(19)
(11) EP 0 252 418 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.01.1988  Patentblatt  1988/02

(21) Anmeldenummer: 87109435.5

(22) Anmeldetag:  01.07.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B26D 7/01
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 09.07.1986 DE 3623004

(71) Anmelder: Mohr, Wolfgang
D-65719 Hofheim (DE)

(72) Erfinder:
  • Mohr, Wolfgang
    D-65719 Hofheim (DE)

(74) Vertreter: Knoblauch, Ulrich, Dr.-Ing., Patentanwälte Dr. Knoblauch 
Kühhornshofweg 10
D-60320 Frankfurt
D-60320 Frankfurt (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Planschneidemaschine


    (57) Eine Planschneidemaschine für Stapelgut aus blattförmigem Material, wie Papier, besitzt einen Niederhaltebalken (3), insbesondere den Preßbalken, der etwa parallel zum Schneidmesser (2) verläuft, nahe einem Ende einer Stapel-Aufnahmefläche (5) angeordnet und unter Druck auf das Stapelgut (6) absenkbar ist. Ferner ist eine Luft-Ausstreichvorrichtung (9), insbesondere eine Aus­streichwalze, vorgesehen, die ebenfalls unter Druck auf das Stapelgut (6) absenkbar und in dieser Lage von einer dem Niederhaltebalken (3) benachbarten Stelle in Richtung auf das andere Ende der Aufnahmefläche (5) bewegbar ist. Durch das Ausstreichen der Luft ergibt sich eine hohe Formatgenauigkeit beim Schneiden.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Planschneidemaschine für Stapelgut aus blattförmigem Material, wie Papier, mit einem Arbeitstisch, der hinter einem Schneidmesser und einem Preßbalken eine Aufnahmefläche für das Stapel­gut aufweist, über die eine Stapelgut-Vorschubvorrich­tung etwa senkrecht zum Schneidmesser bewegbar ist.

    [0002] Solche Planschneidemaschinen sind allgemein bekannt. Beispielsweise werden sie von der Maschinenfabrik Adolf Mohr unter der Bezeichnung "Polar" vertrieben.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Formatge­nauigkeit bei solchen Planschneidemaschinen zu verbes­sern.

    [0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Niederhaltebalken, der etwa parallel zum Schneidmesser verläuft, nahe einem Ende der Aufnahmefläche angeordnet und unter Druck auf das Stapelgut absenkbar ist, und durch eine Luft-Ausstreichvorrichtung, die ebenfalls unter Druck auf das Stapelgut absenkbar und in dieser Lage von einer dem Niederhaltebalken benachbarten Stelle in Richtung auf das andere Ende der Aufnahmefläche beweg­bar ist.

    [0005] Durch die in die Planschneidemaschine integrierte Luft-­Ausstreichvorrichtung können Lufteinschlüsse zwischen den einzelnen Blättern des Stapels unmittelbar vor Beginn der Schneidvorgänge oder sogar zwischen den einzelnen Schneidvorgängen beseitigt werden. Die Stapelhöhe wird annähernd au das der Summe der Blattdicken entsprechende Maß vermindert. Daher erfolgt beim Schneiden keine star­ke weitere Zusammendrückung mit der Folge, daß die Blät­ter des oberen Stapelteils nicht oder in wesentlich geringerem Maß nach vorn gezogen und dabei von der Vor­derfläche der Vorschubvorrichtung wegbewegt werden. Es ergibt sich ein kompakter Stapel, in dem die Neigung der Blätter, sich gegeneinander zu verschieben, drastisch reduziert ist. Die Gefahr einer Verschiebung ist auch deshalb gering, weil der Stapel in der Maschine nur noch kurze Transportwege zurücklegt. Insgesamt ist ein hohes Maß an Formatgenauigkeit erzielbar.

