| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 254 089 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
08.01.1992 Patentblatt 1992/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.07.1987 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: H01H 33/66 |
|
| (54) |
Vakuumschaltröhre
Vacuum switch tube
Tube interrupteur sous vide
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
CH DE FR GB IT LI SE |
| (30) |
Priorität: |
11.07.1986 DE 3623457
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
27.01.1988 Patentblatt 1988/04 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
|
80333 München (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Bialkowski, Günther, Ing.
D-1000 Berlin 26 (DE)
- Mick, Burkhard, Dipl.-Ing.
D-1000 Berlin 19 (DE)
- Oberndörfer, Klaus, Ing.
D-1000 Berlin 10 (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 084 238 DE-A- 2 612 129 FR-A- 2 450 794 GB-A- 2 035 697
|
EP-A- 0 241 814 FR-A- 1 353 161 GB-A- 1 184 590
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Vakuumelektronik und befaßt sich mit der konstruktiven
Ausgestaltung einer Vakuumschaltröhre, deren Gehäuse aus wenigstens einem hohlzylindrischen
Keramikteil und wenigestens zwei metallenen Gehäuseteilen zusammengesetzt ist.
[0002] Bei einer bereits vorgeschlagenen Vakuumschaltröhre mit zwei in einem Gehäuse axial
gegeneinander bewegbaren Kontakten sind die beiden Kontakte im Bereich eines metallenen,
kappenförmigen Gehäuseteiles angeordnet, das aus zwei Teilen besteht, nämlich dem
eigentlichen kappenförmigen Teil und einem sich axial anschließenden ringförmigen
Teil. Beide Teile weisen die gleiche Wandstärke auf, wobei das ringförmige Teil an
einem Ende stufenförmig profiliert und mittels der äußeren Stufe auf den Rand des
kappenförmigen Teiles aufgesetzt ist. An dieser Stufe ist weiterhin ein Dampfschirm
fixiert, indem dieser mit dem Rand seines einen aufgeweiteten Endes auf diese Stufe
aufgesetzt und dort befestigt ist. Der Dampfschirm überdeckt in axialer Richtung einen
kleinen Teil des hohlzylindrischen Keramikteiles des Gehäuses. - Um das kappenförmige,
in gleicher Weise wie der Dampfschirm aus rostfreiem Stahl bestehende kappenförmige
Gehäuseteil mit dem hohlzylindrischem Keramikteil stirnseitig verlöten zu können,
besteht der angesetzte zylindrische Ring des kappenförmigen Gehäuseteiles aus Kupfer
oder Kovar (Warenzeichen)(EP-A-0 241 814).
[0003] Im übrigen ist eine Vakuumschaltröhre bekannt, deren Gehäuse aus zwei hohlzylindrischen
Keramikteilen, einem hohlzylindrischen Metallteil und weiteren Metallteilen aufgebaut
ist. Die ringförmigen Gehäuseteile sind dabei unter Verwendung dünnwandiger hohlzylindrischer
Ringe stirnseitig miteinander verbunden.
[0004] An beiden Enden des hohlzylindrischen Metallteiles ist dabei ein dünnwandiger Ansatz
vorgesehen, an den einerseits ein Dampfschirm der Schaltröhre und andererseits ein
ringförmiges Verbindungsglied angelötet sind (US-A3 766 345).
[0005] Die Erfindung wird durch die Merkmale des Anspruchs definiert.
[0006] Durch die Erfindung wird eine Vakuumschaltröhre geschaffen, deren Herstellung dadurch
wesentlich vereinfacht ist, daß die Anzahl der für das Gehäuse und die Dampfabschirmung
des keramischen Gehäuseteiles verwendeten Einzelteile und damit die Anzahl der Lötstellen
auf ein Minimum reduziert ist. Hierzu ist abweichend vom Aufbau der mit der EP-A-0
241 814 bereits vorgeschlagenen Schaltröhre vorgesehen, daß das kappenförmige Gehäuseteil
aus demselben Material wie der Dampfschirm besteht, wobei der Temperaturkoeffizient
dieses Materials an den Temperaturkoeffizienten des Keramikteiles nicht angepaßt ist,
daß das kappenförmige Gehäuseteil an seinem offenen zylindrischen Ende einen Zylinderbereich
aufweist, dessen Wandstärke geringer ist als die Wandstärke im übrigen Bereich, wodurch
eine in radialer Richtung nach außen verlaufende, als Anlagefläche für das aufgeweitete
Ende des Dampfschirmes dienende Stufe in der Wand des kappenförmigen Gehäuseteiles
gebildet ist, und daß der Dampfschirm das Keramikteil in axialer Richtung vollständig
überdeckt.
