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(11) |
EP 0 246 562 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.12.1990 Patentblatt 1990/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.05.1987 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E03F 7/00 |
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Verfahren und Anlage zur Verbesserung des Durchflusses eines Abflussrohres
Method and device for modifying the flow in a sewer
Procédé et dispositif pour la modification de l'écoulement d'un égout
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE |
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Priorität: |
23.05.1986 DE 3617293
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.11.1987 Patentblatt 1987/48 |
| (73) |
Patentinhaber: Oskar Vollmar GmbH |
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70372 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Fahrner, Heinz
D-7061 Kaisersbach-Ebni (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grosse, Rainer, Dipl.-Ing. |
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Gleiss & Grosse
Patentanwaltskanzlei,
Maybachstrasse 6A 70469 Stuttgart 70469 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-80/02855 DE-C- 362 026 FR-A- 2 278 412
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DE-C- 296 738 FR-A- 1 563 231
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- Planungshandbuch HP01 - 1.Ausgabe 1984, Eigenverlag der Vollmar GmbH, 7000 Stuttgart
50
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung des Durchflusses des Abflußrohres
einer einem Kanalrohr, einem Regenbecken oder dergl. zum Abführen des Abwassers aus
ihm dienenden Düker-Anordnung und eine Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0002] Düker-Anordnungen werden Kanalrohren, Regenbecken und dergl. von Abwasser-Kanalisationen
für kommunale Abwässer, ebenfalls Abwasser bildendes Regenwasser oder dergl. nachgeschaltet,
um an einem ständig mit Abwasser gefüllten Bereich des Abflußrohres der Düker-Anordnung
die diesen Bereich, d. h. eine Durchflußmeßstelle durchströmende Abwassermenge/Zeit
(= Durchfluß) mittels eines Durchflußmessers messen zu können, der die Fließgeschwindigkeit
des die Durchflußmeßstelle durchströmenden Abwassers fühlt. Derartige Durchflußmesser
können den Durchfluß mit guter Genauigkeit messen, so fern die Durchflußmeßstelle
voll mit Abwasser gefüllt ist. Der Durchflußmesser kann ein magnetisch-induktiver
Durchflußmesser, ein Ultraschall-Durchflußmesser oder ein sonstiger die Fließgeschwindigkeit
fühlender Durchflußmesser sein. Diese fließgeschwindigkeitsabhängigen Durchflußmesser,
von denen in der Abwassertechnik insbesondere die magnetischinduktiven Durchflußmesser
Anwendung finden, werden an einem Abflußrohr der Düker-Anordnung angeordnet.
[0003] Wenn der Durchfluß des Abflußrohres bei Trockenwetter relativ klein wird, bleibt
es dennoch im Bereich der Durchflußmeßstelle ständig voll gefüllt, indem die Durchflußmeßstelle
in der Düker-Anordnung so tief liegt, daß dies der Fall ist. Bei geringen Durchflüssen
besteht jedoch die Gefahr der Verschlammung und Verstopfung des Abflußrohres, weil
die aus den niedrigen Durchflußmengen resultierenden Fließgeschwindigkeiten im Abflußrohr
das Absetzen von vom Abwasser mitgeführtem Schmutz, wie Schlamm, Sand oder dergl.,
zulassen. Dies kann sich nachteilig auf die Meßgenauigkeit des Durchflußmessers auswirken
und auch sonstige nachteilige Auswirkungen haben.
[0004] Der Durchflußmesser kann bspw. der Ermittlung von Abflußmengen für Kostenberechnungen
oder dergl. dienen und es ist schon deshalb genaue Durchflußmessung notwenig.
[0005] Bisher reinigte man solche Düker-Anordnungen mittels Saugwagen oder von Hand. Doch
ist dies kostenaufwendig, zeitraubend und gibt keine Gewähr für möglichst guten Durchfluß
des Abwassers durch das Abflußrohr der Düker-Anordnung.
[0006] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu
schaffen, welches den Durchfluß eines Abflußrohres einer Düker-Anordnung in einer
Abwasserkanalisation auf einfache, kostengünstige Weise zu verbessern ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst. Eine
erfindungsgemäße Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens ist in Anspruch 6 beschrieben.
[0008] Es ist zwar durch die DE-C 362 026 bekannt, bei einem teilgefüllten Kanalisationsrohr
den sich in ihm ablagernden organischen Schlamm mittels Druckwasserstrahlen, die aus
in die Sohle des Kanalisationsrohres verschieden hoch eingesetzten Düsen ausströmen,
aufzuwirbeln und so weiterzufördem, doch liegen bei Düker-Anordnungen andere Bedingungen
vor, da hier das Abflußrohr im Durchflußmeßbereich voll gefüllt ist und sich in ihm
insbesondere schwerere Verunreinigungen, wie Sand, Äste und dgl. ansammeln.
[0009] Durch das erfindungsgemäße Verfahren lassen sich im Abflußrohr der Düker-Anordnung
abgelagerte Verunreinigungen, wie Sand, Schlamm oder dgl., aber auch Aste, Papier
oder sonstige gröbere Verunreinigungen einfach und kostengünstig entfernen, indem
sie fortgespült werden, und zwar sowohl durch Überführen in einen Schwebezustand im
strömenden Abwasser, wie auch durch Abführen entlang der Wandung des Abflußrohres.
Auch wird durch das Spülwasser die momentane Fließgeschwindigkeit des Abwassers zumindest
örtlich erhöht. Durch das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich das Abflußrohr so sauber
halten, daß sich auch nach langen Trockenwetterperioden noch genaue Durchflußmessungen
ergeben.
[0010] Bevorzugt kann vorgesehen sein, mindestens eine Austrittsöffnung für Spülwasser stromaufwärts
vor der Durchflußmeßstelle anzuordnen, was deren Sauberhaltung besonders gut erreichen
läßt. Jedoch kann in manchen Fällen auch vorgesehen sein, daß mindestens ein Spülwasserstrahl,
oft zweckmäßig im Falle mehrere Spülwasserstrahlen alle Spülwasserstrahlen, stromabwärts
der Durchflußmeßstelle in das Abflußrohr eingeleitet wird bzw. werden, wobei man diesen
oder diese Spülwasserstrahlen vorzugsweise auf die Durchflußmeßstelle zu richten kann,
also entgegen der Strömungsrichtung des Abwassers. Hierdurch lassen sich besonders
starke Abwasserturbulenzen erzeugen.
