[0001] Beim Falzapparat bekannter Konfiguration wie in A. Braun : Atlas des Zeitungs- und
Illustrationsdruckes, Polygraph Verlag, Frankfurt, 1960 dargestellt, beziehen sich
die für ein gefalztes Druckprodukt angewendeten Falzarten auf den ersten Längsfalz
(Trichterfalz), Querfalz mit oder ohne Sammelproduktion und gegebenenfalls zweiten
Längsfalz (Schwertfalz). Zur Falzung kommen Abschnitte ganzbreiter Bahnen oder auch
Abschnitte, die von durch Längsschneiden gewonnenen Teilbahnen stammen. Wende- und
Zusammenführeinrichtungen erlauben eine vielfältige Bahnanordnung, so daß sich die
Bild- bzw. Seitenfolge relativ vielseitig varieren läßt.
[0002] Durch Hinzuschaltung von Aggregaten in die Falzlinie, durch die zum Beispiel Perforierung,
Klebstoffauftrag, Numerierung, Eindrucken und andere Maßnahmen vomehmbar sind, kann
das mit Produktionsgeschwindigkeit ausgelegte Produkt speziell gestaltet werden. Eine
getrennte Weiterverarbeitung außerhalb der Druck- und Falzlinie erübrigt sich in den
meisten Fällen, denn die Anwendung der genannten Maßnahmen im sogenannten In-Une-Verfahren
liefert fertiggestellte Produkte.
[0003] Eine Erweiterung des bekannten Falzapparates hinsichtilich der anbringbaren Längsfalze
ergibt sich durch eine dem Trichter vorgeschaltete Pflugfalzstation, vgl. die vom
Hersteller SPEC angebotene Anordnung. Die aufgezeigte Pflugfalzstation ist im Überbau
des Falzapparates, über die Galerie zugänglich, angeordnet.
[0004] Da Laufrichtung und Bahnebene vor und hinter der Pflugfalzstation nahezu unverändert
sind, kann der Pflugfalzer ohne aufwendige Bahnführungsmittel längs der bestehenden
Bahnabwicklung zugeschaltet werden.
[0005] Sind mehrere Pflugfalzstationen zur Herstellung eines mehrfach gefalzten Produkts
anzuwenden, summieren sich die pro Pflugfalzstation anzurechnenden Bahnwege, die zum
Ausgleich der Bahnspannung einzuschalten sind.
[0006] Es ist bekannt, die Anwendung mehrerer Pflugfalzstationen dadurch zu ermöglichen,
daß die Druckbahn aus der Drucklinie heraus- und unter Inkaufnahme großer Stellfläche
über hintereinander aufgestellte Pflugfalz-Aggregate geführt wird, vgl. die im Prospekt
der Fa. Albert Frankenthal aufgezeigte Konfiguration.
[0007] Das Formatschneiden der Bahn quer zur Abwicklungsrichtung erfolgt bekanntlich mittels
dem dem Falztrichter nachgeordneten Schneidzylinder. Derartige Formatschnitte lassen
sich auch bei über die Breite gesehen gleichdick auftragenden, also gleiche Blattzahl
links- und rechtsbündig aufweisenden Falzprodukten mit dem Planoausleger durchführen.
Der eine Querschneideinrichtung aufweisende Planoausleger ist benachbart zum Falzapparat
aufgestellt und wird dann eingesetzt, wenn kein Querfalzen und Sammeln erforderlich
ist. Beide genannte Schneideinrichtungen sind angesichts herkömmlicher Formatanforderungen
der Druckprodukte auf das Schneiden umfanglanger order halbumfanglanger Abschnitte
ausgelegt. (Die Bezeichnung umfanglang oder halbumfanglang bezieht sich auf den Umfangswert
des Druckzylinders). Kleinere Abschnittlängen erfordern den Einsatz eines variablen
Rotationsquerschneiders mit mehreren über seinen Umfang verteilten, in Achsrichtung
verlaufenden Messern. Die Einstellung der Messer und die hohe Schnittfrequenz, die
ein Mehrfaches der Zylinderdrehzahl beträgt, werfen im Betrieb Probleme auf. Bei den
bekannten Anordnungen herrscht der Nachteil, daß die Verarbeitung von mehrfach längsgefalzten
Produkten, die zudem kleine unterhalb des Zylinderumfangs liegende Nutzenlängen aufweisen,
im In-Line-Verfahren sehr aufwendig und daher auch störanfällig ist. Die Hintereinanderschaltung
von außerhalb des Falzapparates aufgestellten Pflugfalzstationen in Verbindung mit
einem variablen Rotationsquerschneider wirft nicht nur Antriebs- und Bahnspannungsprobleme
aufgrund der langgestreckten Linie auf, die hohe Taktfrequenz der Messer des variablen
Rotationsquerschneiders bedingt auch ein Herunterfahren der Bahn- bzw. Produktionsgeschwindigkeit.
