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(11) |
EP 0 254 038 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.03.1991 Patentblatt 1991/11 |
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Anmeldetag: 19.06.1987 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E05F 15/06 |
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Sicherheitseinrichtung für ein Türsystem
Safety device for a door system
Dispositif de sécurité pour un système de porte
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
23.07.1986 DE 3624823
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.01.1988 Patentblatt 1988/04 |
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Patentinhaber: MAN GHH Schienenverkehrstechnik GmbH |
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90461 Nürnberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Stöckermann, Horst
D-8029 Sauerlach (DE)
- Böhm, Hermann
D-8900 Augsburg (DE)
- Gröber, Josef
D-8000 München 70 (DE)
- David, Wolfgang
D-8850 Donauwörth (DE)
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Vertreter: Merten, Fritz |
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Tristanstrasse 5 90461 Nürnberg 90461 Nürnberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 033 646 EP-A- 0 122 325 FR-A- 1 412 098
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EP-A- 0 091 607 DE-C- 955 292
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheitseinrichtung für ein Türsystem nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Türsysteme dieser Art, und insbesondere automatische Schiebeoder Schwenkschiebetüren
von Schienenfahrzeugen, Bussen etc., bei denen zum Antrieb des Türflügels zumeist
eine direkt mit diesem gekoppelte, pneumatische Langhub-Kolben-Zylindereinheit verwendet
wird, arbeiten aus Gründen einer ausreichend hohen Schließgeschwindigkeit mit einem
relativ großen Arbeitsdruck und entwickeln beim Auftreffen der Tür auf ein Hindernis
entsprechend starke Schließkräfte, die in der Größenordnung von 1000 N liegen. Aus
Sicherheitsgründen sind die Türsteuerungen derartiger Türsysteme daher mit einer Reversiereinrichtung
einschließlich eines die Antriebskraft des Stellmotors federnd aufnehmenden Schließkraftsensors
oder einer sich über die Schließkante des Türflügels erstreckenden Kontakt- bzw. Druckleiste
ausgerüstet, welche bei einer stärkeren Klemmkraftwirkung ansprechen und dann ein
elektrisches, den Pneumatikantrieb umsteuerndes Öffnungssignal auslösen. Dabei hat
es sich jedoch als problematisch erwiesen, daß das Hindernis im Rhythmus des periodisch
ablaufenden Schließ- und Öffnungsvorgangs wiederholt starken Kraftstößen ausgesetzt
ist, so daß derartige Reversiereinrichtungen nur eine begrenzte Sicherung, vor allem
von schwächeren Personen gegen eine Verletzungsgefahr beim Schließen der Tür bieten.
[0003] Bei der aus der EP-A-33 646 bekannten Tür-Sicherheitseinrichtung der eingangs genannten
Art, die einen Schließkraftsensor mit einem die türrahmenseitige Abstützung des Stellmotors
bewirkenden Federglied und ein im Zuge der Schließdruck-Zufuhrleitung angeordnetes
Sicherheitsventil enthält, wird das Sicherheitsventil beim Ansprechen des Schließkraftsensors
überein mit diesem unmittelbar gekoppeltes Zweistellungs-Tastventil und ein von diesem
gesteuertes, pneumatisches Zeitglied für eine vorgegebene Zeitdauer von der die Druckzufuhrleitung
freigebenden Ruheposition in eine die Schließdruckseite des Stellmotors mit einem
Nieder-druckspeicher verbindende Entlüftungsposition umgeschaltet und dadurch die
Antriebskraft des Stellmotors beim Auftreffen auf ein Hindernis reduziert. Eine derartige
Schließkraftbegrenzung mit Zeitverzögerung erfordert einen eigenen, druckgeregelten
Niederdruckspeicher und eine energie- und bauaufwendige Ansteuerung des Sicherheitsventils.
