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(11) |
EP 0 250 940 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.03.1990 Patentblatt 1990/13 |
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Anmeldetag: 06.06.1987 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: H01J 9/26 |
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Verfahren zum vakuumdichten Verbinden zweier metallener Gehäuseteile
Method for hermetically joining two metallic vessel parts together
Procédé d'assemblage étanche de deux parties d'enceinte métalliques
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB NL |
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Priorität: |
19.06.1986 DE 3620585
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.01.1988 Patentblatt 1988/01 |
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Patentinhaber: Licentia Patent-Verwaltungs-GmbH |
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60596 Frankfurt (DE) |
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Erfinder: |
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- Bischof, Norbert
D-7915 Elchingen/Thalfingen (DE)
- Stübler, Hans
D-7913 Senden (DE)
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Vertreter: Amersbach, Werner, Dipl.-Ing. et al |
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Licentia Patent-Verwaltungs-GmbH
Theodor-Stern-Kai 1 60596 Frankfurt 60596 Frankfurt (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 482 366
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US-A- 3 427 088
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 4, Nr. 52 (E-7)[534], 18. April 1980; & JP-A-55 24
327
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 7, Nr. 24 (E-208)[1392], 2. November 1983; & JP-A-58
135 554
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Die Vakuumverschlußtechnik bei der Herstellung von Bildverstärker-Wafer-Röhren erfolgt
in einer Hoch-Vakuumkammer, nachdem die einzelnen Bauteile der Röhre, wie Leuchtschirm,
Mikrokanalplatte, Kathodenträger usw. durch eine Löt- oder Kaltverpressung mit Indium
als Lot in dieser Hochvakkumkammer miteinander verbunden werden. Die Lötverbindung
besitzt den Nachteil, daß bei dem Verschließen des Systems frei werdende Gase auch
das Vakuum in der Waferröhre selbst verschlechtem kann. Verwendet man Temperaturen,
die so niedrig sind, daß das Indium nicht schmilzt, so benötigt man sehr lange Bearbeitungszeiten,
ohne sicherstellen zu können, daß eine genügende Entgasung erfolgt ist. Verwendet
man höhere Temperaturen, z. B. bis zu 400
°C, bei welchen das Indiumlot schmilzt, so können Legierungen auftreten, die zu einer
Änderung der Gefügestruktur führen, die wiederum Schwierigkeiten bei der nachfolgenden
Kaltverpressung machen.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neuartige Verbindungstechnik
für einen vakuumdichten Verschluß der Gehäuseteile, insbesondere einer Wafer-Bildverstärkerröhre
anzugeben, die hohe Entga-sungstemperaturen anzuwenden gestattet und zu Röhren verbesserter
Lebensdauer führt.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale
gelöst.
[0005] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung wird darin. gesehen, daß die Gefahr von Verunreinigungen
innerhalb der fertigen Röhre durch Restgase weitgehend vermindert ist und zum anderen
ein sicherer und dauerhafter Verschluß sichergestellt ist.
[0006] Anhand des in der Figur schematisch dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels
wird die Erfindung nachfolgend näher erklärt.
[0007] Die Figur zeigt schematisch eine Hälfte einer im wesentlichen rotationssymmetrisch
aufgebauten Wafer-Bildröhre 9 mit einer Eingangsscheibe 10, auf deren Innenfläche
13 sich die Photokathode befindet und mit einem Fiberoptik-Ausgangsfenster 11, auf
dessen Innenfläche sich eine Leuchtstoffschicht 12 befindet. Dazwischen ist eine Mikrokanalplatte
14 als Sekundärelektronenverstärker angeordnet. Die einzelnen Bauteile, insbesondere
die Eingangs- und Ausgangsfenster 10 und 11 sind mit flanschartigen Gehäuseteilen
7 und 8 aus Metall, insbesondere durch Löten oder Verschmelzen verbunden. Die flanschartigen
Gehäuseteile werden dann innerhalb einer Vakuumkammer in der vorbeschriebenen Weise
miteinander verbunden. Von der Vakuumkammer ist lediglich ein Fenster 6 dargestellt.
