| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 244 795 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
16.01.1991 Patentblatt 1991/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.05.1987 |
|
|
| (54) |
Gebäude-Dach- oder Wandabdeckung
Building, roof or wall covering
Revêtement pour bâtiment, toiture ou parois
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
03.05.1986 DE 3615116
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
11.11.1987 Patentblatt 1987/46 |
| (73) |
Patentinhaber: Roland-Werke Dachbaustoffe und Bauchemie GmbH & Co. KG |
|
28832 Achim (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Marzouki, Taieb
D-2815 Langwedel-Etelsen (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Bolte, Erich, Dipl.-Ing. et al |
|
Meissner, Bolte & Partner
Patentanwälte
Hollerallee 73 28209 Bremen 28209 Bremen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 617 946 GB-A- 2 161 185
|
FR-A- 2 239 566 US-A- 3 104 060
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Abdeckung für ein Gebäude gemäß Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Bekannt sind Dachabdeckungen aus Stahlprofiblech (Trapezbleche) mit darauf angeordneten
Dämmstoffen aus thermoplastischem Kunststoff. Im Brandfalle sintern oder schemlzen
diese Thermoplaste und nehmen dadurch Wärme auf. Die auf das Stahlprofilblech einwirkende
Wärmeenergie kann so über einen gewissen Zeitraum abgeführt und die thermische Belastung
des Stahlprofilbleches verringert werden. Der thermoplastische Kunststoff weist üblicherweise
selbst keine brandhemmenden Eigenschaften auf. Außerdem ist im Falle eines länger
anhaltenden Brandes mit schädlichem Zersetzungsprodukten zu rechnen.
[0003] Ausgehend von den geschilderten Nachteilen ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Gebäude-Dach- oder Wandabdeckung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß
in einem Brandfalle die Hitzecinwirkung auf die Tragschicht über einen möglichst langen
Zeitraum geringgehalten wird.
[0004] Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die brandhemmende
Substanz erfüllt zweierlei Funktionen. Zum einen wird das Trapezblech vor Überhitzung
und damit eine Verringerung der Tragfähigkeit geschützt. Andererseits wird ein Angreifen
der auf dem Stahlprofilblech angeordneten Dämmstoffe etc. durch den Brand verhindert.
Als brandhemmende Substanz findet insbesondere Wasser Verwendung, das es kostengünstig
und in der Regel auch dort, wo die Gebäude-Dach- oder Wandabdeckung zum Einsatz kommt,
vorfügbar ist. Es entstehen daher keine weiteren Transportkosten. Außerdem wirkt Wasser
nicht nur brandhemmend durch seine relativ hohe wärmeaufnhame beim Übergang von der
flüssigen zur gasförmigen Phase, es ist bekanntermaßen auch als Löschmittel geeignet.
Weiterhin ist es zur Steigerung der brandhemmenden und der löschenden Wirkung moglich,
das Wasser mit entsprechenden Zusätzen zu vermischen bzw. diese im Wasser aufzulösen.
Eine weitere Eigenschaft, die durch Zusäte erreicht werden kann, ist eine Verdickung
des Wassers, um ein Abfließen desselben im Brandfalle oder auch schon vorher zu verhindern.
[0005] Vorteilhafterweise ist die brandhemmende Substanz in länglichen Hohlkörpern angeordnet,
die in die Rinnen eingelegt und den Querschnitt derselben ganz oder teilweise ausfüllen.
Die brandhemmende Substanz kann auf diese Weise genau an dem gewünschten Ort plaziert
werden, was insbesondere bei gegenüber der Horizontalen geneigten Rinnen erforderlich
ist. Darüber hinaus wird z.B. bei der Verwendung von Wasser als brandhemmende Substanz
eine Verdunstung desselben wirksam verhindert. Durch die Wahl des Werkstoffes für
die Hohlköper läßt sich auch das Freiwerden der brandhemmenden Substanz in Abhängigkeit
von der Temperatureinwirkung steuern, indem die Auswahl des Hohlkörpermaterials, in
Abhängigkeit von derjenigen Temperatur gewählt wird, bei der die brandhemmende Substanz
durch Durchschmelzen der am stärksten erwärmten Stelle einer Wandung des Hohlkörpers
freigegeben wird.