[0007] Die Herstellung einer derartigen Vakuumschaltröhre, bei der das kappenförmige Gehäuseteil
und der Dampfschirm zweckmäßig aus Kupfer oder rostfreiem Stahl und das Keramikteil
aus Aluminiumoxidkeramik bestehen, läßt sich auch deshalb besonders einfach durchführen,
weil für die Verlötung des Keramikteils, des Schirmes und der metallenen Gehäuseteile
nur ein Arbeitsgang erforderlich sind. Durch Verwendung desselben Materials für Dampfschirm
und kappenförmiges Gehäuseteil können dabei besonders kleine Toleranzen eingehalten
werden. - Die Vakuumschaltröhre läßt sich im übrigen leicht und ohne besondere Anforderungen
an eine Montageform zusammensetzen. Besonders vorteilhaft dabei ist, daß sowohl der
Dampfschirm als auch die übrigen Teile der Schaltröhre durch die Schwerkraft in Position
gehalten werden, bis die Verlötung der Teile erfolgt ist.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Figur dargestellt.
[0009] Die dargestellte Vakuumschaltröhre weist ein Gehäuse 1 und zueinander koaxial angeordnete
Schaltkontakte 2 und 3 auf. Das Gehäuse 1 setzt sich aus Metallkappen 4 und 5 und
einem Keramikring als Keramikteil 6 zusammen. Die Metallkappen 4 und 5 weisen dünnwandige
Zylinderbereiche 7 auf, wobei zumindest ein Metallteil 5 am Übergang vom dickwandigen
Teil 11 zum dünnwandigen Zylinderbereich 7 an seiner Innenwand eine Stufe 8 besitzt,
die in radialer Richtung nach außen reicht.
[0010] Ein Dampfschirm 9 besitzt einen nach außen aufgeweiteten Randbereich 10. Der Randbereich
10 liegt am dünnwandigen Zylinderbereich 7 und an der Stufe 8 der Kappe 5 an und ist
dort mit der Kappe 5 hartverlötet.
[0011] Die dünnwandigen Zylinderbereiche 7 sind auf den Keramikring 6 stumpf aufgelötet
und in ihrer Wanddicke so bemessen, daß die bei der Lötung auftretende Verspannung
durch unterschiedliche Wärmedehnung zwischen dem Keramikring 6 und dem dünnwandigen
Zylinderbereich 7 von der Lötstelle aufgenommen wird und nicht zur Undichtigkeit der
Röhre führt.
[0012] Der Schirm 9 überdeckt das Keramikteil 6 in axialer Richtung, so daß ein Schirm 9
zur Dampfabschirmung ausreicht. Dadurch kann bei der Herstellung der Schirm 9 eingesetzt
und an die Stufe 8 angelegt werden und verbleibt dort allein infolge der Schwerkraft,
wenn die Röhre beim Verlöten in der dargestellten Lage gehalten wird. Auch die übrigen
Teile lassen sich zum Verlöten ohne aufwendige Haltevorrichtungen übereinander stapeln
und können in einem Arbeitsgang verlötet werden.
[0013] Bei dieser Ausführungsform ist die einseitige Anordnung der Kontakte im Bereich der
unteren Metallkappe 5 vorteilhaft, da hier ein relativ großer Schaltraum zur Verfügung
steht und der entstehende Metalldampf besonders gut vom Keramikteil 6 ferngehalten
werden kann.
