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EP 0 251 097 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.08.1991 Patentblatt 1991/32 |
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Anmeldetag: 22.06.1987 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: G08G 1/097 |
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Überwachungseinrichtung für Signallampen einer Strassenverkehrssignalanlage
Monitoring device for signal lights of a road traffic signal arrangement
Dispositif de contrôle pour feux de signalisation dans un système de signalisation
pour le trafic routier
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB GR IT LI NL |
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Priorität: |
25.06.1986 DE 3621305
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.01.1988 Patentblatt 1988/01 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Grimm, Dieter, Ing. (grad.)
D-8000 München 71 (DE)
- Drebinger, Peter, Dipl.-Ing. (FH)
D-8000 München 60 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 172 454
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US-A- 4 544 910
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Überwachungseinrichtung für Signallampen einer
Straßenverkehrssignalanlage mit einer Steuereinrichtung zum Schalten der Signallampen
und mit einer Signalsicherungseinrichtung, die den Lampenstrom der Rotsignale und
die Lampenspannungen der Grün- und Gelbsignale überwacht und auf konfliktfreie Schaltung
überprüft.
[0002] Die falsche Steuerung eines Signals kann bei Straßenverkehrssignalanlagen schwere
Unfälle zur Folge haben. Dabei genügt es nicht, nur die Haltelampe auf ordnungsgemäßes
Funktionieren zu überwachen, sondern die Überwachungseinrichtung selbst muß vollkommen
sicher arbeiten und deshalb überwacht werden. Es ist bekannt, den Lampenstrom der
Rotsignallampen (Sperrsignal) bzw. die Lampenspannung der Grünlampen (Freigabesignal)
oder Gelblampen zu überwachen, um den Ausfall bzw. unerlaubtes Leuchten einer Signallampe,
beispielsweise der Rotsignallampe, zu erkennen. Ferner ist bekannt, mit einer Signalsicherungseinrichtung
die Straßenverkehrssignalanlage auf seine Funktion zu überwachen, beispielsweise daraufhin,
daß zu einer freigegebenen Verkehrsrichtung die dazu feindliche Verkehrsrichtung kein
Freigabesignal erhält. Eine derartige Überwachungseinrichtung für Verkehrssignalanlagen
ist beispielsweise aus der EP -A- 0 172 454 bekannt. In der US -A- 4 844 910 ist ganz
allgemein ein Selbsttestverfahren zur Funktionskontrolle einer Signallampe beschrieben.
[0003] Der Signalsicherungseinrichtung fällt somit die Aufgabe zu, verkehrsgefährdende Abweichungen
zu erkennen und bei einer Fehlfunktion der Lichtsignalanlage die erforderlichen Maßnahmen
zu veranlassen. Dies setzt voraus, daß die Signalsicherungseinrichtung voll funktionsfähig
ist. Sie wird daher im allgemeinen in einer fehlersicheren Technik ausgeführt. Dies
ist jedoch technisch sehr aufwendig und kostenintensiv.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, bei einer Straßenverkehrssignalanlage die Signalsicherungseinrichtung
ständig auf ihre Funktionsfähigkeit zu überwachen, ohne daß dabei ein hohor schaltungstechnischer
Aufwand erforderlich ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in regelmäßigen Zeitabständen
für eine kurze Zeitdauer die bestehenden Signal-Schaltzustände zur Bildung einer beabsichtigten
fehlerhaften Signalkonstellation gewechselt werden, und daß die Signalsicherungseinrichtung
diese erwarteten Wechsel als Kontrollsignale auswertet, wobei des Ausbleiben eines
Kontrollsignals einen Funktionsfehler der Signalsicherungseinrichtung signalisiert.
[0006] Zur Funktionskontrolle der Signalsicherungseinrichtung werden beim laufenden Betrieb
in bestimmter zeitlicher Folge für sehr kurze Zeit "Fehler" eingefügt und dabei wird
auf eine vorschriftsmäßige Reaktion auf diese Fehler kontrolliert. Die erwarteten
Fehler führen hierbei in der Signalsicherungsmatrix der Signalsicherungseinrichtung
zu keiner Störung, vielmehr signalisiert das Ausbleiben des "Fehlers" eine Fehlfunktion.
[0007] Zweckmäßigerweise ist die kurze Zeitdauer so bemessen, daß keine sichtbare Beeinflussung
der Signale entsteht, beispielsweise kann die Zeitdauer der Unterbrechung eine Millisekunde
betragen.