Aufgrund des relativ trägen Regelverhaltens kommt es ferner zu starken Abweichungen
der effektiven Antriebs- bzw. Klemmkraft des Stellmotors vom vorgegebenen Ansprechwert
des Schließkraftsensors und bei einer länger anhaltenden Behinderung der Schließbewegung
zu einer pulsierenden Klemmkrafterhöhung. Aufgabe der Erfindung ist es, eine Sicherheitseinrichtung
für ein Türsystem der eingangs genannten Art zu schaffen, die unabhängig von einer
Reversiereinrichtung arbeitet und so ausgebildet ist, daß die Schließkraft des Stellmotors
unabhängig vom Bewegungszustand der Tür in einfacher, zuverlässiger Weise unter Beibehalt
einer hohen Schließgeschwindigkeit rasch und mit großer Genauigkeit auf einen zulässigen
Höchstwert einreguliert wird.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichnete
Sicherheitseinrichtung gelöst.
[0005] Durch die erfindungsgemäße Sicherheitseinrichtung, die nach Art eines internen, dem
Stellmotor zugeordneten Schließkraft-Regelkreises arbeitet, wird selbst bei einem
hohen Arbeitsdruck in der Zufuhrleitung, wie er für eine große Druckluftzuflußmenge
zur Schließdruckseite und eine dementsprechend hohe Schließgeschwindigkeit des Stellmotors
erforderlich ist, gewährleistet, daß die Schließkraft des Stellmotors während des
gesamten Schließvorgangs auf einen am Sensor einstellbaren Höchstwert einreguliert
wird, und zwar gleichgültig, ob eine Reversiereinrichtung nun vorhanden ist und beim
Auftreffen auf ein Hindernis anspricht oder nicht. Die Schließkraftbegrenzung nach
der Erfindung, für die nur wenige, einfache und zuverlässige Bauelemente benötigt
werden, ist äußerst störunanfällig und arbeitet ohne Fremdenergie und mit hoher Genauigkeit
und Ansprechgeschwindigkeit, weil das Steuerventil unmittelbar in Abhängigkeit von
der Antriebskraft des Stellmotors betätigt wird und in seiner Mittelstellung, also
wenn die Schließkraft auf dem eingestellten Höchstwert liegt, die Druckzufuhrleitung
zunächst absperrt und in der Entlüftungsposition, also bei Überschreiten des vorgegebenen
Schließkraftwertes, bei weiterhin gesperrter Zufuhrleitung die Schließdruckseite des
Stellmotors mit hoher Geschwindigkeit, aber nur soweit entlüftet, bis infolge der
daraus resultierenden Druckverringerung die Antriebskraft des Stellmotors wieder auf
den vorgegebnen Höchstwert absinkt, woraufhin das Ventil erneut in die Zwischenposition
und nach Fortfall des Hindernisses in die Ruhestellung zurückschaltet und der Schließvorgang
sofort mit unverändert hoher Schließgeschwindigkeit beendet wird. Durch die erfindungsgemäße
Sicherheitseinrichtung wird nicht nur das Verletzungsrisiko minimiert, sondern im
Falle eines Einklemmens können sich auch schwächere Personen durch Aufdrücken des
Türflügels ohne große Kraftanstrengung, nämlich durch eine ebenfalls auf den zugelassenen
Höchstwert begrenzte Gegenkraft entgegengesetzt zur Schließrichtung, selbst befreien.
Der Schließkraft-Höchstwert lag in einem praktischen Anwendungsfall der Erfindung
in der Größenordnung von 100 N.
[0006] In besonders bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist der Schließkraftsensor gemäß
Anspruch 2 als einfaches Federglied ausgebildet, das die an der türrahmenseitigen
Abstützung wirkende, der Schließkraft entgegengesetzt gleichgroße Reaktionskraft des
Stellmotors aufnimmt, was den Vorteil hat, daß für die Sicherheitseinrichtung keinerlei
mit dem Türflügel mitbewegte Teile benötigt werden. Zwar ist es ohne weiteres möglich,
den zugelassenen Schließkraft-Höchstwert dadurch zu variieren, daß der das Umschalten
des Steuerventils auslösende Federweg des Federgliedes veränderlich eingestellt wird,
aus Gründen gleichbleibender Schaltwege empfiehlt es sich jedoch gemäß Anspruch 3,
zum Zwecke einer Änderung des SchließkraftHöchstwertes die Federvorspannung des Federgliedes
zu verstellen.
