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EP 0 250 995 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.01.1991 Patentblatt 1991/05 |
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Anmeldetag: 12.06.1987 |
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Stuhl, insbesondere Bürostuhl
Chair, particularly an office chair
Chaise en particulier chaise de bureau
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
03.07.1986 DE 3622272
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.01.1988 Patentblatt 1988/01 |
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Patentinhaber: Dr.Ing.h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft |
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70435 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Hinrichs, Kurt, Dipl.-Ing. (FH)
D-7251 Weissach (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 136 374 US-A- 4 502 729
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CH-A- 489 227
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Stuhl, insbesondere einen Bürostuhl, nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der DE-OS 33 16 530 ist ein Stuhl bekannt, dessen Rückenlehne eine Verstellung
in Abhängigkeit von der Sitzplattenneigung über ein Lenkergetriebe durchführt. Bei
diesem Stuhl wird bei einer Neigungsverstellung der Sitzplatte über Lenker des Getriebes
ein Anheben der Vorderkante der Sitzplatte bewirkt. Dies hat in komfortverschlechternder
Weise eine zwangsweise Veränderung des ursprünglichen Fußabstützortes infolge eines
sogenannten Hochziehens der Beine zur Folge. Es wird durch die sich relativ zur Sitzplatte
verschwenkbare Rückenlehne eine ständige Veränderung der wesentlichen Körperabstützpunkte
am Stuhl bewirkt, was auch einen sich nachteilig auf den korrekten Sitz der Kleidung
auswirkenden Effekt nach sich zieht. Ferner ist aus der DE-OS 34 15 555 ein Stuhl
bekannt geworden, der eine Sitzfläche aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Teilen
umfasst. Das vornliegende Teil ist fest mit dem Sitzträger verbunden und das angelenkte
hintere Teil der Sitzplatte ist gelenkig mit einer zweiteiligen Rückenlehne verbunden,
dessen unteres Lehnenteil im Bereich des Körperbeckens am hinteren Plattenteil schwenkbar
gehalten wird. Durch diese Stuhlausbildung wird beim Neigungsverstellen des Sitzes
über ein Lenkergetriebe eine Relativbewegung zwischen dem hinteren Sitzflächenteil
und dem anschließenden unteren Sitzlehnenteil möglich, was ebenfalls in komfortverschlechternder
Weise einen Reibeeffekt zwischen der Sitzlehne und dem Rücken des Benutzers ergibt.
[0003] Desweiteren ist aus der EP-A-013 63 74 ein Stuhl bekannt, der einen höhenverstellbaren
Sitzträger mit einer über ein Lenkgetriebe in der Neigung verstellbaren Sitzplatte
umfasst, an der eine Lehne angelenkt ist. Die Sitzplatte ist über mehrere untereinander
verbundene Koppelglieder in der Höhe und in der Neigung verstellbar, wobei sich an
der Vorderkante der Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Stuhl zu schaffen,
der in seiner Grundstellung und in seinen Neigungsstellungen ein komfortables Sitzen
ohne Veränderung der relevanten Abstützpunkte des Benutzers zum Stuhl sowie der Beinabstützpunkte
an der Stuhlaufstandsfläche gewährleistet. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausbildungen
der Erfindung beinhalten die Unteransprüche.
[0004] Die hauptsächlich mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen darin, daß durch
Auslegung der Kinematik sich die Sitzvorderkante bei einer Neigungsverstellung des
Stuhles absenkt und die Sitzplatte sich um eine vorgelagerte ideelle Drehachse verschwenkt.
Diese liegt in vorteilhafter Weise im Bereich der Kniee des Benutzers, wodurch sich
ein unveränderter Abstützort der Füsse ergibt und die Schenkel gleichzeitig entlastet
werden. Eine unkomfortable Pressung in den Kniekehlen durch ein Anhaben der Sitzvorderkante
nach dem Stand der Technik wird erfindungsgemäß hiermit vermieden.
[0005] Desweiteren bestehen Vorteile darin, daß die relevanten Abstützpunkte des Benutzers
zum Stuhl durch die einteilige Ausführung der hinteren Sitzplatte mit der Rückenlehne
auch bei einer Neigungsverstellung unverändert sind und eine Beckenabstützung ohne
Reibeffekte, d.h. Relativbewegungen zwischen Rücken und Stuhl, erzielt wird.