[0011] Es ist im einfachsten Fall möglich, daß eine Bedienungsperson die Strahlreinigungsvorrichtung
von Hand bedient, also den mindestens einen Spülwasserstrahl an- und abstellt. Im
Falle mehrerer Austrittsöffnungen für Spülwasserstrahlen kann dabei vorgesehen sein,
daß alle Spülwasserstrahlen jeweils gemeinsam an- und abgestellt werden können oder
daß mindestens zwei Spülwasserstrahlen unabhängig voneinander mittels einer entsprechenden
Mehrzahl von Absperrventilen an- und abgestellt werden können. Letzteres hat den Vorteil,
daß man die Spülwasserstrahlen auch in Sequenz d.h. ohne zeitliche Überlappung oder
unter zeitlicher Überlappung an- und abstellen kann, was oft die Reinigungswirkung
noch verbessern läßt oder ggfs. auch Spülwasser einsparen läßt. Z. Bsp. kann bei nur
schwacher Verschmutzung des Abwasserrohres dieses mittels eines einzigen Spülwasserstrahles
gereinigt werden und bei stärkerer Verschmutzung können mehrere Spülwasserstrahlen
an- und abgestellt werden. Dasselbe kann anstelle von Hand mit besonderem Vorteil
durch eine Zeitschalt-oder Programmsteuereinrichtung selbsttätig erfolgen. Bspw. kann
vorgesehen sein, daß der oder die Spülwasserstrahlen in Abständen von einer oder mehreren
Stunden jeweils eine vorbestimmte Zeitdauer, bspw. eine Minute lang, zur Reinigung
des Abflußrohres angestellt werden, wobei im Falle mehrerer Austrittsöffnungen für
Spülwasserstrahlen diese unterschiedlichen Spülwasserstrahlen auch zeitlich zueinander
versetzt an- und abgestellt werden können.
[0012] Auch kann in vielen Fällen zweckmäßig vorgesehen sein, daß zur Ersparnis an Wasser
für die Strahlreinigungsvorrichtung diese nur bei Trockenwetter oder besonders zweckmäßig
nur dann in vorzugsweise regelmäßigen Zeitabständen eingeschaltet wird, wenn der vom
Durchflußmesser gemessene Durchfluß unter einem vorbestimmten Wert (Grenzwert) liegt,
welcher so vorgesehen ist, dass oberhalb ihm nicht die Gefahr von stärkeren Ablagerungen
von Sand und Schlamm im Abflußrohr infolge der hohen Fließgeschwindigkeiten im Abflußrohr
besteht.
[0013] Die Austrittsöffnung bzw. -öffnungen für das Spülwasser kann bzw. können durch eine
Düse bzw. Düsen oder auch auf andere Weise gebildet sein. Beispielsweise kann die
Austrittsöffnung oft zweckmäßig die Austrittsöffnung eines einfachen Leitungsrohres
für Spülwasser sein, das dann genauso ein Strahlrohr bildet, als wenn es austrittsseitig
mit einer Düse versehen ist, was natürlich ebenfalls möglich ist. Die Anfangsgeschwindigkeit
des einzelnen Spülwasserstrahls kann zweckmäßig größer, vorzugsweise viel größer sein
als die Fließgeschwindigkeit des Abwassers beim Nennwert des Durchflusses und abgestellter
Spülwasserzufuhr. Der Spülwasserstrahl kann zweckmäßig ein starker Strahl hohen Impulses
sein. Das für die Strahlreinigungsvorrichtung benötigte Spülwasser kann in manchen
Fällen kein Abwasser, sondern Grundwasser, Flußwasser, Trinkwasser oder dergl. sein.
Im Falle von Abwasser kann dies von einer geeigneten Sammelstelle, ggfs. sogar aus
der Düker-Anordnung mittels einer Pumpe angesaugt und zu der Strahlreinigungsvorrichtung
gepumpt werden. Durch Ein- und Ausschalten dieser Pumpe kann entsprechend die Strahlreinigungsvorrichtung
in Betrieb und außer Betrieb gesetzt werden. Es kann auch mindestens ein Ventil zum
Öffnen und Absperren der Spülwasserleitung oder -leitungen der Strahlreinigungsvorrrichtung
vorgesehen sein. Wenn Trinkwasser verwendet wird, genügt im allgemeinen der hydraulische
Druck im Trinkwassernetz für das Einstrahlen dieses Trinkwassers in das Abflußrohr
mittels der Strahlreinigungsvorrichtung, so daß dann diese Strahlreinigungsvorrichtung
zu ihrem Einschalten und Ausschalten nur ein oder mehrere Absperrventile benötigt,
die von Hand oder selbsttätig geöffnet und abgesperrt werden können.
[0014] Es ist oft zweckmäßig, die einzelne Austrittsöffnung der Strahlreinigungsvorrichtung
als Austrittsmündung eines gesonderten, am Abflußrohr fest angeordneten Strahlrohres
auszubilden, das an seinem stromabwärtigen Ende eine Düse aufweist oder nicht, oder
mehrere Austrittsöffnungen an einem Mundstück mindestens einer am Abflußrohr fest
angeordneten Spülwasserleitung vorzusehen.
[0015] Bevorzugt kann vorgesehen sein, daß die Strahlreinigungsvorrichtung mindestens zwei
Austrittsöffnungen für Spülwasser aufweist, da hierdurch mit geringeren Spülwassermengen
größere Wirkungen als mit nur einem Strahl erzielbar sind. Besonders zweckmäßig ist
es, vorzusehen, daß die Strahlrichtung mindestens einer Austrittsöffnung schräg zur
Längsachse des Abflußrohres so gerichtet ist, daß diese Strahlrichtung auf das im
Abflußrohr befindliche Abwasser Schub in Richtung der Fließgeschwindigkeit dieses
Abwassers ausübt. Hierdurch läßt sich ggfs. das Abwasser in eine Drallströmung versetzen,
die besonders intensiv reinigend wirkt. Es ist jedoch auch möglich und oft zweckmäßig,
mindestens einen Spülwasserstrahl parallel zur Längsrichtung des Abflußrohres in dieses
einzuleiten, vorzugsweise entlang dem Boden des Abflußrohres.
