[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Spenden von Etiketten von einem Etikettenband,
welches ein Trägerband und darauf haftende Haftetiketten aufweist, wobei das Trägerband,
von einer Vorratsrolle kommend und zu einer Trägerbandaufwicklung führend, schlaufenförmig
um eine Etikettenablösekante gelegt ist und das Etikett zu einem Etikettenübergabeorgan,
z.B. einem beweglichen Sauger, welcher das abgelöste Etikett auf das Etikettiergut
überträgt, gespendet wird. Sie betrifft ferner eine Vorrichtung zur Durchführung eines
solchen Verfahrens.
[0002] Aus der NL-A 6 709 681 ist ein Verfahren bekannt, bei welchem ein beweglicher Tisch
verwendet wird, um den das Trägerband etwa in Form eines Rechtecks gelegt ist. Beim
Spendevorgang wird dieser Tisch mit seinem einen Ende unter ein Etikettenübergabeorgan,
hier in Form eines Saugers, gefahren, und das Trägerband wird durch einen Motor so
lange angetrieben, bis sich ein Etikett auf diesem Tischende genau unter dem Sauger
befindet. Dieses Etikett wird vom Sauger angesaugt. Anschließend wird der Tisch wieder
unter dem Sauger wegbewegt, wobei sich das um den Tisch geschlungene Trägerband relativ
zu ihm verschiebt, ohne daß sich die Gesamtlänge der rechteckförmigen Schlaufe ändert.
Dabei wird das durch den Sauger festgehaltene Etikett vom Trägerband abgelöst und
kann dann auf das Etikettiergut übertragen werden. In vergleichbarer Weise arbeitet
auch die aus der DE-A1 3 233 546 bekannte Vorrichtung. - Bei diesem bekannten Verfahren
muß das Trägerband durch einen Elektromotor so angetrieben werden, daß das Etikett
genau unter den Sauger zu liegen kommt. Dies bereitet besonders bei höheren Etikettiergeschwindigkeiten
Schwierigkeiten, da infolge der rechteckförmigen Führung des Trägerbandes um den verschiebbaren
Tisch erhebliche Walkarbeit erforderlich wird, wenn das Trägerband durch diesen Elektromotor
angetrieben wird. Dies kann zu Schwierigkeiten beim Anlauf dieses Elektromotors führen,
so daß dieser stehenbleibt, wenn man versucht, die Etikettiergeschwindigkeit zu stark
zu erhöhen. Auch hängt naturgemäß die Etikettiergenauigkeit (der Elektromotor wird
durch einen Etikettentaster gesteuert) von den Eigenschaften des Antriebs ab, z.B.
der Genauigkeit einer Schaltkupplung. Alternativ muß bei Schaltantrieben hoher Genauigkeit,
z.B. bei Schrittmotoren, auf Grund von deren elektrischen Kennwerten ein solcher Antrieb
unverhältnismäßig groß dimensioniert werden, was hohe Kosten verursacht und bei Beschleunigungsvorgängen
einen hohen Energieverbrauch bewirkt. Werden bei einer solchen bekannten Vorrichtung
breite Etikettenbänder verwendet, die wegen der auftretenden Walkarbeit einen mechanisch
sehr stabilen Aufbau des verschiebbaren Tisches erfordern, so wird hierdurch das Einlegen
des Trägerbandes sehr erschwert.
[0003] Man kennt ferner aus der GB-A 1 369 568 eine Etikettiervorrichtung, bei der die Etiketten
durch Bewegung des Trägerbandes um eine Etikettenablösekante abgelöst und dann durch
ein Übergabeorgan, hier in Gestalt eines Abstreifers, direkt auf das Etikettiergut
angedrückt werden. Bei dieser bekannten Vorrichtung ist eine Trägerbandaufwicklung
vorgesehen, die eine Freilaufkupplung aufweist und daher das Trägerband nur aufwickeln
kann, aber eine Abwicklung desselben verhindert. Beim Etikettiervorgang wird die Etikettenablösekante
- samt der Führung für das Etikettenband - durch das zugeführte Etikettiergut um eine
horizontale Drehachse verschwenkt. Hierbei vergrößert sich die Länge einer um die
Etikettenablösekante gelegten Trägerbandschlaufe, und da das Trägerband hinter der
Etikettenablösekante durch die Trägerbandaufwicklung blockiert ist, bewirkt diese
Schwenkbewegung, daß Etikettenband von einer Vorratsrolle abgezogen und ein Etikett
durch die Etikettenablösekante vom Trägerband abgelöst und durch den Abstreifer auf
das Etikettiergut übertragen wird. Am Ende dieser Schwenkbewegung wird hierbei durch
einen Anpreßfinger das Etikettenband vor der Etikettenablösekante blockiert.
[0004] Bei der anschließenden Schwenkbewegung in entgegengesetzter Richtung, die die Etikettenablösekante
durchführt, wird dann das Trägerband so weit von der Trägerbandaufwicklung aufgewickelt,
bis es wieder straff ist. Dies wird durch eine Rutschkupplung in der Trägerbandaufwicklung
erreicht. - Diese bekannte Vorrichtung bzw. dieses bekannte Verfahren erlauben keine
hohen Etikettiergeschwindigkeiten, da ständig relativ große Massen durch das Etikettiergut
verschwenkt werden müssen, wobei die Energie für den Etikettenvorschub und den Etikettiervorgang
nur durch die Bewegung des Etikettierguts geliefert werden muß.