[0006] Die Hohlkörper können aus Behältern bestehen, die einen zu den Rinnen korrespondierenden,
vorzugsweise trapezförmigen Querschnitt aufweisen. Alternativ können die Hohlkörper
aus Schläuchen unterschiedlichster, vorzugsweise runder Querschnitte bestehen. Es
sind aber auch andore, herstellungstechnisch günstige Ausbildungen der Hohlkörper
denkbar.
[0007] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind jeder Rinne
Hohlkörper mit separaten, hintereinanderliegenden Hohlräumen zur Aufnahme der brandhemmenden
Substanz zugeordnet. Zweckmäßigerweise werden die separaten Hohlräume jeder Rinne
dadurch gebildet, daß dieser mehrere hintereinanderliegende Hohlkörper zugeordnet
sind. Die Zwischenräume der mit Abstand hintereinanderliegenden Hohlkörper sind hierbei
(flüssigkeitsdicht) abgeschottet. Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß bei einer
partiellen Erhitzung der Abdeckung nur der oder die Hohlkörper im Bereich des Brandherdes
durchschmelzen zur Abgabe brandhemmender Substanz. Dabei verhindert die (flüssigkeitsdichte)
Abschottung besonders bei einer zur Horizontalen geneigten Abdeckung das Abschließen
der brandhemmenden Substanz in einen weniger gefährdeten Bereich der Abdeckung, in
dem die Wirkung dieser Substanz nicht benötigt wird. Durch die separaten Hohlkörper
in Verbindung mit der Abschottung derselben wird also eine gezielte Schutzwirkung
im Brandfalle herbeigeführt.
[0008] Alternativ ist es auch möglich, einen einzigen langgestreckten Hohlkörper in einer
Rinne durch Trennwände in demselben zu unterteilen in mehrere hintereinanderliegende
Hohlräume.
[0009] Die Abschottung mehrerer mit Abstand hintereinanderliegender, separater Hohlräume
erfolgt zweckmäßigerweise durch einen Spritzschaum, insbesondere einen PU-Schaum.
Die Abschottung läßt sich so nach dem Einsetzen der Hohlkörper in die Rinnen einfach
aufbringen, wobei benachbarte Hohlkörper gleichzeitig als (verlorene) Schalung dienen.
[0010] Vorteilhafterweise kann auch eine auf der Tragschicht anzuordnende Isolier- und Dämmschicht
durch Aufsprizten eines Schaumes hergestellt sein, beispielsweise eines Mehrkomponenten-PU-Schaumes.
Eine solche Dämm- und lsolierschicht ist einfach und kostengünstig aufzubringen, wobei
gleichzeitig die Hohlkörper lagerichtig in den Rinnen arretiert werden. Eine solche
Dämm- und Isolierschicht hat darüber hinaus den Vorteil, daß durch diese gleichzeitig
die
Abschot- tungen zwischen hintereinanderliegen.len Hohlkörpern in den Rinnen hergestellt
werden.
[0011] Bei einer weiteren, besonders zv eckmäßigen Ausführungsform der Erfinding s:l1d die
Hohlkörper aus dünnen Schläuchen r.ebildet, wobei jeder Rinne ein einziger, über die
gesamte Länge derselben durchgehend verlaufender Schlauch zugeordnet ist. Die Enden
der Schläuche sind an gegenüberliegenden Stirnseiten der Tragschicht, in denen die
Rinnen münden, an jeweils ein gemeinsames Reservoir für die brandhemmende Substanz
angeschlossen. Das Reservoir kann aus einem jeder der beiden gegenüberliegenden Stirnseiten
der Tragschicht zugeordneten Behälter, insbesondere einem Wasserbehälter, gebildet
sein. Darüber hinaus ist es alternativ möglich, die gegenüberliegenden Enden der dünnen
Schläuche in den Rinnen mit jeweils einer wärmebeständigen (Metall-)Leitung zu verbinden,
die für die brandhemmende Substanz speisbar ist, vorzugsweise ein vorhandenes Wasserversorgungsnetz.
