[0001] Die Erfindung betrifft eine Profildichtung aus elastischem Material zur Abdichtung
von Fenstern, Türen und Fassaden, insbesondere auf der Wetterseite, mit einer äußeren
und einer inneren Dichtzone und auf der Rückseite des Profilgrundkörpers angeformtem
Verankerungskeil.
[0002] Eine solche Dichtung ist beispielsweise in der DE-C-1031497 beschrieben, wobei die
beiden Dichtzonen als ebene Dichtflächen ausgebildet und symmetrisch zur Profilmitte
angeordnet sind. Eine Dichtung mit zwei zum Verankerungskeil unsymmetrisch angeordneten,
wulstartig ausgebildeten Dichtzonen, die zugleich die Funktion einer Glasleiste hat,
ist aus der DE-A-3400749 bekannt. Aus der EP-A-0100518 bzw. DE-A 3438126 sind Dichtungsprofile
mit konkav ausgebildeter bzw. zur Profilmitte hin umgeklappter Dichtlippe bekannt.
Durch diese Form der Dichtlippe wird eine bessere Anlage und Anpressung der Dichtlippe
an der jeweiligen Gegenfläche erreicht.
[0003] Bei der Verglasung beispielsweise von Fenstern treten bei Verwendung der üblichen,
aus Profilstreifen hergestellten und in den Ecken auf Gehrung geschnittenen und geklebten
Dichtungsrahmen, insbesondere auf der Wetterseite, immer wieder Undichtigkeiten auf.
Man ist daher bestrebt, diese kritischen Klebestellen in den Ecken zu vermeiden.
[0004] Die bisher vorgeschlagenen Lösungen sind jedoch gegenüber dem üblichen, in den Ecken
geklebten Dichtungsrahmen wesentlich aufwendiger. Projektbezogen auf Maß vorgefertigte
Dichtungsrahmen mit vulkanisierten Ecken sind z.B. wesentlich kostenintensiver und
erfordern daher eine entsprechende Mindestlosgröße. Bei der Verwendung vorgeformter
Ecken, die mit abgelängter Meterwarte zu Dichtungsrahmen verklebt werden, werden zwar
die Klebstellen in dem besonders kritischen Eckbereich vermieden, jedoch verdoppelt
sich die Anzahl der Klebstellen.
[0005] Es wurde auch schon vorgeschlagen, sog. umlaufende Dichtungsrahmen zu verwenden,
die nur aus einem einzigen, auch an den Ecken durchlaufenden Profilstück bestehen.
Diese Dichtungsrahmen weisen nur eine zu verklebende Stoßstelle auf, die zweckmäßigerweise
auf die Oberseite des Fensterrahmens, also in einen unkritischen Bereich, gelegt
wird.
[0006] Bei der Verwendung umlaufender Dichtungsrahmen kommt der Wahl des Dichtungsprofiles
besondere Bedeutung zu. Bei der Umlenkung des Profiles um 90° in den Ecken treten
Faltungen auf, die ihrerseits wiederum zu Undichtigkeiten führen können. Die Faltungen
werden durch den Dichtungsdruck noch verstärkt. Zusätzlich können durch Faltungen
nicht oder nur unzureichend verpreßbare Materialanhäufungen im Eckbereich entstehen,
welche durch zu starke Druckerhöhung zu Scheibenbruch führen können, jedoch muß ein
ausreichend hoher Dichtungsdruck gewährleistet sein.
[0007] Aus der DE-B-1033883 ist eine umlaufende Dichtung aus Weichgummi zur Abdichtung
insbesondere von Kraftfahrzeugtüren bekannt. Zur sicheren Befestigung der Dichtung
im Türfalz wird eine aus härterem Material gefertigte Spreizschnur in eine in der
Dichtung vorgesehene Aufnahmerinne eingelegt. Diese Dichtung kann nur den aufnehmenden
Rahmen außenumlaufend eingebaut werden. Sie eignet sich nicht zur Verglasung von Fenstern
mit auf der Rahmeninnenseite angeordneter Dichtung.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Profildichtung für umlaufende Dichtungsrahmen
anzugeben, die auch bei hohen Dichtungsdrücken Faltungen an den Ecken vermeidet und
eine vollflächige Anlage der Dichtung an Rahmen und Glas sicherstellt.
[0009] Diese Aufgabe wird bei einer Profildichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß die äußere Dichtzone aus geschlossen-zelligem, getriebenem elastomerem oder thermoplastischem
Werkstoff und der restliche Querschnittsbereich der Profildichtung aus herkömmlichem,
elastischem Dichtungsmaterial besteht, daß die äußere Dichtzone als Wulst und die
innere Dichtzone als konkav geformte Dichtlippe ausgebildet sind, wobei die Dichtlippe
der inneren Dichtzone in Richtung der Profilmittellinie umgeklappt ist und sich in
etwa bis in den Bereich der Mittellinie des Verankerungskeiles erstreckt.
[0010] Bei Verwendung eines geschlossen-zelligen, getriebenen Werkstoffes, beispielsweise
Moosgummi, für die äußere Dichtlippe ist eine beispielsweise in einem Fensterrahmen
umlaufende Verlegung der Profildichtung möglich, ohne daß es im kritischen Eckbereich
zu Faltenbildung kommt. Dabei ist durch die Formbebung der Dichtlippe eine ausreichend
große Dichtfläche gewährleistet. Durch die sich ergebende Materialanhäufung im Eckbereich
wird sogar eine zusätzliche Sicherheit selbst an rauhen und ungleichmäßigen Ecken
erreicht, wobei sichergestellt ist, daß durch die Verpressung des zelligen Materials
die entstehenden Drücke nicht zu Beschädigungen der Glasscheibe führen.