[0005] Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Spendevorrichtung
für Selbstklebeetiketten in schaffen, welches bzw. welche mit einfachen Mitteln eine
hohe Etikettiergschwindigkeit bei guter Etikettiergenauigkeit ermöglichen.
[0006] Nach der Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Spenden von
Etiketten von einem Etikettenband, welches ein Trägerband und darauf haftende Haftetiketten
aufweist, wobei das Trägerband, von einer Vorratsrolle kommend und zu einer Trägerbandaufwicklung
führend, schlaufenförmig um eine Etikettenablösekante gelegt ist und das Etikett zu
einem Etikettenübergabeorgan, z.B. einem beweglichen Sauger, welcher das abgelöste
Etikett auf das Etikettiergut überträgt, gespendet wird, mit folgenden Schritten:
a) Jeweils bei einem ersten Teilvorschub eines neuen Etiketts in Richtung zum Etikettenübergabeorgan
wird unter Blockierung des Trägerbandes an einer Stelle nach der Etikettenablösekante
letztere durch einen Linearantrieb in Etikettenvorschubrichtung bewegt:
b) anschließend wird bei einem zweiten Teilvorschub durch einen an einer Stelle nach
der Etikettenablösekante angeordneten rotierenden Antrieb das Etikett vor dem Etikettenübergabeorgan
genau positioniert;
c) nach erreichter genauer Positionierung wird das Etikettenband an einer Stelle vor
der Etikettenablösekante blockiert und letztere, vorzugsweise mittels des genannten
rotierenden Antriebs und durch in Richtung zur Trägerbandaufwicklung erfolgendes Abziehen
des Trägerbandes, in ihre Ausgangsstellung zurückgezogen.
[0007] Dadurch, daß bei einem ersten Teilvorschub das Trägerband durch einen Linearantrieb
mit hoher spezifischer Leistung, typisch einen pneumatischen Arbeitszylinder, bewegt
wird, ist das Verfahren sehr schnell. Beim zweiten Teilvorschub zur genauen Positionierung
braucht dann nur noch ein Teil einer Etikettenlänge von der Vorratsrolle abgezogen
werden, und hierzu kann man einen leistungsschwachen, aber präzisen Antrieb verwenden,
nämlich einen rotierenden Antrieb. Dabei erhält man die mit solchen rotierenden Antrieben
mögliche Etikettiergenauigkeit, wobei z.B. ein Schrittmotor normaler Dimensionierung
verwendet werden kann, der bei niedrigen Drehzahlen das erforderliche hohe Drehmoment
und die erforderliche Positioniergenauigkeit erbringt. Anschließend kann dann dieser
rotierende Antrieb mit Vorteil dazu verwendet werden, durch raschen Abzug des Trägerbandes
die Etikettenablösekante rasch in ihre Ausgangsstellung zurückzuziehen. Das dabei
sich vom Etikettenträgerband ablösende Etikett wird von einem Etikettenübergabeorgan
übernommen. Beim raschen Teilvorschub kann der rotierende Antrieb das Trägerband blockiert
halten - ggf. ist hierfür auch eine separate Bremse möglich -, und umgekehrt wird
während des raschen Abzugs des Trägerbands das Etikettenband an einer Stelle vor der
Etikettenablösekante blockiert. Durch ein sinnvolles Zusammenspiel verschiedener,
dem jeweiligen Bewegungsvorgang optimal angepaßter Antriebsweisen erhält man also
ein Verfahren, das z.B. im Vergleich zum Verfahren nach der eingangs genannten NL-A
6 709 681 eine wesentlich höhere Etikettiergeschwindigkeit ermöglicht. Dabei ist auch
sehr vorteilhaft, daß - außer an der Etikettenablösekante - scharfe Umlenkungen des
Etikettenbandes vermieden werden können.
[0008] Mit besonderem Vorteil geht man bei dem erfindungsgemäßen Verfahren so vor, daß die
Abzugsbewegung des Trägerbandes entgegen der Kraft eines einseitig wirkenden Dämpfers
und/oder einer Feder mit flacher Federkennlinie erfolgt.
[0009] Um verschiedene Etikettenlängen verarbeiten zu können, wird das Verfahren mit Vorteil
so ausgebildet, daß beim ersten Teilvorschub die Vorschubbewegung durch einen Anschlag
begrenzt wird, welcher bevorzugt auf verschiedene Etikettenlängen einstellbar ist.
[0010] Ferner kann das erfindungsgemäße Verfahren mit Vorteil so ausgestaltet werden, daß
der Linearantrieb nur in Vorschubrichtung wirkend ausgebildet ist, wobei die Etikettenablösekante
dann nur durch das Abziehen des Trägerbandes in ihre Ausgangsstellung zurückgezogen
wird.
