[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Pinsel- und Bürstenbündeln
aus in Bundform gefaßtem künstlichem oder natürlichem Besteckungsmaterial gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Aus der DE-PS 21 52 290 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung bekannt, bei dem
ein Bund Haare oder Borsten mit dem wurzelseitigen Ende unter Einwirkung von Schwingungen
bzw. Vibrationen in eine perforierte Lochplatte eingebracht wird und anschließend
eine der Lochplatte entsprechende Stiftenplatte, deren Stifte der gewünschten Kontur
der Bündel entsprechen, von unten her wurzelseitig in die Lochplatte eingeschoben
wird. Das Einschieben der Stiftenplatte erfolgt ebenfalls unter Einwirkung von Schwingungen
bzw. Vibrationen. Die so geformten Bündel werden anschließend wurzelseitig mit einem
flüssigen Bindemittel versehen und nach dem Erhärten der Bindemittelschicht werden
die einzelnen Bündel mittels einer entsprechenden Ausstoßerplatte gruppenweise nacheinander
ausgestoßen. Dieses Verfahren und diese Vorrichtung versagen jedoch beim Herstellen
von Bündeln aus künstlichem Besteckungsmaterial einerseits und Herstellen von Bündeln
aus natürlichem Besteckungsmaterial andererseits, wenn eine bestimmte Menge Besteckungsmaterial
je Bündel unterschritten wird. Naturhaare weisen an ihren Außenseiten regelmäßig angeordnete,
kleine federnde Lappen auf, die bei eng aneinanderliegenden Haaren bewirken, daß
sich diese gegenseitig federnd abstoßen und auch sich gegenseitig in bestimmtem Maße
verhaken. Diese Wirkung wird im eingangs erläuterten Verfahren derart ausgenutzt,
daß die einzelnen Haare eines in einem Haarhalter eingebrachten Haarbundes - trotz
der unterschiedlichen Fläche des Durchbruches des Haarhalters und der Summe der Flächen
der Löcher der Lochplatte, verursacht durch die Flächen der Wandungen zwischen den
Löchern der perforierten Lochplatte - senkrecht in diesem Haarhalter stehen, obwohl
kleine Zwischenräume zwischen den einzelnen Haaren vorhanden sind. Auch konnte aufgrund
dieser Wirkung die Haarmenge trotz Einsatz derselben Vorrichtung, d. h. Anzahl und
Durchmesser der Bündel sind gleich, in bestimmten Grenzen variiert werden. Bei Unterschreiten
dieser Haarmengengrenze neigen sich die Haare zur Seite, wodurch eine gleichmäßige
Verteilung der Haare und ein Einschwingen der Haare in die Löcher der Lochplatte
nicht mehr möglich ist. Die Außenseiten künstlichen Besteckungsmaterials bzw. künstlicher
Haare sind glatt und weisen keine federnde Lappen auf, wodurch die federnde abstoßende
Wirkung fehlt. Dies bedeutet, daß sich nach Einbringung eines Bundes künstlichen
Besteckungsmaterials in den Haarhalter die einzelnen Haare regellos nach verschiedenen
Richtungen neigen würden, da die kleinen Zwischenräume zwischen den einzelnen Haaren
nicht mehr ausgefüllt werden können. Besonders nachteilig wirkt sich die fehlende
abstoßende federnde Wirkung bei konisch geformten künstlichen Haaren aus. Hierbei
vergrößern sich die bereits wurzelseitig vorhandenen Zwischenräume kontinuierlich
bis zu den Haarspitzen, wodurch sich das regellose Umkippen der künstlichen Haare
noch verstärkt.