    [0006] Vorzugsweise ist der Niederhaltebalken durch den Preßbal­ken gebildet und die Ausstreichvorrichtung in der abge­senkten Lage von vorn nach hinten bewegbar. Man benötigt dann keinen gesonderten Niederhaltebalken, was Platz-­und Kostenersparnisse mit sich bringt.

    [0007] Hierbei empfiehlt sich eine Preßkraft-Einstellvorrich­tung, die außer den beim Schneiden erforderlichen Preß­kräften eine Niederhalte-Preßkraft des Preßbalkens einzu­stellen gestattet. Auf diese Weise läßt sich eine vermin­derte Preßkraft einstellen, die den Verhältnissen beim Ausstreichen angepaßt ist.

    [0008] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Luft-Aus­streichvorrichtung eine Ausstreichwalze. Diese vermag über das Stapelgut zu rollen, ohne daß den Stapel beein­flussende Reibungskräfte ausgeübt werden.

    [0009] Besonders empfehlenswert ist es, wenn die Ausstreichvor­richtung an einer Brücke gehalten ist, die mittels eines Motors auf zu beiden Seiten der Aufnahmefläche angeordne­ten Schienen verfahrbar ist. Diese Brücke vermag der Ausstreichvorrichtung die gewünschte Längsbewegung zu erteilen, ohne die Handhabung des zu schneidenden Stapels im übrigen zu beinträchtigen.

    [0010] Günstig ist es, daß die Ausstreichvorrichtung bis zu einer Stelle zwischen Stapelgut und Vorschubvorrichtung bewegbar ist. Auf diese Weise ist gewährleistet, daß die Luft bis zur hintersten Stapelkante ausgestrichen wird. Hierzu sollte die Vorschubvorrichtung, die norma­lerweise an der Hinterkante des Stapels angreift, um ein ausreichendes Stück weiter nach hinten bewegt werden können.

    [0011] Mit Vorzug weist die Ausstreichvorrichtung mindestens zwei über ihre Länge verteilte Druckgeber auf, mit deren Hilfe sie gegen das Stapelgut drückbar ist. Hiermit gelingt es, über die gesamte Breite der Ausstreichvor­richtung annähernd den gleichen Druck wirken zu lassen. Wenn Stapel geringerer Breite ausgestrichen werden sol­len, braucht nur ein Teil der Druckgeber mit Druck ver­sorgt zu werden.

    [0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform gibt es eine auf das Stapelgut legbare Abdeckung, auf die die Ausstreich­vorrichtung absenkbar ist. Eine solche Abdeckung gibt eine Stabilität in Querrichtung, so daß die Blätter des Stapels beim Ausstreichen nicht seitlich ausweichen können. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn sich mehrere schmale Blockstreifen nebeneinander auf der Aufnahmefläche befinden und gemeinsam ausgestrichen werden sollen. Eine solche Abdeckung weist zweckmäßiger­weise Luftdurchtrittsöffnungen auf. Damit kann die zwi­ schen Abdeckung und Stapel eingeschlossene Luft entwei­chen und es besteht keine Gefahr, daß beim Abheben der Abdeckung das oberste Blatt des Stapels durch Saugwirkung mitgenommen wird.

    [0013] Sehr günstig ist es, daß die Abdeckung durch ein sich über die Breite der Aufnahmefläche erstreckendes Abdeck­band gebildet ist, dessen den Niederhaltebalken zugewand­tes Ende durch einen Stellmotor absenkbar und wieder anhebbar ist und dessen anderes Ende mit einer das Ab­deckband gespannt haltenden Spannvorrichtung verbunden ist. Ein solches Abdeckband befindet sich dauernd in einer Bereitsschaftsstellung, in der es den Vorschub-­und Schneidbetrieb nicht stört, kann aber auf einfache Weise in die zum Ausstreichen erforderliche Arbeitsstel­lung gebracht werden.

    [0014] Als Spannvorrichtung empfiehlt sich eine in Drehrichtung vorgespannte Wickelwalze. Diese nimmt wenig Platz ein.