[0012] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0013] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Dachabdeckung mit einer als Trapezblech ausgebildeten Tragschicht und
einer in den Rinnen des Trapezprofils angeordneten brandhemmenden Substanz sowie weiteren
darüberliegenden Schichten in aufgeschnittener, perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 einen Teil der Dachabdeckung mit in den Rinnen des Trapezprofils angeordneten
Hohlkörpern gemäß Fig. 1 in vergrößerter Querschnittsdarstellung,
Fig. 3 einen Teil der Dachabdeckung gemäß Fig. 2 mit einem im Querschnitt runden Hohlkörper
in perspectivischer, geschnittener Darstellung,
Fig. 4 eine Rinne des Trapezprofils mit einer darin angeordneten besonderen Ausführungsform
eines Hohlkörper mit einem Einfüllstutzen im Querschnitt,
Fig. 5 eine Rinne des Trapezprofils mit drei darin angeordneten Hohlkörpern im Querschnitt,
Fig. 6 eine Ansicht der Tragschicht gemäß der Fig. 1 mit in den Rinnen angeordneten
Hohlkörpern eines weiteren Ausführungsbeispiels,
Fig. 7 einen Querschnitt durch eine Dachabdekkung mit einer auf die Tragschicht aufgespritzten
Dämm- und Isolierschicht,
Fig. 8 eine Draufsicht auf die Tragschicht mit einer weiteren Ausführungsform der
Hohlkörper, nämlich in den Rinnen angeordneten Schläuchen, die mit zwei gegenüberliegenden,
stirnseitigen Wasserbehältern verbunden sind,
Fig. 9 eine weitere Ausführungsform der Erfindung nach einer Darstellung gemäß der
Fig. 8, wobei die dünnen Schläuche mit stirnseitigen Leitungen verbunden sind, und
Fig. 10 einen Querschnitt gemäß der Fig. 7 durch eine Wandabdeckung.
[0014] Die gezeigten Ausführungsformen der Erfindung beziehen sich auf eine Dachabdeckung
10 aus mehreren Schichten. Gemäß Fig. 1 setzt sich die Dachabdeckung 10 (von unten
nach oben) zusammen aus einer Tragschicht 11, einer Dampfsperre 12, einer Dämmstoffschicht
13 sowie drei Abdichtungsbahnen 14, 15 und 16.
[0015] Die Tragschicht 11 ist aus Stahlblech gefertigt, nämlich als Trapezblech und weist
durch ihr Trapezprofil 17 gebildete parallel nebeneinander angeordnete Rinnen 18 auf.
Die Rinnen 18 sind nach oben, das heißt zur Dampfsperre 12 hin offen ausgebildet.
[0016] Bie der in der Fig. 1 dargestellten Dachabdekkung 10 liegen in den Rinnen 18 jeweils
langgestreckte, den Querschnitt der Rinnen 18 ausfüllende Hohlkörper, nämlich Behälter
19. Gemäß der Fig. 2 sind die äußeren Konturen der Behälter 19 den Innenabmessungen
der Rinnen 18 angepaßt, und zwar mit trapezförmigen Querschnitt versehen, wobei die
Dampfsperre 12 auf oberen Querblechen 20 der Tragschicht 11 zu liegen kommt.
[0017] Im Brandfalle gilt es besonders die Tragschicht 11 vor Überhitzung zu schützen, da
diese sonst an Festigkeit verlieren würde. Dies wird durch das in den Behältern 19
eingeschlossene Wasser 21 erreicht. Die bei einem Brand bestehende Hitzeentwicklung
bringt die Wandungen 22 der Behälter 19 zum Schmelzen und setzt damit das in den Behältern
19 befindliche Wasser 21 frei. Durch die große Wärmekapazität des Wassers sowie durch
die Benötigte Verdampfungsenergie wird die Wärme von der Tragschicht 11 abgeleitet.
Die aufsteigende Feuchtigkeit schafft außerdem ein ungünstiges Klima für das Entstehen
eines Brandes im Dachaufbau.
[0018] Fig. 3 zeigt einen Hohlkörper, der als die Rinne 18 einlegbarer Schlauch 29 ausgebildet
ist. Der Querschnitt des Schlauches 29 ergibt sich durch dass Einlegen desselben in
das Trapezprofil 17. Die Wandung 22 des als Schlauch ausgebildeten Hohlkörpers 19
ist flexibel.
