[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen von elektrischer Energie gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Außerdem betrifft die Erfindung eine kombinierte
Gasturbinen-Dampfkraftanlage zur Durchführung des Verfahrens gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches 2.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist eine Anlage dieser Art bekannt geworden, bei der Dampf
mit Hilfe einer Wirbelschichtfeuerung erzeugt und einer Dampfturbine zugeführt wird
(US-A-4 387 560). Hier wird der Dampf entspannt und die abgegebene Leistung einem
elektrischen Generator zur Stromerzeugung zugeleitet. In der zugehörigen Gasturbinenanlage
wird gleichzeitig durch einen Verdichter Umgebungsluft angesaugt und verdichtet, in
einem in der Wirbelschichtfeuerung angeordneten Wärmetauscher er hitzt, in einer nachgeschalteten
Brennkammer weiter erhitzt und dann einer Gasturbine zugeführt, die einen weiteren
elektrischen Generator antreibt. Für die Erhitzung der verdichteten Luft in der Brennkammer
wird ein Brenngas benutzt, das aus den festen Brennstoffen der Wirbelschichtfeuerung
erzeugt wird. Hierzu wird der gesamte für die Wirbelschichtfeuerung vorgesehene Brennstoff
in einem separaten Gaserzeuger vergast, das entstandene Brenngas der Brennkammer der
Gasturbine zugeführt und der verbleibende Rückstand des Brennstoffes in die Wirbelschichtfeuerung
zur Verbrennung eingeleitet. Die Gaserzeugung in einem separaten Gaserzeuger ist sehr
aufwendig und teuer, zumal der gesamte Brennstoff, der für die Wirbelschichtfeuerung
vorgesehen ist, durch den Gaserzeuger geführt werden muß. Darüber hinaus sind zusätzliche
Mittel erforderlich, um dem Gaserzeuger die für die Vergasung erforderliche Wärme
zuzuführen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren bzw. eine Anlage der genannten
Art anzugeben, bei dem das Brenngas mit geringem Aufwand und daher kostengünstig aus
dem Brennstoff der Wirbelschichtfeuerung hergestellt werden kann.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichen des Patentanspruches 1 angegeben.
[0005] Es wird also das für den Betrieb der Brennkammer erforderliche Brenngas in der Wirbelschicht
erzeugt. Hierdurch wird das Verfahren vereinfacht und es erübrigen sich besondere
Maßnahmen für die Gaserzeugung und für den Transport des Brennstoffes vom Ort der
Gaserzeugung in die Brennkammer der Wirbelschichtfeuerung. Besonders hervorzuheben
ist noch, daß keine besonderen Maßnahmen erforderlich sind, um dem für die Vergasung
bzw. Entgasung vorgesehenen Brennstoff die hierzu erforderliche Wärme zuzuführen.
[0006] Eine vorteilhafte kombinierte Gasturbinen-Dampfkraftanlage zur Durchführung des genannten
Verfahrens, die bei einfachem Aufbau den Erfordernissen des Betriebes voll Rechnung
trägt, ist im Patentanspruch 2 beschrieben.
[0007] Besitzt demnach die Wirbelschichtfeuerung eine stationäre Wirbelschicht mit einer
definierten Oberfläche, so ist die Brenngasleitung der Zusatzfeuerung an den Feuerraum
der Wirbelschichtfeuerung anzuschließen. Der Anschluß erfolgt hierbei vorzugsweise
oberhalb der Brennstoffzufuhrstelle in einem Bereich, der sich an die Brennstoffzufuhr
nach oben anschließt und eine vertikale Erstreckung von 1/5 bis 1/15 der vertikalen
Dicke der Wirbelschicht aufweist. Die Wirbelschicht selbst hat in vertikaler Richtung
eine Dicke, die ungeführ 30 bis 60 % der lichten Höhe des Feuerraums beträgt.
[0008] Um hierbei das Brenngas gleichmäßig aus der Vergasung- bzw. Entgasungszone abzuziehen,
ist es empfehlenswert, daß die Brenngasleitung im Vergasungs- bzw. Entgasungsbereich
durch mehrere Öffnungen, die vorzugsweise in einer Ebene verlaufen und an der Peripherie
des Feuerraums ungefähr gleichmäßig verteilt sind, an den Feuerraum angeschlossen
ist. Vorzugsweise ist die Brenngasleitung an eine den Feuerraum umgebende Ringleitung
angeschlossen, die ihrerseits Verbindungen zu den Öffnungen aufweist. Vorteilhaft
sind vier bis acht Öffnungen vorhanden.
[0009] Ist die Wirbelschichtfeuerung mit einer zirkulierenden Wirbelschicht ausgerüstet,
so wird gemäß der alternativen Lehre des Patentanspruches 2 ein Teil des Wirbelschichtfeuerungs-Brennstoffes
in den zum Feuerraum zurückführenden Teil des Zirkulationskanals eingespeist und die
Brennkammer zur Gasversorgung mit dem sich im Bereich der Einspeisestelle ausbildenden
Vergasungs- bzw. Entgasungsbereich verbunden. Durch diese Anordnung ist die Brenngaserzeugung
zwar außerhalb des eigentlichen Feuerraums, verbleibt jedoch ein Bestandteil der Wirbelschichtfeuerung,
wodurch insbesondere die Aufheizung des Brennstoffes für die Entgasung- bzw. Vergasung
ohne besonderen zusätzlichen Aufwand durchgeführt werden kann. Gleiches gilt für den
Transport des entgasten bzw. vergasten Brennstoffes in den Feuerraum.
[0010] Um das Brenngas auf einfache Weise aus dem Zirkulationskanal abführen zu können,
ist es zweckmäßig, daß der Zirkulationskanal, in Zirkulationsrichtung gesehen, stromab
der Brennstoff-Einspeisestelle einen Brenngassammler in Form einer haubenartigen Erweiterung
des Zirkulationskanals aufweist, an den die Brennkammer zur Brenngasversorgung angeschlossen
ist.