    [0015] Insbesondere kann die Wickelwalze nahe der Ausstreichvor­richtung gelagert und zusammen mit dieser längs der Aufnahmefläche bewegbar sein. Wenn sich die Ausstreich­vorrichtung in ihrer Ruhelage nahe dem Niederhaltebalken befindet, ist die Aufnahmefläche ungehindert zugänglich.

    [0016] Außerdem ist es günstig, daß das dem Niederhalter zuge­wandte Ende des Abdeckbandes an einer zwischen Niederhal­ter und Ausstreichvorrichtung angeordneten, höhenver­stellbaren Traverse befestigt ist. Durch diese Traverse wird das Abdeckband rasch in die Arbeitsstellung ge­bracht.

    [0017] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist dafür ge­sorgt, daß an der Vorschubvorrichtung ein parallel zum Schneidmesser bewegbarer Mitnehmer angebracht ist, der das ausgestrichene Stapelgut gegen einen Seitenanschlag der Aufnahmefläche zu schieben vermag. Hiermit wird der Tatsache Rechnung getragen, daß das Ausstreichen der Luft zweckmäßigerweise erfolgt, wenn der Stapel noch nicht am Seitenanschlag anliegt. Der Mitnehmer kann dann nach dem Ausstreichen den Stapel am hinteren Ende gegen den Seitenanschlag führen. Am vorderen Ende kann dies ohne Schwierigkeiten manuell erfolgen.

    [0018] Konstruktiv ist es von Vorteil, wenn der Mitnehmer um eine Achse derart schwenkbar ist, daß er aus einer wirk­samen Stellung vor der Vorschubvorrichtung in eine un­wirksame, eine Kollision mit dem Preßbalken vermeidende Stellung verlagerbar ist. Der Mitnehmer behindert daher nicht das Vorbewegen der Vorschubvorrichtung bis unmit­telbar an den Preßbalken heran.

    [0019] Es ist günstig, daß der Mitnehmer von einem Block getra­gen ist, der mittels einer parallel zum Schneidmesser verlaufenden Gewindespindel verstellbar ist, und dreh­fest, aber axial verschiebbar, auf einer hierzu paralle­len Welle gelagert ist, die um einen vorgegebenen Schwenkwinkel drehbar ist. Dies ergibt eine einfache Konstruktion, um den Mitnehmer zu verschieben und zu verschwenken.

    [0020] Vorzugsweise ist der Mitnehmer über einen Pneumatikzylin­der mit dem Block verbunden. Hierdurch wird der Mitnehmer federnd gehalten, wodurch Überbeanspruchungen vermieden werden. Außerdem kann die eigentliche Ausrichtung des Stapels durch Betätigung des Pneumatikzylinders erfolgen.

    [0021] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeich­nung dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungs­gemäßen Planschneidemaschine, wobei sich die Aus­streichvorrichtung in ihrer Bereitschaftsstellung und die Vorschubvorrichtung in ihrer Vorschub-An­fangslage befindet,

    Fig. 2 eine Darstellung ähnlich Fig. 1, wobei sich die Ausstreichvorrichtung am Ende ihres Arbeitsweges und die Vorschubvorrichtung in einer zurückgezoge­nen Stellung befindet,

    Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf die Planschneide­maschine der Fig. 1 und 2, wobei sich die Aus­streichvorrichtung in einer Zwischenstellung befin­det, und

    Fig. 4 eine Vorderansicht einer an der Maschine gelagerten Brücke mit der Ausstreichvorrichtung.



    [0022] Die in den Figuren veranschaulichte Planschneidemaschine weist in einem nur angedeuteten Gehäuse 1 ein Schneidmes­ser 2 und dahinter einen Preßbalken 3 auf. Es gibt einen Arbeitstisch 4, der hinter dem Schneidmesser 2 und dem Preßbalken 3 eine Aufnahmefläche 5 für Stapelgut 6 auf­weist. Über die Aufnahmefläche ist eine Voschubvorrich­tung 7 von hinten nach vorn, etwa senkrecht zum Schneid­messer 2, und zurück in Richtung des Doppelpfeiles a bewegbar, um das Stapelgut 6 dem Schneidbereich zuzufüh­ren.

