[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Personenvereinzelung, die begrenzten Zugang
zu einem gesicherten Raum ermöglicht, mit einer äußeren Tür (1), die den Zugang von
außerhalb eines gesicherten Raumes in eine Kabine (5) ermöglicht und so vorgesehen
ist, daß sie nur Platz für eine Person bietet, mit einer inneren Tür (7), die den
Zugang von besagter Kabine (5) zum gesicherten Raum ermöglicht, mit Mitteln, die vorgesehen
sind, um zu verhindern, daß beide Türen gleichzeitig geöffnet werden können.
[0002] Mit der anwachsenden Gewalt und Kriminalität, die heutzutage immer gegenwärtig ist,
und auch der ständig zunehmenden Brutalität der Straftaten besteht sogar eine ständig
anwachsende Nachfrage nach Sicherheitseingangssystemen wie zum Beispiel Personenvereinzelungen,
die einfach und leicht in der Anwendung sind. Besonders die Bankkunden oder das Bankpersonal
sollten keine unbequeme Personenvereinzelung durchschreiten müssen, bevor sie die
Bank betreten können.
[0003] Räume mit begrenztem Zugang können zum Beispiel Banken, Komputerzentralen, Kernkraftanlagen
und militärische Anlagen usw. umfassen.
[0004] In der DE-B-2 547 006 sind Vorrichtungen zur Personenvereinzelung beschrieben, die
auf der Verwendung einwegiger Drehtüren beruhen. Die Drehtüren sind mit Verriegelungsmechanismen
ausgerüstet, die bei einem unzulässigen Durchgangsversuch automatisch ausgelöst werden.
Die einzelnen Sektoren der Drehtüren sind mit Profilvorsprüngen versehen, die den
Raum zwischen den Flügeln der Türen so begrenzen, daß nur eine Person Platz hat. Eine
Personenvereinzelung im engeren Sinn, d.h. der vorübergehende Aufenthalt von einzelnen
Personen, die einen gesicherten Raum betreten wollen, in einer nur eine Person aufnehmenden
Kabine zwischen zwei in Abhängigkeit voneinander zu betätigenden Türen ist in dieser
Druckschrift nicht vorgeschlagen. Außerdem haben Drehtüren den Nachteil, daß sie viel
Platz benötigen, vor allem auch deswegen, weil der Durchgang immer nur in einer Richtung
möglich ist und daher immer zwei Systeme erforderlich sind.
[0005] In der südafrikanischen Patentanmeldung Nr. 8 171 138, ist eine Zugangskontrolle
vorgeschlagen worden, die eine erste und eine zweite Tür umfaßt, wobei beide durch
einen Rahmen gesichert sind und der Raum zwischen den beiden Türen klein genug ist,
um nur eine Person bequem und vernünftig darin Platz finden zu lassen, Mittel zur
Identifizierung einer Person, Mittel zum Öffnen und Schließen der Türen und Mittel,
die ein genehmigtes Signal von sich geben, um das Öffnen und Schließen der beiden
Türen in einer gewünschten Reihenfolge nur der Person zu genehmigen, die zuvor identifiziert
worden ist, sodaß nur eine Person pro Mal durch die beiden Türen gehen kann. Aus dieser
Schrift ist das Prinzip bekannt, wie die Türen immer nur in Abhängigkeit voneinander
bedient werden können.
[0006] In der Praxis entsteht bei dieser früheren Personenvereinzelung und vielen ähnlichen
Vorrichtungen der Nachteil, daß unter der Voraussetzung, daß der Raum zwischen den
beiden Türen wirklich so eng sein sollte, daß er nur einer schlanken Person den Zugang
ermöglicht, wenn diese ihre Arme eng an den Körper anlegt, es für sie daher unmöglich
wäre, ihre Hände zu heben, um eine Karte in eine Kontrollvorrichtung zu schieben oder
eine alphanumerische Tastatur zu betätigen (ganz davon abgesehen, daß sie an Platzangst
leiden würde). Zusätzlich würde der Raum für eine wohlproportionierte Person sicherlich
für zwei dünne Personen ausreichen.