[0011] Eine besonders bevorzugte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß in den Zirkulationskanal
eine stationäre zweite Wirbelschicht mit einem Wirbelbett mit definierter Oberfläche
eingefügt ist, in die ein Teil des Wirbelschichtfeuerungs-Brennstoffes einspeisbar
ist, und der ein sauerstoffarmes Gas, vorzugsweise Abgas der Wirbelschichtfeuerung,
als Wirbelmedium und zur mindestens teilweisen Entgasung des Brennstoffes zugeführt
werden kann. In den Zirkulationskanal ist also eine zweite Wirbelschicht eingefügt,
die als Brennstoffentgaser betrieben wird. Die für die Entgasung erforderliche Wärme
wird durch die im Zirkulationskanal umlaufenden heißen Asche- und/oder Schlacketeilchen
in die zweite Wirbelschicht eingebracht, während das Wirbelbett durch das zugeführte
sauerstoffarme Gas erzeugt wird.
[0012] Eine sehr zweckmäßige Ausgestaltung der vorgenannten Lehre, welche die Brenngaserzeugung
optimiert, besteht darin, daß oberhalb der zweiten Wirbelschicht ein an die Brennkammer
angeschlossener Brenngassammelraum vorgesehen ist, daß der, in Zirkulationsrichtung
gesehen, in die zweite Wirbelschicht eintretende Teil des Zirkulationskanals in der
Wirbelschicht endet, daß der aus der zweiten Wirbelschicht führende Teil des Zirkulationskanals
an mindestens ein Überlaufwehr angeschlossen ist, das die Wirbelschicht seitlich begrenzt
und dessen Höhe die vertikale Dicke der Wirbelschicht bestimmt.
[0013] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung gehen aus der der folgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit den schematischen Zeichnungen hervor.
[0014] Hierbei zeigt:
Figur 1 das Schaltbild einer kombinierten Gasturbinen-Dampfkraftanlage gemäß der Erfindung,
Figur 2 den Bereich der Wirbelschichtfeuerung der Figur 1 als Auführungsvariante und
Figur 3 eine Ausführungsvariante des Vergasungs-Entgasungsbereiches der Figur 2 als
Einzelheit und als Ausführungsvariante.
[0015] Gemäß der Figur 1 ist die Dampfkraftanlage der kombinierten Gasturbinen-Dampfkraftanlage
mit einer Wirbelschichtfeuerung versehen, die in ihrer Gesamtheit mit dem Bezugszeichen
10 versehen ist. Die Wirbelschichtfeuerung weist in einem Gehäuse 11 einen vertikalen
Feuerraum 12 auf, in dessen unterem Bereich die Wirbelschicht 14 vorgesehen ist, die
eine definierte Oberfläche 16 innerhalb des Feuerraums 12 aufweist, es handelt sich
demnach um eine stationäre Wirbelschicht. Der Feuerraum hat vorzugsweise kreisförmigen
Querschnitt und ist von einer vertikalen Feuerraumwand umgeben.
[0016] Zur Bildung der stationären Wirbelschicht 14 wird festes, kleinstückiges Brennmaterial,
vorzugsweise Steinkohle, Braunkohle oder Ölschiefer mit einer Korngröße von 0,5 bis
15 mm, durch eine Fördereinrichtung oberhalb eines im unteren Endbereich angeordneten
horizontalen Düsenbodens 18 an der Brennstoffzufuhrstelle 20 mittels eine Leitung
13 zugeführt. Der Abstand zwischen Düsenboden 18 und Brennstoffzufuhrstelle 20 beträgt
ungefähr 1/20 bis 1/5 der vertikalen Dicke der Wirbelschicht 14, vorzugsweise 1/8
bis 1/5. Der Brennstoff ist zweckmäßig mit Zusätzen wie kleinstückigem Dolomit oder
Kalkstein vermengt, um Schwefelanteile, die mit dem Brennstoff in den Feuerraum eingebracht
werden, während des Verbrennungsvorganges in der Wirbelschicht zu binden. Der im unteren
Bereich des Feuerraums 12 angeordnete Düsenboden 18 weist eine Vielzahl von Öffnungen
auf, durch welche die Verbrennungsluft bzw. die Wirbelluft der Wirbelschicht zugeführt
wird. Außerdem ist noch ein in den Zeichnungen nicht dargestellter Abzug für Ascheanteile
vorgesehen, der vom Düsenboden 18 ausgehend nach unten in den Außenraum führt. Am
oberen Ende des Feuerraums 12 ist eine Abgasführung 19 angeschlossen, die durch eine
Abgasreinigungsanlage 21, die Entstauber, Reiniger und, falls erforderlich, eine Entstickungseinrichtung
zur Entfernung von Stickoxyden enthält, zu einem nicht dargestellten Kamin führt.
[0017] Oberhalb der Wirbelschicht 14 ist ein Wärmetauscher 22, z. B. in Form von Rohrschlangen,
im Feuerraum 12 vorgesehen, der einerseits durch die Rohrleitung 24 mit der Druckseite
des Außenluft-Verdichters 26 der Gasturbinenanlage verbunden ist und andererseits
durch eine Rohrleitung 28 an den Einlaß der Entspannungs-Turbine 30 angeschlossen
ist.
[0018] In die Rohrleitung 28 ist die Brennkammer 32 eingefügt. In der Brennkammer 32 wird
die Luft direkt erhitzt, d. h. mit den heißen Rauchgasen gemischt, und dann der Turbine
30 zugeführt. Das Brenngas für den Gasbrenner 36, der Bestandteil der Brennkammer
ist, wird durch die Brenngasleitung 44 dem Feuerraum 12 der Wirbelschichtfeuerung
entnommen. Hierzu ist mindestens eine Öffnung 45 in der Feuerraumwand vorgesehen.