    [0023] Wenn der Preßbalken 3 das Stapelgut 6 am vorderen Ende auf eine geringere Höhe zusammendrückt (Fig. 2), verformt sich der Stapel derart, daß seine Hinterkante 8 den ge­strichelten Verlauf hat und nicht mehr über die gesamte Höhe mit der Stirnfläche der Vorschubvorrichtung 7 in Kontakt kommen könnte. Durch das nachstehend beschriebene Luft-Ausstreichen wird der gesamte Stapel zusammengedrückt und die Hinterkante 8 senkrecht ausgerichtet.

    [0024] Über der Aufnahmefläche befindet sich eine Luft-Aus­streichvorrichtung 9 in der Form einer Ausstreichwalze. Deren Lageranordnung 10 ist durch zwei, Kolben und Zylin­der aufweisende, pneumatische Druckgeber 11 belastet, deren Zylinder nebeneinander an dem Querträger 12 einer Brücke 13 angebracht sind, und mit Hilfe von Stangen 14 in Buchsen 15 am Querträger 12 geführt. Mit Hilfe dieser Druckgeber 11 kann die Ausstreichvorrichtung 9 in Richtung des Pfeiles b auf und ab bewegt werden. Außerdem ist die Brücke 13 mit Hilfe eines Stellmotors 16 auf Längsfüh­rungen 17 und 18 in Richtung des Pfeiles c hin und her bewegbar. Der Stellmotor 16 ist einseitig angeordnet. Sein Mitnehmer greift an einer Zahnkette 19 o.dgl. an, die über Umlenkrollen 20 und 21 am Arbeitstisch 5 geführt und mit einem Fuß der Brücke 13 verbunden ist.

    [0025] Der andere Fuß der Brücke ist mit einer zweiten Zahnket­te 22 verbunden, die über Umlenkrollen geführt ist, welche mit den Umlenkrollen 20 und 21 über Achsen 24 und 25 drehfest verbunden sind.

    [0026] Ein mit Luftlöchern 26 versehenes Abdeckband 27, das in Querrichtung eine gewisse Steifigkeit hat, ist mit einem Ende an einer Traverse 28 befestigt, welche mit Hilfe von Stellmotoren 29 in Richtung des Pfeiles d auf und ab bewegbar ist. Das andere Ende ist auf einer Spann­vorrichtung 30 in der Form einer vorgespannten Wickelwalze gehalten, die hinter der Ausstreichvorrichtung 9 an der Brücke 13 gelagert ist.

    [0027] Um bei einem Stapel 6 in der in Fig. 2 befindlichen Posi­tion die Luft auszustreichen, wird der Preßbalken 3 mit einer gegenüber der beim Schneiden angewendeten Preßkraft verminderten, zum Niederhalten ausreichenden Preßkraft, die mit Hilfe einer Preßkraft-Einstellvorrichtung 31 vorgegeben wird (wie es in Fig. 2 angedeutet ist), auf den Stapel 6 abgesenkt. Dann wird die Traverse 28 mit dem Ende des Abdeckbandes 27 aus der veranschaulichten Bereitschaftsstellung so weit nach unten bewegt, bis sie auf dem Stapel 6 aufliegt. Alsdann wird die Aus­streichvorrichtung 9 aus der veranschaulichten Bereit­shaftsstellung nach unten bewegt und mit einem vorgege­benen Druck gegen das Abdeckband 27 und den Stapel 6 gehalten. Mit Hilfe des Stellmotors 16 wird schließlich die Ausstreichvorrichtung 9 nach hinten bewegt, wobei Luft aus dem Stapel 6 ausgestrichen wird. Die Vorschubvor­richtung 7 ist rechtzeitig vorher nach hinten bewegt worden, so daß die Ausstreichvorrichtung 9 bis über die Hinterkante 8 des Stapels 6 bewegt werden kann. Dieser freie Raum ist bei Planschneidemaschinen in der Regel vorhanden, nachdem die Vorschubvorrichtung 7 den Stapel 6 bis unter den Preßbalken geschoben hat.

