[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Glühlampe für Reihenschaltung mit
einem lichtdurchlässigen Kolben, in dem ein Glühkörper zwischen Stromzuführungsdrähten
angeordnet ist, die durch die Wand des Kolbens heraustreten, wobei in diesem Kolben
die Stromzuführungsdrähte durch ein Stützorgan elektrisch isolierend miteinander verbunden
sind und die Lampe ein Kurzschlußorgan enthält, das den Glühkörper überbrückt und
eine Glasmasse enthält, in der Metallpulver dispergiert ist. Eine derartige Lampe
ist aus der GB-A-10 77 863 bekannt.
[0002] Bei derartigen Lampen muß das Kurzschlußorgan bei Betriebsspannung praktisch stromundurchlässig
sein, bei der beim Durchbrennen des Glühkörpers im Betrieb der Lampe in Reihenschaltung
auftretenden Überspannung jedoch stromleitend werden.
[0003] Bei der aus der GB-A-10 77 863 bekannten Glühlampe besteht das Kurzschlußorgan aus
einer gesinterten Mischung von Glaspulver und Eisenpulver, die an den Stromzuführungsdrähten
angeschmolzen oder angesintert ist. Die Mischung kann in ein hohles Stützorgan eingebracht,
selbst als Stützorgan ausgebildet oder an der Außenseite des Lampenkolbens angesintert
sein. Dieses die Stromzuführungsdrähte verbindende Kurzschlußorgan wirkt zunächst
als Isolator, soll jedoch bei Anlegen einer hohen elektrischen Spannung durchschlagen
und somit die Lampe beim Durchbrennen des Glühkörpers kurzschließen. Der Durchschlag,
der bei Überspannung in diesem Kurzschlußorgan auftreten soll, ist von schwer kontrollierbaren
Größen, wie Mischung der Pulver, Korngrößenverteilung, Anschmelzung oder Ansinterung
an den Stromzuführungsdrähten, Feuchtigkeitsgehalt bei der Fertigung der Lampe usw.
stark abhängig. Deshalb läßt sich ein zuverlässiges Kurzschlußorgan nur sehr schwer
herstellen.
[0004] In der GB-A-10 77 863 ist ferner ein Kurzschlußorgan für elektrische Glühlampen für
Reihenschaltung erwähnt, das aus Kupferoxidpulver und Glaspulver besteht. Auch dieses
Organ ist im Normalzustand nichtleitend und soll erst bei Anlegen von Überspannung
leitend werden. Es hat sich in der Praxis herausgestellt, daß auch dieses Organ nicht
zuverlässig arbeitet.
[0005] Dasselbe gilt für eine aus der GB-A-839 160 bekannte Glühlampe mit einem Kurzschlußorgan
aus einer Paste aus Kupferpulver, Magnesiumoxid und Silikonharz, wobei der Anteil
an Magnesiumoxid 18 bis 24 Gew.% des Kupferanteils beträgt. Auch dieses Organ ist
nichtleitend, soll aber bei Anlegen einer Überspannung leitend werden.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elektrische Glühlampe der eingangs
erwähnten Art mit einem Kurzschlußorgan zu schaffen, das zuverlässig beim Durchbrennen
des Glühkörpers anspricht und die Lampe elektrisch leitend überbrückt. Darüber hinaus
soll diese Lampe auch in einer Massenfertigung leicht herstellbar sein.
[0007] Diese Aufgabe wird bei der elektrischen Glühlampe eingangs erwähnter Art gemäß der
Erfindung dadurch gelöst, daß mindestens einer der Stromzuführungsdrähte aus Nickeldraht,
Kupferdraht oder Kupfermanteldraht besteht und die Glasmasse eine verschmolzene Masse
ist, die 50 bis 70 Gew.% Glas und 30 bis 50 Gew.% darin dispergiertes Kupferpulver
enthält und mit den Stromzuführungsdrähten verschmolzen ist, wobei der erwähnte Stromzuführungsdraht
an seiner Einschmelzstelle in der Glasmasse eine Oxidhaut hat, die beim Durchbrennen
des Glühkörpers durchschlägt.