[0008] In vorteilhafter Weise kann bei einer eingangs beschriebenen Straßenverkehrssignalanlage
die Funktionskontrolle der Signalsicherungseinrichtung dadurch erreicht werden, daß
die bestehenden Signal-Schaltzustände gewechselt werden, indem mittels eines Kontrollbefehls
seitens der Steuereinrichtung eingeschaltete Signallampen kurzzeitig ausgeschaltet
und ausgeschaltete Signallampen kurzzeitig eingeschaltet werden. Dabei ist es zweckmäßig,
daß bei dem Rotsignal der leitende Lampenschalter für kurze Dauer gesperrt bzw. bei
Relaislampenschalter mit Hilfe eines elektronischen Zusatzes geöffnet wird, und daß
bei einem Grün-bzw. Gelbsignal der nichtleitende Lampenschalter für kurze Dauer leitend
gesteuert bzw. bei einer Relaislampenschaltung mit Hilfe eines elektronischen Zusatzes
geschlossen wird. Die dabei auftretende Strompause für die Rotlampe sowie die Spannungsimpulse
an der Grün- bzw. Gelblampe dienen zur Kontrolle der sicheren Arbeitsweise der Signalsicherungseinrichtung.
Diese Strompausen und Spannungsimpulse werden von der Auswerteeinrichtung in Übereinstimmung
mit der Signalsicherungsmatrix in zeitlich festgelegter Folge für die Gutaussage erwartet.
[0009] In der einzigen Figur ist die Erfindung an einem Blockschaltbild veranschaulicht.
Das Blockschaltbild zeigt eine mögliche Funktionskontroll-Schaltungsanordnung für
die Signalsicherung. Über eine Versorgungsspannung, gekennzeichnet mit UV und NULL,
werden die einzelnen Signallampen RT-LA, GE-LA, GN-LA versorgt. Dabei ist in jedem
Lampenstromkreis ein Lampenschalter RT-LS, GE-LS und GN-LS angeordnet. Jeder Lampenschalter
wird von der Steuereinrichtung STE mit einem Steuerbefehl RT-SB, GE-SB, GN-SB ein-
bzw. ausgeschaltet. Zur Lampenüberwachung wird bei der Rotlampe RT-LA der Lampenstrom
I überwacht, so daß über den Stromsensor IS an die Signalsicherungseinrichtung SSE
ein Signal RT-SI gelangt. Die Grün- und Gelbsignale werden mittels Spannungssensoren
US auf ihre jeweilige Lampenspannung U überwacht, so daß ein GN-SI-Signal und ein
GE-SI-Signal an die Signalsicherungseinrichtung SSE gelangt. Erfindungsgemäß wird
nun im laufenden Betrieb, also bei einem bestimmten bestehenden Signalschaltzustand,
Kontrollbefehle KB von der Steuereinrichtung STE an die Lampenschalter LS gegeben.
Mit dem RT-KB-Kontrollbefehl wird für die kurze Dauer von z.B. einer Millisekunde
das bestehende Rotsignal unterbrochen. Das Gelb- und Grünsignal GE-LA und GN-LA wird
für eine kurze Zeitdauer mit dem Kontrollbefehl GE-KB und GN-KB angeschaltet. Bei
diesem Funktionskontrollvorgang wird in der Signalsicherungseinrichtung dieser kurzzeitige,
eingefügte "Fehler" erwartet und als Kontrollsignal ausgewertet. Bleibt jedoch dieses
Kontrollsignal aus, so wird eine Fehlfunktion der Signalsicherungseinrichtung erkannt
und die Straßenverkehrssignalanlage wird je nach dem Auftreten der Fehlfunktion entweder
teilweise oder ganz abgeschaltet oder auf Gelbblinken umgeschaltet.
1. Überwachungseinrichtung für Signallampen (RT-, GE-, GN-LA) einer Straßenverkehrssignalanlage
mit einer Steuereinrichtung (STE) zum Schalten (RT-, GE-, GN-LS) der Signallampen
und mit einer Signalsicherungseinrichtung (SSE), die den Lampenstrom (I) der Rotsignale
(RT-LA) und die Lampenspannungen (U) der Grün- und Gelbsignale (GN-, GE-LA) auf konfliktfreie
Signalisierung überwacht und die Schaltkreise auf Fehlerfreiheit überprüft,
dadurch gekennzeichnet, daß in regelmäßigen Zeitabständen für eine kurze Zeitdauer die bestehenden Signal-Schaltzustände
zur Bildung einer beabsichtigten fehlerhaften Signalkonstellation gewechselt werden,
und daß die Signalsicherungseinrichtung (SSE) diese erwarteten Wechsel als Kontrollsignale
auswertet, wobei das Ausbleiben eines Kontrollsignals einen Funktionsfehler der Signalsicherungseinrichtung
signalisiert.
2. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die kurze Zeitdauer so bemessen ist, daß keine sichtbare Beeinflussung der Signale
entsteht, z.B. eine Millisekunde.
3. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die bestehenden Signal-Schaltzustände gewechselt bzw. unterbrochen werden, indem
mittels eines Kontroll-Befehls (KB) der Steuereinrichtung (STE) eingeschaltete Signallampen
kurzzeitig ausgeschaltet und ausgeschaltete Signallampen kurzzeitig eingeschaltet
werden.
4. Überwachungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß bei Rotsignalen (RT-LA) der leitende Lampenschalter (RT-LS) kurzzeitig gesperrt
bzw. geöffnet und bei Grün- bzw. Gelb-Signalen (GN-LA bzw. GE-LA) der nichtleitende
Lampenschalter (GN-LS bzw. GE-LS) kurzzeitig leitend gesteuert bzw. geschlossen wird.
1. Monitoring device for signal lamps (RT-, GE-, GN-LA) of a road traffic signal arrangement
having a control device (STE) for switching (RT-, GE-, GN-LS) the signal lamps, and
having a signal safety device (SSE) which monitors the light current (I) of the red
signals (RT-LA) and the light voltages (U) of the green and amber signals (GM-, GE-LA)
for non-conflicting signalling and tests the circuits for freedom from faults,
characterised in that at regular time intervals the existing signal switching states
are changed for a brief period in order to form an intentional incorrect signalling
configuration,
and in that the signal safety device (SSE) evaluates these expected changes as test
signals, the absence of a test signal signalling a functional fault of the signal
safety device.
2. Monitoring device according to Claim 1, characterised in that the brief period is
dimensioned in such a way that no visible effect on the signals arises, e.g. a millisecond.
3. Monitoring device according to Claim 1 or 2, characterised in that the existing signal
switching states are changed or interrupted in that signal lamps switched on by means
of a test command (KB) of the control device (STE) are briefly switched off and signalling
lamps which are switched off are briefly switched on.
4. Monitoring device according to one of the preceding claims, characterised in that
in the case of red signals (RT-LA) the conductive lamp switch (RT-LS) is briefly inhibited
or opened and in the case of green or amber signals (GN-LA or GE-LA) the non-conductive
light switch (GN-LS or GE-LS) is briefly activated or closed.
1. Dispositif de contrôle pour feux de signalistion (RT-, GE-, GN-LA) d'une installation
de signalisation de trafic routier, comportant un dispositif de commande (STE) pour
commuter (RT-, GE-, GN-LS) les feux de signalisation et un dispositif (SSE) de sécurité
des feux, qui contrôle les feux rouges (RT-LA) et les tensions (U) des lampes des
feux vert et jaune (GN-, GE-LA) pour déterminer s'il n'existe aucun problème de signalisation
et vérifie l'absence de défauts dans les circuits, caractérisé par le fait
qu'à des intervalles de temps réguliers et pendant une brève durée, les états existants
de la commutation des feux sont permutés de manière à former volontairement un ensemble
de feux défectueux, et
que le dispositif (SSE) de sécurité de feux de signalisation évalue cette permutation
attendue en tant que signaux de contrôle, l'absence d'un signal de contrôle indiquant
un défaut de fonctionnement du dispositif de sécurité des feux.
2. Dispositif de contrôle suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que la
brève durée est dimensionnée de manière à n'obtenir aucune influence visible des signaux,
par exemple à une valeur d'une milliseconde.
3. Dispositif de contrôle suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que
les états existants de la commutation des feux sont permutés ou interrompus par le
fait que des feux de signalisation allumés au moyen d'une instruction de commande
(KB) du dispositif de contrôle (SE) sont éteints pendant un bref intervalle de temps
et que des feux éteints sont allumés pendant un bref intervalle de temps.
4. Dispositif de contrôle suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé par
le fait que dans le cas de signaux de feux rouges (RT-LA), l'interrupteur de lampe
conducteur (RT-LS) est bloqué ou ouvert pendant un bref intervalle de temps et que
dans le cas de signaux de feux verts ou jaunes (GN-LA ou GE-LA), l'interrupteur de
lampe non conducteur (GN-LS ou GE-LS) est placé pendant un bref intervalle de temps
à l'état conducteur ou fermé.