Die Öffnung 45 ist hierbei zweckmäßigerweise im Bereich der horizontalen Brennstoffzufuhrebene
angeordnet. Die Öffnung 45 ist kreisförmig und hat einen Durchmesser, der gleich ist
einem 1/20 bis 1/10 des Durchmessers des Feuerraums. Die Brennstoffzufuhrebene verläuft
durch die Brennstoffzufuhrstelle 20; die Öffnung 45 ist in einem Bereich angeordnet,
der eine vertikale Erstreckung aufweist, die gleich ist 1/5 bis 1/15 der vertikalen
Dicke der Wirbelschicht 14. Für eine gleichmäßige Abfuhr der Brenngase aus dem Feuerraum
verläuft vorzugsweise eine Ringleitung um die vertikale Feuerraumwand und steht mit
mehreren an der Feuerraumwand ungefähr gleichmäßig verteilten Öffnungen 45 in Verbindung.
Die Öffnungen befinden sich in einer horizontalen Ebene. An die Ringleitung ist dann
die Brenngasleitung 44 angeschlossen. Die Ringleitung ist in Figur 1 nicht eingezeichnet.
Um vom Brenngas mitgeführte Feststoffpartikel vom Gasbrenner 36 und somit von der
Turbine 30 femzuhalten, ist in die Brenngasleitung 44 eine Filtereinrichtung 42 eingefügt.
Die in der Filtereinrichtung zurückgehaltenen Feststoffe werden der Wirbelschichtfeuerung
wieder zugeführt. Das in der Filtereinrichtung 42 gereinigte Brenngas wird in einem
Verdichter 35 verdichtet und in den Gasbrenner 36 eingegeben und in dem Brennraum
34 der Brennkammer 32 verbrannt.
[0019] Der Ausgang der Turbine 30 ist durch die Verbrennungsluftleitung 46 mit jenem Raum
25 der Wirbelschichtfeuerung verbunden, der sich unterhalb des Düsenbodens 18 befindet
und der eine vertikale Höhe hat, die gleich ist 1/4 bis 1/5 der vertikalen Dicke der
Wirbelschicht 14. Die Saugseite des Verdichters 26 ist durch eine Ansaugleitung 48
mit der Umgebung 50 verbunden. Die Welle des Verdichters 26 ist mit der Welle der
Turbine 30 gekuppelt, außerdem ist noch die Welle eines Generators 52 angekuppelt,
der die Überschußenergie in elektrischen Strom umwandelt.
[0020] Die in Figur 1 sehr vereinfacht dargestellte Dampfkraftanlage weist einen Verdampfer
54 auf, der in oder gegebenenfalls über der Wirbelschicht 14 angeordnet ist und durch
eine Rohrleitung 56 Speisewasser von einer Speisewasserpumpe 58 erhält. Der erzeugte
Dampf wird einer Hochdruckdampfturbine 60 zugeführt, dort teilweise entspannt und
durch die Rohrleitung 62 dem Zwischenüberhitzer 40 zugeleitet. Dieser befindet sich
im oberen Endbereich des Feuerraums 12 oberhalb des Wärmetauschers 22 und der Wirbelschicht
14. Der Verdampfer 54 und der Zwischenüberhitzer 40 sind vorzugsweise als Rohrschlangen
ausgebildet. Der zwischenüberhitzte Dampf wird durch die Rohrleitung 64 der Niederdruckdampfturbine
66 zugeführt, hier entspannt und dann in einem Kondensator 68 verflüssigt. Das anfallende
Kondensat wird der Speisewasserpumpe 58 zugeführt, so daß der Kreislauf geschlossen
ist. Die beiden Turbinen 60 und 66 sind mit ihren Wellen gekuppelt und treiben einen
elektrischen Generator 70 an.
[0021] Während des Betriebs der Anlage wird vom Verdichter 26 durch die Ansaugleitung 48,
vorteilhaft durch einen Filter, Umgebungsluft angesaugt, verdichtet und durch die
Rohrleitung 24 dem Wärmetauscher 22 zugeführt. Hier wird diese verdichtete Luft durch
die Rauchgase der Wirbelschichtfeuerung erhitzt und durch die Rohrleitung 28 über
die Brennkammer 32 der Turbine 30 zugeführt. In der Turbine wird die erhitzte Luft
entspannt und dann durch die Verbrennungsluftleitung 46 als Verbrennungsluft dem Raum
25 und damit der Wirbelschicht 14 zugeführt. Da. die Verbrennungsluft noch einen Überdruck
von ungefähr 0,2 bis 1 bar aufweist, wird durch die Verbrennungsluft eine Verwirbelung
des Brennstoffes und somit die Bildung der Wirbelschicht 14 erreicht.
[0022] Da zu einer ausreichenden Entschwefelung und zur Unterdrückung der Bildung von Stickoxyden
die Wirbelschichtfeuerung höchstens mit einer Temperatur von 850 bis 950 °C betrieben
werden darf, kann die verdichtete Luft im Wärmetauscher 22 nur auf eine entsprechende
niedrige Temperatur von ungefähr 500 bis 750 °C aufgeheizt werden, die jedoch für
einen wirtschaftlichen Betrieb der Turbine 30 zu niedrig ist. Daher wird diese Luft
nach dem Verlassen des Wärmetauschers 22 in der Brennkammer 32 weiter erhitzt, und
zwar soweit, wie es für einen optimalen Betrieb der Turbine 30 erforderlich ist und
wie es für einen Betrieb der Turbine im Hinblick auf ihre mechanische Festigkeit noch
zulässig ist. Die Luft wird in der Brennkammer auf eine Temperatur von ungefähr 900
bis 1 000 °C erhitzt. Für die Nacherhitzung der Luft wird die Brennkammer 32 durch
mindestens einen Gasbrenner 36 befeuert, der sein Brenngas durch die Brenngasleitung
44 der Wirbelschichtfeuerung entnimmt. Hierzu ist die Brenngasleitung 44 in einer
Zone der Wirbelschicht 14 an den Feuerraum angeschlossen, in dem durch Ver- bzw. Entgasung
des festen Brennstoffes, wie stückige Kohle, gasförmiger Brennstoff entsteht. Diese
Zone befindet sich meist unmittelbar über jener Ebene, in der der feste Brennstoff
an der Zufuhrstelle 20 zugeführt wird. Obwohl durch den Düsenboden 18 soviel Luft
in den Feuerraum 12 eingebracht wird, daß der in der Wirbelschicht 14 wirbelnde Brennstoff
vollständig verbrennt, entstehen in der genannten Zone Brenngase durch Entgasung bzw.
