| (19) |
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(11) |
EP 0 249 099 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.10.1992 Patentblatt 1992/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.05.1987 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B65D 83/14 |
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| (54) |
Druckbehälter zur Aufnahme und Mischung von mindestens zwei getrennten Komponenten
Aerosol for the storage and mixing of at least two separate components
Bombe aérosol pour contenir et mélanger au moins deux composants séparés
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR GB GR SE |
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Priorität: |
10.06.1986 CH 2342/86
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.12.1987 Patentblatt 1987/51 |
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Patentinhaber: POLYPAG AG |
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9450 Altstätten (CH) |
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| (74) |
Vertreter: EGLI-EUROPEAN PATENT ATTORNEYS |
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Horneggstrasse 4 8008 Zürich 8008 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 111 089 FR-A- 2 546 131 US-A- 3 992 003
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FR-A- 2 078 188 US-A- 3 976 223
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Druckbehälter nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Ausser den bekannten einfachen Druckbehältern für die Entnahme einer einzigen fliessfähigen
Phase, siehe z.B. US-PS 2 662 668, sind auch Druckbehälter z.B. aus US-A-3992003 bekannt,
in welchen mehrere Komponenten in getrennten Teilbehältern untergebracht sind und
erst kurz vor der Verarbeitung mittels eines Adapterkopfes zusammengeführt und dann
als Mischung ausgetragen werden. Nachteilig ist bei dieser Ausführung, dass einerseits
eine gleichmässige Mischung der Komponenten und andererseits ein konstantes Mischungsverhältnis
nicht gewährtleistet sind.
[0003] Weiter sollten die Auslassventile der einzelnen Teilbehälter im Trichter angeordnet
werden, wobei standardisierte Ventile verwendbar sein sollten. Dies ist jedoch bei
den heute allgemein verwendeten gewölbten Trichtern praktisch nicht möglich. Hierzu
wird auf die gleichzeitig eingereichte EP-A-0249100 der Anmelderin verwiesen.
[0004] Aus FR-A-2546131 ist ein profilierter Ventilteller bekannt, der aus einem zweilagigen
Blech gestanzt und zusammen verformt wird. Auch das Bördeln erfolgt mit beiden Lagen
zusammen. Für die Herstellung eines ebenen Trichters ist jedoch diese Herstellart
nicht anwendbar, da wegen der grösseren Belastung des Trichters, insbesondere bei
hohen Brücken, das Zweilagen-Blech eine so grosse Wandstärke aufweisen müsste, dass
ein Bördeln am Zargenrand nicht oder nur mit grossem Aufwand möglich wäre.
[0005] Aus FR-A-2078188 wird zwar ein gewölbter Trichter mit zwei Lagen ausgeführt, wobei
jedoch die Innenlage eine Auskleidung aus Kunststoff darstellt. Diese kann jedoch
den Trichterteil aus Metall nicht verstärken. Bezüglich des Bördelns bestehen keine
Probleme, jedoch ist auch diese Herstellart für die Ausbildung eines ebenen Trichters
nicht anwendbar.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Druckbehälter der eingangs beschriebenen
Art so auszugestalten, dass er zur Einhaltung eines gleichbleibenden Mischungsverhältnisses
mit hohen Druck beaufschlagt werden kann, wobei standardisierte Auslass-Ventile für
den Abschluss der Teilbehälter verwendet und das Mischungsverhältnis der Komponenten
in einfacher Weise dem verlangten Verhältniswert angepasst werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches
1 gelöst.
[0008] Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel eines Druckbehälters
für zwei Teilbehälter und einigen verschiedenen Zubehörteilen dargestellt und nachfolgend
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt eines Druckbehälters mit zwei Teilbehältern längs der Linie I - I in
Fig. 2,
- Fig. 2
- eine Draufsicht des Trichters des Druckbehälters nach Fig. 1 aus Richtung II in Fig.