[0011] Die genannte Aufgabe wird nach der Erfindung ferner gelöst durch eine Vorrichtung
zur Durchführung des erläuterten Verfahrens, mit folgenden Merkmalen:
[0012] Einer Etikettenablösekante, um die das Trägerband, von einer Vorratsrolle kommend
und zu einer Trägerbandaufwicklung führend schlaufenförmig gelegt ist
einem Etikettenübergabeorgan, z.B. einem beweglichen Sauger, welches das abgelöste
Etikett auf das Etikettiergut überträgt.
einem Linearantrieb zum Antrieb der Etikettenablösekante in Etikettenvorschubrichtung,
einer Vorrichtung zum Blockieren des Trägerbandes an einer Stelle nach der Etikettenablösekante,
einem Sensor für die jeweilige Etikettenlage,
einer an einer Stelle vor der Etikettenablösekante angeordneten Feststellbremse zur
Betätigung während des Rückzugs der Etikettenablösekante, und einem Steuergerät zum
Steuern der vorgenannten Elemente. Eine solche Vorrichtung hat eine insgesamt sehr
flache, raumsparende Bauweise. Soll ein Gegenstand an beiden Enden etikettiert werden,
so kann man zwei solche Vorrichtungen dicht nebeneinander auf engem Raum unterbringen,
so daß beide Enden dieses Gegenstands gleichzeitig etikettiert werden können. Ein
weiterer großer Vorteil einer erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt darin, daß die bewegten
Massen gering sind, da die Etikettenablösekante nur eine geringe Masse aufzuweisen
braucht und auch ihre Führung massenarm ausgebildet werden kann. Außerdem wird durch
die einfache Bandführung das Einlegen des Etikettenbandes sehr vereinfacht, was sich
besonders bei breiten Etikettenbändern sehr vorteilhaft auswirkt. Im wesentlichen
hat das eingelegte Etikettenband die Form einer langgestreckten Haarnadel, während
z.B. bei der Vorrichtung nach der DE-A 3 233 546 das Band nebeneinander drei Schlaufen
bildet.
[0013] Mit besonderem Vorteil wird die erfindungsgemäße Vorrichtung so ausgebildet, daß
das in Gegenrichtung umgelenkte Trägerband in einem rotierenden Antrieb geführt ist,
welcher bei Stillstand das Trägerband blockiert und im Betrieb eine genaue Positionierung,
vorzugsweise mit geringer Geschwindigkeit, sowie eine im Vergleich zur Positioniergeschwindigkeit
schnelle Abzugsbewegung des umgelenkten Trägerbandes ermöglich. Der rotierende Antrieb
kann so im Rahmen der Erfindung mehrere Funktionen übernehmen.
[0014] Mit Vorteil wird bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung der Linearantrieb als Arbeitszylinder,
bevorzugt als pneumatisch arbeitender Arbeitszylinder, oder als elektrischer Linearmotor
ausgebildet.
[0015] Zur Begrenzung des Förderhubs und/oder des Rückhubs des Linearantriebs wird mit Vorteil
ein verstellbarer Anschlag vorgesehen. Dies ermöglicht die Anpassung an unterschiedliche
Etikettenlängen.
[0016] Ebenso wird mit Vorteil zur Dämpfung des Förderhubs und/oder des Rückhubs des Linearantriebs
ein Endlagen-Stoßdämpfer vorgesehen, und es wird zur Endlagenerkennung des Linearantriebs
mindestens ein Sensor vorgesehen.
[0017] Für den rotierenden Antrieb für das Trägerband ergeben sich verschiedene bevorzugte
Möglichkeiten, z.B. eine Ausbildung als Schrittmotor, als Scheibenläufermotor, oder
als mit einer Schaltkupplung versehener Motor.
[0018] Besonders einfach ist die Programmierung, wenn in bevorzugter Weise das Steuergerät
einen Mikroprozessor aufweist.
[0019] Dadurch, daß beim raschen Vorschub die Bewegung der Etikettenablösekante gleichzeitig
Abzugsbewegung aus dem Etikettenvorrat ist, bleibt das Etikettenband an der Etikettenablösekante
eben, trotz der infolge Reibung vorhandenen Zugkraftunterschiede im Band vor und nach
dieser Kante. Dadurch wird eine positionsgenaue Übergabe an das Etikettenübergabeorgan
erreicht. Diese Wirkung kann bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in bevorzugter
Weise dadurch verbessert werden, daß zwischen der Vorratsrolle und der Etikettenablösekante
eine ständig wirkende Bremse zur Aufrechterhaltung der im Etikettenband erforderlichen
Bandspannung vorgesehen ist.
[0020] Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus dem im folgenden beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten, in keiner Weise
als Einschränkung der Erfindung zu verstehenden Ausführungsbeispiel, sowie aus den
Unteransprüchen. Es zeigt:
Fig. 1 eine Darstellung einer erfindungsgemäßen Etikettiervorrichtung in ihrer Ausgangsstellung
vor dem Vorschub des Etikettenbandes,
Fig. 2 die Vorrichtung der Fig. 1 nach dem Vorschub des Etikettenbandes durch die
Etikettenablösekante und den rotierenden Antrieb, wobei ein Etikett auf dem Etikettenübergabeorgan
angeordnet ist und das Etikettenband durch eine Bremse blockiert ist,
Fig. 3 die Vorrichtung der Fig. 1 bei zurückgezogener Etikettenablösekante und gelöster
Bremse des Etikettenbandes, wobei das Etikett vom Etikettenübergabeorgan auf das Etikettiergut
übertragen wird, und
Fig. 4 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens in seinem zeitlichen
Ablauf.
[0021] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Etikettiervorrichtung.
