| (19) |
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(11) |
EP 0 249 180 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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02.11.1995 Patentblatt 1995/44 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.08.1991 Patentblatt 1991/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.06.1987 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B65D 5/06 |
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| (54) |
Giebelpackung
Gable top container
Récipient à fermeture en forme de toit
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
09.06.1986 DE 3619407
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.12.1987 Patentblatt 1987/51 |
| (73) |
Patentinhaber: PKL Verpackungssysteme GmbH |
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40476 Düsseldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Färber, Jürgen
D-4044 Kaarst (DE)
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| (74) |
Vertreter: Cohausz & Florack
Patentanwälte |
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Postfach 33 02 29 40435 Düsseldorf 40435 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 011 348 US-A- 4 588 122
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US-A- 4 546 915
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[0001] Die Erfindung betrifft eine quaderförmige Giebelpackung für Schüttgüter nach dem
Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Eine solche Packung ist aus Praxis bekannt (Tetra Brik® - Packung der A B Tetra Pak
x).
[0003] Eine andere Giebelpackung geht aus der deutschen Offenlegungsschrift 21 58 076 hervor.
Bei einer solchen Giebelpackung entstehen beim Umlegen der doppelt liegenden dreieckigen
Faltlappen um die jeweils querverlaufende seitliche Kinckkante des Packungskörpers
so hohe Spannungen in den Außenlagen der gleichfalls umgelegten Stegnaht, daß sogenannte
Stegnahtbrüche quer zur Stegnaht die Folge sind. Die Ursachen dafür sind teilweise
im ungünstigen Verlauf der Faserrichtung des Trägermaterials des Materialverbundes
(Faserverlauf in Richtung Knickkante), der Verbunddicke des Materialverbundes (Trägermaterials
in Verbindung mit aufgesiegelten PE-Folien und in Sonderfällen als Zwischenlage aufkaschierte
Aluminiumfolie) des angewendeten Siegelverfahrens und in der Tatsache zu suchen, daß
im Bereich der Knickkante fünf Verbundlagen übereinander liegen. Auch wenn die Stegnahtbrüche
auf der Außenseite der Giebelpackung auftreten und somit nicht direkt für eine undichte
Packung sorgen, so sind diese Stegnahtbrüche dennoch untragbar, weil bei Verwendung
einer solchen Packung als Langzeitpackung Feuchtigkeit von außen in die Verbundlagen
eintritt und der ganze Siegel- und Packungsaufbau im Laufe der Zeit von außen aufgeweicht
wird, wodurch dann die Undichtigkeit der Giebelpackung entsteht. Um die Stegnahtbrüche
zu vermeiden oder wenigstens in Grenzen zu halten, war man bisher gezwungen, das Packungsmaterial
durch ein aufwendige Klimatisierung (Temperatur- und Feuchtigkeitsregulierung) zu
konditionieren, d.h. für die Packungsherstellung in etwa geschmeidig zu machen.
[0004] Da diese Giebelpackungen aus einem vorgerillten Packungszuschnitt dadurch hergestellt
werden, daß vor der endgültigen Packungserstellung alle Nutlinien einmal vorgebrochen
und wieder in die ursprüngliche Planlage gebracht werden, bleiben durch das Vorbrechen,
insbesondere bei aluminiumkaschierten Zuschnitten auf der Packungsinnenseite, scharfkantige
Nutlinienaufwerfungen zurück. Dadurch wird die Kunststoffbeschichtung des Zuschnittes
insbesondere im Rillkreuz, d.h. an der Stelle, wo sich die in Längsrichtung verlaufenden
Korpusnutlinien und die am oberen Zuschnittrand quer verlaufende Stegnahtbasislinie
kreuzen, beim Ausformen und Flachlegen der Stegnaht durchstoßen, so daß bei der fertigen
Packung das Füllgut in das Verbundmaterial eindringen kann, wodurch eine Kontaminierung
des Packungsinnenraumes sowie des Füllgutes erfolgt, die gewünschte langzeitige Haltbarkeit
des Füllgutes hinfällig macht.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Giebelpackung gemäß dem Oberbegriff
von Patentanspruch 1 so auszugestalten und weiterzubilden, daß einerseits Stegnahtbrüche
in den auf die Schmalseite der Packung umgelegten, die Stegnaht tragenden dreieckigen
Faltlappen vermieden und darüber hinaus die Rillkreuzbrüche unterdrückt werden und
andererseits die Haltbarkeit des Stegnahtverschlusses in seiner ursprünglichen Erstellungsform
zuverlässig gewährleistet ist, ohne daß die innere Polyethylenschicht beim Ausformen
und Flachlegen der Stegnaht beschädigt wird.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Gesamtheit aller Merkmale gemäß Patentanspruch
1 gelöst.