[0008] Hierbei ist die Glasmasse mit darin dispergiertem Kupferpulver wegen ihres hohen
Gehalts an Kupfer schon von Anfang an elektrisch leitend. Bei dieser Lampe wird der
Widerstand gegen den direkten Stromdurchgang durch die an der Einschmelzstelle auf
dem Stromzuführungsdraht befindliche Oxidhaut erzeugt, deren Dicke und damit Durchschlagspannung
sich durch die Bedingungen bei der Einschmelzung steuern läßt. Man hat bei dieser
Lampe also nur einen einzigen Parameter, der die Durchschlagspannung bestimmt. Alle
anderen bekannten Lösungen sind dagegen von mehreren Parametern abhängig und damit
von vornherein stärker gefährdet und schwerer kontrollierbar.
[0009] Es ist vorteilhaft, daß beide Stromzuführungsdrähte aus Nickeldraht, Kupferdraht
oder Kupfermanteldraht bestehen und an ihren Einschmelzstellen eine Oxidhaut besitzen.
Das Kurzschlußorgan umfaßt dann die bereits anfänglich elektrisch leitende Masse aus
verschmolzenem Glas und darin dispergiertem Kupferpulver und die beiden anfänglich
nichtleitenden Oxidhäute.
[0010] Die Glasmasse mit darin dispergiertem Kupferpulver der Glühlampe nach der Erfindung
kann entweder auf das die Stromzuführungsdrähte halternde Stützorgan aufgeschmolzen,
als das die Stromzuführungsdrähte elektrisch isolierend verbindende Stützorgan ausgebildet
oder an der Außenseite des Kolbens mit dem Kolben verschmolzen sein.
[0011] Wenn die Masse auf ein Stützorgan aufgeschmolzen werden muß, kann ein Gemisch von
Kupferpulver und Glaspulver zu einem Ring gepreßt und gesintert werden, worauf der
Ring auf dem mit den Stromzuführungsdrähten versehenen Stützorgan angebracht und aufgeschmolzen
wird, bis das Ringmaterial auf dem Stützorgan eine Verbindung zwischen den Stromzuführungsdrähten
bildet. Auf ähnliche Weise kann das Kurzschlußorgan an der Außenseite des Kolbens
hergestellt werden.
[0012] Soll die Masse selbst als Stützorgan für die Stromzuführungsdrähte ausgebildet sein,
so kann ein Gemisch von Kupferpulver und Glaspulver zu einem Ring gepreßt und gesintert
werden, worauf der Ring auf die im Abstand voneinander angeordneten Stromzuführungsdrähte
gebracht und anschließend zu einem elektrisch leitenden Stützorgan geschmolzen wird.
[0013] Vorteilhaft wird ein Glas gewählt, daß bei der Betriebstemperatur der Lampe nicht
erweicht, sich aber einfach verarbeiten läßt. Gläser mit einem Schmelzpunkt im Bereich
von 500 - 600°C haben sich als vorteilhaft erwiesen.
[0014] Die Oxidhaut auf einem Stromzuführungsdraht läßt sich einfach, z.B. bei der Einschmelzung
in die Glasmasse, erzeugen. Die Dicke der Oxidhaut läßt sich einfach mittels eines
auf die Einschmelzstelle gerichteten Schutzgasstrahls steuern. Eine geringe Anzahl
von Versuchen genügt bereits, die Bedingungen zum Erhalten einer gewünschten Durchschlagspannung
zu ermitteln. Statt eines können beide Stromzuführungsdrähte an der Einschmelzstelle
eine Oxidhaut aufweisen.
[0015] Ausführungsbeispiele der Lampe nach der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Lampe in Seitenansicht,
Fig. 2 eine zweite Lampe in Seitenansicht.
[0016] Die Lampen nach Fig. 1 und 2 enthalten einen lichtdurchlässigen Kolben 1 aus Glas,
in dem ein Glühkörper 2 zwischen Stromzuführungsdrähten 3 angeordnet ist, die durch
die Wand des Kolbens 1 heraustreten. Im Kolben 1 sind die Stromzuführungsdrähte 3
durch ein Stützorgan 4 elektrisch isolierend miteinander verbunden. Die Lampen enthalten
ein Kurzschlußorgan 5, das den Glühkörper 2 überbrückt und eine Glasmasse 5 mit darin
dispergiertem Metallpulver enthält. Die Lampen sind mit je einem Schraubsockel 7 versehen,
der mit den Stromzuführungsdrähten 3 verbunden ist.