    [0028] Die Ausstreichvorrichtung 9 wird anschließend wieder angehoben und im abgehobenen Zustand in die Bereitschafts­stellug zurückgeführt. Auch die Traverse 28 und der Preßbalken 3 werden in ihre Bereitschaftsstellung zurück­bewegt.

    [0029] An der Vorschubvorrichtung 7 ist ein Mitnehmer 32 ange­bracht, der aus der in Fig. 1 ersichtlichen wirksamen Stellung um eine Achse 33 in die in Fig. 2 veranschaulich­te unwirksame Stellung geschwenkt werden kann, in der er, wenn die Vorschubvorrichtung 7 bis an den Preßbal­ken 3 herangeführt worden ist, mit diesem nicht kolli­diert. Aufgabe des Mitnehmers 32 ist es, den hinteren Teil eines Stapels 6 nach dem Luft-Ausstreichen gegen einen Seitenanschlag 34 zu schieben. Das vordere Ende des Stapels 6 kann von Hand gegen diesen Seitenanschlag 34 geschoben werden.

    [0030] Der Mitnehmer 32 ist über einen Pneumatikzylinder 35 mit einem Block 36 verbunden, der mittels einer Gewinde­stange 37, die durch einen Motor 38 gedreht werden kann, parallel zum Schneidmesser 2 verstellbar ist. Auf diese Weise ist der Mitnehmer 32 in Richtung des Pfeiles e bewegbar. Die Schwenkachse 33 wird durch eine Vielzahnwel­le gebildet, die mit Hilfe eines Pneumatikzylinders 39 unter Zwischenschaltung eines Schwenkarms 40 um 90° ver­schwenkt werden kann.

    [0031] Die beschriebenen Bewegungsabläufe können durch ein ent­sprechendes Programm gesteuert werden, so daß sie automa­tisch ablaufen. Wenn überwiegend mit großen Stapeln gear­beitet wird, kann man auch mit einem Abdeckblatt arbei­ten, das nur dann aufgelegt wird, wenn gelegentlich klei­nere Stapel oder Blockstreifen ausgestrichen werden sol­len. Das Ausstreichen kann auch von hinten nach vorn erfolgen, wenn ein zusätzlicher Niederhaltebalken am hinteren Ende der Aufnahmefläche vorgesehen ist. Die Stellmotoren können die bei Planschneidemaschinen übliche Form haben und insbesondere pneumatisch, hydraulisch oder elektrisch betrieben werden.


    Ansprüche

    1. Planschneidemaschine für Stapelgut aus blattförmigem Material, wie Papier, mit einem Arbeitstisch, der hinter einem Schneidmesser und einem Preßbalken eine Aufnahmefläche für das Stapelgut aufweist, über die eine Stapelgut-Vorschubvorrichtung etwa senkrecht zum Schneidmesser bewegbar ist, gekennzeichnet durch einen Niederhaltebalken (3), der etwa parallel zum Schneidmesser (2) verläuft, nahe einem Ende der Aufnah­mefläche (5) angeordnet und unter Druck auf das Stapel­gut (6) absenkbar ist, und durch eine Luft-Ausstreich­vorrichtung (9), die ebenfalls unter Druck auf das Stapelgut absenkbar und in dieser Lage von einer dem Niederhaltebalken benachbarten Stelle in Richtung auf das andere Ende der Aufnahmefläche bewegbar ist.
     
