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EP 0 246 472 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.08.1991 Patentblatt 1991/32 |
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Anmeldetag: 29.04.1987 |
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Fernbedienungsstation
Remote control station
Station de commande à distance
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
12.05.1986 DE 3615953
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.11.1987 Patentblatt 1987/48 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Wolf, Johann, Dipl.-Ing.
D-8401 Pentling (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 120 345 WO-A-83/00780
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EP-A- 0 129 286 DE-A- 3 418 053
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Fernbedienungsstation mit Begriffsfeldern und
Bedienungstasten, die mittels eines Mediums auf eine Empfangsstation einwirkt, wie
zum Beispiel aus EP-A-0 129 286 oder EP-A-0 120 345 bekannt ist.
[0002] Derartige Fernbedienungsstationen sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. Man
steuert damit Fernsehgeräte, Stereoanlagen und Leuchten bzw. Lampen. Solche Geräte
sind in der Regel tragbar und mit vielen Tasten und anderen Bedienelementen versehen.
Da auf den Geräten nur eine verhältnismäßig kleine Fläche zur Verfügung steht, kann
der Funktionsumfang häufig nicht ausreichend dargestellt und erklärt werden. Einschlägige
Bedienungsanleitungen werden in der Regel nicht gern gelesen und sind in der Praxis
häufig nicht zur Hand. Mit steigender Anzahl der Kanäle für verschiedene Geräte und
durch eine Vielzahl von Adressen, also anzusprechenden Geräten, geht der Bezug zu
einem einzelnen anzusteuernden Gerät meist verloren. Davon abgesehen können solche
Fernbedienungsstationen nachträglich nicht erweitert werden, da die Anzahl der Bedienelemente
fest vorgegeben ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fernbedienungsstation zu entwickeln,
die zur Vermeidung der geschilderten Nachteile mit einer gemeinsamen Auswahleinrichtung
für eine Verbindung zu einem von mehreren Geräten und mit wenigen Bedienungsgliedern
für das ausgewählte Gerät auskommt.
[0004] Die Lösung der geschilderten Aufgabe erfolgt durch eine Fernbedienungsstation mit
den Merkmalen von Patentanspruch 1. Ein Display arbeitet danach über eine programmierbare
Funktionseinheit mit Wahltasten in Lauftastenschaltung derart zusammen, daß die Betätigung
der WEITER-Taste einen ersten Begriff aufruft und längere Betätigung Begriffe einer
ersten hierarchischen Ebene durchlaufen läßt. Die Betätigung der STOP-Taste ruft die
nächste hierarchische niedrigere Befehlsebene auf, deren einzelne Begriffe durch die
WEITER-Taste aufgerufen werden können. Die Betätigung der ZURÜCKSETZ-Taste führt zum
ersten Begriff in der hierarchisch obersten Ebene zurück. Ein bestimmtes anzusteuerndes
Gerät, das unter der ausgewählten Adresse zugeordnet ist, kann dann durch gemeinsame
Bedienungsglieder gesteuert werden.
[0005] Die Bedienungsglieder können im einfachsten Fall eine EIN- und eine AUS-Taste sein,
zu der gegebenenfalls Stellmittel für die Betriebsgröße, z. B. zum Dimmen einer Beleuchtungsanlage
angeordnet sind.
[0006] Es ist für die Bedienung günstig, wenn an der Fernbedienungsstation auch Empfänger
für Zustandsmeldungen, die von einem anzusteuernden Gerät abgesetzt werden, und Anzeigevorrichtungen
für diese Zustände angeordnet sind. Man kann dann an der Fernbedienungsstation leicht
den Ausgangszustand des anzusteuernden Gerätes erkennen. Das ist besonders dann vorteilhaft,
wenn der Zustand des zu steuernden Gerätes nicht infolge Sichtverbindung ohnehin klar
zu erkennen ist.
[0007] Wenn die Funktionseinheit spezifische Signale zur Identifikation von Ordnungsräumen
verarbeiten kann, lassen sich die Handgriffe zur Anwahl eines zu steuernden Gerätes
vereinfachen. Betritt dann eine Person mit der Handstation einen bestimmten Raum,
beispielsweise ein bestimmtes Zimmer, würde die Funktionseinheit der Fernbedienungsstation
dann davon ausgehen, daß ohne besondere Vorwahl nur Geräte des bestimmten Zimmers
in Auswahl stehen. Anderenfalls könnte insbesondere bei fehlender Sichtverbindung
und bei einem geeigneten Übertragungsmedium bzw. bei Übertragungsketten im Programm
der Funktionseinheit der Fernbedienungsstation davon ausgegangen werden, daß zunächst
ein bestimmtes Gebäude, dann ein bestimmter Flur und schließlich bestimmte Räume auszuwählen
und auf dem Display anzuzeigen sind.
