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(11) |
EP 0 250 697 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.04.1989 Patentblatt 1989/17 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.01.1987 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B65B 53/02 |
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Vorrichtung zur Herstellung einer vollständig mit Schrumpffolie umhüllten, palettenlosen
Verpackungseinheit
Apparatus for producing a pallet-less packaging unit entirely wrapped with shrink
foil
Installation pour former une unité d'empaquetage sans palette, enveloppée entièrement
dans une feuille de rétraction
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB LI LU NL SE |
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Priorität: |
25.06.1986 DE 3621296
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.01.1988 Patentblatt 1988/01 |
| (73) |
Patentinhaber: Möllers Maschinenfabrik GmbH |
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D-59269 Beckum (DE) |
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Erfinder: |
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- Birkenfeld, Richard
D-4720 Beckum (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Meinke, Dabringhaus und Partner |
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Postfach 10 46 45 44046 Dortmund 44046 Dortmund (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 346 229 GB-A- 2 098 956
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FR-A- 2 454 410
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur Herstellung
einer vollständig mit Schrumpffolie umhüllten, palettenlosen, mehrere Schichten aufeinandergestapelter
Gegenstände enthaltenden Verpackungseinheit, wobei zunächst mehrere Schichten von
Gegenständen mit gleicher Grundfläche übereinandergestapelt werden auf die dann eine
Sonderschicht von Gegenständen derart gestapelt wird, daß mindestens zwei einander
parallele Nischen für das spätere Angreifen von Tragorganen eines Hubgerätes gebildet
werden, darauf eine erste Schrumpffolie auf den gesamten Stapel aufgebracht wird,
welche nachfolgend durch Wärmeaufbringung eng an den Stapel geschrumpft wird, worauf
der gesamte Stapel um 180° derart gedreht wird, daß die Sonderschicht mit den Nischen
nach unten kommt, worauf eine zweite Schrumpffolie auf den Stapel aufgebracht und
nachfolgend durch Wärmeaufbringung eng an den Stapel geschrumpft wird, wobei vor dem
Wenden des Stapels und nach dem Anschrumpfen der zweiten Schrumpffolie die Schrumpffolien
in den Nischen ausgeformt werden, mit Schrumpffolienaufbringvorrichtung, Schrumpfvorrichtung,
einer zwei von entgegengesetzten Seiten gegen den Stapel bewegliche Förderflächen
aufweisenden Wendevorrichtung und einer einzigen mit letzterer kombinierten Profiliervorrichtung
zum Ausformen der Schrumpffolien in den Nischen, deren einer der beiden Förderflächen
der Wendevorrichtungen zuzuordnende Formwerkzeuge vor dem Wenden des Stapels in Formstellung
verbringbar und während des Wendens des Stapel in Formstellung haltbar sind.
[0002] Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (DE-PS-27 43 568) sind die Formwerkzeuge
in der Wendevorrichtung von einem zweiteiligen, relativ komplizierten Formrahmen gebildet,
der vor dem Einfahren eines Stapels mit auf diesen aufgebrachter erster Schrumpffolie
einer der beiden Förderflächen der Wendevorrichtung zugeführt und nach dem Einfahren
des Stapels mit erster Schrumpffolie beim Zusammenfahren der beiden Förderflächen
der Wendevorrichtung von oben in die Nischen der Sonderschicht des Stapels eingefahren
wird und nach dem Wenden des Stapels die Wendevorrichtung mit dem gewendeten Stapel
verläßt und mit dem Stapel durch eine zweite Schrumpffolienaufbringvorrichtung und
eine zweite Schrumpfvorrichtung transportiert wird, um dann vom Stapel getrennt und
zur Wendevorrichtung zurückgeführt zu werden. Diese bekannte Vorrichtung ist zwar
sehr günstig zur Bildung sehr formbeständiger und stabiler Stapel, vorrichtungsmäßig
aber sehr aufwendig und raumbeanspruchend.
