[0001] Die Erfindung betrifft einen Verstellantrieb für Einschubspanner zur Befestigung
von Oberwerkzeugen unter der Aufspannfläche eines Pressenstößels mit Gattungsmerkmalen
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Die US-PS 3 335 657 zeigt einen solchen Verstellantrieb, bei dem in der T-Nut eine
Spindel gelagert ist, die in einem mechanisch mittels Keilflächen wirksamen Spannkloben
eine drehbar, jedoch axial unverschiebbar gelagerte Gewindemutter durchsetzt und mit
einem motorischen Antrieb verbunden ist.
[0003] Demgegenüber gebräuchlicher sind Einschubspanner mit hydraulisch beaufschlagten Spannkolben,
wobei diese hydraulischen Einschubspanner nicht nur den Spannvorgang beschleunigen
und das Werkzeug sicherer, vor allem aber genauer spannen, sondern auch die Spindel
von den Spannkräften freihalten, so daß diese leichter ausgeführt werden kann und
keinem Verschleiß unterliegt, der durch die Belastung mit den hohen Spannkräften bedingt
ist.
[0004] Aus der DE-OS 35 01 524 sind auch Verstellantriebe für Einschubspanner bekannt, bei
denen der Einschubspanner mittels einer Laschenschubkette mit Antriebsorganen verbunden
ist, wobei diese Laschenschubkette sich mit Führungsgliedern in der T-Nut abstützt,
so daß sie Druckkräfte übertragen kann, um die Einschubspanner mit der Laschenschubkette
in die Spannposition zu schieben und aus dieser Position wieder herauszuziehen. Zum
Antrieb solcher Schubketten sind aus der DE-OS 35 01 524 Zugelemente bekannt, die
in einer vertikalen Schleife endlos geführt sind.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung zum mechanisierten seitlichen
Verschieben jedes Einschubspanners in seiner T-Nut im Pressenstößel, die anders als
die bisher bekannten arbeitet, dabei jedoch einfach aufgebaut und genau betätigbar
ist.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß eine Ausbildung mit Merkmalen nach
dem Kennzeichen des Patentanspruches 1 vorgeschlagen.
[0007] Analog zu einer solchen Ausbildung kann die Lösung der Aufgabe auch mit Merkmalen
nach dem Patentanspruch 2 erreicht werden.
[0008] Als Zugelement ist erfindungsgemäß vor allem ein Zahnriemen mit einem flachen Querschnitt
vorgesehen. Verwendbar sind gegebenenfalls auch flache Ketten, Seile oder dergleichen.
In der Unterbringung des flachen Zugelements zwischen den Seitenflächen des Nutensteines
und der T-Nut-Führung ist ein wesentliches Erfindungsmerkmal zu sehen. Ohne Beeinträchtigung
und ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand gegenüber bisherigen T-Nut-Führungen kann Raum
für die Unterbringung des Zugelements geschaffen werden, ohne daß die beim Spannen
des Werkzeuges kräfteübertragenden Flächen an der Oberseite und an der abgestuften
Unterseite des Nutensteines anders als bisher gestaltet werden müssen.
[0009] Besonders geeignet sind Zahnriemen aus einem hochfesten Kunststoff, ggf. mit eingebetteten
Stahlseelen, so daß der Zahnriemen in Längsrichtung dehnungsfrei, im übrigen aber
allseits flexibel ist. Ein solcher Zahnriemen ist kostengünstig herzustellen und ggf.
als handelsübliches Produkt zu erwerben. Gegenüber Verstellantrieben bekannter Bauart
hat ein Verstellantrieb mit den erfindungsgemäßen Ausbildungsmerkmalen den Vorteil
einer wesentlich kostengünstigeren Herstellung, eines geringeren Gewichts und insbesondere
auch der genaueren Positionierung des Einschubspanners an der gewünschten Einspannstelle.