[0003] Dadurch, daß die Kontur der Bündel im wesentlichen durch Einschieben einer mit entsprechend
geformten Stiften versehenen Stiftenplatte erzeugt wird, treten bei Verwendung unterschiedlich
langer Haare - bei natürlichen Haaren häufig vorkommend - starke Formschwankungen
auf.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit der
Pinsel- und Bürstenbündel aus künstlichem oder natürlichem Besteckungsmaterial so
herstellbar sind, daß die Haarmenge je Bündel in möglichst weiten Grenzen variierbar
und dosierbar ist und daß die einzelnen Bündel gleichmäßig geformt sind bzw. keine
Formschwankungen aufweisen.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird ausgehend von dem eingangs definierten Verfahren durch
die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0006] Gemäß Anspruch 2 ist die Form der Stütznadeln an die jeweilige Form angepaßt. Dies
stellt eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
dar, da mittels dieser Maßnahme die Haarmenge je Haarbündel besonders fein dosiert
bzw. variiert werden kann.
[0007] Die in Anspruch 3 definierte Anordnung stellt eine besonders vorteilhafte apparative
Realisierungsmöglichkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens dar.
[0008] Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. dieser Anordnung liegt insbesondere
darin, daß die in den Bund künstlichen Besteckungsmaterial eindringenden Stütznadeln
die kleinen Zwischenräume zwischen den einzelnen künstlichen Haaren ausfüllen und
den Bund bzw. die einzelnen künstlichen Haare stützen, wodurch das Besteckungsmaterial
senkrecht im Besteckungsmaterialhalter gehalten und somit das Einbringen und das gleichmäßige
Verteilen des Besteckungsmaterials unter Einwirkung von Schwingungen ermöglicht wird.
Die angestrebte Variierbarkeit bzw. Dosierbarkeit der Haarmenge in weiten Grenzen
wird insbesondere durch die Auswahl der Stütznadeln hinsichtlich Anzahl, Form, Stärke
und Länge erreicht. Dabei soll bei Herstellen von Bündeln aus künstlichem Be steckungsmaterial
die Summe der Stirnflächen der Stütznadeln zumindest der Summe der Fläche der Wandungen
zwischen den Löchern der Lochplatte entsprechen, um die durch die Wandungen im Besteckungsmaterial
entstandenen Zwischenräume auszufüllen. Die Durchmesser der Stütznadeln sind zu vergrößern
beim Einsatz konisch oder beliebig geformten Besteckungsmaterials, wobei jedoch die
Eindringtiefe und die Form der Stütznadeln zu beachten sind. Auch kann die Besteckungsmaterialmenge
verringert werden, wobei dann die Anzahl der Stütznadeln oder die Stärke der Stütznadeln
zu vergrößern ist. Generell ist dabei zu beachten, daß die Summe der Stirnflächen
aller Stütznadeln und die Summe der Fläche der Stirnflächen des Besteckungsmaterials
gleich der Fläche der Öffnung des Besteckungsmaterialhalter, gemessen im Bereich
der zum Bund gerichteten Nadelenden, sein soll. Bei geformten Stütznadeln, z. B. konisch
oder keulenförmig, sollten diese Bedingungen zumindest an einer Stelle - vorteilhaft
im Spitzenbereich der Stütznadeln - in der Öffnung des Besteckungsmaterialhalters
erfüllt sein, um das Stützen des Besteckungsmaterials zu gewährleisten. Auch bei
Verwendung von natürlichem Besteckungsmaterial ist das erfindungsgemäße Verfahren
vorteilhaft anzuwenden, da die Besteckungsmaterialmenge je Bündel in wesentlich größeren
Grenzen als bei dem bekannten Verfahren varriert und feiner dosiert werden kann.
Dies wird wiederum durch Variieren der im Besteckungsmaterial angeordneten Stütznadeln
hinsichtlich Anzahl, Form, Länge und Stärke erreicht, wobei aufgrund der uneinheitlichen
Wirkung der federnden Lappen an den Haaren unterschiedlicher Besteckungsmaterialien
die Anzahl und Dimensionen der Stütznadeln empirisch zu ermitteln sind.