[0007] Des weiteren ist bereits vorgeschlagen worden, auf die Korpusnutlinie zu verzichten
und stattdessen zwei Hilfsnutlinien vorzusehen. Dazu beschreibt die EP-B 0 027 668
ein Packungslaminat mit Schwächungslinien. Dabei weist eine Schwächungslinie, die
während der Formung der Packung eine Faltlinie im Laminat bildet, eine Unterbrechung
auf und im Bereich dieser Unterbrechung sind zwei Hilfsnutlinien angeordnet, welche
sich in der Hauptrichtung der Schwächungslinie an beiden Seiten der Verlängerung der
Schwächungslinie befinden, um den Verbund in diesem Bereich vollständig aufzulockern.
Das Vorsehen zweier Hilfsnutlinien ist einerseits aufwendig und führt andererseits
dazu, daß in einem fest umgrenzten Bereich eine Auflockerung des Laminatverbundes
stattfindet. Im Gegensatz zum Kerngedanken der Erfindung stellt daher die zweite Hilfsnutlinie
eine Begrenzung des aufgespleißten Bereichs dar. Eine diesen Bereich übergreifende
Verschiebung der einzelnen Laminatschichten ist also bei dem bekannten Laminat nicht
möglich.
[0008] Zur Verwirklichung des Erfindungsgedankens können je nach Packungs- und Verbundaufbau
des Packungsmaterials unterschiedliche Varianten zur Anwendung kommen. So können bespielsweise
die Hilfsnutlinien zum jeweils zugehörigen Falz parallel oder aber ausgehend von den
Korpusecken auch schräg dazu angeordnet sein. Auch die Lage der Hilfsnutlinien in
bezug zu den jeweiligen Korpusnutlinien und der Mittelachse des Zuschnittes ist variabel.
So können die Hilfsnutlinien entweder jeweils zwischen dem Falz und der Mittelachse
des Zuschnittes angeordnet sein oder aber jeweils außerhalb des Bereichs zwischen
dem Falz und der Mittelachse des Zuschnittes. Sie sollten in bezug auf die Zuschnittmittelachse
paarweise rechts- bzw. linksweisend sein. Ferner ergeben sich dann gute Ergebnisse,
wenn die Hilfsnutlinien von den Korpusecken nur bis zu einem Abstand von 5 bis 15
mm von der Stegnahtbasislinie verlaufen. Jedoch auch dann, wenn die Hilfsnutlinien
von den Korpusecken bis zur Stegnahtbasislinie verlaufen, werden noch gute Ergebnisse
erzielt. Alternativ dazu können die Hilfsnutlinien von den Korpusecken bis zum Zuschnittrand
verlaufen, jedoch wird dann vorgeschlagen, die Stegnahtbasislinie im Bereich der Hilfsnutlinien
zu unterbrechen.
[0009] Durch die Einbringung der erfindungsgemäß angeordneten Hilfsnutlinien anstatt der
durchgezogen Korpusnutlinien wird erreicht, daß bei der Herstellung von dickwandigen
Packungen und letztendlich beim Verschließen derselben, in der Füllmaschine die Haltbarkeit
des Stegnahtverschlusses in seiner ursprünglichen Erstellungsform erhalten bleibt.