[0008] Ausgehend von einem Stand der Technik, wie er bei der bekannten In-Une-Verarbeitungsanlage
unter Umfassung folgender Merkmale vorgegeben ist:
An eine Rollenrotationsdruckmaschine angebaute Vorrichtung zum Falzen und Schneiden
teilumfanglanger Nutzen, mit in einem Falzapparat angeordneten Bahnabwicklungselementen
einschließlich Längsschneid- und Wendeeinrichtungen für die Druckbahn, mit Längsfalzstationen
des Pflugfalztyps, mit einer Schneidenrichtung zum Schneiden der Druckbahn quer zur
Bahnkante und mit einem zu einer Auslage führenden, verlangsamt bewegten und überlappende
Schuppenstromformation ergebenden Bandleitungssystem, bzw. von einem Stand der Technik,
wie er für In-Une-Produktion in Verbindung mit der Durchführung auf einem Falzapparat
unter Umfassung folgender anderer Merkmale besteht:
An eine Rollenrotationsdruckmaschine angebaute Vorrichtung zum Falzen und Schneiden
teilumfanglanger Nutzen, gegeben durch einen Falzapparat mit: Bahnabwicklungselementen,
Längsschneid-und Wendeeinrichtungen, einem Falztrichter, einer dem Falztrichter vorgeordneten
Pflugfalzstation, einer Falztrichterumführung, einem Schneidzylinder, der gegen einen
Punktur-Nutenzylinder abwälzt, einem die Bahn - Abschnitte vom Punktur-Nutenzylinder
abnehmenden Oberführzylinder, an den ein zu einem ersten, mit Bahngeschwindigkeit
bewegtes Bandleitungssystem führender Abstreifer angestellt ist, einem Messerfalzwerk,
einem zu einer Auslage führendes verlangsamt bewegtes, überlappende Schuppenstromformation
ergebenden zweiten Bandleitungssystem stellt sich daher die Aufgabe, die Verarbeitung
von mindestens einmal längsgefalzten Produkten mit einer kleineren als einen Zylinderumfang
betragenden Nutzenlänge zu vereinfachen.
[0009] Eine Voraussetzung der zu schaffenden Lösung ist das Ansetzen an bestehenden Einrichtungen
im Falzapparat und ihr weitmöglichstes Einbeziehen. Damit soll der Ausnutzungsgrad
der bestehenden Einrichtungen erhöht werden und die leichte Umstellung bzw. Umrüstung
zwischen den Produktionsarten gewährleistet sein.
[0010] Die dafür geschaffene Lösung, die in dem Kennzeichenteil der unabhängigen Ansprüche
wiedergegeben ist, beruht im wesentlichen darauf, die für die Längsfalze benötigten
Pflugfalzstationen in kompakter Weise in den Überbau des Falzapparates zu integrieren
und für das Querschneiden in die teilumfanglangen Nutzen zwei verschiedene Schneideinrichtungen
vorzuschlagen, von denen nur die erste auf die Bahn bzw. den Falzstrang arbeitet.
Die zweite Schneideinrichtung schneidet die in der ersten Schneideinrichtung entstehenden,
quer in Schuppenstromformation gebrachten Abschnitte auf das endgültige Nutzenformat.
[0011] Der Vorteil dieser Anordnung besteht haptsächlich in der Eliminierung des variablen
Rotationsquerschneiders und demzufolge aus einer in Bezug auf die Bahnabwicklung vereinfachten
und nicht mehr in der Geschwindigkeit durch die hohe Arbeitsfrequenz des Rotationsquerschneiders
eingeschränkten Produktion. Die Bahnabwicklung wird verkürzt und damit vereinfacht.