[0009] In den Weiterbildungen nach den Ansprüchen 4 bis 9 kann der Besteckungsmaterialhalter
einstückig - z. B. für Massenproduktionen sinnvoll - oder aus mehreren untereinander
austauschbaren Komponenten, wie Grundplatte, Nadel platte, Bestückungseinrichtung,
Abstandselemente - z. B. bei Herstellen kleiner Anzahl von Bündeln - zusammengesetzt
sein.
[0010] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß die Konturschwankungen
der aus beliebigem Besteckungsmaterial hergestellten Bündel trotz unterschiedlicher
Längen des Besteckungsmaterials vermieden werden und basierend auf dem eingangs erläuterten
Verfahren dieses in optimaler Weise weitergebildet wird. Dies wird dadurch erreicht,
daß die Formgebung direkt an den Spitzen des Besteckungsmaterials - siehe Ansprüche
13 bis 17 - für mehrere Bündel gleichzeitig erfolgt und aufgrund des während der Formgebung
vergrößerten Verteilungsraumes - das bedeutet größere Beweglichkeit des Besteckungsmaterials
- der Formgebungsvorgang wesentlich präziser und schneller ablaufen kann.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren ist außerdem für die Herstellung beliebig geformter
Bündel - z. B. Bündel für flach- oder ovalgeformte Bündel - anwendbar. Hierbei müssen
die Löcher der Lochplatte sowie die Öffnung des Besteckungsmaterialhalters und die
Formbüchsen der Formeinrichtung entsprechend geformt werden und die Länge, Form,
Stärke und Anzahl der Stütznadeln angepaßt sowie entsprechend angeordnet werden.
[0012] Eine Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 18 sieht zum Betreiben der Anordnung
eine möglichst großflächige elektrische Erdung der Anordnung sowie der Schwingungsgeber,
Arbeitsflächen und Personen vor, wodurch statische Aufladungen des Besteckungsmaterials
und damit ein den Verteilungs-, Unterteilungs- und Formgebungsvorgang behinderndes
Anziehen bzw. Haften des Besteckungsmaterials untereinander während des Herstellprozesses
reduziert werden.
[0013] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand schematischer Zeichnungen
beschrieben. Dabei zeigen
Fig. 1 einen vertikalen Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel der Anordnung
zum Einbringen und zum Aufteilen in Bündeln eines aus beliebigem Besteckungsmaterial
bestehenden Bundes,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Anordnung nach Fig. 1,
Fig. 3 einen vertikalen Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel der Anordnung
zum Formen bzw. Konturgeben der einzelnen, aus beliebigem Besteckungsmaterial bestehenden
Bündel und
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Anordnung nach Fig. 3.
[0014] Fig. 1 zeigt eine Grundplatte 1, auf der senkrecht Stütznadeln 2 mit entsprechender
Stärke befestigt sind. Die Stütznadeln 2 treten durch die in einer Nadelplatte 3 entsprechend
angeordnete Öffnungen, wobei die Stütznadeln 2 in den Öffnungen axial bewegbar sind.
Die Grundplatte 1 taucht während des Einschiebens der Stütznadeln 2 in die Öffnungen
der Nadelplatte 3 in eine hierfür vorgesehene und formschlüssige Ausnehmung an der
Unterseite der Nadelplatte 2 ein. Die Grundplatte 1 bleibt in axialen Richtungen
A innerhalb der durch die Tiefe der Ausnehmung bestimmten Grenzen bewegbar, wodurch
sich die über die Nadelplatte 3 herausragende Länge L der Stütznadeln 2 entsprechend
variieren läßt. Auf der mit Öffnungen versehenen Außenseite der Nadelplatte 3 sind
in den Randbereichen Führungsbolzen 4 angeordnet. Auf diese Führungsbolzen 4 ist
jeweils ein eine entsprechende Höhe H aufweisendes Abstandsrohr 5 bis die Nadelplatte
3 berührend aufgeschoben. Ebenfalls auf die Führungsbolzen 4 ist über entsprechend
angeordneten Löchern ein Bestückungsring 6 aufgeschoben. Der Bestückungsring 6 weist
in axialer Rich tung einen durchgehenden Durchbruch auf, dessen Seitenflächen 7
entsprechend der Form der Außenflächen der herzustellenden Bündeln geformt sind.
