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EP 0 248 364 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.01.1992 Patentblatt 1992/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.05.1987 |
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Vorrichtung zum Bilden einer mit einer Bindung versehenen Gewebekante
Device for making a selvedge presenting a linkage
Dispositif de formation d'une lisière comportant une liaison
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH ES FR GB IT LI |
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Priorität: |
05.06.1986 DE 3618946
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.12.1987 Patentblatt 1987/50 |
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Patentinhaber: Klöcker-Entwicklungs-GmbH |
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D-46314 Borken/Weseke (DE) |
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Erfinder: |
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- Klöcker, Heinrich Josef
D-4280 Borken 3/Weseke (DE)
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Vertreter: Walther, Horst, Dipl.-Ing. |
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Postfach 41 01 45 34063 Kassel 34063 Kassel (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 104 663 DE-A- 3 108 662 DE-B- 2 605 489
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CH-A- 641 847 DE-A- 3 329 997
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Vorrichtung zum Bilden einer mit einer Bindung versehenen Gewebekante
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bilden einer mit einer Bindung versehenen
Gewebekante, insbesondere bei schützenlosen Webmaschinen, bestehend aus zwei wechselseitig
bewegten Webschäften, wobei an dem einen Webschaft eine als Führungsgestell ausgebildeter
Nadelhalter und an dem anderen Webschaft eine in den Schienen des Führungsgestells
geführte Kulisse vorgesehen ist, und daß in der Kulisse eine Lochscheibe mit Bohrungen
zur Führung der Dreherfäden drehbar angeordnet ist.
[0002] Es ist eine Vorrichtung zum Bilden einer Dreherkante bekannt, die aus zwei gegenläufig
bewegten Webschäften besteht, wobei an dem einen Webschaft ein Führungsgestell für
den Nadelhalter der Steherfäden und an dem anderen Webschaft eine von dem Führungsgestell
geführte Fadenführungsvorrichtung für die Dreherfäden angeordnet ist. Dabei besteht
die Fadenführungsvorrichtung aus einer zwischen zwei Anschlägen beweglichen Lochscheibe
mit wenigstens zwei Löchern zur Führung der Fäden, wobei zwischen den Anschlägen Zahnstangen
zur Erzeugung der Drehbewegung der Lochscheibe angeordnet sind. Bei der Bewegung des
Führungsgestells erfolgt auch eine Mitnahme der an der Fadenführungsvorrichtung angeordneten
Zahnstangen, die durch Magnete am Führungsgestell festgehalten werden und damit die
Lochscheibe in Umdrehung versetzen. (DE-OS 33 29 997)
[0003] Mit einer solchen Vorrichtung können keine hohen Arbeitsgeschwindigkeiten erzielt
werden, da dann die Kräfte auf die Zahnstangen zu stark werden und Beschädigungen
der Zähne an Zahnstangen zu befürchten sind.
[0004] Es ist auch eine Vorrichtung zur Herstellung einer Gewebeschnittleiste bekannt (EP
104 663), bei der wechselseitig bewegte Webschäfte vorgesehen sind, wobei an dem einen
Webschaft ein als Führungsgestell ausgebildeter Nadelhalter vorgesehen ist, in dem
eine Kulisse geführt ist, die über Anschlußmittel mit dem anderen Webschaft verbunden
ist. In dieser Kulisse ist ein sogenannter Fadenschieber drehbar gelagert. Dieser
Fadenschieber weist Bohrungen auf, durch die die Drehfäden geführt sind. Die Drehung
des zylinderförmigen Fadenschiebers erfolgt zwischen den Nadeln durch einen als Stift
ausgebildeten Mitnehmer der in eine entsprechende Aussparung des Fadenschiebers hineinragt.
