der Schneidräder. In Ausnehmungen oder Auskammerungen
des Lagerschildes sind auch andere Getriebe untergebracht. Die Ausnehmungen oder Auskammerungen
werden mit zunehmendem Antriebsdrehmoment für die Schneidräder größer. Sie reduzieren
das Flächenträgheitsmoment des Lagerschildes. Damit nichtsdestoweniger die erheblichen
Beanspruchungen aufgenommen werden können, muß der Lagerschild entsprechend dick ausgeführt
werden. Das ist nachteilig, weil daraus ein verhältnismäßig breiter lagerschildseitiger
Abstand der Schneidräder resultiert und folglich bei arbeitenden Schneidrädern zwischen
diesen eine störend breite Bodenrippe stehenbleibt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung so weiter
auszubilden, daß mit einem sehr schmalen Lagerschild mit geringem lagerschildseitigen
Abstand der Schneidräder gearbeitet werden kann und nichtsdestoweniger große Antriebsdrehmomente
in die Schneidräder eingetragen werden können.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß an den Lagerschild ein beidseits
vorkragendes, rohrförmiges Gehäuse angeschlossen ist, in dem die beiden Schneidräder
mit einfassenden Naben, die auf die gemeinsame Welle aufgesetzt sind, gelagert sind,
daß auf eine der Naben ein Antriebshohlrad für die Schneidräder aufgesetzt ist, welches
in das Gehäuse mit Umlaufspiel eingepaßt ist, und daß das Antriebshohlrad mit den
Antriebsritzeln einer Mehrzahl von über den Umfang des Antriebshohlrades verteilten
Antriebsmotoren kämmt, die an einem in das Gehäuse eingesetzten Antriebsmotorträger
gelagert sind.
[0005] Das läßt sich im einzelnen auf verschiedene Weise verwirklichen. Eine bevorzugte
Ausführungsform der Erfindung, die sich durch Einfachheit und Funktionssicherheit
auszeichnet, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidräder mit ihren Naben in dem
Gehäuse mittels Kegelrollenlager gelagert sind. Das Antriebshohlrad ist zweckmäßigerweise
auf die zugeordnete Nabe mittels Spannsatz aufgesetzt. Die Anzahl der über den Umfang
des Antriebshohlrades verteilten Antriebsmotoren ist grundsätzlich beliebig. Zur Erzielung
sehr gleichmäßiger Beanspruchungsverhältnisse wird man im allgemeinen zumindest drei
Antriebsmotoren vorsehen. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, die es erlaubt,
sehr große Antriebsdrehmomente in die Schneidräder einzuleiten, ist dadurch gekennzeichnet,
daß über den Umfang des Antriebshohlrades fünf Antriebsmotoren angeordnet sind, die
als Hydraulikmotoren ausgeführt sind. Die Schneidräder wird man auf die gemeinsame
Welle im allgemeinen unter Zwischenschaltung einer Verzahnung aufsetzen, die Schneidräder
können dann bei Wartungs- und Pflegearbeiten auch leicht abgezogen werden.
[0006] Die erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
mit einem sehr schmalen Lagerschild und folglich mit einem geringen lagerschildseitigen
Abstand der Schneidräder gearbeitet werden kann. Zwischen den Schneidrädern bleibt
daher nur eine schmale Bodenrippe stehen, die wegbricht oder leicht freigespült werden
kann. Das für die Erfindung wesentliche Gehäuse bewirkt zugleich eine sichere Kapselung
der Motor/Getriebe-Anordnung. Es versteht sich, daß zwischen den rotierenden und den
nichtrotierenden Teilen geeignete Dichtungen angeordnet werden. Spalträume zwischen
rotierenden und nichtrotierenden Teilen können ohne Schwierigkeiten gespült und dadurch
freigehalten werden.
[0007] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung ausschnittsweise
und
Fig. 2 einen Schnitt in Richtung A-A durch den Gegenstand nach Fig. 1, ebenfalls ausschnittsweise.