Diese Vorrichtung befindet sich in ihrer Ausgangslage für einen nachfolgenden Etikettierzyklus.
[0022] Diese Etikettiervorrichtung verwendet ein Etikettenband 1 in Form eines - gewöhnlich
mit Silikonlack beschichteten und transparenten - Trägerbandes 1a, auf dem sich einzelne
bedruckte Haftklebeetiketten 1 befinden. Das Etikettenband 1 befindet sich auf einer
Vorratsrolle 2 und wird von dieser über eine Umlenkrolle 20 zu einem stationären Tisch
21 geführt, gegen den es durch eine einstellbare, kontinuierliche Bremse 3 gedrückt
wird. Diese Bremse 3 dient dazu, im Etikettenband eine entsprechende Spannung aufrecht
zu erhalten. Ein Signalgeber bzw. Sensor 4 dient dazu, die Lage der einzelnen Etiketten
1 auf dem Trägerband 1a zu erfassen. Er kann z.B. ein Mikroschalter sein, welcher
die Kanten der Etiketten erfaßt, oder ein fotoelektrischer Sensor, z.B. eine Lichtschranke,
die dann ein Signal abgibt, wenn sich das transparente Trägerband 1a in ihrem Spalt
befindet und Licht durchläßt. Sensoren dieser Art sind in großer Vielfalt bekannt.
[0023] Gegenüber dem Tisch 21 befindet sich ferner eine Feststellbremse 5, welche bei Betätigung
- vgl. Fig. 2 - das Etikettenband 1 gegen den Tisch 21 preßt und dadurch arretiert.
Die Feststellbremse 5 arbeitet pneumatisch, und die Pneumatik wird in üblicher Weise
elektrisch gesteuert.
[0024] In Fortsetzung des Tisches 21 und - bezogen auf Fig. 1 - links von diesem befindet
sich eine längsbewegliche Etikettenablösekante 6, um welche das Etikettenband 1 unter
Richtungsumkehr herumgeführt ist, wobei an dieser Ablösekante 6 der Spendevorgang
stattfindet, so daß sich unterhalb von ihr (bezogen auf Fig. 1) nur noch Trägerband
1a befindet. Letzteres ist, wie dargestellt, durch ein Abzugswalzenpaar 7, das von
einem Motor 7a angetrieben werden kann, zu einer Aufwickelrolle 8 geführt. Der Motor
7a hat im unbewegten Zustand eine hohe Haltekraft und kann z.B. ein Schrittmotor oder
ein Motor mit einer Kombination aus Kupplung und Bremse sein, welcher im Ruhezustand
festgebremst ist und dessen Kupplung bei Betätigung eingeschaltet wird. Auch ein Scheibenläufermotor
kann hier mit Vorteil verwendet werden.
[0025] Links neben der längsbeweglichen Etikettenablösekante 6 befindet sich das - in Fig.
1 in Ruhestellung dargestellte - Etikettenübergabeorgan 9 mit seinem pneumatischen
Antrieb 9a. Das Etikettenübergabeorgan 9 kann z.B. ein durch Vakuum betätigter Sauger
sein, wie er dem Fachmann bei Etikettiervorrichtungen in vielfacher Weise geläufig
ist, so daß eine Detaildarstellung entbehrlich ist.
[0026] Zur Bewegung der längsbeweglichen Etikettenablösekante 6 dient ein Linearantrieb
10, der nur in Vorschubrichtung wirksam zu sein braucht. Der Linearantrieb 10 kann
z.B. ein elektrischer Linearmotor sein, oder ein pneumatischer oder hydraulischer
Arbeitszylinder. Typisch für solche Linearmotoren ist ihre hohe spezifische Leistung
und ihre rasche Beschleunigung. Da der Hub des Linearantriebs 10 bei ünterschiedlichen
Etikettenformaten unterschiedlich groß sein muß, nämlich geringfügig kleiner als die
halbe Etikettenlänge, oder geringfügig kleiner als die halbe Etikettenteilung (die
Etikettenteilung ist der Abstand zwischen der Mitte zweier aufeinaderfolgender Etiketten
1 auf dem Trägerband 1 a), wird dieser Hub durch zwei einstellbare Anschläge 11 und
13 begrenzt, welche mit einem Verbindungselement 14 zusammenwirken, das den Linearantrieb
10 mit der Etikettenablösekante 6 starr verbindet. Ferner sind zur Erfassung der Lage
dieses Verbindungselements 14 zwei Endschalter 16 und 17 in der dargestellten Weise
vorgesehen. Der Endschalter 17 erfaßt die in Fig. 1 dargestellte, zurückgezogene Lage
der Etikettenablösekante 6, während der Endschalter 16 die in Fig. 2 dargestellte,
vorgeschobene Lage der Etikettenablösekante 6 erfaßt.
[0027] Ein Steuergerät 15, typisch ein durch ein entsprechendes Programm gesteuerter Mikroprozessor,
hat einen Netzanschluß 15a und ist, wie dargestellt, durch - gestrichelt angedeutete
- Leitungen mit dem Sensor 4, dem rotierenden Antrieb 7a des Abzungswalzenpaares 7,
und den Endschaltern 16 und 17 verbunden, ebenso mit den entsprechenden (nicht dargestellten)
Steuerventilen der pneumatisch betätigten Geräte, also der Feststellbremse 5, des
Antriebs 9a für das Etikettenübergabeorgan 9, und des Linearantriebs 10. Das Steuergerät
15 steuert den erfindungsgemäßen zeitlichen Ablauf der Bewegungsvorgänge, wie er nachfolgend
beschrieben wird.