Die Stütznadeln 2 tauchen während des Aufschiebevorganges, abgestimmt auf die Art
und Menge des Besteckungsmaterials 8, in den Durchbruch des Bestückungsringes 6 ein.
In den Durchbruch des Bestückungsringes 6 wird ein Bund Besteckungsmaterial 8 eingebracht,
wobei die mit einer Klebeschicht zu versehenden Enden des Besteckungsmaterials 8
nach oben gerichtet sind. Unter Einwirkung von Schwingungen - der mit der Anordnung
in Wirkverbindung bringbare Schwingungsgeber ist nicht dargestellt - wird das Besteckungsmaterial
8 innerhalb des Durchbruches des Bestückungsringes 6 gleichmäßig verteilt. Anschließend
wird ebenfalls unter Einwirkung von Schwingungen eine perforierte Lochplatte 9 über
entsprechend angeordnete Löcher und über die Führungsbolzen 4 auf den Bestückungsring
6 abgesenkt. Hierbei wird das über den Bestückungsring 6 hervorragende Besteckungsmaterial
8 in die Löcher der Lochplatte 9 eingeführt und dadurch in eine durch die Anzahl der
Löcher vorgegebene Zahl von Bündeln unterteilt. Die Länge L und die Stärke S der Stütznadeln
2 sowie die Höhe H der Abstandsrohre 5 müssen auf Länge, Form und Menge des Besteckungsmaterials
8 abgestimmt sein, wobei darauf zu achten ist, daß die Stütznadeln 2 die nötige Stütze
darstellen, um das Besteckungsmaterial 8 senkrecht im Bestückungsring 6 zu halten.
Grundsätzlich gilt bei Verwendung von künstlichem Besteckungsmaterial hierbei, daß
die Summe der Stirnflächen der Stütznadeln 2 zumindest der Summe der Flächen der
Wandungen 10 zwischen den Löchern der perforierten Lochplatte 9, gemessen im Bereich
des oberen Nadelendes, ergeben muß, um die vorhandenen Zwischenräume zwischen einzelnen
beispielsweise zylindrischen Haaren des Besteckungsmaterials 8 auszufüllen. Bei konisch
oder beliebig geformten Haaren des Besteckungsmaterials 8 oder bei Reduzierung der
Besteckungsmaterialmenge muß die Stärke S und die Länge L der Stütznadeln 2 oder die
Form der Stütznadeln 2, z. B. ebenfalls konisch, geändert bzw. angepaßt werden.
[0015] Fig. 2 zeigt die auf die Führungsbolzen 4 aufgeschobene perforierte Lochplatte 9
in der Draufsicht. Das in den Löchern der Lochplatte 9 befindliche Bestückungsmaterial
8 ist durch die Wandungen 10 getrennt und somit in eine gewünschte Anzahl von Bündeln
unterteilt.
[0016] Fig. 3 zeigt eine mit entsprechend der Anordnung nach Fig. 1 angeordneten Führungsbolzen
4 versehene zylindrische Formeinrichtung 11. Die nach oben zeigende Fläche der Formeinrichtung
11 weist Formbüchsen 12 auf, die entsprechend der Anordnung der Löcher in der perforierten
Lochplatte 9 angeordnet sind. Die in der Formeinrichtung 11 befindlichen Enden 13
der Formbüchsen 12 sind entsprechend der gewünschten Bündelkontur an den Spitzen
- in dem dargestellten Ausführungsbeispiel halbrund - geformt. Die Wandungen der Formbüchsen
12 laufen konisch in einer Scheitellinie in der nach oben zeigenden Fläche der Formeinrichtung
11 aus. Die von der Formeinrichtung nach Fig.1 abgezogene perforierte Lochplatte 9,
einschließlich des in den Löchern haftenden Besteckungsmaterials 8, ist auf die Führungsbolzen
4 aufgeschoben. Der Abstand zwischen Formeinrichtung 11 und perforierter Lochplatte
9 wird mittels auf die Führungsbolzen 4 aufgeschobener Abstandsrohre 14 bestimmt.