[0007] Im Hinblick auf eine einfache mechanische Koppelung zwischen Schließkraftsensor und
Steuerventil, durch die zugleich eine begrenzt bewegliche Führung des Stellmotors
an seiner türrahemenseitigen, aufgrund des Federgliedes elastischen Abstützung erreicht
wird, ist zweckmäßigerweise dem Stellmotor, dem Steuerventil und dem Federglied die
im Anspruch 4 gekennzeichnete Wippe zugeordnet. Durch den Anschlag gemäß Anspruch
5 wird sichergestellt, daß die Antriebskraft des Stellmotors nur beim Schließvorgang,
nicht aber auch beim Öffnen der Tür über das Federglied bzw. den Schließkraftsensor
abgesetzt wird.
[0008] Vorzugsweise wird die Sicherheitseinrichtung nach der Erfindung gemäß Anspruch 6
mit einem automatischen Türsystem kombiniert, das als Stellmotor eine pneumatische,
sowohl in Schließ- als auch in Öffnungsrichtung wirksame Langhub-Kolben-Zylindereinheit
besitzt, deren Kolbenstange unmittelbar an den Türflügel angeschlossen und deren Zylinder
türrahmenseitig über den Schließkraftsensor bzw. die mit dem Federglied zusammenwirkende
Wippe abgestützt ist.
[0009] Die Erfindung wird nunmehr anhand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- die Sicherheitseinrichtung im Ruhezustand mit zugeordnetem Türsystem während des
Schließvorgangs,
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung, jedoch mit zum Zwecke der Schließkraftbegrenzung
aktivierter Sicherheitseinrichtung nach Auftreffen des Türflügels auf ein Hindernis.
[0010] Das in den Fig. gezeigte, automatische Türsystem enthält als Stellmotor eine doppelt
wirkende, pneumatische Langhub-Kolben-Zylindereinheit 2, deren Kolbenstange 4 unmittelbar
an den Schiebetürflügel 6 angeschlossen ist, welcher durch den Stellmotor 2 beim Schließvorgang
in Pfeilrichtung P auf den Türpfosten bzw. Türrahmen 8 verfahren und in entgegengesetzter
Richtung geöffnet wird. Die Schließkante 10 des Türflügels 6 kann als Kontakt- oder
Druckleiste einer hier nicht näher interessierenden und daher auch nicht weiter beschriebenen
Reversiereinrichtung ausgebildet sein.
[0011] Die Steuerung des Stellmotors 2 erfolgt durch eine Türsteuerung 12, die an eine Druckluftleitung
14 von z. B. 5 bar angeschlossen und über eine Schließluf-Zufuhrleitung 16 mit der
kolbenstangenseitigen Schließdruckkammer 18 sowie über eine Luftzufuhrleitung 20 mit
der beim Öffnen des Türflügels 6 druckbeaufschlagten Zylinderkammer 22 verbunden ist.
Im Zuge der Zufuhrleitungen 16 und 20 befinden sich jeweils selbsttätig arbeitende
Umschaltventile 24 bzw. 26, die die zugeordnete Zylinderkammer 18 bzw. 22 nach außen
entlüften, sobald diese und die zugeordnete Zufuhrleitung in den drucklosen Zustand
gelangt sind, die freie Verbindung der Zylinderkammer 18 bzw. 22 nach außen jedoch
sperren, sobald die Zufuhrleitung 16 bzw. 20 druckbeaufschlagt wird und solange die
Zylinderkammer 18 bzw. 22 unter Druck steht. Mit anderen Worten verhindern die Umschaltventile
24, 26, daß sich bei Druckbeaufschlagung der zugeordneten Zylinderkammer 18 bzw. 22
ein Gegendruck in der jeweils anderen Zylinderkammer 22 bzw. 18 aufbauen kann. Die
Umschaltventile 24, 26 verbleiben während des gesamten Schließvorganges, also auch
beim Ansprechen der weiter unten beschriebenen Sicherheitseinrichtung, in der gezeigten
Stellung, weil durch die Sicherheitseinrichtung allenfalls eine Druckabsenkung der
Schließdruckkammer 18 bewirkt, diese aber nicht völlig drucklos geschaltet wird. Der
Türsteuerung 12 ist ferner eine pneumatische Türverriegelung 28 zugeordnet. Insoweit
ist das gezeigte Türsystem von üblicher Bau- und Funktionsweise.
