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EP 0 253 003 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.09.1990 Patentblatt 1990/38 |
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Anmeldetag: 12.07.1986 |
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Flachbehälter für Süsswaren, insbesondere Wandkalender
Flat container for sweets, especially a wall calendar
Récipient de forme plate pour confiseries, en particulier calendrier d'Avent
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.01.1988 Patentblatt 1988/03 |
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Patentinhaber: Alfred Windel GmbH |
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D-4500 Osnabrück (DE) |
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Erfinder: |
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- Windel, Alfred
D-4500 Osnabrück (DE)
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Vertreter: Busse & Busse
Patentanwälte |
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Postfach 12 26 49002 Osnabrück 49002 Osnabrück (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 174 913 DE-A- 2 813 540 DE-U- 8 512 998 US-A- 4 222 188
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BE-A- 484 161 DE-A- 3 239 597 US-A- 4 180 165
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Flachbehälter für Süßwaren, insbesondere Wandkalender,
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Es ist bereits ein Flachbehälter bzw. Wandkalender für Süßwaren der angegebenen Art
bekannt (DE-U-85 12 998), der insbesondere als Adventskalender Anwendung findet, wobei
die Vorderwand mit 24 Klappen bzw. kleinen Türchen versehen ist, die jeweils entlang
einer Faltlinie aufklappbar sind, damit die dahinter in der jeweiligen Vertiefung
des Formfolieneinsatzes befindlichen Süßwaren entnommen werden können. Da diese Adventskalender
zur Weihnachtszeit verschenkt werden, ist ihre Vorderwand außenseitig in der Regel
als Bild mit insbesondere weihnachtlichen Motiven ausgeführt. Die im Innenraum des
Flachbehälters festgelegte Spielvorrichtung erhöht den Geschenkwert solcher Adventskalender
und bietet einen zusätzlichen Kaufanreiz. Die Außenhülle aus Pappe ist bei dem bekannten
Flachbehälter von mehreren Pappzuschnitten gebildet, die durch Falt- und Klebevorgänge
zur Außenhülle vereinigt werden. Diese Herstellung ist verhältnismäßig aufwendig,
und außerdem können im Gebrauch des Flachbehälters bzw. bei der Lagerung und beim
Versand Beschädigungen oder ungewollte Betätigungen der Spielvorrichtung infolge deren
unzureichender Abschirmung durch die Außenhülle aus Pappe auftreten.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Flachbehälter für Süßwaren, insbesondere
Wandkalender, mit einer dessen Geschenkwert erhöhenden Spielvorrichtung zu schaffen,
der in seiner Herstellung vereinfacht ist, eine gute Handhabbarkeit aufweist und der
Spielvorrichtung einen sicheren Schutz gegenüber unerwünschten äußeren Druckeinflüssen
bietet.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Ausgestaltung des Flachbehälters gemäß dem Anspruch
1 gelöst. Bei dieser Ausgestaltung kann der Flachbehälter insbesondere als Faltschachtel
ausgeführt sein, deren einziger, einteiliger Pappzuschnitt die die Rückwand bildende
Klappe darbietet. Die Ausnehmung in der Rückwand kann dabei durch einen einfachen
Stanzvorgang im flachliegenden Zustand des Pappzuschnitts hergestellt werden, um im
zum Flachbehälter zusammengefalteten und entlang einem Längsseitenrand zusammengeklebten
Zustand des Pappzuschnitts eine Zugangsöffnung zum Innenraum des Behälters zu bilden,
der im Bereich der Ausnehmung die Spielvorrichtung enthält. Die Spielvorrichtung kann
