[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bogenförderer für bogenverarbeitende Maschinen
mit einem formschlüssig angetriebenen, umlaufenden Vorschubmittel, welches mindestens
über 2 endständige Umlenkräder und ggf. auch über dazwischen angeordnete Stützräder
läuft und an seiner Oberseite mindestens einen Bogentransportgreifer trägt, der im
Verlaufe des Umlaufweges geöffnet bzw. geschlossen wird.
[0002] Derartige Bogenförderer sind in verschiedenen Variationen im Stand der Technik bekannt.
Gewöhnlich sind derartige Einrichtungen als Kettenförderer ausgebildet, die häufig
einen Bogen an die Vordermarke einer Druckmaschine oder dergleichen heranführen. Ein
Nachteil bei derartigen Kettenförderern besteht darin, daß sie durch ihren Aufbau
mit Hilfe von Ketten relativ aufwendig und daher kostenintensiv sind. Häufig werden
die Greifer sogar an einem besonderen Bauteil in Form eines Greiferwagens in die Kette
eingeschaltet, was ebenfalls einen nicht unerheblichen konstruktiven Aufwand erfordert.
Außerdem laufen Kettenförderer nur mit einer erheblichen Geräuschentwicklung und weisen
eine beachtliche Masse auf, so daß sie schon vom Ansatz her bei schnellaufenden Maschinen
nicht oder nur bedingt einsatzfähig sind.
[0003] Aus der Deutschen Patentschrift 2 724 979 ist eine Transportvorrichtung für flache
Gegenstände nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs bekannt, bei der ein durch eine
Steuerkurve und Führungsschienen betätigtes Greifelement in einen Zahnriemen eingesetzt
ist. Ferner ist aus der US-Patentschrift 1 462 923 eine Bogenfördereinrichtung bekannt,
die vorzugsweise für den Einsatz in Lackiermaschinen vorgesehen ist. Dort sind aus
Blattfedern bestehende Greifer dargestellt, die ebenfalls in Zahnriemen eingesetzt
sind. Diese laufen über Umlenkrollen, die mit Umfangsausnehmungen versehen sind und
so als Steuerkurve für die Betätigung der Greifer wirken. Auch diese Vorrichtungen
sind für den Einsatz in schnellaufenden Maschinen weder vorgesehen noch geeignet.
Schnellaufende Offsetdruckmaschinen können bis zu 25 000 Bogen pro Stunde verarbeiten.
Es kommt hier darauf an, daß die Bogen auch im Dauerbetrieb mit großer Zuverlässigkeit
und Präzision ergriffen werden.
[0004] Es wird daher als die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Aufgabe angesehen,
die eingangs angesprochenen Fördervorrichtungen derart weiterzuentwickeln, daß sie
vom Aufbau her besonders leicht und einfach und für schnellaufende Maschinen einsatzfähig
sind und daß gleichzeitig die einzelnen Greifer bei Bedarf problemlos ausgewechselt
werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs gelöst.
Es hat sich gezeigt, daß die für den Einsatz in schnellaufenden Maschinen erforderliche
Zuverlässigkeit und Präzision des Bogengreifens dadurch gewährleistet werden kann,
daß der Greifer sich beim Schließen nach hinten, d.h. entgegen der Umlaufrichtung
bewegt. Dies erreicht die Erfindung dadurch, daß der Greifer hakenförmig ausgestattet
ist, einen nockenhebelartigen Ansatz aufweist und um eine Achse verschwenkbar ist,
die mit Abstand vom Zahnriemen auf seiner Innenseite in Vorschubrichtung angeordnet
ist. Der nockenhebelartige Ansatz übernimmt dabei zwei Funktionen: Erstens dient er
als Betätigungshebel für den Greifer beim Gleiten über die Nockenbahn. Zweitens stützt
er eine Druckfeder ab, die den Greifer in nicht aktivierter Position schließen läßt.
[0006] Der Greifermechanismus des Bogenförderers wird in besonders vorteilhafter Weise dadurch
betätigt, daß die Nockenbahn für den Betätigungshebel Teil der Umfangsausnehmungen
des oder der Zahnräder ist. Das bedeutet, daß die umlaufenden Greifer besonders einfach
durch Auflaufen auf bzw. Ablaufen von einem der Zahnräder betätigt werden, wobei jedoch
nicht ausgeschlossen ist, daß auch eine separate (stationäre) Nockenbahn zu diesem
Zweck vorgesehen wird, und zwar insbesondere dann, wenn ein Öffnen und/oder Schließen
der Greifer an einer anderen Stelle als im Bereich der Stütz- oder Umlenkräder des
Bogenförderers gewünscht wird.
