[0001] Die Erfindung betrifft einen Zentrifugalkraftsichter gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Bei den herkömmlichen sichtern ist in dem Gehäuse nur ein an seinem Umfang mit den
Sichtschaufeln bestücktes Sichtrad vorgesehen (z.B. DE-A-16 07 631). Die Durchsatzleistung
dieser Sichter ist begrenzt. Zur Leistungssteigerung wurde in einem sichtergehäuse
bereits ein sichtrotor mit mehrfach längeren sichtschaufeln angeordnet, der an beiden
stirnenden je einen Auslass für Feingut-sichtluft-Gemisch aufweist, womit praktisch
zwei oder mehr Sichter zusammengeschaltet sind. Die Sichtschaufeln können sich hierbei
zwischen zwei in den Stirnwänden des Gehäuses gelagerten Stirnringen erstrecken (DE-C-28
45 400) oder mittels stützscheiben auf einer durchgehenden Welle montiert sein (DE-C-29
51 819). Hiermit erreicht man zwar eine mehrfach grössere Durchsatzleistung bei grösserer
Trennschärfe. Jedoch liefert bisher ein bestimmter Sichter bei einer bestimmten Drehzahl
und einem bestimmten Luftdurchsatz immer nur eine bestimmte Trennkorngrösse.
[0002] Dies gilt auch für den Sichter gemäß EP-A-D 226 987, bei welchem der Sichtrotor aus
mehreren Schaufelkranz-Abschnitten bzw. Rotorabschnitten zusammengesetzt ist, so daß
man auf diese Weise aus zwei, drei oder mehr Rotorabschnitten einen Rotor der doppelten,
dreifachen oder mehrfachen Länge zusammensetzen kann - ebenso wie auch der Gehäusemantel
aus mehreren Axial-Abschnitten zusammenzetzbar ist. Das Dokument EP-A-0226987 stellt
einen Stand der Technik nach Artikel 54(3) Epü dar.
[0003] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Sichter mit noch höherer
Leistung zu schaffen, aus welchem gleichzeitig mehrere Kornfraktionen mit unterschiedlichen
Trennkorngrössen abgezogen werden können, wobei die einzelnen Feinkornfraktionen möglichst
wenig Überkorn und möglichst wenig Unterkorn aufweisen sollen. Die Lösung dieser Aufgabe
ist in dem Kennzeichnungsteil des Patentanspruchs 1 angegeben. Gemäss der Erfindung
sind also in einem quaderförmigen Gehäuse mehrere Sichtrotoren vorgesehen, aus denen
jeweils eine bestimmte Feinkornfraktion abgesaugt werden kann.
[0004] Vorzugsweise hat der in Strömungsrichtung jeweils hintere Sichtrotor eine grössere
Trennkorngrösse als der vordere. Weitere Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0005] Zur näheren Erläuterung der Erfindung werden nachfolgend Ausführungsbeispiele anhand
der Zeichnung beschrieben.
[0006] Es zeigen:
Fig. 1 und 2 ein erstes Ausführungsbeispiel in zwei zueinander rechtwinkligen vertikalen
schnitten;
Fig. 3 und 4 ein zweites Ausführungsbeispiel;
Fig. 5 und 6 ein drittes Ausführungsbeispiel.
Fig. 7 zeigt in einem vertikalen Querschnitt ein viertes Ausführungsbeispiel;
Fig. 8 zeigt ein fünftes Ausführungsbeipsiel.
[0007] Gemäss Fig. 1 und 2 sind in einem langgestreckten, kastenförmigen Gehäuse 1 drei
an sich bekannte sichtrotoren 2,3,4 übereinander angeordnet. Die Rotoren sind an der
einen Gehäusewand 5 gelagert und durch je einen gesonderten Antrieb 6,7,8 angetrieben.
An der anderen Seite ragt jeweils ein die seitenwand 9 des Gehäuses durchsetzendes
Rohr in den Innenraum des Rotors 2,3,4 hinein, womit also jeder Rotor an einen separaten
sichtluft-Feingut-Auslass 10,11,12 angeschlossen Ist. Der spalt zwischen einem die
Rotorlamellen an Ihrem freien Ende verbindenden Ring 13 und der Wand 9 kann durch
eine Labyrinth-Dichtung - mit oder ohne Spülmedium - abgedichtet sein. Unten ist ein
konischer bzw. trichterförmiger sichtluft-Sichtgut-Einlass 14 vorgesehen.
[0008] Die Sichtrotoren 2,3,4 können unterschiedliche Trenngrenzen aufweisen. Zu diesem
Zweck sind sie mit unterschiedlichen Drehzahlen antreibbar, mit unterschiedlichem
Sog zu betreiben oder sie haben von Hause aus (also auch bei gleicher Drehzahl und
gleichem sog) unterschiedliche Trenngrenzen. Vorzugsweise hat der untere (bzw. in
strömungsrichtung erste) sichtrotor 2 die kleinste Trenngrenze, der mittlere sichtrotor
3 hat eine mittlere Trenngrenze und der obere (bzw. in strömungsrichtung dritte) Sichtrotor
4 hat die grösste Trenngrenze.