[0006] Sitzuntersuchungen haben ergeben, daß eine ergonomisch bequeme Sitzhaltung gewährleistet
ist, wenn das vordere Plattenteil der Sitzfläche zum hinteren Plattenteil im Verhältnis
1 : 2 geneigt wird. Dieses Verhältnis ist beim Verstellen des Sitzes durch das Lenkergetriebe
auch in den Zwischenstellungen einhaltbar.
[0007] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im
folgenden näher beschrieben.
Es zeigen
Fig. 1 eine schematische Darstellung von Koppelgliedern eines Lenkergetriebes für
einen Stuhl in einer Grundstellung,
Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig. 1,
Fig. 3 eine schematische Darstellung der Koppelglieder des Lenkergetriebes für den
Stuhl in einer Neigungsstellung,
Fig. 4 eine Darstellung der Abstützpunkte im Stuhl in den beiden Endstellungen,
Fig. 5 eine Seitenansicht des Stuhls mit Koppelgliedern, Sitzträger und Plattenteilen
der Sitzfläche,
Fig. 6 eine Seitenansicht des Lenkgetriebes gemäß Fig. 5,
Fig. 6a eine weitere Ausbildung des Teiles des Lenkergetriebes, das mit dem Lenkergetriebe
gemäß Fig. 5 verbunden wird,
Fig. 7 eine Draufsicht zu Fig. 6,
Fig. 7a eine Draufsicht zu Fig. 6a,
Fig. 8 eine Ansicht in Pfeilrichtung A der Fig. 6a gesehen,
Fig. 9 eine schematische Darstellung des Lenkergetriebes von der Seite gemäß der Fig.
6a in einer Grundstellung, und
Fig. 10 eine schematische Darstellung einer Draufsicht zu Fig. 9 entsprechend der
Fig. 7a,
[0008] Der Stuhl gemäß den Fig. 1 bis 5 besteht aus einem Untergestell 1, einer Sitzfläche
2, die über einen Sitzträger 3 unter Zwischenschaltung eines Lenkergetriebes 4 am
Untergestell 1 befestigt ist. Die Sitzfläche 2 umfasst zwei miteinander verbundene
Plattenteile 5 und 6, wobei das hinten liegende Plattenteil 6 integrierter Bestandteil
einer Rückenlehne 7 ist. Das Untergestell 1 weist ein Federelement zur Höhenverstellung
auf und endet in einem Standfuß.
[0009] Der Stuhl ist in eine Grundstellung G verstellbar, bei der die Sitzfläche 2 eine
Lage in einer horizontalen Ebene X-X einnimmt. Von dieser Grundstellung G aus kann
der Stuhl in eine Neigungsstellung N verschwenkt werden, bei der das vordere Plattenteil
5 in einer Schrägebene Y-Y und das hintere Plattenteil 6 in einer Schrägebene Z-Z
liegt. Von der Grundstellung G bis zur Neigungsstellung N sind alle Zwischenstellungen
möglich, wobei in jeder Stellung eine Arretierung über eine entsprechende Vorrichtung
erfolgt.
[0010] Das Lenkergetriebe 4 umfasst im wesentlichen zwei scherenförmig zwischen den Plattenteilen
5 und 6 und dem Sitzträger 3 angeordnete Koppelglieder 8, 9, die in den Fig. 1, 2,
3 und 5 zur besseren Übersicht nur als Streben dargestellt sind. Diese Koppelglieder
8 und 9 sind gegeneinander um eine Achse 17 verdrehbar und einerseits am Sitzträger
3 um horizontale Achsen 10 und 11 verschwenkbar und andererseits an den Plattenteilen
5 und 6 um horizontale Achsen 12 und 13a angelenkt, wie Fig. 2 näher zeigt.
[0011] Das hintere Plattenteil 6 ist einteilig mit der Rückenlehne 7 ausgeführt und weist
beidseitig über ein Gelenk 13 mit der horizontalen Achse 13a, schräg nach vorn zum
Sitzträger 3 ausgeführte Abschnitte 14 auf, die die Lenkerarme 15a bilden. Diese sind
auf einer horizontalen Festachse 16 (Fig. 1 bis 3) schiebbar und gleichzeitig über
die hintere Anlenkung (Gelenk 13) des vorderen Plattenteils 5 auf der Achse 13a relativ
verschwenkbar zum vorderen Plattenteil 5, wie Fig. 3 zeigt.