Unter Einwirkung von Schwingungen - der mit der Anordnung in Wirkverbindung bringbare
Schwingungsgeber ist wiederum nicht dargestellt - wird das Besteckungsmaterial 8
in die Formbüchsen 12 der Formeinrichtung 11 eingebracht, wobei das Besteckungsmaterial
8 die perforierte Lochplatte 9 verläßt und die Spitzen des im Bündel unter teilten
Besteckungsmaterials 8 in die gewünschte bzw. vorgegebene Kontur bzw. Form gebracht
werden. Nach Entfernen der perforierten Lochplatte 9 und der Abstandsrohre 14 ragt
das Besteckungsmaterial 8 zumindest eine Lochplattenstärke über die Formeinrichtung
11 hinaus. Zu beachten ist hierbei, daß die Formbüchsen 12 der Formeinrichtung 11
eine entsprechende Tiefe aufweisen müssen, um die Führung des in Bündeln unterteilten
Besteckungsmaterials zu gewährleisten. Auf die Führungsbolzen 4 ist eine andere,
jedoch gleichartig aufgebaute, und mit Löchern entsprechend der Lage der Formbüchsen
12 der Formeinrichtung 11 versehene perforierte Lochplatte 15 aufgeschoben, wobei
das Besteckungsmaterial 8 in die entsprechend angeordneten Löcher gleitet. Die Löcher
dieser Lochplatte 15 weisen den gewünschten Durchmesser D2 der herzustellenden Pinsel-
oder Bürstenbündel auf. Die Wandungen der Löcher laufen konisch in einer Scheitellinie
in der zur Formeinrichtung 11 zeigenden Fläche der Lochplatte 15 aus. Nach Aufschieben
der Lochplatte 15 wird eine flüssige Klebemittelschicht auf die wurzelseitigen Enden
des in Bündeln unterteilten Besteckungsmaterials 8 aufgebracht. Aufgrund der Kapillarwirkung
wird nun das flüssige Klebemittel in die wurzelseitigen Enden des in Bündel unterteilten
Besteckungsmaterials 8 gesaugt. Nach aus ausreichender Verfestigung des Klebemittels
wird die Lochplatte 15 von der Formeinrichtung 11 abgezogen und anschließend die Bündel
aus der Lochplatte 15 entfernt.
Bezugszeichenliste
[0017]
1 Grundplatte
2 Stütznadeln
3 Nadelplatte
4 Führungsbolzen
5 Abstandsrohr
6 Bestückungsring
7 Seitenflächen
8 Besteckungsmaterial
9 Lochplatte
10 Wandungen
11 Formeinrichtung
12 Formbüchsen
13 Enden der Formbüchsen
14 Abstandsrohr
15 perforierte Lochplatte
A axiale Richtung
D2 Durchmesser
H Höhe
L Länge der Stütznadeln
1. Verfahren zum Herstellen von Pinsel- und Bürstenbündeln aus in Bundform gefaßtem
künstlichem oder natürlichem Besteckungsmaterial, in dessen wurzelseitigen Bereich
im Sinne der Verteilung des Bundes in einzelne Bündel unter Einwirkung von Schwingungen
eine perforierte Lochplatte eingebracht wird und anschließend die Bündelspitzen des
in den Löchern haftenden Besteckungsmaterials geformt werden, wonach die wurzelseitigen
Enden der geformten Bündel mit einem flüssigen Bindemittel verfestigt und aus der
Lochplatte entfernt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß annähernd in Richtung des Besteckungsmaterials (8) gerichtete Stütznadeln (2)
in einen Besteckungsmaterialbund (8) in Richtung auf dessen wurzelseitiges Ende eingeführt
werden und deren Anzahl proportional der Anzahl der Löcher der perforierten Lochplatte
(9,15) gewählt ist und deren Anzahl, Länge (L), Form und Stärke (S) an der Art, Menge,
Länge und Form des Besteckungsmaterials (8) orientiert ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Form der Stütznadeln (2) an die jeweilige Form des Besteckungsmaterials angepaßt
ist.