[0008] Es ist also vorteilhaft, die Signale zur Identifikation von Ordnungsräumen nicht
nur als Zustandsmeldung zu erfassen, sondern auch die Auswertung dafür zu verwenden,
Befehle zum Anwählen von Einrichtungen in einem bestimmten Ordnungsraum auf die Befehlsmenge
zu vereinfachen, die auf der einschlägigen Befehlsebene dem Ordnungsraum zugeordnet
sind. Wenn beispielsweise in einem bestimmten Zimmer nur eine ansteuerbare Leuchte
vorhanden ist, kann in der Befehlsebene "Leuchten", in einem bestimmten Zimmer auf
einem bestimmten Flur, diese Leuchte durch die Bedienungsglieder unmittelbar ohne
vorhergehende Auswahl gesteuert werden.
[0009] Die Erfindung soll nun anhand eines in der Zeichnung grob schematisch wiedergegebenen
Ausführungsbeispiels näher erläutert werden:
Die Fernbedienungsstation 1, die als Handsender aufgebaut oder als Installationsgerät
zum Einsetzen in Unterputzdosen ausgebildet sein kann, hat eine programmierbare Funktionseinheit,
die mit einem Display 2 zur Anzeige zusammenarbeitet. Die programmierbare Funktionseinheit
wird über Wahltasten 3, 4, 5 betätigt. Es ist günstig, die Wahltasten insbesondere
in Lauftastenschaltung mit der Funktionseinheit zusammenarbeiten zu lassen. Im Ausführungsbeispiel
ist die Wahltaste 3 die WEITER-Taste, die Wahltaste 4 die STOP-Taste und die Wahltaste
5 die RESET-Taste.
[0010] Die Betätigung der WEITER-Taste 3 ruft über die Funktionseinheit einen ersten Begriff
auf und zeigt diesen auf dem Display 2 an. Eine längere Betätigung der WEITER-Taste
3 läßt Begriffe einer ersten hierarchischen Ebene durchlaufen, beispielsweise Stockwerksnummern,
bzw. Flure. Die Betätigung der STOP-Taste 4 ruft die nächste, hierarchische niedrigere
Befehlsebene auf, beispielsweise die Befehlsebene Zimmer. Die einzelnen Begriffe dieser
Befehlsebene, im Beispiel die einzelnen Zimmernummern oder die Namen der Zimmer, werden
durch die WEITER-Taste 3 aufgerufen. Eine weitere Betätigung der STOP-Taste 4 führt
im Beispiel zu den einzelnen ansteuerbaren Geräten in einem bestimmten Zimmer auf
einem bestimmten Flur. Die Betätigung der ZURÜCKSETZ-Taste oder RESET-Taste 5 führt
zum ersten Begriff in der hierarchisch obersten Befehlsebene zurück, im Beispiel:
zum ersten Flur bzw. Stockwerk.
[0011] Für ein bestimmtes angewähltes Gerät, das vom Display 2 angezeigt ist, kann durch
die Bedienglieder 6, 7, 8 und 9 ein gewähltes und auf dem Display 2 angezeigtes Gerät
gesteuert werden. Beispielsweise kann das Bedienglied 6 als EIN-Taste, das Bedienglied
7 als AUS-Taste, das Bedienglied 8 zu Erhöhen einer Quantität bzw. Betriebsgröße des
angewählten Gerätes und das Bedienglied 9 zum Absenken einer Quantität bzw. Betriebsgröße
des angewählten Gerätes ausgelegt sein. Wenn das angewählte Gerät beispielsweise eine
Treppenbeleuchtungsanlage ist, wird "Treppenlicht" vom Display 2 angezeigt und nach
betätigen der EIN-Taste 6 auch der Zustand "EIN" wiedergegeben. Bei einer entsprechend
ausgelegten Treppenbeleuchtungsanlage kann durch das Bedienglied 8 die Beleuchtungsstärke
erhöht und durch das Bedienglied 9 erniedrigt werden.
[0012] Ein strukturierter hierarchischer Aufbau der Anwahleinrichtung, also des Programms
der Funktionseinheit in Verbindung mit den Wahltasten, ist nicht notwendig aber sehr
günstig. Auch ohne eine Struktur könnten die Begriffe einer bestimmten Menge in einer
Reihenfolge aufgerufen werden.
[0013] Die geschilderte Fernbedienungsstation ermöglicht es nachträglich, zu bedienende
Geräte aufzunehmen oder auch die Anzahl der anzusteuernden Geräte zu vermindern. Ohne
eine programmierbare Funktionseinheit erfordert ein strukturierter Aufbau bei Fernbedienungsstationen
nach dem Stand der Technik dagegen Redundanz und bewirkt nicht ausgenutzte Kanäle,
wobei eine Erweiterung in der Regel eine aufgebaute Struktur stört, da zu wenig freie
Funktionstasten vorhanden sind.
[0014] Als Übertragungsmedium für die Befehle kommen insbesondere elektromagnetische oder
optische Signale, insbesondere Funk und Infrarotlicht infrage, auch in Kettenanordnung
und mit Relaisstationen.