[0028] Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach Fig. 1 ist wie folgt: Zunächst wird durch
das Steuergerät 15 der Motor 7a blockiert, so daß das Abzugswalzenpaar 7 steht und
das Trägerband 1a einklemmt und dabei blockiert. Nun wird der Linearantrieb 10 eingeschaltet
und bewegt die Etikettenablösekante 8 bis zum Anschlag 11 nach vorne. Der Anstoß gegen
den Anschlag 11 kann dabei - ebenso wie der Anstoß gegen den Anschlag 13 - durch nicht
dargestellte kleine Stoßdämpfer gedämpft werden, welche zweckmäßig am Verbindungselement
14 angebracht werden.
[0029] Bei Beginn der Hubbewegung befindet sich, wie dargestellt, ein Etikett 1 so auf der
Etikettenablösekante 6, daß es bündig mit deren vorderen Kante abschließt. Wie in
Fig. 4A dargestellt, hat ein solches Etikett die Länge D. Gemäß Fig. 4B wird nun die
Etikettenablösekante 6 um einen Hub vorgeschoben, welcher z.B. kleiner als D/2, also
geringfügig kleiner als die halbe Etikettenlänge D ist, wobei dieser Hub durch den
Abstand der Anschläge 11 und 13 bestimmt ist. Gemäß Fig. 4B wird hierdurch das vorderste
Etikett 1 vom Trägerband 1 a abgelöst und unter den Sauger 9 geschoben, hat aber noch
nicht seine genaue, endgültige Position erreicht, sondern es fehlen hierzu beispielsweise
noch einige Millimeter.
[0030] Beim Ansprechen des Endschalters 16 wird nun durch das Steuergerät 15 der Motor 7a
eingeschaltet, und das Abzugswalzenpaar 7 bewegt das Trägerband 1a mit geringer Geschwindigkeit
so lange vorwärts, bis der Sensor 4 dem Steuergerät 15 die richtige Position des Etikettenbandes
1 anzeigt. Dieser Bewegungsvorgang ist in Fig. 4B durch den Pfeil 22 angedeutet. An
seinem Ende befindet sich gemäß Fig. 4C das Etikett 1 genau unter dem Sauger 9, wie
das auch in Fig. 2 dargestellt ist.
[0031] Zu diesem Zeitpunkt wird durch das Steuergerät 15 die Bremse 5 eingeschaltet und
preßt daß Etikettenband 1 gegen den Tisch 21. Alsdann wird der Linearantrieb 10 abgeschaltet,
indem z.B. bei einem Pneumatikzylinder dieser drucklos gemacht wird, und der Motor
7a wird auf schnellen Vorschub geschaltet, so daß das Abzugswalzenpaar 7 das Trägerband
1 a so lange abzieht und der Aufwickelrolle 8 zuführt, bis die Etikettenablösekante
6 durch das Trägerband 1a wieder in ihre Ausgangslage zurückgezogen ist, also gegen
den Anschlag 13 anliegt, wobei der Endschalter 17 ein entsprechendes Signal abgibt.
Durch diesen raschen Abzugsvorgang wird das Trägerband 1 a vollends von dem Etikett
1 b abgezogen, das sich auf dem Sauger 9 befindet und durch Vakuum an diesem festgehalten
wird.
[0032] Zur Erzielung eines gleichmäßig ebenen Anliegens des Trägerbandes 1 a an der Etikettenablösekante
6 erfolgt diese Abzugsbewegung mit Vorteil gegen eine Bremskraft, z.B., wie dargestellt,
gegen die Kraft einer Feder 25 mit flacher Federkennlinie, oder gegen die Kraft eines
- nicht dargestellten - einseitig wirkenden Dämpfzylinders. (Naturgemäß befindet sich
die Feder 25 bei Fig. 1 nicht im Spalt zwischen dem Sauger 9 und dem Etikettiergut
12, sondern z.B. vor oder hinter diesem Spalt.)
[0033] Befindet sich die Etikettenablösekante 6 wieder in ihrer Ausgangslage, wie sie in
Fig. 3 und in Fig. 4D dargestellt ist, so kann der als Etikettenübergabeorgan dienende
Sauger 9 das Etikett auf das Etikettiergut 12 übergeben, wie daß die Fig. 3 und 4D
ebenfalls zeigen.
[0034] Anschließend wird durch das Steuergerät 15 der Sauger 9 mittels seines Antriebs 9a
wieder in seine Ruhelage zurückgefahren, und danach kann der beschriebene Zyklus von
neuem beginnen.
[0035] Durch den Rückhub, also die Abzugsbewegung, der Etikettenblösekante 6 kommt dabei
jeweils wieder ein Etikett 1 b so auf diese zu liegen, daß dessen Vorderkante bündig
mit dem linken Ende der Etikettenablösekante 6 abschließt, und dies kann durch Einstellen
des Anschlags 13 justiert werden.