[0019] Gemäß Fig. 4 sind die Schläuche 29 mit Einfüllstutzen 23 zum Befüllen mit einer brandhemmenden
Flüssigkeit versehen. Durch diesen Einfüllstutzen 23 ist es leicht möglich, die brandhemmende
Flüssigkeit erst nach der Verlegung der Dachabdeckung 10 in die Schläuche 29 einzufüllen.
Außerdem kann die brandhemmende Flussigkeit jederzeit ausgewechselt (z.B. bei neuentwickelten
Flüssigkeiten) bzw. ergänzt werden. Der Einfüllstutzen 23 ist mit der Wandung 22 des
Schlauches 29 fest verbunden, insbesondere verschweißt. Die Tragschicht 11 ist im
Bereich ihres unteren Querblechs 24 mit einem Durchlaß 25 zur Aufnhame der Einfüllstutzen
23 versehen. Der Durchlaß 25 ist in Fig. 4 gestrichelt gezeichnet. Zur Fixierung des
Einfüllstutzens 23 im Durchlaß 25 ist ersterer mit einem Außengewinde 26 und einer
dazu passenden Mutter 27 versehen. Die Mutter 27 gewährleistet dabei, daß der Einfüllstutzen
23 aus dem unteren Querblech 24 nicht herausziehbar ist. In analoger Weise können
auch die Behälter 29 mit einem Einfüllstutzen versehen sein.
[0020] Fig. 5 zeigte eine Auführungsform, bei der mehrere, nämlich drei Schläuche 28 in
die Rinne 18 der Tragschicht 11 eingelegt sind. Von Vorteil istg dabei, daß die Schläuche
28 kleiner und damit leichter zu handhaben sind bzw. in größeren Stückzahlen gefertigt
werden können. Dadurch ist es möglich für unterschiedliche Abmessungen des Trapezprofils
17 stets die gleichen Schläuche 28 zu verwenden.
[0021] Bei der Ausführungsform der Erfindung gemäß der Fig. 6 sind jeder Rinne (18) der
Tragschicht 11 mehrere hintereinanderliegende Hohlkörper, nämlich Behälter 30 zugeordnet.
Die Behälter 30 sind im Gegensatz zu den in der Fig. 1 dargestellten Behältern 19
erheblich kürzer ausgebildet, verfügen ansonsten aber über eine gleiche Gestalt. Die
Behälter 30 liegen in jeder der Rinnen 18 mit geringfügigem Abstand hintereinander,
wodurch zwischen benachbarten Behältern 30 ein Freiraum entsteht, der durch eine entsprechende
Abschottung 31 ausgefüllt ist. Die Abschottung 31 kann aus einem gespritztem Schaum
(PU-Schaum) hergestellt sein, so daß sie nahezu wasserdicht ist. Dadurch werden jeweils
zwischen zwei Abschottungen 31 in den Rinnen 18 eine Mehrzahl von separaten Kammern
gebildet, die bei einem örtlich auftretenden Brandfall einen gezielten, effektiven
Schutz bieten.
[0022] Die Fig. 7 zeigt Behälter 32, die den Querschnitt der Rinnen 18 nicht vollständig
ausfüllen, nämlich im Vergleich zur Rinne 18 eine geringere Höhe aufweisen. Die so
ausgebildeten Behälter 32 nehmen durch den verringerten Querschnitt ein geringeres
Volumen an brandhemmender Flüssigkeit auf. Die Gewichtsbelastung der Dachabdeckung
10 wird auf diese Weise reduziert, was in manchen Fällen notwendig sein kann. Darüber
hinaus wird über dem Behältern 32 Platz für nicht gezeigte Kabel oder dergleichen
geschaffen, die über die Dachabdeckung 10 zu verlegen sind.
[0023] Des weiteren ist in der Fig. 7 eine im Gegensatz zur Ausführungsform der Fig. 1 vereinfachte
Dämm- und Isolierschicht dargestellt. Diese besteht aus einer homogenen Schaumstoffschicht
34, die einfach auf die Tragschicht 11 und die in den Rinnen 18 derselben angeordneten
Behälter 32 aufspritzbar ist. Ebenso kann die Schaumstoffschicht 34 zur Bildung der
Abschottung 31 zwischen den Behältern 30 dienen. Hergestellt ist die Schaumstoffschicht
34 vorzugsweise aus einem Mehrkomponenten-PU-SchaumKunststoff.