Durch die Drehbewegung erfolgt die Verschiebung der Dreherfäden von der einen Seite
der einen Nadel auf die andere Seite der gegenüberliegenden Nadel. In dem nadelfreien
Raum muß also die Drehung des Fadenschiebers vollzogen werden, wodurch das Umspringen
der Dreherfäden von der einen Seite der einen Nadel auf die andere Seite der gegenüberliegenden
Nadel erfolgen soll. Damit diese Verschiebung auch tatsächlich erfolgt, muß bei der
bekannten Vorrichtung der Abstand zwischen den beiden Nadelenden, also der nadelfreie
Raum, ausreichend groß gewählt werden, da bei zu geringem Abstand der Nadelenden zueinander
bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten nicht genügend Zeit für das Verschieben bzw. den
Wechsel der Fäden vorhanden ist, es sei denn, der Nadelabstand wird vergrößert. Eine
Vergrößerung des Nadelabstandes bewirkt aber, daß ein sogenanntes unsauberes Fach
gebildet wird; unsauber deshalb, weil die in den ösen der Nadeln geführten Steherfäden,
die im theoretischen Idealfall in einer Ebene liegen sollen, in vertikaler Richtung
einen Abstand zueinander aufweisen. Um nunmehr das ordnungsgemäße Einlegen des Schußfadens
in das Fach zu gewährleisten, muß das Fach größer gemacht werden. Dies wiederum bedeutet,
daß auch die Hubbewegungen der Webschäfte größer werden mit der Folge, daß auch der
Zeitaufwand zunimmt, so daß insgesamt die Webgeschwindigkeit abnimmt.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, bei
der auch bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten bei minimalem Nadelabstand der Wechsel
der Dreherfäden zwischen den Nadeln gewährleistet ist.
[0006] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß an der Kulisse ein Steuerelement
in Arbeitsrichtung relativ zur Kulisse beweglich angebracht ist, daß das Steuerelement
mit der Lochscheibe verbunden ist, und daß die Kulisse in dem Führungsgestell gebremst
geführt ist; das Steuerelement weist hierbei Anschläge zur Begrenzung seiner Relativbewegung
auf. Die Bremsung der Bewegung der Kulisse in den Gestellschienen wird hierbei durch
mehrere, beispielsweise durch vier im Bereich der Gestellschiene angeordnete Magnete
bewirkt.
[0007] Durch diese Ausführungsform wird erreicht, daß die Dreherfäden, selbst bei minimalem
Abstand der Nadelenden zueinander, von der einen Seite der einen Nadel auf die andere
Seite der gegenüberliegenden Nadel hinüberwechseln, da jeweils beim Richtungswechsel
der Kulisse am oberen bzw. unteren Ende des Gestells die Lochscheibe verdreht wird,
die Dreherfäden somit eine Vorspannung erhalten, und hierdurch in Jedem Fall gewährleistet
ist, daß die Dreherfäden bei Erreichen des nadelfreien Raumes den Wechsel vornehmen
können.
[0008] Nach einer speziellen Ausführungsform ist das Steuerelement hierbei ein mit Anschlägen
versehener Rahmen, vorzugsweise ein C-förmiger Rahmen, dessen an den Mittelteil anschließende
Schenkel die Anschläge bilden.
Der maximale Abstand von der Innenkante des Schenkels des C-förmigen Rahmens zur benachbarten
Kante der Kulisse entspricht der Länge des Kreisbogens, um den die Lochscheibe verdreht
wird. Zur Erzielung einer ausreichenden Vorspannung der Dreherfäden ist hierbei eine
Verdrehung der Lochscheibe um einen Winkel von 60 Grad ausreichend.