[0008] Die in den Figuren ausschnittsweise dargestellte Vorrichtung dient zum Einbringen
eines im wesentlichen vertikalen Bodenschlitzes im Zuge der Herstellung einer Dicht-
oder Stützwand. Die nichtrotierenden Teile wurden zur Verdeutlichung in dickerer Strichführung
gezeichnet als die mit engerer Schraffierung dargestellten rotierenden Teile. Zum
grundsätzlichen Aufbau gehören. ein Maschinenrahmen, ein Lagerschild 1, zumindest
zwei Schneidräder 2 und eine Motor/Getriebe-Anordnung 3.
[0009] Der Maschinenrahmen wurde nicht gezeichnet. Der Lagerschild 1 ist, gegebenenfalls
lenkbar, an den Maschinenrahmen angeschlossen. Er trägt die Schneidräder 2 sowie die
Motor/Getriebe-Anordnung 3. Die Schneidräder 2 sind auf einer gemeinsamen Welle 4
angeordnet. Teile der Getriebeanordnung sind von einem Schneidrad 2 umfaßt.
[0010] An den Lagerschild 1 ist ein beidseits vorkragendes rohrförmiges Gehäuse 5 angeschlossen,
welches zu den Schneidrädern 2 hin weitgehend durch einen mit dem rohrförmigen Teil
des Gehäuses 5 verbun denen Deckel 6 abgeschlossen ist. In dem Gehäuse 5, genauer
in dem Deckel 6, sind die beiden Schneidräder 2 mit einfassenden, auf die gemeinsame
Welle 4 aufgesetzten Naben 7 gelagert. Auf die rechte der Naben 7 ist ein Antriebshohlrad
8 für die Schneidräder 2 aufgesetzt. Dieses ist in das Gehäuse 5 mit Umfangslaufspiel
S eingepaßt. Das Antriebshohlrad 8 kämmt mit dem Antriebsritzel 9 einer Mehrzahl von
Antriebsmotoren 3, die über den Umfang des Antriebshohlrades 8 verteilt sind. Diese
Antriebsmotoren 3 sind an einem in das Gehäuse eingesetzten Antriebsmotorträger 10
gelagert.
[0011] Die Schneidräder 2 sind mit ihren Naben 7 in dem Gehäuse mittels Kegelrollenlager
11 gelagert. Das Antriebshohlrad 8 ist auf die zugeordnete Nabe 7 mittels Spannsatz
12 aufgesetzt. Im Ausführungsbeispiel sind über den Umfang des Antriebshohlrades 8
fünf Antriebsmotoren 3 angeordnet. Diese sind als Hydraulikmotoren ausgeführt. Die
Schneidräder 2 sind auf die gemeinsame Welle 4 unter Zwischenschaltung einer Verzahnung
13 aufgesetzt. Die Schneidräder 2 sind umfangsseitig mit Schneidzähnen 14 versehen.
1. Vorrichtung zum Einbringen eines im wesentlichen vertikalen Bodenschlitzes im Zuge
der Herstellung einer Dicht- oder Stützwand, -mit Maschinenrahmen, Lagerschild (1),
zumindest zwei Schneidrädern (2) und Motor/Getriebe-Anordnung (3), wobei der Lagerschild
(1) an den Maschinenrahmen angeschlossen ist und die Schneidräder (2) sowie die Motor-Getriebe-Anordnung
(3) trägt, wobei fernerhin die Schneidräder (2) auf einer gemeinsamen Welle (4) angeordnet
sind und Teile der Getriebeanordnung von einem Schneidrad (2) umfaßt sind, dadurch
gekennzeichnet, daß an den Lagerschild (1) ein beidseits vorkragendes, rohrförmiges
Gehäuse (5) angeschlossen ist, in dem die beiden Schneidräder (2) mit einfassenden
Naben (7), die auf die gemeinsame Welle (4) aufgesetzt sind, gelagert sind, daß auf
eine der Naben (7) ein Antriebshohlrad (8) für die Schneidräder (2) aufgesetzt ist,
welches in das Gehäuse (5) mit Umlaufspiel (S) eingepaßt ist, und daß das Antriebshohlrad
(8) mit den Abtriebsritzeln (9) einer Mehrzahl von über den Umfang des Antriebshohlrades
(8) verteilten Antriebsmotoren (3) kämmt, die an einem in das Gehäuse (5) eingesetzten
Antriebsmotorträger (10) gelagert sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidräder (2) mit
ihren Naben (7) in den Gehäuse (5) mittels Kegelrollenlager (11) gelagert sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Antriebshohlrad (8) auf die zugeordnete Nabe (7) mittels Spannsatz (12) aufgesetzt
ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß über
den Umfang des Antriebshohlrades (8) fünf Antriebsmotoren (3) angeordnet sind, die
als Hydraulikmotoren ausgeführt sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidräder
(2) auf die gemeinsame Welle (4) unter Zwischenschaltung einer Verzahnung (13) aufgesetzt
sind.