Vergasung des zugeführten Brennstoffes. Die hierzu erforderliche Wärme liefert die
Wirbelschicht 14. Das entstandene Brenngas enthält unter anderem CH
4, CO, H
2 sowie N
2 und C
O2.
[0023] Durch die Verfeuerung des Brenngases in der Brennkammer 32 wird die vom Wärmetauscher
22 zuströmende verdichtete Luft unter Vermischung mit den Verbrennungsabgasen weiter
erhitzt und der Turbine 30 zugeführt. Nach der Entspannung des Gemisches aus Brennkammerabgas
und verdichteter Luft in der Turbine 30 wird dieses Sauerstoff enthaltende Gemisch
als Verbrennungsluft und Wirbelluft durch die Verbrennungsluftleitung 46 in den Raum
25 eingeleitet. Von hier strömt die Luft durch die Öffnungen des Düsenbodens 18 nach
oben, verwirbelt den Brennstoff und bewirkt somit die Bildung der Wirbelschicht 14.
Die Wirbelschicht 14 besteht demnach aus dem verwirbelten Brennstoff, der in der Wirbelschicht
vollständig verbrennt. Das erforderliche feste Brennmaterial wird zusammen mit den
Zuschlägen, wie Dolomit oder Kalk, durch eine Leitung an der Brennstoff-Zufuhrstelle
20 in den Feuerraum 12 eingeführt. Ausgebrannte Bestandteile des Brennstoffes wie
Asche werden durch eine nicht dargestellte Leitung abgezogen. Die Abgase strömen im
Feuerraum nach oben, geben an die einzelnen Wärmetauscher 54, 22, 40 Wärme ab und
werden durch die Abgasführung 19 in Form einer Rohrleitung über die Abgas-Reinigungsanlage
21 zu einem nicht dargestellten Kamin geführt. Die von der Turbine 30 abgegebene mechanische
Energie dient zum Antrieb des Verdichters 26, die noch verbleibende Energie wird im
elektrischen Generator 52 in elektrischen Strom umgewandelt.
[0024] Für den Betrieb der Dampfkraftanlage wird in bekannter Weise im Verdampfer 54 das
zugeführte Speisewasser verdampft sowie überhitzt und der entstandene Hochdruckdampf
der Hochdruckturbine 60 zugeführt. Nach einer teilweisen Entspannung wird der Dampf
im Zwischenüberhitzer 40 nochmals überhitzt und durch die Rohrleitung 64 der Niederdruckdampfturbine
66 zugeführt, entspannt und im Kondensator 68 verflüssigt. Die gewonnene Energie wird
als elektrische Energie vom Generator 70 an ein Stromnetz abgegeben.
[0025] Durch die Nacherhitzung der verdichteten Luft in der Brennkammer 32 wird der Wirkungsgrad
der Turbine 30 und somit der Gesamtanlage wesentlich gesteigert. Da die Brennkammer-Abgase
vollständig in die Wirbelschicht eingeführt werden, ist eine Umweltbelastung durch
diese Abgase auf einfache und kostengünstige Weise vermieden. Durch die Erzeugung
des Brenngases innerhalb der Wirbelschicht aus deren Brennstoff, werden die Betriebskosten
weiter gesenkt und der Betrieb der Anlage vereinfacht. Ein wesentlicher Vorteil besteht
jedoch darin, daß der Aufwand und die Kosten der kombinierten Anlage durch die Erfindung
stark verringert werden.
[0026] Figur 2 zeigt den Bereich der Wirbelschichtfeuerung 10 der Figur 1 in einer Ausführungsvariante
und als Einzelheit. Hierbei sind in Figur 2 wiederkehrende Einzelteile mit den entsprechenden
Bezugsziffem der Figur 1 versehen, die um den Betrag 100 erweitert sind.
[0027] Die Wirbelschichtfeuerung gemäß Figur 2, die in ihrer Gesamtheit mit der Bezugsziffer
110 versehen ist, weist einen ebenfalls vertikal verlaufenden Feuerraum 112 mit vorzugsweise
kreisförmigem Querschnitt auf, in dem der Verdampfer 154 der Dampfkraftanlage, der
Wärmetauscher 122 für die Erhitzung der verdichteten Luft und der Zwischenüberhitzer
140 der Dampfkraftanlage übereinander angeordnet sind. Im unteren Bereich des Feuerraums
112 ist auch hier ein Düsenboden 118 angeordnet, dessen Öffnungen den Feuerraum mit
dem darunter angeordneten Raum 125 verbinden. In den Raum 125 mündet die Verbrennungsluftleitung
146, die von der Entspannungsturbine das entspannte Gemisch aus Brennkammer-Abgas
und Luft als Verbrennungsluft der Wirbelschicht zuführt. Oberhalb des Düsenbodens
118 ist noch die Zufuhrstelle 120 für die Zufuhr des Brennstoffes zum Feuerraum 112
zu erkennen. Eine Abfuhrleitung für ausgebrannten Brennstoff ist der Übersicht wegen
nicht eingezeichnet. Diese würde vom unteren Bereich des Feuerraums 112 nach außen
führen.
[0028] Da die Wirbelschichtfeuerung 110 für den Betrieb mit einer zirkulierenden Wirbelschicht
vorgesehen ist, ist der obere Endbereich des Feuerraums 112 mit dem unteren Endbereich
durch einen außerhalb des Feuerraums 112 verlaufenden .Zirkulationskanal 72 verbunden.