[0009] Im einzelnen ist die Ausführungsform dieser Vorrichtung so getroffen, daß die Kulisse
in Längsrichtung eine Nut zur Führung des Mittelteils des C-förmigen Rahmens aufweist,
daß die Lochscheibe eine Nut an ihrer Stirnseite aufweist, die sich zwischen zwei
benachbart gegenüberliegenden Bohrungen erstreckt, daß in der Mitte der die Nut bildenden
Wangen der Lochscheibe eine Bohrung angeordnet ist, daß der Mittelteil des C-förmigen
Rahmens ebenfalls eine Bohrung aufweist, so daß die Lochscheibe durch einen Stift
mit dem Mittelteil des C-förmigen Rahmens formschlüssig verbunden ist, daß der Mittelteil
zu beiden Seiten der Bohrung Aussparungen aufweist, so daß die Lochscheibe in der
Kulisse drehbar ist.
[0010] Hierdurch wird erreicht, daß in beispielsweise der oberen Endstellung der Kulisse
in dem durch die Gestellschienen gebildeten Führungsgestell bei der Umkehrbewegung
der Webschäfte der C-förmige Rahmen nach unten gezogen wird, mithin durch die kraftschlüssige
Verbindung zwischen Rahmen und Lochscheibe die Lochscheibe verdreht wird, wodurch
dann mit Sicherheit gewährleistet ist, daß die Dreherfäden, selbst bei höherer Arbeitsgeschwindigkeit
und minimalem Nadelabstand, bei Erreichen des nadelfreien Raumes von der einen Seite
der einen Nadel auf die andere Seite der gegenüberliegenden Nadel hinüberwechseln.
[0011] Nach einer besonderen Ausführungsform ist die in dem Mittelteil des C-förmigen Rahmens
befindliche Bohrung ein Langloch. Hierdurch ergibt sich als Vorteil, daß der C-förmige
Rahmen während der Bewegung relativ zur Kulisse keinen Kreisbogen beschreibt, sondern
vielmehr eine geradlinige Bewegung ausführt.
[0012] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Nadeln auf dem Führungsgestell
so angeordnet, daß die Achse der ösen der jeweiligen Nadel in Fadenlaufrichtung verläuft.
Hierdurch wird erreicht, daß im Gegensatz zu der bekannten Ausbildung der Nadeln,
bei der die ösen seitlich angeordnet sind, die Steherfäden zum einen leichter eingefädelt
werden können, zum anderen der Verschleiß der ösen durch die Fäden erheblich herabgesetzt
wird, da eine Umlenkung der seitlich von den Gestellschienen zu den Nadeln geführten
Steherfäden wegfällt.
[0013] In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform dargestellt:
- Fig. 1
- zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Seitenansicht;
- Fig. 2
- zeigt eine Ansicht auf den Kettfadenhalter zusammen mit der Kulisse und der Lochscheibe
von hinten;
- Fig. 3
- zeigt die Fadenführungsvorrichtung bestehend aus dem C-förmigen Rahmen und der Lochscheibe;
- Fig. 4
- zeigt die Fadenführungsvorrichtung in einer perspektivischen Darstellung.
[0014] Die Vorrichtung zum Bilden einer mit einer Bindung versehenen Gewebekante besteht
aus dem einen Webschaft 1 und dem anderen Webschaft 2 (Fig. 1). Jeder Webschaft weist
hierbei zwei in Abstand befindliche Litzentragschienen 3 bzw 3a und 4 bzw. 4a auf.
Die beiden Webschäfte sind zueinander gegenläufig beweglich angeordnet.
[0015] An dem Webschaft 2, d.h. heißt an der Litzentragschiene 3 bzw. 3a (nicht dargestellt)
ist das insgesamt mit 5 bezeichnete Führungsgestell befestigt, beispielsweise mit
Hilfe von Klemmstücken 6 und 6a (nicht dargestellt). Dieses Führungsgestell 5 besteht
im einzelnen aus den beiden als U-Schienen ausgebildeten Gestellschienen 5a, 5b, wobei
die beiden Gestellschienen so einander gegenüberliegend angeordnet sind, daß hierdurch
eine Führungsnut 7 zur Führung der Kulisse 9 gebildet wird. Die Nadeln in dem Führungsgestell
sind mit 7a, 7b, 7c und 7d bezeichnet; sie besitzen die ösen 8a, 8b, 8c und 8d, durch
welche die Steher- bzw. Kettfäden 16a - 16d gezogen sind. Die Achsen der ösen der
Nadeln verlaufen hierbei entsprechend der Laufrichtung der Steherbzw. Kettfäden.