[0016] Die oder jede Austrittsöffnung für das Spülwasser kann zweckmäßig einen lichten Austrittsquerschnitt
von 1 bis 2 Zoll haben und das Spülwasser unter einem Druck von 3 bis 10 bar in der
zu der oder den Austrittsöffnungen führenden Leitung bzw. Leitungen stehen.
[0017] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch drei Schächte einer Düker-Anordnung, deren Abflußrohr
eine Strahlreinigungsvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel zugeordnet ist, die
ein einziges Absperrventil aufweist,
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt aus dem Abflußrohr nach Fig. 1, welcher eine
vorteilhafte Anordnung der Strahlrohre in näheren Einzelheiten zeigt, wobei jedoch
in diese Strahlrohre gesonderte Absperrventile eingesetzt sind,
Fig. 3 einen Schnitt durch das Abflußrohr nach Fig. 2, gesehen entlang der Schnittlinie
3-3.
[0018] Die in Fig. 1 dargestellte Düker-Anordnung 9 weist einen Düker-Vorschacht 11, einen
Meß- und Drosselschacht 12 und einen Düker-Nachschacht 13 auf. Im Düker-Vorschacht
(Düker-Einlaufbauwerk) ist ein nach oben offener Kanal oder Gerinne 8 vorhanden, an
den oder das ein das in ihm strömende Abwasser empfangendes Abflußrohr 10 anschließt,
das in einen im Nachschacht 13 angeordneten, nach oben offenen Kanal oder Gerinne
8' ausmündet, der bzw. das zu einem weiterführenden Kanalrohr 14' führt. Diese Düker-Anordnung
9 ist an ein Kanalrohr 14 einer Abwasser-Kanalisation angeschlossen und dient dem
Ableiten des Abwassers zu einer weiterführenden Kanalisation, die bspw. zu einer Kläranlage,
einer sonstigen Regenrückhaltung oder dergl. führen kann.
[0019] Das gesamte Abwasser durchströmt die Düker-Anordnung 9 und damit das Abflußrohr 10
in Richtung des Pfeiles A. Das im Vorschacht 11 befindliche Gerinne 8 führt verhältnismäßig
steil nach unten und der im Meß- und Drosselschacht 12 und Nachschacht 13 befindliche
Bereich 28 des Abflußrohres 10 und das Gerinne 8' führen mit relativ geringer Steigung
schräg nach oben. Der minimale Wasserstand in der Düker-Anordnung 9 ist durch die
punktierte Linie 15 angedeutet. Bei ihm findet gerade kein Durchfluß mehr statt. Wenn
dieser unterste Wasserstand infolge Anstiegs des Wasserstandes im vorgeschalteten
Regenbecken oder dergl. überschritten wird, wird das Abflußrohr 10 von Abwasser in
Pfeilrichtung A durchströmt, dessen Fließgeschwindigkeit mittels eines magnetischinduktiven
Durchflußmessers 16 gemessen wird, der an der dargestellten Stelle des Abflußrohres
10 den Durchfluß mißt, wo dieses stets voll mit Abwasser gefüllt ist, wobei sich diese
Stelle zwischen zwei Drosselschiebern 17, 18 befindet.
[0020] Am und nahe am untersten ständig mit Abwasser voll gefüllten Längsbereich 20 des
Abflußrohres 10 stromaufwärts des Drosselschiebers 17 und Durchflußmessers 16 münden
drei Strahlrohre 21, 22, 23 einer Strahlreinigungsvorrichtung 29 gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung in das Abflußrohr 10. Wie besonders deutlich aus Fig. 2 und 3 zu ersehen
ist, handelt es sich bei diesen Strahlrohren um gerade, kreiszylindrische starre Rohre,
deren die Austrittsöffnungen für Spülwasser bildenden Austrittsmündungen 24, 25, 26
bundig mit der Innenwand der Umfangswandung des Abflußrohres 10 sind, wie man es besonders
deutlich für die Mündung 25 in Fig. 2 sieht, welche Mündungen also nicht in den Innenraum
des Abflußrohres 10 vorstehen und so keine Strömungshindernisse im Abflußrohr 10 bilden.
[0021] Die Strahlrohre 21-23 sind schräg zur Längsrichtung des Abflußrohres in ihrem Bereich
wie dargestellt geneigt so angeordnet, daß die aus ihnen gemäß den Pfeilen B ausströmenden
starken Spülwasserstrahlen auf das im Abflußrohr 10 befindliche Abwasser solchen Schub
oder Impuls ausuben, der in vektorieller Zerlegung jeweils auch eine in Fließrichtung
des Abwassers gerichtete vektorielle Komponente v
F aufweist, so daß die starken Spülwasserstrahlen auf das Abwasser Schub in dessen
Fließrichtung ausüben und so auch Treibstrahlen für das Abwasser sind, die sein Strömen
in der Fließrichtung (Pfeil A) unterstützen.
[0022] Das Strahlrohr 22 mündet an der tiefsten Stelle in das Abflußrohr 10 ein und die
beiden anderen Strahlrohre 21, 23 münden auch in die untere Umfangshälfte des Abflußrohres
ein, sind jedoch von der tiefsten Stelle des Abflußrohres aus gesehen um ca. 30 bis
45
° in Umfangsrichtung des runden Abflußrohres 10 nach links und rechts wie dargestellt
winkelversetzt angeordnet und die Austrittsöffnungen sind auch in Längsrichtung des
Abflußrohres 10 wie dargestellt zueinander versetzt, so daß die Austrittsöffnung 24
sich noch im steilen abwärts gerichteten Bereich 27 und die Austrittsöffnung 26 im
flachen ansteigenden Bereich 28 des Abflußrohres 10 befindet.