Somit wird aus dem untersten/ersten Auslass 10 das feinste Feingut, aus dem mittleren
Auslass 11 ein mittleres Feingut und aus dem oberen Auslass 12 ein etwas gröberes
Feingut jeweils zusammen mit sichtluft abgesogen. Oben ist ein stutzen 15 angesetzt,
aus welchem ein restlicher Teil der Sichtluft zusammen mit noch in dieser enthaltenem,
relativ grobem Gut abgesogen wird. Die Luftströme sind durch breite Pfeile, die Partikelströme
durch schmale Pfeile angezeigt.
[0009] Mittels des untersten sichtrotors 2 wird also aus dem unten eingeführten sichtgut
zunächst der feinste Partikelanteil abgezogen. Dieser feinste Kornanteil Ist also
oberhalb des untersten Rotors 2 nicht mehr vorhanden. Entsprechendes gilt für den
mittleren und auch für den oberen sichtrotor 3,4. Man erhält dort also mehrere Kornfraktionen
mit sehr "steiler" Kornverteilung, d.h. mit sehr wenig Überkorn
und sehr wenig Unterkorn.
[0010] Die Ausführung nach Fig. 3 und 4 entspricht im wesentlichen derjenigen nach Fig.
1 und 2 (gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet), jedoch mit dem
Unterschied, dass das In mehrere Kornfraktionen aufzuteilende Partikelgemisch mittels
eines oben/seitlich angeordneten Einlasses 16 in das sichtergehäuse 1 eingegeben wird,
während unten ein trichterförmiger Grobgut-Auslass 17 vorgesehen Ist, in welchen seitlich
ein sichtluft-Einlass 18 einmündet.
[0011] Diese Ausführung ist für gröberes sichtgut vorgesehen, bei welchem das Grobgut zu
gross bzw. schwer ist, um mit einem sichtluftstrom ausgetragen zu werden.
[0012] Abgesehen von dem Effekt, dass das sichtgut in mehr als zwei Kornfraktionen aufgeteilt
wird, ergibt sich ein besserer sichterwirkungsgrad. Die mit relativ geringem Abstand
voneinander vorgesehenen sichtrotoren beeinflussen sich nämlich gegenseitig. Insbesondere
werden zusammenhaftende Partikel getrennt (desagglomeriert).
Die Sichtrotoren können gleichsinnig oder gegensinnig umlaufen.
[0013] Ferner wird auch die Durchsatzleistung gesteigert.
[0014] Gegebenenfalls kann man die sichtrotoren auch mit gleicher Drehzahl, d.h. gleicher
Trenngrösse, laufen lassen, wenn es nur auf die grössere Durchsatzleistung ankommt,
also grosse sichtgutmengen in nur zwei Kornfraktionen aufgeteilt werden sollen.
[0015] Die Ausführung nach Fig. 5 und 6 ist besonders auf grosse Leistung abgestellt. Zu
diesem Zweck sind beidseitig abgesaugte Sichtrotoren 19, 20 vorgesehen, die eine mehrfach
grössere Länge und entsprechend grössere Leistung aufweisen. Die sichterschaufeln
erstrecken sich zwischen Ringen 21, die beidseits in dem Gehäuse 22 gelagert sind.
In jeden Ring 21 ragt ein Rohrstück 25, welches aussen an je einen separaten Auslasskanal
26 angeschlossen ist, der sich in diesem Falle nach oben erstreckt. Jewells ein stirnring
21 ist angetrieben, in Fig.5 durch Keilriemen.
[0016] Es können auch mehr als zwei beidseitig abgesaugte Sichtrotoren 19,20 vorgesehen
sein, praktikabel sind z.B. drei Rotoren horizontal nebeneinander oder im Dreieck
oder aber auch vier Rotoren Im Viereck angeordnet.
Unterhalb der Rotoren und symmetrisch zu ihnen ist eine sich trichterförmig erweiternde
Leitvorrichtung 23 für Sichtgut-Luft-Gemisch angeordnet, so dass beide sichtrotoren
19, 20 gleichmässig über ihre ganze Länge beaufschlagt werden. Das Grobgut wird durch
einen trichterförmigen unteren Gehäuseansatz 24 abgezogen.
[0017] Es sei erwähnt, dass auch bei den Ausführungen nach Fig. 1 - 4 statt der einseitigen
beidseitig abgesaugte sichtrotoren eingesetzt werden können,wenn es auf entsprechend
grosse Leistung ankommt.