Als erste Schneideinrichtung kann sowolhl die Schneideinrichtung des Planoauslegers
als auch der dem Falzapparat zugehörige Schneidzylinder dienen. der Ablauf entscheidet
sich je nachdem, ob die Produktion ohne oder mit Falztrichter, d. h. Ausnutzung der
durch den Falztrichter gegebenen Längsfalz- und/oder der mit dem Falzzylinder gegebenen
Querfalzmöglichkeit zu fahren ist. Zweckmäßigerweise sind die Überführungseinrichtungen
der Zylinder als Punkturen ausgebildet. Greifer wären natürlich auch möglich. Der
auch für sonstige Produktionen dienende Falzapparat ist herkömmlicher Bauart mit Eignung
ebenso für Sammelproduktion und Deltfalzanbringung, auf die sich erforderlichenfalls
u. a. mit Austausch der Punkturen gegen Falzklappen umrüsten läßt.
[0012] In der Beschreibung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung
erläutert.
Fig. 1: Schematische falz- und schnittechnische Abwicklung zur Herstellung teilumfanglanger
Druckprodukte mit dem Falzapparat beigestellten Planoausleger, Querförderer und Rotationslängsschneider.
Fig. 2: Ablaufschema über die als Oberführzylinder geschalteten Falzzylinder über
das offene Schwertfalzwerk zum Querförderer und Rotationslängsschneider.
[0013] Die nachfolgend beschriebenen falz- und schnittechnischen Lösungen sind zur Durchführung
auf Akzidenzdruckmaschinen gedacht.
[0014] Nach Verlassen des letzten Druckwerks, Durchlaufen des Trockners wird die Druckbahn
D von der letzten Kühlwalze den Falzeinrichtungen zugeführt. Wahlweise sind Stanz-,
Perforier- bzw. Leimwerk 29 bzw. 30 einschaltbar. Zum Ermöglichen des Einschlagens
nach unten/innen bzw. nach obenfinnen besitzt jede Pflugfalzstation von den Pflugfalzstationen
I, II, III und IV je einen ober- und unterschlächtigen Pflugfalzer 1, 1', 2, 2', 3,
3', 4, 4'. Der unterschlächtige Pflugfalzer erhält jeweils einen Apostroph. Das Einschlagen
mittels Pflugfalzer erfolgt in Richtung zur gedachten, bei Geradeauslauf der Bahn
gültigen Linie, die beim Ausführungsbeispiel zugleich Längssymetrieachse 31 der Pflugfalzstation
ist.
[0015] Um von einem oberschlächtigen Pflugfalzer einer Pflugfalzstation zu einem unterschlächtigen
Pflugfalzer einer nachfolgenden Pflugfalzstation oder umgekehrt überzuwechseln, wobei
die Einschlagrichtung wechselt, sind S-förmige Umschlingung ergebende Papierleitwalzengruppen
5 angeordnet. Die Pflugfalzer sind in Bahnabwicklungsrichtung gesehen im Abstand der
anzubringenden Längsfalzkanten befestigt und zum Zweck spezifischer Einstellung der
Lage der Falzkante quer zur Bahnabwicklungsrichtung verschieb- und feststellbar.
[0016] Die Längsregisterhaltigkeit wird über ausregelbare, die lagerichtige Durchführung
des Schneidens der Bahn in Bahnabschnitte P gewährleistende Registereinrichtungen
6 geschaffen. Dabei wird in der Regel nur die letzte vor der jeweiligen Querschneideinrichtung
in Form des Schneidzylinders 12 oder des Messerzylinders 18 liegende Registereinrichtung
6 beaufschlagt. Da der Druckbahn D beim Längsfalzen Zugspannung entnommen wird, wobei
im übrigen auch jegliche Bahnumschlingung mit Verlust an Bahnspannung verbunden ist,
sorgen Zugwalzengruppen 7 für die Aufrechterhaltnung intakten Bahnzugs.
