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EP 0 244 420 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.02.1989 Patentblatt 1989/08 |
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Anmeldetag: 13.06.1986 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE8600/250 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8702/741 (07.05.1987 Gazette 1987/10) |
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STARTSTEUERUNG FÜR KRAFTSTOFFEINSPRITZANLAGEN
STARTING CONTROL FOR FUEL INJECTION SYSTEMS
COMMANDE DE DEMARRAGE POUR INJECTEURS DE CARBURANT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
25.10.1985 DE 3537996
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.11.1987 Patentblatt 1987/46 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- JAUTELAT, Rüdiger
D-7146 Tamm (DE)
- KOHLER, Rolf
D-7141 Schwieberdingen (DE)
- PLAPP, Günther
D-7024 Filderstadt 1 (DE)
- ZICHNER, Botho
D-7141 Schwieberdingen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 4 223 654 US-A- 4 543 937
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US-A- 4 438 748
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer elektronischen Steuereinrichtung für die Kraftstoffeinspritzanlage
einer Brennkraftmaschine nach der Gattung des Hauptanspruchs. Bekannt ist aus der
US-PS 4438748 ein Verfahren zur Kraftstoffzumessung an eine Brennkraftmaschine während
des Starts. Dabei werden zwei Werte T1 und T2 gebildet, von denen letztlich der größere
die Kraftstoffeinspritzung während des Starts bestimmt. Der erste Wert T1 ist von
Last und Drehzahl abhängig und bezüglich weiterer Betriebsparameter korrigierbar.
Der zweite Wert T2 hingegen ergibt sich aus dem Produkt dreier Faktoren, die abhängig
sind von der Maschinentemperatur, der Drehzahl, sowie der Zeit. (US-PS '748, Spalte
3, Zeilen 50 bis 68).
[0002] Ferner offenbart die US-PS 4 223 654 eine Kraftstoffmengensteuerung bei einer Diesel-Brennkraftmaschine.
Dabei werden abhängig von verschiedenen Betriebskenngröße mehrere Kennlinien über
der Drehzahl gebildet und über Minimal- und Maximalauswahlstufen die letztendlich
gewünschte Grenzkennlinie der maximalen Menge ermittelt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine elektronische Steuereinrichtung für die Kraftstoffeinspritzaniage
einer Brennkraftmaschine zu schaffen, die mit Blick auf Drehzahl- und Zeitabhängigkeiten
optimale Ergebnisse zu liefern vermag, bei gleichzeitig hohem Laufkomfort während
der Startphase.
Vorteile der Erfindung
[0004] Die erfindungsgemäße elektronische Steuereinrichtung für die Kraftstoffeinspritzanlage
einer Brennkraftmaschine zeichnet sich dadurch aus, daß in der Startphase ein stetiger
Übergang vom veränderlichen Startfaktor, der die Einspritzmenge bzw. die Einspritzdauer
in der Startphase bestimmt, zu einem für den Normalbetrieb vorgesehenen Wert erfolgen
kann. Dabei wird die Drehzahlabhängigkeit sowie die Zeitabhängigkeit in einer optimalen
Weise mit berücksichtigt.
[0005] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich in Verbindung mit der Beschreibung aus
der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels.
Zeichnung
[0006] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen :
Figur 1 ein Fuktionsschaltbild der Startsteuerung und
Figur 2 einen Ausschnitt der in Figur 1 dargestellten Startsteuerung.
[0007] Das in Figur 1 dargestellte Funktionsschaltbild enthält im oberen Teil ein an sich
bekanntes Kennfeld KF, welches in Abhängigkeit von der Drehzahl n und dem Drosselklappenwinkel
a eine Grundeinspritzzeit t1
KF, angibt. Dieser Wert wird zur Bestimmung der Einspritzdauer weiterverarbeitet, wobei
eine Bewertung mit verschiedenen Faktoren in Abhängigkeit vom jeweiligen Motor-Betriebszustand
erfolgen kann. Beispielsweise kann in der Warmlaufphase ein zusätzlicher Warmlauffaktor
F
WL berücksichtigt werden, so daß aus dem jeweiligen Grundeinspritzwert tl
KF ein Wert te
KF dem ersten Eingang eines Vergleichers 1 zugeführt wird. Dem anderen Eingang des Vergleichers
1 wird ein Wert te
sTA zugeführt, der aus speziellen Startkennlinien durch Multiplikation mit einem Quantisierungsfaktor
tl
sTA abgeleitet ist. Am Ausgang des Vergleichers 1 wird als Einspritzzeit te
vER der größere der beiden Werte te
KF, te
sTA an die Einrichtung zur Bestimmung der Einspritzdauer t
1 bzw. der Einspritzmenge weitergeleitet.
[0008] Zur Bestimmung des Wertes te
sTA sind zwei Startkennlinien 2, 3 vorgesehen, die zwei Faktoren F
S1, F
s2 an einen Vergleicher 4 abgeben, der ausgangsseitig den kleineren von beiden Faktoren
zum Multiplizierer 5 durchschaltet.
[0009] Die Startkennlinien 2, 3 mit Vergleicher 4 sind in Figur 2 deutlicher dargestellt.