Der Zirkulationskanal hat vorzugsweise kreisförmigen Querschnitt. Der Querschnitt
beträgt ungefähr 10 bis 25 % des Querschnitts des Feuerraumes 112. Der Zirkulationskanal
weist ein Teilstück 74 auf, das vom oberen Ende des Feuerraums 112 horizontal abgeht
und in einen Zyklonabscheider 76 mündet. An das zentrische und nach oben führende
Ausgangsrohr des Zyklonabscheiders ist die Abgasführung 119 angeschlossen, die zu
der in Figur 2 nicht dargestellten Abgasreinigungsanlage führt. An den unteren, spitz
zulaufenden Bereich des kegelförmigen Zyklonabscheiders 76 ist ein vertikal verlaufendes
Teilstück 78 des Zirkulationskanals 72 angeschlossen, das durch einen Bogen 80 in
ein zum Feuerraum 112 führendes Teilstück 82 übergeht. Dieses Teilstück 82 verlauft
hierbei mit Gefälle vom Bogen 80 zum Feuerraum 112 hin und mündet in der Nähe des
Düsenbodens 118, vorzugsweise direkt über dem Düsenboden, in den Feuerraum 112. Der
Bogen hat einen Winkel von ungefähr 110 bis 130°.
[0029] Während des Betriebes strömt die Luft durch den Düsenboden 118 in den Feuerraum 112
und verwirbelt den an der Zufuhrstelle 120 zugeführten kleinstückigen Brennstoff,
es entsteht eine Wirbelschicht die den gesamten Feuerraum 112 ausfüllt und die die
vollständige Verbrennung des Brennstoffes bewirkt. Darüber hinaus zirkuliert die im
Feuerraum 112 ausgebildete und aus Brennstoffteilchen bestehende Wirbelschicht, ausgehend
vom oberen Endbereich des Feuerraums 112, durch den Zirkulationskanal 72 nach unten
in den Bereich direkt oberhalb des Düsenbodens 118, es handelt sich demnach um eine
zirkulierende Wirbelschicht. Hierbei werden im Zyklonabscheider 76 die Abgase von
den festen Bestandteilen getrennt und durch die Abgasführung 119 abgezogen.
[0030] Im Teilstück 82 des Zirkulationskanals ist, in Zirkulationsrichtung (Pfeil 86) gesehen
nach dem Bogen 80, eine Einspeisestelle 84 für Wirbelschicht-Brennstoff vorgesehen.
Die Einspeisestelle 84 ist an der Oberseite des Teilstückes 82 angeordnet. Stromab
der Einspeisestelle ist in ihrer unmittelbarer Nähe eine sich nach oben erstreckende,
haubenartige Erweiterung 87 des Teilstückes 82 angeordnet, in deren höchsten Punkt
die zur Brennkammer 32 der Gasturbinenanlage führende Brenngasleitung 144 an der Entnahmestelle
145 in Form einer Öffnung angeschlossen ist. Die Brenngasleitung 144 enthält eine
Filtereinrichtung 142 und einen Verdichter 135. Die Brennkammer ist nicht eingezeichnet.
Die Erweiterung 87 hat eine Höhe und eine maximale Breite, die jeweils ungefähr das
2 bis 3- fache des Durchmessers des Zirkulationskanals 72 beträgt. Außerdem verjüngt
sich die Erweiterung 87 nach oben hin zu einer Spitze, an der die Brenngasleitung
144 angeschlossen ist. Der Abstand zwischen der Einspeisestelle 84 und der Erweiterung
87 beträgt ungefähr das 0,5 bis 1,5- fache des Durchmessers des Zirkulationskanals
72.
[0031] Während des Betriebes wird der an der Einspeisestelle 84 zugeführte nicht entgaste
Wirbelschichtfeuerungs-Brennstoff, insbesondere kleinstückige Kohle, durch die in
Richtung des Pfeiles 86 im Zirkulationskanal umlaufenden Kobs- und Ascheteilchen der
zirkulierenden Wirbelschicht mitgerissen und erhitzt. Hierbei erfolgt eine Vergasung
bzw. Entgasung dieses Brennstoffes, das hierdurch entstandene Brenngas sammelt sich
in der haubenartigen Erweiterung 87 und wird durch die Brenngasleitung 144 abgezogen
und der Brennkammer des Gasturbinenanlage zugeführt. Die entgasten Reste des zugeführten
Brennstoffes werden dann zusammen mit den Kobs-und Ascheteilchen in den Feuerraum
112 eingeleitet, wo sie zusammen mit dem an der Brennstoff- Zufuhrstelle 120 zugeführten
Brennstoff verbrennen. Die Zirkulation der Wirbelschicht durch den Feuerraum 112 und
den Zirkulationskanal 72 wird durch das mittels der Verbrennungsluftleitung 146 zugeführte
Sauerstoff enthaltende Gemisch aus Brennkammerabgas und Luft bewirkt, das aus dem
Raum 125 durch den Düsenboden 118 in den Feuerraum 112 eintritt. Dies Gemisch bewirkt
auch die Verbrennung im Feuerraum.
[0032] Günstig ist es, an der Einspeisestelle 84 nur soviel Brennstoff zuzuführen, wie für
die Erzeugung des Brenngases erforderlich ist. Der restliche nicht entgaste Brennstoff
wird in diesem Falle an der Zufuhrstelle 120 dem Feuerraum 112 unmittelbar zugeführt.
[0033] Der Betrieb der Dampfkraftanlage und der Gasturbinenanlage verläuft wie im Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 1, so daß sich hier weitere Ausführungen erübrigen.
[0034] Figur 3 zeigt den Bereich der Teilstücke 78, 82 und des Bogens 80 des Zirkulationskanals
gemäß Figur 2 als Ausführungsvariante und als Einzelheit in größerer Darstellung.
Auch in Figur 3 enthaltene Einzelteile der Figur 2 haben in Figur 3 Bezugsziffern,
die gegenüber Figur 2 um den Betrag von 100 vergrößert sind.