[0003] Bekannt ist es ferner (DE-PS-27 60 249), bei Anlagen mit einem geringeren Leistungsbedarf
zur Verringerung des apparativen Aufwands die Wendevorrichtung zwischen einer einzigen
Schrumpffolienaufbringvorrichtung und einer einzigen Schrumpfvorrichtung anzuordnen,
so daß nach dem Aufbringen der ersten Schrumpffolie die Wendevorrichtung ohne Wenden
von dem betreffenden Stapel lediglich passiert und dann die erste Schrumpffolie in
der Schrumpfvorrichtung angeschrumpft werden kann, worauf der Stapel zur Wendevorrichtung
zurückfährt, dort gewendet wird, in die Schrumpffolienaufbringvorrichtung zurückbewegt
und dort mit der zweiten Schrumpffolie überzogen und dann unter erneutem einfachen
Passieren der Wendevorrichtung wieder in die Schrumpfvorrichtung zum Anschrumpfen
der zweiten Schrumpffolie transportiert wird. Zum Profilieren der Nischen müssen bei
dieser bekannten Anlage allerdings zusätzlich auch noch zwei Profiliereinrichtungen
vorgesehen sein, nämlich eine vor der Schrumpfvorrichtung zum Profilieren der Nischen,
wenn diese oben sind und eine nach der Schrumpfvorrichtung zum Profilieren der Nischen,
wenn diese nach dem Wenden des Stapels unten sind.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Lösung zu schaffen, welche den erforderlichen
Raumbedarf und apparativen Aufwand weiter verringert, insbesondere bei Anlagen mit
einem geringeren Leistungsbedarf ähnlich der Vorrichtung gemäß DE-PS-27 60 249 und
gleichzeitig möglichst formbeständige und stabile Stapel ähnlich der Vorrichtung gemäß
DE-PS-27 43 568 bildet.
[0005] Bei einer Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe gemäß der
Erfindung dadurch gelöst, daß die einzige Schrumpffolienaufbringvorrichtung und die
einzige Schrumpfvorrichtung als Kombinationsvorrichtung mit einer gemeinsamen Förder-
und Standbahn ausgebildet sind und daß die Formwerkzeuge der Profiliervorrichtung
der betreffenden Förderfläche der nachgeschalteten Wendevorrichtung fest zugeordnet
und mittels an der Wendevorrichtung angeordneter Antriebsmittel nach dem Aufbringen
und Anschrumpfen der ersten Schrumpffolie in Formstellung in die Nischen, nach dem
Wenden des Stapels in Freigabestellung und nach Rückführung des Stapels zur kombinierten
Schrumpffolienaufbring- und Schrumpfvorrichtung und dortigem Überziehen und Anschrumpfen
der zweiten Schrumpffolie und darauf erneutem Zuführen zur Wendevorrichtung zum Nachprofilieren
der Nischen wieder in Formstellung und nachfolgend zum seitlichen Abtransportieren
des Stapels erneut in Freigabestellung bewegbar sind.
[0006] Aufgrund dieser Ausgestaltung ergibt sich zunächst eine wesentlich kompaktere Gesamtanlage,
nämlich eine Verkürzung der Anlage um die Hälfte, weil anstelle von sechs in Linie
angeordneten Einzelvorrichtungen, nämlich Palettierer, Schrumpffolienaufbringvorrichtung,
Wendevorrichtung, Profiliervorrichtung oben, Schrumpfvorrichtung und Profiliervorrichtung
unten nur noch drei Einzelvorrichtungen in Linie anzuordnen sind, nämlich Palettierer,
kombinierte Schrumpffolienaufbring- und Schrumpfvorrichtung und Wendevorrichtung mit
Profiliervorrichtung oben und unten. Außerdem ergeben sich wesentlich geringere Wegezeiten
zwischen den einzelnen Vorrichtungen und auch etwas kürzere Funktionszeiten in den
Einzelvorrichtungen, wie nachfolgend noch näher erläutert wird. Schließlich ist auch
trotz Komplizierung und Mehraufwand für die kombinierten Einzelvorrichtungen der apparative
Gesamtaufwand geringer, weil bei der kombinierten Schrumpffolienaufbring- und Schrumpfvorrichtung
ein Gestell für bisher zwei Maschinen und bei der kombinierten Wende- und Profiliervorrichtung
ein Gestell für bisher drei Maschinen verwendbar ist und jeweils eine entsprechende
Zahl von Förderflächen für die Einzelmaschinen und von diese miteinander verbindenen
Förderabschnitten entfällt.