[0018] Bei der Ausführung nach Fig. 7 sind drei Reihen mit je vier Sichtrotoren 30a,b,c
übereinander vorgesehen. Die Rotoren 30a der untersten Reihe haben die kleinste, die
Rotoren 30b der mittleren Reihe eine mittlere und die Rotoren 30c der oberen Reihe
eine gröbere Trenngrösse. Von der seite gesehen entspricht diese Anordnung derjenigen
nach Fig. 1. Wie bei Fig.l erhält man also mehrere Feingutfraktionen, jedoch jeweils
in vierfach grösserer Menge.
Das sichtgut-Luftgemisch wird unten mittels Rohren in das Gehäuse 22 eingeführt. Grobes
Material wird durch einen trichterförmigen Gehäuseunterteil 24 abgeführt.
[0019] Bei der Ausführung nach Fig. 8 sind zuunterst drei Rotoren 30a nebeneinander und
über/zwischen diesen zwei Rotoren 30b und über/ zwischen diesen schliesslich noch
ein einzelner Rotor 30c vorgesehen. Aus den untersten Rotoren 30 a wird feines, aus
den mittleren Rotoren 30b mittleres und aus dem obersten Rotor 30c gröberes Feingut
abgezogen. Diese Anordnung trägt dem Umstand Rechnung, dass nach oben zu (bzw. in
strömungsrichtung) immer weniger sichtgutgemisch vorhanden ist, also nach oben zu
eine geringere sichterdurchsatzlelstung ausreicht. Die gegenseitige Beeinflussung
der Rotoren ist bei dieser Ausführung besonders gross.
[0020] Zur weiteren Steigerung dieses Effektes und noch besseren Raumausnutzung können jeweils
zwischen Sichtrotoren mit grösserem Durchmesser solche mit kleinerem Durchmesser angeordnet
sein.

1. Zentrifugalkraftsichter mit einem mit Ein- und Auslässen für Sichtluft, Sichtgut,
Feingut und Grobgut versehenen Gehäuse, in dem mehrere Sichtrotoren angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in einem im wesentlichen quaderförmigen Gehäuse (1; 22) angeordneten mehrere
sichtrotoren (2,3,4; 19,20) - zur Gewinnung unterschiedlicher Feingutfraktionen -
an je einen separaten Sichtluft-Feingut-Auslaß (10,11,12) bzw. an je zwei separate
Sichtluft-Feingut-Auslässe (25,26) angeschlossen sind.
2. Sichter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sichtrotoren parallel zueinander angeordnet sind.
3. Sichter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei oder mehr Reihen von nebeneinander angeordneten Sichtrotoren übereinander
vorgesehen sind (Fig. 7,8).
4. Sichter nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sichtrotoren jeweils einer Reihe gegenüber den Sichtrotoren jeweils einer
anderen Reihe seitlich versetzt angeordnet sind (Fig. 8).
1. Centrifugal force sifter with a casing which is provided with inlets and outlets
for sifting air and for material to be sifted, fine material and coarse material,
and in which a plurality of sifting rotors are provided,
characterised in that
the plurality of sifting rotors (2,3,4; 19,20) - for obtaining a variety of fine material
fractions - which are located in a substantially parallelepipedal casing, are each
connected to a separate sifting air/fine material outlet (10,11,12) or to two separate
sifting air/fine material outlets (25,26).
2. Sifter according to claim 1,
characterised in that
the sifting rotors are arranged parallel to one another.
3. Sifter according to claim 2,
characterised in that
two or more of adjacently disposed rotors are provided above one another (Fig. 7,8).
4. Sifter according to claim 3,
characterised in that
the sifting rotors of one row in each case are disposed so as to be laterally offset
in relation to the sifting rotors of another row in each case (Fig. 8).
1. Séparateur à force centrifuge avec un corps pourvu d'orifices d'entrée et de sortie
pour l'air de triage, le produit à trier, les matières fines et grossières, dans lequel
plusieurs rotors séparateurs sont disposés,
caractérisé par le fait que
ces plusieurs rotors séparateurs 2,3,4; 19,20) (pour l'extraction de matières fines
de granulométrie différente), disposés dans un corps essentiellement carré (1, 22),
sont reliés chacun à une sortie séparée (10,11,12) ou à deux sorties séparées (25,26)
air de triage/matières fines.
2. Séparateur suivant revendication 1,
caractérisé par le fait que
les rotors séparateurs sont disposés parallèle un par rapport à l'autre.
3. Séparateur suivant revendication 2,
caractérisé par le fait que
deux ou plusieurs rangées de rotors séparateurs, disposés côte à côte, sont prévues
une au-dessus de l'autre (Fig. 7,8).
4. Séparateur suivant revendication 3,
caractérisé par le fait que
les rotors séparateurs d'une rangée sont disposés décalés latéralement par rapport
aux rotors séparateurs d'une autre rangée. (fig. 8).