[0017] Die auf eine praxisnahe Zahl von Längsfalzem ausgerichtete Anordnung weist insgesamt
5 Längsfalzer, davon 4 Pflugfalzstationen 1, II, III und IV und einen Falztrichter
8 auf. Vorzugsweise werden lediglich maximal 4 Längsfalzer beschickt. Eine Fahrweise
beinhaltet die Hintereinanderschaltung aller 4 Pflugfalzstationen I, II, III und IV.
Bei einer anderen Fahrweise unter Einbeziehung des Falztrichters 8 ist die Vorschaltung
der Pflugfalzstationen I und II oder maximal mit III vor dem Falztrichter 8 vorgesehen.
[0018] Als Besonderheit befindet sich die Pflugfalzstation IV unterhalb der Pflugfalzstationen
I, II und 111.
[0019] Die Zahl der dem Falztrichter 8 vorschaltbaren Pflugfalzstationen I, 11, III und
IV ist durch die Abwickelbarkeit des von Falz zu Falz steifer werdenden Falzstrangs
begrenzt. (Auf eine Einzeichnung des Bahnwegs von Pflugfalzstation IV zur Einlaufwalze
des Falztrichters ist daher verzichtet worden, obwohl diese Bahnführung generell möglich
ist.)
[0020] In Verbindung mit der Zahl der produktmäßig anzubringenden Längsfalze und in Verbindung
mit der Einbeziehung des Falztrichters 8 resultieren gemäß der Erfindung 2 verschiedene
Abläufe.
[0021] Der den Falztrichter 8 einbeziehende erste Ablauf führt über die Falzzylinder des
Falzwerks 9, vergleiche zusätzlich Figur 2. Dadurch ist gegebenenfalls Querfalzen
möglich.
[0022] Als Querschneideinrichtung fungiert der Schneidzylinder 12, der gegen den Punktur-Nutenzylinder
10 abwälzt. Der herkömmlich im Falzwerk 9 befindliche Falzklappenzylinder 11, dessen
Flazklappen gegen Punkturen 13 ausgetauscht sind, übernimmt die auf dem Punktur-Nutenzylinder
10 aufgenadelten Bahnabschnitte P. Statt Punkturen 13 können auch als Greifer ausgebildete
Aufnahmeeinrichtungen vorgegeben sein. Ober einen nicht gezeigten Abstreifer gehen
die Bahnabschnitte P zu einem durch das offene, stillgesetzte Schwertfalzwerk 14 führenden
ersten Bandleitungssystem 15. Schuppenstromformation wird dadurch erzeugt, daß das
nachkommende zweite Bandleitungssystem 16 langsamer betrieben wird.
[0023] Für den Querfalzfall werden lediglich die Punkturen-Kassetten gegen Falzklappen-Kassetten
ausgetauscht, und der Punktur-Nutenzylinder 10 wird zusätzlich mit Falzmessem ausgerüstet.
Zur Erzielung der Schuppenstromformation ist das verlangsamt geführte zweite Bandleitungssystem
16 noch stärker zu verlangsamen, um die beim Querfalzen entstehenden Lücken zu überbrücken.
[0024] Innerhalb des zweiten zum Planoausleger 17 führenden Ablaufs wird die gefalzte Druckbahn
D mit dem der Querschneideinrichtung zugehörigen Messerzylinder 18 in Bahnabschnitte
P geschnitten. Die Taktzahl ist lediglich wie auch beim Schneidzylinder 12 des Falzwerks
9 ein Schnitt pro Umdrehung. Ein Zugwalzenpaar 19 treibt die mehrere Nutzen langen
Bahnabschnitte P förmlich in einen Förderspalt, der aus einer verlangsamt gefahrenen
unteren Bandleitung und einer mit mindestens Bahngeschwindigkeit oder höher gefahrenen
oberen Bandleitung gebildet wird, so daß sich Schuppenstromformation bildet.
[0025] Ab zweitem Bandleitungssystem 16 und ab dem Ausgang des Planoauslegers 17 stimmen
der erste und der zweite Ablauf wieder überein.
[0026] Der nach wie vor in Bahnabwicklungsrichtung geförderte Schuppenstrom gelangt in einen
die Längsachse der Bahnabschnitte P gegenüber der Förderrichtung um 90° drehenden
Eckförderer 20.