1,
- Fig. 3
- einen Schnitt des Trichters des Druckbehälters nach Fig. 1 längs der Linie III - III
in Fig. 2,
- Fig. 4
- einen weiteren Schnitt des Trichters des Druckbehälters nach Fig. 1 längs der Linie
IV -IV in Fig. 2,
- Fig. 5
- einen Ausschnitt des Schnittes nach Fig. 4 in vergrössertem Massstab mit geschlossener
Entlüftungsvorrichtung und
- Fig. 6
- denselben Ausschnitt wie in Fig. 5, jedoch bei offener Entlüftungsvorrichtung,
- Fig. 7
- einen Schnitt eines auf die Ventile der Teilbehälter aufzusetzenden Adapterkopfes,
- Fig. 8
- eine Betätigungsvorrichtung für den Adapterkopf,
- Fig. 9
- eine weitere Betätigungseinrichtung für den Adapterkopf,
- Fig. 10
- einen Schnitt des Dichtungsteiles eines zusammengefügten Kolbens nach Fig. 1,
- Fig. 11
- einen Schnitt des Kolbenteiles der Kolben nach Fig. 1 und
- Fig. 12
- eine teilweise Draufsicht des Dichtungsteiles nach Fig. 10 aus Richtung XII.
[0009] Der in Fig. 1 dargestellte Druckbehälter 1 ist aus einer, z.B. aus Weissblech, Aluminium,
einer Aluminiumlegierung, Kunststoff oder einem Verbundwerkstoff Metall-Kunststoff,
hergestellten Behälterzarge 2, einem nach einwärts gewölbten Boden 3 und einem Trichter
4 zusammengesetzt. In dem Druckbehälter 1 sind zwei Teilbehälter 5, 6 untergebracht,
welche aus Kunststoff hergestellt und mit ihren Bodenteilen 7, 8 auf einem Kolben
9 abgestützt sind. Der Kolben 9 ist durch eine Treibgasfüllung beaufschlagt, die den
Raum zwischen dem Kolben 9 und dem Boden 3 füllt und durch einen Abschluss 10, z.B.
einem eingepressten Stopfen oder einem Einwegventil, einfüllbar ist.
[0010] Im Trichter 4 sind zwei kreisförmige Oeffnungen 11, 12 ausgespart, siehe Fig. 2,
deren Ausbildung noch anhand von Fig. 3 und 4 näher erläutert wird.
[0011] Wie aus Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, setzt sich der Trichter 4 aus zwei Teiltrichtern
zusammen, einem innenseitigen Teiltrichter 13 einerseits und einem aussenseitigen
Teiltrichter 14 andererseits. Der innenseitige Teiltrichter 13 weist einen Durchmesser
auf, der etwa dem Innendurchmesser der zylinderförmigen Behälterzarge 2 entspricht
und ist mit einer grösseren Wandstärke als der aussenseitige Teiltrichter 14 ausgeführt.
Der Teiltrichter 14 weist einen grösseren Durchmesser als der innenseitige Teiltrichter
13 und im Umfangsbereich eine Rille 15 auf, an die sich von der Innenseite her der
innenseitige Teiltrichter 13 anlegt. Am Umfang weist der aussenseitige Teiltrichter
14 eine Bördelpartie 16 auf, mittels welcher die Bördelung zwischen dem Zargenrand
der Behälterzarge 2 und dem Trichter 4 hergestellt wird. Dadurch, dass nur der eine,
im vorliegenden Fall der aussenseitige Teiltrichter 14 für diese Bördelung verwendet
wird, lässt sich diese mit geringerem Aufwand und zuverlässig herstellen.
[0012] Wie aus Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, sind die Oeffnungen 11, 12 mit einem Rand 17
versehen, der etwa senkrecht zur Trichterebene liegt und vom innenseitigen Teiltrichter
13 abgewandt ist. Wesentlich ist, dass der Rand 17 aus beiden Teiltrichtern 13, 14
geformt wird, wodurch seine Wandstärke die Summe der Wandstärken der beiden Teiltrichter
13, 14 darstellt und keine zusätzliche Bördelung benötigt.
[0013] Der Rand 17 dient der Aufnahme eines Ventiltellers 18, dessen Randwölbung 21 den
aus den Teiltrichtern 13, 14 gebildeten ungerollten Rand 17 umfasst und mit diesem
gecrimpt wird. Dadurch entsteht eine zuverlässige Verbindung zwischen dem Ventilteller
18 und dem Trichter 4.