[0007] In Weiterbildung der Erfindung ergibt sich eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung,
wenn als Formwerkzeuge vor dem Anfang und hinter dem Ende der betreffenden Förderfläche
der Wendevorrichtung zwischen dieser und jeweils dem vor- bzw. nachgeschalteten Förderer
je ein in die Nischen bis zum Anschlag an deren waagerechte Wände einfahrbares Förderelement
vorgesehen ist, wobei die betreffende .Förderfläche mit den beidseitigen Förderelementen
eine Länge aufweist, die etwa der Länge der gegenüberliegenden Förderfläche entspricht,
teilweise ähnlich, wie dies bei einer Vorrichtung zum Profilieren der unten befindlichen
Nischen eines Stapels bereits bekannt ist (DE-PS 28 39 089).
[0008] Dabei kann jedes Förderelement als Rollensatz ausgebildet sein, wie dies zum Ein-
und Ausfahren des Stapels mit unten befindlichen Nischen in die bzw. aus der Wendevorrichtung
besonders günstig ist.
[0009] Jedes Förderelement kann aber grundsätzlich auch als Förderband oder Mehrfach-Riementrieb
ausgebildet sein.
[0010] Zweckmäßig kann man die Ausbildung dabei derart treffen, daß die Bewegungen der Förderelemente
an die Nischen unterschiedlich bemessener Verpackungseinheiten bzw. Stapel anpaßbar
sind.
[0011] Schließlich kann der Förderer der kombinierten Schrumpffolienaufbringvorrichtung-
und Schrumpfvorrichtung vor dem Beginn des Schrumpfens anhebbar und nach dem Anschrumpfen
der Schrumpffolie im untersten Bereich des Stapels wieder absenkbar sein, damit der
bei einer kombinierten Schrumpffolienaufbring- und Schrumpfvorrichtung oberhalb von
die Schrumpffolie aufbringenden Elementen an einem gemeinsamen heb- und senkbaren
Rahmen angeordnete Schrumpfbrenner o. dgl. den untersten Bereich des Stapels gut erreichen
kann.
[0012] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Diese zeigt in :
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht der Gesamtvorrichtung gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine schematische Übersicht der Arbeitsabläufe der Gesamtvorrichtung gemäß
Fig. 1,
Fig. 3 eine schematische Darstellung der Funktions- und Wegezeiten der bekannten Anlage
nach DE-PS-27 60 249 und in
Fig. 4 eine Fig. 3 ähnliche Darstellung der Funktions- und Wegezeiten der Vorrichtung
gemäß der Erfindung.
[0013] Die in Fig. 1 wiedergegebene Gesamtanlage weist einen Palettierer 1 üblicher Bauweise,
eine kombinierte Schrumpffolienaufbring- und Schrumpfvorrichtung 2, ebenfalls grundsätzlich
bekannter Art, und eine grundsätzlich neu gestaltete Wendevorrichtung 3 auf, sowie
einen letzterer nachgeschalteten Abnahmeförderer 4 und Zwischenförderer 5 zwischen
Palettierer 1 und kombinierter Schrumpffolienaufbring- und Schrumpfvorrichtung 2 und
letzterer und der Wendevorrichtung 3.