3. Anordnung zum Herstellen von Pinsel- und Bürstenbündeln aus in Bundform gefaßtem
Besteckungsmaterial mittels eines mit Boden- und seitlichem Bereich ausgestatteten
und das Haarbündel haltenden Besteckungsmaterialhalters und einer auf den Besteckungsmaterialhalter
aufsetzbaren perforierten Lochplatte sowie einer der Formung der Kontur der Bündelspitzen
dienenden Formeinrichtung,
dadurch gekennzeichnet,
daß aus dem Bodenbereich des Besteckungsmaterialhalters (1, 3, 4, 5, 6) zumindest
annähernd senkrecht Stütznadeln (2) austreten, deren Anzahl proportional der Anzahl
der Löcher der perforierten Lochplatte (9, 15) und deren Anzahl, Länge (L), Form
und Stärke (S) an der Art, Menge, Länge und Form des Besteckungsmaterials (8) orientiert
ist.
4. Anordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bodenbereich des Besteckungsmaterialhalters (1,3,4,5,6) durch eine mit Führungselementen
(4) versehene Nadelplatte (3) gebildet ist, auf der die Stütznadeln (2) angeordnet
sind, deren Anzahl der Anzahl der herzustellenden Bündel entspricht, und daß die Nadelplatte
(3) mit einem Schwingungsgeber in Verbindung bringbar ist.
5. Anordnung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stütznadeln (2) in hierfür vorgesehenen Öffnungen der Nadelplatte (3) befestigt
sind.
6. Anordnung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stütznadeln (2) auf einer in axialer Richtung bewegbaren Grundplatte (1)
befestigt sind und durch entsprechend angeordnete Öffnungen der Nadelplatte (3) treten,
wobei die über die Nadelplatte (3) hinausragende Länge der Stütznadeln (2) stufenlos
in vorgegebenen Grenzen durch Heben bzw. Senken der Grundplatte (1) einstellbar ist.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf den mit Abstandselementen (5) versehenen Führungselementen (4) der Nadelplatte
(3) eine Bestückungseinrichtung (6) ange ordnet ist und die Bestückungseinrichtung
(6) in axialer Richtung einen Durchbruch aufweist, dessen Seitenwandungen (7) in axialer
Richtung verlaufen.
8. Anordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Größe und Randkontur des Durchbruches und der mit Stütznadeln (2) versehene
Bereich der Nadelplatte (3) auf den perforierten Bereich und die Randkontur der auf
die Bestückungseinrichtung (6) aufsetzbaren perforierten Lochplatte (9) abgestimmt
ist.
9. Anordnung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nadelplatte (3) und die Bestückungseinrichtung (6) einstückig ausgeführt
sind.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche3 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Herstellen von Bündeln aus künstlichem Besteckungsmaterial (8) die Summe
der Stirnflächen aller Stütznadeln (2) und die Summe der im Bereich der Stütznadelspitzen
definierten Stirnflächen des Besteckungsmaterials (8) der Fläche des Durchbruches
der Bestückungseinrichtung (6) entspricht, wobei die Summe der Stirnflächen der Stütznadeln
(2) gleich oder größer der Stirnfläche der Wandungen (10) der perforierten Lochplatte
(9) ist.