[0011] Durch den wulstförmigen Profilquerschnitt der äußeren Dichtzone ist gewährleistet,
daß der Spalt zwischen Glas und Rahmenprofil voll und glatt ausgefüllt wird. Der
restliche Querschnitt des Dichtungsprofiles besteht aus Üblicherweise für Dichtungsprofile
verwendetem elastischem Material. Da die innere Dichtzone eine Dichtlippe aufweist,
die konkav ausgebildet ist und sich in etwa bis in den Bereich der Mittellinie des
Verankerungskeiles erstreckt, ist sichergestellt, daß auch im Bereich der inneren
Dichtzone eine Faltenbildung weitgehend vermieden wird.
[0012] Die erfindungsgemäße Profildichtung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispieles weiter erläutert.
[0013] Es zeigen
Figur 1: den Profilquerschnitt einer erfindungsgemäßen Profildichtung
Figur 2: eine in einen Fensterrahmen eingebaute Profildichtung.
[0014] Die Profildichtung 1 besteht aus einem Profilgrundkörper 3, auf dessen Rückseite
ein Verankerungskeil 2 angeformt ist, durch den die Profildichtung 1 in einer entsprechenden
Nut 8 eines Fensterrahmens 7 gehalten wird, wobei die Profildichtung 1 mit ihrer
Rücksiete am Fensterrahmen 7 anliegt. Die Dichtzonen 4 und 5 der Profildichtung 1
liegen an der abzudichtenden Fensterscheibe 9 an. Auf der Fensterinnenseite wird
die Fensterscheibe 9 durch eine Glasleiste 10 und ein Verglasungsprofil 11 gehalten.
Das Verglasungsprofil 11 gleicht etwaige Toleranzen aus und erzeugt den für die Dichtigkeit
auf der Außenseite erforderlichen Andruck. Mit 12 ist die Scheibenverklotzung bezeichnet.
[0015] Die äußere Dichtzone 4 der Profildichtung 1 besteht aus einem geschlossen-zelligen,
getriebenen Werkstoff auf der Basis Elastomere bzw. Thermoplast, wie z.B. Moosgummi,
und weist einen wulstförmigen Querschnitt auf. Der restliche Querschnitt der Profildichtung
1 besteht aus für Profildichtungen üblichem elastischem Material. Die innere Dichtzone
5 weist eine Dichtlippe auf, die im entspannten Zustand eine konkave Form hat und
etwa bis zur Mittellinie 6 des Profilquerschnittes reicht.
Profildichtung aus elastischem Material zur Abdichtung von Fenstern, Türen und Fassaden,
insbesondere auf der Wetterseite, mit einer äußeren (4) einer inneren (5) Dichtzone
und auf der Rückseite des Profilgrundkörpers (3 ) angeformtem Verankerungskeil (2),
dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Dichtzone (4) aus geschlossen-zelligem, getriebenem,
elastomerem oder thermoplastischem Werkstoff und der restliche Querschnittsbereich
der Profildichtung (1) aus herkömmlichem, elastischem Dichtungsmaterial besteht,
daß die äußere Dichtzone (4) als Wulst und die innere Dichtzone (5) als konkav geformte
Dichtlippe augebildet sind, wobei die Dichtlippe der inneren Dichtzone (5) in Richtung
der Profilmittellinie umgeklappt ist und sich in etwa bis in den Bereich der Mittellinie
(6) des Verankerungskeiles (2) erstreckt.
Joint d'étanchéité profilé en un matériau élastique pour rendre étanche des fenêtres,
des portes et des façades, notamment sur le côté exposé aux intempéries, avec une
zone d'étanchement externe (4) et une zone d'étanchement interne (5) et avec un coin
d'ancrage (2) formé sur la face arrière du corps de base (3) du profilé, joint d'étanchéité
caractérisé en ce que la zone d'étanchement externe (4) est constituée par un matériau
élastomère ou thermoplastique matricé à alvéoles fermés, tandis que le reste de la
section transversale du joint d'étanchéité (1) est constitué par un matériau d'étanchéité
élastique traditionnel, la zone d'étanchement externe (4) étant réalisée sous la forme
d'un boudin, tandis que la zone d'étanchement interne (5) est réalisée sous la forme
d'une lèvre d'étanchement concave, cette lèvre d'étanchement de la zone d'étanchement
interne (5) étant rabattue en direction de la ligne médiane du profilé et s'étendant
à peu près jusqu'au voisinage de la ligne médiane (6) du coin d'ancrage (2).
A profile seal made of elastic material for sealing windows, doors and facades, in
particular on the weather side, comprising an outer sealing zone (4) and an inner
sealing zone (5) and an anchoring wedge (2) moulded to the rear side of the profile
basic body (3), characterised in that the outer sealing zone (4) consists of closed-celled, embossed, elastomeric or thermoplastic
material, and the remaining cross-sectional zone of the profile seal (1) consists
of conventional elastic sealing material, that the outer sealing zone (4) is in the
form of a bead and the inner sealing zone (5) is in the form of a concave sealing
lip, where the sealing lip of the inner sealing zone (5) is folded over in the direction
of the profile axis and extends approximately into the region of the axis (6) of the
anchoring wedge (2).