Für die Verbindung des Zahnriemens mit dem Antriebsritzel des motorischen Antriebes
empfiehlt sich eine Umschlingung dieses Antriebsritzels um wenigstens ca. 180 Grad,
so daß der Zahnriemen mittels Umlenkungen nach Art einer festen Flasche über das Antriebsritzel
geführt ist.
[0010] Die konstruktive Verwirklichung des erfindungsgemäßen Lösungsweges für die gestellte
Aufgabe erfolgt entweder durch eine Endlosführung des Zahnriemens, wobei der Zahnriemen
an dem einen Ende der T-Nut-Führung über das Antriebsritzel einer dort befestigten
Antriebseinheit und mit dem anderen Ende über eine dort in der T-Nut-Führung angeordnete
Umlenkung geführt ist, die somit das Widerlager für die Ubertragung der Zugkräfte
in dem Zahnriemen bildet, oder durch ein endliches Zahnriemenstück, welches mit seinen
Enden jeweils am Ende der T-Nut-Führung befestigt ist, um so das Widerlager für die
Zugkräfte am Pressenstößel zu bilden, und welches durch eine Antriebseinheit über
ein mit dem Nutenstein fest verbundenes Antriebsritzel geführt ist.
[0011] Bei der Endlosführung kann die Antriebseinheit -wie bisher- einseitig am Kopfende
der T-Nut-Führung befestigt werden, so daß der Zahnriemen sich als endlose Schlinge
durch die T-Nut-Führung erstreckt und mit seinen beiden Trums beidseitig an dem Nutenstein
vorbeigeführt ist. Bei Verwendung eines endlichen Riemenstückes bewegt sich die Antriebseinheit
mit dem Nutenstein und dem Einschubspanner bei der Verstellbewegung synchron.
[0012] Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Figur 1 einen vertikalen Teilschnitt durch eine T-Nut-Führung eines Pressenstößels
mit dem Einschubspanner und der Antriebseinheit,
Figur 2 eine Draufsicht des Pressenstößels mit der T-Nut entsprechend Figur 1 mit
Schnitt durch die Antriebseinheit,
Figur 3 eine Seitenansicht des Beispieles nach den Figuren 1 und 2 von links,
Figur 4 einen Schnitt entsprechend Figur 1, jedoch bei einem abgeänderten Ausführungsbeispiel
und
Figur 5 eine Seitenansicht des Beispieles nach Figur 4 von links mit vertikalem Schnitt
durch die Antriebseinheit.
[0013] Der Pressenstößel 1 oder ein vergleichbares Bauteil der Presse weist an der Unterseite
eine zur Aufspannfläche 1a offene T-Nut-Führung 3 auf, in die der Einschubspanner
4 mit einem Nutenstein 5 eingreift und darin horizontal hin und her beweglich geführt
ist. Der Einschubspanner 4 ist im Falle des Beispieles als ein handelsübliches, vorzugsweise
hydraulisch beaufschlagtes Spannelement gestaltet und kann durch horizontales Verstellen
des Nutensteines 5 in der T-Nut 2 bis in den Bereich des Spannrandes 6 eines Oberwerkzeuges
7 oder dergleichen verschoben werden, um durch Betätigung des Spannelements den Spannrand
des Werkzeuges festzuklemmen. Der Verstellantrieb für den Nutenstein 5 des Einschub
einem Zahnriemen 9 zusammen, der innerhalb der außen spanners 4 setzt sich aus einer
Antriebseinheit 8 und am Pressenstößel 1 befestigten Antriebseinheit 8 über Umlenkungen
10, ein Antriebsritzel 11 und eine Spannvorrichtung 12 endlos geführt ist. Der Zahnriemen
9 ist als geschlossene horizontale Bahnschleife in der T-Nut 2 geführt und erstreckt
sich mit seinen beiden Trums zwischen den Seitenflächen des Nutensteines 5 und den
diesen gegenüberliegenden Seitenflächen der T-Nut 2 bis zu einer am gegenüberliegenden
Ende der T-Nut 2 gelagerten Umlenkung 13. Durch Einschalten des Antriebsmotors 14
kann der Einschubspanner 4 oder ein ggf. in anderer Weise gestaltetes Spannelement
aus der mit vollen Linien dargestellten Position in die mit gestrichelten Linien wiedergegebene
Spannposition und zurück bewegt werden. Als Antriebsmotor ist ein Elektromotor ebenso
geeignet wie ein mit einem Druckmittel beaufschlagbares Antriebsaggregat.