[0023] Die Neigung der Strahlrichtung B des einzelnen Strahlrohres 21,22,23 zur Längsachse
des betreffenden Bereiches des Abflußrohres 10 beträgt in diesem Ausführungsbeispiel
ca. 40 bis 50
°. Dieser Winkel kann auch größer oder kleiner sein. Die Strahlrichtungen dieser Strahlrohre
21, 22, 23 können auf die Längsachse des Abflußrohres 10 ungefähr zu gerichtet sein
oder oft besonders günstig auch im Abstand an dieser Längsachse vorbeiführen Besonders
günstig ist es, wenn die aus diesen Strahlrohren 21, 22, 23 ausströmenden Wasserstrahlen
im Abflußrohr eine Drallströmung in Richtung auf das stromabwärtige Ende des Abflußrohres
zu erzeugen, doch können auch andere Strömungsverläufe vorgesehen sein. Wesentlich
ist, daß die Spülwasserstrahlen im Abflußrohr 10 die Abführung von in ihm angesammelten
Schlamm und sonstigen Verunreinigungen in Fließrichtung A des Abwassers 10 bewirken.
Hierzu genügt es, wenn diese Spülwasserstrahlen die betreffenden Verunreinigungen
vom Boden des Abflußrohres aufwirbeln und zum Schweben im sie dann fortschwemmenden
Abwasser bringen und durch die Spülwasserstrahlen wird auch bei niedrigen Fließgeschwindigkeiten
des Abwassers hierfür ausreichender Abfluß von Abwasser aus dem Abflußrohr bewirkt.
Die Spülwasserstrahlen können auch gröbere Verunreinigungen, wie Äste oder dergl.
direkt fortspülen. Die Spülwasserstrahlen können auch die Reinigung des Abflußrohres
10 noch weiter begünstigende starke Turbulenzen erzeugen und auch an der Rohrwandung
mehrfach "reflektiert" werden und so auch im Falle der dargestellten Strahlrichtungen
zum Boden des Abflußrohres umgelenkt werden. Man kann ggfs. auch mindestens ein Strahlrohr
direkt auf den Boden des Abflußrohres richten.
[0024] Um das Abflußrohr 10 zu reinigen, genügen relativ kurze Spülzeiten von bspw. einer
oder wenigen Minuten, ggfs. sogar von weniger als einer Minute. Nach jeder Spülzeit
kann dann eine mehr oder weniger lange Zeit nicht gespült werden, bspw. eine Stunde
oder mehrere Stunden oder auch noch länger. Auch braucht, wie erwähnt, nicht unbedingt
auch bei Regenwetter gespült zu werden, da hier die Fließgeschwindigkeit im Abflußrohr
10 meist so groß ist, daß sich keine störenden Schlammmengen und andere Verunreinigungen
in ihm ansammeln können In diesem Fall genügt es dann, das Spülen nur während Trockenwetterperioden
vorzunehmen.
[0025] In diesem Ausführungsbeispiel sind die Austrittsöffnungen 24, 25, 26 am niedrigsten
und nahe dem niedrigsten Bereich 20 des Abflußrohres 10 angeordnet.
[0026] Um die Durchflußmeßstelle 30 des Abflußrohres 10 besonders gut sauber zu halten,
kann auch vorgesehen sein, daß mindestens ein Strahlrohr in geringem Abstand von dieser
Durchflußmeßstelle vor oder hinter ihr angeordnet und auf sie zugerichtet ist.
[0027] Auch kann mindestens ein Strahlrohr an der oberen Umfangshälfte des Abflußrohres
10 angeordnet sein und dann vorzugsweise seine Strahlrichtung in Fließrichtung des
Abwassers schräg nach unten gerichtet sein, wie es als Beispiel für ein Strahlrohr
21' in Fig. 2 strichpunktiert eingezeichnet ist.
[0028] Wenn eine besondere intensive Drallströmung durch das Spülwasser bewirkt werden soll,
kann auch vorgesehen sein, daß mindestens ein Strahlrohr das Spülwasser so in das
Abflußrohr 10 einstrahlt, daß die Einströmgeschwindigkeit des Spülwassers eine wesentliche
Geschwindigkeitskomponente aufweist, die tangential zur Innenumfangswandung des Abflußrohres
10 gerichtet ist und eine andere Geschwindigkeitskomponente verläuft entlang einer
Mantellinie des Abflußrohres vorzugsweise in Fließrichtung des Abwassers.
[0029] Auch kann es in manchen Fällen vorteilhaft sein, mindestens einen Spülwasserstrahl
parallel zum Boden entlang diesem in das Abflußrohr einzustrahlen, wobei er vorzugsweise
durch eine Breitschlitzdüse eingeleitet werden kann, so daß ein breiter Bodenbereich
mit diesem Spülwasserstrahl beaufschlagt wird.
[0030] In diesem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 sind die Strahlrohre 21, 22, 23 an eine
gemeinsame Druckwasser-Zuleitung 31 angeschlossen. In diese Zuleitung ist ein Absperrventil
32 eingesetzt, das durch ein Stellglied 33 geöffnet und geschlossen werden kann. Dieses
wird von einer Zeitschaltvorrichtung oder Programmsteuervorrichtung 34 zum Öffnen
und Sperren angesteuert. Bspw. kann vorgesehen sein, daß das Absperrventil 32 in Abständen
von einer Stunde jeweils eine Minute lang zum Einleiten von Spülwasserstrahlen durch
die Strahlrohre 21, 22, 23 in das Abflußrohr 10 geöffnet wird.
[0031] In die Leitung zum Stellglied 33 ist ein Ein-AusSchalter 35 zwischengeschaltet, der
durch ein Stellglied 36 immer dann geöffnet wird, solange das Durchflußmeßgerät 16
fühlt, daß der Durchfluß oberhalb eines vorbestimmten Grenzwertes liegt, oberhalb
dem sich im Abflußrohr nicht in störendem Umfange Verunreinigungen, wie Sand, Schlamm
oder dergl. absetzen können. Solange dieser Grenzwert des Durchflusses unterschritten
ist, ist der Schalter 35 geschlossen und es findet in den vorbestimnten Zeitabständen
jeweils selbsttätig kurzzeitiges Spülen des Abflußrohres 10 mittels der Spülwasserstrahlen
statt.