dem Spieltrieb von Kindern Rechnung tragen und beispielsweise als Spieluhr oder auch
als elektronischer Musikspielautomat ausgeführt sein. Diese an sich bekannten Musikspielautomaten
umfassen einen dünnen, plättchenförmigen Musikchip sowie Batterie und Lautsprecher
und einen geeigneten Auslösemechanismus, bei dessen Betätigung eine Melodie, im Falle
der Verwendung des Flachbehälters als Adventskalender ein Weihnachts- oder Adventslied,
ertönt. Ungeachtet der Ausnehmung in der Rückwand und der dieser gegenüberliegenden
Klappe in der Vorderwand besitzt der erfindungsgemäße Flachbehälter eine solche Stabilität
und Eigensteifigkeft seiner von dem Pappzuschnitt gebildeten Außenhülle, daß er neben
einer maschinellen Verarbeitbarkeit den Vorteil einer guten Handhabbarkeit bei der
Lagerung, beim Versand und im Gebrauch aufweist, die insbesondere auch eine Beschädigung
oder ungewollte Betätigung der Spielvorrichtung bzw. des Musikchips durch entsprechende
Abstützung gegenüber äußeren Druckeinflüssen verhindert. Dies erreicht der Flachbehälter
durch die senkrecht zu seiner Vorderwand ausgerichteten, den Breitenabstand zwischen
der Vorderwand und der Rückwand überbrückenden Flansche mit ihren Verklebungsansätzen
am Rand der Ausnehmung, wodurch die Spielvorrichtung nicht nur sicher festgelegt,
sondern der Pappzuschnitt der Außenhülle auch soweit versteift wird, daß die durch
die aus der Rückwand ausgestanzte Ausnehmung und die in Gegenüberlage zu dieser in
die Vorderwand eingebrachte Klappe in den einteiligen Pappzuschnitt eingetragene Schwächung
seiner Eigensteifigkeit und damit Handhabbarkeit weitgehend aufgehoben und der Pappzuschnitt
ohne weiteres mit einfachen Mitteln einer maschinellen Verarbeitung zugänglich ist.
[0005] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der nachstehenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung, in der mehrere
Ausführungsbeispiele des Gegenstands der Erfindung schematisch veranschaulicht sind.
[0006] In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf die Rückwand eines Flachbehälters für Süßwaren in Form
einer Faltschachtel,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 1,
Fig. 3 eine Schnittdarstellung entsprechend Fig. 2 mit eingesetzter Spielvorrichtung,
Fig. 4 eine Schnittdarstellung entsprechend Fig. 3 mit einer abgewandelten Ausführungsform
der Spielvorrichtung,
Fig. 5 einen Schnitt durch die Spielvorrichtung nach Fig. 4 entlang der Linie V-V
und
Fig. 6 eine weitere Schnittdarstellung entsprechend den Fig. 3 und 4 zur Veranschaulichung
weiterer Ausbildungen.
[0007] Der in der Zeichnung dargestellte Flachbehälter ist als flacher Wandkalender, insbesondere
als Adventskalender ausgeführt und von einem einteiligen Pappzuschnitt nach Art einer
Faltschachtel gebildet, in deren Innenraum ein Formfolieneinsatz mit Süßwaren aufnehmenden
Vertiefungen untergebracht ist. Die Vertiefungen sind zur Behältervorderseite hin
offen und hinter Klappen in der Behältervorderseite angeordnet, die zur Herausnahme
der Süßwaren aus den Vertiefungen des Formfolieneinsatzes geöffnet werden können.
[0008] Der Pappzuschnitt bildet in seinem faltschachtelartig zusammengefalteten und verklebten
Zustand eine Außenhülle für den Formfolieneinsatz mit einer Vorderwand 1, einer Rückwand
2 und schmalen Seitenwänden 3 und 4, die sämtlich einteilig, d.h. von dem einteiligen
Pappzuschnitt als Ausgangswerkstück, ausgeführt sind. Dabei ist die Seitenwand 4 mit
einer einwärts gerichteten längslaufenden Klebelasche 5 versehen und hier mittels
eines Klebstoffauftrags 6 mit dem angrenzenden Randbereich der Rückwand 2 verklebt.