Dabei ist es gleichgültig, ob die Packung direkt vom Zuschnitt oder vom Zwischenprodukt
dem Mantel, hergestellt worden ist. Stegnahtbrüche, wie sie beim Stand der Technik
üblich waren, werden nunmehr vermieden, wodurch Packungen, die aus verhältnismäßig
dicken Verbundmaterialien hergestellt werden müssen, weiterhin als Langzeitpackungen
einsetzbar sind, da das Eindringen von Feuchtigkeit durch den Stegnahtbruch vermieden
wird. Weiterhin ist von Vorteil, daß die Hilfsnutlinien nicht deckungsgleich mit den
Falz- und Vorbrechlinien sind, weshalb sich bei der Falzung bzw. Vorbrechung in der
Faltschachtelklebemaschine (zur Herstellung der Packungsmäntel) die Innenschicht des
Verbundes im Rillkreuzbereich weniger stark aufwirft, und sich deshalb auch nicht
beim flachgelegten Mantel scharf ausbildet, weil der Mantel in der Falzlinie und nicht
in der Hilfsnutlinie flachgelegt wird. Hierdurch wird vermieden, daß die innere Polyethylenschlcht
beim Ausformen und Flachlegen der Stegnaht, beispielsweise durch die aufgeworfene
Aluminiumfolie durchstoßen wird, wodurch die gewünschte Dichtigkeit der Beschichtung
erhalten bleibt.
[0010] Zur Packungsherstellung wird vorzugsweise ein Verfahren angewendet, bei dem die nicht
durchgezogenen Korpuslinien im Giebelbereich als Falzlinien bei der Mantelbildung
in freier Faltung und Falzung der jeweils benachbarten Packungsseite erstellt und
damit vorgebrochen werden, wozu bei der Mantelbildung die Mäntel in Richtung der Zuschnittlängsachsen
bewegt werden, wobei jeweils der Boden jedes Mantels in Laufrichtung vorne liegt.
Durch diese Verfahrensweise wird das Trägermaterial durch die freie Faltung, d.h.
ohne vorherige Nutung beim Falzen und Wiederrückfalten gewalkt, so daß das Trägermaterial
spleißt und dadurch weich wird.
[0011] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und
werden im folgenden näher beschrieben.
[0012] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch das Verpackungsmaterial bzw. Materialverbund.
- Fig. 2
- einen ebenen Zuschnitt mit parallelen Hilfsnutlinien,
- Fig. 3
- einen ebenen Zuschnitt mit zur Zuschnittmittelachse geneigten schrägen Hilfsnutlinien,
- Fig. 4
- einen Zuschnitteil mit im Rillkreuzbereich unterbrochenen Hilfsnutlinien,
- Fig. 5
- einen Zuschnitteil mit von der Zuschnittmittelachse nach außen weisenden schrägen
Hilfsnutlinien,
- Fig. 6
- einen aus einem der Zuschnitte nach den Figuren 2 bis 5 gebildeten Mantel,
- Fig. 7
- eine aus dem Zuschnitt nach Fig. 2 gebildete gerade verschlossene Giebelpackung in
perspektivischer Darstellung,
- Fig. 8
- eine Giebelpackung nach Fig. 7 mit umgelegten Faltlappen und obenliegender Seitennaht
in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 9
- wie Figur 8, jedoch mit durch die Steg naht teilweise verdeckter Seitennaht in perspektivischer
Darstellung,
- Fig. 10
- ein Querschnitt durch den Giebelbereich der Packung entsprechend der Schnittlinie
10 in Fig. 6,
- Fig. 11 und 12
- den Stand der Technik (Längsschnitt durch eine umgelegte Stegnaht bzw. durch einen
umgelegten Faltlappen mit Stegnahtbruch),
- Fig. 13 und 14
- den Erfindungsgegenstand (Längsschnitt durch eine umgelegte Stegnaht bzw, durch einen
umgelegten Faltlappen ohne Stegnahtbruch entlang der Linie 14 in Fig. 8), und
- Fig. 15
- einen Ausschnitt eines Zuschnittes im Giebelbereich.