[0032] Anstatt des gemeinsamen Ventiles 32 nach Fig. 1 können auch mindestens zwei der Strahlrohre
21, 22, 23 vorzugsweise jedem Strahlrohr 21, 22, 23 je ein eigenes durch ein Stellglied
33a, 33b, 33c zu öffnendes und abzusperrendes Ventil 32a, 32b, 32c, bspw. je ein Magnetventil
zugeordnet sein und man kann dann diese Ventile 32a, 32b und 32c relativ zueinander
auch zeitlich unterschiedlich öffnen und absperren, sei es von Hand oder vorzugsweise
mittels einer Zeitschalt- oder Programmsteuereinrichtung 34', die getrennte Ausgänge
zum unabhängig voneinander möglichen Ansteuern der Stellglieder 33a, 33b und 33c aufweist.
Es können dann diese Strahlrohre auch in zeitlichen Abständen, bspw. in Sequenz, oder
in sich überlappenden Zeitabständen oder auf sonstige Weise zu unterschiedlichen Zeiten
geöffnet und abgesperrt werden oder gewünschtenfalls auch gemeinsam.
[0033] Das Abflußrohr 28 der Düker-Anordnung 9 kann sich ggfs. auch vom Rohr 14 bis zum
Rohr 14' erstrecken.
[0034] Es gibt auch Düker-Anordnungen, deren niedrigster Bereich durch ein längeres horizontales
Abflußrohrstück gebildet ist, wobei der Durchflußmesser an diesem horizontalen Rohrstück
angeordnet sein kann. In diesem Fall ist es besonders zweckmäßig, die Strahlrohre
oder mindestens ein Strahlrohr stromaufwärts dieses Durchflußmeßgerätes am oder nahe
am stromaufwärtigen Beginn dieses horizontalen Rohrabschnittes anzuordnen.
1. Verfahren zur Verbesserung des Durchflusses von Abwasser durch ein Abflußrohr einer
Düker-Anordnung, die einem Kanalrohr, Regenbecken oder dergl. einer Abwasser-Kanalisation
zum Abführen von Abwasser aus ihm nachgeordnet ist, welchem Abflußrohr ein Durchflußmesser
zur Messung der es durchströmenden Abwassermenge/Zeit zugeordnet ist, wobei der Bereich
der Durchflußmeßstelle des Abflußrohres ständig voll mit Abwasser gefüllt ist, dessen
Fließgeschwindigkeit der Durchflußmesser zur Ermittlung des Durchflusses fühlt, dadurch
gekennzeichnet, daß in einen mit Abwasser ständig voll gefüllten Innenraumbereich
des Abflußrohres zum Fortschwemmen von in ihm angesammelten Verunreinigungen Spülwasser
in mindestens einem Strahl zeitweise eingeleitet wird, wobei das Einleiten des Spülwassers
in das Abflußrohr zeitprogrammiert ein- und ausgeschaltet wird und falkultativ
- der oder mindestens ein Spülwasserstrahl in solcher Richtung in das Abflußrohr eingeleitet
wird bzw. werden, daß er oder sie auf das im Abflußrohr befindliche Abwasser Schub
in stromabwärtiger Richtung ausübt bzw. ausüben und/oder
- der Spülwasserstrahl oder mindestens ein Spülwasserstrahl so in das Abflußrohr eingeleitet
wird, daß eine Drallströmung bewirkt wird und/oder
- als Spülwasser Abwasser verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle Spülwasserstrahlen
in solcher Richtung in das Abflußrohr eingeleitet werden, daß sie auf das im Abflußrohr
befindliche Abwasser Schub in stromabwärtiger Richtung ausüben und/ oder daß alle
Spülwasserstrahlen so in das Abflußrohr eingeleitet werden, daß eine Drallströmung
bewirkt wird, und/oder daß der Spülwasserstrahl oder mindestens ein Spülwasserstrahl,
vorzugsweise alle Spülwasserstrahlen, stromaufwärts der Durchflußmeßstelle in das
Abflußrohr eingeleitet wird bzw. werden, und/oder daß der Spülwasserstrahl oder mindestens
ein Spülwasserstrahl, vorzugsweise alle Spülwasserstrahlen, am untersten Längsbereich
und/oder nahe des untersten Längsbereiches des Abflußrohres in dieses Abflußrohr eingeleitet
wird bzw. werden, und/oder daß der Spülwasserstrahl oder mindestens ein Spülwasserstrahl,
vorzugsweise alle Spülwasserstrahlen in die untere Umfangshälfte des Abflußrohres
eingeleitet wird bzw. werden, vorzugsweise in schräg aufwärts führender Richtung bzw.
Richtungen, und/oder daß mindestens zwei Spülwasserstrahlen, vorzugsweise alle Spülwasserstrahlen
in Umfangsrichtung des Abflußrohres winkelversetzt zueinander und/oder in Längsrichtung
des Abflußrohres versetzt zueinander in das Abflußrohr eingeleitet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spülwasserstrahl
oder mindestens ein Spülwasserstrahl in einen stromaufwärts des untersten Längsbereiches
des Abflußrohres befindlichen, abwärts führenden Abschnitt des Abflußrohres eingeleitet
wird bzw. werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Einleiten des Spülwassers in das Abflußrohr zeitprogrammiert periodisch wiederholt
wird, und/oder daß Spülwasserstrahlen vorzugsweise ohne zeitliche Überlappung zeitlich
zueinander versetzt an unterschiedlichen Stellen in das Abflußrohr eingeleitet werden,
und/oder daß das zeitprogrammierte Einleiten von Spülwasser in das Abflußrohr nur
dann stattfindet, solange der vom Durchflußmesser gemessene Durchfluß durch das Abflußrohr
unter einem vorbestimmten Wert liegt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
als Spülwasser Trinkwasser, Flußwasser oder Grundwasser verwendet wird.