[0014] Die Kombinationsvorrichtung 2 ist mit einer mittels Scherenhubwerk 6 heb- und senkbaren
Förder- und Standbahn 7 ausgerüstet sowie mit einem vorzugsweise mittels nicht gezeigter
Ketten heb- und senkbaren Rahmen 8, an dem oben ein ringsum verlaufender Schrumpfbrenner
9 o. dgl. angeordnet ist sowie unten in Form von Spreizfingern ausgebildete Elemente
10 zum Aufbringen von Schrumpffolienhauben auf einen auf der Förder und Standbahn
befindlichen, in Fig. 1 der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellten Stapel (in
Fig. 2 mit S bezeichnet).
[0015] Die Wendevorrichtung 3 ist mit zwei gegenläufig zueinander beweglichen Förderflächen
11 und 12 versehen, die insgesamt mit ihren die Gegeneinanderbeweglichkeit ermöglichenden
Führungen und Antriebsmitteln um eine Achse 13 drehbar sind, dies alles wie bisher
bekannt.
[0016] Neu bei der Wendevorrichtung 3 ist, daß einer der beiden Förderflächen, nämlich der
in Fig. 1 oberen Förderfläche 12 beidseitig je ein aus einem Rollensatz gebildetes
Förderelement 14 zugeordnet ist, wobei diese beiden Förderelemente 14 gemeinsam gegenüber
der betreffenden Förderfläche 12 in Richtung auf die mittige Achse 13 mittels nicht
dargestellter Antriebsmittel beweglich ausgebildet sind. Die Länge der Förderfläche
12 mit den beidseitigen Förderelementen 14 ist dabei im wesentlichen gleichlang wie
die andere in Fig. 1 unten befindliche Förderfläche 11.
[0017] Die Wirkungsweise der Gesamtvorrichtung gemäß Fig. 1 ist nachstehend unter besonderem
Bezug auf Fig. 2 näher erläutert, wobei in dieser Fig. 2 unterhalb des dargestellten
Stapels S jeweils das Bezugszeichen der Einzelvorrichtung 1, 2, 3 oder 4 angegeben
ist, in der sich der Stapel jeweils befindet und mit hinzugesetzten Buchstaben-Indizes
a, b usw. hintereinander in der betreffenden Vorrichtung stattfindende Stadien wiedergegeben
sind. Die Förderebene ist durch gestrichelte Linien mit dem Buchstaben F gekennzeichnet.
[0018] Die erste Stadiendarstellung in Fig. 2 verdeutlicht demnach, daß im Palettierer 1
ein Stapel S gebildet worden ist, der aus einer Anzahl von Normalschichten 15 und
einer oberen Sonderschicht 16 mit seitlichen Nischen 17 besteht, wobei jede der Schichten
15 und 16 nach einem bestimmten Packmuster gebildet ist. Aus dem Palettierer 1 gelangt
der Stapel S über den Zwischenförderer 5 in die Kombinationsvorrichtung 2, wo der
Stapel zunächst mit einer kurzen Schrumpffolienhaube 18 überzogen wird, wie bei 2a
gezeigt ist. Anschließend wird eine lange erste Schrumpffolienhaube 19 über den Stapel
S gezogen, und die Förder- und Standbahn 7 der Kombinationsvorrichtung 2 angehoben,
wie 2b zeigt. Der untere Bereich des Stapels befindet sich nun in einer solchen Stellung
zum Schrumpfbrenner 9 der Kombinationsvorrichtung 2, daß ein gutes Anschrumpfen in
diesem unteren Bereich des Stapels gewährleistet ist, wie 2c zeigt. Anschließend fährt
der gemeinsame Rahmen 8 dann aufwärts und schrumpft dabei die beiden Schrumpfhauben
18 und 19 eng an den Stapel an, was nicht näher dargestellt ist. Ggf. kann das vollständige
Anschrumpfen der beiden Hauben 18 und 19 auch nach einem ersten Anschrumpfen im unteren
Bereich des Stapels von oben nach unten erfolgen, womit erreicht werden soll, daß
die Luft innerhalb des Stapels weitgehend entweicht.