[0007] Daher ist jetzt eine Personenvereinzelung vorgesehen, die diese obenerwähnten Probleme
behebt.
[0008] Gemäß der vorliegenden Erfindung zeichnet sich eine Personenvereinzelung der eingangs
erwähnten Art dadurch aus, daß eine im wesentlichen L-förmige Hüftschikane auf der
Innenseite der äußeren Türe angebracht ist, derart, daß sich ein Schenkel der L-Form
senkrecht zur Tür und damit bei geöffneter Tür quer zum Eingang erstreckt, so daß
die Tür durch Betreten der Kabine zwangsläufig geschlossen wird.
[0009] Durch die Verwendung einer Hüftschikane - die Hüftmaße variieren im allgemeinen weniger
als die der anderen Körperteile - ist die Möglichkeit wesentlich verringert, daß sich
zwei Personen gleichzeitig in den Raum zwischen den beiden Türen zwängen können. Es
ist vorzugsweise auch eine zusätzliche Hüftschikane an der inneren Türe angebracht.
[0010] Die Hüftschikane ist an der äußeren Tür so angebracht, daß sie den gleichzeitigen
Zugang von zwei Personen in die Personenvereinzelung verhindert.
[0011] Ebenfalls erfindungsgemäß ist ein Satz Hüftschikanen vorgesehen, die so angepaßt
sind, daß sie in der Personenvereinzelung der vorliegenden Erfindung verwendet werden
können. Eine größere Hüftschikane wird normalerweise an der äußeren Türe der Personenvereinzeiung
befestigt, die sich nach außen von der Sicherheitszone weg öffnet. Diese größere Hüftschikane
bildet im allgemeinen eine L-Form mit einem zentralen Einschnitt oder einer ausgeschnittenen
Stelle, um so genügend Platz für die Hüften eines völlig durchschnittlichen Menschen
zu bieten.
[0012] Gewöhnlicherweise ist ebenfalls eine kleinere Hüftschikane vorgesehen, die auf der
anderen Innenseite der Personenvereinzelung auf der gleichen Höhe wie besagte größere
Hüftschikane vorgesehen und so eingerichtet ist, daß der Einlaß für mehr als eine
Person jederzeit unmöglich ist.
[0013] Die Hüftschikane kann getrennt hergestellt und verkauft und dann in eine bestehende
Personenvereinzelung eingebaut werden, um die zusätzliche Sicherheit zu bieten.
[0014] Die Personenvereinzelung ist vorzugsweise mit einem Zähl- oder Aufnahmemechanismus
ausgerüstet, der mit einer EDV-Vorrichtung verbunden ist, sodaß zu jedem gegebenen
Zeitpunkt, zum Beispiel am Tagesende, wenn der gesicherte Raum geschlossen ist, eine
Kontrolle durchgeführt werden kann, ob sich nicht unbefugte Personen im Sperrgebiet
versteckt halten. Es können hier auch andere Arten von Mechanismen verwendet werden.
[0015] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden jetzt im Zusammenhang mit den in der Zeichnung
wiedergegebenen Ausführungsformen erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht der erfindungsgemäßen Personenvereinzelung bei der Einlaßphase
von außerhalb eines gesicherten Raumes,
Fig. 2 zeigt die Personenvereinzelung von Fig. 1 in der Phase, wenn beide Türen geschlossen
sind und
Fig. 3 zeigt die Personenvereinzelung von Fig. 1 in der Phase, wenn die Tür, die den
Zugang zum gesicherten Raum gewährt, offen ist.
Figuren 4 bis 6 zeigen ähnliche Ansichten einer anderen Ausführungsform der Personenvereinzelung,
deren zweite Tür, die den Zugang zum gesicherten Raum gewährt, sich seitwärts öffnet.