[0027] Im Eckförderer 20 bleibt die Schuppenstromformation erhalten. Der Abstand von Bahnabschnittkante
zu Bahnabschnittkante kann je nach dem Geschwindigkeitsverhältnis der senkrecht zueinander
stehenden Bandleitungen verändert sein, zumal hinzukommt, daß die Bahnabschnitte P
in den Eckförderer 20 der Länge nach ein- und der Breite nach auslaufen und sich demnach
der Schuppenabstand auch noch um das Verhältnis Breite zu Länge der Bahnabschnitte
P verändert.
[0028] Durch eine mögliche Schrägstellung des quer zur Bahnabwicklungsrichtung liegenden
ausgangsseitigen Bandleitungssystems 21, des Eckförderers 20, das zum Einlauf des
Rotationslängsschneiders 23 zeigt, in Richtung der die 90° Richtungsänderung erzwingenden
Anschlagkante 22 und durch hier nicht gezeigte Ausrichtmittel wie sogenannte Jogger
werden die Bahnabschnitte P in der gedrehten Formation so präzis ausgerichtet, daß
auf dem Rotationslängsschneider 23 ausreichende Schnittgüte, d. h. Kantenparallelität,
gewährleistet wird.
[0029] Vom Einlauf des Rotationslängsschneiders 23 aus betrachtet liegen die in einem Bahnabschnitt
P enthaltenen mehrfachen Nutzen N nun nebeneinander vor. Ihr Abstand bestimmt den
seitlichen Abstand von Kreismesser 24 zu Kreismesser 24, entsprechend auch den seitlichen
Abstand der mit den Kreismessem 24 zusammenwirkenden Gegenmesser.
[0030] Sind benachbarte Nutzen nicht klar voneinander trennbar wegen gegenseitiger Druckbildüberschneidung
(Überfüllung genannt), wird in Höhe der Trennlinie ein Herausschnitt getätigt. In
diesem Fall sind anstelle eines Kreismessers 24 für den Trennschnitt zwei, einen schmalen
Streifen herausschneidende, meistens in Transportrichtung mehr oder weniger versetzt
angeordnete Kreismesserpaare eingesetzt.
[0031] Für eine verrutschsichere Führung der Bahnabschnitte P in der Schneidzone werden
diese zwischen Unter- und Oberbändem 26, 27 geführt.
[0032] Zum Einsatz kann ein tischförmiger Rotationslängsschneider 23 mit einer ebenen Förderfläche
kommen. Verbesserte Führungseigenschaften sind durch einen Rotationslängsschneider
23 erzielbar, der wie im Ausführungsbeispiel gezeigt eine trommelförmige Gegenmessereinrichtung
25 aufweist und bei dem die Bahnabschnitte P eine gekrümmte Förderfläche durchlaufen.
[0033] Die Krümmung hat einerseits zur Folge, daß die Bahnabschnitte P gebogen werden und
dadurch steifer und verrutschungssicherer aufliegen, andererseits resultiert aus der
Umschlingung des Oberbands eine zusätzlich wirkende Anpreßkraft, die die Bahnabschnitte
P auf der Gegenmessereinrichtung 25 hält.
[0034] Bei einer ungefähr 180° betragenden Umführung wie bei einer Wendetrommel treten die
noch nicht geschnittenen Bahnabschnitte P und die fertig geschnittenen Nutzen N auf
der gleichen Seite ein und aus. Gegenüber dem tischförmigen Rotationslängsschneider
ergibt sich somit geringerer Platzbedarf.
[0035] Die Kreismesser 24, 24' sind bei genügendem Abstand von Schnittlinie zu Schnittlinie
axial fluchtend angeordnet Ist der Schnittlinienabstand geringer als die von der Aufhängung
der Kreismesser 24, 24' beanspruchte Breite, werden die benachbarte Schnitte ausführenden
Kreismesser 24, 24' zueinander versetzt angeordnet. Von einer solchen Anordnung wird
Gebrauch gemacht, wenn streifenförmige Herausschnitte getätigt werden.
[0036] Gegenmesser und Distanzkörper zur Justierung der Schnittabstände sowohl bezüglich
der Breite der Nutzen N als auch der streifenförmigen Herausschnitte sind als Ringe
auf der Welle der trommelförmigen Gegenmessereinrichtung 25 aufgezogen.