[0014] Die als Faltbeutel ausgebildeten Teilbehälter 5, 6 weisen einen nach oben offenen
stutzenförmigen Beutelhals 22, 23 auf, welcher einen Verstärkungswulst 24 aufweist,
siehe Fig. 3 und 4. Der Rand des Beutelhalses 22, 23 wird unter die Randwölbung 21
des Ventiltellers 18 über den Rand 17 des Trichters 4 gelegt und dann die Crimpung
mit dem Ventilteller 18 ausgeführt. Der Beutelhals 22, 23 bildet damit eine zuverlässige
Abdichtung zwischen dem Trichter 4 und dem Ventilteller 18.
[0015] Jeder Ventilteller 18 trägt ein Ventil 19, 20, mit welchem ein vollständiger Abschluss
jedes Teilbehälters 5, 6 gewährleistet ist.
[0016] Sowohl der Ventilteller 18 als auch die Ventile 19, 20 sind standardisierte Elemente,
die dank der besonderen Ausbildung des Trichters 4 ohne Aenderung verwendbar sind.
[0017] Die Ventile 19, 20 bestehen aus einem rohrförmigen Ventilstössel 25 und einem elastisch
verformbaren, in eine Oeffnung 27 im Boden 28 des Ventiltellers 18 eingerasteten Ventilkörper
26. Die Konstruktion und die Funktion der Ventile 19, 20 ist bekannt, siehe zum Beispiel
US-PS 3 662 926.
[0018] Der im wesentlichen ebene Trichter 4 ermöglicht die Anordnung von zwei oder mehr
Ventilen 19, 20 je nach der Anzahl der verwendeten Teilbehälter 5, 6. Der Trichter
4 kann wegen der Verwendung von Teiltrichtern 13, 14 selbst für hohe Drücke eingesetzt
werden, ohne dass die Wandstärken der Teiltrichter 13, 14 übermässig stark gewählt
werden müssen. Die Teiltrichter 13, 14 bilden ein stabiles Ganzes, da sie in geeigneter
Weise miteinander verbunden sind, beispielsweise durch eine Punktschweissung oder
eine Klebung. Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, ist zwischen den beiden Teiltrichtern
13, 14 ein Hohlraum 29 gebildet, der mit Durchgängen 30, 31 versehen ist. Der Hohlraum
29 kann als Entlüftungsvorrichtung ausgebildet werden, siehe Fig. 5 und 6, indem in
den Hohlraum 29 eine elastisch federnde Zunge 32 eingelegt wird. Die Zunge 32 legt
sich hierbei an den Durchgang 31 des aussenseitigen Teiltrichters 14 und befindet
sich damit in der Schliessstellung, in welcher der Innenraum des Druckbehälters 1
druckdicht abgeschlossen ist. Wird die Zunge 32 durch Niederdrücken eines Stiftes
33 vom Durchgang 31 entfernt und in die Oeffnungsstellung gebracht, siehe Fig. 6,
entsteht eine Verbindung des Innenraumes des Druckbehälters 1 mit der Aussenluft.
Diese Entlüftungsoperation ist jeweils bei der Entnahme von Komponenten aus den Teilbehältern
5, 6 erforderlich, damit der von der Treibgasfüllung beaufschlagte Kolben 9 seine
Hubbewegung zur Entleerung der Teilbehälter 5, 6 ausführen kann.
[0019] Beim Einsatz des Druckbehälters 1 sollen die Komponenten vor der Ausgabe aus den
Teilbehältern 5, 6 zusammengeführt und gemischt werden. Für das Zusammenführen der
Komponenten wird hierbei ein Adapterkopf 40 vorgesehen, welcher auf die Ventile 19,
20 der Teilbehälter 5, 6 aufgesteckt wird und zwei Zuführungsleitungen 41, 42 aufweist,
welche in einen Anschlussstutzen 43 münden. In den Anschlussstutzen 43 wird ein Mischrohr
(nicht dargestellt) geschraubt, in welchem die Komponenten gemischt und an die Verarbeitungsstelle
gebracht werden.
[0020] Der Adapterkopf 40 ist mehrteilig ausgeführt. Er setzt sich aus einem Grundkörper
44 und einem Kopfstück 45 mit dem Anschlusstutzen 43 zusammen. Das Kopfstück 45 ist
mittels einer Ueberwurfmutter 46 auf dem Grundkörper 44 aufgeschraubt, welcher zudem
eine Abschlussplatte 49 aufweist.