[0016] In der durch die Gestellschienen 5a, 5b gebildeten Führungsnut 7 ist die Kulisse
9 vertikal beweglich angeordnet. Die Kulisse 9 besitzt an ihrer im Bereich der Gestellschiene
5a liegenden Kante die Magnete 11, 12. In der Kulisse 9, die an ihrer Längsseite eine
Nut 9a besitzt, ist eine Lochscheibe 10 drehbar angeordnet, die ihrerseits selbst
mit einer stirnseitig verlaufenden Nut 10a versehen ist. Die Lochscheibe 10, die die
Bohrungen 10b, 10c, 10d, 10e zur Führung der Dreherfäden 21 aufweist, besitzt im Bereich
der Nut 10a die weitere Bohrung 10f.
[0017] Ein das Steuerelement darstellender C-förmiger Rahmen 15 mit dem Mittelteil 15a und
mit an das Mittelteil anschließenden Schenkeln 15b, 15c ist an der Kulisse relativ
zu dieser beweglich angeordnet. Das Mittelteil 15a, das eine als Langloch ausgebildete
Bohrung 16 aufweist, ragt hierbei in die Nut 9a der Kulisse, sowie in die stirnseitige
Nut 10a der in der Kulisse 9 drehbar angeordneten Lochscheibe 10 hinein. Die Verdrehbarkeit
der Lochscheibe 10 durch die Vertikalbewegung des C-förmigen Rahmens wird dadurch
ermöglicht, daß in dem Mittelteil 15a zu beiden Seiten der Bohrung 16 Aussparungen
19, 20 (Fig.3) vorgesehen sind, in die die Nutenden der Lochscheibe 10 bei ihrer Verdrehung
jeweils einlaufen. Diese Aussparungen können somit auch als Anschlag zur Begrenzung
der Drehung der Lochscheibe 10 dienen. Durch einen Stift 17, der durch die Bohrung
10 bis in die Bohrung 16 des Schenkels 15a hineinragt, ist der Rahmen mit der Lochscheibe
verbunden. Die Länge des Kreisbogens, um den die Lochscheibe verdrehbar ist, entspricht
hierbei dem maximalen Abstand X von der Innenkante des Schenkels 15c des C-förmigen
Rahmens zur benachbarten horizontalen Kante der Kulisse 9. Der C-förmige Rahmen 15
selbst ist hierbei über Zugmittel 18, 18a mit dem Webschaft 2 verbunden.
[0018] Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist wie folgt:
Bei der gegenläufigen Bewegung der Webschäfte 1 und 2 und damit der Litzentragschienen
3, 3a und 4, 4a wird die Kulisse 9 mit dem C-förmigen Rahmen 15 in dem Gestell 5 auf
und ab bewegt.
[0019] Angenommen die aus der Kulisse 9 und dem C-förmigen Rahmen 15 bestehende Fadenführungsvorrichtung
befindet sich in dem Führungsgestell 5 in der Abwärtsbewegung, dann befindet sich
die Kulisse 9 an dem als Anschlag dienenden Schenkel 15b des Rahmens 15 (Fig. 2).