[0012] Um nun die maximal wirksame Türschließkraft auf einen veränderlich einstellbaren
Wert zu begrenzen, der zum Zwecke der Sicherung insbesondere von Personen so gering
wie unter Beibehalt ausreichend kurzer Schaltzeiten möglich gewählt wird, ist dem
Stellmotor 2 eine Sicherheitseinrichtung zugeordnet, durch die die Schließluftzu-
und -abfuhr zu und von der Schließdruckkammer 18 während des gesamten Schließvorganges
nach Maßgabe der effektiven Antriebskraft des Stellmotors 2 geregelt wird. Zu diesem
Zweck ist der Zylinder 30 des Stellmotors 2 am Türrahmen 8 nicht fest abgestützt,
sondern gelenkig an einer um einen ortsfesten Drehpunkt 32 schwenkbaren Wippe 34 gelagert,
die sich an ihrem freien Ende an einem Federglied in Form einer Druckfeder 36 abstützt,
deren Vorspannung - etwa mit Hilfe der in den Fig. gezeigten Stellschraube 38 - veränderlich
einstellbar ist.
[0013] Die Türschließkraft bzw. die dieser entgegengesetzt gleichgroße Reaktionskraft des
Stellmotors 2 wird daher vom Zylinder 30 über die Wippe 34 und das Federglied 36 in
den Türrahmen8 geleitet, während die Reaktionskraft des Zylinders 30 bei Druckbeaufschlagung
der Zylinderkammer 22, also beim Öffnen der Türe, über einen der Wippe 34 zugeordneten
Anschlag 40 abgesetzt wird.
[0014] Die Wippe 34 und das Federglied 36, durch die der Stellmotor 2 in Längsrichtung elastisch
am Türrahmen 8 abgestützt wird, bilden somit einen die Antriebskraft des Stellmotors
beim Schließvorgang aufnehmenden Schließkraftsensor, der ein im Zuge der Schließluft-Zufuhrleitung
16 angeordnetes Steuerventil 42 betätigt. Solange die effektive Antriebskraft des
Stellmotors 2 unterhalb des durch die Vorspannung der Feder 36 eingestellten Grenzwertes
verbleibt, wird das Steuerventil 42 durch die Wippe 34 in seiner Ruhestellung (Fig.
1) gehalten, in der es die Zufuhrleitung 16 zur Schließdruckseite 18 des Stellmotors
2 frei durchschaltet.
[0015] Sobald der Türflügel 6 beim Schließvorgang jedoch gegen ein Hindernis 44 (Fig. 2)
fährt und die Schließkraft des Stellmotors 2 den vorgegebenen Grenzwert erreicht,
spricht der Schließkraftsensor an, d. h. die Wippe 34 wird durch die Reaktionskraft
des Stellmotors 2 entgegen der Federkraft der Druckfeder 36 verschwenkt, und das Steuerventil
42 wird umgeschaltet. Es gelangt zunächst in eine Zwischenstellung, in der es die
Schließdruckseite 18 des Stellmotors 2 von der Schließluft-Zufuhrleitung 16 absperrt,
und dann in die in Fig. 2 gezeigte Entlüftungsstellung, in der bei weiterhin gesperrter
Zufuhrleitung 16 Druckluft von der Schließdruckseite 18 des Stellmotors 2 ins Freie
entweicht, bis durch die daraus resultierende Druckverringerung auf der Schließdruckseite
18 die Antriebskraft des Stellmotors 2 soweit reduziert wird, daß die Wippe 34 und
über diese der Zylinder 30 unter der Druckkraft des Federgliedes 36 wieder zurückgestellt
und das Steuerventil 42 erneut in die Zwischenstellung und - bei Fortfall des Hindernisses
44 -in die Ruhestellung umgeschaltet wird, woraufhin der Schließvorgang unter der
Kontrolle der Türsteuerung 12 automatisch fortgesetzt wird.