[0007] Der den Greifer tragende Stützkörper durchsetzt den Zahnriemen und liegt mit seiner
Auflageplatte auf der Zahnriemenaussenseite auf, wobei er durch mindestens zwei an
der Zahnriemeninnenseite anliegende, durch den Stützkörper hindurchgesteckte Befestigungsstifte
festgeklemmt wird. Durch eine solche Art der Befestigung läßt sich der Greifermechanismus
schnell und problemlos auswechseln.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird unter Bezugnahme auf die
beigefügten Zeichnungen beschrieben. Darin zeigen:
Fig. 1 die konstruktive Ausbildung des einen Endes eines förderbandartigen Bogenförderers
nach der vorliegenden Erfindung - das entgegengesetzte Ende ist im wesentlichen spiegelbildlich
ausgebildet;
Fig. 2 einen Schnitt längs Linie A-D in Figur 1;
Fig. 3 eine Draufsicht auf Figur 1; und
Fig. 4 die prinzipielle Darstellung einer Bogen-Förder- und Wendevorrichtung für in
Tandemanordnung angeordnete Offset-Druckmaschinen, wobei der erfindungsgemäße Bogen-Förderer
gemäß Figuren 1 -3 als Wendeeinrichtung 50 dient.
[0009] In dem nachfolgend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel eines Bogenförderers
sind zwei parallel zur Zeichenebene, nebeneinander angeordnete Zahnriemen (Band 56)
mit Hilfe von jeweils zwei Umlenkrollen/Zahnrädern 52/54 aufgespannt, von denen jedoch
in Figur 1 und 3 nur die eine Umlenkrolle 52 mit einem Teil des Zahnriemens 56 dargestellt
ist.
[0010] Wie aus der Figur 1 ersichtlich ist, sind die Bänder 56 als Zahnriemen und die zugehörigen
Umlenkrollen 52/54 als entsprechende Zahnräder ausgebildet. Allerdings sind andere
Formen von Bändern und Umlenkrollen möglich. Wie aus den Figuren 1 und 2 entnehmbar
ist, hat der Zahnriemen 56 an bestimmten Stellen seiner Längserstreckung eine mittig
angeordnete Aussparung 55, in die der Stützkörper 60 mit dem Greifermechanismus des
Greifers 58 lösbar eingesetzt werden kann. Der Stützkörper 60 weist eine mit einer
mittigen Aussparung versehene, in etwa T-förmige Gestalt auf, die eine auf der Oberseite
des Zahnriemens 56 angeordnete Auflageplatte 62 und zwei sich senkrecht dazu erstreckende
Mittelteile 64 besitzt, die zwischen sich den Greifer 58 aufnehmen, der in einiger
Entfernung von der Auflageplatte 62 bzw. dem Zahnriemen 56 von einem Scharnierstift
66 durchsetzt wird, der sich in den beiden Mittelteilen 64 abstützt. Der hakenförmig
ausgebildete Greifer 58 ist also um den Scharnierstift 66 verschwenkbar und das über
die Auflageplatte 62 nach oben über die Oberseite des Zahnriemens 56 aufragende hakenförmmige
obere Ende des Greifers 58 liegt in der Greifstellung auf dem durchgehenden Teil 63
der Auflageplatte 62 auf. Eine Druckfeder 68 ist zwischen der Auflageplatte 62, 63
und einem nockenhebelartigen Ansatz 70 des hakenförmigen Greifers 58 gespannt. Durch
diese Druckfeder 68 wird der Greifer 58 normalerweise in seine klemmende oder greifende
Stellung verschwenkt, die er im ganzen Verlauf des oberen und unteren Trums der förderbandartigen
Einrichtung und beim Herumlaufen um die Umlenkrolle 54 einnimmt. Ausschließlich beim
Herumlaufen des Greifermechanismus um die Umlenkrolle/ das Zahnrad 52 nimmt der Greifer,
wie in Figur 1 dargestellt, die geöffnete Stellung ein, und zwar dadurch, daß der
nockenartige Ansatz 70 auf den (gegenüber der Umlenkrolle 54) einen größeren Durchmesser
aufweisenden Mittelteil 72 (Nockenbahn 61) aufläuft. Dies bedeutet, daß sowohl die
Umlenkrolle 54 als auch die Umlenkrolle 52 in ihren Mittelebenen eine nutenartige
Aussparung 57 haben, die in etwa der Breite des unteren Teils des Greifermechanismus
(Figur 2) entspricht, wobei jedoch die nutenförmige Aussparung bei der Umlenkrolle
52 weniger Tief ist als bei der Umlenkrolle 54, so daß der Greifermechanismus bei
letzterer nicht öffnet. Die Tiefe der Aussparung der Umlenkrolle 54 ist bei 53 in
Figur 1 und auch in Figur 4 strichliert angedeutet.