[0009] Bevor der Pappzuschnitt zur Faltschachtel mit der aus Fig. 2 ersichtlichen Querschnittsform
geformt ist, ist im flachliegenden Zustand des Pappzuschnitts eine Ausnehmung 7 in
die Rückwand 2 gestanzt worden. Dieser Stanzvorgang kann gleichzeitig mit der Stanzbearbeitung
der Vorderwand 1 des Behälters zum Anbringen der Klappen bzw. kleinen Türchen zur
Herausnahme der Süßwaren aus dem Formfolieneinsatz durchgeführt werden. Die Ausnehmung
7 schafft eine Zugangsöffnung zum Innenraum 8 des Behälters und ist gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 1 bis 3 mit einstückig angeformten Randflanschen 9 der insbesondere
aus Fig. 2 ersichtlichen Flächenform versehen. Die vier Randflansche 9 der rechteckig
ausgeführten Ausnehmung sind etwa senkrecht zur Vorderwand 1 ausgerichtet und an ihren
an die Vorderwand angrenzenden Enden mit rechtwinklig zur Ausnehmung 7 hin abgebogenen
Verklebungsansätzen 10 versehen. Die Verklebungsansätze 10 sind, wie dies insbesondere
aus Fig. 1 ersichtlich ist, jeweils auf einen mittleren Bereich der Randflansche 9
beschränkt und mittels je eines Klebstoffauftrags 11 mit der Innenseite der Vorderwand
1 verklebt.
[0010] Die Randflansche 9 der Ausnehmung 7 bilden ein vom Innenraum 8 des Behälters abgegrenztes
Abteil, in dem eine Spielvorrichtung 12 durch Verklebung, Verriegelung oder in sonst
geeigneter Weise festgelegt ist. Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3
ist die Festlegung der Spielvorrichtung 12 durch Verklebung mit Hilfe von Klebstoffaufträgen
11 a vorgenommen, die auf der den Klebstoffaufträgen 11 gegenüberliegenden Seite der
Verklebungsansätze 10 angeordnet sind. Dabei ist in der Vorderwand 1 des Behälters
in Gegenüberlage der Ausnehmung 7 bzw. der Spielvorrichtung 12 eine Klappe 13 in der
Vorderwand 1 vorgesehen, die einen Zugang zur Spielvorrichtung 12 ermöglicht. Die
Klappe 13 ist dreiseitig aus der Vorderwand 1 ausgestanzt und an ihrer vierten Seite
scharnierseitig unter Ausbildung einer Falzlinie 14 an die Vorderwand 1 angelenkt.
[0011] Die Kontur der Spielvorrichtung 12 entspricht der Ausnehmung 7 in der Rückwand 2
des Behälters und schließt rückseitig im wesentlichen bündig mit dieser ab. Dabei
umfaßt die Spielvorrichtung 12 eine rückseitige Abstützung in Gestalt einer Formplatte
15, in der die elektronische Baueinheit 16 der Spielvorrichtung 12 in einer an die
Vorderwand 1 angrenzenden Anordnung festgelegt ist. Die Baueinheit 16 umfaßt dabei
als Auslösemechanismus einen lichtempfindlichen Sensor 17, der normalerweise von der
Klappe 13 in der Vorderwand 1 abgedeckt und damit verdunkelt gehalten ist.
[0012] Damit die Verdunkelung des Sensors 17 im Nichtgebrauch der Spielvorrichtung 12 durch
eine satte Anlage der Klappe 13 auch bei häufigerer Benutzung gewährleistet bleibt,
ist die Klappe 13, die in Fig. 3 in Offenstellung gezeigt ist, mit einer Rückstellfeder
versehen, die bestrebt ist, die Klappe 13 in ihrer Schließstellung zu halten. Bei
dem dargestellten Beispiel ist die Rückstellfeder von einem Gummiband 18 gebildet,
daß im an die Falzlinie 14 angrenzenden Endbereich an der Klappe 13 befestigt, durch
einen Kanal 19 durch die Formplatte 15 zur Rückseite der Rückwand 2 geführt und dort
mittels einer Befestigungslasche 20 festgelegt ist.