[0021] Zum Abdichten des Adapterkopfes 40 an den Ventilen 19, 20 ist für jede Zuführungsleitung
41, 42 eine verhältnismässig weiche, konische Dichtungshülse 47 in den Grundkörper
44 eingesetzt. Weiter ist an dem Uebergang zwischen dem Grundkörper 44 und dem Kopfstück
45 in den Zuführungsleitungen 41, 42 je eine Dosierhülse 48 vorgesehen. Mit den Dosierhülsen
48 kann das Mischungsverhältnis der Komponenten eingestellt werden, weshalb sie nach
Entfernung des Kopfstückes 45 auswechselbar sind.
[0022] Der Kolben 9 setzt sich aus zwei Teilen zusammen, einem Dichtungsteil 50 einerseits
und einem becherförmigen Kolbenteil 51 andererseits. Die beiden Teile 50, 51 bestehen
aus einem Kunststoff und sind, z.B. durch eine Klebung oder Schweissung, miteinander
verbunden. Der Dichtungsteil 50 weist teilbehälterseitig eine Vertiefung 52 auf, in
welche die Böden 28 der Teilbehälter 5, 6 ragen und durch Rippen 53 abgestützt sind,
siehe Fig. 10 und 12. Im Zentrum der Vertiefung 52 ist ein Vorsprung 54 vorgesehen,
in dessen rückseitiger Vertiefung ein Vorsprung 56 des Bodens 57 des Kolbenteiles
51 ragt und zentriert wird. Eine weitere Zentrierung des Kolbenteils 51 wird durch
Rippen 58 erreicht, die eine der Vertiefung 52 gegenüberliegende Vertiefung 59 begrenzen.
Die beiden Vertiefungen 52, 59 sind von einer zylinderförmigen Wand 60 umgeben, die
eine Anzahl Ringnuten 61 zur Aufnahme von Dichtungsringen 62 aufweist. In Fig. 10
sind drei Dichtungsringe 62 vorgesehen, jedoch kann ihre Zahl je nach Bedarf geändert
werden.
[0023] Der Kolbenteil 51, siehe Fig. 11, ist ein verhältnismässig dünnwandiger Kunststoffteil,
dessen Kolbenhemd 63 an seinem freien Rand eine konische Dichtungs- und Führungslippe
64 aufweist.
[0024] Zur Entnahme von Komponenten aus den Teilbehältern 5, 6 wird der Adapterkopf 40 niedergedrückt,
wodurch die Ventile 19, 20 gleichzeitig und gleichmässig geöffnet werden. Entsprechend
dem vom Kolben 9 gleichmässig auf die Böden 28 der Teilbehälter 5, 6 ausgeübten Druck
werden die Komponenten in den Anschlussstutzen 43 gefördert, wobei das Verhältnis
der Komponenten durch die Dosierhülsen 48 festgelegt werden kann.
[0025] Das Verhältnis der ausgetragenen Komponenten kann auch durch Teilbehälter 5, 6 mit
unterschiedlichem Querschnitt erreicht werden. In Fig. 2, siehe die beiden gestrichelten
Linien, weisen die Teilbehälter 5, 6 gleichen Querschnitt auf. Durch die Dosierhülsen
48 kann zwar das Verhältnis der Komponenten in einem gewissen Umfang verändert werden.
Ist jedoch das Mischungsverhältnis gross, müssen auch die Teilbehälter 5, 6 unterschiedlichen
Querschnitt aufweisen. Beispielweise kann dann der eine Querschnitt kreisförmig und
der andere Querschnitt nierenförmig ausgebildet werden. Mit diesen Möglichkeiten kann
aber das Mischungverhältnis in grossen Grenzen variiert und der Viskosität der Komponenten
angepast werden.
[0026] Zum Niederdrücken des Adapterkopfes 40 bei der Entnahme der Komponenten dienen die
in Fig. 8 und 9 dargestellten Betätigungsvorrichtungen 85, 86. Beide Betätigungsvorrichtungen
weisen eine Befestigungshülse 87 auf, welche auf den Trichter 4 des Druckbehälters
1 aufgesteckt ist und an der Bördelung des Trichters einrastet. An der Befestigungshülse
87 ist, siehe Fig. 8, ein Winkelhebel 88 am Ende des einen Hebelarmes 89 schwenkbar
gelagert, während der andere Hebelarm 90 sich längs des Druckbehälters 1 erstreckt
und für die manuelle Betätigung des Winkelhebels 88 dient. Der eine Hebelarm 89 erstreckt
sich durch einen Durchgang 91 des Adapterkopfes 40. Durch Niederdrücken des Winkelhebels
88 wird der Adapterkopf 40 niedergedrückt, wodurch die Ventile 19, 20 geöffnet werden.