[0011] In vorteilhafter Weise ist der Greifermechanismus durch zwei hindurchgesteckte Sicherungsstifte
74 ohne weiteres lösbar an dem Zahnriemen 56 befestigt. Nach Entfernen dieser Befestigungsstifte
74 kann der Greifermechanismus in Figur 1 einfach nach oben aus der Aussparung im
Zahnriemen 56 heraus-. gehoben werden. Diese Stifte 75 sind in der Mitte zur besseren
Arretierung an den Mittelteilen 64 des T-förmigen Stützkörpers 60 mit einem Abschnitt
verringerten Durchmessers versehen, wie dies in Figur 2 deutlich zu sehen ist.
[0012] Die Befestigungsstifte 74 werden vorzugsweise so angeordnet, daß sie gerade - wie
dargestellt - zwei benachbarte Vertiefungen des Zahnriemens ausfüllen. Demgemäß müssen
dann an den entsprechenden Stellen der Zahnräder 52, 54 die Zähne fortgelassen sein,
wie dies im unteren linken Teil der Figur 1 angedeutet ist. Eine solche Anordnung
der Befestigungsstifte bedingt dann auch, daß die Greifer auf dem Zahnriemen 56 gerade
mit einem Abstand angeordnet sind, der dem Teilkreisdurchmesser der Zahnräder 52,
54 oder einem ganzen Vielfachen davon entspricht. Allerdings ist es denkbar, diesen
Befestigungsstiften 74 einen Querschnitt zu geben, der gerade einer Erhebung bzw.
einem Zahn des Zahnriemens entspricht und die Befestigungsstifte dann gerade an Stelle
eines solchen Zahnes anzuordnen. In diesem Fall kann die Position der Greifer auf
dem Zahnriemen praktisch frei gewählt werden.
[0013] Im oberen linken Teil der Figur 1 ist ein Greifermechanismus gezeigt, der gerade
die Umlenkrolle 52 zu verlassen beginnt und damit den Schließvorgang des Greifers
58 einleitet. An der gleichen Stelle ist die Bahn eines beispielsweise aus einer Druckmaschine
heraustretenden Druckbogens durch einen Pfeil 59 angedeutet. Der Druckbogen trifft
unter einem spitzen Winkel auf die Platte 62/63 auf dem oberen Trum des Zahnriemens
56. Dadurch können eventuelle Welligkeiten an der Vorderkante des Druckbogens ausgeglichen
werden, da sich der Bogen somit von selbst auf der Platte 62/63 ausrichtet. Da die
Geschwindigkeit des Zahnriemens 56 und die Arbeitsgeschwindigkeit der Druckmaschine
aufeinander abgestimmt sind, wird der einzuklemmende Bogen mit einer solchen Geschwindigkeit
auf den Zahnriemen 56 bzw. die Auflageplatte 62, 63 gegeben, daß die Differenzgeschwindigkeit
Null oder annähernd Null ist. Da der Scharnierstift 66 in Bewegungsrichtung des Zahnriemens
56 vor und unter (in Figur 1) dem Auftreffpunkt des Bogens auf die Auflageplatte 62,
63 liegt, bewegt sich das über den Zahnriemen 56 nach oben vorstehende obere hakenförmige
Ende des Greifers 58 beim Schließen relativ zum Zahnriemen 56 nach hinten, d.h. entgegen
der Bewegungsrichtung des Zahnriemens, so daß ein sicheres Ergreifen und Klemmen der
Vorderkante des von der Druckmaschine einlaufenden Druckbogens erreicht wird.