Hat der Webschaft 1 mit seinen Litzentragschienen 3, 3a die obere Endlage erreicht,
befindet sich die Fadenführungsvorrichtung demnach am unteren Ende des Führungsgestells
5. Bei nunmehr beginnender Ümkehrbewegung (Aufwärtsbewegung) der Webschäfte erfolgt
auf den C-förmigen Rahmen 15 durch das Zugmittel 18 eine Zugkraft in Aufwärtsrichtung
(Pfeil A Fig. 2); es erfolgt dann zunächst eine Relativbewegung des C-förmigen Rahmens
15 zur Kulisse 9, wodurch die Lochscheibe 10 verdreht wird. Die Relativbewegung des
Rahmens zur Kulisse wird dadurch bewirkt, daß die bei der Bewegung des Rahmens in
der Kulisse und der Drehung der Lochscheibe in der Kulisse entstehendee Reibkraft
geringer ist als die Kraft, die von den Gestellschienen auf die Kulisse ausgeübt wird.
Diese Kraft setzt sich aus der durch Reibung zwischen Gestellschienen und Kulisse
entstehenden Kraft und der magnetischen Kraft zusammen, die durch die im Bereich der
Gestellschienen in der Kulisse angeordneten zwei Magnete 11 und 12 erzeugt wird. Die
Kulisse 9 folgt daher der Bewegung des Rahmens 15 verzögert. Die Länge des Kreisbogens,
um den die Lochscheibe hierbei verdreht wird, entspricht dem inneren Abstand der beiden
Schenkel 15b, 15c des Rahmens 15 abzüglich der Länge der Kulisse.
[0020] Die durch die vier öffnungen 10b - 10e der Lochscheibe 10 geführten Dreherfäden 21
erfahren durch die Drehung der Lochscheibe eine Horizontalbewegung, wodurch die Dreherfäden
gespannt werden. Gelangen nun bei der weiteren Aufwärtsbewegung der Fadenführungsvorrichtung
die Dreherfäden in den Freiraum zwischen den Nadelenden, d.h. in den Bereich zwischen
den beiden Nadelpaaren 7a, 7b auf der einen Seite und 7c, 7d auf der anderen Seite,
dann gelangen die Dreherfäden -aufgrund der Spannung in horizontaler Richtung-mit
Sicherheit jeweils auf die andere Seite der jeweils gegenüberliegenden Nadel, was
zur Folge hat, daß die Dreherfäden dann jeweils die für die ordnungsgemäße Bindung
erforderliche Lage einnehmen können. Die durch die ösen 8a bis 8d gezogenen Steherfäden
machen immer genau eine Vertikalbewegung. Durch die Horizontalbewegung der Dreherfäden
und die Vertikalbewegung der Steherfäden kommt die Bindung zustande.
[0021] Bei der oben beschriebenen Ausführungsform ist anstelle des C-förmigen Rahmens auch
ein geschlossener Rahmen einsetzbar, wobei die vertikalen Schenkel eines solchen Rahmens
in entsprechenden Nuten in der Kulisse geführt werden. Um den geschlossenen Rahmen
in die Kulisse einsetzen zu können, muß dieser dann geteilt sein.