[0012] Die Koppelglieder 8 und 9 sowie die Lenkerarme 15 weisen solche Längen auf und sind
in der Weise am Sitzträger 3 angelenkt und mit den Plattenteilen 5 und 6 gelenkig
verbunden, daß sich in den Neigungsstellungen der Sitzfläche 2 eine Kniedrehachse
19 ausbildet. Diese liegt in einer gleichen horizontalen Ebene X-X mit der Sitzfläche
2 in ihrer Grundstellung G.
[0013] Die Kniedrehachse 19 ist in jeder Zwischenstellung bis zur Neigungsendstellung N,
wie Fig. 3 zeigt, annähernd unverändert in der horizontalen Ebene X-X gelegen. Die
Erzielung einer derartig unveränderten Lage dieser Drehachse 19 wird durch das Lenkergetriebe
4 erzielt, das das vordere Plattenteil 5 unter die horizontale Ebene X-X in die Schrägebene
Y-Y absenkt. In der Schnittlinie dieser beiden Ebenen X-X und Y-Y ist die Drehachse
19 angeordnet, welche, wie Fig. 4 zeigt, etwa im Bereich der Kniekehlen des Benutzers
liegt.
[0014] Während der Verstellung des vorderen Plattenteils 5 wird gleichzeitig das hintere
Plattenteil 6 in eine Neigungsstellung in der Schrägebene Z-Z zwangsweise gezogen.
Der Neigungswinkel α des vorderen Plattenteils 5 beträgt etwa 12° und der Neigungswinkel
β des hinteren Plattenteils 6 beträgt etwa 24°, was einem Verhältnis von 1 : 2 entspricht.
[0015] Das hintere Plattenteil 6 ist mit der Rückenlehne 7 aus eine m Teil bestehend und
gemeinsam um die vor dem Becken liegende Achse 13a zum vorderen Plattenteil 5 neigbar.
Wie Fig. 4 zeigt, weist der Mensch zwei relevante Abstützpunkte 20 und 21 im Beckenbereich
auf, die entsprechend in der Sitzfläche und der Rückenlehne angeordnet sind. Diese
Abstützpunkte 20 und 21 verändern bei einer Verstellung des Stuhles in die Position
N ihre Lage zum Stuhl nicht, so daß keine Relativbewegung zwischen der Lehne 7 der
Sitzfläche 2 und dem Benutzer stattfinden kann.
[0016] In den Fig. 6 und 7 ist eine konstruktive Ausführung des Stuhles mit Lenkergetribe
4 näher dargestellt, wobei die Fig. 6 und 7 eine den Fig. 1, 2 und 3 entsprechende
Konstruktion zeigen. Der Sitzträger 3 weist nach vorn geführte Arme auf, die an ihren
freien Enden 23 Lageraugen 24, 25 mit den horizontalen Achsen 10 und 11 aufweisen.
Außenliegend zu diesen Lageraugen 24, 25 sind zu beiden Seiten des Sitzträgers 3 die
Koppelglieder 9 angeordnet, die über ein oberhalb des Sitzträgers 3 angeordnetes flächiges
Verbindungselement 26 gehalten werden und welches mit Zapfen 27 fest verbunden ist,
die die Achsen 17 bilden. Längsschlitze 28, 29, 30 und 31 in den Gelenken der Koppelglieder
8 und 9, im vorderen Plattenteil 5 und im Lenkerarm 15 erlauben bei einer Neigungsverstellung
des Sitzes eine verklemmungsfreie Bewegung der einzelnen Teile sowie einen zwangsgeführten
Bewegungsablauf entsprechend der Winkelverstellung der beiden Plattenteile 5 und 6.
Die Teile des Lenkergetriebes wie die Koppelglieder, der Sitzträger sowie die beiden
Plattenteile können aus Gußteilen bestehen oder als Blechteile ausgeführt sein. Der
Längsschlitz 29 hat an sich keine Funktion für den Bewegungsablauf, sondern muß dem
den Lenker 9 durchdringenden Führungsbolzen 10 Freigang gewähren.