[0036] Wie die Fig. 1 - 3 zeigen, wird das Etikettenband 1 nur an der Umlenkrolle 20 umgelenkt,
z.B, um 45
°, und dann an der Etikettenablösekante 6 um 180
°, so daß das Etikettenband 1 beim Einlegen in die Maschine etwa die Form einer langgestreckten
Haarnadel einnimmt. Dadurch ist es sehr leicht einzulegen, und die gesamte erfindungsgemäße
Etikettiervorrichtung hat einen extrem flachen Aufbau, so daß auch zwei solche Vorrichtungen
Rücken an Rücken verwendet werden können. Z.B. könnte man sich eine Spiegelebene durch
die Längsachse des Linearantriebs 10 denken, an welcher der obere Teil der Fig. 1
gespiegelt würde, und man hätte dann zwei Etikettiervorrichtungen, welche das Etikettiergut
12 von oben und von unten etikettieren könnten. Wichtig ist auch, daß durch die Erfindung
die Bildung von "Blasen" im Etikettierband 1 im Bereich der Etikettenablösekante 6
vermieden und dadurch die Etikettiergenauigkeit erhöht wird. Außerdem ergibt sich
durch die Erfindung ein geringer Hub der Etikettenablösekante 6 für die Ubergabe der
Etiketten 1b, was die Arbeitsgeschwindigkeit ebenfalls erhöht, und außerdem - infolge
der geringen Dicke der Etigettenablösekante 6 - ein sehr geringer Hub des Etikettenübergabeorgans
9, besonders im Vergleich zur Vorrichtung nach der DE - A 3 233 546.
[0037] Naturgemäß sind im Rahmen des Grundgedankens der vorliegenden Erfindung zahlreiche
Abwandlungen und Modifikationen möglich.
1. Verfahren zum Spenden von Etiketten (1 b) von einem Etikettenband (1), weiches
ein Trägerband (1a) und darauf haftende Haftetiketten aufweist, wobei das Trägerband
(1a), von einer Voratsrolle (2) kommend und zu einer Trägerbandaufwicklung (8) führend,
schlaufenförmig um eine Etikettenablösekante (6) gelegt ist und das Etikett (1b) zu
einem Etikettenübergabeorgan (9), z.B. einem beweglichen Sauger, welcher das abgelöste
Etikett (1b) auf das Etikettiergut (12) überträgt, gespendet wird, mit folgenden Schritten:
a) jeweils bei einem ersten Teilvorschub (Fig. 4B) eines neuen Etiketts (1 b) in Richtung
zum Etikettenübergabeorgan (9) wird unter Blockierung des Trägerbandes (1 a) an einer
Stelle nach der Etikettenablösekante (6) letztere durch einen Linearantrieb (10) in
Etikettenvorschubrichtung bewegt;
b) anschließend wird bei einem zweiten Teilvorschub (Fig. 4C) durch einen an einer
Stelle nach der Etikettenablösekante (6) angeordneten rotierenden Antrieb (7) das
Etikett (1 b) vor dem Etikettenübergabeorgan (9) genau positioniert;
c) nach erreichter genauer Positionierung wird das Etikettenband (1) an einer Stelle
vor der Etikettenablösekante (6) blockiert (5) und letztere, vorzugsweise mittels
des genannten rotierenden Antriebs (7) und durch in Richtung zur Trägerbandaufwicklung
(8) erfolgendes Abziehen des Trägerbandes (1 a), in ihre Ausgangsstellung zurückgezogen
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abzugsbewegung des Trägerbandes
(1 a) entgegen der Kraft eines einseitig wirkenden Dämpfers und/oder einer Feder (25)
mit flacher Federkennlinie erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Etikettenablösekante
(6) beim ersten Teilvorschub (Fig. 4B) etwas weniger als eine halbe Etikettenlänge
(D) oder etwas weniger als eine halbe Etikettenteilung in Etikettenvorschubrichtung
bewegt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
beim ersten Teilvorschub (Fig. 4B) die Vorschubbewegung durch einen Anschlag (11)
begrenzt wird, welcher bevorzugt auf verschiedene Etikettenlängen einstellbar ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Linearantrieb (10) nur in Vorschubrichtung wirkend ausgebildet ist.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
mit folgenden Merkmalen:
einer Etikettenablösekante (6), um die das Trägerband (1 a), von einer Vorratsrolle
(2) kommend und zu einer Trägerbandaufwicklung (8) führend schlaufenförmig gelegt
ist,
einem Etikettenübergabeorgan (9), z.B. einem beweglichen Sauger, welches das abgelöste
Etikett (1 b) auf das Etikettiergut (12) überträgt,
einem Linearantrieb (10) zum Antrieb der Etikettenablösekante (6) in Etikettenvorschubrichtung,
einer Vorrichtung (7) zum Blockieren des Trägerbandes (1 a) an einer Stelle nach der
Etikettenablösekante (6),
einem Sensor (4) für die jeweilige Etikettenlage, einer an einer Stelle vor der Etikettenablösekante
(6) angeordneten Feststellbremse (5) zur Betätigung während des Rückzugs der Etikettenablösekante
(6), und einem Steuergerät (15) zum Steuern der vorgenannten Elemente.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das in Gegenrichtung umgelenkte
Trägerband (1a) in einem rotierenden Antrieb (7, 7a) geführt ist, welcher bei Stillstand
das Trägerband (1a) blockiert und im Betrieb eine genaue Positionierung, vorzugsweise
mit geringer Geschwindigkeit, sowie eine im Vergleich zur Positioniergeschwindigkeit
schnelle Abzugsbewegung des umgelenkten Trägerbandes (1 a) ermöglicht.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Linearantrieb
(10) als Arbeitszylinder, bevorzugt als pneumatisch arbeitender Arbeitszylinder, oder
als elektrischer Linearmotor ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein verstellbarer
Anschlag (11, 13) zur Begrenzung des Förderhubs und/oder zur Begrenzung des Rückhubs
des Linearantriebs (10) vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Endlagen-Stoßdämpfer zur Dämpfung des Förderhubs und/oder des Rückhubs des Linearantriebs
(10) vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
ein Sensor (16, 17) zur Endlagenerkennung des Linearantriebs (10) vorgesehen ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der
rotierende Antrieb (7, 7a) für das Trägerband (1a) als Schrittmotor, oder als Scheibenläufermotor,
oder als mit einer Schaltkupplung versehener Motor, ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das
Steuergerät (15) einen Mikroprozessor aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
der Vorratsrolle (2) und der Etikettenablösekante (6) eine ständig wirkende Bremse
(3) zur Aufrechterhaltung der im Etikettenband (1) erforderlichen Bandspannung vorgesehen
ist.