[0013] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 und 5 umfaßt die Spielvorrichtung 12'
einen Kartonzuschnitt 21 mit einem kartenförmigen Unterteil 22 und einem kartenförmigen
Oberteil 23, die eine der Ausnehmung 7 entsprechende rechteckige Kontur aufweisen
und an einem ihrer Ränder durch eine Falzlinie 24 miteinander verbunden sind. An den
drei übrigen Seiten können Unterteil 22 und Oberteil 23 randseitig miteinander verklebt
sein. Zur Festlegung der Spielvorrichtung 12' in der Ausnehmung 7 ist der Abstützungsunterteil
23 mittels der Klebstoffaufträge 11a mit den vier Verklebungsansätzen 10 der Randflansche
9 der Ausnehmung 7 verklebt. Die elektronische Baueinheit 16' der Spielvorrichtung
12' ist auf der Innenseite des Abstützungsunterteils 22 festgelegt und vom Abstützungsoberteil
23 zur vorderwandseitigen Klappe 13 hin abgedeckt.
[0014] Ebenso wie bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 die elektronische Baueinheit
16 der Spielvorrichtung 12 durch ein Öffnen der vorderwandseitigen Klappe 13 und damit
eine Belichtung des Sensors 17 ausgelöst wird und beispielsweise ein Weihnachtslied
mit Hilfe des integrierten MusikChips ertönt, erfolgt auch bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß den Fig. 4 und 5 die Auslösung der elektronischen Baueinheit durch Betätigung
der Vorderwandklappe 13.
[0015] In der normalerweise von der Vorderwandklappe 13 eingenommenen Schließstellung ist
das Spielen der Spielvorrichtung 12' bzw. der elektronischen Baueinheit 16' mit Hilfe
einer Zuglasche 25 unterbunden, die zu diesem Zweck beispielsweise aus einem elektrisch
nichtleitenden Material, wie Kunststoff, besteht und in nicht näher dargestellter
Weise einen Auslösekontakt der elektronischen Baueinheit 16' unterbricht. Das von
der Baueinheit 16' abgewandte Ende 26 der Zuglasche 25 ist in geeigneter Weise am
Behälter festgelegt, um den Auslösekontakt der Baueinheit 16' beim Aufklappen der
Vorderwandklappe 13 um die von der Falzlinie 14 definierte Schwenkachse herzustellen.
[0016] Hierzu ist das von der Baueinheit 16' abgewandte Ende 26 über eine Verbindungslasche
27 mit der Innenseite der Vorderwandklappe 13 verbunden, die in Fig. 4 in halb geöffneter
Stellung gezeigt ist. Die Verbindungslasche 27 ist dreiseitig aus dem Abstützungsunterteil
22 ausgestanzt, durch eine Öffnung 28 im Abstützungsoberteil 23 hindurchgeführt und
mit der Innenseite der Klappe 13 verbunden, z.B. verklebt. Die mit dem Abstützungsunterteil
22 einstückig entlang einer Flazlinie 29 verbundene Seite der Verbindungslasche 27
bildet dabei eine scharnierartige Schwenkachse in der Nähe der und parallel zur Schwenkachse
der Vorderwandklappe 13, die von der Falzlinie 14 definiert ist.
[0017] Beim Aufklappen der Vorderwandklappe 13 in Richtung des Pfeils 30 in Fig. 4 wird
somit die Zugla- - sehe 25 in Längsrichtung entsprechend zur Schwenkachse 14 hin vorgezogen,
wobei sie mittels einer Öffnung 31 an der elektronischen Baueinheit 16' geführt ist,
indem ein (nicht dargestellter) Kontaktarm der Baueinheit 16' die Öffnung 31 durchgreift.
Dabei wird der Auslösekontakt der elektronischen Baueinheit 16' hergestellt, wenn
während der Vorziehbewegung der Zuglasche 25 entsprechend dem Richtungspfeil 30 der
Kontaktarm mit einem hierfür vorgesehenen Kontaktbereich durch die Öffnung 31 hindurch
in leitende Verbindung mit der Baueinheit 16' bzw. einem in diese integrierten Musik-Chip
gelangt.
[0018] Mit dem Aufklappen der Vorderwandklappe 13 wird die Vorderseite des Abstützungsoberteils
23 sichtbar, die aus diesem Grunde ein Bildmotiv oder eine sonstige ansprechende Oberflächengestaltung
aufweisen kann, die im übrigen auch bei der Ausgestaltung gemäß den Fig. 1 bis 3 vorgesehen
sein kann. Der Auslösekontakt der Baueinheit 16' wird beim Zuklappen der Vorderwandklappe
13 entgegen dem Pfeil 21 wieder unterbrochen, wenn sich die dabei entsprechend zurückbewegte
Kontaktlasche 25 mit ihrem lochfreien Teil unter den Kontaktbereich des Kontaktarms
der elektronischen Baueiheit 16' schiebt.