[0016] Die in Figuren 1 bis 3 und 4 bis 6 dargestellten Personenvereinzelungen umfassen
eine äußere Tür 1, die mit einer Hüftschikane 2 versehen ist, wobei die Türe durch
ein gewöhnliches Scharnier 3 befestigt ist. Die Personenvereinzelung hat eine zusätzliche
innere Türe 7, die auch mit einem Scharnier befestigt und mit einer zusätzlichen Schikane
4 ausgerüstet ist. Wenn die beiden Türen 1, 7 geschlossen sind, bilden die beiden
Schikanen 2, 4 einen Raum, der groß genug ist, um Platz für eine sich in der Personenvereinzelung
befindliche Person zu bieten. Die Schikanen 2 und 4 sind vorzugsweise aus stabilem
Material wie zum Beispiel gefrästem Holz, Aluminium oder Stahl hergestellt. Polstermaterial
könnte in bestimmten Fällen auch verwendet werden, macht es aber für mehr als eine
Person einfacher, in die Personenvereinzelung einzudringen. Um starker Platzangst
vorzubeugen, können eine oder mehrere oder alle Wände der Personenvereinzelung aus
transparentem oder lichtdurchlässigem Material wie Glas, das vorzugsweise kugelsicheres
Glas sein sollte, hergestellt sein.
[0017] Bei der Verwendung wirkt die Personenvereinzelung folgendermaßen. Eine Person, die
von außerhalb des gesicherten Raumes Einlaß begehrt, öffnet die äußere Türe 1. Dies
ist nur dann möglich, wenn die innere Türe 7 geschlossen ist. Die äußere Türe 1 kann
geöffnet werden, indem man sie einfach nur mit der Hand betätigt oder einen Kode in
eine Tastatur eingibt oder eine Karte in das Kartenlesegerät einführt. Die Einlaß
begehrende Person stellt sich dann mit ihren Hüften gegen die Hüftschikane 2. Während
sie in die Personenvereinzelung eintritt, schließt sich zwangsläufig die äußere Türe
1. Die Person steht dann in der Kontrollkabine 5 der Personenvereinzelung. Obwohl
ihre Hüften mehr oder weniger eng an der Hüftschikane 2 und der zusätzlichen Schikane
4 anliegen, wird sie keine Platzangst verspüren, da die Personenvereinzelung selbst
genügend Raum bietet, und die Person beim Eintreten die Hände frei hat. Die Person
kann zusätzlich die Hüftschikanen 2, 4 als Abstellplatz für mitgeführte Gegenstände
wie Handtaschen oder Koffer benutzen, die sie in den gesicherten Raum mitführen möchte.
Von der Person kann jetzt vorzugsweise beim Eintreten verlangt werden, daß sie sich
einigen Identifizierungsmaßnahmen unterwirft. Eine solche Identifizierung innerhalb
der Personenvereinzelung kann bei der Kontrolltafel 6 stattfinden. Hat die Identifizierung
stattgefunden, oder wenn keine Identifizierung vorgesehen ist, folgt das Schließen
und Verriegeln der äußeren Tür 1, die innere Tür 7 wird entriegelt und die eintretende
Person kann die innere Tür 7 öffnen und den gesicherten Raum betreten. Solange die
innere Tür 7 offen und entriegelt ist, ist das Öffnen der äußeren Tür unmöglich.
[0018] Für eine Person, die den gesicherten Raum verlassen möchte, ist der obenbeschriebene
Vorgang grundsätzlich umgekehrt. Normalerweise ist beim Verlassen keine Identifizierung
notwendig, es sei denn die Personenvereinzelung führt eine genaue Komputerliste aller
Personen, die den Raum betreten haben. Dadurch wäre es nicht nur möglich, die Anzahl
der Personen zu erfassen, sondern auch genaue Angaben über alle Personen zu erlangen,
die den gesicherten Raum betreten aber noch nicht verlassen haben.
1. Personenvereinzelung, die begrenzten Zugang zu einem gesicherten Raum ermöglicht,
mit einer äußeren Tür (1), die den Zugang von außerhalb eines gesicherten Raumes in
eine Kabine (5) ermöglicht und so vorgesehen ist, daß sie nur Platz für eine Person
bietet, mit einer inneren Tür (7), die den Zugang von besagter Kabine (5) zum gesicherten
Raum ermöglicht, mit Mitteln, die vorgesehen sind, um zu verhindern, daß beide Türen
gleichzeitig geöffnet werden können, dadurch gekennzeichnet, daß eine im wesentlichen
L-förmige Hüftschikane (2) auf der Innenseite der äußeren Tür (1) angebracht ist,
derart, daß sich ein Schenkel der L-Form senkrecht zur Tür und damit bei geöffneter
Tür quer zum Eingang erstreckt, so daß die Tür durch Betreten der Kabine (5) zwangsläufig
geschlossen wird.
2. Personenvereinzelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Tür
(7) mit einer zusätzlichen Hüftschikane (4) ausgerüstet ist.
3. Personenvereinzelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zusätzliche
Hüftschikane (4) an der inneren Kabinenwand befestigt ist.
4. Personenvereinzelung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß sie mit einer oder mehreren Identifizierungsvorrichtungen versehen ist, wie zum
Beispiel einem Kartenlesegerät oder einer Tastatur außerhalb der Personenvereinzelung
oder in ihrem Innern.
5. Personenvereinzelung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenwände oder Türen aus transparentem oder lichtdurchlässigem Material
wie vorzugsweise kugelsicherem Glas oder Plastik hergestellt sind.
6. Ein Hüftschikanensatz, der in einer Personenvereinzelung, wie in Anspruch 1 bis
5 vorgesehen, verwendbar ist.
1. Device for isolating individuals, allowing limited access to a secure room, having
an outer door (1), allowing access from outside a secure room to a cabin (5), providing
space for one individual only, having an inner door (7) accessing from said cabin
(5) to said secure room, having means hindering the simultaneous opening of both doors,
characterised in that a substantially L-shaped hip baffle (2) is affixed to the inner
side of the outer door (1) in a manner such that one limb of the "L" extends perpendicularly
to the door extending accross the entrance when the door is open, so that the door
inevitably closes when the cabin (5) is entered.
2. A device according to claim 1, characterised in that the inner door (7) is provided
with an additional baffle (4).
3. A device according to claim 1, characterised in that an additional baffle (4) is
affixed to the inside cabin wall.
4. A device according to one of the preceding claims, characterised in that it is
provided with one or more identification means such as for example a card reader or
keyboard outside or inside the device.
5. A device according to one of the preceding claims, characterised in that the side
walls or doors are of transparent or translucent material preferably bullet-proof
glass or plastic.
6. A baffle set for use in a device according to claims 1 to 5.
1. Isolement des personnes donnant accès limité à une pièce protégée par des dispositifs
de sécurité, ayant une porte extérieure (1) permettant de passer de l'extérieur d'une
pièce protégée par des dispositifs de sécurité à l'intérieur d'une cabine (5) et prévu
de sorte qu'une seule personne y trouve de la place, ayant une porte intérieure (7)
permettant de passer de ladite cabine (5) à la pièce protégée par des dispositifs
de sécurité, avec des moyens pour empêcher l'ouverture simultanée des deux portes,
caractérisé en ce qu'une chicane des hanches (2) essentiellement en forme de "L" est
fixée au côté intérieur de la porte extérieure (1) de sorte qu'un bras de la chicane
s'étend perpendiculairement à la porte et s'étend ainsi, quand la porte est ouverte,
en travers de l'entrée, de sorte que la porte est forcée à se fermer lorsqu'une personne
entre dans la cabine (5).
2. Isolement des personnes selon la revendication 1, caractérisé en ce que la porte
intérieure (7) est munie d'une chicane des hanches additionnelle (4).
3. Isolement des personnes selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une chicane
des hanches additionnelle (4) est fixée au mur intérieur de la cabine.
4. Isolement des personnes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il est muni d'un ou plusieurs dispositifs d'identification comme
par exemple d'un lecteur de cartes ou d'un clavier situés à l'extérieur de l'isolement
des personnes ou bien à son intérieur.
5. Isolement des personnes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les murs latéraux ou les portes sont fabriqués en matière transparente
ou translucide, préférablement par exemple en verre ou en matière plastique à l'épreuve
des balles.
6. Ensemble de chicanes des hanches, utilisable dans un isolement des personnes selon
les revendications 1 à 5.