[0013] In Fig. 1 ist aus dem Schnitt des Verpackungsmaterials bzw. Materialverbundes 1 zu
erkennen, daß ein Trägermaterial 2, bestehend beispielsweise aus einem zwei- oder
mehrlagigem Karton oder geschäumtem Polystyrol auf seiner Oberseite, die gleich der
Außenseite der Packung ist, mit einer Polyethylenschicht 3 beschichtet ist. Weiterhin
ist auf der zur Packungsinnenseite hinweisenden, unteren Schicht in diesem Ausführungsbeispiel
eine Aluminiumfolie 4 mit einer dünnen Polyethylenschicht 5 aufkaschiert. Auf der
unteren Seite des Verbundquerschnittes, der tatsächlichen Packungsinnenseite, ist
eine dicke Polyethylenfolie 6 aufkaschiert, die bei der fertigen Packung mit dem Füllgut
direkt in Kontakt kommt. Selbstverständlich sind für den Materialverbund 1 verschiedene
Materialkombinationen denkbar und werden auch praktiziert. So kann beispielsweise
das Trägermaterial 2 einen anderen als den vorbeschriebenen Aufbau haben. Darüber
hinaus wird beispielsweise bei der Verwendung der Giebelpackung als Milchbehälter
auf die Aluminiumfolie 4 mit der entsprechenden Polyethylenkaschierung 5 verzichtet.
[0014] In Fig. 2 ist ein Zuschnitt 7 dargestellt, der aus dem Materialverbund 1 gefertigt
worden ist. Der im wesentlichen bekannte rechteckige Zuschnitt 7 besteht aus einem
mittleren Teil, dem Korpus 8 einem oberen Teil, dem Kopf 9 und einem unteren Teil,
dem Boden 10. Der Korpus 8 ist durch waagerechte und senkrechte Korpusnutlinien 11
bzw. 12 begrenzt. Eben diese Korpusnutlinien 11,12 bilden die Korpusvorderseite 13,
die Korpusrückseite 14,114 und die Korpusseitenwände 15,16.
[0015] Der Kopf 9 weist die Giebelflächen 17,18,118 auf sowie die Fläche für die dreieckigen
Faltlappen 20,21. Im oberen Teil des Kopfes 9 läuft parallel zur oberen Zuschnittkante
22 mit verhältnismäßig geringem Abstand die Stegnahtbasislinie 23. Diese Stegnahtbasislinie
23 läuft gleichzeitig durch die Schnittpunkte der die dreieckigen Faltlappen 20,21
begrenzenden Nutlinien 24.25. Die in der Zeichnung im Kopf 9 punktiert dargestellten
Verlängerungen der senkrechten Korpuskanten bzw. Korpusnutlinien 12 sind im Zuschnitt
nicht geprägt, sondern werden später bei der Packungsherstellung bzw. bei der Herstellung
des Packungsmantels 26 (siehe Fig. 6) in freier Faltung gefalzt. Diese punktierten
Linien sollen hier mit Falz 27 bis 30 bezeichnet werden. In geringem Abstand zu diesem
Falzen 27 bis 30 sind parallele Hilfsnutlinien 31 bis 34 in den Zuschnitt eingebracht.
Im dargestellten Beispiel sind diese parallelen Hilfsnutlinien 31 bis 34 in bezug
zu den Korpusnutlinien 12 bzw. zu den Falzen 27 bis 30 zwischen diesen und einer gedachten
Zuschnittmittelachse 35 in den Zuschnitt eingerillt worden.
[0016] In Fig. 3 ist ein Zuschnitt gezeigt, der grundsätzlich dem Zuschnitt in Fig. 2 entspricht.
Der einzige Unterschied liegt darin, daß die Hilfsnutlinien 36 bis 39 nicht mehr parallel,
sondern nunmehr schräg verlaufen. Der Ausgangspunkt für diese Hilfsnutlinien 36 bis
39 geht jeweils von den Kreuzungspunkten der waagerechten und senkrechten Korpusnutlinien
11,12 aus, die bei der fertigen Packung die oberen Packungseckpunkte 41 bis 44 bilden.
Dabei ist die Schräglage so geneigt, daß die Endpunkte der Hilfsnutlinien 36 bis 39
im Abstand 40 von den Falzlinien 27 bis 30 an der oberen Zuschnittkante 22 des Zuschnittes
enden. Dabei weisen die Hilfsnutlinien 36-39 mit ihrer Schräglage auf die Zuschnittmittelachse
35 hin.
[0017] In den Fig. 4 und 5 sind weitere Varianten für die Hilfsnutlinien 45 bis 47 dargestellt,
wobei diese grundsätzlich vom gleichen Eckpunkt 41 bis 44 ausgehen, nunmehr jedoch
von der Zuschnittsmittelachse 35 wegweisend angeordnet sind.