[0024] Die Fig. 8 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung, bei der die Hohlkörper aus relativ
dünnen Schläuchen 35 gebildet sind, von denen jeweils ein Schlauch 35 durch eine der
Rinnen 18 verläuft. Da die Schläuche 35 nur einen relativ geringes Volumen an brandhemmender
Flüssigkeit aufnehmen können, sind die gegenüberliegenden Enden derselben mit Flüssigkeitsreservoiren
36 verbunden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist den beiden gegenüberliegenden
Stirnseiten 36 der Tragschicht 11, in denen die Rinnen 18 münden, jeweils ein Flüssigkeitsreservoir
in der Gestalt eines Vorratsbehälters zugeordnet. In jedem Vorratsbehälter 37 münden
sämtliche an einer Stirnseite 36 aus der Tragschicht 11 herausragenden Schläuche 35.
Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß die relativ dünnen Schläuche 35 mit der darin
enthaltenen geringen Flüssigkeitsmenge die Dachabdeckung 10 gewichtsmäßig so gering
belasten, andererseits aber durch entsprechende Bemessungen der Vorratsbehälter 37
eine ausreichend große Menge an Flüssigkeit im Brandfalle verfügbar ist. Abweichend
von dem in der Fig. 8 gezeigten Ausführungsbeispiel ist es auch denkbar, nur einer
Stirnseite 36 der Tragschicht 11 einen Vorratsbehälter 37 zuzuordnen. In diesem Falle
sind die freien Enden der dünnen Schläuche 35 verschlossen.
[0025] Schließlich zeigt die Fig. 9 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei der ebenfalls
in jeder Rinne 18 ein dünner Schlauch 35 angeordnet ist. Es erfolgt lediglich eine
Versorgung der Schläuche 35 in anderer Weise, nämlich durch hochhitzebeständige (metallische)
Leitungen 38. In der Fig. 9 ist wiederum jeder Stirnseite 36 eine Leitung 38 zugeordnet,
die über Anschlüsse 39 für die Enden der Schläuche 35 verfügt. Die Versorgung der
Leitungen 38 erfolgt durch ein zentrales Flüssigkeitsreservoir. Auch hier kann es
gegebenenfalls ausreichen, nur einer Stirnseite 36 eine Leitung 38 zuzuordnen.
[0026] Zweckmäßigerweise erfolgt die Anordnung der Leitung 38 bzw. der Leitungen 38 in einem
Randbereich des Daches, wo eventuell Undichtigkeiten zum einen zu keiner Beeinträchtigung
des Daches führen können und zum anderen eine Kontrolle de Anschlüsse 39 leicht durchführbar
ist.
[0027] Vorteilhafterweise ist in den Hohlkörpern als brandhemmende Substanz Wasser enthalten
und zwar sowohl bei Verwendung für eine Dachabdeckung, als auch für eine Wandabdeckung.
Dieses eignet sich besonders beim Ausführungsbeispiel der Fig. 9 als brandhemmende
Substanz, da dann die Leitungen 38 lediglich an das vorhandene Wasserleitungsnetz
angeschlossen werden zu brauchen.
[0028] Die Fig. 10 zeigt eine Wandabdeckung 33, bei der zwischen zwei Tragschichten 11,
nämlich Trapezblechen, eine Schaumstoffschicht 34 und die Behälter 32 angeordnet sind.
Die Wandabdekkung 33 verfügt somit über einen sandwichartigen Aufbau.
[0029] Die Wandungen 22 der Hohlkörper bestehen aus einem gasdichten Werkstoff, insbesondere
aus thermoplastischem Kunststoff, beispielsweise Polyäthylen. Es ist auch denkbar,
die Wandungen 22 der Hohlkörper aus metallbeschichteten Folien oder aus Folienlaminaten
herzustellen. Die genannten Materialien gewährleisten, daß die brandhemmende Substanz,
insbesondere Wasser, sicher ohne nennenswerte Verluste in den Hohlkörpern gelagert
werden kann.