1. A mefhod of dispensing labels (1 b) from a label strip (1) which comprises a carrier
strip (1a) and adhesive labels adhering to it, in which the carrier strip (1a), coming
from a delivery roll (2) and passing to a device (8) for winding up the carrier strip,
is looped around a label detaching edge (6) and the label (1b) is transferred to a
label transfer element (9), e.g. a moving suction head, which transfers the detached
label (1 b) to the goods (12) to be labelled, with the following steps:
a) in a first partial feeding movement (Fig. 4B) of a new label (1b) towards the label
transfer element (9) the carrier strip (1 a) is immobilised at a position after the
label detaching edge (6) and the latter is moved in the label feeding direction by
a linear drive (10);
b) then in a second partial feeding movement (Fig. 4C) the label (1b) is positioned
precisely in front of the label transfer element (9) by a rotating drive (7) located
at a position after the label detaching edge (6);
c) after precise positioning has been achieved, the label strip (1) is immobilised
(5) at a position before the label detaching edge (6) and the latter is retracted
to its initial position, preferably by means of said rotating drive (7) and by pulling
off the carrier strip (la) in the direction of the device (8) for winding up the carrier
strip.
2. A method as in claim 1, characterised in that the carrier strip (1 a) is pulled
off against the force of a damper acting in one direction and/or a spring (25) with
a flat spring characteristic.
3. A method as in claim 1 or 2, characterised in that in the first partial feeding
movement (Fig. 4B) the label detaching edge (6) is moved somewhat less than half the
label length (D) or somewhat less than half the label spacing in the label feeding
direction.
4. A method as in one of the preceding claims, characterised in that in the first
partial feeding movement (Fig. 4B) the feeding movement is limited by a stop (11)
which is preferably adjustable to different label lengths.
5. A method as in one of the preceding claims, characterised in that the linear drive
(10) is designed to operate only in the feeding direction.
6. A device for implementing the method as in one of the preceding claims, with the
following features:
a label detaching edge (6) around which the carrier strip (1 a) is looped, coming
from a delivery roll (2) and passing to a device (8) for winding up the carrier strip,
a label transfer element (9), e.g. a moving suction head, which transfers the detached
label (1 b) to the goods (12) to be labelled,
a linear drive (10) to drive the label detaching edge (6) in the label feeding direction,
a device (7) for immobilising the carrier strip (1 a) at a point after the label detaching
edge (6),
a sensor (4) for the particular label position, an immobilising brake (5) located
at a position before the label detaching edge (6) for actuation during the refraction
of the label detaching edge (6),
and a control unit (15) to control the elements named above.
7. A device as in claim 6, characterised in that the carrier strip (1a) deflected
in the opposite direction is guided in a rotating drive (7, 7a) which when stationary
immobilises the carrier strip (1a) and in operation makes it possible to position
the deflected carrier strip (1 a) precisely, preferably at slow speed, and to pull
it off rapidly in comparison with the positioning speed.
8. A device as in claim 6 or 7, characterised in that the linear drive (10) takes
the form of a working cylinder, preferably a pneumatic working cylinder, or of an
electric linear motor.
9. A device as in one of claims 6 to 8, characterised in that an adjustable stop (11,
13) is provided to limit the delivery stroke and/or to limit the return stroke of
the linear drive (10).
10. A device as in one of claims 6 to 9, characterised in that an end position damper
is provided to damp the delivery stroke and/or the return stroke of the linear drive
(10).
11. A device as in one of claims 6 to 10, characterised in that at least one sensor
(16, 17) is provided to recognise the end position of the linear drive (10).
12. A device as in one of claims 6 to 11, characterised in that the rotating drive
(7, 7a) for the carrier strip (1 a) takes the form of a stepper motor, or of a motor
with a disk rotor, or of a motor provided with a controllable clutch.
13. A device as in one of claims 6 to 12, characterised in that the control unit (15)
comprises a microprocessor.
14. A device as in one of claims 6 to 13, characterised in that a continually acting
brake (3) is provided between the delivery roll (2) and the label detaching edge (6)
to maintain the required tension in the label strip (1).