11. Anordnung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand der Bestückungseinrichtung (6) von der Nadelplatte (3) auf die auf
die Länge und Menge des Besteckungsmaterials (8) abgestimmte Länge (L) und Stärke
(S) der in den Durchbruch ragenden Stütznadeln (2) abgestimmt ist und die Höhe (H)
der Bestückungseinrichtung (6) im wesentlichen auf die Länge des Besteckungsmaterials
(8) abgestimmt ist.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine perforierte Lochplatte (9) auf die Führungselemente (4) der Nadelplatte (3)
aufschiebbar ist, wobei die Größe der Löcher auf die Art und Menge des zu verwendenden
Besteckungsmaterials (8) abgestimmt ist und die Anzahl der Löcher von der Größe der
einzelnen Bündel abhängt, daß die zum Wandungsbereich des Besteckungsmaterialhalters
(1,3,4,5,6) zeigenden Lochplattenbereiche zwischen den Löchern in jeweils eine Scheitellinie
auslaufen und die Lochplatte (9) in durch die Führungselemente (4) vorgegebener Richtung
in die über die Bestückungseinrichtung (6) hinausragenden wurzelseitigen Enden des
Besteckungsmaterials (8) unter Einwirkung von Schwingungen bzw. Vibrationen absenkbar
ist.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Formeinrichtung (11) eine in Anzahl und Verteilung den Löchern der perforierten
Lochplatte (9) entsprechende Anzahl von Formbüchsen (12) aufweist und daß bei der
Zusammenführung der perforierten Lochplatte (9) mit der Formeinrichtung (11) die Bündel
unter Einwirkung von Schwingungen aus den Löchern heraus mit ihren den wurzelseitigen
Enden abgewandten Endbereichen in die jeweiligen Formbüchsen (12) eintreten.
14. Anordnung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Formeinrichtung (11) entsprechende Führungselemente (4) so angeordnet
sind, daß die von den Führungselementen (4) der Nadelplatte (3) abgezogene perforierte
Lochplatte (9) aufschiebbar ist, daß die Formeinrichtung (11) in dem Bereich, der
dem perforierten Bereich der Lochplatte (9) gegenüberliegt, eine entsprechende Anzahl
von Formbüchsen (12) zur Aufnahme des in den Löchern der perforierten Lochplatte (9)
haftenden Be steckungsmaterials (8) aufweist, und daß die Enden (13) der Formbüchsen
(12) entsprechend der gewünschten Kontur der Bündel geformt sind.
15. Anordnung nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wandungen der Formbüchsen (12) der Formeinrichtung (11) von den geformten
Enden (13) der Formbüchsen (12) konisch in eine Scheitellinie zwischen den jeweiligen
Formbüchsen (12) auslaufen.
16. Anordnung nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tiefe der Formbüchsen (12) an der Art und Länge des Bestekkungsmaterials
(8) orientiert ist.
17. Anordnung nach einem der Ansprüche 13 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine zusätzliche perforierte Lochplatte (15) über die Führungselemente (4) der
Formeinrichtung (11) unter Einwirkung von Schwingungen auf die über die Formeinrichtung
(11) hinausragenden wurzelseitigen Enden des Besteckungsmaterials (8) absenkbar ist,
daß die Größe der Löcher der zu erzielenden Bündelstärke und die Anzahl der Löcher
der Anzahl der Formbüchsen (12) der Formeinrichtung (11) entsprechen und daß die
im oberen Bereich der Löcher befindlichen wurzelseitigen Enden mit einer flüssigen
Klebemittelschicht versehbar und nach Erhärten der Bindemittelschicht entfernbar
sind.
18. Verfahren zum Betreiben der Anordnung,
dadurch gekennzeichnet,
daß alle Komponenten der Anordnung sowie Schwingungsgeber, Arbeitsflächen und Personen
großflächig mit der Erdpotentialschicht elektrisch verbunden sind.