[0019] Darauf wird die Förder- und Standbahn 7 der Kombinationsvorrichtung 2 wieder abgesenkt
und der Stapel über den Zwischenförderer 5 auf die Förderfläche 11 der Wendevorrichtung
3 transportiert. Die Förderflächen 11 und 12 werden zusammengefahren und anschließend
die beidseits der kürzeren oberen Förderfläche 12 angeordneten Förderelemente 14 in
die Nischen 17 abgesenkt, wie 3a zeigt, wodurch ein sauberes Ausformen dieser Nischen
erfolgt. Dann wird der Stapel S um 180° gedreht, wie 3b zeigt und seitlich über den
Zwischenförderer 5 zurück auf die Förder- und Standbahn 7 der Kombinationsvorrichtung
2 transportiert, wie 3c zeigt. In der Kombinationsvorrichtung 2 erfolgt das Überziehen
einer zweiten oder Konterhaube 20 wie 2d zeigt und nachfolgend das Anschrumpfen dieser
zweiten oder Konterhaube 20 an den Stapel wie 2e wiedergibt. Darauf erfolgt ein erneuter
Transport des Stapels über den Zwischenförderer 5 zur Wendevorrichtung 3 auf die hier
noch unten befindliche kürzere Förderfläche 12 mit nachfolgendem Einfahren der Förderelemente
14 in die Nischen 17 zum Nachprofilieren derselben wie 3d und 3e wiedergeben. Nach
ausreichendem Erkalten der Schrumpffolien wird der nun vollständig mit Schrumpffolie
umhüllte und angeschrumpfte Stapel S seitlich auf den Abgabeförderer 4 transportiert
wie 3f und 4a wiedergeben, worauf dann schließlich der fertige Stapel mittels Huborganen
21, beispielsweise der Gabelzinken eines Gabelstaplers, abtransportiert wird, wie
4b. wiedergibt.
[0020] Zur Verdeutlichung der Vorteile der Erfindung gegenüber dem Stand der Technik sind
in den Fig. 3 und 4 die Wege- und Funktionszeiten der bekannten Vorrichtung gemäß
DE-PS 27 60 249 (Fig. 3) und der erfindungsgemäßen Vorrichtung (Fig. 4) einander gegenübergestellt,
wobei die Wegezeiten in Richtung der Koordinatenachse y und die Funktionszeiten in
Richtung der Koordinatenachse x schematisch dargestellt sind. Dabei sind die einzelnen
Arbeitsschritte wie folgt mit Buchstaben bezeichnet:
Palettieren A
Schrumpffolienaufbringen B
Wenden C
Profilieren, oben D
Schrumpfen E
Profilieren, unten F und jeweils in ein eine Einzelvorrichtung andeutendes Rechteck
eingetragen.
[0021] Daraus ergibt sich vor allem, daß die Wegezeiten ganz beträchtlich, nämlich fast
um das Dreifache geringer bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind als beim Stand
der Technik, aber auch bei den Funktionszeiten sich noch eine wenn auch gerinfügigere
Verringerung ergibt.
[0022] Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel in vielfacher Weise abzuändern,
ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. So kann von der erfindungsgemäß
kombinierten Wende- und Profiliervorrichtung auch in Verbindung mit anders gestalteten
Schrumpffolienaufbring- und Schrumpfvorrichtungen mit Vorteil Gebrauch gemacht werden,
beispielsweise bei einem Verfahren, bei dem anstelle einer zweiten Schrumpffolienhaube
bzw. Konterhaube nach dem Wenden des Stapels eine mehr oder weniger tief an den Seitenflächen
des Stapels herabhängende Flachfolie auf den gewendeten Stapel aufgebracht und geschrumpft
wird, ebenfalls in einer entsprechend gestalteten kombinierten Schrumpffolienaufbring-
und Schrumpfvorrichtung.
1. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur Herstellung einer vollständig
mit Schrumpffolie umhüllten, palettenlosen, mehrere Schichten aufeinandergestapelter
Gegenstände enthaltenden Verpackungseinheit (S), wobei zunächst mehrere Schichten
(15) von Gegenständen mit gleicher Grundfläche übereinandergestapelt werden, auf die
dann eine Sonderschicht (16) von Gegenständen derart gestapelt wird, daß mindestens
zwei einander parallele Nischen (17) für das spätere Angreifen von Tragorganen eines
Hubgerätes gebildet werden, darauf eine erste Schrumpffolie (19) auf den gesamten
Stapel aufgebracht wird, welche nachfolgend durch Wärmeaufbringung eng an den Stapel
geschrumpft wird, worauf der gesamte Stapel um 180° derart gedreht wird, daß die Sonderschicht
mit den Nischen nach unten kommt, worauf eine zweite Schrumpffolie (20) auf den Stapel
aufgebracht und nachfolgend durch Wärmeaufbringung eng an den Stapel geschrumpft wird,
wobei vor dem Wenden des Stapels und nach dem Anschrumpfen der zweiten Schrumpffolie
die Schrumpffolien in den Nischen ausgeformt werden, mit Schrumpffolienaufbringvorrichtung
(2), Schrumpfvorrichtung (2), einer zwei von entgegengesetzten Seiten gegen den Stapel
bewegliche Förderflächen (11, 12) aufweisenden Wendevorrichtung (3) und einer einzigen
mit letzterer kombinierten Profiliervorrichtung zum Ausformen der Schrumpffolien in
den Nischen, deren einer der beiden Förderflächen der Wendevorrichtung zuzuordnende
Formwerkzeuge (14) vor dem Wenden des Stapels in Formstellung verbringbar und während
des Wendens des Stapels in Formstellung haltbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß
die einzige Schrumpffolienaufbringvorrichtung und die einzige Schrumpfvorrichtung
als Kombinationsvorrichtung (2) mit einer gemeinsamen Förder- und Standbahn (7) ausgebildet
sind und daß die Formwerkzeuge (14) der Profiliervorrichtung der betreffenden Förderfläche
(12) der nachgeschalteten Wendevorrichtung (3) fest zugeordnet und mittels an der
Wendevorrichtung angeordneter Antriebsmittel nach dem Aufbringen und Schrumpfen der
ersten Schrumpffolie (18-19) in Formstellung in die Nischen (17), nach dem Wenden
des Stapels (S) in Freigabestellung und nach Rückführung des Stapels zur kombinierten
Schrumpffolienaufbring- und Schrumpfvorrichtung (2) und dortigem Überziehen und Anschrumpfen
der zweiten Schrumpffolie (20) und darauf erneutem Zuführen zur Wendevorrichtung (3)
zum Nachprofilieren der Nischen (17) wieder in Formstellung und nachfolgend zum seitlichen
Abtransportieren des Stapels (S) erneut in Freigabestellung bewegbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Formwerkzeuge vor
dem Anfang und hinter dem Ende der betreffenden FörderfIäche·(12) der Wendevorrichtung
(3) zwischen dieser und jeweils dem vor- bzw. nachgeschalteten Förderer (4, 5) je
ein in die Nischen (17) bis zum Anschlag an deren waagerechte Wände einfahrbares Förderelement
(14) vorgesehen ist, wobei die betreffende Förderfläche (12) mit den beidseitigen
Förderelementen (14) eine Länge aufweist, die etwa der Länge der gegenüberliegenden
Förderfläche (11) entspricht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Förderelement als
Rollensatz (14) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Förderelement als
Förderband ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Förderelement als
Mehrfach-Riementrieb ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bewegungen der Förderelemente (14) an die Nischen (17) unterschiedlich bemessener
Stapel (S) anpaßbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß
die Förder- und Standbahn (7) der kombinierten Schrumpffolienaufbring- und Schrumpfvorrichtung
(2) vor dem Beginn des Schrumpfens anhebbar und nach dem Anschrumpfen der Schrumpffolie
im untersten Bereich des Stapels (S) wieder absenkbar ist.