[0018] In Fig. 4 ist noch eine Besonderheit dargestellt, indem die Hilfsnutlinie 45 mit
dem Abstand 48 vor der Stegnahtbasislinie 23 endet. In Fig. 5, rechte Seite, endet
die Hilfsnutlinie 47 an der Stegnahtbasislinie 23, während in Fig. 5, linke Seite,
die Hilfsnutlinie 46, wie oben beschrieben, bis zur Zuschnittkante 22 durchgeführt
ist und hier einen Abstand 40 von dem Falz 29 hat. Hier ist die Stegnahtbasislinie
23 im Bereich des Falzes 29 und der Hilfsnutlinie 46 unterbrochen.
[0019] In Fig. 6 ist ein Mantel 26 dargestellt, der aus den Zuschnitten 7 entsprechend der
Fig. 3 auf einer Faltschachtelklebemaschine oder in einem Füller hergestellt worden
ist. Zu dessen Herstellung wird der Zuschnitt 7 in Laufrichtung (Boden voraus) entsprechend
Pfeil 50 durch eine der vorgenannten Maschinen geführt. Dabei werden die einzelnen
Zuschnitteile 14,114,15 und 16, die die entsprechenden Packungsseiten, und zwar die
Rückseite und die jeweiligen Seitenwände bilden, nacheinander von der Flachlage um
180° herumgelegt, so daß sich die jeweils benachbarten Zuschnitteile flächig berühren.
Anschließend werden diese Zuschnitteile wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückbewegt
(Planlage). Dieser Vorgang wird mit Vorbrechen bezeichnet. Bei diesem Vorbrechvorgang
wird die Falzlinie 27 (Verlängerung der senkrechten Korpusnutlinie 12) in freier Faltung
erstellt, da in der punktierten Linie 27 keine Rillnut vorhanden ist. Lediglich durch
die einzige benachbarte Hilfsnutlinie 36 entsteht gewissermaßen eine Führungshilfe
für die Falzlinie 27, so daß diese eine vorbestimmte Richtung einschlagen kann. Durch
dieses Vorbrechen wird der Karton 2 im Bereich des Kopfes 9 gespleißt (siehe Fig.
10), so daß der Materialverbund 1 elastisch und biegeweich wird und beim späteren
Umlegen des dreieckigen Faltlappens 20,21 im Stegnahtbereich nicht mehr bricht (siehe
Fig. 14). Nach dem Vorbrechen, d.h. nach dem die einzelnen Zuschnitteile wieder in
ihrer ursprünglichen Planlage zumindest teilweise wieder zurückbewegt worden sind,
werden die Ränder der späteren Längsnaht 51 aktiviert, woraufhin dann die Rückseiten
14,114 wieder aufeinander zubewegt und zusammengefügt werden.
[0020] Diese vorbeschriebenen Vorgänge, wie Vorbrechen, Auseinanderbewegen und erneut Zusammenfügen
sind zumindest für die Falzlinien 27 bis 30 als Walkvorgang zu betrachten, der dazu
führt, daß der mehrlagige Karton 2 in seinen einzelnen Schichten spleißt, wodurch,
wie bereits erwähnt, die für eine zerstörungsfreie Umlegung der dreieckigen Faltlappen
20, 21 erforderliche Elastizität insbesondere im Bereich der Stegnaht 52 erreicht
wird.
[0021] In Figur 7 ist die perspektivische Darstellung gezeigt, wie die parallelen Hilfsnutlinien
31 bis 34 in bezug zu den waagerechten Korpusnutlinien 11 und den Falzlinien 27 bis
30 verlaufen. In diesem Zustand sind die dreieckigen Faltlappen 20,21 sowie die Stegnaht
52 noch nicht umgelegt worden. Dies ist erst in Figur 8 und 9 geschehen und entsprechend
dargestellt. Der Unterschied zwischen diesen beiden Darstellungen liegt lediglich
darin, daß die Stegnaht 52 in Figur 8 nach links und in Figur 9 nach rechts umgelegt
worden ist.