6. Anlage mit einer Düker-Anordnung, die ein Abflußrohr (10) aufweist, dem ein Durchflußmesser
(16) zugeordnet ist, wobei der Bereich der Durchflußmeßstelle des Abflußrohres ständig
voll mit Abwasser gefüllt ist, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Abflußrohr (10) eine Strahlreinigungsvorrichtung
(29) zugeordnet ist, die mindestens eine dem Einleiten von Spülwasser in mindestens
einem Spülwasserstrahl in einen ständig mit Abwasser voll gefüllten Bereich des Abflußrohres
dienende Austrittsöffnung (24, 25, 26) für Spülwasser aufweist, daß sie eine Programmsteuer-
oder Zeitschalteinrichtung (34; 34') zum Öffnen und Absperren der Zufuhr von Spülwasser
zu der oder den Austrittsöffnungen (24, 25, 26) aufweist, wobei ferner fakultativ
vorgesehen ist,
- daß die Strahlrichtung mindestens einer Spülwasser-Austrittsöffnung (24, 25, 26)
so vorgesehen ist, daß durch den aus ihr jeweils ausströmenden Spülwasserstrahl auf
das im Abflußrohr (10) befindliche Abwasser Schub in stromabwärtiger Richtung ausübbar
ist, und/oder
- daß die Strahlrichtung mindestens einer Spülwasser-Austrittsöffnung (24, 25, 26)
so vorgesehen ist, daß durch den aus dieser Spülwasser-Austrittsöffnung (24, 25, 26)
jeweils ausströmenden Spülwasserstrahl im Abflußrohr (10) eine Drallströmung bewirkbar
ist, und/oder
- daß die Strahlreinigungsvorrichtung (29) eine Abwasserpumpe zum Ansaugen von Abwasser
und Fördern dieses Abwassers als Spülwasser zu dem mindestens einen Strahlrohr aufweist.
7. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Spülwasserstrahl oder mindestens
ein Spülwasserstrahl, mittels eines Strahlrohres (21, 22, 23), das am Abflußrohr (10)
fest angeordnet ist, in das Abflußrohr (10) einleitbar ist und/oder daß mindestens
eine Austrittsöffnung für Spülwasser in der unteren Hälfte des betreffenden lichten
Querschnittes des Abflußrohres angeordnet ist.
8. Anlage nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsöffnung
oder mindestens eine Austrittsöffnung für Spülwasser, vorzugsweise alle Austrittsöffnungen
(24, 25, 26) stromaufwärts der Durchflußmeßstelle (30) des Abflußrohres (10) angeordnet
ist bzw. sind, vorzugsweise an und/oder in der Nähe des untersten Längsbereiches (20)
des Abflußrohres, und/oder daß die Austrittsöffnung oder mindestens eine Austrittsöffnung
für Spülwasser, vorzugsweise alle Austrittsöffnungen (24, 25, 26) an der Wandung des
Abflußrohres angeordnet ist bzw. sind, und/oder daß die Strahlrichtung der Austrittsöffnung
oder mindestens einer Austrittsöffnung für Spülwasser, vorzugsweise aller Austrittsöffnungen
(24, 25, 26) schräg zur Längsrichtung des Abflußrohres (10) geneigt angeordnet ist
bzw. sind, vorzugsweise derart, daß eine vektorielle Komponente (VF) der Strahlrichtung (B) mindestens eines aus der Austrittsöffnung ausströmenden Spülwasserstrahles
in Fließrichtung (A) des Abwassers gerichtet ist.
9. Anlage nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß den Zuleitungen
(21, 22, 23) zu mindestens zwei Austrittsöffnungen (24, 25, 26) für Spülwasser gesonderte
Absperrventile (32a, 32b, 32c) zugeordnet sind, vorzugsweise zumindest zwei Absperrventile
(32a, 32b, 32c) programmiert zeitlich zueinander versetzt geöffnet und abgesperrt
werden.
10. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
ein Strahlrohr stromabwärts der Durchflußmeßstelle angeordnet und vorzugsweise seine
Strahlrichtung auf die Durchflußmeßstelle zu gerichtet ist.
1. A process for improving the flow of waste water through a discharge pipe of a siphon
arrangement arranged downstream of a sewer pipe, rain tank or the like of a waste-water
sewer system in order to carry off waste water from the sewer pipe, rain tank or the
like, a flowmeter being associated with the discharge pipe in order to measure the
quantity of waste water flowing through it/time, the area of the flow measuring point
in the discharge pipe being constantly fully filled with water whose flow speed is
sensed by the flowmeter for determining the flow, characterized in that rinsing water
is intermittently introduced in at least one jet into an interior-space area of the
discharge pipe in order to wash away impurities which have collected therein, the
introduction of the rinsing water into the discharge pipe being started and stopped
in a time-programmed manner, and it being optional that.
- the rinsing-water jet or at least one rinsing-water jet is/are introduced into the
discharge pipe in such a direction that it or they exert a downstream-directed thrusting
action onto the waste water located in the discharge pipe, and/or
- the rinsing-water jet or at least one rinsing-water jet is introduced into the discharge
pipe in such a manner that a swirling stream is produced, and/or
- waste-water is used as rinsing water.
2. A process in accordance with claim 1, characterized in that all the rinsing-water
jets are introduced into the discharge pipe in such a direction that they exert a
downstream-directed thrusting action onto the waste water located in the discharge
pipe, and/or in that all the rinsing-water jets are introduced into the discharge
pipe in such a manner that a swirling stream is produced, and/or in that the rinsing-water
jet or at least one rinsing-water jet, preferably all the rinsing-water jets, is/are
introduced into the discharge pipe upstream of the flow measuring point, and/or in
that the rinsing-water jet or at least one rinsing-water jet, preferably all the rinsing-water
jets, is/are introduced into this discharge pipe at the lowest longitudinal-region
and/or near the lowest longitudinal-region of the discharge pipe, and/or in that the
rinsing-water jet or at least one rinsing-water jet, preferably all the rinsing-water
jets, is/are introduced into the lower circumferential half of the discharge pipe,
preferably in an upwardly inclined direction or directions, and/or in that at least
two rinsing-water jets, preferably all the rinsing-water jets, are introduced into
the discharge pipe angularly offset in relation to one another in the circumferential
direction of the discharge pipe and/or offset in relation to one another in the longitudinal
direction of the discharge pipe.