[0037] Wegen des Eintauchens der Kreismesser 24, 24' in die Schneidnut werden sie bevorzugt
mit Voreilung, d. h. etwas höherer Umfangsgeschwindigkeit gegenüber der Schuppenstromgeschwindigkeit,
beaufschlagt. Zur Erzeugung der Voreilung laufen die Bänder oder Zahnriemen auf einem
im Verhältnis zum Außendurchmesser der Kreismesser 24, 24' kleineren Durchmesser.
[0038] Ein stromaufwärtige liegender Messersatz von Kreismessem 24, in Fig. 1 oben eingezeichnet,
schneidet bei streifenförmigen Herausschnitten die linke Kante, der stromabwärtig
liegende Messersatz von Kreismessem 24' die rechte Kante des Herausschnitts. Das obere
Kreismesser 24 und das untere Kreismesser 24' greifen in dieselbe Schneidnut.
[0039] Die von zwei Mittelschnitten bzw. von zwei Herausschnitten stammenden kleinen Abschnitte
geben die im Ausführungsbeispiel aus einem Bahnabschnitt P gewinnbaren drei Nutzen
N.
[0040] Nach dem Rotationslängsschneider 23 gelangen die aus dem Bahnabschnitt P getrennten
Nutzen N auf ein Auslageband 28 zur Abstapelung.
[0041] Unter Abkehr von der üblichen Teilung, in der das Messer am Schneidzylinder 12 oder
am Messerzylinder 18 der Querschneideinrichtung des Planoauslegers 17 angeordnet ist,
kann der Bahnabschnitt P auch länger als zylinderumfanglang gehalten werden. Für die
Schnittlänge der Bahnabschnitte P sind beliebige Vielfache der Nutzenlänge denkbar.
Der Schnittakt ist in diesem Fall mittels geeigneter getriebetechnischer Maßnahmen
einzustellen.
[0042] Bei einem Ablauf der Druckbahn D zum Falzwerk ohne Trichterfalzen, also von einer
der Pflugfalzstationen I, II, III oder IV direkt in das Falzwerk 9, wird die Falztrichterumführung
benutzt.
STÜCKLISTE
[0043]

1. An eine Rollenrotationsdruckmaschine angebaute Vorrichtung zum Falzen und Schneiden
teilumfanglanger Nutzen, mit in einem Falzapparat angeordneten Bahnabwircklungselementen
einschließlich Längsschneid- und Wendeeinrichtungen für die Druckbahn, mit Längsfalzstationen
des Pflugfalztyps (I, 11, 111, IV), mit einer Schneideinrichtung (11, 19) zum Schneiden
der Druckbahn quer zur Bahnkante und mit einem zu einer Auslage führenden, verlangsamt
bewegten und Schuppenstromformation ergebenden Bandleitungssystem, gekennzeichnet
durch Anordnung der Längsfalzstationen (I, II, 111, IV) im Überbau des Falzapparates,
durch eine erste Schneideinrichtung (18, 19) zum Querschneiden der längsgefalzten
Druckbahn (D) in ein- oder mehrfach umfanglange Bahnabschnitte (P) sowie durch Führung
der aufgeschuppten Bahnabschnitte (P) in einen Eckförderer (20), worauf die um 90°
gedrehten Bahnabschnitte (P) einer zweiten Schneideinrichtung, die aus einem in seinem
seitlichen Kreismesser (24, 24') - Abstand auf die teilumfanglangen Nutzen (N) einstellbaren
Rotationslängsschneider (23) besteht, zuführbar sind.