[0014] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 4 und 5 ist ein endliches Zahnriemenstück
mit dem einen Ende am äußeren Ende der T-Nut 2 und mit dem anderen Ende am inneren
Ende der T-Nut 2 befestigt. Uber Umlenkungen 10 und über das Antriebsritzel 11 durchläuft
der Zahnriemen 9 die Antriebseinheit 8, die bei diesem Ausführungsbeispiel mit dem
Nutenstein 5 verbunden ist, so daß sich die Antriebseinheit 8 mit dem Antriebsmotor
14 zusammen mit der Spannvorrichtung 4 bewegt.
[0015] Die Anwendung der Erfindungsmerkmale ist auch bei Spannvorrichtungen zur Befestigung
von Werkzeugen oder Werkstücken auf Spanntischen oder dergleichen geeignet, sofern
diese die gattungsmäßigen Ausbildungsmerkmale aufweisen. Die Verwendung der Erfindungsmerkmale
ist unabhängig von der spezifischen Ausbildung der Spannmittel zum Festhalten des
Werkzeuges und auch unabhängig von der Art und Weise des Betriebes dieser Spannmittel.
1. Verstellantrieb für Einschubspanner zur Befestigung von Oberwerkzeugen unter der
Aufspannfläche eines Pressenstößels mit einer T-Nut-Führung, in die der Einschubspanner
mit einem Nutenstein eingreift und in der er mittels eines Antriebsmotors und unter
Verwendung eines in Zugrichtung dehnungs- und spielfreien, um seine Längsachse flexiblen
Zugelementes horizontal beweglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible Zugelement
(9) als geschlossene horizontale Bahnschleife in der T-Nut liegt, wobei die beiden
Trums der Schleife jeweils auf einer Seite zwischen Nutstein (5) und Nutwandung verlaufen,
der Nutstein (5) an einem Trum befestigt ist und das Zugelement an einer Umlenkrolle
(13) im inneren Bereich der T-Nut-Längserstreckung umgelenkt wird, während es am offenen
Ende der T-Nut (2) durch ein in der Bahnschleifenebene liegendes, stationäres Antriebsrad
(11) in beiden Richtungen ziehbar ist.
2. Verstellantrieb für Einschubspanner nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1,
gekennzeichnet durch einen an der inneren oberen Fläche in der T-Nut (2) angeordneten
Zahnriemen (9), dessen eines Ende im inneren Bereich der T-Nut-Längserstreckung an
der besagten Fläche befestigt ist, der über Umlenkrollen (10) und ein Laufrad (11)
einer mit dem Einschubspanner verbundenen Antriebseinheit geführt und am anderen Ende
am Nutende befestigt ist, wobei sich die Antriebseinheit samt Einschubspanner mittels
eines Laufrades in beiden Richtungen an dem Zahnriemen hin- und herziehen kann.
3. Verstellantrieb nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Zahnriemen
(9) flachen Querschnitts als Zugelement.
4. Verstellantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zahnriemen (9)
mittels Umlenkungen (10) mit einer Spannvorrichtung (12) in einer festen Flasche über
ein Antriebsritzel (11) geführt ist.
5. Verstellantrieb nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zahnriemen
(9) über ein an dem einen Ende der T-Nut-Führung am Pressenstößel (1) gelagertes
Antriebsritzel (11) und eine am gegenüberliegenden Ende der T-Nut-Führung (2) gelagerte
Umlenkung (13) geführt ist.