[0022] Diese Umlegevarianten für die Stegnaht 52 entstehen durch unterschiedliche Konstellationen
der jeweils eingesetzten Füllmaschinen. Es ist noch darauf hinzuweisen, daß in Figur
8 und 9 der jeweils von der Stegnaht 52 überdeckte Giebel (Fig. 8, Giebel 17 und Fig.
9, Giebel 118) um das zweifache Maß 53 kleiner sein muß, um auch hierdurch eine übergroße
Spannung in der jeweils oberen Verbundlage der Stegnaht 52 zu reduzieren.
[0023] In Fig. 10 ist ein Querschnitt eines rechtwinklig aufgeformten Mantels 26 aus Fig.
6 dargestellt. Dabei sind die gespleißten Stellen 54 in der Kartonlage 2 deutlich
zu erkennen. Gleichfalls erkennbar ist die Lage der einzelnen Hilfsnutlinien, beispielsweise
36 bis 39. Das Gleiche gilt für die Hilfsnutlinien 31 bis 34.
[0024] In der Fig. 11 ist dargestellt, wie beim Stand der Technik im Bereich der doppelt
liegenden dreieckigen Faltlappen 20, 21 und der diese überdeckenden Stegnaht 52 nicht
nur alle Nutlinien der einzelnen Lagen deckungsgleich übereinanderliegen, sondern
auch in einer Flucht mit der Seitenwand, so daß beim Umlegen dieser Lagen - wie in
Fig. 12 dargestellt - die Spannung in der äußeren Lage derart hoch wird, daß diese
bricht.
[0025] Wie aus den Fig. 13 und 14 zu ersehen ist, ist durch den erfindungunsgemäßen Fortfall
der Korpusnutlinien und die Anordnung der Hilfsnutlinien zunächst einmal eine Verteilung
der Nutlinien erfolgt, so daß diese weder deckungsgleich übereinander noch in einer
Flucht mit der Seitenwand liegen, und darüber hinaus durch den Walkvorgang beim Vorbrechen
ein Spleißen der umzulegenden Materialverbunde bzw. -lagen erreicht worden, so daß
nunmehr aufgrund der möglichen größeren Umlegeradien 55 und der dünneren Verbunde
in den Falzen die Spannungen über alle Verbundlagen verteilt sind, wodurch ein Brechen
der äußeren Lagen vermieden wird.
[0026] In Fig. 15 ist in einem Ausschnitt eines Zuschnittes am Beispiel der Hilfsnutlinien
der Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem die Stegnahtbasislinie
23 im Bereich der Hilfsnutlinie 46 bzw. 47 unterbrochen ist, wobei der Abstand 56
der Unterbrechung beispielsweise in der Größenordnung von etwa 6 bis 10 mm liegt.
Durch diese Unterbrechung werden entlang der Hilfsnutlinien 46 bzw. 47 eindeutige,
d.h. gleichmäßige Verformungsverhältnisse geschaffen, die an keiner Stelle durch eine
querverlaufende Nutlinie gestört sind.
1. Quaderförmige Giebelpackung für Schüttgüter aus einem Kunststoffmehrschichtverbund
auf Trägermaterial (2), deren Kopf (9) durch eine Stegnaht (52) unter Bildung zweier
an den Endabschnitten der Stegnaht (52) doppelt liegender, dreieckiger Faltlappen
(20,21) verschlossen ist, wobei je ein Faltlappen (20,21) um je eine gerade verlaufende
Knickkante (11) nach außen auf die jeweilige Seitenwand (15,16) umgelegt ist, und
das Packungsmaterial längs- und quer- bzw. schrägverlaufende Nutlinien (11,12,23,24,25)
für die Korpus- und Boden- bzw. Giebelkanten aufweist,
der Zuschnitt der Packung im Giebelbereich keine in Flucht mit den Korpusnutlinien
(12) verlaufende Nutlinien aufweist, und jedem in einem Vorbrechvorgang des Zuschnittes
längs der Korpusnutlinien (12) der Packung in Flucht mit diesen Korpusnutlinien (12)
im Giebelbereich entstehende Falz (27-30) eine einzige in seiner unmittelbaren Nähe
angeordnete Hilfsnutlinie (31-34, 36-39, 45-47) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet
daß der Versatz (40) der Hilfsnutlinien (27-30, 36-39, 45-47) gegenüber der jeweiligen
gedachten Verlängerung der Korpusnutlinien (12) das 3 bis 9-fache, vorzugsweise das
6-fache der Stärke des Verbundes (1) beträgt und daß alle Hilfsnutlinien (31-34, 36-39)
jeweils zwischen den oder jeweils außerhalb der gedachten Verlängerungen der zugehörigen
Korpusnutlinien (31-34) und der Zuschnittmittelachse (35) liegen.