[0016] Die beschriebene Sicherheitseinrichtung gestattet es auch, bei einer Unterbrechung
des Schließvorganges das eingeklemmte Hindernis, und insbesondere einen Passagier,
ohne große Kraftanstrengung durch Aufschieben des Türflügels 6 entgegen der Schließkraft
des Stellmotors 2 zu befreien. Wird nämlich auf den Türflügel 6 eine Gegenkraft entgegen
der Schließrichtung augeübt, die den an der Feder 36 eingestellten Höchstwert übersteigt,
so spricht die Sicherheitseinrichtung gleichfalls an, so daß die Schließdruckkammer
18 über das Steuerventil 42 derart entlüftet wird, daß sich der Türflügel 6 entgegen
einer im wesentlichen konstanten und auf den eingestellten Höchstwert begrenzten Widerstandskraft
des Stellmotors 2 aufdrücken läßt.
[0017] In einem praktischen Anwendungsfall wurde die maximale Türschließkraft auf 100 N
begrenzt. Das diesem Schließkraft-Grenzwert zugeordnete Druckniveau in der Schließdruckkammer
18 des Stellmotors 2 läßt sich nicht genau festlegen, weil es nicht nur von der wirksamen
Kolbendruckfläche, sondern auch von Störgrößen, etwa der Innenreibung des Stellmotors
2 abhängig ist.
1. Sicherheitseinrichtung für ein Türsystem, insbesondere für die automatische Schiebetüre
eines Schienenfahrzeugs, mit einem druckmittelbetätigten Türflügel-Stellmotor (2)
und einer der Schließdruckseite des Stellmotors zugeordneten Türsteuerung (12), die
einen die Antriebskraft des Stellmotors federnd aufnehmenden Schließkraftsensor (34,36)
und ein sensorgesteuertes, oberhalb eines vorgegebenen Ansprechwertes des Schließkraftsensors
die Schließdruckseite des Stellmotors (2) entlüftendes, im Zuge der Schließdruck-Zufuhrleitung
des Stellmotors angeordnetes Sicherheitsventil (42) enthält,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Sicherheitsventil als stellwegkonform mit dem Schließkraftsensor (34, 36) gekoppeltes
Steuerventil (42) mit einer durch den Schließkraftsensor ansteuerbaren, die Druckzufuhrleitung
(16) sperrenden Zwischenposition und einer bei weiter gesperrter Zufuhrleitung einen
freien Druckmittelabstrom von der StellmotorSchließdruckseite (18) gestattenden Entlüftungsposition
ausgebildet ist.
2. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Schließkraftsensor (34, 36) ein die türrahmenseitige Abstützung des Stellmotors
(2) bewirkendes Federglied (36) enthält.
3. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die das Umschalten des Steuerventils (42) in die Entlüftungsstellung bewirkende Federkraft
durch Änderung der Federvorspannung einstellbar ist.
4. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Stellmotor (2) türrahmenseitig an einer um einen ortsfesten Drehpunkt (32) gelagerten,
in Richtung der beim Schließvorgang wirkenden Reaktionskraft des Stellmotors (2) entgegen
der Kraft des Federgliedes (36) schwenkbaren, das Steuerventil (42) betätigenden Wippe
(34) begrenzt beweglich abgestützt ist.
5. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 4,
gekennzeichnet durch
einen die Schwenkbewegung der Wippe (34) in Richtung der beim Öffnen des Türflügels
(6) einwirkenden Reaktionskraft des Stellmotors (2) begrenzenden Anschlag (40).
6. Sicherheitseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Stellmotor (2) eine doppelt wirkende, pneumatische Langhub-Kolben-Zylindereinheit
mit einer an den Türflügel (6) angeschlossener Kolbenstange (4) und einem über den
Schließkraftsensor (34, 36) türrahmenseitig abgestützten Arbeitszylinder (30) vorgesehen
ist.
