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EP 0 252 328 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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13.01.1988 Patentblatt 1988/02 |
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Anmeldetag: 12.06.1987 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B63J 2/04 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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FR GB IT |
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Priorität: |
10.07.1986 DE 3623171
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Anmelder: Messerschmitt-Bölkow-Blohm
Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
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D-81663 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Schütze, Horst
D-2803 Weyhe (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Anordnung zum Klimatisieren von Kabinen in Wasserfahrzeugen |
(57) Die Erfindung bezieht sich auf eine Klimaanlage für Kabinen von Wasserfahrzeugen.
Abluft von Kabinen wird in einem Seewasserkühler vorgekühlt und danach in zwei Teilströme
aufgeteilt. Ein Teilstrom wird über einen Kompressor, einen zweiten Seewasserkühler
und eine Turbine geleitet und nach Abscheidung von Kondensat mit dem anderen Teilstrom
zum Klimatisieren der Kabine wieder vereinigt.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Klimatisieren von Kabinen in Wasserfahrzeugen
mit einem Kabinenabluft absaugenden Kompressor, dessen Ausgang über einen Kühler
und eine mit der Kompressorwelle gekoppelte Turbine die Kabinen mit aufbereiteter
Luft versorgt.
[0002] Beim Klimatisieren von Kabinen ist es üblich, verbrauchte Kabinenluft abzusaugen
und nach Aufbereitung wieder zurückzuführen. Für derartige im Kreislauf arbeitende
Klimaanlagen werden üblicherweise Kompressoren, Turbinen und Kühler eingesetzt, um
mit relativ geringem Energieaufwand die Luft aufzubereiten, insbesondere zu kühlen.
[0003] Wie aus "Armada International" Sonderheft I/83, Seite 90, hervorgeht ist es zum Klimatisieren
von Kampfpanzern bekannt, einen Wärmetauscher zu benutzen, der je nach Außentemperatur
entweder als Kühler oder als Heizer betrieben wird.Gekühlt wird mit einem in einem
gesonderten Kreislauf geführten Kältemittel, während das Heizen mit einem Wassererhitzer
erfolgt. Eine solche Klimaanlage ist aber noch unbefriedigend, weil Kombinationsanlagen
Kühlen/Heizen grundsätzlich unwirtschaftlich arbeiten, was durch Aufbereiten der
gesamten Umluft noch weiter verschlechtert wird.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine Klimaanlage vorzusehen, die
mit wenig Aufwand und geringem Energieverbrauch insbesondere zum Klimatisieren von
Kabinen in Wasserfahrzeugen geeignet ist. Diese Aufgabe ist erfindungs gemäß dadurch
gelöst, daß die Kabinenabluft über einen Seewasserkühler zum Kompressor gelangt, und
daß von dem durch den Seewasserkühler vorgekühlten Luftstrom ein Teilstrom abgezweigt
und vor der Kabine mit dem über den Kompressor und die Turbine geleiteten Teilstrom
wieder vereinigt wird.
[0005] Die erfindungsgemäße Maßnahme hat durch die Vorkühlung den Vorteil, daß nur ein Teil
des gesamten Umluftstromes über den Kompressor,einen Kühler und die Turbine zum Kühlen
geleitet werden muß, so daß dieser Teil des Kreislaufs auch entsprechend leistungsschwächer
ausgelegt werden kann. Außerdem können sowohl der Vorkühler als auch der Hauptkühler
mit Seewasser gekühlt werden,wodurch teure Kreisläufe für Kältemittel entfallen.