[0030] Est ist auch denkbar, die nach unten offenen Rinnen 18 der Tragschicht 11 mit Hohlkörpern,
die eine brandhemmende Substanz (Wasser) enthalten, zu versehen. Ebenso können unter
der Tragschicht ein oder mehrere Behälter mit der brandhemmenden Substanz (flächendeckend)
angebracht sein.
Bezugszeichenliste
[0031]
10 Dachabdeckung
11 Tragschicht
12 Dampfsperre
13 Dämmstoffschicht
14 Abdichtungsbahn
15 Abdichtungsbahn
16 Abdichtungsbahn
17 Trapezprofil
18 Rinne
19 Behälter
20 oberes Querblech
21 Wasser
22 Wandung
23 Einfüllstutzen
24 unteres Querblech
25 Durchlaß
26 Außengewinde
27 Mutter
28 Schlauch
29 Schlauch
30 Behälter
31 Abschottung
32 Behälter
33 Wandabdeckung
34 Schaumstoffschicht
35 Schlauch
36 Stirnseite
37 Vorratsbehälter
38 Leitung
39 Anschluß
1. Dachabdeckung für ein Gebäude, mit einer offene Rinnen (18) aufweisenden Tragschicht
(11), vorzugsweise aus Trapezblech, und einer in den Rinnen (18) angeordneten brandhemmenden
Substanz, dadurch gekennzeichnet, daß in den Rinnen (18) mit einer brandhemmenden
Substanz (Wasser 21) gefüllte Hohlkörper (Behälter 19, 30, 32; Schläuche 28, 29, 35)
angeordnet sind.
2. Dachabdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die brandhemmende Substanz
(Wasser 21) bei einer im wesentlichen horizontalen bzw. geneigten Anordnung der Tragschicht
(11) in den nach oben offenen Rinnen (18) oder bei einer im wesentlichen vertikalen
Anordnung der Tragschicht (11) in den nach außen offenen Rinnen (18) angeordnet ist.
3. Dachabdeckung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlkörper
(Behälter 19, 30, 32; Schläuche 28, 29, 35) Wandungen (22) aus gasdichtem Werkstoff
aufweisen, insbesondere thermoplastischem Kunststoff (Polyäthylen).
4. Dachabdeckung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hohlkörper (Behälter 19, 30, 32; Schläuche 28, 29, 35) in mehrere, hintereinander
liegende Hohlräume unterteilt sind.
5. Dachabdeckung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet,
daß in jeder Rinne (18) mehrere, separate Hohlkörper (Behälter 30, 32; Schlaüche 28,
29) hintereinanderliegend angeordnet sind, wobei zwischen jedem Hohlkörper (Behälter
30, 32; Schläuche 28, 29) bzw. zwischen einer Gruppe von mehreren Hohlkörpern (Behälter
30, 32; Schläuche 28, 29) eine Abschottung (31) insbesondere aus Schaumstoff (PU-Schaum)
angeordnet ist.
6. Dachabdeckung nach Anspruch 1 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlkörper (Behälter 19, 30, 32; Schläuche 28, 29)
verschließbare Öffnungen zum Befüllen mit der brandhemmenden Substanz (Wasser 21)
aufweisen, insbesondere mit den Wandungen der Hohlkörper (Behälter 19, 30, 32; Schläuche
28, 29) fest verbundene, beispielsweise verschweißte Einfüllstutzen (23), und vorzugsweise
die Tragschicht (11) Durchlässe (25) zur Aufnhame der Einfüllstutzen (23) aufweist.
7. Dachabdeckung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlkörper
aus Behältern (19, 30, 32) mit festen Wandungen (22) und/oder Schläuchen (28, 29,
35) bestehen.
8. Dachabdeckung nach Anspruch 7 sowie einen oder mehreren der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Rinne (18) eine durchgehender dünner Schlauch (35)
zugeordnet ist, der das Innere der jeweiligen Rinne (18) nur zu einem geringen Toil
ausfüllt, und die gegenüberliegenden Enden der Schläuche (35) an mindestens ein (gemeinsames)
Reservoir für die brandhemmende Substanz (Wasser 21) angeschlossen sind.
9. Dachabdeckung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Reservoir aus mindestens
einem einer Stirnseite (36) der Tragschicht (11) zugeordneten Vorratsbehälter (37)
besteht, an den die Enden sämtlicher Schläuche (35) der jeweiligen Stirnseite (36)
angeschlossen sind.