1. Apparatus for carrying out a process for the production of a pallet-less packaging
unit (S) which is entirely encased with shrink foil and which includes a plurality
of layers of articles stacked one upon the other, wherein firstly a plurality of layers
(15) of articles with the same base surface are stacked in superposed relationship,
on to which a special layer (16) of articles is then stacked in such a way that at
least two mutually parallel recesses (17) for the subsequent engagement of support
members of a lift device are formed, thereupon a first shrink foil (19) is applied
to the entire stack and is then shrunk closely to the stack by the application of
heat, whereupon the entire stack is turned through 180° in such a way that the special
layer with the recesses comes to the bottom, whereupon a second shrink foil (20) is
applied to the stack and then shrunk closely to the stack by the application of heat,
wherein the shrink foils are shaped into the recesses prior to the operation of turning
the stack and after the operation of shrinking the second shrink foil, comprising
shrink foil application means (2), shrink means (2), a turning means (3) which has
two conveyor surfaces (11, 12) which are movable from opposite sides towards the stack
and a single profiling means which is combined with the turning means, for shaping
the shrink foils in the recesses, the profiling means having shaping tools (14) which
are to be associated with one of the two conveyor surfaces of the turning means and
which can be moved into the shaping position prior to the operation of turning the
stack and can be held in the shaping position during the operation of turning the
stack, characterised in that the single shrink foil application means and the single
shrink means are in the form of a combination means (2) with a common conveying and
standing track (7) and that the shaping tools (14) of the profiling means are fixedly
associated with the respective conveyor surface (12) of the turning means (3) disposed
downstream thereof, and are movable by means of drive means arranged on the turning
means into the shaping position into the recesses (17) after application and shrinkage
of the first shrink foil (18-19), into a release position after the operation of turning
the stack (S), and into the shaping position again for post- profiling of the recesses
(17) after return of the stack to the combined shrink foil application and shrink
means (2) and after the operation performed therein of coating the stack with and
shrinkage of the second shrink foil (20) and returning it again to the turning means
(3), and then into the release position again for laterally conveying the stack (S)
away.
2. Apparatus according to claim 1 characterised in that a conveyor element (14) which
can be introduced into the recesses (17) until it bears against the horizontal walls
thereof is provided as each of the shaping tools in front of the beginning and behind
the end of the respective conveyor surface (12) of the turning means (3) between same
and a respective one of the conveyors (4, 5) connected upstream and downstream thereof
respectively, wherein the conveyor surface (12) in question, with the conveyor elements
(14) at both sides, is of a length which approximately corresponds to the length of
the oppositely disposed conveyor surface (11).
3. Apparatus according to claim 2 characterised in that each conveyor element is in
the form of a set of rollers (14).
4. Apparatus according to claim 2 characterised in that each conveyor element is in
the form of a conveyor belt.
5. Apparatus according to claim 2 characterised in that each conveyor element is in
the form of a multiple belt drive.
6. Apparatus according to claim 2 or one of the following claims characterised in
that the movements of the conveyor elements (14) can be adapted to the recesses (17)
of stacks (S) of different dimensions.
7. Apparatus according to claim 1 or one of the following claims characterised in
that the conveying and standing track (7) of the combined shrink foil application
and shrink means (2) can be lifted prior to the beginning of the shrink operation
and can be lowered again after the operation of shrinking the shrink foil in the lowermost
region of the stack (S).