[0008] Die Verbindung der Gehäuseteile erfolgt nach einer Systemausheiz-Temperaturbehandlung,
die bis über 400
°C beträgt. Dabei befindet sich das noch nicht vakuumdicht verbundene Röhrengehäuse
bereits in der Vakuumkammer. Die Mikrokanalplatte und die Eingangs- und Ausgangsfenster
sind bereits mit den einzelnen metallenen Gehäuseteilen verbunden. Die ringförmigen
flanschartigen metallenen Gehäuseteile 7 und 8 bestehen bevorzugt aus einer Eisen-Nickel-Kobalt-Verbindung.
Zwischen die Flächen der Flansche 7, 8 wird ein dünner Gold-oder Kupferring 4 eingelegt.
In der Vakuumkammer befinden sich weiterhin entsprechend geformte Preßstempel 3 und
Gegenlager 2, die dazu dienen, einen stärkeren Druck auf die beiden Flanschteile 7
und 8 auszuüben. Durch diesen Druck werden die beiden Flanschteile fest miteinander
verpreßt. Die zwischengelegten duktilen Metallteile 4 aus Gold oder Kupfer verformen
sich dabei und ergeben eine Art Kalt-Lötverbindung. Die Röhre ist dadurch in ihren
Abmessungen weitgehend festgelegt und abgedichtet.
[0009] Gemäß der Erfindung wird nun weiterhin die auf einer Drehvorrichtung 5 aufgesetzte
Röhre innerhalb der Vakuumkammer bei bestehendem Vakuum gedreht. Ein außerhalb der
Vakuumkammer befindlicher Laser 1 erzeugt einen Laserstrahl 15, der umgelenkt wird
und mittels einer Sammeloptik 16 auf die Nahtstelle des kalt verpreßten Flansches
7, 8 fokussiert. Dadurch wird das Material der beiden Flanschteile 7 und 8 am Umfang
miteinander verschweißt. Zu diesem Zweck wird die Intensität des Laserstrahles und
der Drehgeschwindigkeit des Drehtellers 5 entsprechend aufeinander abgestimmt.
[0010] Der Querschnitt des Laserstrahles 15 ist in der Ebene der vakuumdicht in die Wandung
der Vakuumkammer eingesetzten Fensters 6 so gewählt, daß die thermische Flächenbelastung
noch zu keiner Schädigung des Flansches 6 führen kann Z. b. bei einer Laserstrahl-Brennweite
von z. B. 150 bis 200 mm Brennweite wird durch das an dem Fenster 6 vorhandene Strahlenbündel
eine Aufwärmung dieser Scheibe noch nicht nennenswert stattfinden. Bei der Verschweißung
des Umfangs der Flanschteile 7 und 8 mittels des Laserstrahles kann es zu einer Metallabdampfung
kommen. Diese Metallabdampfung kann aber infolge der bereits stattgefundenen Kaltverpreßung
nicht in das innere der Wafer-Bildverstärkerröhre gelangen. Um jedoch die Innenseite
der vakuumdicht in die Vakuumkammer eingesetzten Scheibe 6 vor Metallabdampfungen
zu schützen, ist es zweckmäßig, auf der Innenseite dieses Fensters 6 eine zusätzliche
und auswechselbare Schutzscheibe anzubringen.
1. Verfahren zum vakuumdichten Verbinden zweier metallenen Gehäuseteile einer Elektronenröhre
bei dem die Gehäuseteile in einer Vakuumkammer ausgeheizt und durch zwischengefügtes
Verbindungsmetall und Druckanwendung miteinander verbunden werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsnaht nach erfolgter Druckverbindung in der Vakuumkammer zusätzlich
mittels eines Laserstrahles verschweißt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zwischengefügte Verbindungsmetall
duktiler ist als das Metall der Gehäuseteile und nach Durchführung der Druckverbindung
so dünn ist, daß bei der Laserschweißung die Metallkanten der Gehäuseteile miteinander
verbunden werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindungsmetall
ein duktiles Metall, wie Gold, Kupfer oder dergleichen verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindungsmetall
ein Metall mit Loteigenschaften bezüglich der Gehäuseteile verwendet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Metall
für die Gehäuseteile eine Eisenverbindung, insbesondere eine Chrom, Nickel und/oder
Kobalt enthaltende Eisenverbindung verwendet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäuseteile
nach Art einer Flanschverbindung miteinander verbunden werden und die Laserverschweißung
am Umfang der Flanschkanten vorge- nommen wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die durch
Druck verbundenen Gehäuseteile innerhalb der Vakuumkammer gedreht werden und der außerhalb
der Vakuumkammer erzeugte Laserstrahl durch ein vakuumdichtes Fenster in der Wand
der Vakuumkammer auf die Schweißstelle fokussiert gerichtet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Laserstrahl derart fokussiert
wird, daß er in der Durchtrittsebene durch das Fenster einen so großen Durchmesser
besitzt, daß eine Schädigung des Fensters vermieden wird.
9. Verwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch
die Verwendung zur Herstellung einer Bildverstärkerröhre mit Photokathode, insbesondere
einer Wafer-Bildverstärkerröhre.
1. Method for the vacuum-tight connection of two metallic housing parts of an electronic
valve, in which method the housing parts are baked out in a vacuum chamber and each
connected with the other by interposed connecting metal and application of pressure,
characterised thereby, that the connecting seam is welded together in the vacuum chamber
by means of a laser beam additionally after pressure connection.
2. Method according to claim 1, characterised thereby, that the interposed connecting
metal is more ductile than the metal of the housing parts and so thin after performance
of the pressure connection that the metal edges of the housing parts are each connected
with the other during the laser welding.
3. Method according to claim 1 or claim 2, characterised thereby, that a ductile metal
such as gold, copper or the like is used as connecting metal.
4. Method according to one of the claims 1 to 3, characterised thereby, that a metal
with soldering properties with respect to the housing parts is used as connecting
metal.
5. Method according to one of the claims 1 to 4, characterised thereby, that an iron
compound, in particular an iron compound containing chromium, nickel and/or cobalt
is used as metal for the housing parts.
6. Method according to one of the claims 1 to 5, characterised thereby, that the housing
parts are each connected with the other in the manner of a flange connection and the
laser welding is undertaken at the circumference of the flange edges.
7. Method according to one of the claims 1 to 6, characterised thereby, that the housing
parts, which have been connected by pressure, are rotated within the vacuum chamber
and the laser beam, which is produced outside the vacuum chamber, is directed focussed
on the weld location through a vacuum-tight window in the wall of the vacuum chamber.
8. Method according to claim 7, characterised thereby, that the laser beam is focussed
in such a manner that it has such a large diameter in the plane of passage through
the window that a damage of the window is avoided.
9. Use of the method according to one of the claims 1 to 8 for the production of an
image amplifier valve with photo-cathode, in particular a wafer image amplifier valve.
1. Procédé de liaison, étanche au vide, de deux parties métalliques de boîtier d'un
tube électronique, dans le cas duquel on chauffe les parties du boîtier dans une chambre
à vide et on les réunit l'une à l'autre au moyen d'un métal de liaison que l'on interpose
et au moyen d'une application de pression, caractérisé en ce qu'après avoir effectué
la liaison par pression, on soude en outre le joint de liaison dans la chambre à vide
au moyen d'un faisceau laser.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le métal de liaison interposé
est plus ductile que le métal des parties du boîtier et, après exécution de la liaison
par pression, est suffisamment mince pour que, lors du soudage au laser, les arêtes
métalliques des parties du boîtier soient réunies l'une à l'autre.
3. Procédé selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que comme
métal de liaison on emploie un métal ductile, comme l'or, le cuivre ou analogue.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que comme métal
de liaison on emploie un métal présentant des caractéristiques de brasage à l'égard
des parties du boîtier.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que comme métal
pour les parties du boîtier on emploie un composé ferreux, en particulier un composé
ferreux contenant du chrome du nickel et/ou du cobalt.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'on réunit
les parties du boîtier l'une à l'autre à la façon d'une liaison à rebord et que l'on
procède au soudage au laser à la périphérie des arêtes du rebord.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'on fait tourner
les parties du boîtier, réunies par pression, à l'intérieur de la chambre à vide et
que l'on dirige le faisceau laser, produit à l'extérieur de la chambre à vide, à travers
une fenêtre, étanche au vide et prévue dans la paroi de la chambre à vide, en le focalisant
sur l'emplacement du soudage.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'on focalise le faisceau
laser de façon que dans le plan de traversée de la fenêtre il possède un diamètre
assez grand pour éviter d'endommager la fenêtre.
9. Application du procédé selon l'une des revendications 1 à 8, pour la fabrication
d'un tube amplificateur d'image avec photocathode, en particulier d'un tube amplificateur
d'image à microplaquette.