10. Dachabdeckung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Reservoir aus mindestens
eine quer zu einer Stirnseite (36) der Tragschicht 11 verlaufende Leitung (38) aus
wärmebeständigem Material, insbesondere Metall, gebildet ist, das vorzugsweise an
ein zentrales Wasserversorgungsnetz angeschlossen ist.
11. Dachabdeckung nach Anspruch 1 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der Tragschicht (11) eine Schaumstoffschicht (34),
insbesondere aus einem Zwei-Komponenten-PU-Schaum zur Dämmung bzw. Isolation aufgespritzt
ist, die die Rinnen (18) und die darin angeordneten Behälter (19, 30, 32) bzw. Schläuche
(28, 29, 35) vollsatändig überdeckt.
12. Dachabdeckung nach Anspruch 1 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die brandhemmende Substanz verdicktes Wasser (21) ist.
1. Revêtement de toit pour un bâtiment, comprenant une couche de support (11) présentant
des rigoles (18) ouvertes, de préférence en une tôle à ondes trapézoïdales, et une
substance antiincendie agencée dans les rigoles (18), caractérisé en ce que des corps
creux (récipients 19, 30, 32; tuyaux 28, 29, 35) remplis d'une substance anti-incendie
(eau 21) sont disposés dans les rigoles (18).
2. Revêtement de toit suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la substance
anti-incendie (eau 21) est agencée, lors d'une disposition simplement horizontale
ou respectivement inclinée de la couche de support (11), dans les rigoles (18) ouvertes
vers le haut ou, dans le cas d'une disposition sensiblement verticale de la couche
de support (11), dans les rigoles (18) ouvertes vers l'extérieur.
3. Revêtement de toit suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que
les corps creux (récipients 19, 30, 32; tuyaux 28, 29, 35) présentent des parois (22)
en matériau étanche aux gaz, en particulier en une subtance synthétique thermoplastique
(polyéthylène).
4. Revêtement de toit suivant une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que les corps creux (récipients 19, 30, 32; tuyaux 28, 29, 35) sont subdivisés
en plusieurs cavités disposées l'une derrière l'autre.
5. Revêtement de toit suivant une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que, dans chaque rigole (18), plusieurs corps creux séparés (récipients 30,
32; tuyaux 28, 29) sont agencés à la suite l'un de l'autre, un cloisonement (31),
en particulier en mousse (mousse de PU), étant agencé entre chaque corps creux (récipients
30, 32; tuyaux 28, 29) ou respectivement entre un groupe de plusieurs corps creux
(récipients 30, 32; tuyaux 28, 29).
6. Revêtement de toit suivant la revendication 1 ainsi que suivant une ou plusieurs
des autres revendications, caractérisé en ce que les corps creux (récipients 19,30,32;
tuyaux 28,29) présentent des ouvertures obturables pour le remplissage par la substance
anti-incendie (eau 21), en particulier des tubulures de remplissage (23) qui sont
reliées de manière fixe, par exemple soudées, aux parois des corps creux (récipients
19, 30,32; tuyaux 28, 29) et en ce que de préférence la couche de support (11) présente
des pasages (25) pour recevoir les tubulures de remplissage (23).
7. Revêtement de toit suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que
les corps creux sont constitués de récipents (19, 30, 32) à parois fixes (22) et/ou
de tuyaux (28, 29, 35).
8. Revêtement de toit suivant la revendication 7 ainsi que suivant une ou plusieurs
des autres revendications, caractérisé en ce qu'à chaque rigole (18) est adjoint un
tuyau (35) mince continu qui ne remplit que pour une faible part l'intérieur de la
rigole respective (18) et en ce que les extrémités opposées des tuyaux (35) sont raccordés
à au moins un réservoir (commun) pour la substance anti-incendie (eau 21).
9. Revêtement de toit suivant la revendication 8, caractérisé en ce que le réservoir
est constitué d'au moins un récipient de réserve (37) qui est adjoint à une côté frontal
(36) de la couche de support (11) et auquel les extrémités de l'ensemble des tuyaux
(35) du côté frontal correspondant (36) sont raccordées.