    2. Planschneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, daß der Niederhaltebalken durch einen Preß­balken (3) gebildet ist und die Ausstreichvorrich­tung (9) in der abgesenkten Lage von vorn nach hinten bewegbar ist.
     
    3. Planschneidemaschine nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Preßkraft-Einstellvorrichtung (31), die außer den beim Schneiden erforderlichen Preßkräften eine Niederhalte-Preßkraft des Preßbalkens (3) einzu­stellen gestattet.
     
    4. Planschneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft-Ausstreichvor­richtung (9) eine Ausstreichwalze ist.
     
    5. Planschneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausstreichvorrich­tung (9) an einer Brücke (13) gehalten ist, die mittels eines Motors (16) auf zu beiden Seiten der Aufnahmeflä­che angeordneten Schienen (17, 18) verfahrbar ist.
     
    6. Planschneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausstreichvorrich­tung (9) bis zu einer Stelle zwischen Stapelgut (6) und Vorschubvorrichtung (7) bewegbar ist.
     
    7. Planschneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausstreichvorrichtung (9) mindestens zwei über ihre Länge verteilte Druckge­ber (11) aufweist, mit deren Hilfe sie gegen das Sta­pelgut (6) drückbar ist.
     
    8. Planschneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine auf das Stapelgut (6) legba­re Abdeckung (27), auf die die Ausstreichvorrichtung (9) absenkbar ist.
     
    9. Planschneidemaschine nach Anspruch 8, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Abdeckung (17) Luftdurchtrittsöff­nungen (26) aufweist.
     
    10. Planschneidemaschine nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (27) durch ein sich über die Breite der Aufnahmefläche erstreckendes Abdeckband gebildet ist, dessen den Niederhaltebalken (3) zugewandtes Ende durch einen Stellmotor (29) absenkbar und wieder anhebbar ist und dessen anderes Ende mit einer das Abdeckband gespannt haltenden Spannvorrichtung (30) verbunden ist.
     
    11. Planschneidemaschine nach Anspruch 10, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Spannvorrichtung (30) eine in Dreh­richtung vorgespannte Wickelwalze ist.
     
    12. Planschneidemaschine nach Anspruch 11, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Wickelwalze (30) nahe der Aus­streichvorrichtung (9) gelagert und zusammen mit dieser längs der Aufnahmefläche (5) bewegbar ist.
     
    13. Planschneidemaschine nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Niederhal­tebalken (3) zugewandte Ende des Abdeckbandes (27) an einer zwischen Niederhaltebalken und Ausstreichvor­richtung (9) angeordneten, höhenverstellbaren Traver­se (28) befestigt ist.
     
    14. Planschneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß an der Vorschubvor­richtung (9) ein parallel zum Schneidmesser (2) beweg­barer Mitnehmer (32) angebracht ist, der das ausge­strichene Stapelgut (6) gegen einen Seitenanschlag (34) der Aufnahmefläche (5) zu schieben vermag.
     
    15. Planschneidemaschine nach Anspruch 14, dadurch gekenn­zeichnet, daß der Mitnehmer (32) um eine Achse (33) derart schwenkbar ist, daß er aus einer wirksamen Stellung vor der Vorschubvorrichtung (7) in eine unwirksame, eine Kollision mit dem Preßbalken (3) vermeidende Stellung verlagerbar ist.
     
    16. Planschneidemaschine nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (32) von einem Block (36) getragen ist, der mittels einer parallel zum Schneidmesser (2) verlaufenden Gewindespindel (37) verstellbar ist, und drehfest, aber axial verschiebbar auf einer hierzu parallelen Welle (33) gelagert ist, die um einen vorgegebenen Schwenkwinkel drehbar ist.
     
    17. Planschneidemaschine nach Anspruch 16, dadurch gekenn­zeichnet, daß der Mitnehmer (32) über einen Pneumatik­zylinder (35) mit dem Block verbunden ist.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht