(19)
(11) EP 0 253 070 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.03.1990  Patentblatt  1990/12

(21) Anmeldenummer: 87105529.9

(22) Anmeldetag:  14.04.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5A61G 1/00

(54)

Rettungstrage

Safety stretcher

Brancard de sauvetage


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE FR GB NL

(30) Priorität: 09.07.1986 DE 3622998

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.01.1988  Patentblatt  1988/03

(73) Patentinhaber: B & N Vermögens- und Anlageverwaltung Diplom-Ingenieur Horst Neugebauer GmbH
D-4236 Hamminkeln 3 (DE)

(72) Erfinder:
  • Neugebauer, Horst, Ing.grad.
    D-4236 Hamminkeln (DE)

(74) Vertreter: Cohausz & Florack Patentanwälte 
Postfach 33 02 29
40435 Düsseldorf
40435 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
AT-B- 122 728
US-A- 3 890 659
US-A- 2 400 426
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Rettungstrage mit einem Tragerahmen größerer Länge als Breite und einem zwischen dem Tragerahmen befestigten, tiefer liegenden Boden in Wannenform, wobei der Boden zu beiden Stirnseiten hin ansteigt und die Bereiche des Bodens, die zu den beiden Stirnseiten hin ansteigen, jeweils etwa ein Drittel bis ein Sechstel der Gesamtlänge ausmachen.

    [0002] Aus der DIN 23 400 und dem deutschen Gebrauchsmuster 8 226 910 sind Rettungstragen bekannt, die die Form eines länglichen Schleifkorbes haben und unter Tage eingesetzt werden. Diese bekannten Rettungstragen weisen meist nicht genügend Stellen auf, an denen sie von Hand ergriffen werden können. Femer sind die Traggriffe vorne und hinten an der Rettungstrage zu niedrig, um bequem erreicht zu werden. Auch ist hierdurch der Schwerpunkt der Trage einschließlich eines darin Liegenden zu hoch, so daß die Handhabung der Trage erschwert wird.

    [0003] Aus der AT-A 122 728 ist eine Krankentrage bekannt deren Boden aus einem muldenförmigen Leichtmetallblech besteht, das zu den Stirnseiten hin ansteigt. Der Tragrahmen steigt dagegen nicht mit an, sondern verläuft rundum waagerecht.

    [0004] Hierdurch besitzt die Trage einen verhältnismä-Big hohen Schwerpunkt, insbesondere wenn ein Verletzter einliegt.

    [0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Rettungstrage der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß sie leicht und sicher handhabbar ist und der Schwerpunkt der Gesamttrage als auch des Verletzten niedrig liegt, die Rettungstrage besser zu greifen ist und der höhere Rand dem Verletzten einen besseren Schutz bietet. Darüberhinaus ist es Aufgabe der Erfindung, eine Verletztentrage zu schaffen, die im Transport unter Tage, insbesondere während eines Schleifens über den Grund wenig Widerstand bietet und ein Eindringen von Material des Bodens verhindert.

    [0006] Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Tragerahmen in den beiden ansteigenden Bereichen etwa parallel zum Boden verläuft.

    [0007] Der parallele Lauf des Tragrahmens zum Boden in den beiden ansteigenden Bereichen, führt zu den Vorteilen, daß die Rettungstrage einen niedrigeren Schwerpunkt erhält und damit sicherer zu tragen ist, daß die Rettungstrage besser zu greifen ist und daß der höhere Rand dem Verletzten einen besseren Schutz bietet.

    [0008] Bei dieser Verletztentrage bilden beide stark nach oben gezogenen Endbereiche des Bodens Schrägen, die ähnlich einer Skispitze sicher über den Grund gleiten können. Femer liegt hierdurch der Verletzte tiefer, so daß die Trage zusammen mit dem Verletzten einen verhältnismäßig tiefen Schwerpunkt aufweist und damit die Sicherheit ihres Transports erhöht wird.