3. A process in accordance with claim 1 or 2, characterized in that the rinsing-water
jet or at least one rinsing-water jet is/are introduced into a downwards-running section
of the discharge pipe, which section is located upstream of the lowest longitudinal-region
of the discharge pipe.
4. A process in accordance with any one of the preceding claims, characterized in
that the introduction of the rinsing water into the discharge pipe is repeated periodically
in a time programmed manner, and/or in that rinsing-water jets are, preferably without
a chronological overlap, introduced into the discharge pipe chronologically staggered
in relation to one another and at different places, and/or in that the time-programmed
introduction of rinsing water into the discharge pipe only takes place so long as
the flow through the discharge pipe measured by the flowmeter is below a predetermined
value.
5. A process in accordance with any one of the preceding claims, characterized in
that drinking water, fresh water or ground water is used as rinsing water.
6. A plant for carrying out the process in accordance with one of the preceding claims
and having a siphon arrangement which has a discharge pipe (10) with which there is
associated a flow meter (16), the area of the flow-measuring-point in the discharge
pipe being constantly fully filled with waste-water, characterized in that a jet cleaning-device
(29) is associated with the discharge pipe (10), this jet cleaning-device having at
least one rinsing-water outlet-opening (24, 25, 26) serving to introduce rinsing water
in at least one rinsing-water jet into an area of the discharge pipe which is constantly
fully filled with waste water, in that this plant has a programme control device or
time switch device (34; 34') for opening and shutting off the supply of rinsing water
to the outlet opening(s) (24, 25, 26), it being furthermore optionally foreseen that
- the jet direction of at least one rinsing-water outlet-opening (24, 25, 26) is such
that by means of the rinsing-water jet which in each case is flowing out of the latter,
a downstream-directed thrusting action can be exerted onto the waste water located
in the discharge pipe (10), and/or
- the jet direction of at least one rinsing-water outlet-opening (24, 25, 26) is such
that by means of the rinsing-water jet which in each case is flowing out of this rinsing-water
outlet-opening (24, 25, 26), a swirling stream can be produced in the discharge pipe
(10), and/or
- the jet cleaning-device (29) has a waste-water pump for drawing in waste water and
conveying this waste water as rinsing water to the not less than one jet pipe.
7. A plant in accordance with claim 6, characterized in that the rinsing-water jet
or at least one rinsing-water jet can be introduced into the discharge pipe (10) by
means of a jet pipe (21, 22, 23) which is securely arranged on the discharge pipe
(10), and/or in that at least one rinsing-water outlet-opening is arranged in the
lower half of the interior cross-section of the discharge pipe in question.
8. A plant in accordance with claim 6 or 7, characterized in that the outlet opening
or at least one rInsing-water outlet-opening, preferably all the outlet openings (24,
25, 26), is or are arranged upstream of the flow measuring point (30) in the discharge
pipe (10), preferably at and/or near the lowest longitudinal-region (20) of the discharge
pipe, and/or in that the rinsing-water outlet opening or at least one rinsing-water
outlet opening, preferably all the outlet openings (24, 25, 26), is or are arranged
on the wall of the discharge pipe, and/or in that the jet direction of the outlet-opening
or of at least one rinsing-water outlet-opening, preferably of all the outlet openings
(24, 25, 26), is or are arranged at an incline to the longitudinal direction of the
discharge pipe (10), preferably in such a manner that a vectorial component (VF) of the jet direction (B) of at least one rinsing-water jet flowing out of the outlet
opening is directed in the flow direction (A) of the waste water.
9. A plant in accordance with any one of claims 6 to 8, characterized in that separate
shutoff valves (32a, 32b, 32c) are associated with the feed lines (21, 22, 23) to
at least two outlet rinsing-water outlet- openings (24, 25, 26), preferably at least
two shutoff valves (32a, 32b, 32c) being opened and shut off, in a programmed manner,
chronologically staggered in relation to one another.
10. A plant in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that
at least one jet pipe is arranged downstream of the flow measuring point and its jet
direction is preferably turned towards the flow measuring point.
1. Procédé pour l'amélioration de l'écoulement d'eaux usées par le tuyau d'évacuation
d'une installation de franchissement sous-fluvial qui est installée en aval d'un tuyau
d'égout, d'un puisard ou structure similaire d'une canalisation d'eaux usées, en vue
d'en évacuer les eaux usées, un mesureur de débits étant associé audit tuyau d'évacuation,
afin de mesurer la quantité d'eaux usées qui le parcourt en fonction du temps, la
zone du point de mesurage du débit du tuyau d'évacuation étant, en permanence, totalement
emplie d'eaux usées dont le mesureur de débits capte la vitesse d'écoulement, en vue
de déterminer le débit, caractérisé par le fait que de l'eau de chasse est introduite
par intermittence, sous la forme d'au moins un jet, dans une zone de l'espace interne
du tuyau d'évacuation, en permanence totalement emplie d'eaux usées, afin d'emporter
des impuretés qui y sont accumulées, l'introduction de l'eau de chasse dans le tuyau
d'évacuation étant déclenchée et interrompue avec programmation dans le temps et,
facultativement,
- le ou au moins un jet d'eau de chasse est introduit, dans le tuyau d'évacuation,
dans une direction telle qu'il exerce une poussée vers l'aval sur les eaux usées renfermées
par ledit tuyau d'évacuation et/ou
- le jet d'eau de chasse ou au moins un jet d'eau de chasse est introduit, dans le
tuyau d'évacuation, de façon à engendrer un flux tourbillonnaire et/ou
- des eaux usées sont utilisées en tant qu'eau de chasse.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que tous les jets d'eau
de chasse sont introduits, dans le tuyau d'évacuation, dans une direction telle qu'ils
exercent une poussée vers l'aval sur les eaux usées renfermées par ledit tuyau d'évacuation;