2. An eine Rollenrotationsmaschine angebaute Vorrichtung zum Falzen und Schneiden
teilumfanglanger Nutzen gegeben durch einen Falzapparat mit: Bahnabwicklungselementen,
Längsschneid- und Wendeeinrichtungen, einem Falztrichter (8) vorgeordneten Pflugfalzstation
(I, II, 111, IV), einer Falztrichterumführung, einem Schneidzylinder (12), der gegen
einen Punktur-, Nutenzylinder (10) abwälzt, einem die Bahnabschnitte vom Punktur-,
Nutenzylinder (10) abnehmenden Überführzylinder (11) mit Punkturen, an den ein zu
einem ersten mit Bahngeschwindigkeit bewegten Bandleitungssystem (15) führender Abstreifer
angestellt ist, einem Schwertfalzwerk (14), einem zu einer Auslage führenden, verlangsamt
bewegten und Schuppenstromformation ergebenden zweiten Bandleitungssystem (16), gekennzeichnet
dadurch, daß eine Gruppe von Pflugfalzstationen (I, II, 111, IV) zur Vornahme mehrere
Längsfalze vor dem Trichterfalz im Überbau des Falzapparates angeordnet ist, daß die
über den Punktur-, Nutenzylinder (10) und Oberführzylinder (11) geleiteten mehrere
Nutzen (N) langen Bahnabschnitte (P) durch das stillsetzbare Schwertfalzwerk (14)
einem Eckförderer (20) und nachfolgend einem in seinen seitlichen Kreismesser (24,
24') - Abstand uf die teilumfanglangen Nutzen (N) einstellbaren Rotationslängsschneider
(23) zuführbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Punktur-, Nutenzylinder
(10) und der Überführzylinder (11) als Falzzylinder schaltbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Punkturen (13)
des Punktur-, Nutenzylinders (10) und des Oberführungszylinders (11) gegen Greifer
austauschbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Rotationslängschneider (23) eine trommelförmige Gegenmessereinrichtung (25) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß für streifenförmige Herausschnitte
aus den Bahnabschnitten (P) jeweils ein stromaufwärtiges Kreismesser (24) und am Umfang
der trommelförmigen Gegenmessereinrichtung (25) versetzt ein stromabwärtiges Kreismesser
(24') angeordnet sind.
1. A device, mounted on a web-fed printing press, for folding and cutting part circumference
length copies, with web rolling units fitted to a folder, which include slitting and
turning devices for the printed web, with former fold stations of the plough type
(I, II, 111, IV), with a cutting unit (11, 13) for cutting the printed web at right
angles to the web edge and with a conveyor belt system having a reduced speed which
leads to a delivery point and produces formation of imbrication, characterized by
the arrangement of the former fold stations (I, II, III, IV) in the superstructure
of the folder, by an initial cutting unit (18, 19) for cross cutting the former folded
printed web (D) into one or several web cuttings (P) as well as by leading the imbricated
web cuttings (P) into a comer conveyor (20) whereupon the web cuttings, turned through
90 degrees, can be lead to a second cutting unit, which consists of a rotary slitter
(23) whose lateral circular cutter (24, 241 is adjustable for the purpose setting
the spacing when cutting part circumference length copies (N).
2. A device, mounted on a web fed printing press, for folding and cutting part circumference
length copies, which is a folder with: web rolling units, slitting and turning units,
a plough fold station (I, II, 111, IV) positioned before the former (8), a former
by-pass, a cutting cylinder (12) which rolls against a folding pin groove cylinder
(10), a transfer cylinder (11) with folding pins, which takes the web cuttings from
the folding pin groove cylinder, and to which a stripper that, at the same speed as
the web, drives an initial conveyor belt system (15), a knife fold unit (14), a second
conveyor belt system (16) which, at a reduced speed, leads to a delivery point and
which produces formation of imbrication, characterized by the arrangement of a group
of plough fold stations (I, II, III, IV) before the former in the superstructure of
the folder for the undertaking of several former folds, and by the fact that the web
cuttings (P), several copy lengths (N) in size, are taken via the folding pin groove
cylinder (10) and transfer cylinder (11) through the knife folder (14) which can be
switched off, a comer conveyor (20) and a rotary slitter (23) whose lateral circular
cutter (24, 241 is adjustable for the purpose of setting the spacing when cutting
part circumference length copies (N) can be supplied.
3. The unit according to claim 2 is characterized by being able to use the folding
pin groove cylinder (10) and the transfer cylinder (11) as folding cylinders.
4. The unit according to claims 2 and 3 is characterized by being able to exchange
the folding pins (13) of the folding pin groove cylinder (10) and of the transfer
cylinder (11) for grippers.
5. The unit according to one of the preceding claims is characterized by the rotary
slitter (23) having a drum shaped counter cutter unit (25).