[0014] Die Figur 4 zeigt in prinzipieller Darstellung einen konkreten Anwendungsfall des
erfindungsgemäßen Bogen-Förderers, und zwar als Wendeeinrichtung 50 einer Bogen-Förder-
und Wendeeinrichtung zwischen zwei in Tandemanordnung hintereinandergeschaltete Druckmaschinen
3, 5, von denen nur ein bzw. zwei Druckwalzen und eine hin- und herpendelnde Saugwalze
zum Aufnehmen und Einführen eines zu bedruckenden Bogens strichpunktiert angedeutet
sind.
[0015] Im Bereich unter und hinter dem Ausgabewalzenpaar 24 der ersten Druckmaschine - in
Bewegungsrichtung der Druckbogen gesehen - befindet sich ein langgestreckter Bandförderer
26, der aus einer Anzahl von parallel zueinander (und zur Zeichenebene) angeordneten,
endlosen elastischen Bändern 28 mit großem Reibungskoeffizienten besteht. Diese Bänder
28 werden über zwei Umlenkrollen 30 und 32 am Anfang und Ende des langgestreckten
Bandförderers 26 geführt, wobei weitere Stützrollen je nach Bedarf über die Länge
dieses Förderers verteilt angeordnet sind. Eine Stütz- und Antriebsrolle ist in der
Mitte bei 38 angedeutet. Der in dieser Weise aufgebaute Förderer arbeitet ganz ähnlich
wie ein übliches Förderband, d.h., die von der Wendeeinrichtung 50 auf seiner Oberseite
abgelegten, bei Bedarf mehr oder weniger sich überlappenden Druckbogen 36 werden von
der ersten Druckmaschine (links) zur zweiten Druckmaschine (rechts) befördert, und
zwar mit einer Geschwindigkeit, die von den Umständen des Einzelfalles abhängt. Der
Förderer muß nicht aus einzelnen, parallel zueinander angeordneten Endlosbändern 28
(etwa mit kreisförmigem Querschnitt) bestehen, sondern es ist ohne weiteres denkbar,
daß auch ein in sich zusammenhängendes breites Band - beispielsweise mit großen Löchern
darin oder eine netzwerkartige Struktur etc. - eingesetzt wird. Wesentlich ist hierbei
natürlich, daß die einzelnen Bänder mit der gleichen Geschwindigkeit angetrieben werden,
wobei der Antrieb des Bandförderers 26 entweder zentral bei der mittleren Stütz- und
Antriebsrolle 38 über den Hauptmotor 39 erfolgen kann, der gleichzeitig auch die beiden
Druckmaschinen 3, 5 synchron antreibt, oder alternativ - wie dargestellt - durch einen
separaten regelbaren Antrisbsmotor 40, der beispielsweise auf die Umlenkrolle 32 am
Ende des Förderers 26 einwirkt und nur den Bandförderer 26 antreibt, während der Hauptmotor
39 die Wendevorrichtung 50 und die beiden Druckmaschinen 3, 5 antreibt.
[0016] Damit die lose auf der Oberseite des Förderers abgelegten Druckbogen zwangsläufig
vorwärts bewegt werden, sind dicht unterhalb des Bandförderers 26 mehrere große Saugkammern
41 angeordnet, die über geeignete Mittel mit Unterdruck beaufschlagt werden. Diese
Saugkammern 42 haben nach oben, also in Richtung auf den Förderer 26 weisende Ansaugöffnungen
44, so daß sich eine erhebliche Luftströmung in Richtung auf die Saugkammern ergibt,
was dann über die große Fläche eines jeden oben auf dem Förderer abgelegten Druckbogens
36 zu einer mehr als ausreichenden Andruckkraft der Druckbogen gegen den einen erheblichen
Reibungskoeffizienten aufweisenden Förderer bzw. dessen Bänder 28 führt. Somit werden
die Druckbogen auf dem Förderband bzw. den Bändern des Förderers fixiert und zwangsläufig
in Richtung auf die zweite Druckmaschine bewegt, wo die Vorderkante eines jeden Druckbogens
schließlich gegen einen als Vordermarke der zweiten Druckmaschine dienenden Anschlag
46 stößt. Im Verlauf des Förderers, vorzugsweise an seinem Ende, werden die Druckbogen
auch seitlich ausgerichtet, soweit dies überhaupt notwendig ist. Im Bereich des erwähnten
Anschlages 46 an der zweiten Druckmaschine, d.h. also an deren Vordermarke, wird der
angeförderte Bogen von einer hin- und herpendelnden Saugwalze 14 in bekannter Weise
dem Gegendruckzylinder 18 der zweiten Druckmaschine zugeführt.