1. Fernbedienungsstation mit Begriffsfeldern und Bedienungstasten, die mittels eines
Mediums auf eine Empfangsstation einwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß ein Display (2) über eine programmierbare Funktionseinheit mit Wahltasten (3,
4, 5) in Lauftastenschaltung derart zusammenarbeitet, daß die Betätigung der WEITER-Taste
(3) einen ersten Begriff aufruft und längere Betätigung Begriffe einer ersten hierarchischen
Ebene durchlaufen läßt, daß die Betätigung der STOP-Taste (4) die nächste, hierarchisch
niedrigere Befehlsebene aufruft, deren Begriffe durch die WEITER-Taste (3) aufgerufen
werden können, daß die Betätigung der ZURÜCKSETZ-Taste (5) zum ersten Begriff in der
hierarchisch obersten Befehlsebene zurückführt und daß für die Fernbedienung im einzelnen
Bedienungsglieder (6, 7, 8, 9) angeordnet sind.
2. Fernbedienungsstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Bedienungsglieder eine EIN- (6), eine AUS-Taste (7) und gegebenenfalls Stellmittel
für Betriebsgrößen angeordnet sind.
3. Fernbedienungsstation nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auch Empfänger für Zustandsmeldungen und Anzeigen für Zustände angeordnet sind.
4. Fernbedienungsstation nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Funktionseinheit spezifische Signale zur Identifikation von Ordnungsräumen
verarbeiten kann.
5. Fernbedienungsstation nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Funktionseinheit die Auswertung der spezifischen Signale dafür verwendet,
Befehle zum Auswählen von Einrichtungen im Ordnungsraum auf die Befehlsmenge zu vereinfachen,
die auf der einschlägigen Befehlsebene dem Ordnungsraum zugeordnet sind.
1. Remote control station, having item groups and control keys, which acts by means of
a medium on a receiving station, characterized in that a display (2) cooperates by
means of a programable function unit with selection keys (3, 4, 5) in keying circuitry
in such a way that the actuation of the FURTHER-key (3) calls up a first item and
longer actuation allows the passage of items of a first hierarchical level, the actuation
of the STOP-key (4) calls up the next hierarchically lower command level, the items
of which can be called up by the FURTHER-key (3), and the actuation of the RESET-key
(5) returns to the first item in the hierarchically uppermost command level, and in
that for the remote control specifically control elements (6, 7, 8, 9) are provided.
2. Remote control station according to claim 1, characterized in that as control elements
an ON-key (6), an OFF-key (7) and, if necessary, adjusting means for operational values
are provided.
3. Remote control station according to claim 2, characterized in that receivers for state
information and displays for states are also provided.
4. Remote control station according to claim 3, characterized in that the function unit
can process specific signals for the identification of order spaces.
5. Remote control station according to claim 4, characterized in that the function unit
uses the evaluation of the specific signals in order to simplify commands for the
selection of devices in the order space on to the command quantity, which are associated
with the order space on the appropriate command level.
1. Poste de télécommande comportant des zones portant des symboles et des touches de
commande, et qui agit à l'aide d'un milieu dans un poste de réception, caractérisé
par le fait qu'un dispositif d'affichage (2) coopère avec des touches de sélection
(3,4,5) dans un circuit de touches de service, par l'intermédiaire d'une unité fonctionnelle
programmable de sorte que l'actionnement de la touche POURSUITE (3) appelle un premier
symbole et qu'un actionnement plus long fait défiler des symboles d'un premier plan
hiérarchique, que l'actionnement de la touche STOP (4) appelle le plan d'instructions
immédiatement suivant, situé à un niveau hiérarchique inférieur et dont les symboles
peuvent être appelés au moyen de la touche POURSUITE (3), que l'actionnement de la
touche RETOUR A L'ÉTAT INITIAL (5) ramène au premier symbole du plan d'instructions
hiérarchique le plus élevé et que, de façon détaillée, des circuits de commande (6,7,8,9)
sont prévus pour la télécommande.
2. Poste de télécommande suivant la revendication 1, caractérisé par le fait qu'il est
prévu, comme circuits de commande, une touche MARCHE (6), une touche ARRET (7) et
éventuellement des moyens de réglage pour des grandeurs de service.
3. Poste de télécommande suivant la revendication 2, caractérisé par le fait que des
récepteurs sont également prévus pour des signalisations d'états et des indications
concernant des états.
4. Poste de télécommande suivant la revendication 3, caractérisé par le fait que l'unité
fonctionnelle peut traiter des signaux spécifiques pour identifier les espaces concernés.
5. Poste de télécommande suivant la revendication 4, caractérisé par le fait que l'unité
fonctionnelle utilise l'évaluation des signaux spécifiques pour simplifier des instructions
permettant de sélectionner des dispositifs dans l'espace de rangement en fonction
de la quantité d'instructions, qui sont associées à l'espace concerné, dans le plan
concerné d'instructions.