10. Revêtement de toit suivant la revendication 8, caractérisé en que le réservoir
est formé d'au moins un conduit (38) en une matière résistant à la chaleur, en particulier
en métal, qui s'étend transversalement à un côté frontal (36) de la couche de support
(11) et qui est de préférence raccordé à un réseau de distribution d'eau central.
11. Revêtement de toit suivant la revendication 1 ainsi qui suivant une ou plusieurs
des autres revendications, caractérisé en ce qu'une couche de mousse (34), en particulier
à base d'une mousse de PU à deux composants, est pulvérisée sur la couche de support
(11) pour l'isolation, cette couche recouvrant totalement les rigoles (18) et les
récipients (19, 30, 32) ou tuyaux (28, 29, 35) disposés à l'intérieur.
12. Revêtement de toit suivant la revendication 1 ainsi que suivant une ou plusieurs
des autres revendications, caractérisé en ce que la substance anti-incendie est de
l'eau épaissie (21).
1. Roof covering for a building, with a base layer (11) having open channels (18)
preferably comprising a trapezoidally corrugated sheet, and with a fire-retardant
substance arranged in the channels (18), chracterized in that hollow bodies (containers
19, 30, 32; tubes 28, 29, 35) filled with a fire-retardant substance (water 21) are
arranged in the channels (18).
2. Roof covering according to Claim 1, characterized in that the fire-retardant substance
(water 21) is arranged in the upwardly open channels (18) in the case of a substantially
horizontal or inclined arrangement of the base layer (11) or is arranged in the outwardly
open channels (18) in the case of a substantially vertical arrangement of the base
layer (11).
3. Roof covering according to Claim 1 or 2, characterized in that the hollow bodies
(containers 19, 30, 32; tubes 28, 29, 35) have walls of gastight material, in particular
thermoplastic material (polyethylene).
4. Roof covering according to one or more of Claims 1-3, characterized in that the
hollow bodies (containers 19, 30, 32; tubes 28, 29, 35) are subdivided into a plurality
of hollow spaces lying one behind the other.
5. Roof covering according to one or more of Claims 1-3, characterized in that a plurality
of separate hollow bodies (containers 30, 32; tubes 28, 29) are arranged lying one
behind the other in each channel (18), there being a partitioning (31), in particular
of foam (PU foam), arranged between each hollow body (containers 30, 32; tubes 28,
29) or between a group of several hollow bodies (containers 30, 32; tubes 28, 29).
6. Roof covering according to Claim 1 and one or more of the further claims, characterized
in that the hollow bodies (containers 19,30,32; tubes 28, 29) have closable openings
for filling with the fire-retardant substance (water 21), in particular filling nozzles
(23) firmly connected, for example welded, to the walls of the hollow bodies (containers
19, 30, 32; tubes 28, 29), and the base layer (11) preferably has passages (25) for
receiving the filling nozzles (23).
7. Roof covering according to one of Claims 1-6, characterized in that the hollow
bodies comprise containers (19, 30, 32) with solid walls (22) and/or tubes (28, 29,
35).
8. Roof covering according to Claim 7 and one or more of the further claims, characterized
in that each channel (18) is assigned a continuous thin tube (35), which fills only
a small part of the inside of the respective channel (18), and the opposite ends of
the tubes (35) are connected to at least one (common) reservoir for the fire-retardant
substance (water 21).
9. Roof covering according to Claim 8, characterized in that the reservoir comprises
at least one storage container (37), which is assigned to one end face (36) of the
base layer (11) and to which the ends of all the tubes (35) of the respective end
face (36) are connected.
10. Roof covering according to Claim 8, characterized in that the reservoir is formed
by at least one duct (38) of heat-resistant material, in particular metal, which runs
transversely to one end face (36) of the base layer (11) and is preferably connected
to a central water supply network.
11. Roof covering according to Claim 1 and one or more of the further claims, characterized
in that a foam layer (34), in particular of a two-component PU foam, which completely
covers the channels (18) and the containers (19, 30, 32) or tubes (28, 29, 35) arranged
therein, is sprayed on the base layer (11) for insulation.
12. Roof covering according to Claim 1 and one or more of the further claims, characterized
in that the fire-retardant substance is thickened water (21).