[0017] Die Lampen nach Fig. 1 und 2 enthalten Stromzuführungsdrähte 3, die aus Nickeldraht,
Kupferdraht oder Kupfermanteldraht bestehen. Die Glasmasse 6 ist eine verschmolzene
Masse, die 50 bis 70 Gew.% Glas und 30 bis 50 Gew.% darin dispergiertes Kupferpulver
enthält und mit den Stromzuführungsdrähten 3 verschmolzen ist. Die Stromzuführungsdrähte
3 besitzen an ihren Einschmelzstellen in der Glasmasse 6 eine Oxidhaut 8, die beim
Durchbrennen des Glühkörpers 2 durchschlägt.
[0018] Die Glasmasse 6 ist in Fig. 1 eine Schicht, die sich auf dem Stützorgan 4 befindet;
in Fig. 2 bildet die Glasmasse 6 selbst das Stützorgan 4.
[0019] Die Glasmasse 6 mit dem darin dispergiertem Kupferpulver ist bereits beim Beginn
der Lebensdauer der Lampen elektrisch leitend. Die Masse hat einen Widerstand von
etwa 1 Ohm. Dennoch sind die Stromzuführungsdrähte 3 elektrisch isolierend miteinander
verbunden, da die Masse 6 bei der Oxidhaut 8 der Drähte 3 angreift. Die Masse 6 enthält
60,4 Gew.% Glas, z.B. Bleiborosilikatglas mit einem Schmelzpunkt von etwa 550°C, und
39,6 Gew.% Kupferpulver, z.B. Pulver mit einer Korngröße zwischen 8 und 60 µm mit
90 Gew.% zwischen 8 und 40 µm.
[0020] Das Kurzschlußorgan besteht bei diesen Lampen aus der Masse 6 und den Oxidhäuten
8. Durch diese Oxidhäute 8 gibt es beim Beginn der Lebensdauer der Lampen eine elektrisch
nichtleitende Verbindung zwischen den Stromzuführungsdrähten 3, aber bem Durchbrennen
des Glühkörpers 2 im Betrieb der Lampen in Reihenschaltung liegt die volle Spannung,
die die Reihe führt, am Kurzschlußorgan 6, 8. Die Oxidhäute 8 schlagen durch und das
Kurzschlußorgan 6, 8 wird elektrisch leitend.
[0021] Die Dicke der Oxidhäute ist so gewählt, daß das die Durchschlagspannung des Kurzschlußorgans
zwischen 50 und 200 V beträgt. In den beschriebenen Ausführungsbeispielen ist die
Dicke der Oxidhäute 4 µm.
[0022] Die Lampe nach der Erfindung hat sich als sehr zuverlässig und als einfach herstellbar
erwiesen.
[0023] Die Masse 6 kann hergestellt werden, indem 58 Gew.% Glaspulver, 38 Gew.% Kupferpulver
und 4 Gew.% Bindemittel, z.B. Acrylatharz, gemischt und zu Ringen gepreßt werden.
Zur Verfestigung können die Ringe gesintert werden, z.B. während 20 Sekunden bei 625
- 635°C. Dabei und bei der Verschmelzung der Ringe mit den Stromzuführungsdrähten
zersetzt sich das Bindemittel und entweichen die Zersetzungsprodukte. Die Dicke der
Oxidhäute 8 ist während des Einschmelzverfahrens durch Anblasen mit einem Schutzgas,
z.B. Stickstoff, beeinflußbar.