Bezugszeichenliste
[0014]
- 1
- = Gehäuse
- 2, 3
- = Schaltkontakt
- 4, 5
- = Metallteil
- 6
- = Keramikteil
- 7
- = dünnwandiger Zylinderbereich
- 8
- = Stufe
- 9
- = Dampfschirm
- 10
- = Randbereich
- 11
- = dickwandiger Teil
1. Vakuumschaltröhre mit einem Gehäuse (1) und zwei koaxial gegeneinander bewegbaren
Kontakten (2, 3),
bei der das Gehäuse (1) aus wenigstens einem hohlzylindrischen Keramikteil (6) und
wenigstens zwei metallenen Gehäuseteilen (4, 5) zusammengesetzt ist,
bei der das eine metallene Gehäuseteil (5) kappenförmig ausgebildet ist, die Kontakte
(2, 3) umgibt und an seinem offenen zylindrischen Ende mit der einen Stirnfläche des
Keramikteils stumpf verlötet ist
und bei der ein zylindrischer, metallener Dampfschirm (9) vorgesehen ist, der an seinem
einen Ende in radialer Richtung aufgeweitet und mit dem Rand dieses aufgeweiteten
Endes (10) an einer radialen Stufe (8) des kappenförmigen Metallteiles (5) anliegt
und dort verlötet ist,
und bei der weiterhin das kappenförmige Gehäuseteil (5) aus demselben Material wie
der Dampfschirm (9) besteht, wobei der Temperaturkoeffizient dieses Materials an den
Temperaturkoeffizienten des Keramikteiles (6) nicht angepaßt ist,
bei der das kappenförmige Gehäuseteil (5) an seinem offenen zylindrischen Ende einen
Zylinderbereich (7) aufweist, dessen Wandstärke geringer ist als die Wandstärke im
übrigen Bereich (11), wodurch eine in radialer Richtung nach außen verlaufende, als
Anlagefläche für das aufgeweitete Ende (10) des Dampfschirmes (9) dienende Stufe (8)
in der Wand des kappenförmigen Gehäuseteiles (5) gebildet ist,
und bei der der Dampfschirm (9) das Keramikteil (6) in axialer Richtung vollständig
überdeckt.
1. Vacuum switch tube having a housing (1) and two contacts (2, 3) movable coaxially
towards one another,
wherein the housing (1) is composed of at least one hollow-cylindrical ceramic part
(6) and at least two metallic housing parts (4, 5),
wherein one of the said metallic housing parts (5) is constructed in the shape of
a cap, and surrounds the contacts (2, 3), and is butt-soldered at its open cylindrical
end to one of the end faces of the ceramic part
and wherein a cylindrical metallic steam screen (9) is provided, which is flared at
one end thereof in the radial direction and rests with the edge of this flared end
(10) against a radial step (8) of the cap-shaped metal part (5) and is soldered there,
and wherein furthermore the cap-shaped housing part (5) consists of the same material
as the steam screen (9), the temperature coefficient of this material not being matched
to the temperature coefficients of the ceramic part (6),
wherein the cap-shaped housing part (5) has, at its open cylindrical end, a cylinder
region (7), the wall thickness of which is less than the wall thickness in the remaining
region (11), whereby a step (8) is formed in the wall of the cap-shaped housing part
(5), which step extends outwardly in the radial direction and serves as a seating
surface for the flared end (10) of the steam screen (9),
and wherein the steam screen (9) completely covers the ceramic part (6) in the axial
direction.
1. Tube interrupteur à vide, comprenant un boîtier (1) et deux contacts (2, 3) coaxiaux
et mobiles l'un par rapport à l'autre,
dans lequel le boîtier (1) est composé d'au moins une pièce en céramique (6) en
forme de cylindre creux et d'au moins deux pièces de boîtier métalliques (4, 5),
dans lequel l'une des pièces métalliques du boîtier (5) est en forme de capot,
entoure les contacts (2, 3) et est soudée bout à bout par son extrémité cylindrique
ouverte à l'une des surfaces frontales de la pièce en céramique,
et dans lequel il est prévu un écran (9) cylindrique et métallique pour la vapeur,
qui est élargi en direction radiale à l'une de ses extrémités et qui s'applique par
le bord de cette extrémité (10) élargie à un épaulement (8) radial de la pièce métallique
(5) en forme de capot et y est soudé,
et dans lequel, en outre, la pièce de boîtier (5) en forme de capot est en le même
matériau que l'écran (9) pour la vapeur, le coefficient de dilatation thermique de
ce matériau n'étant pas adapté aux coefficients de dilatation thermique de la partie
en céramique,
dans lequel la pièce de boîtier (5) en forme de capot comporte à son extrémité
cylindrique ouverte une partie cylindrique (7), dont l'épaisseur de paroi est plus
petite que l'épaisseur de paroi de la partie restante (11), ce qui forme, dans la
paroi de la pièce de boîtier (5) en forme de capot, un épaulement (8) qui s'étend
vers l'extérieur en direction radiale et qui sert de surface d'appui pour l'extrémité
(10) élargie de l'écran (9) pour la vapeur,
et dans lequel l'écran (9) pour la vapeur recouvre entièrement en direction axiale
la pièce en céramique (6).