An der Abschlussplatte 49 des Adapterkopf 40 sind zudem trichterseitig zwei Stifte
33, siehe Fig. 5 und 6, befestigt, welche beim Niederdrücken des Adapterkopfes 40
die Zungen 32 in die Oeffnungsstellung bringen, wodurch der Innenraum des Druckbehälters
1 entlüftet wird. In Fig. 8 und 9 ist der Adapterkopf 40 nicht dargestellt, sondern
der besseren Uebersicht wegen nur dessen trichter- bzw. ventilseitige Abschlussplatte
92.
[0027] Die Betätigungsvorrichtung 86, siehe Fig. 9, weist eine Drehhülse 93 auf, welche
mit der Befestigungshülse 87 verschraubt ist. An der Drehhülse 93 ist zudem ein Kontrollring
94 angebracht, der beim Drehen der Drehhülse 93 zum Oeffnen der Ventile 19, 20 zerstört
wird und damit die bereits erfolgte Benützung des Druckbehälters 1 anzeigt.
[0028] Der beschriebene Druckbehälter 1 ist für beliebige Komponenten verwendbar. Es können
hierbei nicht nur zwei, sondern auch drei und gegebenenfalls auch mehr Komponenten
im Druckbehälter 1 untergebracht werden, wobei die Trichterfläche die Anordnung der
Ventile mit Hilfe standardisierter Ventilteller ermöglicht. Die Festigkeit des Trichters
4 kann durch Wahl der Wandstärken der Teiltrichter 13, 14 den jeweiligen Anforderungen
angepasst werden. Die Teiltrichter sind zweckmässig aus verschiedenen Materialien
hergestellt, ebenso die Behälterzarge und der Behälterboden 3. Geeignete Materialien
sind Metalle, z.B. Weissblech, Aluminium und dessen Legierungen, Kunststoffe mit und
ohne Armierung oder Verbund-Werkstoffe Metall-Kunststoff. Die Teile des Adapters 40
sind vorzugsweise aus Kunststoff oder Metall, während die Betätigungsvorrichtungen
85, 86 aus Kunststoff oder Metall bestehen. Zudem lässt sich das Dosierverhältnis
durch unterschiedlich grosse Teilbehälter 5, 6 und Dosierhülsen 48 in weiten Grenzen
anpassen.
[0029] Es wäre auch möglich, den Druckbehälter 1 ohne Kolben 9 zu betreiben. In diesem Fall
entfallen die Durchgänge 30, 31 im Trichter 4 oder die Zungen 32 werden in der Schliessstellung
belassen.
1. Druckbehälter (1) aus einer hohlen, kreiszylindrischen Zarge (2) einem Boden (3) und
einem mit Oeffnungen (11, 12) versehenen Trichter (4) zur Aufnahme von gasförmigen
und/oder fliessfähigen Komponenten in mindestens zwei getrennten, mit einem Ventil
(19, 20) versehenen Teilbehältern (5, 6), welche mit je einem am Trichter befestigten
Auslassventil (19, 20) versehen sind, wobei die Mündungen der Auslassventile von einem
Adapterkopf (40) zum Mischen der Komponenten in den Teilbehältern beim Ausbringen
mittels eines Treibmediums aufgenommen sind, dadurch gekennzeichnet, dass der die
Zuführungsleitungen (41, 42) der Teilbehälter (5, 6) zusammenführende Adapterkopf
(40) sich aus einem Grundkörper (44) und einem Kopfstück (45) zusammensetzt, wobei
die Zuführungsleitungen mit einer Dosierhülse (48) versehen sind, welche nach Entfernen
des auf dem Grundkörper (44) befestigbaren, mit einem Anschluss-Stutzen (43) versehenen
Kopfstückes (45) zum Auswechseln der Dosierhülsen zugänglich sind.
2. Druckbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Trichter (4) als im
wesentlichen scheibenförmige Doppelwandung ausgebildet ist, bei welcher ein innenseitiger
Teiltrichter (13) einen kleineren Durchmesser als der Durchmesser eines mit dem innenseitigen
Teiltrichter verbundenen aussenseitigen Teiltrichters (14) aufweist.
3. Druckbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Teiltrichter
(13, 14) unterschiedliche Wandstärken aufweisen.
4. Druckbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Oeffnungen (11,
12) des Trichters (4) ein vom innenseitigen Teiltrichter (13) abgewandter, von dem
aussenseitigen Trichter (14) abstehender Rand (17) angeformt ist, welcher von den
Teiltrichtern gebildet ist und ungerollt der Befestigung eines Ventiltellers (18)
an den Rand (17) durch Crimpen dient.
5. Druckbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilbehälter (5, 6)
einen Beutelhals (22, 23) aufweisen, der über den ungerollten Rand (17) der Oeffnungen
(11, 12) gelegt ist und beim Crimpen des Ventiltellers (18) die Dichtung zwischen
dem Rand und dem Ventilteller bilden.
6. Druckbehälter nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass in den Teiltrichtern (13,
14) ein Hohlraum (29) mit Durchgängen (30, 31) vorgesehen ist, wobei der Hohlraum
durch Einlegen einer elastischen Entlüftungszunge (32) als Entlüftungsvorrichtung
ausgebildet ist.
7. Druckbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilbehälter (5, 6)
mit ihrem Bodenteil (28) an einem Kolben (9) abgestützt sind, welcher je eine den
Bodenteilen entsprechende Vertiefung (52) aufweist. und aus zwei Teilen besteht, von
denen der eine Teil den die Vertiefung (52) aufweisende Dichtungsteil (50) und der
andere Teil einen becherförmigen Kolbenteil (51) bildet, dessen Kolbenboden (57) mit
dem Dichtungsteil (50), z.B. durch Schweissung oder Klebung, zusammengefügt ist.
8. Druckbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der auf dem Ventilschaft
(25) der Ventile (19, 20) abgestützten Grundkörper (44) des Adapterkopfes (40) eine
Abschlussplatte (49) und einen, z.B. an der Abschlussplatte befestigten, über der
Entlüftungsvorrichtung (29) liegenden Stift (33) zum Aufstossen der Entlüftungszunge
(32) in die Oeffnungsstellung aufweist.
9. Druckbehälter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapterkopf (40) ventilseitig
eine Dichtungshülse (47) für die Zuführungsleitungen (41, 42) der Ventile (19, 20)
aufweist.
10. Druckbehälter nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass dem Adapterkopf
(40) eine Betätigungsvorrichtung (85, 86) zugeordnet ist, mit welcher die Ventile
(18, 19) und die Entlüftungsvorrichtung (29) gleichzeitig und gleichmässig betätigbar
sind.
11. Druckbehälter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung
(85) ein Winkelhebel (88) ist, von welchem der eine Arm (89) sich durch einen Durchgang
(91) im Adapterkopf (40) erstreckt und in einer am Trichter (4) abgestützten Befestigungshülse
(87) gelagert ist, während der andere, sich längs dem Druckbehälter (1) erstreckende
andere Hebelarm (90) als Betätigungsgriff dient.
12. Druckbehälter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung
(86) eine Drehhülse (93) ist, welche auf der am Trichter (4) befestigten Befestigungshülse
(87) zum Niederdrücken des Adapterkopfes (40) drehbar angeordnet ist.
13. Druckbehälter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehhülse (93) einen
Kontrollring (94) trägt, welcher beim Drehen der Drehhülse seine Form ändert und damit
die erfolgte Benützung des Druckbehälters anzeigt.
14. Druckbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilbehälter (5, 6)
durch Wahl unterschiedlicher Behälterquerschnitte unterschiedliche Komponentenvolumina
aufweisen.
1. Pressure container (1) of a hollow, circular-cylindrical case (2), a floor (3) and
a funnel (4), provided with openings (11, 12), to receive gaseous and/or flowable
components in at least two separate partial containers (5, 6) provided with a valve
(19, 20), which are each provided with an outlet valve (19, 20) fastened to the funnel,
whereby the apertures of the outlet valves are accommodated by an adapter head (40)
for mixing the components in the partial containers during output by means of a propellant,
characterized in that the adapter head (40) joining the supply lines (41, 42) of the
partial containers (5, 6) is composed of a base body (44) and a head piece (45), whereby
the supply lines are provided with a dosing sleeve (48), which after removal of the
head piece (45), which can be fastened on to the base body (44) and which is provided
with an attachment connecting piece (43), are accessible for replacing the dosing
sleeves.