1. Procédé de distribution d'étiquettes (1 b) à partir d'une bande (1) d'étiquettes
qui comporte une bande porteuse (1 a) et des étiquettes adhésives qui y adhèrent,
dans lequel la bande porteuse (1a), qui vient d'un rouleau d'alimentation (2) et va
vers un enrouleur (8) de bande porteuse est disposée en faisant une boucle autour
d'une arête (6) de séparation d'étiquettes et l'étiquette (1b) passe à un organe (9)
de transfert d'étiquettes, par exemple un aspirateur mobile, qui transfère l'étiquette
séparée (1) sur l'article à étiqueter (12), selon les étapes suivantes:
a) pour chaque étiquette, dans un premier déplacement partiel (figure 4B) d'une nouvelle
étiquette (1 b) en direction de l'organe (9) de transfert d'étiquettes, après blocage
de la bande porteuse (1a) à un emplacement situé après l'arête (6) de séparation d'étiquettes,
cette dernière est entrai- née dans la direction de déplacement des étiquettes par
un moyen d'entraînement linéaire (10);
b) puis, dans un deuxième déplacement partiel (figure 4C), l'étiquette (1b) est positionnée
exactement devant l'organe (9) de transfert d'étiquettes au moyen d'un moyen d'entraînement
rotatif (7) disposé à un emplacement situé après l'arête (6) de séparation d'étiquettes;
c) Idrsque le positionnement précis est atteint, la bande d'étiquettes (1) est bloquée
(5) en un point situé avant l'arête (6) de séparation d'étiquettes et cette dernière
est ramenée dans sa position initiale, de préférence au moyen du moyen d'entraînement
tournant (7) mentionné et par une traction de la bande porteuse (1 a) se produisant
en direction de l'enrouleur (8) de bande porteuse.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le déplacement de traction
de la bande porteuse (1a) se fait en opposition à la force d'un amortisseur agissant
dans un seul sens et/ou d'un ressort (25) à caractéristique élastique plate.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, dans le premier déplacement
partiel (figure 4B), l'arête (6) de séparation d'étiquettes est déplacée dans la direction
de déplacement des étiquettes d'un peu moins d'une demie longueur d'étiquettes (D)
ou un peu moins d'un demi décalage entre étiquettes.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, dans
le premier déplacement partiel (figure 4B), le mouvement de déplacement est limité
par une butée (11) qui est de préférence réglable pour des longueurs d'étiquettes
différentes.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen
d'entraînement linéaire (10), est conçu pour ne travailleur que dans la direction
de déplacement en avant.
6. Dispositif de mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications précédentes,
comportant les éléments suivants:
une arête (6) de séparation d'étiquettes, autour de laquelle la bande porteuse (1
a), venant d'un rouleau d'alimentation (2) et allant vers un enrouleur (8) de bande
porteuse, est disposée en forme de boucle, un organe de transfert (9) d'étiquettes,
par exemple un aspirateur mobile, qui transfère l'étiquette séparée (1b) sur l'article
(12) à étiqueter, un moyen d'entraînement linéaire (10) pour entraîner l'arête (6)
de séparation d'étiquettes en direction du déplacement d'étiquettes, un dispositif
(7) pour bloquer la bande porteuse (1a) à un emplacement situé après l'arête (6) de
séparation d'étiquettes, un détecteur (4) de la position d'une étiquette, un frein
de blocage (5) disposé à un point situé avant l'arête (6) de séparation d'étiquettes
et destiné à être actionné pendant le retour de l'arête (6) de séparation d'étiquettes,
et un dispositif de commande (15) pour la commande des éléments mentionnés ci-dessus.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que la bande porteuse (1
a) déviée en direction opposée est guidée dans un moyen d'entraînement rotatif (7,
7a) qui, à l'arrêt, bloque la bande porteuse (1a) et qui, en fonctionnement, rend
possible un positionnement précis, de préférence à vitesse faible, ainsi qu'un mouvement
de traction de la bande porteuse déviée (1 a), mouvement qui est rapide en comparaison
du mouvement de positionnement.
8. Dispositif selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le moyen d'entraînement
linéaire (10) est constitué par un vérin, de préférence un vérin pneumatique, ou un
moteur linéaire électrique.
9. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce qu'il comporte
une butée réglable (11, 13) pour limiter la course de transport et/ou pour limiter
la course de retour du moyen d'entraînement linéaire (10).
10. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 9, caractérisé en ce qu'il comporte
un amortisseur de chocs de fin de course pour amortir la course d'avance et/ou la
course de retour du moyen d'entraînement linéaire (10).
11. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 10, caractérisé en ce qu'il comporte
au moins un détecteur (16, 17) pour la détection de la fin de la course du moyen d'entraînement
linéaire (10).
12. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 11, caractérisé en ce que le moyen
d'entrainement rotatif (7, 7a) de la bande porteuse (1a) est un moteur pas-à-pas,
ou un moteur à entrefer plat, ou un moteur équipé d'un embrayage.
13. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 12, caractérisé en ce que le dispositif
de commande (15) comporte un microprocesseur.
14. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 13, caractérisé en ce qu'il comprend,
entre le rouleau d'alimentation (2) et l'arête (6) de séparation d'étiquettes, un
frein (3) agissant constamment pour maintenir la tension nécessaire dans la bande
(1) d'étiquettes.