et/ou par le fait que tous les jets d'eau de chasse sont introduits, dans le tuyau
d'évacuation, de façon à engendrer un flux tourbillonnaire; et/ou par le fait que
le jet d'eau de chasse ou au moins un jet d'eau de chasse, de préférence tous les
jets d'eau de chasse est ou sont respectivement introduit(s), dans le tuyau d'évacuation,
en amont du point de mesurage du débit; et/ou par le fait que le jet d'eau de chasse
ou au moins un jet d'eau de chasse, de préférence tous les jets d'eau de chasse est
ou sont respectivement introduit(s), dans le tuyau d'évacuation, dans la zone longitudinale
la plus basse et/ou à proximité de la zone longitudinale la plus basse de ce tuyau
d'évacuation; et/ou par le fait que le jet d'eau de chasse ou au moins un jet d'eau
de chasse, de préférence tous les jets d'eau de chasse est ou sont respectivement
introduit(s) dans la moitié périphérique inférieure du tuyau d'évacuation, de préférence,
respectivement, dans une ou des directions ascendant à l'oblique; et/ou par le fait
qu'au moins deux jets d'eau de chasse, de préférence tous les jets d'eau de chasse
sont introduits, dans le tuyau d'évacuation, avec décalage angulaire mutuel dans le
sens périphérique de ce tuyau d'évacuation et/ou avec décalage mutuel dans le sens
longitudinal dudit tuyau d'évacuation.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que le jet d'eau
de chasse ou au moins un jet d'eau de chasse est introduit dans un tronçon du tuyau
d'évacuation qui est orienté vers l'aval, et est situé en amont de la zone longitudinale
la plus basse dudit tuyau d'évacuation.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que
l'introduction de l'eau de chasse dans le tuyau d'évacuation est répétée périodiquement,
avec programmation dans le temps; et/ou par le fait que des jets d'eau de chasse sont
introduits dans le tuyau d'évacuation en des emplacements différents, avec décalage
temporel mutuel, de préférence sans chevauchement dans le temps; et/ou par le fait
que l'introduction d'eau de chasse dans le tuyau d'évacuation, programmée dans le
temps, a lieu seulement tant que le débit, parcourant le tuyau d'évacuation et mesuré
par le mesureur de débits, se situe en deçà d'une valeur prédéterminée. -
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que
de l'eau potable, de l'eau de rivière ou de l'eau souterraine est utilisée en tant
qu'eau de chasse.
6. Dispositif conjugué à une installation de franchissement sous-fluvial, présentant
un tube d'évacuation (10) auquel un mesureur de débits (16) est associé, la zone du
point de mesurage du débit du tuyau d'évacuation étant, en permanence, totalement
emplie d'eaux usées, pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé par le fait qu'un dispositif (29) d'épuration par jets, associé
au tuyau d'évacuation (10), comporte au moins un orifice (24, 25, 26) de sortie d'eau
de chasse, qui sert à introduire de l'eau de chasse, sous la forme d'au moins un jet
d'eau de chasse, dans une zone du tuyau d'évacuation en permanence totalement emplie
d'eaux usées; par le fait qu'il présente un dispositif (34; 34') de commande programmée
ou de minuterie, en vue d'autoriser et d'interdire l'afflux d'eau de chasse vers l'orifice
ou les orifices de sortie (24, 25, 26), dispositif dans lequel il est, par ailleurs,
facultativement prévu
- que le sens de projection d'au moins un orifice (24, 25, 26) de sortie d'eau de
chasse soit étudié de telle sorte qu'une poussée vers l'aval puisse être exercée,
par le jet d'eau de chasse sortant respectivement dudit orifice, sur les eaux usées
renfermées par le tuyau d'évacuation (10), et/ou
- que le sens de projection d'au moins un orifice (24, 25, 26) de sortie d'eau de
chasse soit étudié de telle sorte qu'un flux tourbillonnaire puisse être engendré,
dans le tuyau d'évacuation (10), par le jet d'eau de chasse sortant respectivement
de cet orifice (24, 25, 26) de sortie d'eau de chasse, et/ou
- que le dispositif (29) d'épuration par jets présente une pompe à eaux usées en vue
d'aspirer des eaux usées et d'acheminer ces eaux usées, en tant qu'eau de chasse,
vers le tube de projection prévu au minimum.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé par le fait que le jet d'eau de
chasse ou au moins un jet d'eau de chasse peut être introduit, dans le tuyau d'évacuation
(10), au moyen d'un tube de projection (21, 22, 23) installé rigidement sur ledit
tuyau d'évacuation (10); et/ou par le fait qu'au moins un orifice de sortie d'eau
de chasse se trouve dans la moitié inférieure de la section interne considérée du
tuyau d'évacuation.
8. Dispositif selon la revendication 6 ou 7, caractérisé par le fait que l'orifice
de sortie ou au moins un orifice de sortie d'eau de chasse, de préférence tous les
orifices de sortie (24, 25, 26) se trouve (nt)., respectivement, en amont du point
(30) de mesurage du débit du tuyau d'évacuation (10), de préférence dans la zone longitudinale
la plus basse (20) du tuyau d'évacuation, et/ou à proximité de cette zone; et/ou par
le fait que l'orifice de sortie ou au moins un orifice de sortie d'eau de chasse,
de préférence tous les orifices de sortie (24, 25, 26), est ou sont respectivement
ménagé(s) dans la paroi du tuyau d'évacuation; et/ou par le fait que le sens de projection
de l'orifice de sortie ou d'au moins un orifice de sortie d'eau de chasse, de préférence
de tous les orifices de sortie (24, 25, 26), est orienté à l'oblique par rapport au
sens longitudinal du tuyau d'évacuation (10), de préférence de telle sorte qu'une
composante vectorielle (VF) du sens de projection (B) d'au moins un jet d'eau de chasse, sortant de l'orifice
de sortie, soit dirigée dans le sens d'écoulement (A) des eaux usées.
9. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé par le fait que des
vannes d'isolement distinctes (32a, 32b, 32c) sont associées aux conduits d'arrivée
(21, 22, 23) gagnant au moins deux orifices (24, 25, 26) de sortie d'eau de chasse,
au moins deux vannes d'isolement (32a, 32b, 32c) étant, de préférence, ouvertes et
fermées de manière programmée, avec décalage temporel mutuel.
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
qu'au moins un tube de projection est implanté en aval du point de mesurage du débit,
son sens de projection étant dirigé, de préférence, vers ledit point de mesurage du
débit.