[0006] Beim Einsatz einer erfindungsgemäßen Klimaanlage ist es zweckmäßig,zwischen der Turbine
und der Zusammenführung der Teilströme einen Wasserabscheider einzubauen, um anfallendes
Kondensat abzuscheiden. Die Aufteilung der Teilströme kann hierbei mit beliebigem
Verhältnis erfolgen; aber bei einer bevorzugten Ausführungsform ist es zweckmäßig
die Teilströme im gleichen Verhältnis aufzuteilen. Zur Unterstützung des Antriebs
der Kompressor- Turbinenkombination kann ein zusätzlicher Elektromotor oder ein anderer
geeigneter Direktantrieb vorgesehen sein,und die mit dem Kühler zwischen Kompressor
und Turbine abgeleitete Kompressionswärme kann auch einem Heizkreislauf, insbesondere
zum Heizen der Kabinen,zugeleitet werden.
[0007] Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert.
[0008] Die Darstellung zeigt das Prinzip einer Klimaanlage mit einer zu klimatisierenden
Kabine 1, z.B. einer Kabine eines Wasserfahrzeuges. Von dieser Kabine 1 wird Abluft
abgesaugt und in einem Seewasserkühler 2 vorgekühlt. Nach der Vorkühlung im Seewasserkühler
2 wird die vorgekühlte Luft in zwei Teilströme 3,4 aufgeteilt. Der Teilstrom 3 wird
über ein Rückschlagventil 5 einem Kompressor 6 zugeleitet, dessen Ausgang über einen
zweiten Seewasserkühler 7 zu einer Turbine 8 führt. Die Turbine 8 und der Kompressor
7 sind durch eine Welle miteinander verbunden, die zusätzlich von einem weiteren Antrieb,
z.B. einem Elektromotor 9,angetrieben wird. In der Turbine wird der komprimierte Teilluftstrom
3 entspannt und dabei weiter abgekühlt. Anschließend wird der gekühlte Teilluftstrom
3 über einen Wasserabscheider 10 geleitet und danach mit dem vorgekühlten Teilluftstrom
4 vereinigt. Der vereinigte Luftstrom wird dann der zu klimatisiernden Kabine 1, die
auch ein Abteil mit besonders genauer Temperatureinhaltung, z.B. ein Elektronikabteil
1ʹ aufweisen kann, zugeführt.
[0009] Die bei der Kompression im Kompressor 7 entstehende Kompressionswärme kann auch
zum Heizen einem gesonderten Heizkreislauf zugeführt werden. In der Zeichnung ist
dargestellt, daß durch den Seewasserkühler 7 eine Heizleitung 15 geführt ist, die
mit einer Umwälzpumpe 16 und einem Radiator 17 in der Kabine 1 einen Heizkreislauf
bildet. Auf diese Weise wird die Energiebilanz der Klimaanlage, die durch die Vorkühlung
des Gesamtluftstromes und Aufbereitung nur eines Teilstromes schon sehr gut ist,noch
weiter verbessert.
1. Anordnung zum Klimatisieren von Kabinen in Wasserfahrzeugen, mit einem Kabinenabluft
absaugenden Kompressor, dessen Ausgang über einen Kühler und eine mit der Kompressorwelle
gekoppelte Turbine die Kabinen mit aufbereiteter Luft versorgt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kabinenabluft über einen Seewasserkühler (2) zum Kompressor (6) gelangt und
daß von dem durch den Seewasserkühler (2) vorgekühlten Luftstrom ein Teilstrom (4)abgezweigt
und vor der Kabine (1) mit dem über den Kompressor (6) und die Turbine (8) geleiteten
Teilstrom (3) wieder vereinigt wird.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Turbine (8)
und der Zusammenführung der Teilströme(3,4) ein Wasserabscheider (10) angeordnet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß für den Kühler zwischen
Kompressor (6) und Turbine (8) ein Seewasserkühler (7) eingesetzt ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilströme
(3,4) im gleichen Verhältnis aufgeteilt sind.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der über eine
gemeinsame Welle mit der Turbine (8) verbundene Kompressor (6) mit einem Antrieb,
vorzugsweise einem Elektromotor (9) verbunden ist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die mit
dem Kühler (7) zwischen Kompressor (6) und Turbine (8) abgezogene Kompressionswärme
einem zum Heizen von Kabinen (1) dienenden Heizkreislauf (15,16,17) zugeführt wird.