1. Installation permettant la mise en oeuvre d'un procédé pour former une unité d'empaquetage
(S) sans palette, entièrement enveloppée dans une feuille rétractible et constituée
par plusieurs couches d'objets empilés les uns sur les autres, plusieurs couches (15)
d'objets à surface de base identique étant tout d'abord empilées les unes au-dessus
des autres, couches sur lesquelles une couche d'objets distincte (16) est ensuite
empilée de manière à former au moins deux niches (17) mutuellement parallèles, pour
l'engagement ultérieur d'organes de support d'un engin élévateur, après quoi l'on
dépose, sur l'intégralité de la pile, une première feuille rétractible (19) qui est
ensuite, par apport de chaleur, intimement contractée sur cette pile, ensuite de quoi
l'on imprime, à toute la pile, une rotation de 180° de façon que la couche distincte
présentant les niches viennent se placer en partie basse, puis une seconde feuille
rétractible (20) est déposée sur la pile et est ensuite intimement contractée sur
cette pile, par apport de chaleur, les feuilles rétractibles étant déformées dans
les niches avant le basculement de la pile, et après la mise en place par contraction
de la seconde feuille rétractible, comprenant un dispositif (2) applicateur de feuilles
rétractibles, un dispositif de contraction (2), un dispositif basculeur (3) muni de
deux surfaces convoyeuses (11, 12) mobiles en direction de la pile, à partir de côtés
opposés, ainsi qu'un seul et unique dispositif de profilage pour déformer les feuilles
rétractibles dans les niches, qui est combiné audit dispositif basculeur et dont des
outils de formage (14), devant être associés à l'une des deux surfaces convoyeuses
du dispositif basculeur, peuvent être amenés à une position de formage avant le basculement
de la pile, et être maintenus en position de formage pendant le basculement de la
pile, caractérisée par le fait que le seul et unique dispositif applicateur de feuilles
rétractibles et le seul et unique dispositif de contraction sont réalisés sous la
forme d'un dispositif combiné (2) muni d'une piste commune (7) de convoyage et d'attente
; et par le fait que les outils de formage (14) du dispositif de profilage sont fermement
associés à la surface convoyeuse considérée (12) du dispositif basculeur (3) installé
en aval et peuvent, grâce à des moyens d'entraînement implantés sur le dispositif
basculeur, être amenés à la position de formage dans les niches (17), après l'application
et la mise en place par contraction de la première feuille rétractible (18-19) ; être
amenés à une position de dégagement, après le basculement de la pile (S) ; et, après
le renvoi de la pile au dispositif combiné (2) d'application de feuilles rétractibles
et de contraction, dans lequel s'opèrent le revêtement et la mise en place par contraction
de la seconde feuille rétractible (20), suivis d'une nouvelle délivrance au dispositif
basculeur (3), en vue du profilage ultérieur des niches (17), être ramenés à la position
de formage et à nouveau, dans l'enchaînement, à la position de dégagement en vue de
l'évacuation latérale de la pile (S).
2. Installation selon la revendication 1, caractérisée par le fait qu'il est à chaque
fois prévu en tant qu'outils de formage, avant le début et derrière la fin de la surface
convoyeuse considérée (12) du dispositif basculeur (3), entre celui-ci et le convoyeur
(4, 5) respectivement implanté en amont et en aval, un élément convoyeur (14) pouvant
être introduit dans les niches (17) jusqu'à ce qu'il vienne buter contre des parois
horizontales de ces dernières, la surface convoyeuse considérée (12) présentant, avec
les éléments convoyeurs (14) situés des deux côtés, une longueur qui correspond sensiblement
à la longueur de la surface convoyeuse opposée (11).
3. Installation selon la revendication 2, caractérisée par le fait que chaque élément
convoyeur est réalisé sous la forme d'un jeu de rouleaux (14).
4. Installation selon la revendication 2, caractérisée par le fait que chaque élément
convoyeur est réalisé sous la forme d'une bande convoyeuse.
5. Installation selon la revendication 2, caractérisée par le fait que chaque élément
convoyeur est réalisé sous la forme d'un train à courroies multiples.
6. Installation selon la revendication 2 ou l'une des suivantes, caractérisée par
le fait que les mouvements des éléments convoyeurs (14) peuvent être adaptés aux niches
(17) de piles (S) de dimensions différentes.
7. Installation selon la revendication 1 ou l'une des suivantes, caractérisée par
le fait que la piste (7) de convoyage et d'attente du dispositif combiné (2) d'application
de feuilles rétractibles et de contraction peut être soulevée avant le début de la
contraction, puis de nouveau abaissée, après la mise en place par contraction de la
feuille rétractible, dans la région la plus basse de la pile (S).