[0035] Für die Erzeugung des Brenngases durch Entgasung von Wirbeischichtfeuerungs-Brennmaterial
ist im Bereich des Bogens 180 des Zrkulationskanals 172 eine stationäre zweite Wirbelschicht
102 eingefügt, die ähnlich arbeitet wie die Wirbelschicht 14 gemäß Figur 1. Die zweite
Wirbelschicht 102 ist in einem vertikalen Raum 90 mit vorzugsweise kreisförmigen Querschnitt
ausgebildet, in dessen unterem Bereich ein mit einer Vielzahl von Öffnungen versehener
Düsenboden 92 horizontal angeordnet ist. Unter dem Düsenboden 92 ist ein Raum 94 vorgesehen,
in den eine Rohrleitung 96 mündet, und die unter Zwischenschaltung eines Gebläses
oder eines Verdichters an die Abgasführung des Systems, die in Figur 1 die Bezugsziffer
19 aufweist, angeschlossen ist. Der Anschluß erfolgt vorzugsweise nach der vorgesehenen
Abgasreinigungsanlage. Dies ist in Figur 3 nicht gezeigt.
[0036] In den Raum 90 ist, vorzugsweise zentrisch, das vertikal verlaufende gerade Teilstück
186 des Zirkulationskanals 172 soweit eingeführt, daß die Mündung des Teilstückes
186 in der stationären zweiten Wirbelschicht 102 liegt und einen Abstand vom Düsenboden
92 aufweist, der ungefähr 1/2 bis 1/4 der vertikalen Dicke der Wirbelschicht 102 beträgt.
Diese stationäre zweite Wirbelschicht befindet sich unmittelbar über dem Düsenboden
92 und hat eine definierte Oberfläche 100. Das zum Feuerraum des Dampferzeugers mit
Gefälle zurückführende Teilstück 182 des Zirkulationskanals ist an eine vertikale
Seitenwand des Raums 90 angeschlossen. Hierbei bildet jener vertikale Bereich der
Seitenwand, der sich zwischen der Anschlußstelle 106 des Teilstückes 182 und dem Düsenboden
92 befindet, ein Überlaufwehr 104. Wie .aus Figur 3 ersichtlich, bestimmt die Höhe
des Überlaufwehres 104 die vertikale Dicke der stationären zweiten Wirbelschicht 102,
bzw. die Dicke dieser Wirbelschicht kann durch eine entsprechende Höhe des Überlaufwehres
gewählt werden.
[0037] Der obere Endbereich des Raums 90 bildet einen Brenngassammelraum 108. Hierzu verjüngt
sich der obere Endbereich des Raums 90 kegelförmig zum zentrisch in den Raum 90 eingeführten
Teilstück 186 hin und geht in einen das Teilstück 186 ringförmig umgebenen Raum 114
über, der den eigentlichen Brenngassammelraum 108 bildet. An diesen Brenngassammelraum
ist schließlich die zur Brennkammer der Gasturbinenanlage führende Brenngasleitung
244 an der Entnahmestelle 245 in Form mindestens einer Öffnung angeschlossen. In die
Breringasleitung 244 ist vorteilhaft eine Filtereinrichtung 242 samt Verdichter 235
eingeschaltet. Unmittelbar oberhalb des Düsenbodens 92 befindet sich die Einspeisestelle
116 für Brennstoff zum Raum 90, durch welche Wirbelschicht-Brennstoff der zweiten
Wirbelschicht 102 zugeführt werden kann.
[0038] Während des Betriebs der Anlage wird der Zirkulationskanal 172, genau wie im Beispiel
nach Figur 2, von zirkulierenden Asche- und Koksbestandteilen der Wirbelschichtfeuerung
durchströmt. Diese treten hierbei durch das Teilstück 186 in den Raum 90 ein und füllen,
ausgehend vom Düsenboden 92, den Raum 90 bis zur Anschlußstelle 106 an, fließen über
das Überlaufwehr 104 und werden dann durch das Teilstück 182 mit Gefälle zum Feuerraum
der Wirbelschichtfeuerung des Dampferzeugers (vgl. Figur 1) zurückgeführt. Hierbei
bestimmt die Höhe des vertikal verlaufenden Oberlaufwehres 104 die Dicke der sich
auf dem Düsenboden 92 ausbildenden Schicht, welche die Wirbelschicht 102 bildet. Hierbei
ist zu beachten, daß das Teilstück 186 des Zirkulationskanals in die Wirbelschicht
102 eintaucht und dort ausmündet.
[0039] An der Brennstoffzufuhrstelle 116 wird für die Brenngaserzeugung vorgesehener Wirbelschichtfeuerungs-Brennstoff
in die zweite Wirbelschicht 102 eingeführt. Zur Ausbildung der zweiten Wirbelschicht
wird durch die Rohrleitung 96 sauerstoffarmes Gas mit einem Sauerstoffgehalt von höchstens
5 Vol%, vorzugsweise Abgas, das der Abgasführung 19 der Wirbelschichtfeuerung des
Dampferzeugers entnommen ist, zugeführt, so daß der eingebrachte Brennstoff nicht
verbrennen kann, sondern nur entgast wird. Da die zweite Wirbelschicht 102 in den
Zirkulationskanal 172 der Wirbelschichtfeuerung des Dampferzeugers eingeschaltet ist,
wird die für die Entgasung des Brennstoffes erforderliche Wärme durch die zirkulierenden
heißen Asche- und Koksteilchen in die zweite Wirbelschicht 102 eingebracht. Das entstandene
Brenngas strömt nach oben in den Brenngassammelraum 108 und wird dort durch die Brenngasleitung
244 abgezogen und über die Filtereinrichtung 242 und den Verdichter 235 der Brennkammer
der Gasturbinenanlage als Brenngas zugeführt. Der entgaste Brennstoff fließt zusammen
mit den Asche- und Koksteilchen des Zirkulationskanals 172 durch das Teilstück 182
der zur Dampferzeugung dienenden Wirbelschichtfeuerung zu. Vorzugsweise wird man nur
soviel Brennstoff zuführen, wie für die Erzeugung des erforderlichen Brenngases der
Brennkammer nötig ist. Der restliche für den Betrieb des Systems erforderliche Brennstoff
wird dann unmittelbar in die Wirbelschichtfeuerung des Dampferzeugers eingeführt.