    [0009] Diese Vorteile werden noch dadurch verstärkt, daß in den beiden ansteigenden Bereichen die Steigung etwa gleichbleibend ist. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Tragerahmen ringsum verläuft. Hierdurch bildet die Rettungstrage rundum an jeder Stelle Griffmöglichkeiten. Von Vorteil ist auch, wenn der Boden von einem perforierten Blech oder einem gelochten Kunststoff gebildet ist. Hierbei wird auch vorgeschlagen, daß der Boden von einem Lochblech aus VA-Stahl gebildet ist.

    [0010] Vorzugsweise wird vorgeschlagen, daß der Winkel, mit dem der Boden zu den Stirnseiten ansteigt, 10 - 20 Grad beträgt. Eine hohe Stabilität als auch eine größere Sicherheit wird dadurch erreicht, wenn ein die Trage ringsum umgebender Seitenrahmen parallel zum Tragerahmen unterhalb diesem verläuft. Hierbei kann der Seitenrahmen den nach oben gewölbten seitlichen Rand des Bodens oben abschließen.

    [0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:

    Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Rettungstrage und

    Fig. 2 eine Seitenansicht der Rettungstrage.



    [0012] Die Rettungstrage 1 weist eine größere Länge L als Breite B auf und besitzt einen wannenförmigen Boden 2, der im mittleren Bereich 3 etwa eben ist und zu beiden Enden bzw. zu beiden Stirnseiten 4 hin nach oben ansteigt. Diese ansteigenden Bereiche 5 bilden jeweils ein Drittel bis ein Sechstel im Ausführungsbeispiel etwa jeweils ein Viertel der Gesamtlänge L der Trage 1.

    [0013] In den beiden ansteigenden Bereichen 5 steigt der Boden gleichbleibend an, so daß der Boden mit der waagerechten Unterlage einen Winkel a von 10 bis 20 Grad im Ausführungsbeispiel von 13 Grad bildet. An den Rändern des Bodens 2 ist dieser in allen Bereichen 3 und 5 zu senkrechten Seitenwänden 6 geringer Höhe hochgewölbt um mit diesem Rand zu verhindern, daß Material des Untergrunds in die Trage gelangt. Der obere Rand der Seitenwände 6 ist durch einen Seitenrahmen 7 aus einem Rohrprofil abgeschlossen, das parallel zum Boden 2 verläuft, so daß in den Bereich 5 der Seitenrahmen 7 mit dem selben Winkel a wie der Boden zu den Enden bzw. Stirnseiten der Trage hin ansteigt.

    [0014] Oberhalb des Seitenrahmens 7 ist parallel zu diesem ein Tragerahmen 8 aus Rohrprofilen befestigt, so daß auch dieser in den Bereichen 5 parallel zum Boden 2 im Winkel ansteigt und damit die stirnseitigen Querprofile 9 des Tragerahmens 8 höher liegen als die Längsprofile 10 des Tragerahmens 8 im Bereich 3.

    [0015] Der Tragerahmen 8 ist an den Seitenrahmen 7 durch senkrechte Zwischenprofile 11 in regelmäßigen Abständen befestigt, wobei diese Zwischenprofile 11 an den Stirnseiten unter dem Boden 2 in Längsrichtung hindurchgeführt sind und damit Kufen 12 bilden, die die Unterseite des Bodens 2 schützen. Diese Kufenprofile aus Rohr verlaufen direkt unterhalb des Bodens 2 parallel zu diesen und steigen damit in den Bereichen 5 im gleichen Winkel a wie der Boden an.

    [0016] Der Boden 2 wird von einem Lochblech oder einem gelochtem Kunststoff Flachmaterial gebildet, das ein Eindringen von söhligem Material in den Korb verhindert und aufgenommene Krümel durch die Öffnungen nach außen treten läßt. Besonders gering ist das Gewicht der Rettungstrage dann, wenn der Boden aus einer Tragefolie aus Kunststoff besteht. Auch diese kann gelocht sein.


    Ansprüche

    1. Rettungstrage mit einem Tragerahmen (8) grö- βerer Länge als Breite und einem zwischen dem Tragerahmen befestigten, tiefer liegenden Boden (2) in Wannenform, wobei der Boden zu beiden Stirnseiten hin ansteigt und die Bereiche (5) des Bodens (2), die zu den beiden Stirnseiten (4) hin ansteigen, jeweils etwa ein Drittel bis ein Sechstel der Gesamtlänge (L) ausmachen, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragerahmen (8) in den beiden ansteigenden Bereichen (5) etwa parallel zum Boden (2) verläuft.
     
