[0001] Die Erfindung betrifft einen Gegenstand nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
[0002] Bekannt ist ein gattungsgleiches Geschoß aus der DE-PS 24 47 313. Es weist in einem
widerstandsstabilisierenden, konischen Heckteil parallel zur Geschoßlängsachse angeordnete
Bohrungen auf, welche jeweils konvergent-divergent als Überschalldiffusoren ausgebildet
sind (Lochkegelleitwerk). Das bekannte Geschoß zeichnet sich aus durch zuverlässige
Reichweitenbegrenzung, wobei es sich vor allem für bei Panzerkanonen übliche Kaliber
eignet. Im Kaliberbereich, welcher Maschinenkanonen vorbehalten ist, lassen sich die
Bohrungen nicht mehr zum Erzielen - einer hinreichend zuverlässigen- Reichweitenbegrenzung
des Geschosses gestalten.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgleiches Geschoß zu schaffen,
welches sich auch für den Maschinenkanonen vorbehaltenen Kaliberbereich eignet. Gelöst
wird die Aufgabe nach der Lehre des Patentanspruchs mit ihren im kennzeichnenden Teil
angegebenen erfinderischen Merkmalen.
[0004] Dabei erweist sich als vorteilhaft, daß sich die erfinderisch Lehre bei klein- und
großkalibrigen gattungsgleichen Geschossen mit vergleichsweise geringem Aufwand verwirklichen
läßt.
[0005] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0006] Es zeigen:
Figur 1: ein Geschoß nach der Erfindung im seitlichen Aufriß,
Figur 2: einen Schnitt nach der Linie II-II in Figur 1 und
Figur 3: einen analogen Schnitt durch ein modifiziertes Geschoß.
[0007] Gemäß Figur 1 und Figur 2 der Zeichnung ist ein Unterkalibergeschoß 10 mit einem
Geschoßkörper 11 und einem Leitwerk 20 mit einer eine Unwucht begründenden (zur Verdeutlichung
sehr groß dargestellten) Ausnehmung 12 versehen, welche sich umfangsseitig parallel
zur Geschoßlängsachse erstreckt. Die Flügel des Leitwerks 20 sind zum Erzielen eines
Dralls auf nicht dargestellte Weise angestellt.
[0008] Das nach dem Verlassen des Waffenrohres von einem nicht dargestellten Treibkäfig
befreite Unterkalibergeschoß 10 wird durch das Leitwerk 20 sehr rasch auf eine hohe
Drehzahl um die Geschoßlängsachse A gebracht. Dabei liegt eine untere kritische Drehzahl
n
k1 nur so kurzfristig vor, daß keine Resonanz eintreten kann. Nach einem raschen Anstieg
der Drehzahl nähert sich deren Wert einer oberen kritischen Drehzahl n
k2 derart, daß die Zeit ihres Vorliegens ausreicht, um Resonanz mit Zerstörung des Unterkalibergeschosses
(10) eintreten zu lassen.
[0009] Der nachfolgenden Aufstellung ist eine Betrachtung zweier unterschiedlicher Geschosse
zugrundegelegt.

Reichweitenbegrenztes, pfeilstabilisiertes Unterkalibergeschoß für eine Rohrwaffe,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) das Geschoß (10) ist auf vorgebbare Weise unwuchtig gestaltet,
b) das Leitwerk (20) ist zum Erzielen eines Dralls angestellt und
c) der Drall entspricht zu einem vorgegebenen Zeitpunkt und damit nach Zurücklegen
einer entsprechenden Entfernung des Geschosses (10) auf seiner Flugbahn dessen kritischer
Drehzahl mit zu seiner Zerstörung führender Resonanz.