2. Pressure container according to claim 1, characterized in that the funnel (4) is constructed
as substantially plate-shaped double wall, in which an inner-side partial funnel (13)
has a smaller diameter than the diameter of an outer-side partial funnel (14) connected
to the inner-side partial funnel.
3. Pressure container according to claim 1 or 2, characterized in that the partial funnels
(13, 14) have different wall thicknesses.
4. Pressure container according to claim 1, characterized in that there is moulded on
to the openings (11, 12) of the funnel (4) a rim (17), directed away from the inner-side
partial funnel (13) and at a distance from the outer-side funnel (14), the rim being
formed by the partial funnels and when uncurled serves the fastening of a valve head
(18) to the rim (17) through crimping.
5. Pressure container according to claim 1, characterized in that the partial containers
(5, 6) have a bag neck (22, 23), which is placed over the uncurled rim (17) of the
openings (11, 12) and by crimping of the valve head (18) form the seal between the
rim and the valve head.
6. Pressure container according to claim 1, characterized in that in the partial funnels
(13, 14) there is provided a cavity (29) with passages (30, 31), whereby the cavity
is constructed as ventilation device by the insertion of an elastic ventilation tongue
(32).
7. Pressure container according to claim 1, characterized in that the partial containers
(5, 6) are supported with their floor part (28) on a piston (9), which in each case
has a depression (52) corresponding to the floor parts and consists of two parts,
one part of which forms the sealing part (50) having the depression (52) and the other
part a cup-shaped piston part (51), the piston floor (57) of which is joined to the
sealing part (50), e.g. by welding or adhesion.
8. Pressure container according to claim 1, characterized in that the base body (44)
of the adapter head (40), supported on the valve shaft (25) of the valves (19, 20),
has a closing plate (49) and a pin (33), fastened for example to the closing plate
and lying over the ventilation device (29), for transferring the ventilation tongue
(32) into the opening position.
9. Pressure container according to claim 8, characterized in that the adapter head (40)
on the valve-side has a sealing sleeve (47) for the supply lines (41, 42) of the valves
(19, 20).
10. Pressure container according to claim 8 or 9, characterized in that an actuation device
(85, 86) is associated with the adapter head (40), with which the valves (18, 19)
and the ventilation device (29) can be actuated simultaneously and evenly.
11. Pressure container according to claim 10, characterized in that the actuation device
(85) is an angle lever (88), of which the one arm (89) extends through a passage (91)
in the adapter head (40) and is mounted in a fastening sleeve (87) supported on the
funnel (4), while the other lever arm (90) extending along the pressure container
(1) serves as actuation grip.
12. Pressure container according to claim 10, characterized in that the actuation device
(86) is a rotary sleeve (93), which is rotatably arranged on the fastening sleeve
(87) fastened to the funnel (4) for depressing the adapter head (40).
13. Pressure container according to claim 12, characterized in that the rotary sleeve
(93) carries a control ring (94) which by rotation of the rotary sleeve changes its
shape and thereby indicates the resulted use of the pressure container.
14. Pressure container according to claim 1, characterized in that the partial containers
(5, 6) have various component volumes through selection of various container cross
sections.
1. Bombe aérosol (1) constituée par un corps (2) creux et cylindrique et circulaire,
un fond (3) et un entonnoir (4) muni d'ouvertures (11, 12) pour contenir des composants
gazeux et/ou fluides dans au moins deux récipients partiels (5, 6) séparés et munis
d'une soupape (19, 20), les récipients étant munis chacun d'une soupape d'échappement
(19, 20) fixée à l'entonnoir, les embouchures des soupapes d'échappement étant reçues
dans une tête d'adaptation (40) pour mélanger les composants provenant des récipients
partiels quand on les amène au moyen d'un agent de refoulement, caractérisée en ce
que la tête d'adaptation (40) dans laquelle sont rassemblées les conduites d'amenée
(41, 42) des récipients partiels (5, 6) est constituée par l'assemblage d'un corps
de base (44) et d'un élément de tête (45), les conduites d'amenée étant munies d'une
douille doseuse (48) et rendues accessibles en vue de l'échange des douilles doseuses
après avoir retiré l'élément de tête (45) muni d'une tubulure de raccordement (43)
et pouvant être fixé sur le corps de base (44).