2. Giebelpackung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsnutlinien (31-34) parallel zur gedachten Verlängerung der Korpusnutlinien
(12) verlaufen.
3. Giebelpackung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsnutlinien (36-39) ausgehend von den Korpusecken (41-44), schräg zur
gedachten Verlängerung der Korpusnutlinien (12) verlaufen.
4. Giebelpackung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsnutlinien (36-39, 45-47) in bezug auf die Zuschnittmittelachse (35)
paarweise rechts- bzw. linksweisend, sind.
5. Giebelpackung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsnutlinien von den Korpusecken (41-44) nur bis zu einem Abstand (48)
von 5 bis 15 mm von der Stegnahtbasislinie (23) verlaufen.
6. Giebelpackung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsnutlinien (47) von den Korpusecken (41-44) bis zu der Stegnahtbasislinie
(23) verlaufen.
7. Giebelpackung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stegnahtbasislinie (23) im Bereich der Hilfsnutlinien (46) unterbrochen ist.
8. Giebelpackung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7
dadurch gekennzeichnet, daß sie von einem Zuschnitt (7) gefertigt ist.
9. Giebelpackung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß sie von einem flachliegenden Mantel (26) gefertigt ist.
10. Verfahren zur Herstellung einer Giebelpackung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß bei der Mantelbildung der Mantel in Richtung der Zuschnittlängsachsen (35) bewegt
wird, wobei jeweils der Boden (20) des Mantels in Laufrichtung vorne liegt.
1. A parallelipipedic gable top packing for bulk goods, comprising a multi-layer plastics
composite on a support material (2) whose head (9) is closed by a web seam (52), with
the formation of two triangular folding flaps (20, 21) lying double at the end portions
of the web seam (52), each folding flap (20, 21) being folded outwardly on to the
particular side wall (15, 16) around a rectilinearly extending folding edge (11),
and the material for the packing being formed with longitudinal, transverse and inclined
groove lines (11, 12, 23, 24, 25) for the body, bottom and gable top edges, the blank
of the packing having in the gable top zone no groove lines extending in alignment
with the groove lines (12) of the body, while associated with each fold (27-30) produced
in the gable top zone in alignment with the groove lines (12) in the body in a prebreaking
operation of the blank along the lines (12) in the groove body is a single auxiliary
groove line (31-34, 36-39, 45-47) disposed immediately adjacent said fold, characterized
in that offset (40) of the auxiliary groove lines (27-30, 36-39, 45-47) in relation
to the imaginary prolongation of the groove lines (12) of the body is 3 to 9 times,
preferably 6 times the thickness of the composite (1) and each of the auxiliary groove
lines (31-34, 36-39) lies between or outside the imaginary prolongations of the associated
groove lines (31-34) of the body and the central axis (35) of the blank.
2. A gable top packing according to claim 1, characterized in that the auxiliary groove
lines (31-34) extend parallel with the imaginary prolongation of the groove lines
(12) of the body.
3. A gable top packing according to claims 1 or 2, characterized in that starting from
the corners (41-44) of the body, the auxiliary groove lines (36-39) extend at an inclination
to the imaginary prolongation of the groove lines (12) of the body.
4. A gable top packing according to claim 3, characterized in that the auxiliary groove
lines (36-39, 45-47) point in pairs to the right and left in relation to the central
axis (35) of the blank.
5. A gable top packing according to one or more of claims 1 to 4, characterized in that
the auxiliary groove lines extend from the corners (41-44) of the body only as far
as a distance (48) of 5 to 15 mm from the base line (23) of the web seam.
6. A gable top packing according to one or more of claims 1 to 5, characterized in that
the auxiliary groove lines (47) extend from the corners (41-44) of the body as far
as the base line (23) of the web seam.
7. A gable top packing according to one or more of claims 1 to 5, characterized in that
the base line (23) of the web seam is interrupted in the zone of the auxiliary groove
lines (46).