1. Safety device for a door system, in particular for the automatic sliding door of a
rail carriage, with a hydraulically operated doorwing motor (2) and a door control
(12), which is associated with the closing-pressure side of the control motor, which
door control comprises a closing-force sensor (34, 36), which resiliently receives
the drive force of the control motor, and a sensor-controlled safety valve (42), which
is arranged within the closing-pressure supply line of the control motor and which
releases air from the closing-pressure side of the control motor above a given activating
value of the closing-force sensor, charcterised in that the safety valve, which is a control valve (42), which is coupled to the closing-pressure
sensor (34, 36) conforming to the control path, is arranged to include both an intermediate
position, which is controlled by the closing-pressure sensor and which locks the hydraulics
supply (16), and an air-release position, which permits the free release of hydraulic
medium from the control motor closing-pressure side (18) with the supply line remaining
closed.
2. Safety device according to claim 1, charcterised in that the closing-pressure sensor (34, 36) incorporates a spring element (36) to support
of the control motor (2) on the door-frame side.
3. Satety device according to claim 2, characterised in that the spring force, which effects the switchover of the control valve (42) into the
air-release position, is adjustable by way of changing the spring's pre-tension.
4. Safety device according to claim 2 or 3, characterised in that the control motor (2) is supported at the side of the door frame against a toggle
(34) of limited movability, which is mounted around a fixed point of rotation (32)
and active in the direction of the counter force of the control motor (2) during the
closing process and pivotable against the force of the spring element (36) and which
operates the control valve (42) against the force of the spring member (36).
5. Safety device according to claim 4, characterized by a stop (40), which limits the pivot movement of the toggle (34) in the direction of
counter force of the control motor (2) during the opening of the door wing (6).
6. Safety device according to one of the above claims, characterized in that the control motor (2) is a double-acting, pneumatic long-stroke-piston/cylinder unit
with a piston rod (4), which is connected to the door wing (6), and a working cylinder
(30), supported on the door-frame side via the closing-force sensor (34, 36).
1. Dispositif de sécurité pour un système de porte, notamment pour la porte coulissante
automatique d'un véhicule sur rails, comprenant un servomoteur (2) de vantail de porte,
actionné par un fluide de pression, et un système de commande de porte (12) qui est
associé au côté pression de fermeture du servomoteur et qui présente un capteur (34,
36) de force de fermeture, captant élastiquement la force motrice du servomoteur,
et une soupape de sécurité (42), commandée par le capteur, qui est disposée dans le
tracé de la conduite d'amenée de pression de fermeture du servomoteur et met à l'atmosphère
le côté pression de fermeture du servomoteur (2), lorsqu'une valeur de seuil prédéterminée
est dépassée, caractérisé par le fait que la soupape de sécurité est réalisée comme
soupape de commande (42) couplée avec le capteur (34, 36) de force de fermeture dans
le même parcours de réglage, avec une position intermédiaire, bloquant la conduite
(16) d'amenée de pression, et une position de mise à l'atmosphère permettant la libre
évacuation du fluide de pression du côté pression de fermeture (18) du servomoteur,
lorsque la conduite d'amenée reste bloquée, pouvant être activées par le capteur de
force de fermeture.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le capteur (34, 36)
de force de fermeture contient un élément-ressort (36) provoquant l'appui du servomoteur
(2) côté encadrement de porte.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé par le fait que la force de ressort,
provoquant la commutation de la soupape de commande (42) à la position de mise à l'atmosphère,
peut être réglée en modifiant la précontrainte du ressort.
4. Dispositif selon la revendication 2 ou 3, caractérisé par le fait que, côté encadrement
de porte, le servomoteur (2) est en appui de manière mobile limitée sur une bascule
(34), qui est montée sur un axe de rotation (32) fixe, qui peut être pivotée dans
la direction de la force de réaction du servomoteur (2), agissant lors du processus
de fermeture, contre la force de l'élément-ressort (36), et qui actionne la soupape
de commande (42).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé par une butée (40) qui limite le
mouvement pivotant de la bascule (34) dans la direction de la force de réaction du
servomoteur (2), agissant lors de l'ouverture du vantail de porte (6).
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'il
est prévu en tant que servomoteur (2) une unité vérin à piston pneumatique à longue
course, à double effet, avec une tige de piston (4) raccordée au vantail de porte
(6) et un corps de vérin (30) qui est en appui sur l'encadrement de la porte par l'intermédiaire
du capteur (34, 36) de force de fermeture.