[0017] Im Bereich des erwähnten Anschlages 46 (Vordermarke der zweiten Druckmaschine) ist
eine Prüfvorrichtung, etwa in Form eines Reflexkopfes 47 vorgesehen. Einerseits überprüft
sie den zeitlich und abstandsmäßig richtigen Einlauf der Bogen zur Maschine 5 und
andererseits steuert sie die Zuschaltung des Offsetzylinders 20 der Maschine 5, wenn
ein Bogen zum Abfragezeitpunkt vorhanden ist.
[0018] Wie in Figur 4 dargestellt ist, wird der aus der ersten Druckmaschine 3 herauslaufende
Druckbogen gerade auf den Anfang des oberen Trums der Wendeeinrichtung 50 geführt,
und zwar in der Weise, daß die Vorderkante des Druckbogens unter den sich an dieser
Stelle schließenden Greifer 58 der Wendeeinrichtung gegeben wird. Die Wendeeinrichtung
läuft mit einer Umfangsgeschwindigkeit, die exakt der Ausgabegeschwindigkeit des Druckbogens
aus der ersten Druckmaschine 3 entspricht, so daß der ganze Bogen aus der Druckmaschine
abgezogen und - ohne daß der Greifer 58 sich öffnet - um die Umlenkrolle 54 der Wendeeinrichtung
herumgeführt wird. Dadurch wird die Oberseite des aus der Druckmaschine herauslaufenden
Druckbogens nach unten gewendet, da die bedruckte Seite des Druckbogens nach Erreichen
des unteren Trums der Wendeeinrichtung nach unten, also zum Förderer 26 weist. Sobald
der am Zahnriemen 56 der Wendeeinrichtung befestigte Greifer 58 am (in Umlaufrichtung
des Bandes gelegenen) Ende des unteren Trums auf die Umlenkrolle 52 trifft, öffnet
dieser Greifer und gibt die Vorderkante des Druckbogens frei, der das zuvor erzeugte
Druckbild nunmehr auf der unteren, d.h. der dem Förderer 26 zugewandten Seite trägt.
Die Vorderkante des somit freigegebenen, gewendeten Druckbogens läuft dann gegen einen
Anschlag 51 am Ende des Spaltes, der von dem oberen Trum des Bandförderers 26 und
dem unteren Trum der Wendeeinrichtung 50 gebildet wird. Dadurch wird der Druckbogen
angehalten und von der von den Saugkammern 42 erzeugten Saugluft gegen den Bandförderer
26 gezogen.
Bogenförderer für bogenverarbeitende Maschinen, mit über mindestens 2 endständige
Umlenkräder (52, 54) und ggf. auch über dazwischen angeordnete Stützräder laufenden
Zahnriemen (56), die an ihrer Oberseite mindestens einen Bogentransportgreifer mit
einem Betätigungshebel tragen, durch den der Greifer beim Auflaufen auf bzw. Ablaufen
von einer Nockenbahn (61) geöffnet bzw. geschlossen wird, die von Umfangsausnehmungen
der Umlenkräder gebildet werden kann, und bei denen an einer oder mehreren Stellen
der Längserstreckung eine Aussparung (55) vorgesehen ist, in die ein den Greifermechanismus
tragender Stützkörper (60) eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der hakenförmige
Greifer (58) in Richtung des Zahnriemens um eine Achse (66) verschwenkbar ist, die
mit Abstand von dem Zahnriemen auf seiner Innenseite in Vorschubrichtung des Zahnriemens
vor dem Klemmpunkt angeordnet ist, daß er über einen nockenhebelartigen Ansatz (70)
als Betätigungshebel von der Nockenbahn betätigt wird, auf den sich eine Druckfeder
(68) zum Schließen des Greifers abstützt und daß der Stützkörper durch mindestens
2 an der Zahnriemeninnenseite anliegende, durch den Stützkörper hindurchgesteckte
Befestigungsstifte (74) festgeklemmt ist.