8. A gable top packing according to one or more of claims 1 to 7, characterized in that
it is produced from a blank (7).
9. A gable top packing according to one or more of claims 1 to 8, characterized in that
it is made from a generated surface (26) which lies flat.
10. A gable top packing according to claim 9, characterized in that during the formation
of the generated surface, said surface is moved in the direction of the longitudinal
axes (35) of the blank, the bottom (20) of the generated surface always being at the
front in the direction of travel.
1. Récipient parallélépipédique avec une partie en forme de toit pour des produits pulvérulents,
formé en un sandwich multicouche en matière synthétique sur un matériau porteur (2),
dont la tête (9) est fermée par une ligne de joint nervurée (52) en formant deux pattes
pliées triangulaires (20,21) se trouvant doublées aux sections d'extrémité de la ligne
de joint nervurée, chaque patte pliée (20,21) étant repliée vers l'extérieur à chaque
fois autour d'une arête de pliage (11) s'étendant en ligne droite sur la paroi latérale
(15,16) respective, et le matériau de récipient présente des lignes de rainure (11,12,23,24,25)
s'étendant longitudinalement et transversalement ou obliquement pour les arêtes de
corps et de fond ou de toit, la section du récipient ne présentant pas dans la zone
du toit de lignes de rainure s'étendant en alignement avec les lignes de rainure de
corps (12), et que, à chaque pli (27-30) se produisant dans la zone du toit dans une
opération de préconcassage de la pièce découpée le long des lignes de rainure de corps
(12) du récipient et alignée avec ces lignes de rainure de corps (12), est adjointe
une seule ligne de rainure auxiliaire (31-34, 36-39, 45-47) disposée à son voisinage
immédiat, caractérisé en ce que l'écartement (40) des lignes de rainure auxiliaires
(27-30, 36-39, 45-47) par rapport à l'extension respective imaginaire des lignes de
rainure de corps (12) est compris entre 3 et 9 fois, de préférence 6 fois, l'épaisseur
du sandwich (1), et en ce que toutes les lignes de rainure auxiliaires (31-34, 36-39)s'étendent
respectivement entre ou à l'extérieur des prolongements imaginaires des lignes de
rainure de corps (31-34) correspondantes et l'axe médian de la section (35).
2. Récipient en forme de toit selon la revendication 1, caractérisé en ce que les lignes
de rainure auxiliaires (31-34) s'étendent paralèllement au prolongement imaginaire
des lignes de corps (12).
3. Récipient en forme de toit selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les
lignes de rainure auxiliaires (36-39) s'étendent, en partant des coins du corps (41-44),
obliquement par rapport au prolongement imaginaire des lignes de rainure de corps
(12).
4. Récipient en forme de toit selon la revendication 3, caractérisé en ce que les lignes
de rainure auxiliaires (36-39, 45-47) sont dirigées par paires vers la droite ou vers
la gauche par rapport à l'axe médian de la découpe (35).
5. Récipient en forme de toit selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que les lignes de rainure auxiliaires ne s'étendent depuis les coins du corps
(41-44) que jusqu'à un écartement (48) de 5 à 15mm par rapport à la ligne de base
(23) de la ligne de joint nervurée.
6. Récipient en forme de toit selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé
en ce que les lignes de rainure auxiliaires (47) s'étendent depuis les coins du corps
(41-44) jusqu'à la ligne de base (23) de la ligne de joint nervurée.
7. Récipient en forme de toit selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé
en ce que la ligne de base (23) de la ligne de joint nervurée est interrompue dans
la région des lignes de rainure auxiliaires (46).
8. Récipient en forme de toit selon une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé
en ce qu'il est fabriqué à partir d'une pièce découpée (7).
9. Récipient en forme de toit selon une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé
en ce qu'il est fabriqué à partir d'une enveloppe plane (26).
10. Procédé pour fabriquer un récipient en forme de toit selon la revendication 9, caractérisé
en ce que, lors de la formation de l'enveloppe, l'enveloppe est déplacée en direction
de l'axe longitudinal de coupe (35), le fond (20) de l'enveloppe se trouvant respectivement
en avant dans la direction de déplacement.