6. The unit according to claim 5 is characterized by the fact that for strip form
cutouts from the web cuttings (P) an upstream circular cutter (24) and an upstream
circular cutter (24') affixed to the circumference of the drum shaped counter cutter
unit (25) are placed in position.
1. Dispositif de pliage et de coupe de découpes à plat dont la longueur correspond
à une partie de la circonférence du cylindre gravé, monté sur une rotative à bobine,
avec des éléments de déroulement de la bande disposés dans une plieuse y compris dispositifs
de coupe longitudinale et de renversement pour la bande d'impression, avec postes
de pliage longitudinal à charrue I, II, III, IV, avec un dispositif de coupe (11,
19) pour couper la bande d'impression transversalement à son bord et un système de
guidage de la bande menant à un dispositif de sortie, avançant à un rythme ralenti
et aboutissant à une formation de ligne imbriquée, ce système étant caractérisé par
la disposition des postes de pliage longitudinal (I, Il, III, IV) dans la superstructure
de la plieuse, par un premier dispositif de coupe (18, 19) pour couper en travers
la bande pliée dans le sens de la longueur (D) afin d'obtenir des souches (P) d'une
longueur correspondant à la circonférence simple ou multiple du cylindre gravé ainsi
que par l'acheminement des souches (P) imbriquées dans un convoyeur d'angle (20),
les souches (P) pouvant ensuite être dirigées vers un second dispositif de coupe rotative
longitudinale (23) ajustable - par la distance latérale de sa lame rotative (24, 24')
- aux découpes à plat dont la longueur correspond à une partie de la circonférence
du cylindre gravé.
2. Dispositif de pliage et de coupe de découpes à plat dont la longueur correspond
à une partie de la circonférence du cylindre gravé, caractérisé par une plieuse comportant
: Des éléments de déroulement de la bande, des dispositifs de coupe longitudinale
et de renversement,, un poste de pliage à charrue (I, II, III, IV) inséré devant le
cône de plieur (8), une installation de détournement du cône de plieur, un cylindre
gravé (12) qui roule sur un cylindre à rainures à picots (10), un cylindre d'envoi
(11) reprenant les souches provenant du cylindre à rainures à picots (10) et contre
lequel est placé une bande racleuse menant à un premier système de guidage de bande
(15) avançant à vitesse de bande ; une plieuse à lame (14), un second système de guidage
de bande (16) se dirigeant vers une sortie à un rythme ralenti et aboutissant à une
formation du produit en imbriqué ; la plieuse est caractérisée par le fait qu'un groupe
de postes de pliage à charrue (1, II, III, IV) est disposé dans la superstructure
afin d'effectuer plusieurs plis longitudinaux avant le pli au cornet et par le fait
que les souches (P) passant par le cylindre à rainures à picots (10) et le cylindre
d'envoi (11) et dont la longueur correspond à plusieurs découpes à plat (N), peuvent
être acheminées vers un convoyeur d'angle (20) moyennant la plieuse à lame mise hors
service (14) et ensuite vers un dispositif de coupe rotative longitudinale (23) dont
la distance latérale des lames rotatives (24, 24') est ajustable aux découpes à plat
(N) présentant une longueur correspondant à la circonférence partielle du cylindre
gravé.
3. Dispositif conformément aux droits déposés au point 2, caractérisé par le fait
que le cylindre à rainures à picots (10) et le cylindre d'envoi (11) peuvent être
montés en tant que cylindre à pli.
4. Dispositif conformément aux droits déposés aux points 2 et 3, caractérisé par le
fait que les picots (13) du cylindre à rainures à picots (10) et du cylindre d'envoi
(11) sont remplaçables par des pinces.
5. Dispositif conformément aux droits déposés ci-dessus et caractérisé par le fait
que le dispositif de coupe rotative longitudinale (23) comporte un dispositif de lame
contrarotative (25) en tambour.
6. Dispositif conformément aux droits déposés au point 5, caractérisé par le fait
que pour la découpe de bandes étroites à partir des souches (P), une lame rotative
(24) est montée en amont et une autre lame rotative (24') en aval et disposé de manière
désaxée sur la circonférence de la lame contrarotative (25) en tambour.