[0019] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 ist bei der Ausnehmung 7' in der Rückwand
2 auf Randflansche verzichtet, und die Spielvorrichtung 12" ist auf der Innenseite
einer Tragplatte 32 z.B. durch Verklebung befestigt, deren Außenseite ihrerseits mittels
eines Klebstoffauftrags 33 mit der Innenseite eines Kartonzuschnitts 34 verklebt ist.
[0020] Der Kartonzuschnitt 34 bildet zugleich eine außenseitige Abdeckung der Ausnehmung
7', indem er die Ausnehmung 7' randseitig übergreift und in deren Randbereichen mittels
Klebstoffaufträgen 35 mit der Rückwand 2 des Flachbehälters verklebt ist. Anstelle
einer solchen Verklebung kann auch eine Steckverbindung der Abdeckung 34 mit der Rückwand
2 beispielsweise mit Hilfe von in Einsteckschlitze der Rückwand 2 eingreifenden Einstecklaschen
der Abdeckung 34 vorgenommen sein.
[0021] Der Formfolieneinsatz ist in Fig. 6 bei 36 strichpunktiert angedeutet und kann im
an die Ausnehmung 7' angrenzenden Bereich des Innenraums 8 des Flachbehälters mit
einer Öffnung versehen sein, deren Ränder den an die Ausnehmung 7' angrenzenden Bereich
des Behälterinnenraums 8 umgeben. Diese Öffnung kann von einer Aussparung im Formfolieneinsatz
36 gebildet sein, die den die Spielvorrichtung 12' aufnehmenden Bereich des Behälterinnenraums
8 unter Berücksichtigung des Anbringungsorts der Spielvorrichtung 12' im Behälter
an zwei, drei oder allen vier Seiten abstützend umgibt.
[0022] Die Spielvorrichtung 12" weist bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 als Auslösemechanismus
einen Druckschalter 37 auf, der an der Vorderwand 1 des Behälters angebracht ist.
Der Druckschalter 37 ist gemäß dem dargestellten Beispiel von einem Druckstößel 38
gebildet, dessen inneres Ende von einem verbreiterten Randflansch bzw. Kopfteil 39
eingenommen ist. Der Druckstößel 38 kann dabei mit seinem Kopfteil 39 von einem einteiligen
Kunststofformkörper gebildet sein.
[0023] Auf die Innenseite der Vorderwand 1 des Behälters ist eine Halte- und Führungsscheibe
40 mit einer Durchgangsöffnung 41 aufgeklebt, die mit einer deckungsgleichen Öffnung
in der Vorderwand 1 in Verbindung steht. In seiner Ruhestellung liegt der Druckstößel
38 mit seinem Randflansch 39 an der Innenseite der Scheibe 40 an, wie es in Fig. 6
gezeigt ist.
[0024] Zur Betätigung des Druckschalters 37 drückt der Benutzer auf den durch die Öffnung
41 aus der Vorderwand herausragenden Druckstößel 38, wodurch dieser mit seinem Kopfteil
39 gegen einen Kontaktarm 42 bewegt wird und diesen bei fortgesetzter Einwärtsbewegung
gegen ein Kontaktteil 42 der elektronischen Baueinheit der Spielvorrichtung 12" drückt
Hierdurch wird die Spielvorrichtung ausgelöst und eine in den Musik-Chip der elektronischen
Baueinheit eingegebene Melodie ertönt. Die vorgegebene Melodie wird auch dann zuende
gespielt, wenn durch Loslassen des Druckstößels 38 der Kontakt des Kontaktarms 42
mit dem Kontaktteil 43 wieder unterbrochen wird.