1. Elektrische Glühlampe für Reihenschaltung mit einem lichtdurchlässigen Kolben (1),
in dem ein Glühkörper (2) zwischen Stromzuführungsdrähten (3) angeordnet ist, die
durch die Wand des Kolbens (1) heraustreten, wobei in diesem Kolben (1) die Stromzuführungsdrähte
(3) durch ein Stützorgan (4) elektrisch isolierend miteinander verbunden sind und
die Lampe ein Kurzschlußorgan (5) enthält, das den Glühkörper (2) überbrückt und eine
Glasmasse (6) enthält, in der Metallpulver dispergiert ist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Stromzuführungsdrähte (3) aus Nickeldraht, Kupferdraht
oder Kupfermanteldraht besteht und die Glasmasse (6) eine verschmolzene Masse ist,
die 50 bis 70 Gew.% Glas und 30 bis 50 Gew.% darin dispergiertes Kupferpulver enthält
und mit dem Stromzuführungsdrähten (3) verschmolzen ist, wobei der erwähnte Stromzuführungsdraht
(3) an seiner Einschmelzstelle in der Glasmasse (6) eine Oxidhaut (8) hat, die beim
Durchbrennen des Glühkörpers (2) durchschlägt.
2. Elektrische Glühlampe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß beide Stromzuführungsdrähte (3) aus Nickeldraht, Kupferdraht oder Kupfermanteldraht
bestehen.
3. Elektrische Glühlampe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Glasmasse (6) auf das Stützorgan (4) aufgeschmolzen ist.
4. Elektrische Glühlampe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Glasmasse (6) das Stützorgan (4) bildet.
1. An electric incandescent lamp for series arrangement comprising a translucent envelope
(1) in which a filament (2) is arranged between current-supply wires (3) which extend
through the wall of the envelope (1) to the exterior, the current-supply wires (3)
in this envelope (1) being interconnected in an electrically insulating manner by
means of a support member (4) and the lamp comprising a short-circuit element (5)
which shunts the filament (2) and comprises a vitreous mass (6) in which metal powder
is dispersed, characterized in that at least one of the current-supply wires (3) is
made from nickel wire, copper wire or copperclad wire and the vitreous mass (6) is
a fused mass comprising 50 to 70% by weight of glass and 30 to 50% by weight of copper
powder dispersed therein and is fused to the current-supply wires (3), the said current-supply
wire (3) having at its sealing-in area in the vitreous mass (6) an oxide skin (8)
which breaks down when the filament (2) burns through.
2. An electric incandescent lamp as claimed in Claim 1, characterized in that both current-supply
wires (3) are made from nickel wire, copper wire or copperclad wire.
3. An electric incandescent lamp as claimed in Claim 1 or 2, characterized in that the
vitreous mass (6) is applied by fusion to the support member (4).
4. An electric incandescent lamp as claimed in Claim 1 or 2, characterized in that the
vitreous mass (6) constitutes the support member (4).
1. Lampe à incandescence électrique pour couplage en série présentant un récipient transparent
(1) dans lequel est disposé un corps incandescent (2) entre deux conducteurs d'alimentation
de courant (3) sortant à travers la paroi du récipient (1), dans ce récipient (1)
les conducteurs d'alimentation de courant (3) étant reliés l'un à l'autre de façon
électriquement isolante par l'intermédiaire d'un élément d'appui (4) et la lampe étant
munie d'un élément de court-circuit (5) pontant le corps incandescent (2) et comportant
une masse de verte (6) dans laquelle est dispersée de la poudre métallique, caractérisée
en ce qu'au moins l'un des conducteurs d'alimentation de courant (3) est constitué
d'un fil de nickel, d'un fil de cuivre ou d'un fil dumet, et en ce que la masse de
verre (6) est une masse fondue solidifiée comprise entre 50 et 70% en poids de verre
et entre 30 et 50% de poudre de cuivre dispersée dans ladite masse et qui est fusionnée
avec les conducteurs d'alimentation de courant, ledit conducteur d'alimentation de
courant (3) présentant, à son endroit de scellement dans la masse de verte (6), une
pellicule d'oxyde (8) qui est percée lorsque le corps incandescent (2) se fond.
2. Lampe à incandescence électrique selon la revendication 1, caractérisée en ce que
les deux conducteurs d'alimentation de courant (3) sont constitués chacun d'un fil
de nickel, d'un fil de cuivre ou d'un fil dumet.
3. Lampe à incandescence électrique selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce
que la masse de verre (6) est fixée par fusion sur l'élément d'appui (4).
4. Lampe à incandescence électrique selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce
que la masse de verte (6) constitue l'élément d'appui (4).