Die Startkennlinie 2 beginnt in Abhängigkeit von der Motor-Starttemperatur T
MS bei einem Anfangswert F
san und nimmt mit der Zeit t stufenförmig ab. Der sich aus dieser Kennlinie 2 ergebende
erste Faktor F
S1 ist bezüglich seines Anfangswertes von der Motortemperatur und im übrigen von der
Zeit abhängig. Der zweite Faktor F
S2, der aus der Kennlinie 3 hervorgeht, ist ebenfalls bezüglich seines Anfangswertes
von der Motortemperatur T
MS abhängig und nimmt mit zunehmender Drehzahl n ab. Der Vergleicher 4 schaltet jeweils
den kleineren der beiden Faktoren F
S1, F
s2 auf seinen Ausgang und damit zum Multiplizierer 5 durch. Die dort erfolgende Multiplikation
kann beispielsweise mit einem Quantisierungswert ti
sTA = 1,024 ms erfolgen.
[0010] Der stufenförmige zeitliche Verlauf des ersten Faktors F
S1 kann dadurch erhalten werden, daß der Anfangswert F
San in konstanten Zeitabständen mit einem geringfügig kleineren Faktor als 1 multipliziert
wird. Das durch die Multiplikation entstehende Produkt kann dann jeweils mit demselben
Faktor periodisch multipliziert werden.
1. Elektronische Steuereinrichtung für die Kraftstoffeinspritzanlage einer Brennkraftmaschine
mit einer last- und drehzahlabhängigen Bildung eines Grundzumeßsignals (tIKF) das
korrigierbar ist (teKF) und schließlich als Einspritzsignal (ti) der Kraftstoffeinspritzanlage
zur Verfügung gestellt wird, in der während der Startphase ein Starteinspritzsignal
(teSTA) abhängig von Temperatur, Drehzahl und Zeit gebildet wird und zusammen mit
dem korrigierten Grundzumeßsignal (teKF) über eine Maximalwert-Auswahl (1) zwischen
dem korrigierten Grundzumeßsignal (teKF) und dem Starteinspritzsignal (teSTA) das
Einspritzsignal (ti) bestimmt, dadurch gekennzeichnet, daß das Starteinspritzsignal
(teSTA) durch den kleineren zweier Faktoren (FS1, FS2) bestimmt wird, von denen der
eine ein zeitabhängiger Faktor (FS1), der andere ein drehzahlabhängiger Faktor (FS2)
ist und die Anfangswerte der beiden Faktoren von der zum Startzeitpunkt vorhandenen
Motor-Starttemperatur (TMS) abhängen.
2. Elektronische Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
zeitabhängige Faktor (FS1) ausgehend von seinem Anfangswert (FSan) in konstanten Zeitabständen
in Stufen abnimmt.
3. Elektronische Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der jeweils wirksame Faktor (FS1, FS2) mit einem Quantisierungswert (tISTA) multipliziert
wird.
1. Electronic control device for the fuel injection system of an internal combustion
engine having a load- and speed-dependent formation of a basic metering signal (tIKF)
which can be corrected (teKF) and is finally made available as injection signal (ti)
to the fuel injection system, in which, during the starting phase, a starting injection
signal (teSTA) is formed as a function of temperature, speed and time and, together
with the corrected basic metering signal (teKF) determines the injection signal (ti)
via a maximum value selection (1) between the corrected basic metering signal (teKF)
and the starting injection signal (teSTA), characterized in that the starting injection
signal (teSTA) is determined by the smaller of two factors (FS1, FS2), of which one
is a time-dependent factor (FS1) and the other is a speed-dependent factor (FS2) and
the initial values of the two factors depend on the engine starting temperature (TMS)
present at the time of starting.
2. Electronic control device according to Claim 1, characterized in that the time-dependent
factor (FS1) falls in steps at constant time intervals, starting from its initial
value (FSan).
3. Electronic control device according to Claim 1 or 2, characterized in that the
factor (FS1, FS2) which is effective in each case is multiplied by a quantization
value (tISTA).
1. Dispositif de commande électronique pour l'installation d'injection de carburant
d'un moteur à combustion interne, avec formation d'un signal de dosage de base (tIKF) fonction de la charge et de la vitesse de rotation, signal susceptible d'être corrigé
(teKF), et mis finalement à disposition en tant que signal d'injection (t;) de l'installation d'injection de carburant, dans lequel un signal d'injection de
démarrage (teSTA), dépendant de la température, de la vitesse de rotation et du temps, est formé pendant
la phase de démarrage, et qui détermine le signal d'injection (t; avec le signal de dosage de base (teKF) corrigé, par une sélection de valeur maximale (1) entre le signal de dosage de base
(teKF) corrigé et le signal d'injection de démarrage (teSTA), caractérisé en ce que le signal d'injection de démarrage (teSTA) est déterminé par le plus petit de deux facteurs (Fsi, FS2), de qui l'un (Fsi) est un facteur dépendant du temps, l'autre (Fs2) est un facteur dépendant de la vitesse de rotation et les valeurs initiales des
deux facteurs dépendent de la température de démarrage de moteur (TMS) au moment du démarrage.
2. Dispositif de commande électronique selon la revendication 1, caractérisé en ce
que le facteur (FS1) dépendant du temps décroît par degrés à partir de sa valeur initiale (Fsan), à intervalles de temps constants.
3. Dispositif de commande électronique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé
en ce que le facteur chaque fois efficace (FS1, Fs2) est multiplié par une valeur de quantification (tlSTA).