[0025] Hinsichtlich der Ausbildung des Flachbehälters nach Art einer Faltschachtel stimmt
das Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 mit den übrigen Ausführungsbeispielen überein,
wie es durch die Verwendung gleicher Bezugszeichen für gleiche bzw. übereinstimmende
Teile zum Ausdruck gebracht ist. Es versteht sich im übrigen, daß der gegenseitige
Abstand zwischen aneinandergrenzenden bzw. miteinander verklebten Lagen bzw. Teilen
des Behälters im Interesse einer deutlichen Darstellung übertrieben groß gezeichnet
ist.
1. Flachbehälter für Süßwaren, insbesondere Wandkalender, bestehend aus einer Außenhülle
aus Pappe mit einer in deren Innenraum (8) festgelegten Spielvorrichtung (12; 12')
und einem in der Au- ßenhülle angeordneten Formfolieneinsatz (36), der Süßwaren aufnehmende
Vertiefungen aufweist, die zur Behältervorderseite hin offen und hinter Klappen in
der Vorderwand (1) des Behälters gelegen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenhülle
eine von einer Klappe eines einteiligen Pappzuschnitts gebildete Rückwand (2) aufweist,
in der eine Ausnehmung (7; 7') ausgestanzt ist, an deren Rand etwa senkrecht zur Vorderwand
(1) ausgerichtete, den Breitenabstand zwischen der Vorderwand (1) und der Rückwand
(2) überbrückende Flansche (9) mit Verklebungsansätzen (10) einstückig angeformt sind,
die mit der Innenseite der Vorderwand (1) verklebt sind, daß die Ausnehmung (7; 7') eine Zugangsöffnung zum Innenraum (8) des Behälters bildet, in dem die Spielvorrichtung
(12; 12') durch Verklebung mit den Verklebungsansätzen (10) festgelegt ist, und daß
in der Vorderwand (1) des Behälters eine Klappe (13) in Gegenüberlage zur Ausnehmung
(7) der Rückwand (2) vorgesehen ist.
2. Flachbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spielvorrichtung
(12') einen an seinen Rändern mit dem Behälter verklebten Kartonzuschnitt (21) umfaßt
und eine mit der vorderwandseitigen Klappe (13) verklebten Lasche (26, 27) zu ihrer
Betätigung aufweist.
3. Flachbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontur der
Spielvorrichtung (12; 12') der Ausnehmung (7) in der Rückwand (2) des Behälters entspricht.
4. Flachbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Spielvorrichtung (12) eine die Ausnehmung (7) in der Rückwand (2) des Behälters verschließende
Rückseite aufweist.
5. Flachbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ausnehmung (7') in der Rückwand (2) des Behälters mit einer au- ßenseitigen Abdeckung
(34) versehen ist.
6. Flachbehälter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die außenseitige Abdeckung
(34) der Ausnehmung (7') auf die Behälterrückwand (2) aufgeklebt oder aufgesteckt
ist.
7. Flachbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Formfolieneinsatz (36) mit einer Öffnung versehen ist, deren Ränder den Behälterinnenraum
(8) im Bereich der Ausnehmung (7') in der Behälterrückwand (2) allseits umgeben.
8. Flachbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Formfolieneinsatz (36) eine den Bereich unterhalb der rückwandseitigen Ausnehmung
(7') zumindest zweiseitig einfassende Aussparung aufweist.
1. A shallow container for confectionery, particularly a wall calendar, consisting
of an outer cover of cardboard with a musical device (12; 12') located in its interior
(8) and of a shaped foil insert (36) which is disposed in the outer cover and has
recesses which receive confectionery and are open towards the front of the container
and which are situated behind flaps in the front wall (1) of the container, characterised
in that the outer cover has a rear wall (2) which is formed from a flap of a one-piece
cardboard cutout and in which an opening (7, 7') is punched at the edge of which there
are formed integral flanges (9) with gluing extensions (10), which flanges are aligned
substantially perpendicular to the front wall (1) and bridge the distance in width
between the front wall (1) and the rear wall (2), that the opening (7, 7') forms an
access opening to the interior (8) of the container in which the musical device (12,
12') is located by gluing to the gluing extensions (10), and that a flap (13) is provided
in the front wall (1) of the container in a position opposite to the opening (7) in
the rear wall (2).