[0017] In den Fig. 6a und 7a ist eine weitere Ausbildung dargestellt. Bei dieser ist der
Lenkerarm 15 gemäß den Ausführungen nach den Fig. 1, 2, 3 und 5 als sich vertikal
erstreckender Lenkerarm 15a ausgeführt. Dieser wird mit einem sich anschließenden
vertikalen Stützträger 32 über ein Knickgelenk 33 mit einer horizontalen Drehachse
34 verbunden. Das freie Ende 35 des Stützträgers 32 ist in einer Konsole 36, die mit
dem Untergestell 1 fest verbunden ist, um eine horizontale Achse 37 verschwenkbar.
Die Koppelglieder 8, 9, die Plattenteile 5, 6 und die Lehne 7 entsprechen der Ausführung
nach den Fig. 6 und 7.
[0018] Die Wirkungsweise der Ausführung gemäß der Fig. 6a und 7a ist schematisch in Fig.
10 dargestellt und läuft in der Weise ab, daß bei einem Druck auf das hintere Plattenteil
6 der Lenkerarm 15a in Pfeilrichtung 38 um die Achse 13a des Gelenks 13 unter Mitnahme
der Stützstreben 32 um das Knickgelenk 33 verschwenkt. Bei diesem Verschwenkvorgang
hat das Lenkergetriebe 4 eine Wirkungsweise, wie sie in den Fig. 1, 2 und 3 näher
dargestellt ist.
[0019] Der Grund für die spezielle Ausführung der Lenker 15a und 32 (Fig. 9 und Fig. 10)
ist der: Beim "Besitzen" des Stuhles im vorderen Bereich (Platte 5, bis zum Gelenk
13a) ist keine Einfederung vorhanden. Der Stuhl ist quasi arretiert. Erst wenn der
hintere Teil der Platte 6 bzw. die Lehne 7 belastet werden, wird die Sitzneigung,
wie beschrieben, eingeleitet.
1. Stuhl, insbesondere Bürostuhl, mit einem höhenverstellbaren Sitzträger (3), an
dem unter Zwischenschaltung eines Lenkergetriebes (4) eine in der Neigung verstellbare
Sitzplatte (2) sowie eine Rückenlehne (7) angelenkt sind und diese sich in Abhängigkeit
von der Neigung der Sitzplatte (2) verstellt, wobei das Lenkergetriebe (4) am Sitzträger
(3) gehaltene und über Drehachsen (10, 11) verbundene Koppelglieder (8, 9) umfasst,
die über eine weitere Drehachse (13a) an miteinander verbundenen Plattenteilen (5,
6) einer Sitzplatte (2) angelenkt sind, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Plattenteil
(5) mit dem einen Koppelglied (9) über das weitere Koppelglied (8) durch die Drehachsen
(10 u. 12) verbunden ist, das am Koppelglied (8) auf einer Achse (17) gelagert ist
und das Plattenteil (5) zum Koppelglied (9) derart verstellbar hält, daß die an dem
vorderen Plattenteil (5) der Sitzplatte (2) angeordneten Drehachsen (12 und 13a) in
einer ersten Ebene (X-X) liegen, die mit einer hierzu schräg und durch die Sitzträger
(3) angeordneten Drehachsen (10, 11) verlaufenden zweiten Ebene (Y-Y) im Schnittbereich
eine der Sitzfläche vorgelagerte mit dem Kniegelenk der Sitzperson zusammenfallende
ideelle Kniedrehachse (19) bilden.
2. Stuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung des Plattenteils
(5) mit dem Koppelglied (8) eine Längsführung (30) und die Verbindung des Koppelgliedes
(8) mit dem Koppelglied (9) eine weitere Längsführung (27) aufweist.
3. Stuhl nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das hintere Plattenteil
(6) zur Sitzvorderkante (2a) über das Gelenk (13) hinausgeführte, als Lenkerarme (15)
ausgebildete Abschnitte (14) umfasst, die am Sitzträger (3) um eine horizontale Achse
(16) angelenkt sind.
4. Stuhl nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Plattenteil
(5) in der Neigungsstellung (N) mit seiner vorderen Kante (2a) unterhalb der Horizontalebene
(X-X) liegt.
5. Stuhl nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Lenkergetriebe (4) mit Koppelgliedern (8, 9) derartiger Längen ausgeführt
sind, daß das vordere Plattenteil (5) zum hinteren Plattenteil (6) in der Neigungsstellung
(N) sowie in Zwischenstellungen unter einem Winkel im Verhältnis 1 : 2 geneigt ist.
6. Stuhl nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lenkerarme (15) des hinteren Plattenteils (6) sowie das zurückgeführte zweite
Koppelglied (9) jeweils einen Schlitz (31 und 29) aufweisen, die dem Winkel der Neigungsstellungen
der Plattenteile (5, 6) entsprechende Längen aufweisen.
7. Stuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die über das Gelenk (13) hinausgeführten,
als Lenkerarme (15a) ausgebildeten Abschnitte (14) des hinteren Plattenteils (6) sich
in vertikaler Richtung erstrecken und mit einem Stützträger (32) verbunden sind, der
mit den Lenkerarmen (15a) in einem Gelenk (33) um eine horizontale Achse (34) einknickbar
ausgeführt ist und daß der Stützträger (32) am freien Ende (35) über eine um eine
weitere horizontale Achse (37) an einer Konsole (36) des Sitzträgers (3) verschwenkbar
gehalten wird.
8. Stuhl nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die zur Sitzhinterseite geführten Koppelglieder (9) jeder Stuhlseite den Sitzträger
(3) im Bereich seiner Lageraugen (24, 25) zwischen sich aufnehmen und aussenseitig
der Koppelglieder (8) anglenkt sind.
9. Stuhl nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die zur Sitzvorderkante (2a) geführten Koppelglieder (8) U-profilförmig ausgebildet
sind und zwischen ihren Schenkeln das vordere Plattenteil (5) um eine horizontale
Achse (12) angelenkt ist.
1. A chair, in particular an office chair, with a vertically adjustable seat support
(3) to which a seat plate (2), whose angle is adjustable, and a backrest (7) are hinged
through the intermediary of a control mechanism (4), and the backrest is adjusted
dependent on the angle of the seat plate (2), wherein the control mechanism (4) comprises
coupling members (8, 9) attached to the seat support (3) and connected via hinge pins
(10, 11), the coupling members (8, 9) being hinged via a further hinge pin (13a) to
inter-connected plate parts (5, 6) of a seat plate (2), characterised in that the
front plate part (5) is connected with the one coupling member (9) via the other coupling
member (8) through the hinge pins (10 and 12), which is mounted on the coupling member
(8) on an axis (17) and holds the plate part (5) adjustably to the coupling member
(9), in such a way that the hinge pins (12 and 13a) arranged on the front plate part
(5) of the seat plate (2) lie in a first plane (X-X) which, with a second plane (Y-Y)
extending at an angle thereto through the hinge pins (10, 11) arranged on the seat
support (3), form at the intersection an ideal knee hinge (19) in front of the seat
surface and coincide with the knee joint of the seated person.
2. A chair according to Claim 1, characterised in that the connection of the plate
part (5) to the coupling member (8) has a longitudinal slideway (30) and the connection
of the coupling member (8) to the coupling member (9) has a further longitudinal slideway
(27).
3. A chair according to the Claims 1 or 2, characterised in that the rear plate part
(6) comprises sections (14) extending over the joint (13) towards the seat front edge
(2a) and constructed as control arms (15), which are hinged to the seat support (3)
about a horizontal axis (16).
4. A chair according to the Claims 1 or 2, characterised in that the front plate part
(5) in the inclined position (N) lies with its front edge (2a) below the horizontal
plane (X-X).
5. A chair according to one or more of the preceding Claims, characterised in that
the control mechanism (4) is constructed with coupling members (8, 9) of such lengths
that the front plate part (5) is inclined to the rear plate part (6) in the inclined
position (N) and in intermediate positions at an angle in the ratio of 1: 2.
6. A chair according to one or more of the preceding Claims, characterised in that
the control arms (15) of the rear plate part (6) and the restored second coupling
member (9) each have a slit (31 and 29) having lengths appropriate to the angle of
the inclined positions of the plate parts (5, 6).
7. A chair according to Claim 1, characterised in that the sections (14) of the rear
plate part (6), extending over the joint (13) and constructed as control arms (15a),
extend in a vertical direction and are connected to a carrier support (32), which
is constructed with the steering arms (15a) in a joint (33) so that it can be folded
about a horizontal axis (34), and in that the carrier support (32) is held at the
free end (35) so as to be tiltable about a further horizontal axis (37) on a bracket
(36) of the seat support (3).
8. A chair according to one or more of the preceding Claims, characterised in that
the coupling members (9), extending to the back of the seat on each side of the chair
receive the seat support (3) in the region of its support bosses (24, 25), and on
the outside are hinged to the coupling members (8).
9. A chair according to one or more of the preceding Claims, characterised in that
the coupling members (8) extending to the seat front edge (2a) are constructed in
a U-shape and in that the front plate part (5) is hinged between their arms about
a horizontal axis (12).
1. Chaise, notamment chaise de bureau, avec un support d'assise (3) réglable en hauteur,
auquel, avec interposition d'un mécanisme d'orientation (4) sont articulés un plateau
d'assise à inclinaison réglable (2) ainsi qu'un dossier (7) se réglant en fonction
de l'inclinaison du plateau d'assise (2), le mécanisme d'orientation (4) étant fixé
sur le support d'assise (3) et comprenant des organes d'accouplement (8, 9), reliés
par des axes de rotation (10, 11), qui sont articulés, par l'intermédiaire d'un autre
axe de rotation (13a), à des parties de plateau (5, 6), reliées entre elles, d'un
plateau d'assise (2), caractérisé en ce que la partie de plateau avant (5) est reliée
à un organe d'accouplement (9) par l'intermédiaire de l'autre organe d'accouplement
(8), au moyen des axes de rotation (10 et 12), qui est monté sur l'organe d'accouplement
(8) sur un axe (17), et maintient réglable la partie de plateau (5) par rapport à
l'organe d'accouplement (9), de telle façon que les axes de rotation (12 et 13a) disposés
sur la partie de plateau avant (5) du plateau d'assise (2) soient situés dans un premier
plan (X-X), en formant, avec un deuxième plan (Y-Y) disposé en biais par rapport à
celui-ci et qui s'étend en passant par les axes de rotation (10, 11) passant par le
support d'assise (3), dans la zone d'intersection des plans, un axe d'articulation
(19) imaginaire, placé en avant de la surface d'assise et coïncidant avec l'articulation
du genou de la personne assise.
2. Chaise selon la revendication 1, caractérisé en ce que la liaison de la partie
de plateau (5) à l'organe d'accouplement (8) présente un guidage longitudinal (30)
et la liaison de l'organe d'accouplement (8) à l'organe d'accouplement (9) présente
un autre guidage longitudinal (27).
3. Chaise selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la partie de plateau
arrière (6) comprend des sections (14), guidées par rapport au bord avant du siège
(2a) par l'articulation (13), réalisées sous forme de bras oscillants (15), qui sont
articulées au support d'assise (3), autour d'un axe horizontal (16).
4. Chaise selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, dans la position d'inclinaison
(N), la partie de plateau avant (5) est située avec son bord avant (2a) au-dessous
du plan horizontal (X-X).
5. Chaise selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce
que le mécanisme d'orientation (4) est réalisé avec des organes d'accouplement (8,
9) de longueurs telles qu'en position d'inclinaison (N) ainsi que dans les positions
intermédiaires, la partie de plateau avant (5) est inclinée par rapport à la partie
de plateau arrière (6) d'un angle situé dans un rapport de 1 : 2.
6. Chaise selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce
que les bras oscillants (15) de la partie de plateau arrière (6) ainsi que le deuxième
organe d'accouplement (9) en retrait présentent chacun une fente (31 et 29) qui présentent
des longueurs qui correspondent à l'angle des positions d'inclinaison des parties
de plateau (5, 6).
7. Chaise selon la revendication 1, caractérisé en ce que les sections (14), passées
sur l'articulation (13) et réalisées comme bras oscillants (15a), de la partie de
plateau arrière (6) s'étendent en direction verticale et sont reliées à un support
d'appui (32) qui est réalisé basculant, avec les bras oscillants (15a), dans une articulation
(33), autour d'un axe horizontal (34), et que le support d'appui (32) est maintenu
pivotant, à l'extrémité libre (35) par un autre axe horizontal (37), sur une console
(36) du support d'assise (3).
8. Chaise selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce
que les organes d'accouplement (9), guidés par rapport à la face arrière du siège,
de chaque côté de la chaise reçoivent entre eux le support d'assise (3), dans la zone
de ses oeillets de palier (24, 25) et sont articulés extérieurement sur les organes
d'accouplement (8).
9. Chaise selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce
que les organes d'accouplement (8) guidés par rapport au bord avant du siège (2a)
ont un profil en U et qu'entre leurs branches est articulée la partie de plateau avant
(5), autour d'un axe horizontal (12).