    2. Rettungstrage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den beiden ansteigenden Bereichen (5) die Steigung (a) etwa gleichbleibend ist.
     
    3. Rettungstrage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragerahmen (8) ringsum verläuft.
     
    4. Rettungstrage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (2) von einem perforierten Blech oder einem gelochten Kunststoff gebildet ist.
     
    5. Rettungstrage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (2) von einem Lochblech aus VA-Stahl gebildet ist.
     
    6. Rettungstrage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (a), mit dem der Boden zu den Stirnseiten ansteigt, 10-20 Grad beträgt.
     
    7. Rettungstrage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Trage ringsum umgebender Seitenrahmen (7) parallel zum Tragerahmen (8) unterhalb diesem verläuft.
     
    8. Rettungstrage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Seitenrahmen (7) den nach oben gewölbten seitlichen Rand des Bodens (2) oben abschließt.
     


    Claims

    1. A rescue stretcher having a carrying frame (8) of greater length than width and a tub-shaped bottom (2) disposed at a lower level and attached in between the carrying frame, the bottom rising in the direction of both end faces, and those zones (5) of the bottom (2) which rise in the direction of the two end faces (4) each forming about one third to one sixth of the total length (L), characterized in that the carrying frame (8) extends substantially parallel with the bottom (2) in the two rising zones (5).
     
    2. A rescue stretcher according to claim 1, characterized in that the rise (a) is substantially constant in both rising zones (5).
     
    3. A rescue stretcher according to one of the preceding claims, characterized in that the carrying frame (8) extends all around.
     
    4. A rescue stretcher according to one of the preceding claims, characterized in that the bottom (2) is formed by a perforate metal sheet or a perforate plastics.
     
    5. A rescue stretcher according to claim 4, characterized in that the bottom (2) is formed by a perforated plate of VA steel.
     
    6. A rescue stretcher according to one of the preceding claims, characterized in that the angle (a) by which the bottom rises in the direction of the end faces is 10-20°.
     
    7. A rescue stretcher according to one of the preceding claims, characterized in that a side frame (7) enclosing the stretcher all around extends below the carrying frame (8) and parallel therewith.
     
    8. A rescue stretcher according to claim 7, characterized in that the side frame (7) closes the upwardly arcuate lateral edge of the bottom (2) at the top.
     


    Revendications

    1. Brancard de sauvetage avec un cadre de brancard (8) de plus grande longueur que largeur et un fond (2) en forme de cuvette fixée entre le cadre de brancard et se trouvant plus profond, le fond montant en direction des deux faces frontales et les zones (5) du fond (2) qui remontent en direction des faces frontales (4) formant chacune à peu près un tiers à un sixième de la longueur totale (L), caractérisé en ce que le cadre de brancard (8) s'étend sensiblement parallèlement au fond (2) dans les deux zones montantes (5).
     
    2. Brancard de sauvetage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la fente (a) reste sensiblement constante dans les deux zones montantes (5).
     
    3. Brancard de sauvetage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le cadre de brancard (8) s'étend tout autour.
     
    4. Brancard de sauvetage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le fond (2) est constitué par une tôle perforée ou une matière synthétique trouée.
     
    5. Brancard de sauvetage selon la revendication 4, caractérisé en ce que le fond (2) est formé par une tôle perforée en acier VA.
     
    6. Brancard de sauvetage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'angle (a) selon lequel le fond monte vers les faces frontales est égal à 10-20 degrés.
     
    7. Brancard de sauvetage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un cadre latéral (7) entourant le brancard tout autour s'étend parallèlement au cadre de brancard (8) au-dessous de celui-ci.
     
    8. Brancard de sauvetage selon la revendication 7, caractérisé en ce que le cadre latéral (7) ferme le bord latéral recourbé vers le haut du fond (2).
     




    Zeichnung