2. Bombe aérosol selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'entonnoir (4) est
constitué essentiellement par une double paroi en forme de disque, dans lequel un
entonnoir partiel interne (13) présente un diamètre inférieur au diamètre d'un entonnoir
partiel externe (14) relié à l'entonnoir partiel interne.
3. Bombe aérosol selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les entonnoirs
partiels (13, 14) ont des parois d'épaisseurs différentes.
4. Bombe aérosol selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un bord (17) est formé
dans les ouvertures (11, 12) de l'entonnoir à l'opposé de l'entonnoir partiel interne
(13) et faisant saillie de l'entonnoir partiel externe (14), bord qui est formé par
les entonnoirs partiels et qui sert quand il est déroulé à la fixation d'une tête
de soupape (18) sur le bord (17) par sertissage.
5. Bombe aérosol selon la revendication 1, caractérisée en ce que les récipients partiels
(5, 6) comprennent un collet de sac (22, 23) qui est appliqué sur le bord non déroulé
(17) des ouvertures (11, 12) et qui forme l'étanchéité entre le bord et la tête de
soupape par sertissage de la tête de soupape (18).
6. Bombe aérosol selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'il est prévu dans les
entonnoirs partiels (13, 14) un espace creux (29) comportant des passages (30, 31),
l'espace creux étant constitué pour y introduire une languette de purge élastique
(32) constituant un dispositif de purge.
7. Bombe aérosol selon la revendication 1, caractérisée en ce que les récipients partiels
(5, 6) s'appuient par leur partie de fond (28) sur un piston (9) qui comprend un enfoncement
respectif (52) correspondant aux parties de fond, et qui est constitué en deux parties,
dont l'une ferme la partie d'étanchéité (50) comprenant l'enfoncement (52) et dont
l'autre forme la partie d'une partie de piston (51) en forme de cuvette dont le fond
(57) est assemblé à la partie d'étanchéité (50) par exemple par soudage ou par collage.
8. Bombe aérosol selon la revendication 1, caractérisée en ce que le corps de base (44)
de la tête d'adaptation (40) qui s'appuie sur la tige (25) des soupapes (19, 20) comprend
une plaque de fermeture (49) et une tige (33) fixée par exemple à la plaque de fermeture
est disposé au-dessus du dispositif de purge (29) pour pousser la languette de purge
(32) vers sa position d'ouverture.
9. Bombe aérosol selon la revendication 8, caractérisée en ce que la tête d'adaptation
(40) comprend du côté des soupapes une douille d'étanchéité (47) pour les conduites
d'amenée (41, 42) des soupapes (19, 20).
10. Bombe aérosol selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce qu'il est associé
à la tête d'adaptation (40) un dispositif d'actionnement (85, 86) au moyen duquel
les soupapes (18, 19) et le dispositif de purge (29) peuvent être actionnés simultanément
et de la même manière.
11. Bombe aérosol selon la revendication 10, caractérisée en ce que le dispositif d'actionnement
(85) est constitué par un levier coudé (88) dont un bras (89) s'étend à travers un
passage (91) de la tête d'adaptation (40) et est monté dans une douille de fixation
(87) s'appuyant sur l'entonnoir (4), alors que l'autre bras de levier (90) qui s'étend
le long de la bombe aérosol (1) sert de poignée de manoeuvre.
12. Bombe aérosol selon la revendication 10, caractérisée en ce que le dispositif d'actionnement
(86) est constitué par une douille rotative (93) qui est montée de façon rotative
sur la douille de fixation (87) fixée à l'entonnoir (4) pour presser la tête d'adaptation
(40).
13. Bombe aérosol selon la revendication 12, caractérisée en ce que la douille rotative
(93) supporte une bague de contrôle (94) qui change de forme quand on fait tourner
la douille rotative et indique ainsi que la bombe aérosol a été utilisée.
14. Bombe aérosol selon la revendication 1, caractérisée en ce que les récipients partiels
(5, 6) présentent des volumes à composants différents par le choix de sections différentes.