1. Vorrichtung zum Bilden einer mit einer Bindung versehenen Gewebekante, insbesondere
bei schützenlosen Webmaschinen, bestehend aus zwei wechselseitig bewegten Webschäften
(1, 2), wobei an dem einen Webschaft (1) ein als Führungsgestell (5) ausgebildeter
Nadelhalter und an dem anderen Webschaft (2) eine in den Schienen (5a, 5b) des Führungsgestells
(5) geführte Kulisse (9) vorgesehen ist, und daß in der Kulisse (9) eine Lochscheibe
(10) mit den Bohrungen (10b, 10b-e) zur Führung der Dreherfäden drehbar angeordnet
ist,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Kulisse (9) ein Steuerelement (15) in Arbeitsrichtung relativ zur Kulisse
beweglich angebracht ist, wobei das Steuerelement (15) mit der Lochscheibe (10) verbunden
ist, und daß die Kulisse (9) in dem Führungsgestell (5) gebremst geführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß die Kulisse (9) magnetisch gebremst ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2
dadurch gekennzeichnet, daß an der Kulisse (9) vorzugsweise im Bereich einer Gestellschiene (5a, bzw. 5b),
vorzugsweise zwei Magnete (11, 12) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerelement Anschläge zur Begrenzung seiner Relativbewegung aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4
dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerelement ein mit Anschlägen versehener Rahmen, vorzugsweise ein C-förmiger
Rahmen (15) ist, dessen an den Mittelteil anschließende Schenkel (15b, 15c) die Anschläge
bilden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5
dadurch gekennzeichnet, daß der maximale Abstand X von der Innenkante des Schenkels (15c) des C-förmigen
Rahmens (15) zur benachbarten Kante der Kulisse (9) der Länge des Kreisbogens entspricht,
um den die Lochscheibe (10) verdreht wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 6
dadurch gekennzeichnet, daß die Lochscheibe (10) in der Kulisse (9) um einen Winkel von ungefähr 60 Grad
verdrehbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß die Kulisse (9) in Längsrichtung eine Nut (9a) zur Führung des Mittelteils (15a)
des C-förmigen Rahmens (15) aufweist, daß die Lochscheibe (10) eine Nut (10a) an ihrer
Stirnseite aufweist, die sich zwischen zwei benachbart gegenüberliegenden Bohrungen
(10b, 10d) erstreckt, daß in der Mitte der die Nut (9a) bildenden Wangen der Lochscheibe
(10) eine Bohrung (10f) angeordnet ist, daß der Mittelteil (15a) des C-förmigen Rahmens
(15) ebenfalls eine Bohrung (16) aufweist, so daß die Lochscheibe (10) durch einen
Stift (17) mit dem Mittelteil (15a) des C-förmigen Rahmens (15) formschlüssig verbunden
ist, und daß der Mittelteil (15a) zu beiden Seiten der Bohrung Aussparungen (19, 20)
aufweist, so daß die Lochscheibe (10) in der Kulisse (9) drehbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8
dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung (16) im Mittelteil (15a) des C-förmigen Rahmens (15) ein Langloch
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß die Achse der öse (8a, 8b, 8c, 8d) einer Nadel (7a, 7b, 7c, 7d) in Fadenlaufrichtung
verläuft.
1. Device for the formation of a woven fabric edge provided with a cross-weave, in particular
for shuttleless looms, and consisting of two alternately moved healds (1, 2), wherein
a needle holder constructed as guide frame (5) is provided at the one heald (1) and
a coulisse (9) guided in the rails (5a, 5b) of the guide frame (5) is provided at
the other heald (2) and that a perforated disc (10) with the bores (10b, 10b to 10e)
for the guidance of the leno threads is arranged to be rotatable in the coulisse (9),
characterised thereby, that a control element (15) is mounted at the coulisse (9)
to be movable relative to the coulisse in operating direction, wherein the control
element (15) is connected with the perforated disc (10), and that the coulisse (9)
is guided in braked manner in the guide frame (5).
2. Device according to claim 1, characterised thereby, that the coulisse (9) is braked
magnetically.
3. Device according to claim 2, characterised thereby, that preferably two magnets (11,
12) are arranged at the coulisse (9), preferably in the region of a frame rail (5a
or 5b).
4. Device according to claim 1, characterised thereby, that the control element displays
abutments for limitation of its relative movement.
5. Device according to claim 4, characterised thereby, that the control element is a
frame provided with abutments, preferably a C-shaped frame (15), the limbs (15b, 15c)
of which adjoining the middle part form the abutments.
6. Device according to claim 5, characterised thereby, that the maximum spacing X from
the inner edge of the limb (15c) of the C-shaped frame (15) to the neighbouring edge
of the coulisse (9) corresponds to the length of the circular arc, through which the
perforated disc (10) is rotated.
7. Device according to claim 1 and 6, characterised thereby, that the perforated disc
(10) is rotatable in the coulisse (9) through an angle of approximately 60 degrees.