1 An equipment to provide a basically vertical floor trench in the course of production
of an impervious wall or support wall, with a machine frame, a bearing plate (1),
at least two cutting wheels (2), and a motor/gearbox assembly (3) in which the bearing
plate (1) is attached to the machine frame and carries the cutting wheels (2) and
the motor/gearbox assembly (3), and in which, in addition, the cutting wheels (2)
are mounted on a common shaft (4) and parts of the gearbox assembly are surronded
by a cutting wheel (2), characterised in that a tubular- shaped housing (5), projection
on both sides, is attached to the bearing plate (1), in which the two cutting wheels
(2) run on inwardly-projecting bosses (7) that are mounted on the common shaft (4),
that a hollow driving wheel (8) for the cutting wheels (2) is mounted on one of the
bosses (7), fitting into the housing (5) with rotational clearance (S), and that the
hollow driving wheel (8) meshes with the driving pinions (9) of a plurality of driving
motors (3) distributed around the circumference of the hollow driving wheel (8), which
motors run on a driving motor carrier (10) inserted into the housing (5).
2. An equipment according to Claim 1, characterised in that the cutting wheels (2)
with their bosses (7) are supported in the housing (5) by means of tapered roller
bearings (11).
3. An equipment according to one of Claims 1 or 2, characterised in that the hollow
driving wheel (8) is mounted on the associated boss (7) by means of a tightening piece
(12).
4. An equipment according to one of Claims 1 to 3, characterised in that five driving
motors (3) distributed around the circumference of the hollow driving wheel (8), are
constructed as hydraulic motors.
5. An equipment according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the cutting
wheels (2) are mounted on the common shaft (4) with intermediate gear teeth (13).
1. Dispositif pour former une tranchée sensiblement verticale dans le sol dans le
cadre de la réalisation d'une cloison étanche ou en palplanches, avec un bâti de machine,
un palier (1), au moins deux roues de coupe (2) et un système de moteur/engrenage
(3), le palier (1) étant rattaché au bâti de machine et portant les roues de coupe
(2) ainsi que le système de moteur/engrenage (3), les roues de coupe (2) étant, en
outre, montées sur un arbre commun (4) et des parties du système d'engrenage étant
entourées par l'une des roues de coupe (2), caractérisé par le fait qu'au palier (1)
est rattaché un carter tubulaire (5) dépassant des deux côtés et dans lequel les deux
roues de coupe (2) sont montées avec des moyeux rentrés (7) fixés sur l'arbre commun
(4), que sur l'un des moyeux (7) est montée une roue de commande creuse (8) pour les
roues de coupe (2) laquelle est ajustée dans le carter (5) avec un jeu circonférentiel
(S) et que la roue de commande creuse (8) est en prise avec les pignons d'attaque
(9) d'une pluralité de moteurs d'entraînement (3) répartis sur la circonférence de
la roue de commande creuse (8) et montés sur un support de moteurs d'entraînement
(10) inséré dans le carter (5).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les roues de coupe
(2) avec leurs moyeux (7) sont montées dans le carter (5) au moyen de roulements à
rouleaux coniques (11).
3. Dispositif selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait que la
roue de commande creuse (8) est montée sur le moyeu (7) associé au moyen d'un système
de serrage (12).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé par le
fait que cinq moteurs d'entraînement (3) sont disposés sur la circonférence de la
roue de commande creuse (8) et réalisés sous la forme de moteurs hydrauliques.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé par le
fait que les roues de coupe (2) sont montées sur l'arbre commun (4) avec interposition
d'une denture (13).