In manchen Fällen kann es jedoch günstiger sein, sämtlichen für den Betrieb der kombinierten
Gasturbinen-Dampfkraftanlage erforderlichen Brennstoff an der Brennstoffzufuhrstelle
116 in die zweite Wirbelschicht 102 und somit in den Zirkulationskanal 172 einzuspeisen,
dessen Zirkulation den Brennstoff in die Wirbelschichtfeuerung 10 des Dampferzeugers
weiterführt (vgl. Figur 1).
1. Verfahren zum Erzeugen von elektrischer Energie unter Verwendung einer eine einzige
Wirbelschichtfeuerung aufweisenden kombinierten Gasturbinen-Dampfkraftanlage, wobei
verdichtete Luft in einer mit Brenngas befeuerten Brennkammer (32) erhitzt, in einer
Gasturbine (30) entspannt und dann der Wirbelschichtfeuerung als Verbrennungs- und
Wirbelluft zugeführt wird, und wobei das Brenngas durch Entgasung bzw. Vergasung von
Brennstoff der Wirbelschichtfeuerung erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das
Brenngas innerhalb der zur Dampfbildung genutzten Wirbelschichtfeuerung erzeugt wird.
2. Kombinierte Gasturbinen-Dampfkraftanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1, mit einer Wirbelschichtfeuerung (10 ; 110), und einer Brennkammer (32), die mit
Brenngas versorgbar ist, das durch Entgasung bzw. Vergasung von Wirbelschichtfeuerungs-Brennstoff
gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle einer Wirbelschichtfeuerung (10)
mit einer im Feuerraum (12) ausgebildeten stationären Wirbelschicht (14) die Brennkammer
zur Brenngasversorgung an den sich im Bereich der Brennstoff- Zufuhrstelle (20) im
Feuerraum (12) der Dampfkraftanlage ausbildenden Vergasungs- bzw. Entgasungsbereich
angeschlossen ist, und daß bei einer Wirbelschichtfeuerung (110) mit einer zirkulierenden
Wirbelschicht ein Teil des Wirbelschichtfeuerungs-Brennstoffes in das zum Feuerraum
(112) zurückführende Teilstück (82; 182) des Zirkulationskanals (72; 172) einspeisbar
ist, und daß die Brennkammer zur Gasversorgung an den sich im Bereich der Einspeisestelle
(84; 116) ausbildenden Vergasungs- bzw. Entgasungsbereich angeschlossen ist.
3. Anlage nach Anspruch 2 mit einer Wirbelschichtfeuerung (10), deren Wirbelschicht
stationär ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Brenngasleitung (44) der Brennkammer
(32) im Vergasungs- bzw. Entgasungsbereich durch mehrere Öffnungen (45), die vorzugsweise
ungefähr in einer Ebene verlaufend an der Pheripherie des Feuerraums (12) ungefähr
gleichmäßig verteilt sind, an den Feuerraum (12) angeschlossen ist (Figur 1).
4. Anlage nach Anspruch 2, mit einer Wirbelschichtfeuerung (110), die eine zirkulierende
Wirbelschicht aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Zirkulationskanal (72), in
Zirkulationsrichtung gesehen, stromab der Einspeisestelle (84) einen Brenngassammler
in Form einer haubenartigen Erweiterung (87) des Zirkulationskanals (72) aufweist,
an den die Brennkammer (32) zur Brenngasversorgung angeschlossen ist (Figur 2).
5. Anlage nach Anspruch 2, mit einer Wirbelschichtfeuerung, die eine zirkulierende
Wirbelschicht aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in den Zirkulationskanal (172)
ein Raum (90) mit einer stationären zweiten Wirbelschicht (102) eingefügt ist, in
die ein Teil des für den Betrieb der Anlage erforderlichen festen Brennstoffes an
der Brennstoff-Zufuhrstelle (116) einspeisbar ist, und der ein sauerstoffarmes Gas,
vorzugsweise Abgas der Wirbelschichtfeuerung, als Wirbelmedium und zur mindestens
teilweisen Entgasung des Brennstoffes durch die Rohrleitung (96) zuführbar ist (Figur
3).
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Wirbelschicht
(102) ein an die Brennkammer (32) angeschlossener Brenngassammelraum (114) vorgesehen
ist, daß das, in Zirkulationsrichtung (127) gesehen, in die zweite Wirbelschicht (102)
eintretende Teilstück (186) des Zirkulationskanals innerhalb der zweiten Wirbelschicht
ausmündet, daß das aus dem Raum (90) führende Teilstück (182) des Zirkulationskanals
an mindestens ein Oberlaufwehr . (104) angeschlossen ist, das die zweite Wirbelschicht
(102) seitlich begrenzt und dessen Höhe die Dicke der zweiten Wirbelschicht (102)
in vertikaler Richtung bestimmt (Figur 3).
1. Process for the generation of electric power using a combined gas turbine/steam
power plant having a single fluidized bed firing system, compressed air being - heated
in a combustion chamber (32) fired by combustible gas, expanded in a gas turbine (30)
and then passed as combustion and fluidizing air to the fluidized bed firing system,
and the combustible gas being produced by degasification and gasification of fuel
of the fluidized bed firing system, characterized in that the combustible gas is produced
within the fluidized bed firing system used for steam generation.
2. Combined gas turbine/steam power plant to carry out the process according to Claim
1, having a fluidized bed firing system (10 ; 110), and a combustion chamber (32)
which can be provided with combustible gas, which gas is obtained through degasification
and gasification of fuel for the fluidized bed firing system, characterized in that,
in the case of a fluidized bed firing system (10) having a steady-state fluidized
bed (14) formed in the furnace (12), the combustion chamber for the combustible gas
supply is connected to the gasification and degasification zone forming in the region
of the fuel supply point (20) in the furnace (12) of the steam power plant, and in
that, with a fluidized bed firing system (110) having a circulating fluidized bed,
a part of the fuel for the fluidized bed firing system can be fed into the section
(82 ; 182) of the circulation channel (72; 172) returning to the furnace (112), and
in that the combustion chamber for the gas supply is connected to the gasification
and degasification zone forming in the region of the feed entry point (84; 116).