8. Device according to claim 1, characterised thereby, that the coulisse (9) displays
a groove (9a) in longitudinal direction for the guidance of the middle part (15a)
of the C-shaped frame (15), that the perforated disc (10) at its end face displays
a groove (10a), which extends between two adjacently opposite bores (10b, 10d), that
a bore (10f) is arranged in the middle of the cheeks of the perforated disc (10),
which form the groove (9a), that the middle part (15a) of the C-shaped frame (15)
likewise displays a bore (16) so that the perforated disc (10) is shape-lockingly
connected by a pin (17) with the middle part (15a) of the C-shaped frame (15) and
that the middle part (15a) displays recesses (19, 20) at both sides of the bore so
that the perforated disc (10) is rotatable in the coulisse (9).
9. Device according to claim 8, characterised thereby, that the bore (16) in the middle
part (15a) of the C-shaped frame (15) is an elongate hole.
10. Device according to claim 1, characterised thereby, that the axis of the eye (8a,
8b, 8c, 8d) of a needle (7a, 7b, 7c, 7d) extends in running direction of the thread.
1. Dispositif pour former une lisière pourvue d'un liage, notamment dans des machines
à tisser sans navatte, comportant deux lames mobiles réciproquement (1, 2), un porte-aiguilles
formé par un châssis de guidage (5) et monté sur l'une (1) des lames, et une coulisse
(9) montée sur l'autre lame (2) et coulissant sur les baguettes (5a, 5b) du châssis
de guidage (5), et dans lequel un disque perforé (10) pourvu de trous (10b, 10b-e)
pour guider les fils de tour est monté de manière rotative sur la coulisse (9), caractérisé en ce qu'un élément de commande (15) est disposé contre la coulisse de manière mobile
dans la direction de travail par rapport à la coulisse, cet élément de commande (15)
étant relié au disque perforé (10), et en ce que le mouvement de la coulisse (9) est
freiné dans le châssis de guidage (5).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la coulisse (9) est freinée magnétiquement.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que de préférence deux aimants (11, 12) sont disposés sur la coulisse (9),
de préférence à proximité d'une baguette (5a, 5b) du châssis de guidage.
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de commande comporte des arrêts pour limiter son mouvement relatif.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'élément de commande est un cadre pourvu d'arrêts, de préférence un cadre
(15) en forme de C, dont des branches (15b, 15c) raccordées à la partie centrale forment
lesdits arrêts.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que la distance maximale (X) entre le bord intérieur de la branche (15c) du
cadre (15) en forme de C et le bord adjacent de la coulisse (9) correspond à la longueur
de l'axe de cercle décrit par la rotation du disque perforé (10).
7. Dispositif selon les revendications 1 et 6, caractérisé en ce que le disque perforé (10) peut tourner d'un angle d'environ 60 degrés dans
la coulisse (9).
8. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la coulisse (9) présente en direction longitudinale une rainure (9a) pour
guider la partie centrale (15a) du cadre (15) en forme de C, en ce que le disque perforé
(10) présente dans son côté une rainure (10a) s'étendant entre deux trous opposés
adjacents (10b, 10d), en ce qu'un trou (10f) est ménagé au milieu des joues du disque
(10) qui définissent ladite rainure (9a), en ce que la partie centrale (15a) du cadre
(15) en forme de C comporte également un trou (16), de sorte que le disque perforé
(10) est raccordé positivement par une cheville (17) à la partie centrale (15a) du
cadre (15) en forme de C, et en ce que ladite partie centrale (15a) présente des évidements
(19, 20) des deux côtés du trou, de sorte que le disque perforé (10) peut tourner
dans la coulisse (9).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le trou (16) ménagé dans la partie centrale (15a) du cadre (15) en forme
de C est un trou oblong.
10. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'axe de l'oeillet (8a, 8b, 8c, 8d) d'une aiguille (7a, 7b, 7c, 7d) s'étend
dans la direction d'avancement du fil.