2. A shallow container according to Claim 1, characterised in that the musical device
(12') comprises a cardboard cut-out (21) which is glued to the container at its edges,
and has a tongue (26, 27) glued to the flap (13) at the front wall side, for its actuation.
3. A shallow container according to Claim 1 or 2, characterised in that the contour
of the musical device (12, 12') corresponds to the opening (7) in the rear wall (2)
of the container.
4. A shallow container according to any one of Claims 1 to 3, characterised in that
the musical device (12) has a back which closes the opening (7) in the rear wall (2)
of the container.
5. A shallow container according to any one of Claims 1 to 4, characterised in that
the opening (7') in the rear wall (2) of the container is provided with a cover (34)
at the outside.
6. A shallow container according to Claim 5, characterised in that the cover (34)
at the outside of the opening (7') is glued or clipped onto the rear wall (2) of the
container.
7. A shallow container according to any one of Claims 1 to 6, characterised in that
the shaped foil insert (36) is provided with an opening, the edges of which surround
the interior (8) of the container on all sides in the region of the opening (7') in
the rear wall (2) of the container.
8. A shallow container according to any one of Claims 1 to 6, characterised in that
the shaped foil insert (36) has a recess surrounding the region below the opening
(7') in the rear wall at least at two sides.
1. Récipient de forme plate pour confiseries, en particulier calendrier d'Avent ou
calendrier mural, constitué par une enveloppe extérieure en carton, avec un dispositif
d'amusement (12; 12') fixé à son intérieur et une garniture en feuille façonnée (36)
disposée dans l'enveloppe extérieure qui présente des cavités contenant les confiseries,
qui s'ouvrent vers la paroi avant du récipient et sont placées derrière des volets
aménagés dans la paroi arrière du récipient, caractérisé en ce que l'enveloppe extérieure
présente une paroi arrière (2) constituée par un volet d'une découpe de carton d'un
seul tenant, dans lequel est découpée une échancrure (7, 7'), sur le bord de laquelle
sont aménagés des rebords (9) qui sont alignés sur son bord à peu près perpendiculairement
à la paroi avant (1) qui comblent l'écart en largeur entre la paroi avant (1) et la
paroi arrière (2) et qui sont formés d'un seul tenant avec des pattes de collage (10),
lesquelles sont collées avec la face intérieure de la paroi avant (1), en ce que l'échancrure
(7, 7') constitue une ouverture d'accès à l'intérieur (8) du récipient, dans lequel
le dispositif d'amusement (12, 12') est fixé par collage avec les pattes (10) et en
ce qu'il est prévu dans la paroi avant (1) un volet (13) dont la position est opposée
à celle de l'échancrure (7) de la paroi arrière (2).
2. Récipient de forme plate selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif
d'amusement (12') comprend une découpe de carton (21) collée sur ses bords avec le
récipient et présente pour son actionnement une attache (26, 27) collée avec le volet
(13) du côté face avant.
3. Récipient de forme plate selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le
contour du dispositif d'amusement (12,12') correspond à l'échancrure (7) aménagée
dans la paroi arrière (2) du réservoir.
4. Récipient de forme plate selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce
que le dispositif d'amusement (12) présente une face arrière obturant l'échancrure
(7) dans la paroi arrière (2) du réservoir.
5. Récipient de forme plate selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce
que l'échancrure (7') dans la paroi arrière (2) du récipient est pourvue d'un revêtement
(34) du côté extérieur.
6. Récipient de forme plate selon la revendication 5, caractérisé en ce que le revêtement
(34) du côté extérieur de l'échancrure (7') est collé ou emboîté sur la paroi arrière
du récipient (2).
7. Récipient de forme plate selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce
que la garniture en feuille façonnée (36) est pourvue d'une ouverture dont les bords
entourent de tous côtés la chambre intérieure du récipient (8) dans la région de l'échancrure
(7) aménagée dans la paroi arrière du récipient.
8. Récipient de forme plate selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce
que la garniture en feuille façonnée (36) présente une échancrure entourant sur au
moins deux côtés la zone située en-dessous de l'échancrure (7') du côté paroi arrière.