3. Plant according to Claim 2, having a fluidized bed firing system (10) of which
the fluidized bed is of steady state, characterized in that the combustible gas line
(44) of the combustion chamber (32) in the gasification and degasification zone is
connected to the furnace (12) by a plurality of apertures (45) which preferably extend
approximately in one plane and are distributed fairly evenly around the periphery
of the furnace (12) (Figure 1).
4. Plant according to Claim 2, having a fluidized bed firing system (110) which has
a circulating fluidized bed, characterized in that the circulation channel (72), seen
in circulating direction, has a combustible gas header arranged downstream from the
feed entry point (84), in the form of a hood-like extension (87) of the circulation
channel (72), to which the combustion chamber (32) for the combustible gas supply
is connected (Figure 2)..
5. Plant according to Claim 2, having a fluidized bed firing system which has a circulating
fluidized bed, characterized in that a space (90) having a steady-state second fluidized
layer (102) is inserted in the circulation channel (172), into which layer a part
of the solid fuel required for the operation of the plant can be fed in at the fuel
supply point (116) and to which a low-oxygen gas, preferably waste gas from the fluidized
bed firing system, can be passed as fluidizing medium and for at least partial degasification
of the fuel through the pipeline (96) (Figure 3).
6. Plant according to Claim 5, characterized in that a combustible gas plenum (114)
is provided which is connected to the combustion chamber (32) above the fluidized
layer (102), in that, seen in circulating direction (127), the section (186) of the
circulation channel entering into the second fluidized layer (102) opens out within
the second fluidized layer in that the section (182) of the circulation channel leading
out of the space (90) is connected to at least one overflow weir (104) which bounds
the second fluidized layer (102) laterally and the height of which determines the
thickness of the second fluidized layer (102) in vertical direction (Figure 3).
1. Procédé pour générer de l'énergie électrique en utilisant une installation de production
d'énergie combinée à vapeur et à turbine à gaz présentant une seule installation de
chauffage à lit fluidisé, de l'air comprimé étant chauffé dans une chambre de combustion
(32) alimentée en gaz combustible, détendu dans une turbine à gaz (30) et amené ensuite
à l'installation de chauffage à lit fluidisé en tant qu'air de combustion et de turbulence,
et le gaz combustible étant produit par dégazage ou par gazéification du combustible
de l'installation de chauffage à lit fluidisé, caractérisé par le fait que le gaz
combustible est produit à l'intérieur de l'installation de chauffage à lit fluidisé
utilisée pour la production de vapeur.
2. Installation de production d'énergie combinée à vapeur et à turbine à gaz pour
la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1, comprenant une installation
de chauffage à lit fluidisé (10; 110) et une chambre de combustion (32) pouvant être
alimentée en gaz combustible qui est obtenu par dégazage ou par gazéification de combustible
de l'installation de chauffage à lit fluidisé, caractérisée par le fait que, dans
le cas d'une installation de chauffage à lit fluidisé (10) avec un lit fluidisé (14)
stationnaire dans le foyer (12), la chambre de combustion est raccordée, pour l'alimentation
en gaz combustible, à la zone de gazéification ou de dégazage formée dans la zone
de l'emplacement d'amenée (20) du combustible dans le foyer (12) de l'installation
d'énergie à vapeur, et que, dans le cas d'une installation de chauffage à lit fluidisé
(110) avec un lit fluidisé en circulation, une partie du combustible de l'installation
de chauffage à lit fluidisé peut être alimentée dans la portion (82; 182) du canal
de circulation (72 ; 172) revenant au foyer (112), et que la chambre de combustion
est raccordée, pour l'alimentation en gaz, à la zone de gazéification ou de dégazage
formée dans la zone de l'emplacement d'amenée (84 ; 116).
3. Installation selon la revendication 2, comprenant une installation de chauffage
à lit fluidisé (10) dont le lit fluidisé est stationnaire, caractérisée par le fait
que dans la zone de gazéification ou de dégazage, la conduite (44) de gaz combustible
de la chambre de combustion (32) est raccordée au foyer (12) par plusieurs ouvertures
(45) qui se trouvent de préférence à peu près dans un même plan et sont réparties
à peu près régulièrement sur la périphérie du foyer (12) (figure 1).
4. Installation selon la revendication 2, comprenant une installation de chauffage
à lit fluidisé (110) avec un lit fluidisé en circulation, caractérisée par le fait
que, vu dans le sens de circulation, le canal de circulation (72) présente en aval
de l'emplacement d'alimentation (84) un collecteur de gaz combustible, sous forme
d'un élargissement (87) en forme de hotte du canal de circulation (72), auquel est
raccordée la chambre de combustion (32) en vue de l'aliméntation en combustible (figure
2).
5. Installation selon la revendication 2, comprenant une installation de chauffage
à lit fluidisé avec un lit fluidisé en circulation, caractérisée par le fait que dans
le canal de circulation (172) est intégré un espace (90) avec un deuxième lit fluidisé
(102), stationnaire, dans lequel peut être alimentée, à l'emplacement d'amenée (116)
de combustible, une partie du combustible solide nécessaire au fonctionnement de l'installation,
et auquel peut être amené par une tuyauterie (96) un gaz à faible teneur en oxygène,
de préférence le gaz brûlé de l'installation de chauffage à lit fluidisé, en tant
qu'agent de turbulence et pour le dégazage au moins partiel du combustible (figure
3).
6. Installation selon la revendication 5, caractérisée par le fait que, au-dessus
du lit fluidisé (102), est prévu un espace collecteur (114) de gaz combustible raccordé
à la chambre de combustion (32), que, vu dans le sens de circulation (127), la portion
(186) du canal de circulation entrant dans le deuxième lit fluidisé (102) débouche
à l'intérieur du deuxième lif fluidisé, et que la portion (182) du canal de circulation
quittant l'espace (90) est raccordée à au moins un déversoir de trop-plein (104) qui
délimite latéralement le deuxième lit fluidisé (102) et dont la hauteur détermine
l'épaisseur du deuxième lit fluidisé (102) dans le sens vertical (figure 3).